Mittwoch, 16. Januar 2019

"Collins geheimer Channel – Wie ich endlich cool wurde"

Traumberuf "Influencer" (Dann klappts auch mit den Mädels ;-)): 
"Collins geheimer Channel – Wie ich endlich cool wurde"!

Sabine Zett
Collins geheimer Channel – Wie ich endlich cool wurde
978-3-7855-8849-9
Loewe Verlag
Alter: 10+

Der dreizehnjährige Collin Duhm gehört in der Schule nicht zu den Coolsten. Vor allem seine Angebetete, Kim Marie Meier, scheint nicht einmal zu wissen, dass er existiert. Alle Mädchen umschwärmen nur den fiesen Wilhelm, Graf von und zu, der Collin und seinen besten Freund Jo-Jo (eigentlich Johannes) die ganze Zeit mobbt. Wilhems Handlanger Justus macht dabei fleißig mit. Im Sportunterricht rechnet Collin daher schon damit, von Wilhem als letzter ins Team gewählt zu werden, aber dass der ausgerechnet Kim zuerst wählt und die sich auch noch freut, macht ihn fertig. Sein Herz spielt verrückt, und er ist überzeugt, gleich einen Infarkt zu erleiden. Wie kann er Kim nur zeigen, dass er so viel cooler als Wilhelm ist? Die Mädels reden ständig über die You-Tube-Videos einer gewissen Miss Cherry Sunglasses, die in ihrem Alter ist und angeblich die besten Tipps gibt. Vielleicht sollte Collin auch ein berühmter Influencer auf You-Tube werden. Ein eigener Channel muss her. Jo-Jo wird als Kameramann/ Handyhalter verpflichtet und Oma Irmgard gibt das ok, wenn sie denn auch mal ein paar Kochrezepte auf dem Channel posten darf. Irmgard träumt nämlich schon lange von einem Auftritt in einer Kochshow. Sie ist sehr modern, nennt sich lieber Granny als Oma, und was sie vom Internet nicht versteht, lässt sie sich einfach von ihrer „Sigrid“ (Siri von Apple) erklären. Collin soll allerdings in den Videos nicht sein Gesicht zeigen und keinesfalls seinen echten Namen und seine Adresse nennen. Also trägt Collin eine Puma-Maske. Der erste Clip ist recht sinnfrei und voller Pannen, Collin quatscht planlos drauf los, während seine kleine Schwester Alexa auf der anderen Seite der Tür steht und das Laternenlied aus dem Kindergarten singt. Collin erklärt den Zuschauern, dass er die Maske trägt, weil das Äußere nicht wichtig sein sollte und kündigt einen baldigen Gastauftritt seiner Seniorenpraktikantin Irmgard an. Collin nennt sich selbst CMC, und der Channel heißt: Chill-mal-Channel. Da sie es der Oma als „Bildungsfernsehen“, wo sie anderen Jugendlichen sinnvolle Dinge beibringen wollen, verkauft haben, erhält der Channel den Untertitel „Universelle Universität für ultimative Unterhaltung“. Als die Mädels am nächsten Tag über Masken reden, denkt Collin irrtümlich, sie reden über den Clip, doch es geht um Gesichtsmasken. Sie wollen nämlich unbedingt eine Beauty-Behandlung auf Wilhelms Geburtstagsparty, auf die Collin natürlich nicht eingeladen ist. Weil Collin meint, er hätte nichts gegen Masken, lädt Wilhelm ihn doch noch auf die Party ein, damit er sich dort so richtig blamiert. In Physik hat Collin eine Sternstunde, als er ein Experiment zum Thema Spiegel vorschlägt. Der Lehrer findet das super, und meint das wäre sogar ein Projekt für „Jugend forscht“. Collin und Jo-Jo machen ihren 2. Clip, einen Movie-Reality-Check zum Thema Taxiverfolgungsjagden. Um für die Party gut auszusehen, will Collin sein Haar von der Sonne aufhellen lassen und holt sich einen üblen Sonnenbrand. Die Party findet am Pool statt, und Collin hat natürlich keine Badehose dabei. Als die Mädels Quark, Honig und Gurken verrühren, erkennt er dann auch, was es wirklich mit den Masken auf sich hat, doch jetzt kommt er aus der Sache nicht mehr raus. Eigentlich ist es sogar ganz schön, sich von Kim mit Quark bepinseln zu lassen. Wilhelm lacht zwar, aber Kim macht deutlich, wie unreif sie Wilhelms Verhalten findet. Irgendwann schauen sich alle auf der Party You-Tube-Videos an. Und siehe da: CMC hat schon 911 Klicks und 574 Abonnenten … .
Zum Schief-Lachen! Ein herrlich witziger Comic-Roman für alle Fans von „Greg“ und Co.!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Simons kleine Lügen – Pudding in Not"

Jede Menge Flunkereien und eine neurotische Katze: "Simons kleine Lügen – Pudding in Not"!

