Mittwoch, 23. April 2014

"Der Clan der Wölfe - Donnerherz"

Vom Rudel verstoßen: "Der Clan der Wölfe - Donnerherz"!

Kathryn Lasky, übersetzt von Ilse Rothfuss
Der Clan der Wölfe – Donnerherz
978-3-473-36879-2
Ravensburger Verlag
Alter: 10+

Die Wölfin Morag wirft Junge, doch eines davon hat eine gespaltene Vorderpfote und eine merkwürdige Spiralzeichnung auf dem Fußballen. Gemäß den Gesetzen des Rudels gelten verkrüppelte Jungen als verflucht und müssen sterben. Die Obea Shibaan (eine Obea ist eine unfruchtbare Wölfin ohne Mutterinstinkte, die im Rudel die undankbare Aufgabe übernimmt, verfluchte Junge zum Sterben auszusetzen) bringt das Kleine fort. Auch Morag wird aus dem Rudel ausgestoßen, weil sie ein „fehlerhaftes“ Junges geboren hat, was nicht gut für das Rudel ist. Die anderen Jungen werden ihr weggenommen und von anderen Wölfinnen großgezogen. Was niemand im Rudel ahnt, die Grizzlybärin Donnerherz, die ihr Junges durch einen Puma verloren hat, rettet den todgeweihten Wolfswelpen, der beinahe im eisigen Fluss ertrunken wäre und nimmt ihn auf. Sie nennt ihn Faolan, Geschenk des Flusses. Vorher war sie voller Trauer und wollte nur noch sterben, doch nun hat ihr Leben wieder einen Sinn. Sie säugt den Welpen und er wächst und gedeiht. Da sie jedoch nicht viel Ahnung von Wölfen hat, macht sie sich Sorgen, ob sie ihn auch richtig „erzieht“. Doch das Wichtigste ist, dass sie ihn liebt und auch der kleine Faolan liebt seine „Milchgeberin“. Später bringt sie ihm bei zu jagen und zu fischen und wie ein Bär auf den Hinterbeinen zu gehen, was für einen Wolf nicht gerade eine leichte Übung ist. Sie zwingt ihn auch, beim Graben seine spezielle Pfote zu benutzen anstatt sie zu schonen. Erst als Faolan eine andere Bärenmutter mit ihrem Jungen am Fluss sieht, begreift er, dass er anders ist und anders riecht als ein Bär. Als der Winter kommt, muss die Bärin Winterschlaf halten, doch Faolan hat inzwischen gelernt, sich selbst zu versorgen. Er fühlt sich nur etwas einsam und langweilt sich. Als er eines Tages von der Jagd zurückkommt, ist Donnerherz verschwunden. Er ahnt nicht, dass sie auf der Suche nach ihm die Höhle verlassen hat und bei einem Erdbeben ums Leben kam. Faolan sucht nach ihr und wandert bis zum Frostwald. Erstmals trifft er auf andere Wölfe. Es sind Clanlose und er kämpft mit ihnen um Beute. Obwohl er jünger als die anderen ist, ist Faolan viel größer und kräftiger. Durch die nahrhafte Bärenmilch und das ungewöhnliche Training besitzt er einen mächtigen Brustkorb und muskulöse Beine, kann hoch springen und sogar aufrecht gehen. Im Wald kommt es auch zum Kampf mit einem Puma. Faolan gewinnt ihn und ehrt den Tod des Puma, bevor er dessen Fleisch frisst. Auf seiner Reise findet er eine Höhle, deren Wände mit Malerei geschmückt sind, die eine Geschichte mit Wölfen zu erzählen scheinen. Faolan ist fasziniert und neugierig auf ein echtes Rudel. Er fragt sich, wo er hingehört. Als er eine Bärin am Fluss sieht, ist diese durch seine Körpersprache verwirrt und fragt: „Was bist Du?“. Nachdem er erfolgreich eine Rentier-Kuh gejagt und getötet hat, bedankt er sich bei ihr und frisst. Er muss den Körper vor hungrigen Raben in Sicherheit bringen. Als nur noch die Knochen übrig sind, nagt er Muster hinein und stapelt sie, so wie es ein Knochennager in einem Wolfsrudel tun würde. Er beschließt, sich im nächsten Winter einem Rudel anzuschließen. Doch zunächst findet er den Schädel von Donnerherz und versinkt in Trauer um seine „Milchgeberin“. Er denkt über den Tod nach und macht sich Gedanken über ein Jenseits, einen Himmel für Wölfe, Bären und Rentiere. Mit dem Klagelied, das er singt, weckt er die Aufmerksamkeit der Eule Gwynneth, die gerade kunstvolle Blätter schmiedet. Sie sucht ihn auf und die beiden kommen ins Gespräch. Sie erzählen sich gegenseitig ihre Geschichten und stellen fest, dass sie viel gemeinsam haben. Auch Gwynneth hatte zwei Mütter. Faolan würde gerne bei ihr bleiben, doch sie meint, dass er zu den Wölfen gehört. Er beobachtet ein Rudel und vergleicht ihr Verhalten mit dem der Wölfe auf den Höhlenmalereien. Doch auch er wird von ihnen beobachtet, zumindest verfolgen sie seine Spuren. Sein seltsamer Pfotenabdruck verleitet sie zu dem Trugschluss, er würde unter der gefährlichen Geiferseuche leiden. Aus Angst und um ihr Rudel zu schützen, wollen sie ihn töten und verbrennen. Nur Sark, die Sumpfhexe erahnt die Wahrheit. Kann Faolan das Rudel umstimmen? Kann er sich im Kampf behaupten? Wird er in das Rudel aufgenommen?
Ein „tierisch“ spannendes Abenteuer für die Fans von „Warrior Cats“ und Co. von der Autorin der berühmten Eulen-Saga „Legende der Wächter“. Ihre Eulen haben im „Clan der Wölfe“ auch einige „Gastauftritte“. Ich bin schon gespannt, welche Abenteuer Faolan noch bevorstehen. Weiter geht es mit Band 2 „Schattenkrieger“.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Kommentare:

  1. ich habe das buch gelesen und es ist sehr spannend

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  2. Freut mich sehr, dass Dir das Buch gefallen hat. Ich fand es auch ganz toll und hoffe, ich habe irgendwann mal Zeit, auch noch Band 2 und 3 zu lesen.
    Liebe Grüße
    Very

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