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Mittwoch, 13. Februar 2013

"Atme nicht"

Wenn Du unter dem Wasserfall stehst: "Atme nicht"!

Jennifer Hubbard, übersetzt von Michaek Koseler
Atme nicht
978-3-407-81132-5
Beltz Verlag
Alter: 13+

Ryan hat versucht, sich umzubringen. Doch er wurde rechtzeitig gefunden, in der Garage, wo er sich mit Abgasen vergiften wollte. Hat er es ernst gemeint? Warum hat er im Auto so lange gezögert? Ryan weiß es selbst nicht genau. Seine Eltern sind von dem Vorfall geschockt und würden ihn am liebsten zuhause einsperren, damit ihm ja nichts mehr passiert. Doch das Haus seiner Eltern ist wie ein Gefängnis für ihn. Seine Mutter wollte das perfekte Haus und ließ alles nach den neuesten architektonischen Trends bauen, trotzdem war anfangs das Dach undicht. Außerdem haben seine Eltern nie wirklich Zeit für ihn. Es gibt nur einen Ort, wo er sich wirklich frei fühlt: Unter dem Wasserfall, wo ihn die Wucht der Wassermassen beinahe umwirft. Da ist es nicht ungefährlich, es soll sogar schon mal jemand dort zu Tode gekommen sein, trotzdem liebt Ryan den Wasserfall. Immer öfter trifft er dort auf Nicky, deren Bruder er aus der Schule kennt und immer öfter kommen die beiden ins Gespräch. Sie ist sehr daran interessiert, mehr über Ryans Selbstmordversuch zu erfahren. Sie will alles wissen. Warum, wie, was er kurz davor dachte und fühlte … doch warum? Kurz hat Ryan den Verdacht, dass sie selbst Selbstmordgedanken hat, doch so ist es nicht. Es dreht sich alles um Nickys Vater, der sich umgebracht hat. Nicky will einfach verstehen, was ihn dazu getrieben hat, warum er es getan hat. Sie schleppt Ryan mit zu dubiosen Hellsehern, die Kontakt mit der Seele ihres Vaters aufnehmen sollen, damit sie endlich Antworten bekommt, doch diese Aktionen haben keinen Erfolg. Ryan hält das sowieso für Humbug. Er würde Nicky so gerne helfen, zu verstehen, doch er versteht es ja selber nicht. Er denkt über sich, sein Leben und seinen Beinahe-Tod nach und sucht nach Antworten, für Nicky, für sich. Aber warum verwickelt sich Nicky bei der Geschichte vom Selbstmord ihres Vaters immer wieder in Widersprüche? Ist er nun vom Felsen über dem Wasserfall gesprungen oder hat er sich erschossen? War Nicky dabei oder nicht? Hat sie ihn gefunden oder ihr Bruder? Ryan weiß nicht, was er davon halten soll, doch er will Nicky auf jeden Fall helfen, denn mittlerweile hat er sie richtig gern.
Warum begeht jemand Selbstmord? Das ist eine schwierige Frage mit der sich Nicky und auch Ryan da beschäftigen. Für manche Fragen gibt es entweder keine Antwort oder jeder muss für sich selbst die richtige finden. Dieses Buch macht auf jeden Fall nachdenklich. Man kann sich trotz der schwierigen Situation gut in die Figuren hinein versetzen. Es geht auch nicht nur um das Thema Selbstmord, denn zwischen den beiden entwickelt sich auch eine Beziehung. Trotzdem würde ich es nicht als typische Liebesgeschichte bezeichnen.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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