Joe Berger, übersetzt von Katja Frixe
Simons kleine Lügen – Pudding in Not
978-3-95854-121-4
Mixtvision Verlag
Alter: 8+

Der neunjährige Simon Klein hat einen ziemlich schlechten Ruf. Alle nennen ihn einen Lügner, sogar seine Eltern. Sicher, manchmal erzählt Simon abenteuerliche Geschichten, aber deshalb gleich so einen Aufstand machen? Wenn sein Großvater es mal mit Wahrheit nicht so genau nimmt, regt sich sich hingegen niemand auf. Großvater ist schließlich der große Wunderoro, und Zauberer dürfen über ihre Tricks niemals die Wahrheit sagen. Wenn Großvater nicht gerade zaubert, züchtet er mit Hingabe Radieschen und Kartoffeln in seinem Schrebergarten. Simon findet, die Wahrheit ist wie ein Elefant. In der Höhle in seinem Zimmer denkt er viel über sich, die Wahrheit, seinen Lieblings-Action-Helden Wolfe Stone und die Welt nach. Die Höhle dürfen nur sein bester Freund Karli und seine Katze Pudding betreten. In der Schule hat Simon einen Erzfeind, der ihm das Leben zur Hölle macht. Peter Fincher, oft in der Begleitung seines bissigen Hundes „Fleischer“ anzutreffen, terrorisiert alle schwächeren Kinder. Eines seiner früheren Opfer, Viktor Vorhang, hat sogar deshalb die Schule gewechselt. Simon beneidet Peter, denn der hat immer Cheeseburger zum Mittagessen dabei, weil seine Schwester in einem Burger-Laden arbeitet. Simon hingegen bekommt von seiner Mutter täglich eine Flasche Leitungswasser, einen Apfel und ein trockenes Vollkornbrot mit labberigem Käse eingepackt. Großvater verrät Simon jedoch einen Trick, wie man langweilige Pausenbrote in leckere Cheeseburger verwandelt. Alles, was man dazu braucht, ist Vorstellungskraft. Es funktioniert. Die anderen Kinder probieren es aus, und staunen. Bei Peter hat der Trick jedoch einen anderen Effekt, da er ja tatsächlich einen echten Cheeseburger isst. Er muss kotzen. Seitdem sind Cheeseburger, egal ob echt oder eingebildet, in der Schule verboten. Und dann war da noch die Sache mit der Salami. Weil Simon so einen Hunger (Hunger und Liebe fühlen sich ziemlich ähnlich an, das merkt Simon jedes Mal, wenn er Rosa Schmidt ansieht) hatte, hat er Peters Riesen-Salami-Pausensnack stibitzt. Um seinen Hals aus der Schlinge zu ziehen, bringt er seine Schwester Susi dazu, für ihn zu lügen, es sei seine eigene Salami gewesen. Die Katze Pudding hat Simon vor Peter und „Fleischer“ gerettet. Pudding war aus Peters Gefangenenlager für böse Katzen entlaufen. Seiner Familie verkauft Simon Pudding als gerettete Internetkatze aus Guatemala. Pudding ist total süß, aber sie hat ein paar Macken: Sie pinkelt in die Obstschale, hat Panikattacken und Fressanfälle. Weil sie an Weihnachten in den Weihnachtspudding sprang, als sie das Wort „Fleischer“ hörte, bekam sie den Namen Pudding. Simon darf Pudding nur behalten, wenn er nicht mehr lügt. Das fällt ihm wirklich schwer. Wie soll er nur den Tischtennisball in der Erdnussbutter erklären, den verschwundenen Porzellanhund Ralf, der immer auf dem Kaminsims stand, und von dem nur noch ein Ohr da ist, oder gar die Kartoffeln von Opa, die verschwanden und in der Waschmaschine wieder auftauchten? Statt die Wahrheit zu sagen, behauptet Simon einfach, hier wären Poltergeister am Werk gewesen. Seine Mutter ist davon jedoch nicht überzeugt. Muss Pudding jetzt gehen? Und was wird aus Peter, der Simon bedroht? Zum Glück hat da Opa mal wieder eine zündende Idee, wie sich Simon Peter für immer vom Hals schaffen kann. Alles, was Simon dazu benötigt sind ein paar Äpfel, etwas Hilfe von Karli und die Macht der Hypnose. Doch wie bekommt er Peter dazu, dass der sich freiwillig von ihm hypnotisieren lässt?
;-))) Ein super lustiger Comic-Roman inklusive Gratis-Cheeseburger (bzw. Veggie-Burger)!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Onkel Stan und Dan und das ganz ungeplante Abenteuer"

Dachs in Not, schon fast tot: "Onkel Stan und Dan und das ganz ungeplante Abenteuer"!

A.L. Kennedy, übersetzt von Ingo Herzke
Onkel Stan und Dan und das ganz ungeplante Abenteuer
978-3-280-03575-7
Orell Füssli Verlag
Alter: 9+

