Mittwoch, 6. November 2019

"Auf einer Skala von 1 bis 10"

Und wie fühlst Du Dich heute?: "Auf einer Skala von 1 bis 10"!

Ceylan Scott, übersetzt von Beate Schäfer
Auf einer Skala von 1 bis 10
978-3-551-52111-8
Chicken House Verlag
Alter: 14+

Tamar ist schon eine Weile in der Psychiatrie Lime Grove, weil sie sich selbst verletzt. Seit ihre beste Freundin Iris sich umgebracht hat, ist ihr Leben aus den Fugen geraten. Tamar kann nicht über Iris reden, weder mit Dr. Flores, der wissen will, was damals wirklich geschah, noch mit der neuen, ewig gut gelaunten, Krankenschwester Emma. Wegen Suizidgefahr wird Tamar ständig überwacht. Sie gibt sich die Schuld an Iris Tod, weil sie sie nicht daran gehindert hat, in den Fluss zu springen und gelogen hat, als die Polizei nach Iris suchte. Kurz nach Iris Beerdigung spürte sie die ersten Angstgefühle, die sich schnell zu Panikattacken steigerten. Sie verließ das Haus nicht mehr und begann sich zu ritzen. Aus noch harmlosen Kratzern mit der Nagelschere wurde schnell mehr. Dr. Flores will wissen, warum sie sich ritzt. Er stellt überhaupt nur blöde Fragen. Er kennt das Monster in Tamars Kopf nicht, die bösen Gedanken, die sie dazu bringen, ihren Kopf gegen die Wand zu schlagen. Als ihre Mutter sie besucht und mit ihr raus gehen darf, klaut Tamar in einem Drogeriemarkt Rasierklingen und versteckt sie in ihrem Haar. Eines Tages kommt Wirbelwind Elle neu in die Klinik. Sie ist bipolar und nimmt ihre Medikamente nicht. Als Pfeger Will mit ihr, Tamar und Alice und Jasper, die beide magersüchtig sind, ein Eis essen geht, und anschließend in den Park, wird bei den Jugendlichen die Sehnsucht nach Freiheit geweckt. Bei der nächsten Gelegenheit haut die ganze Gruppe über den Zaun ab, wird aber ziemlich bald von der Polizei aufgegriffen und zurück gebracht, und es gibt Ärger. Dr. Flores meint, mit ihrem Verhalten, jede Regel zu brechen, würde Tamar nicht nur sich selbst sondern auch die anderen am Gesund werden hindern. Tamar bekommt Besuch von ihrem früheren Kumpel Toby, der nicht wirklich versteht, warum sie hier ist. Später taucht auch ihre frühere Freundin Mia auf. Mia meint, Tamar würde Iris Tod nur benutzen, um Aufmerksamkeit zu erlangen. Eigentlich sei sie gar nicht krank. Außerdem habe Tamar Iris ja kaum gekannt. Mia war schon immer eifersüchtig auf Iris und hat ihr übel mitgespielt (und so in den Selbstmord getrieben). Nach Mias Besuch holt Tamar die Klingen aus dem Versteck, legt sich in die Badewanne, ritzt zu tief, drückt den Notfallknopf, wird ins Krankenhaus gebracht und genäht. Beim Gespräch mit Dr. Flores, als sie beinahe über Iris spricht, meint sie, er hätte jedem Patienten eine Diagnose gestellt, außer ihr. Er sagt, so ein "Etikett" wäre nicht gut für sie, aber sie will endlich wissen, was eigentlich mit ihr los ist. Liegt es nur an den Schuldgefühl wegen Iris Tod? Dr. Flores meint, schlimme Dinge passieren einfach. Er weiß gar nichts! Tamar rastet aus, wird ruhiggestellt und in den Time-Out-Raum (Gummizelle) verfrachtet. Ihre Mutter spricht mit Flores über Tamars Fortschritte. Tamar zweifelt an der Therapie. Was soll es ihr bringen, Bäume zu malen? Als Tamar das nächste Mal Ausgang hat, betrinkt sie sich auf Tobys Party mit Wodka und wird im Rettungswagen weggebracht. Ihre Mutter ist sauer, doch Dr. Flores reagiert überraschend cool. Wenigstens hätte sie dem Drang widerstanden, sich zu ritzen. Tamar fängt wieder an, Sport zu treiben. Sie darf mehrere Tage die Woche nachhause. Es geht ihr besser. Der Nebel lichtet sich. Dafür geht es mit Elle bergab. Sie wird depressiv, redet öfter vom Tod als vom Leben, will sich vor einen Zug werfen. Trotz strenger Überwachung gelingt ihr die Flucht. Tamar fühlt sich hilflos, wie damals bei Iris. Endlich öffnet sie sich und erzählt Dr. Flores die ganze Geschichte ...
Eine packende, realistische Geschichte über Jugendliche mit psychischen Krankheiten!
Viel Spaß beim Lesen!!!

Buch bestellen?
https://ravensbuch.de/shop/item/9783551521118

"Wie der Wahnsinn mir die Welt erklärte"

Die Welt ist ein Irrenhaus: "Wie der Wahnsinn mir die Welt erklärte"!

Dita Zipfel
Wie der Wahnsinn mir die Welt erklärte
978-3-446-26444-1
Hanser Verlag
Alter: 12+

Die zwölfjährige Lucie Schmurrer traut ihren Augen nicht, als sie einen Aushang sieht, in dem ein Hundeausführer für 20€ die Stunde gesucht wird. Damit könnte sie genug Geld verdienen, um von Zuhause abzuhauen, denn mit Michi, dem neuen Freund ihrer Mutter, kommt sie gar nicht klar. Michi ist ein langhaariger, veganer Pseudophilosoph, der auf Panflöten, Yoga, Sauna und Weltfrieden steht. Weil Michi ein Zimmer für sich braucht, muss sich Lucie ein Zimmer mit ihrem kleinen Bruder Janni teilen. Sie vermisst Bernie, die Ex-Freundin ihrer Mutter, die nach Berlin gezogen ist. Zu ihr will sie. Lucie sieht sich als Anthropologin und die Menschen um sie herum als Forschungsprojekte. Sie lernt den seltsamen Herrn Klinge kennen, dessen Hund schon lange tot ist, und der in Wahrheit keinen Hundeausführer sucht, sondern jemanden, der für ihn ein Kochbuch schreibt. Er diktiert ihr „magische“ Rezepte, die sie mit Feder und Tinte niederschreiben muss. Klinge redet komisch und benimmt sich noch viel komischer. Ist er dement oder einfach verrückt? Als er sie beim 2. Termin rauswirft, erpresst sie ihn und bekommt 450€ - und ein mieses Gefühl. Als sie mit ihren Freundinnen im Supermarkt ist, rettet sie Herrn Klinge, der dort gerade völlig durchdreht und bekommt so ihren Job zurück. Er gibt ihr einen Umschlag zur Verwahrung. Wenn ihm etwas zustößt, soll sie das Buch der Person geben, deren Name in dem Umschlag steht. Es darf nicht in falsche Hände geraten. Klinge wirkt ziemlich paranoid. Folgende Beobachtungen macht Lucie über „Klinges Welt“: 1. Es gibt Fabelwesen mit magischen Kräften. 2. Gemüse besteht aus den Körperteilen dieser Fabelwesen (z.B. sind Erbsen in Wirklichkeit Augen) und hat ebenfalls magische Kräfte. 3. Menschen können diese Kräfte nutzen. 4. Klinge wird wegen seines wertvollen und welterschütternden Wissens von geheimen Geheimdiensten gejagt. Er redet viel über Drachen und Liebe, ist fasziniert von der Liebe, aber seinen Mitmenschen gegenüber lieblos. Vielleicht hatte er eine schwere Kindheit? Klinge beginnt, Lucie zu vertrauen. Er studiert seine Fabelwesen, und sie studiert ihn und seine Eigenheiten. In der Schule wird Lucie gemobbt, weil alle glauben, sie sei mit dem „Psycho“ verwand und ebenfalls verrückt. Dann lädt ausgerechnet Klassenschwarm Marvin Lucie ins Freibad ein. Lucie braut nach Klinges Rezept einen Liebestrank in Form von Ketchup, den sie an Marvin testen will. Leider essen auch seine Freunde von den Pommes, die sie mit dem Ketchup serviert. Verlieben sie sich jetzt alle in sie? Sie fragt Klinge um Rat, doch der regt sich nur über die gestohlene Tomate/Drachenherz auf, schweift dann ab in Richtung Kartoffeln/Phönix-Eier und schleppt Lucie schließlich mit auf den Friedhof, um mit ihr Ghuls zu suchen. Dabei trifft Lucie Marvins Freund Leo. Als sie Marvin besucht, lädt er sie zwar großzügig auf ein Eis ein, aber Lucy fällt auf, dass er ein ziemlicher Angeber ist und zudem keine große Leuchte. Immerhin glaubt er, dass die Toskana in Spanien liegt. Als Marvin auch noch peinliche Bilder von Janni ins Netz stellt, die er in Lucies Wohnung abfotografiert hat und Leo ihr erzählt, dass Marvin ein Hundequäler ist, ist Marvin für Lucie gestorben. Leo hingegen ist echt nett. Er erzählt ihr von seinem Bruder, der gestorben ist und von seinen Eltern, die mit psychisch Kranken arbeiten. Vor Klinges Haus steht schon länger ein verdächtiges Auto, und er wird von einer Frau mit einer auffälligen Perücke beobachtet. Eines Tages ist Klinges Wohnung leer und Klinge verschwunden …
Was ist schon normal? Diese Geschichte ist witzig, frech und überraschend anders!
Viel Spaß beim Lesen!!!

