Mittwoch, 15. März 2017

"Die Mississippi-Bande – Wie wir mit drei Dollar reich wurden"


Abenteuer pur:"Die Mississippi-Bande – Wie wir mit drei Dollar reich wurden"!

Davide Morosinotto, übersetzt von Cornelia Panzacchi
Die Mississippi-Bande – Wie wir mit drei Dollar reich wurden
978-3-522-18455-7
Thienemann Verlag
Alter: 10+

Louisiana 1904: Peter, genannt „Te Trois“, lebt mit seiner Mutter und seinen vielen Brüdern auf einer Farm im Bayou. Seine besten Freunde sind Eddie, der Sohn des Arztes, der eine blühende Fantasie besitzt und die Geschwister Julie und Tit, die laut seiner Mutter kein guter Umgang für ihn sind. Julie ist weiß, Tit ist schwarz (und spricht kein Wort). Die Mutter der beiden empfängt täglich Herrenbesuch in ihrer Hütte hinter der Plantage. Peter und seine Freunde sind arm. Sie träumen von den tollen Sachen aus dem Versandhaus-Katalog „Walker & Dawn“ in Chicago. Der Katalog wird im Bayou von mehr Leuten gelesen als die Bibel, wahrscheinlich, weil so viele Bilder drin sind und die meisten Leute nicht richtig lesen können. Da kann man Kleidung, Geschirr, Küchenherde, Angelzubehör und vieles mehr bestellen. Als die Freunde beim Angeln mit dem neuen Einbaum-Kanu eine Blechdose mit drei Dollar finden, ein für sie unermesslicher Schatz, beschließen sie, etwas aus dem Katalog zu bestellen, nämlich einen Polizei-Revolver samt Munition. Mit so einem Revolver bist du ein Held, erlebst jede Menge Abenteuer, und alle haben Respekt vor dir. Nur leider bekommen die Freunde statt des Revolvers eine kaputte Taschenuhr und eine Menge Ärger von den Eltern, weil sie ohne deren Erlaubnis etwas bestellt haben. Wenig später kommt ein gewisser Jack, der für das Versandhaus arbeitet, in die Stadt und bietet den Kindern 50 Dollar Entschädigung für das Versehen, doch er plant, sie übers Ohr zu hauen. Die Freunde finden Jack tot im Sumpf, in seiner Tasche ein Dokument, das besagt, dass die Uhr 4000 Dollar wert ist. Da sie nicht wissen, wem sie vertrauen können, beschließen sie, die Uhr höchstpersönlich nach Chicago zu bringen. Mit dem Einbaum fahren sie auf dem Fluss bis nach New Orleans. Sie sind fasziniert von der Großstadt, die vielen Menschen, überall Musik. Eddie kauft für alle feine Kleider, damit sie nicht so auffallen. Erst jetzt wird ihnen bewusst, wie weit es noch bis Chicago ist. Die Eisenbahn ist zu teuer, also fahren sie mit dem Raddampfer in Richtung St. Louis. Das kostet nur 5 Dollar pro Person, für Schwarze die Hälfte. Trotzdem ist das Geld, das sie aus Jacks Brieftasche mitnahmen, nun fast aufgebraucht. Durch einen Zeitungsartikel erfahren die Freunde von einem Mord in Chicago. Darsley, der Mörder von Miss Dawn (ja genau, Dawn wie in „Walker & Dawn“) brach aus dem Gefängnis aus und wurde selbst ermordet. Irgendwie haben sie den Verdacht, das alles könnte mit der Uhr zusammenhängen. Sie ahnen noch nicht, wie recht sie mit dieser Vermutung haben. Auf dem Dampfer treffen sie auf diebische Schiffsjungen, einen Blinden Passagier, einen Haufen Falschspieler, sehen in Memphis zum ersten Mal ein echtes Automobil und kommen schließlich nach St. Louis, wo sie auf einen Güterzug aufspringen, der Rinder nach Chicago liefert. An Bord ist auch Landstreicher Alex, der ein Kätzchen im Bart hat und der Eddie wertvolle Reisetipps gibt. Doch bei der Ankunft in Chicago werden die Kinder verhaftet. Die Jungen kommen ins Waisenhaus, Julie wird von ihnen getrennt und in eine Erziehungsanstalt für Mädchen gebracht, wo sie mit einer Kugel am Bein schwer arbeiten muss. Es erscheint ihr wie ein Wunder, als sie plötzlich mit einem eleganten Automobil abgeholt und in ein feines Hotel gebracht wird. Sie ist überglücklich, dort ihre Freunde und ihren Bruder wiederzusehen. Die haben derweil Mr. Walker getroffen und freuen sich schon auf den Finderlohn für die Uhr. Doch schon bald merken die Kinder, dass hier irgendwas nicht stimmt … .
Ich liebe dieses Buch! Selten habe ich eine Abenteuergeschichte derart verschlungen!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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