Irgendwo in Schottland: Der junge Dachs Dan wird von den grausamen Schwestern Esther und Martha McGloone entführt. Sie wollen ihn bei einem Boxkampf verheizen und die Überreste zu Pasteten verarbeiten. Die ganze Familie McGloone besteht aus brutalen Tierquälern. So haben sie auch 4 Lamas aus Peru unter Vorspiegelung falscher Tatsachen ins Land gelockt, die jetzt depressiv im Regen stehen. Der stets freundliche und hilfsbereite Onkel Stan entdeckt Dans Spuren und die traurigen Lamas und schmiedet einen Rettungsplan. Er beobachtet die Farm und die McGloone-Kinder, deren Hobbys Frösche zertrampeln und Vogelnester zerstören sind. Jetzt haben sie es auf eine wehrlose, kleine Katze abgesehen, die sie mit Steinen bewerfen. Stan rettet die Katze, indem er den Kindern erzählt, der mächtige Großvaterkater würde kommen und alle bestrafen, die kleinen Katzen weh tun. Inzwischen muss der arme Dan in kurzen, roten Hosen für seinen Kampf trainieren. Da Dachse recht kurze Arme und Beine haben, tut er sich schwer mit Liegestützen, Seilspringen und Gewichtheben, fügt sich aber dennoch, weil die fiesen Schwestern ihm drohen, seinen Schwanz abzuschneiden. Beim Anblick seiner Gegner, den Kampfhunden Reißer, Beißer und Knacker, bekommt er Panik. Nur noch ein Tag bis zum Kampf! Dan braucht dringend einen Freund, der ihm aus der Klemme hilft. Auch für die Lamas wird es eng. Lama Bert hört zufällig mit, als die McGloones darüber reden, dass sie zu wenig und zu langsam Wolle produzieren. Also sollen sie zu kuscheligen Portmonees und Pasteten verarbeitet werden. Farmer McGloone wetzt schon die Messer. Für jedes Tier, vom Affen bis zum Delfin, hat er das passende Messer, denn aus allen Tieren kann man Pasteten herstellen. Die Lamas haben eine schlaflose Nacht und schmieden vergeblich Fluchtpläne, die einfach zu unrealistisch sind, um zu funktionieren. Auch Dan liegt wach in seinem Käfig. Onkel Stan kann ebenfalls nicht schlafen. In seinem Wohnwagen kritzelt er wirre Rettungspläne an die Wände, doch nichts ist wirklich durchdacht. So kann das nichts werden, finden Mutter Maulwurf und das Pferd Paul. Trotz unvollendeter Vorbereitung will Stan am nächsten Morgen in das Abenteuer seines Lebens starten. Paul zieht den Wohnwagen, und sie machen sich heimlich, still und leise in aller Frühe auf den Weg zur McGloone-Farm. Stan nimmt Kontakt mit Dan auf. Dan zweifelt jedoch daran, dass Stan ihm helfen kann, denn außer einem verrückten Tanz scheint sein neuer Freund nichts auf die Reihe zu kriegen. Stan lässt sich nicht entmutigen, tanzt weiter um die Farm und lässt sich auch von den McGloones nicht vertreiben. Dans letztes Stündlein hat geschlagen. Der Kampf beginnt. Da gibt es plötzlich ein lautes Getöse, und das Farmhaus stürzt in sich zusammen. Alles geht durcheinander. Die Kampfhunde und die Zuschauer, die eben noch gewettet haben, wie lange Dan wohl durchhält, bringen sich in Sicherheit. Da stürmt ein wildes Rudel Tiere die Farm, Wiesel, Kaninchen, sogar ein Schwarm Wespen, alles Freunde von Onkel Stan. In dem Chaos kann Stan mit Dan im Schlepptau entkommen. Er erklärt ihm, er habe mit seinem verrückten Tanz Mutter Maulwurf und ihre ganze Familie herbeigerufen, die dann an den richtigen Stellen gegraben haben. Doch was wird nun aus den Lamas? Bekommen sie ihr wohlverdientes Happy End? Stan und Dan werden von den wütenden McGloones verfolgt, bis zum Lama-Gehege. Jetzt sind Einfallsreichtum und Mut gefragt … .
Tierquälerei? Nicht mit Onkel Stan! Eine verrückte Abenteuergeschichte voller Sprachwitz!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 9. Januar 2019

"Bienenkönigin"

Wo sind all die Bienen hin?: "Bienenkönigin"!