Buch bestellen?
https://ravensbuch.de/shop/item/9783446264441

Mittwoch, 30. Oktober 2019

"Lenni & Luis – Attacke Schimmelbacke!"

Chaos im Doppelpack: "Lenni & Luis – Attacke Schimmelbacke!"!

Wiebke Rhodius
Lenni & Luis – Attacke Schimmelbacke!
978-3-522-50618-2
Planet! Verlag
Alter: 8+

Lenni und Luis sind Zwillinge. Luis ist zwei Minuten älter als Lenni, und man kann die beiden nur dadurch unterscheiden, dass Lenni eine Brille trägt und Luis nicht. Manchmal nutzen sie das zu ihrem Vorteil: Mathe-Ass Lenni schreibt mit Kontaktlinsen Luis Mathe-Arbeit, und Sportskanone Luis tritt mit Lennis Brille zum Sportunterricht an. Das geht aber nur, weil sie unterschiedliche Klassen (die 5a und die 5b) besuchen. Die Zwillinge haben noch eine ältere Schwester. Paula ist fünfzehn und total verknallt in den Elftklässler Max, welcher den Zwillingen sehr suspekt ist. Die gruselig pubertierende Paula nervt ihre Brüder zwar gewaltig, aber sie haben sie trotzdem lieb und würden alles tun, um sie zu beschützen, z.B. vor einem Schwerverbrecher wie Max. Denn was hat Max sonst in der Kanzlei von Luis und Lennis Papa zu suchen? Papa hat nämlich nur die ganz üblen Verbrecher als Klienten. Nur gut, dass er Mama hat. Die ist nämlich eine echte Polizistin mit Handschellen und Pistole und kann Papa beschützen, wenn es eng wird. Lenni und Luis spionieren Max hinterher, indem sie ihm ein Walkie-Talkie unter den Fahrradsattel klemmen. Die Aktion geht natürlich nach hinten los und sie können sich gerade noch herausreden, indem sie behaupten, es sei Teil eines Experimentes gewesen, mit dem erforscht werden solle, wie oft Radfahrer pupsen. Als nächstes wollen die Zwillinge in Papas „Mörderschrank“ schnüffeln und nach Max Akte zu suchen. Um einen Grund für ihre Anwesenheit in Papa Büro zu haben, beschließen sie, einen Fußball durch sein offenes Bürofenster zu schießen. Leider treffen sie das falsche Fenster, nämlich das geschlossene. Vielleicht wäre es einfacher, Max in der Schule zu beschatten, um herauszufinden, was er auf dem Kerbholz hat. Außerdem müssen sie noch ihr Walkie-Talkie zurückbekommen, das sich immer noch in Max Besitz befindet. Es gelingt ihnen, es wieder an sich zu nehmen, als Lenni einen Bomben-Alarm inszeniert und alle dazu zwingt, mit geschlossenen Augen Jingle Bells zu singen. Paula heult sich bei ihrer besten Freundin Mia über ihre peinlichen Brüder aus, unter anderem weil sie Max als „Vielpupser“ bezeichnet haben. Beim Mittagessen sagt Papa, sein neuer Klient sei ein ganz harter Brocken. Das kann nur Max sein! Außerdem belauschen Lenni und Luis ein Gespräch von Max und einem anderen Schüler in der Aula. Es ist typischer Gangster Talk. Die beiden reden über ein „Ding“, das sie drehen wollen. Dann finden Lenni und Luis im hinteren Teil der Aula hinter der Bühne auch noch eine Perücke und einen falschen Bart. Der Fall ist hiermit klar. Da Max nur auf Blondinen steht, und Paula unglücklicherweise blond ist, müssen ihre Brüder ihr zu ihrem eigenen Schutz die Haare färben. Sie mischen aus Maggi und Tintenpatronen ein überzeugendes Braun zusammen und kippen es in Paulas Shampoo und Canditioner. Doch bevor sich Paula die Haare wäscht, gehen Mama und Papa ins Bad, und Mama kommt mit lila und Papa mit blauen Haaren wieder raus. Als die Eltern verreisen, sollen Paula und Mia auf Lenni und Luis aufpassen. Luis versteckt sich im Schrank und belauscht die Mädchen. Die haben tatsächlich Max eingeladen! Die Zwillinge sperren die Mädchen zum Schutz in den Keller und sichern das Haus und die halbe Straße mit Polizei-Absperrband. Es gelingt ihnen mit Mühe, Max mit dem Megafon zu vertreiben, doch beim Projekttag in der Schule wird es ernst. Max redet davon, jemanden „kaltzustellen“! Jetzt kann wohl nur noch Mama helfen …
Chaos-Zwillinge mit Herz! Ich freue mich schon auf Band 2, da geht es auf Klassenfahrt!
Viel Spaß beim Lesen!!!

Buch bestellen?

"King Eddi und der fiese Imperator"

Ein König mit Herz und Schokolade: "King Eddi und der fiese Imperator"!

Andy Riley, übersetzt von Chistine Spindler
King Eddi und der fiese Imperator
978-3-407-78493-3
Beltz & Gelberg Verlag
Alter: 8+

Der neunjährige Eddi ist der König von Eddiland. Dass er der König ist, erkennt man leicht an seiner tollen Krone und an der coolen Burg, in der er wohnt. Bei den königlichen Geschäften hilft ihm Ministerin Jill, und Hofnärrin Megan sorgt für die Unterhaltung. Eddiland ist sehr klein. Es gibt nur ein einziges Dorf, das einfach „Dorf“ heißt. Das Volk besteht aus Bauern, die tagein tagaus fröhlich und zufrieden sind, denn Eddi ist ein guter König, und immer höflich zu seinen Leuten. Jeden Freitag, wenn er seine Schubkarre voller Goldmünzen Taschengeld erhalten hat, geht er nach „Dorf“ und gibt alles für Süßigkeiten, hauptsächlich Schokolade, aus, die er dann an die Bauern verteilt. Im Nachbarland sieht das Leben ganz anders aus. Dort lebt und regiert der fiese Imperator Nurbison. Er lebt in einer finsteren Burg, trägt ausschließlich Schwarz, und die einzigen Edelsteine, die er duldet, sind Anti-Diamanten, die alles Licht aufsaugen. Er hat eine ganz gemeine Lache, wie es sich für einen Schurken gehört und genießt es, seine Wachen und Untergebenen, besonders seinen Leib-Diener Globulus, herumzuschubsen. Imperator Nurbison hat bereits viele Länder unterworfen, doch Eddiland konnte er bislang noch nicht erobern. Noch nicht … Eines Freitags merkt Eddi mit Schrecken, dass sein ganzes Geld weg ist. Das riesige, königliche Sparschwein ist komplett leer! Leider hat Eddi mehr ausgegeben als eingenommen. Heute gibt es keine Schokolade für die Bauern. Das betrübt Eddi sehr, denn er liebt sein Volk über alles. Auch das Volk ist traurig und enttäuscht. Die Leute denken, Eddi hätte sie vergessen, oder er hätte sie nicht mehr lieb. Diese Situation nutzt Imperator Nurbison geschickt aus, um mit Pauken und Trompeten in Eddiland einzumarschieren und Eddis Volk aufzuwiegeln. Sie sollen gegen ihren König aufbegehren und ihn stürzen, damit er die Macht übernehmen kann. Um das Volk auf seine Seite zu ziehen, greift er zu einer List. Er verkleidet eine Kuh als Drache und droht, dass dieser Drache die Felder niederbrennen wird. Der Fluch des „Drachen“ wird erst enden, wenn König Eddi fort ist. Das kleine Mädchen Natascha erkennt den Schwindel, wird aber von den Erwachsenen gar nicht angehört. Das verzweifelte Volk greift Eddis Burg an. Damit niemand verletzt wird, verteidigen sich die Wachen mit aufblasbaren Hämmern. Diese Methode ist zwar sanft, aber ineffizient. Eddi hat keine andere Wahl als zu flüchten. Bei der Flucht über den Burggraben wünscht er sich, er wäre nie auf die Idee gekommen, dort Krokodile anzusiedeln. Doch Eddi, Jill und Megan schaffen es heil auf die andere Seite und verstecken sich im Gebirge. Jill schlägt vor, das Land zu verlassen, doch Eddi liebt sein Land und kann sein Volk nicht im Stich lassen. Er muss Eddiland zurückerobern! Unterdessen stellt Imperator Nurbison neue Regeln in Eddiland auf: Schokolade? Verboten! Musik? Verboten! Tanzen? Verboten! Sport? Verboten! Alles, was sonst noch Spaß macht? Verboten!!! Außerdem ist ab sofort jeder Wochentag Montag. Eddi schmiedet einen Plan. Er, Jill und Megan verkleiden sich als zerlumpte Bauern aus Nurbison. Mit etwas List und Tücke gelingt es ihnen, in die Reihen der finsteren Soldaten aufgenommen zu werden. Als Imperator Nurbison die Herrscher der bösesten Königreiche zu einem Gelage einlädt, plant Eddi, den Imperator während einer Pinkelpause zu entführen. Doch der riecht den Braten und dreht den Spieß um. Eddi, Jill und Megan sollen in den unendlich tiefen Graben geworfen werden. Können sie entkommen?
Leicht zu lesen und super witzig! Allerdings fand ich den Imperator viel cooler als Eddi :-)!
Viel Spaß beim Lesen!!!