Claudia Praxmayer
Bienenkönigin
978-3-570-16533-1
cbj Verlag
Alter: 14+

Die neunzehnjährige Melissa lebt in einer WG in San Francisco. Nach dem College hat sie sich ein Jahr Auszeit genommen, um herauszufinden, was sie aus ihrem Leben machen will. In der WG leben außer ihr noch Josh, der Eigentümer der Villa, Leo, ein Gärtner aus Leidenschaft, Ozzy, ein Mathe-Genie mit Origami-Obsession und Coco, die Bionik studiert und gerade einen Robo-Fish entwickelt, der Fischschwärme studieren soll. Die WG achtet auf Nachhaltigkeit. Sie fahren e-Auto, pflanzen ihr eigenes Gemüse an, und sie halten Hühner und Bienen. Mel hat seit frühester Kindheit eine Affinität zu Bienen. Ihre Großmutter meinte, das läge an dem „Fellchen“ (ein Geburtsfehler?) in ihrem Nacken. Eines Tages entdeckt Mel eine schwarze Biene, die die anderen Bienen in Panik versetzt und von ihnen ausgeschaltet wird. Die Biene erweist sich als Drohne. Coco nimmt sie mit ins Labor. Diese Mikrotechnologie ist eigentlich noch Sience Fiction. Wer immer sie entwickelt hat, ist dem Rest der Welt Jahre voraus. Auch die anderen forschen nach. Es gibt wohl Firmen, die wegen des Bienensterbens Drohnen entwickeln wollen, die dann die Bienen ersetzten sollen. Alan, der auf dem Markt Honig verkauft, erzählt von einem Biobauern, der ihm von Experimenten zum Bestäuben mit künstlichen Bienen berichtet hat. Und der befreundete Wanderimker Jeff erzählte, dass von seinen über 1000 Völkern die Hälfte auf mysteriöse Art ums Leben kam. Die ISC (Invasive Species Control) holt die Bienen der WG ab, da es sich angeblich um eine verbotene Art handelt. Josh versucht vergeblich sie zu überzeugen, dass sich die Bienen ganz von allein im Garten niedergelassen haben. Mel ist am Boden zerstört über den Verlust. Sie sucht Trost bei Ozzy. Coco hat die Drohne inzwischen weiter untersucht. Sie dient bestimmt nicht zur Bestäubung. Sie ist mit Insektiziden geladen, ein Bienen-Killer! Wer entwickelt so was? Das Militär? Oder geht es um Profit? Erst die echten Bienen ausrotten, dann künstliche Bienen teuer verkaufen? Nach einem Alptraum sucht Mel Rachel, die Freundin ihrer verstorbenen Großmutter auf. Von ihr bekommt sie eine Schatulle mit Zeichnungen und erfährt, dass ihre Großmutter schon vor 10 Jahren von der schwarzen Drohne träumte. Ihr kommt eine Idee. Sie besucht Jeff und „singt“ mit einem seiner Bienenvölker. Sie will ihnen zeigen, wie sie sich gegen die Drohnen wehren können. Die Technik, die das WG-Bienenvolk dazu verwendet hatte, ist zwar eher bei asiatischen Bienen üblich, aber Mel ist optimistisch. Leo findet indes heraus, dass nicht das ISC die Bienen geholt hat. Wer dann? Coco wird in der Uni bei ihren Nachforschungen erwischt. Sie zeigt die Drohne ihrem Professor. Es sieht aus, als sähe er so etwas nicht zum ersten Mal. Jeff meint, er hat schon wieder Völker verloren, aber nicht das, mit dem Mel gesungen hat. Mel und Ozzy beobachten dieses Bienenvolk. Dann kommen die Drohnen. Den Bienen gelingt es, sie zu stoppen. Mel und Ozzy sammeln die kaputten Drohnen ein. Coco bestellt Mel und Ozzy zu Professor Murphy. Mel ist sich nicht sicher, ob sie dem Professor trauen kann, denn der verhält sich ziemlich suspekt. Er will die eingesammelten Drohnen sehen und erzählt von einem ehemaligen Studenten, der in diese Richtung forscht. Doch der könne niemals ein Bio-Terrorist sein. Dann wird Coco in einem schwarzen Van entführt. Der Professor und die Drohnen sind ebenfalls verschwunden. Coco sendet einen Notruf, und ihre Freunde brechen auf, um sie zu retten. Dabei begeben sie sich in große Gefahr … !
Ein hoch-spannender (Umwelt-)Thriller rund um das aktuelle Thema Bienensterben!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Hyde"

Ein Mädchen mit tragischer Vergangenheit trifft auf ein Haus voller Geheimnisse: "Hyde"!

Antje Wagner

Hyde
978-3-407-75435-6
Beltz Verlag
Alter: 15+

Ein kalter Winter: Die achtzehnjährige Katrina befindet sich als Zimmermannsgesellin auf der Walz. Da sie dringend einen Job braucht, landet sie im „Kartoffelparadies“, einer heruntergekommenen Raststätte mit LKW-Waschanlage, wo sie für Essen und Unterkunft arbeiten kann. Doch statt die Bruchbude renovieren zu dürfen, muss sie dort kellnern. Ihr Chef Roland entpuppt sich als Ausbeuter, der jeden Fehler vom Lohn abzieht und sie außerdem zwingt, ein nuttiges Outfit und hohe Schuhe zu tragen, in denen sie kaum laufen kann. Einen Makel aus ihrer geheimnisvollen Vergangenheit verbirgt Katrina unter einem Tuch, das stets ihre untere Gesichtshälfte verdeckt. Als Roland sie bei seiner sogenannten  „Gruselwoche“ deswegen bloßstellt, klaut sie seinen Wagen und haut ab. Mitten im Schneesturm geht ihr das Benzin aus. Halb erfroren erreicht sie ein einsames Haus im Wald und bricht dort ein. Eine magere Katze leistet ihr Gesellschaft. Ein nächtlicher Sturm beschädigt das Dach. Katrina entdeckt ein Schild auf dem steht, dass für das „Haus Waldkauz“ ein Verwalter gesucht wird. Sie ruft die Nummer aus dem Schild an, und weil sie Handwerkerin ist, sofort anfangen kann und freiwillig in dem Haus wohnen will statt im nächsten Hotel, wird sie von Bürgermeister Heumeier vom Fleck weg engagiert. Katrina sieht in dem alten Haus ein Schmuckstück, während es für Heumeier ein Schandfleck ist. Es wurde der Gemeinde vererbt und sollte für wohltätige Zwecke genutzt werden, doch bisher ist es niemandem gelungen, etwas daraus zu machen. Die Dachdecker weigern sich, zum Haus zu kommen. Katrina kümmert sich um die Katze, die sie schwer verletzt im Haus vorfindet. Nachts hört sie Schritte. Das Loch im Dach ist plötzlich kleiner, und irgendwer scheint auch die kaputten Fenster ersetzt zu haben, aber wer? Während Katrina das Haus putzt und repariert, wird sie von Erinnerungen an ihre Vergangenheit eingeholt. Mit ihrem Vater und ihrer Zwillingsschwester Zoe lebte sie in Hyde, tief verborgen im Wald, ein sorgenfreies Leben fernab jeder Zivilisation. Doch ihr kleines Paradies wurde zerstört, und damit auch Katrinas Leben. Sie wachte in einem Krankenhaus auf, und eine fremde Frau behauptete, ihre Mutter zu sein. Die Medien belagerten sie eine ganze Zeit lang, ihre Geschichte ging um die Welt. Katrina wusste irgendwann nicht mehr, was sie noch glauben sollte. Zu viele Geheimnisse gab es in ihrer Familie. Eines Tages fand sie jedoch die ganze Wahrheit heraus, und die war ein Schock. Später gelang es ihr dann jedoch, ein neues Leben zu beginnen, sie ging zur Schule, machte ihre Lehre. Doch ihre Wanderschaft als Gesellin hat für sie noch einen anderen Zweck. Er dient ihr als Tarnung für einen besonderen Rachefeldzug. Auch darüber denkt sie nach, als sie in dem alten Haus werkelt. Eines Tages wird ein Zeitungsartikel unter ihrer Tür durchgeschoben. Anscheinend lebte eine Gruppe von Wissenschaftlern, Parapsychologen, eine zeit lang hier im Haus, bevor sie spurlos verschwanden, genau wie sämtliche bisherigen Verwalter spurlos verschwunden sind. Die rätselhaften Reparaturen am und im Haus, die Katrina eindeutig nicht selbst vorgenommen hat, gehen weiter. Welches Geheimnis hütet dieses Haus?

Viele Geheimnisse und Hochspannung bis zum Schluss! Hier ist nichts so wie es scheint!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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https://ravensbuch.de/shop/item/978340775435

"Was wir nicht wollten"

Und plötzlich war alles anders: "Was wir nicht wollten"!

Daniel Höra
Was wir nicht wollten
978-3-7641-7086-8
Ueberreuter Verlag
Alter: 14+

Spargel und seine Freunde Tomi, Scholle, Betty und Koko leben in einer trostlosen Vorortsiedlung. Ihr Rückzugsort ist der Bahndamm, doch damit ist bald Schluss, denn dort soll ein Bahnhof gebaut werden. Da den Freunden langweilig ist und sie etwas Sinnvolles tun möchten, beschließen sie, einen Garten anzulegen. In der Bibliothek besorgen sie sich die nötige Fachliteratur und legen dann voller Elan los. Sie graben Beete um, sähen Salat und Kohlrabi, legen einen Komposthaufen an und freuen sich, als die ersten Pflanzen wachsen. Der fiese Heiner gibt ein paar blöde Kommentare ab, aber die meisten anderen Kinder und Jugendlichen der Siedlung schauen neugierig zu. Robert, genannt Bobbo, der seit einem Autounfall geistig behindert ist, will beim Gärtnern helfen. Seine (Helikopter-)Mutter ist davon gar nicht begeistert. Sie meint, Spargel und seine Freunde würden ihren armen Sohn nur ausnutzen. Außerdem meint sie, es kann nicht jeder wie er will in der Erde herum buddeln, das Land gehört ihnen schließlich nicht. Sie lässt Bagger kommen, die den Garten zerstören. Die Freunde können nichts tun. Sie sind traurig und wütend. Die meisten aus der Siedlung sind auf ihrer Seite. Selbst Schlägertyp Freddy äußert seine Betroffenheit. Die blöde Kuh hat dafür eine Lektion verdient, da sind sich Spargel und die anderen einig. Da sie sich immer furchtbar aufregt, wenn ihr Sohn nicht pünktlich zuhause ist, locken die Freunde Bobbo mit Schokolade und einer abenteuerlichen Geschichte über Aliens, vor denen er sich verstecken müsse, in einen Schacht am Bahndamm. Dort wollen sie ihn so lange festhalten, bis seine Mutter völlig mit den Nerven runter ist und dann wieder gehen lassen. Leider hat Heiner die Aktion beobachtet und noch dazu gefilmt und erpresst die Freunde nun damit. Er verlangt, dass sie Bobbo noch länger festhalten und von seiner Mutter 15000 € Lösegeld fordern, wovon er 80% erhält. Sollten sie nicht mitspielen, würde er zur Polizei gehen, was vor allem für die vorbestrafte Betty üble Konsequenzen hätte. Also fügen sie sich. Bobbos Mutter ist bereits sehr in Sorge und sucht ihn überall. Nachts bewachen sie Bobbo abwechselnd. Heiner bringt was zu Kiffen mit. Betty gesteht Scholle ihre Liebe. Um Bobbo zu beschäftigen, besorgen sie ihm Farbe und Pinsel, damit er die Wände anmalen kann. Er malt richtig gut, ein bisschen wie Hieronymus Bosch. Lesen kann er auch. Den Freunden wird klar, wie sehr seine Mutter hat ihn bisher unterschätzt hat. Heiner übernimmt das Kommando in der Gruppe und bringt damit die Freunde immer mehr auseinander. Kurz vor der geplanten Geldübergabe im Park ist Bobbo spurlos verschwunden. Tomi und Scholle, die ihn bewachen sollten, haben einen Moment nicht aufgepasst. Auf Heiners Geheiß hin bestraft Betty die beiden, indem sie sie mit Brennnesseln schlägt. Es kommt zum Streit in der Gruppe. Sie finden Bobbo in einer alten Fabrik, wo er die Büros anmalt. Mittlerweile ist die Polizei in der Siedlung aufgetaucht. Bobbos Mutter hat sie trotz der Warnung geholt. Spargel will am liebsten aufgeben. Er erfährt, dass Heiner mal mit Koko zusammen war und von dem Selbstmord von Kokos Mutter. Die Gruppe zerbricht immer mehr. Tagelang halten sie Bobbo in der Fabrik fest und füttern ihn mit Schokolade. Heiner spinnt rum, dass er von dem Lösegeld Bitcoins im Darknet kaufen will, aber keiner weiß so recht wie man so was anstellt. Als Spargel es nicht mehr aushält und er und die anderen gegen Heiner aufbegehren, zieht der eine Pistole und die Situation eskaliert … .
Eine fesselnd-realistische Story, die zeigt, wie schnell etwas außer Kontrolle geraten kann!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 2. Januar 2019