Buch bestellen?

Mittwoch, 23. Oktober 2019

"Dunkles Gold"

Mirjam Pressler
Dunkles Gold
978-3-407-81238-4
Beltz & Gelberg Verlag
Alter: 14+

Die fünfzehnjährige Laura aus Erfurt soll in der Schule ein Referat über das Leben jüdischer Jugendlicher im 14. Jahrhundert halten. Lauras Mutter ist Kunsthistorikerin und auf die mittelalterliche, jüdische Geschichte der Stadt spezialisiert. Bauarbeiter haben 1998 einen Schatz aus dem Jahre 1349 entdeckt, der jetzt in der alten Synagoge ausgestellt ist. Er gehörte dem Juden Kalman von Wiehe. Laura malt sich aus, er könne vielleicht eine Tochter in ihrem Alter gehabt haben. Nachts träumt sie davon und schlüpft in die Rolle von Rachel. Rachel hat einen Bruder, Joshua, und in zwei Jahren soll sie Samuel, den Sohn eines Geldverleihers aus Nürnberg, heiraten. Vater Kalman empfängt einen Gast, Meir Nachum von Köln, der ist unterwegs nach Polen ist. Er, der Vater, der Gemeindepfleger und der Rabbi treffen sich zu einem wichtigen aber geheimen Gespräch. Sie reden über die Pest. Vielerorts wird den Juden dafür die Schuld gegeben. Rachel hat Angst, denn sie sind doppelt gefährdet, falls die Krankheit Erfurt erreichen sollte. Sie hilft ihrem Vater, das Familienvermögen (Schmuck und Silbergeschirr) in der Kellerwand einzumauern, wo es sicher ist, falls sie schnell fliehen müssen. Sie können es nicht mitnehmen, denn reiche Juden leben gefährlich. Laura, die gern und gut zeichnet, beschließt, Rachels Geschichte als Graphic Novel aufzuschreiben. Um mehr über Juden zu erfahren, spricht sie Alexeij an. Der gut aussehende Junge aus ihrer Parallelklasse ist nämlich Jude. Er kommt aus Russland und ist in den Pausen immer allein. Alexeij findet das Projekt interessant und gibt wertvolle Tipps für die Bilder, z.B. dass in das Haus eines Juden eine Menora (7-armiger Leuchter) gehört. Laura träumt die Geschichte weiter: Rachel und ihre Familie verlassen die Stadt. Ihr Vater sagt, sie gehen nach Polen. Sie reisen unter falschen (christlichen) Namen als Agatha, Burkhard und Sigmund. Bei befreundete Bauern können sie übernachten und bekommen neue Kleidung, Pferd und Wagen, so dass sie als Bauern verkleidet weiterreisen können. Als sie rasten, geht der Vater Wasser holen und kommt nicht zurück. Die Kinder finden später seine ausgeraubte Leiche am Fluss. Sie bedecken ihn mit Steinen und reisen, nach sieben Trauertagen, allein weiter. Im nächsten Dorf lernen sie den Fiedler Mendel kennen, und Joshua beschließt, mit ihm und dem Jahrmarkt mitzureisen. Rachel reist allein weiter nach Karkau. Laura arbeitet eifrig an den Zeichnungen. Sie geht mit ihrer Klassenkameradin Sarina auf den Reiterhof, wo sie übt, Pferde zu zeichnen, denn sie hat Schwierigkeiten, das Pferd Kuno darzustellen, das den Wagen von Rachels Familie zieht. Als Alexeij erfährt, dass sie ihn nur angesprochen hat, weil er Jude ist, reagiert er seltsam. Hat sie ihn beleidigt? Er geht ihr aus dem Weg, bis sie sich aussprechen. An früheren Schulen wurde er als Jude gemobbt. Er will als er selbst wahrgenommen werden, nicht als „der Jude“. Seine Familie ist nicht religiös. Laura lernt Alexeijs Oma kennen. Ihre Familie lebte in Breslau. Auch sie versteckten einen „Schatz“ bevor sie damals nach Moskau flohen. Dort wurde die Oma geboren. Sie kehrte nach vielen Jahren zurück, um den Schatz zu holen doch alle ihre Hoffnungen wurden enttäuscht. Der Schatz war fort. In der Schule gibt es eine Diskussion über die Situation in Israel. Laura ist schockiert und enttäuscht von der Meinung ihres besten Freundes Julian, der plötzlich mit Wörtern wie „Scheißjuden“ um sich wirft. Wie werden Lauras und Rachels Geschichten wohl enden?
Eine außergewöhnliche Story, die Vergangenheit und Gegenwart geschickt verknüpft!
Viel Spaß beim Lesen!!!

Buch bestellen?
https://ravensbuch.de/shop/item/9783407812384

"Roman Quest - Flucht aus Rom"

Caroline Lawrence, übersetzt von A.M. Grünewald
Roman Quest – Flucht aus Rom
978-3-8458-2780-3
ars edition Verlag
Alter: 10+