"Sommerdunkle Tage"

Liebe kann gefährlich sein: "Sommerdunkle Tage"!

Alice Kuipers, übersetzt von Angelika Eisold Viebig
Sommerdunkle Tage
978-3-7373-4129-5
Fischer KJB Verlag
Alter: 14+

Drei Jahre lang ist die jetzt sechzehnjährige Ivy mit ihrer Mutter, die Alkoholikerin ist und ständig wechselnde Lover hat, durchs Land gereist. Zuletzt haben sie in Kansas City gelebt. Nun kehren sie nach Edenville zurück, wo Ivy vor drei Jahren einen Sommer lang wohnte. Sie ziehen zu Kevin, mit dem Ivys Mutter früher zusammen war und nun wieder zusammen ist. Nebenan wohnt noch immer Callie, die damals Ivys beste Freundin war. Callie hat vor kurzem einen kleinen Bruder namens Cosmo bekommen, der zahnt und nervt. Callies Mutter kümmert sich fast nur noch um ihn, und Callie ist eifersüchtig. Es sind Sommerferien, und Callie sollte sich eigentlich einen Job suchen, doch dann steht plötzlich Ivy vor der Tür. Sofort sind die alten Gefühle wieder da. Callie hat Ivy so vermisst. Ivy ist so cool, hübsch, selbstbewusst und beliebt, Callie bewundert sie. Beim Joggen treffen die beiden Kurt, den Callie von der Schülerzeitung kennt. Ivy findet Kurt süß. Er erinnert sie an ihren Ex-Freund Diego. Kurt lädt die beiden Mädchen zu einer Bootstour mit ihm und seinem Kumpel Xander ein. Doch Callie darf nicht mit. Ihre Mutter verbietet ihr, Ivy zu sehen. Sie sei kein guter Umgang. Zu gut erinnert sich Callies Mutter daran, was vor drei Jahren passiert ist. Heimlich schleicht sich Callie aus dem Haus, um mit Ivy in eine Bar zu gehen. Vorher treffen sie sich bei Ivy zum auftanken und aufbrezeln. Bei einem Trinkspiel erzählt Ivy, mit wie vielen Typen sie schon Sex hatte. Callie ist noch Jungfrau. Sie ist sich nicht einmal sicher, ob sie Jungs überhaupt mag. Damit sie in der Bar an Alkohol kommen, gibt Ivy Callie den Ausweis einer gewissen Isabel. Kurt ist auch da. Ivy küsst ihn, und Callie ist eifersüchtig. Callies Mutter hat zum Glück von dem nächtlichem Ausflug nichts bemerkt. In einer Galerie findet Callie einen Sommerjob. Sie betreut Kinder im Kinderatelier. Um Ivy sehen zu können, belügt sie ständig ihre Mutter, aber sagt Ivy nicht, dass ihre Mutter ihr den Umgang verboten hat, um sie nicht zu verletzen. Um mit Ivy auf eine Party bei Kurt gehen zu können, schiebt sie ihre alte Freundin Rebecca als Alibi vor. Sie erzählt, sie übernachtet bei ihr. Ivy ist betrunken und bekifft und erzählt, dass sie die Schuld an einem Motorradunfall trug, den ein Mädchen namens Isabel das Leben kostete. Am nächsten Morgen sieht Calies Mutter sie mit Ivy nachhause kommen. Sie ist außer sich, auch weil Callies Oma in der Nacht gestorben ist. Sie war vor kurzem gestürzt und hatte wahrscheinlich da schon einen Schlaganfall. Ivy kommt zur Beerdigung und ist für Callie da. Callies Mutter erlaubt ihr, sich ein paar Tage später mit Ivy auf ein Eis zu treffen, weil Callie sagt, dass Ivy ihr wichtig ist. Ivy erzählt Callie, was sie und ihre Mutter alles durchgemacht haben, auch dass sie irgendwann kurz davor war, sich umzubringen. Die beiden erinnern sich an den Tag am Fluss, als Ivys Mutter Selbstmord begehen wollte, an den Kuss, daran wie Callies Mutter die beiden beim Knutschen erwischt hat. Sie haben damals nur herumprobiert, oder? Als Ivys Handy klingelt, als die sich gerade umzieht, geht Callie dran. Es ist die gar nicht tote Isabel, die ihr Portmonee zurück will und die verlangt, dass Ivy aufhört, ihren Freund Diego zu stalken. Ivy hat also gelogen! Wobei hat sie noch gelogen? Kann Callie ihr überhaupt vertrauen? Sie weiß nur eins: Sie ist bis über beide Ohren in Ivy verliebt! Zwei Wochen danach: Ivy und Callie sind mit dem Auto von einer Brücke gestürzt. Ivy ist im Krankenhaus, wo ihre Mutter, Kurt und Xander bangend ausharren. Callie wird noch vermisst. Was ist passiert?
Liebe, Lügen und Geheimnisse! Perfekt für alle Fans von „We were liars“ und Co.!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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https://ravensbuch.de/shop/item/9783737341295