Rom, 94 n.C.: Die Eltern von Juba wurden bei Kaiser Domitian als Verräter denunziert. Sie lenken die kaiserlichen Soldaten ab, damit ihre Kinder fliehen können. Juba und seine Geschwister machen sich auf zu ihrem Onkel nach Britannien, einem reichen Händler, der die beste Fischsoße importiert. Sie sind zu viert. Jubas älterer Bruder Fronto ist vierzehn, naiv und etwas seltsam. Er muss jeden Torbogen in einer bestimmten Reihenfolge berühren und über jede Schwelle springen. Er ist überzeugt, dass etwas Schlimmes passiert, wenn er diesen Zwängen nicht nachgibt. Die neunjährige Ursula ist sehr clever und versteht mehr als man denkt. Die kleine Dora ist noch ein Baby. Juba macht den Geschwistern vor, es sei alles nur ein Spiel, und sie spielen Flucht aus Troja. Auf dem Weg zum Seehafen Ostia werden sie von Räubern überfallen. Hilfe bekommen sie von Calpurnia, die gerade ihr Baby verloren hat und die hungrige Dora stillt. Sie verspricht den Kindern eine Schiffspassage, im Tausch gegen Dora. Juba geht auf den Handel ein, weil er weiß, dass es das Beste für Dora ist. In Fässern schmuggeln sich die Kinder an den Soldaten vorbei auf das Handelsschiff Centaurus, dessen hochnäsiger Besitzer Castor nicht viel älter ist als Juba. Sie müssen an Bord hart arbeiten, und als Juba sich weigert, weil er meint er sei kein Sklave, wird er ausgepeitscht. Doch die ungewohnte körperliche Arbeit (im wohlhabenden Elternhaus mussten sie keinen Finger rühren) stärkt die verwöhnten Kinder für das Überleben im rauen Britannien. Sie lernen auch die Sprache. Nach über einem Monat ist endlich Land in Sicht und sie kommen über die Themse nach Londinium, wo sie nach ihrem Onkel suchen. Ein Zollbeamte kennt ihn und meint, er lebt an der Südküste, vier Tage von hier. Das Waisenmädchen Bouda führt die Geschwister zu Castor, der ausgeraubt und übel verprügelt wurde. Sie nehmen ihn mit in die Herberge und helfen ihm, obwohl er nicht nett zu ihnen war, und er nennt sie gute Samariter. Plötzlich tauchen Soldaten auf und bringen die Geschwister zu der Dame Flavia, die sich selbst eine Detectrix nennt. Sie löst Rätsel und sucht die Wahrheit. Sie hat vom Suchbefehl des Kaisers gehört, aber meint, die Kinder haben nichts zu befürchten. Flavia ist keine Freundin des Kaisers. Sie bietet den Kindern an, dass sie auf ihrem Wagen nach Süden fahren können. Castor und Bouda kommen ebenfalls mit. Die Kinder sollten dafür nach dem vermissten, dreijährigen Sklavenjungen Audax Ausschau halten. Bei einer Rast im Badehaus merken sie, dass sie verfolgt werden. Doch es sind keine Häscher des Kaisers, sondern Männer von Tyranus, dem Anführer der Ost-End-Bande. Sie suchen nach Bouda. Der noch immer geschwächte Castor beschließt, zunächst in einem der nahen Dörfer zu bleiben und später nachzukommen. Die anderen erreichen die Villa des Onkels, der in unermesslichem Luxus lebt: ein eigener Wildpark, reichhaltiges Essen, Federbetten, Unmengen Sklaven … Doch Ursula entdeckt Onkels dunkles Geheimnis. Er verkauft freie einheimische Kinder als Sklaven nach Rom, verschifft sie von einem Privathafen, um die Zölle zu umgehen. Unter den gefangenen Kindern ist auch der kleine Audax. Die Geschwister befreien die Kinder, und ihre Flucht führt sie in ein altes Lagerhaus, wo sie ein weiteres Geheimnis ihres Onkels entdecken. Er importiert gar keine edle Fischsoße aus Spanien, sondern stellt sie vor Ort billig her und füllt sie in dann gefälschte, spanische Amphoren. Seinen ganzen Reichtum hat er durch Betrug erlangt!
100% Hochspannung, 0% Fantasy! Ein historisches Abenteuer, das Lust auf mehr macht!
Viel Spaß beim Lesen!!!

Buch bestellen?
https://ravensbuch.de/shop/item/9783845827803

Mittwoch, 16. Oktober 2019

"Frag bloß nicht, wer dein Vater ist"

Der Herbst ist da 🍁🍂🍁🍂🍁🍂, und somit ist es höchste Zeit, die Sommerpause zu beenden!
Sorry, dass Ihr so lange ohne meine Buchtipps auskommen musstet. Heute stelle ich Euch zum Einstieg wieder einmal eine "Perle abseits der Bestsellerlisten" vor. An dieser Stelle vielen Dank und liebe Grüße an Martina, die dieses Buch geschrieben hat und mir die Möglichkeit gab, es zu lesen.
Nächste Woche geht es dann an dieser Stelle mit 2 neuen Buchtipps weiter.

Viel Spaß beim Lesen wünscht Eure Very 😊😊😊

Martina Gonser
Frag bloß nicht, wer Dein Vater ist
978-3-946328-52-0
Eifelbildverlag
Alter: 12+

Die dreizehnjährige Anna hat es nicht leicht. Ständig meckert ihre Mutter an ihr herum, an ihren Klamotten, ihren Haaren und vor allem an ihrer Figur. Sie schleppt Anna zum Yoga und in sämtliche Friseursalons der Stadt. Anna wünscht sich, ihre Mutter würde sie so akzeptieren, wie sie ist. Sie findet es peinlich, wenn ihre Mutter ihren Freundinnen ihre Baby-Nacktfotos zeigt und dazu verletzende Kommentare abgibt, dass Anna genau wie ihr Großvater sei, korpulent, derb und einfach gestrickt. Anna hat ihren Großvater sehr geliebt. Sie leidet schweigend unter dem Verhalten ihrer Mutter, und ihr Vater mischt sich auch eher selten ein, wenn Anna von ihrer Mutter heruntergeputzt wird. Annas beste Freundin Lea ist ganz anders als Anna, neugierig und sehr direkt. Lea wünscht sich, dass ihre Mutter mehr Zeit für sie hätte, doch die arbeitet meist bis spät abends. Ihren Vater kennt Lea gar nicht, aber sie würde gern etwas über ihn erfahren. Ihre Mutter jedoch blockt jedes Gespräch zu diesem Thema sofort ab. Lea beschließt, gemeinsam mit Anna heimlich Nachforschungen anzustellen. Die Mädchen durchstöbern den Keller und finden tatsächlich Briefe und Fotoalben, die in einem Schrank versteckt sind. In dem ersten Album sind Jugendfotos von Leas Mutter. Bevor sie sich die restlichen Alben anschauen können, kommt jedoch Leas Mutter nachhause, und sie müssen die Aktion abbrechen. Erst später können sie ungestört die anderen beiden Alben durchgehen. Sie finden Hochzeitsbilder, Fotos von Lea als Baby und von Leas Taufe, alles sieht nach glücklicher, kleiner Familie aus. Doch das letzte Album ist bis auf wenige Seiten leer. Die Suche liefert mehr Fragen als Antworten. In der Schule lästert Oberzicke Jessica über Annas Jeans, guckt aber dann schön blöd, als ihr Schwarm Janneck ihr die kalte Schulter zeigt und stattdessen zusagt, Anna und Lea Mathe-Nachhilfe zu geben, bei Anna zuhause. Anna ist in Janneck verknallt, und er hat sie auch echt gern. Ihre Mutter benimmt sich natürlich mal wieder unmöglich, als Janneck zur Nachhilfe auftaucht, und Anna ist das taktlose Benehmen ihre Mutter peinlich ohne Ende. Warum muss sich ihre Mutter ständig einmischen? Warum muss sie Janneck so gnadenlos ausfragen? Warum muss sie Anna vor allen anderen ermahnen, nicht zu viele Kekse zu essen? Als ihre Mutter Anna am Wochenende verbietet, ins Schwimmbad zu gehen, rebelliert Anna und geht trotzdem hin und danach zu Lea. Die steht weinend im Keller mit einem Stapel Zeitungsartikel in der Hand. Ihr Vater ist ein Verbrecher! Er hat volltrunken ein Kleinkind überfahren und Fahrerflucht begangen. Trotz der Enttäuschung und der Frage, wie sie mit der Schuld ihres Vaters umgehen soll, lässt Leas Neugier sie nicht los. Sie nimmt sich die vielen Briefe vor, auf die ihre Mutter nie geantwortet hat. Es gibt auch Briefe aus der Zeit nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis, mit Adresse. Lea ist im Zwiespalt: Wenn sie ihren Vater treffen würde, wäre das wie Verrat an ihrer Mutter. Lea und Anna vertrauen sich ihrer Lieblingslehrerin Frau Helbig an. Die hat zwar keine Lösung anzubieten aber einen guten Rat. Während Anna durch Janneck, der sie viel toller findet als die aufgedonnerte Jessica, an Selbstbewusstsein gewinnt und sich endlich traut, ihrer Mutter Kontra zu geben, läuft Lea bei ihrer Mutter gegen eine Wand. Die macht schon dicht, bevor das Thema Vater überhaupt zur Sprache kommt. Wird Lea ihren Vater jemals kennenlernen?
Ständige Kritik oder Schweigen? Beziehungen zwischen Müttern und Töchtern sind oft ganz schön kompliziert. Anna und Lea haben beide damit zu kämpfen, jede auf ihre Art.
Viel Spaß beim Lesen!!!

Buch bestellen?
https://ravensbuch.de/shop/item/9783946328520

Samstag, 6. Juli 2019

Sommerpause!


Es ist mal wieder soweit: 
Dieser Blog geht in die jährliche Sommerpause! 😎😎😎

Ich nutze die Zeit, um mich durch die Herbst-Neuerscheinungen 📚📚📚📚📚📚📚📚📚📚📚📚📚📚 zu schmökern und viele neue Buchtipps für Euch zu schreiben.

Ich wünsche Euch einen tollen Sommer🌞🌞🌞! 
Im Herbst 🍂🍂🍂 geht es dann an dieser Stelle spannend weiter.

Ganz liebe Grüße
von Eurer 

Very 😘

Mittwoch, 26. Juni 2019

"Agatha Oddly – Das Verbrechen wartet nicht"

Coole Detektivin auf heißer Spur: "Agatha Oddly – Das Verbrechen wartet nicht"!

Lena Jones, übersetzt von Ulrike Köbele
Agatha Oddly – Das Verbrechen wartet nicht
978-3-7432-0286-3
Loewe Verlag
Alter: 11+

Die dreizehnjährige Agatha bekommt auf der Eliteschule St. Regis (London) ständig Ärger. Von der Zickenclique (Sarah, Ruth und Brianna) wird sie als Freak beschimpft. Wenn sie sich nicht gerade mit ihrem imaginären Freund Hercule Poirot unterhält, hängt sie mit ihrem besten Kumpel Liam ab. Da beide gerne Rätsel lösen und Codes knacken, haben sie eine Detektiv-Agentur gegründet, nur leider hatten sie bisher noch keinen echten Fall zu lösen. Agatha wohnt im Hyde Park, wo ihr Vater oberster Landschaftsgärtner ist. Ihre Mutter starb vor einiger Zeit bei einem Fahrradunfall. Eines Morgens wird im Park eine ältere Dame von einem Motorrad angefahren. Agatha, die den Vorfall beobachtet und einen Krankenwagen gerufen hat, glaubt nicht an einen Unfall und ermittelt. Das Opfer ist laut Visitenkarte Dr. Dorothy D'Oliveira, eine Hydrologie Expertin der Royal Geographical Society. Auf ihrer Hand hat sie ein seltsames Tattoo, einen Schlüssel. Agatha sucht die Royal Geographical Society auf, angeblich um einen Artikel für die Schülerzeitung zu schreiben. Auf dem Heimweg wird sie von einem Mann mit Glasgow Akzent überfallen, der droht ihren Vater zu töten, wenn sie weiter herumschnüffelt. Er betäubt sie mit einem stinkenden Tuch. Als sie wieder zu sich kommt, geht sie nachhause. Ihr Vater ist sauer, weil sie die Schule geschwänzt hat. Aus allen Wasserhähnen in London kommt plötzlich statt Wasser eine übelriechende Pampe. Ein Bericht im TV sagt, dass Rotalgen in der Wasserversorgung sind. Agatha ahnt, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Anschlag auf Dr. D'Oliveira und dem Wasserproblem gibt. Sie schleicht trotz Hausarrest als Krankenschwester verkleidet ins St. Marys, um sie zu sehen. Doch D'Oliveira will nicht mit ihr reden. Vor dem Krankenhaus trifft Agatha Brianna. Die sitzt am nächsten Tag heulend auf dem Schulklo, weil Sarah ein blödes Bild von ihr gepostet hat. Agatha fällt es schwer, Brianna einzuschätzen. Während Agatha mit Liam in der Bibliothek Karten der Kanalisation studiert, experimentiert ihr Vater mit den Algen. Kein Unkrautvernichter hilft, und das Zeug wächst ohne Sonnenlicht. Man müsste ihm Nährstoffe entziehen, aber welche? Spät abends hat der Vater noch Besuch von einem Mr Davenport, mit dem er das Problem bespricht. Agatha sucht indes Brianna auf. Es stellt sich heraus, dass die auch eine leidenschaftliche Detektivin ist und zudem eine Wahnsinns-Spionageausrüstung besitzt. In der Schule gibt sie nur die Tussi, um von Sarah und Ruth gemocht zu werden. Agatha findet eine Abbildung des Schlüssel-Tattoos in einem Buch von Agatha Christie, das ihrer Mutter gehörte, darunter ein Code, der sie zu einem echten Schlüssel und dem Foto eines Tunnels, versteckt in einem ausgehöhltem Buch, führt. War Agathas Mutter in das verwickelt, was auch immer hier gerade abläuft? Agartha findet eine alte Eisentür im Tunnel. Der Schlüssel passt. Sie hat das Versteck der geheimen Torwächtergilde gefunden. D'Oliveira gehört zu dieser Gilde von Geheimagenten. Sie sagt Agatha, dass ihre Mutter ebenfalls Mitglied war und rät ihr, sich aus allem raus zu halten und auf ihren zu vertrauensseligen Vater aufzupassen. Die Leute drehen wegen der Wasserknappheit und der Hitze durch und plündern die Läden. Die Firma Alpha Aqua, die gerade ein neues Aufbereitungswerk gebaut hat, schlägt aus der Krise Profit. Agatha und Brianna schleichen sich auf die Pressekonferenz, wo deren Geschäftsführer Maxwell spricht. Wenig später wird Brianna entführt. Agatha und Liam wollen sie retten und laufen direkt in eine Falle …
Hochspannung mit starker Heldin! Bitte mehr Abenteuer mit dieser coolen Detektivin!
Viel Spaß beim Lesen!!!

Buch bestellen?

"Der Fall des verschwundenen Lords – Ein Enola Holmes Krimi"

Sherlocks kleine Schwester ermittelt: "Der Fall des verschwundenen Lords – Ein Enola Holmes Krimi"! 

Nancy Springer, übersetzt von Nadine Mannchen
Der Fall des verschwundenen Lords – Ein Enola Holmes Krimi
978-3-95728-260-6
Knesebeck Verlag
Alter: 12+

1888: Die vierzehnjährige Enola, Schwester des legendären Sherlock Holmes, ist auf der Suche nach ihrer Mutter, die eines Tages einfach nicht mehr nachhause kam. Mutter und Tochter stehen sich nicht sehr nah. Enolas Mutter ist Künstlerin und nicht mehr die Jüngste (immerhin schon 64). Enola schickt ein Telegramm an ihre wesentlich älteren Brüder Sherlock und Mycroft in London. Als die beiden kommen um zu helfen, sind sie ziemlich barsch zu Enola. Sie sind entsetzt, dass sie Hosen trägt, Rad fährt und auf Bäume klettert. Das ziemt sich nicht für junge Damen. Außerdem sind sie schockiert von dem verwildertem Zustand des Anwesens. Immerhin schicken sie ihrer Mutter seit Jahren Geld, um Kutscher, Stallknecht, Diener, Gärtner, Gouvernante und Co zu bezahlen und stellen nun fest, dass es all diese Bediensteten gar nicht gibt. Wo also ist das Geld geblieben? Sie vermuten, die Mutter habe es gehortet und sei nun damit durchgebrannt, aber Enola kann das nicht glauben. Das Zimmer der Mutter ist ein Chaos, aber die Brüder finden keine Spur eines Verbrechens. Ihre Sachen sind auch noch da. Es stellt sich heraus, dass sich die Söhne vor zehn Jahren mit ihrer Mutter zerstritten haben. Sherlock kehrt für weitere Nachforschungen nach London zurück und lässt Mycroft als Babysitter da. Der will Enola aufs Internat schicken, wo sie in ein Korsett gezwängt und zur Dame „geformt“ werden soll. Enola will das nicht und schmiedet Fluchtpläne. Sie findet eine verschlüsselte Nachricht ihrer Mutter und Geld hinter einem Bilderrahmen. Auf dem Weg zum Internat macht sie sich aus dem Staub und holt ihr Rad, das sie zusammen mit Proviant und Ausrüstung auf dem Friedhof versteckt hatte. Sie macht sich auf den Weg nach London, um dort auf eigene Faust nach ihrer Mutter zu suchen. Da ihre Brüder sie nicht aufspüren sollen, verkleidet sie sich, jedoch nicht als Junge, wie bei ihrer Vorliebe für bequeme Hosen zu vermuten wäre, sondern als erwachsene Frau. Mutters Witwenkluft ist die ideale Tarnung. Sie meidet Dörfer und geht auf Nebenwegen zum nächsten Bahnhof, wo sie aus der Zeitung von der Entführung des 12-jährigen Lord Tewksbury erfährt. Der Fall weckt ihr Interesse und sie sucht seine Mutter auf, die Herzogin auf Basilwether Hall. Da sie dort aus Versehen ihren echten Namen nennt, kann sie auch dabei bleiben und ihre Dienste als die Schwester des berühmten Sherlock Holmes anbieten. Die Herzogin gibt den Fall aber lieber in die Hände des Mediums Madame Laelia. Enola entdeckt Hinweise in einem Baumhaus, abgeschnittene Locken und Bilder von Schiffen. Ganz klar: der Lord ist abgehauen, um zur See zu fahren, denn er war es leid, von seiner Mutter in Samtanzüge gesteckt zu werden wie eine Puppe. Enola erzählt das dem verblüfften Inspektor Lestrade, der plötzlich im Garten auftaucht. Sie weiß nun, sie hat ihre Bestimmung gefunden: vermisste Personen aufspüren! Sie nimmt den Zug nach London. Dort will sie sich dort neue Tarnung besorgen, da Lestrade sicher seinem „Freund“ Sherlock Holmes von der seltsamen „Witwe Holmes“ berichten wird. London erweist sich laut, vulgär und geruchs-intensiv. Enola wird in einer dunklen Gasse überfallen und auf ein Boot verschleppt. Dort wird auch der vermisste, junge Lord gefangen gehalten. Die Entführer wollen für beide Lösegeld erpressen, doch Enola gelingt es, sich von ihren Fesseln zu befreien und, gemeinsam mit Lord Tewksbury, zu entkommen. Doch damit ist die Gefahr noch lange nicht gebannt. In was ist sie da nur hineingeraten?
Wow! Ermittlerin Enola steht ihrem Bruder in Sachen Scharfsinnigkeit in nichts nach!
Viel Spaß beim Lesen!!!