"Bad Girls"

Ein Leben voller Lügen: "Bad Girls"!

E. Lockhart, übersetzt von Franziska Jaekel
Bad Girls
978-3-473-40167-3
Ravensburger Verlag
Alter: 14+

Achtung Spoileralarm! Die Geschichte wird im Buch von hinten nach vorn erzählt!

Was ist Lüge? Was ist Wahrheit? Wer ist Jule Williams? Das weiß nicht einmal mehr Jule selbst. Zu oft hat sie sich und ihre Vergangenheit neu erfunden. Ist sie nun bei ihrer Tante aufgewachsen, weil ihre Eltern sie enttäuscht haben, oder ist sie nach dem grausamen Mord an ihrer Eltern zur Spionin ausgebildet worden? Auf jeden Fall ist Jule eine begnadete Lügnerin und Schauspielerin, die sich selbst als Heldin sieht. Als sie in Marthas Vineyard Paolo kennenlernt, gibt sie sich aus einer Laune heraus als Imogen Sokoloff aus. Sie bewundert Imogen, ein Adoptivkind aus reichem Hause, schon länger. Aus dieser Faszination wird Obsession. Sie stalkt Imogen und schleicht sich dann als ehemalige Schulkameradin in deren Leben. Sie will sein wie sie, trägt heimlich ihre Kleider und Ringe. Imogen lässt sie in ihrer Villa wohnen und stellt ihr ihren Freund Forrest und ihre gute Freundin Brooke vor. Jule liebt Imogen und will von ihr geliebt werden. Sie nimmt die Persönlichkeit an, die Imogen am meisten zusagt, manipuliert sie und schafft ihr als „Liebesdienst“ Probleme vom Hals, wie einen erpresserischen Putzjungen mit Wettschulden. Die beiden „Freundinnen“ machen gerade Urlaub auf einer Insel vor Puerto Rico, als es zum großen Streit kommt. Jule erkennt, was für eine verwöhnte und undankbare Göre Imogen ist. Nur Jule kehrt aus diesem Urlaub zurück. Sie nimmt Imogens Identität an, schreibt Mails und Briefe in ihrem Namen. Sie wird voll und ganz zu Imogen, macht in ihrem Namen mit Forrest Schluss und setzt ein Testament auf, in dem sie sich selbst, Jule, alles vererbt. In San Francisco trifft Jule auf Brooke. Die stellt zu viele neugierige Fragen, will wissen, wo Imogen ist. Brooke hat einen bedauerlichen Unfall. Sie stürzt in eine Schlucht. Jule fliegt nach London. Sie hat die Schlüssel zu Imogens dortigem Appartement. Hier kann sie wieder ungestört Imogen sein. Niemand zweifelt an ihrer Identität. Doch eines Tages taucht Forrest auf. Er kann nicht verstehen, dass Imogen mit ihm Schluss gemacht hat und sucht sie. Leider muss er erfahren, dass die bedauernswerte Imogen vor einigen Tagen Selbstmord begangen hat. Sie sprang von einer Brücke. Zuvor hinterließ sie einen Abschiedsbrief bei ihrer besten Freundin Jule, die in ihrer Londoner Wohnung zu Besuch ist. Forrest hat Zweifel. Er glaubt nicht, dass Imogen sich umgebracht hat, und er glaubt, dass Jule etwas verbirgt. Er quartiert sich in der Wohnung ein und sucht Antworten. Als dann auch noch unvermittelt Paolo in London auftaucht, wird die Situation brenzlig. Das würde Jule gerade noch fehlen, dass Forrest hört, wie Paolo sie mit Imogen anspricht. Paolo kennt sie ja nur als Imogen. Da Jule ja nun geerbt hat, und das nicht zu knapp, denn Imogen war äußerst vermögend, fliegt sie nach Las Vegas. Dort stiehlt sie diverse Pässe und Führerscheine, schafft sich neue Identitäten und geht nach Mexiko. Dort nennt sie sich mal wieder Imogen, spricht mit britischem Akzent und lässt es sich gut gehen. Bis Noa auftaucht. Was will die seltsame Fremde von ihr? Ist sie ein Cop? Noa versucht mit der Mitleidstour (kranker Vater etc.) an Jule heranzukommen, und Jule lässt sich beinahe täuschen. Doch dann türmt sie mit Hilfe des Barkeepers aus dem Hotel. Sie legt eine falsche Spur für Noa, in dem sie ein Flugticket unter ihrem richtigen Namen bucht. In Wahrheit will sie sich ein Auto beschaffen und nach Cancun fahren. Wird ihre Vergangenheit sie einholen?
Eine coole Idee, aber leider kommt die Story nicht ganz an „We were Liars“ heran!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Spinster Girls – Was ist schon normal?"