Buch bestellen?
https://ravensbuch.de/shop/item/9783957282606

Mittwoch, 19. Juni 2019

"Fjelle & Emil – Monstermäßig beste Freunde"

Gehören Monster in die Schule?: "Fjelle & Emil – Monstermäßig beste Freunde"!

Anne Scheller
Fjelle & Emil – Monstermäßig beste Freunde
978-3-8339-0580-3
Baumhaus Verlag
Alter: 8+

Das Monster Fjelle ist groß, bärenstark, flauschig, grün, lieb und der beste Freund des zehnjährigen Emil. Emils Eltern haben eine Bäckerei namens „Brotliebe“, und Fjelle mag ihre Zimtbrötchen, am liebsten mit Petersilie. Schon Emils Ururgroßmutter Ottilie hatte ein Monster als beste Freundin, Griselda. Fjelle spiegelt die Gefühle der Menschen um sich herum in verstärkter Form wieder: ist jemand glücklich, dann ist Fjelle superglücklich; ist jemand traurig, dann ist Fjelle supertraurig. Emil und Fjelle besuchen die 4. Klasse. Weil Fjelle so gut in Rechtschreibung ist und mit Emil übt, bekommt der eine 2+ im Diktat. Fjelle ist bei den Kindern beliebt. Er trägt ihnen die Schulranzen, bevor er nach der Schule in seine Hütte im Wald zurückkehrt, wo er mit dem Eichhörnchen Amadeus lebt. Wenn Emil Geigenunterricht bei Frau Streich hat, kümmert sich Fjelle um deren Garten, denn die Ärmste hat es im Rücken. Eines Tages bekommen die Kinder einen neuen Schuldirektor, Rudolfus Unterberg, einen öden und grauen Herren. Er verteilt T-Shirts an alle Schüler außer an Fjelle. Das macht Fjelle traurig. Dann gibt der Direktor Fjelle eine Strafarbeit, weil er auf dem Schulgelände Blumen gepflückt hat und ist überhaupt ständig gemein zu ihm. Er mag keine Monster. Emil ist besorgt, dass Fjelle in seiner Gegenwart die Kontrolle über seine Gefühle verliert und etwas Schlimmes passiert. Unterberg übernimmt den Mathe-Unterricht und kein Schüler versteht, was er über das schriftliche Dividieren sagt, außer Fjelle. Aber den nimmt Unterberg einfach nicht dran, obwohl er als Einziger die Lösung weiß. Er sagt, Monster gehören nicht in die Schule, und leider stimmen ihm einige Schüler da zu. Es gibt eine Bürgerversammlung zum Thema „Sicherheit der Schüler“. Unterberg schafft es, viele Bewohner des Städtchens Flusenbek auf seine Seite zu ziehen. Emil zeigt Fjelle unterdessen, wie man meditiert und so seine Gefühle unter Kontrolle hält. Wenn Unterberg den nächsten Wutanfall bei Fjelle auslöst, soll der einfach an Blaumeisen und Sumpfmeisen denken, um seine Reaktion zu dämpfen. Doch dann verschwinden in der Schule Fjelles Hausaufgaben. Unterberg wird wütend, dabei hat er selbst sie verschwinden lassen. Fjelle wird auch wütend – superwütend. Der fiese Direktor beleidigt und provoziert ihn weiter, solange bis Fjelle in der Klasse randaliert und sogar einen Stuhl durchs Fenster wirft. Fjelle flieht mit Emil auf das Dach der Schule. Er merkt nicht, dass er Emil weh tut. Emil hat große Angst. Irgendwann schafft er es, Fjelle zu beruhigen. Das verwüstete Klassenzimmer muss renoviert werden. Fjelle kommt nicht mehr zur Schule. Obwohl er weg ist, redet Unterberg immer noch ohne Pause schlecht über ihn. Sein Plan scheint aufzugehen. Der Bürgermeister will Monster generell in der Stadt Flusenbek verbieten. Emil muss etwas unternehmen. Er besucht Fjelle, doch der beschließt, zurück in die Monsterhöhlen zu gehen, wo er herkommt. Emil vermisst seinen Freund. Die Schultage ohne ihn sind angenehm, aber langweilig. Außerdem hat Emil ein schlechtes Gewissen, weil er Fjelle nicht gegen Unterberg und die anderen verteidigt hat. Er schwänzt die Schule bzw. das Sportfest und macht sich auf die Suche nach Fjelle. Schließlich findet er den Eingang zu den Höhlen. Dort sind viele Monster, aber kein Fjelle. Dafür trifft Emil die Monster Runold und Roberta, die ihm von ihrem vermissten Sohn Dolf erzählen. Kann Emil Fjelle zurückholen? Wie werden die Leute reagieren? Und welches Geheimnis verbirgt Direktor Unterberg?
Eine monster-starke Freundschaftsgeschichte mit überraschendem Ende!
Viel Spaß beim Lesen!!!

Buch bestellen?

"Die Geheimnisse von Oaksend – Die Monsterprüfung"

Ein Schutzmonster für Robin: "Die Geheimnisse von Oaksend – Die Monsterprüfung"!

Andrea Martin
Die Geheimnisse von Oaksend – Die Monsterprüfung
978-3-570-17613-9
cbj Verlag
Alter: 10+