Das Leben dreht sich nicht nur um Jungs: "Spinster Girls – Was ist schon normal?"!

Holly Bourne, übersetzt von Nina Frey
Spinster Girls – Was ist schon normal?
978-3-423-71797-7
dtv junior Verlag
Alter: 14+

Evie war lange wegen einer Zwangs- und Angststörung in der Psychiatrie. Jetzt will sie endlich ein normales Leben leben. Ihre Medikamente werden langsam abgesetzt, aber sie geht immer noch regelmäßig zu ihrer Therapeutin Sarah. Am College lernt sie Ethan kennen, doch das erste Date wird zum Desaster. Er taucht stockbesoffen auf, grapscht ihre Brüste an, verhält sich auf einer Party total peinlich und landet schließlich mit der Gastgeberin Anna im Bett. Evies frühere beste Freundin Jane enttäuscht ebenfalls. Sie hat sich total verändert seit sie mit Joel zusammen ist. Egal ob Haare, Kleidung, Piercings oder Musikgeschmack - sie ist zu seinem Schoßhündchen ohne eigene Persönlichkeit geworden. Auf der Party trifft Evie aber auch Lottie wieder, die in der Grundschule ihre Freundin war und deren Freundin Amber. Sie reden über alles Mögliche, hauptsächlich über Feminismus. Evie hat Angst, ihre neuen Freundinnen könnten erfahren dass sie „gaga“ ist und es nicht verstehen. Im Filmkurs begegnet Evie dem schüchternen Oli, der sich irgendwann traut, sie ins Kino einzuladen. Evie graut es ein wenig vor den Sitzen und dem Popcorn, das ist ja alles nicht wirklich hygienisch. Was, wenn sie nun Panik bekommt? Dann bringt Oli tatsächlich seine Eltern mit! Als sie es ihren Freunden erzählt, lachen alle, außer Guy, der mit Joel in einer Heavy Metal Band spielt und Songs mit sinnfreien und frauenverachtenden Texten wie „Stirb Schlampe Stirb“ zum Besten geben. Dieser Guy ist eigentlich total nett, und Evie könnte ihn mögen, wenn er nur nicht so ein Kiffhirn wäre. Als Evie sich betrinkt, kümmert er sich um sie. Lottie hat indes Liebeskummer. Ihr Tim hat Schluss gemacht. Sie hatte ihn beim Konzert von Joels Band im Gemeindesaal kennengelernt. Es ging Tim aber nur um Sex. Er wollte nie eine Beziehung. Die Freundinnen gründen den Club der „Spinster Girls“ (Spinster= „unverheiratet und kinderlos“ bzw. „alte Jungfer“) und basteln sich Club-Ausweise. Sie beschließen, sich nicht für andere zu ändern, schon gar nicht für Jungs, immer für ihre Freundinnen da sein, sich nicht um Rollenbilder kümmern oder darüber was der Rest der Welt denkt. Sarah konfrontiert Evie in der Therapie mit einem abgelaufenen Sandwich und meint, sie solle offen gegenüber ihren neuen Freundinnen sein. Doch sie will lieber „normal“ sein. Der Club trifft sich in Evies blitzsauberem Zimmer. Zunächst diskutieren sie über das Thema Menstruation, aber landen immer wieder dabei, über Jungs zu jammern, obwohl das nicht im Sinne des Clubs ist. Evie denkt an Guy. Mal ist er supernett, und sie hat Riesenspaß mit ihm, dann wieder antwortet er nicht auf ihre Nachrichten und wirkt abwesend im „Alles-egal Modus“. Evie hat einen Rückfall. Ihre Zwänge werden wieder stärker. Sie wäscht sich ständig die Hände und desinfiziert ihr Zimmer nach dem Besuch ihrer Freundinnen. Sie verheimlicht es vor ihrer Familie. Ihre Eltern und Sarah waren so stolz auf ihre Fortschritte, und die Medikation ist runter auf beinahe null. Evie versucht, ihre Probleme zu verdrängen, aber sie kann nicht mit den anderen aus einer Chips-Schüssel essen oder aus der selben Flasche trinken. Statt sich beim Bandwettbewerb der Schule zu amüsieren, verbringt sie einen Großteil des Abends auf dem Klo und wäscht sich immer wieder die Hände. Ihre Mutter sieht die wunden Hände und riecht Lunte. Vor ihren Freundinnen tut Evie, als sei alles normal, obwohl sie gerade total abstürzt. Evie und Guy kommen sich näher, doch dann kommt alles anders als sie dachte … .
Freundinnen über alles! Bist auch Du ein Spinster-Girl? Mehr dazu: www.spinster-girls.de
Viel Spaß beim Lesen!!!

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