Der zehnjährige Waisenjunge Robin Miller lebt bei seinem gefühlsarmen und kauzigen Großvater Rufus, der die meiste Zeit auf Forschungsreise ist. In der Schule wird Robin gemobbt, daher wünscht er sich einen großen, starken Freund. Eines Nachts steht Schutzmonster Melvin in Robins Zimmer, das er mithilfe eines Hatchpatch (ein tragbares Loch) betreten hat. Melvin kann sich unsichtbar machen bzw. tarnen. Er nennt das „bluffen“. Er meint, es gibt noch mehr Monster im Städtchen Oaksend, nur zeigen die sich den Menschen eher selten. Melvin kocht für Robin „Biest im Schlafrock“, denn Opas Linsensuppe ist ihm zu fad. Er begleitet Robin in unsichtbarem Zustand in die Stadt und staunt über die Menschen, während Robin zum Kiosk des blinden Mr Hooper geht und in Pollys Antiquariat ein Buch für Opa abholt. Sie treffen auch auf Robins Klassenkameradin Imogen, ein nerdiges Mädchen mit Brille und Ganzkörper-Pollunder, das auf Tiefsee-Oktopoden steht. Im Antiquariat wurde eingebrochen und die Regale durchwühlt, aber die Kasse nicht angerührt. In Robins Haus repariert Melvin den alten Speiseaufzug, und die beiden entdecken eine versteckte Dachkammer und darin einen Koffer, der Robins Mutter gehörte und der voller Erinnerungsstücke, Fotos und Briefe ist. Sie richten die Kammer schön her, und Melvin zieht dort ein. Als Opa Rufus von seiner Reise zurückkehrt, merkt er nichts von alldem. An Halloween hat Robin Geburtstag. Er bekommt vom Opa das gleiche langweilige Geschenk wie jedes Jahr. Da er kein richtiges Kostüm hat, behilft er sich mit Lumpen aus der Altkleidersammlung. Melvin schenkt ihm eine Torte und ein Noogle, ein Nachtauge, mit dem man im Dunkeln sehen kann. Bei der nächtlichen Süßigkeiten-Tour, bei der sich Melvin mal nicht tarnen muss, sehen die beiden jemanden im Antiquariat, dabei ist Polly doch nach einem Unfall im Krankenhaus. Rufus verdächtig Big Ben, einen unheimlichen Riesenkerl, der in einem Obdachlosenlager lebt, doch er wird k.o. geschlagen, bevor er den Verdacht bestätigen kann. Während Robin für die Schule eine Arbeit über St. Octavian, den Retter von Oaksend schreiben muss, schlägt sich Melvin mit der Schutzmonster-Abschlussprüfung herum. Die acht Säulen des Denkmals für St. Octavian und die Jahreszahl, die Robin entdeckt, könnten auch die Lösung für Melvins Prüfungsfrage sein, sind sie aber nicht. Melvin muss die Prüfung bestehen. Er will seine Familie, alles berühmte Schutzmonster berühmter Leute, nicht enttäuschen und unbedingt seine Schwester Abby übertrumpfen. Von der nervigen Nachbarin und Kinderhasserin Mrs Stickforth erfährt Robin beim Weihnachtsessen nicht nur, dass sein Opa einst einen Bruder namens Sylvester hatte, sondern auch, dass es in der Schlossruine Beauregard ebenfalls Säulen geben soll. Robin und Melvin begeben sich dort zur Zisterne und bekommen es mit den Ratzen, den Todfeinden der Monster zu tun, die scharf auf Melvins Hatchpatch sind. Doch alle Mühe war umsonst, es waren wieder die falschen Säulen. Nach einer Geburtstagsparty mit Scrabble bei Imogen, auf der Robin der einzige Gast ist, folgen Robin und Melvin Rufus Kollege Lundström zum alten Druidenstein. Sind die Bäume, die um diesen herumstehen, vielleicht die gesuchten Säulen? Leider ist Lösung wieder falsch, und Melvin hat nur noch einen Tag Zeit, die richtige zu finden. Durch Zufall stolpert Robin über die Lösung. Sie hatten sie die ganze Zeit vor Augen. Doch er gerät in tödliche Gefahr, denn jemand, dem er vertraut hat, entpuppt sich als Verräter!
Ein monsterstarkes Abenteuer! Im Oktober 2019 erscheint der 2. Band von Oaksend!!!
Viel Spaß beim Lesen!!!

Buch bestellen?

Mittwoch, 12. Juni 2019

"Mitten im Dschungel"

Absturz im Amazonas: "Mitten im Dschungel"!

Katherine Rundell, übersetzt von Henning Ahrens
Mitten im Dschungel
978-3-551-55480-2
Carlsen Verlag
Alter: 11+

Vier Kinder überleben einen Flugzeugabsturz im Amazonas-Dschungel. Der Pilot ist tot, das Flugzeug geht in Flammen auf. Sollen Fred, Con (eigentlich Constantia), Lila und ihr kleiner Bruder Max auf Rettung warten oder versuchen, sich zu Fuß nach Manaus durchzuschlagen? Ihr einziger Proviant sind ein paar Pfefferminzbonbons. In der Nähe der Absturzstelle finden die Kinder eine provisorische Hütte, die offenbar schon lange unbewohnt ist. Ein Fluss bietet ihnen halbwegs sauberes Trinkwasser. Sie essen Acai-Beeren und machen mit Freds Uhr und einem Feuerstein Feuer und bereiten darauf Pfannkuchen aus Kakaobohnen und Maden zu – gewöhnungsbedürftig, aber nahrhaft. Fred baut ein Floß, wie es die Helden in seinen Abenteuerbüchern auch immer tun, und die Kinder machen eine erfolgreiche Probefahrt damit. Im Wasser finden sie eine leere Sardinendose, ein Zeichen, dass Menschen vor ihnen hier waren. Zurück beim Lager entdeckt Fred leckere Ananas und der kleine Max findet ein Faultierbaby, dessen Mutter tot ist und gerade von den Geiern verspeist wird. Die Kinder adoptieren das Baby und nennen es Abacaxi (portugiesisch für Ananas). Später beobachten sie, wie Affen sich Ameisen, die nach Ammoniak riechen, ins Fell reiben und so beim Honigklau nicht von den Bienen gestochen werden und machen es ihnen nach. Dann finden sie einen Tabaksbeutel mit einer Karte darin. Eine Schatzkarte? Als auf der Lichtung ein Feuer ausbricht, können sie sie mit dem Floß entkommen, aber die Karte wird nass. Gut, dass Con ein fotografisches Gedächtnis hat. Der Fluss führt sie in einen See, und sie klettern eine steile Fernwand hoch. Sie landen in einer verborgenen Ruinenstadt, wo sie ein vernarbter Mann mehr oder weniger freundlich empfängt. Er gibt ihnen zu trinken, und sie bitten ihm um Hilfe, um nachhause zu kommen. Der Mann gestattet den Kindern, in seinem Lager zu übernachten. Versorgen müssen sie sich selber, doch er zeigt ihnen, wie man einen toten Vogel ausnimmt. Seinen Namen will er nicht verraten. Er sagt nur, er sei früher Pilot gewesen. Die Kinder nennen ihn den Abenteurer. Er verspricht, den Kindern den Weg nach Manaus zu zeigen, wenn sie versprechen, niemandem von ihm und der geheimen Stadt zu erzählen. Fred meint jedoch, dass die Leute von der Stadt wissen sollten und weigert sich. Ein bisschen ist er auch auf den Ruhm aus, den ihm diese Entdeckung bringen würde und wie stolz das seinen Vater machen würde. Es gibt eine Menge Streit, doch dann kommen Fred und der Abenteurer ins Gespräch. Er erklärt Fred, warum man die Stadt vor den Menschen schützen muss, die das Land und seine Geschichte ausplündern. Zum Mittagsessen gibt es gebratene Vogelspinnen, die gar nicht mal schlecht schmecken, im Gegensatz zu dem, was die Kinder später für den Abenteurer zusammenkochen, um ihn milde zu stimmen. Am späten Abend, als der Abenteurer betrunken ist, wird er redselig. Er erzählt, dass er seine Frau durch Masern und seinen Sohn durch Cholera verloren hat. Am nächsten Tag zeigt er den Kindern, wie man mit einem Speer Fische fängt und gibt ihnen wertvolle Überlebenstipps für den Heimweg. Alle schwören, das Geheimnis der Stadt mit ins Grab zu nehmen. Doch dann wird Max von Riesenameisen gebissen. Er ist Allergiker, bekommt hohes Fieber, muss schnell in ein Krankenhaus. Der Abenteurer überlässt den Kindern sein Flugzeug, das er repariert hat. Da er nicht mitfliegen kann oder will, ernennt er Fred zum Piloten. Die Zeit drängt …
Ein packendes Abenteuer, das mich von der ersten bis zur letzten Seite begeistert hat!
Viel Spaß beim Lesen!!!

Buch bestellen?

"Die Reise des weißen Bären"

Schiffbruch mit Eisbär: "Die Reise des weißen Bären"!

Susan Fletcher, übersetzt von Bettina Münch
Die Reise des weißen Bären
978-3-96177-031-1
Woow Books Verlag
Alter: 10+

Bergen (Norwegen), 1252: Der zwölfjährige Arthur ist vor seinem Stiefvater weggelaufen. Als er hungrig eine Hammelkeule stiehlt, wird er von den bestohlenen Matrosen verfolgt und in ein Lagerhaus getrieben. Dort steht ein Käfig mit einer Eisbärin. Sie stoßen ihn hinein, doch die Bärin tut Arthur nichts. Der Mann, der für die Bärin zuständig ist und sich Doktor nennt, bietet Arthur einen Job an. Er soll sich auf der Überfahrt nach London um die Bärin kümmern, sie füttern und den Käfig sauber machen. Die Bärin ist ein Geschenk des norwegischen an den englischen König. Da Arthur ohnehin nach Wales will, um das Erbe seines verstorbenen Vaters, eines walisischen Edelmannes, anzutreten, sagt er zu. Die „Königin Margarete“ sticht in See. Es ist schwierig, bei heftigem Seegang die Bärenkacke zu beseitigen. Hauk, einer der bestohlene Matrosen, ist auch an Bord und schikaniert Arthur wo er kann. Er nennt ihn Drecksjunge und klaut sein Essen. Arthur und die Bärin kommen sich näher. Bald krault er sie hinter den Ohren wie einen Hund. Der Doktor traut sich nicht an sie heran, weil er bereits von ihr am Arm verletzt wurde. Arthur erfährt, dass er beim König in Ungnade fiel wegen einer misslungener OP an dessen Nichte und zum Tierarzt degradiert wurde. Nachdem Arthur sich heftig mit Hauk geprügelt hat, kümmert der Doktor sich um seine Wunden. Plötzlich wird das Schiff von Piraten überfallen, die vom „Schatz“ des Königs gehört haben, der sich an Bord befinden soll. Die Bärin befreit sich, verteidigt Arthur gegen die Angreifer und wird von mehreren Pfeilen getroffen. Arthur bringt sie nach dem Kampf in den Käfig zurück, und der Doktor betäubt sie mit Kräutern und zeigt ihm, wie er ihre Wunden nähen muss. Arthur hat den Verdacht, dass der Doktor nicht mehr allzu gut sieht. Hauk klaut Arthurs wertvollsten Besitz, einen Brief seiner Verwandten, den zwar niemand lesen kann, in dem es aber sicher um Arthurs Erbe geht. Das Schiff ist leck und hat Schlagseite. Ein Sturm kommt auf. Als das Schiff zu sinken beginnt, befreit Arthur die Bärin und die beiden verlassen das Schiff. Zum Glück kann die Bärin ausgezeichnet schwimmen. Arthur hält sich an ihr fest. Sie erreichen Land, und Arthur fragt sich, ob der Rest der Mannschaft überlebt hat. Die Bewohner des nahen Dorfes fürchten die Bärin, schießen auf sie, und sie wird erneut verletzt. Arthur kümmert sich um sie und hilft ihr auch, als sie in eine Falle gerät. Dafür fängt sie für ihn Fische und vertreibt eine Horde Wildschweine. Arthur fühlt sich wohl und sicher bei ihr. Als Arthur sieht, dass das Schiff nicht gesunken ist, will er die Bärin nicht dorthin zurück bringen. Er weiß, das das Diebstahl am König ist, aber sie sollte frei sein. Doch die beiden werden eingefangen und das Schiff nimmt Kurs auf London. Dort muss Arthur bei einer Prozession in schicken Klamotten neben dem Käfig her laufen und sich vor dem König verneigen. Die Bärin wird in den Tower gebracht. Arthur bekommt seinen gestohlenen Brief zurück und findet jemand, der ihn lesen kann, doch es sind schlechte Nachrichten. Seine Tante schreibt, dass nachdem der englische König alles genommen hat, nicht genug Land für alle da ist. Arthur wird in Wales keinen Platz, keine Heimat und keine Verbündeten haben. Meister de Botton von der königlichen Menagerie sucht Arthur auf. Die Bärin frisst nicht und wird immer schwächer. Arthur weiß, was sie braucht: Freiheit. Er bekommt eine Audienz beim König. Vielleicht gewährt der ihm ja die Bitte, die Bärin hin und wieder in der Themse schwimmen zu lassen, damit sie zumindest ein wenig frei sein kann … .
Ein spannendes Abenteuer nach einer wahren Geschichte!
Viel Spaß beim Lesen!!!

Buch bestellen?

Mittwoch, 5. Juni 2019

"Die Blaubeerdetektive – Gefahr für den Inselwald"

Mutige Kinderdetektive auf der Spur eines Umweltverbrechens: "Die Blaubeerdetektive – Gefahr für den Inselwald"!

Pertti Kivinen, übersetzt von Anu Stohner
Die Blaubeerdetektive – Gefahr für den Inselwald
978-3-423-64048-0
dtv (Reihe Hanser) Verlag
Alter: 8+

In einem idyllischen Dorf in Finnland leben die Blaubeerdetektive. Das sind die Zwillinge Alma und Selma, die in die 4. Klasse gehen, ihr jüngerer Bruder Samu, der die 2. Klasse besucht, Samus ungarischer Hirtenhund Riku und Olli, der mit den Zwillingen in eine Klasse geht, obwohl er jünger ist, dafür aber hochbegabt. Das Hauptquartier der Blaubeerdetektive ist eine alte Fischerhütte auf der Blaubeerinsel, wo vor 100 Jahren ein grantiger Einsiedler gelebt hat. Einen echten Fall hatten die jungen Detektive bislang noch nicht, es sei denn, man zählt Omas verschwundenes Huhn mit. Sägewerkbesitzer Mäkelä, Spitzname Holzwurm und ein totaler Fiesling, ist plötzlich zu allen nett. Die Kinder vermuten, dass er etwas im Schilde führt. Samu beobachtet ihn, wie er auf der Insel herumschleicht. Mäkelä isst immer nur Fisch und Nachtisch, schnauft und hat eine heisere Stimme (Raucher), mag keine Hunde und besitzt eine Ferienvilla in Portugal. Die Kinder schnüffeln ihm hinterher. Samu findet es verdächtig, dass seine Mutter einen Haufen Bretter im Sägewerk gekauft hat. Warum drucksen die Eltern so herum, als er sie fragt, wofür die Bretter sind? Sind sie etwa in krumme Geschäfte verwickelt? Die Freunde erstellen eine Liste mit Personen, zu denen Mäkelä freundlich war und fragen die Leute, was genau er zu ihnen gesagt hat. Der Polizist meint, Mäkelä hätte nur freundlich gegrüßt, doch der Pfarrer verrät, dass Mäkelä der Kirche neue Bänke spenden wolle. Vom Bürgermeister, den die Kinder an Frau Huovis Kiosk treffen, erfahren sie, dass die Blaubeerinsel als einzige Insel nicht der Gemeinde gehört, sondern Mäkelä! Er erzählt auch, dass die Insel unter Naturschutz steht. Als der Postbote ein Eilpäckchen zum Sägewerk bringt, folgen die Kinder ihm. Sie wundern sich, dass plötzlich eine riesige Dogge aus dem Werk stürmt, wo es doch Mäkelä nicht mit Hunden hat. Die Dogge, die Raku heißt, verjagt den Postboten und stürmt dann auf die Kinder los, die sich in der Nähe versteckt haben, doch die Hunde Riku und Raku freunden sich rasch an. Was plant Mäkelä? Es muss irgendwas mit Eichenholz im Naturschutzgebiet zu tun haben. Vielleicht will er Ferienhäuser dort bauen? Doch wie passt das Päckchen, dessen Absender die Entomologische Forschungsanstalt ist, da rein? Die Bretter, die die Eltern in der Garage gelagert haben, sind plötzlich weg. Der Tankwart/Koch Virtanen meint, Mäkelä habe ihm etwas über Borkenkäfer erzählt, doch die kommen hier im Norden eigentlich (noch) nicht vor, doch durch den Klimawandel könne es eines Tages schon dazu kommen. Die Kinder beobachten, wie Mäkelä auf den Bürgermeister einredet. Es geht um irgendein Gutachten. Das Päckchen, das der Postbote auf einem Bretterstapel vor dem Sägewerk hat liegen lassen, erweist sich als wichtiges Puzzleteil zur Lösung des Falls. Es sind Käfer drin. Alle reden nur noch über die Borkenkäfer, die Oma, der Pfarrer und Frau Huovi. Die Blaubeerdetektive stellen eine Hypothese auf: Mäkelä erzählt allen von den gefährlichen Schädlingen und verursacht Panik, dann wird er die Käfer auf der Insel aussetzen, um dann die angeblich gefährdeten Bäume fällen zu können. Die alten Eichen dort sind bis zu 250 Jahre alt. Die Freunde planen, die Käfer im Paket durch Mücken und Hühnerflöhe auszutauschen. Der Tausch gelingt, obwohl die Kinder danach ziemlich zerstochen sind. Doch geht der Plan auf? Und was haben die Eltern eigentlich mit den verschwundenen Brettern gemacht? Samu wird es an seinem Geburtstag erfahren … .
Bullerbü trifft auf 5 Freunde! Ein toller Kinderkrimi! Band 2 und 3 sind schon in Arbeit :-)!
Viel Spaß beim Lesen!!!

Buch bestellen?