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Mittwoch, 28. März 2018

"Die Trabbel-Drillinge – Heimweh-Blues & Heiße Schokolade"

Girl-Power im Dreierpack: "Die Trabbel-Drillinge – Heimweh-Blues & Heiße Schokolade"!

Anja Janotta
Die Trabbel-Drillinge – Heimweh-Blues & Heiße Schokolade
978-3-570-17536-1
cbj Verlag
Alter: 10+

Die Wahrscheinlichkeit, als eineiiger Drilling zur Welt zu kommen, liegt bei 1:200 Millionen! Franka und ihre Schwestern Vicky und Bella sind also etwas ganz besonderes. Richtig berühmt sind sie, haben einen Haufen Follower auf Instagram etc., doch dann schreibt eine Reporterin einen vernichtenden Artikel über sie, in dem sie als verwöhnte, egoistische Gören im Dreierpack rüber kommen. Ihre Mutter meint, ein Tapetenwechsel wäre jetzt das beste, so könnten sie sich „neu erfinden“. Sie will schon lange mit ihnen aufs Land ziehen, seit sie von ihrer Tante eine Villa geerbt hat. Die Schwestern wollen nicht aus der Großstadt und von ihren Freunden weg, aber sie haben keine Wahl. Das ehemalige Herrenhaus erweist sich als Bruchbude in der Einöde. Und hier will Mama ein Bio-Hotel eröffnen? Die Drillinge müssen sich vorerst ein Doppelbett teilen. Im Dorf gibt es keine coolen Läden, keinen Bio-Markt, keine Fair-Trade-Schokolade, keine Sojamilchshakes und keine vegetarischen Falafel, auch kein Kino, kein Schwimmbad, kurz: Nichts! Langeweile und Heimweh sind angesagt. Ob Frankas berühmter Trost-Kakao auch dagegen hilft? Für den ersten Schultag machen sich die Schwestern extra schick. Jede wählt trendy Klamotten, die zu ihrem jeweiligen individuellen Style passen. Das kommt leider gar nicht gut an. Ihre neuen Klassenkameraden sind allesamt wie prollige Hinterwäldler gekleidet. Die Drillinge werden sofort als „Stadttussis“ und „Prinzessinnen“ verhöhnt. Vor allem Mattis, der Sohn des Bäckers, und Severin, Mathe-Ass und „cooler Typ“, machen aus ihrer Abneigung kein Geheimnis. Nur Johanna, Frankas neue Banknachbarin, und deren Bruder Rudi sind ganz nett. Um ihren guten Willen zu zeigen, bringt Franka selbst gemachte Pralinen in die Schule mit. Die sind aus ganz dunkler Schokolade (natürlich Fair Trade) und mit Wildblumen verziert, echt edel. Doch die anderen finden sie eklig. Die schmecken ja gar nicht süß! Billige Supermarktschokolade mit hohem Milchanteil und Unmengen Zucker ist ihnen lieber. Banausen! Die Jungs schießen die Pralinen mit Gummibändern an die Tafel. Franka ist den Tränen nahe. Am Moorsee läuft es auch nicht besser. Aber die Schwestern beschließen, sich nicht unterkriegen zu lassen. Doch dann gibt es Streit, wer von ihnen in die gerade bezugsfertige Dachkammer einziehen soll. Bella braucht den Platz für ihre Nähmaschine und ihre Schneiderpuppe, Vicky will einen Serverraum für ihren Computerkram, und Franka will einfach nur ihre Ruhe. Aber dann taucht Oma Eleonore auf, die von ihrem Lover sitzen gelassen wurde und bezieht die Dachkammer. In der Schule und im Schulbus gibt es Zoff, weil Severin den vernichtenden Zeitungsartikel entdeckt und an alle verteilt hat. Die Drillinge werden übel gemobbt. Um sich von ihren Schwestern zu distanzieren und nicht immer nur die Nette zu sein, färbt Franka sich die Haare knallpink. Als sich die drei wieder versöhnen, ziehen Vicky und Bella nach. Selbst Mama und Oma machen mit. Zusammen wollen sie dem Dorf die Stirn bieten und das beste Bio-Hotel der Welt eröffnen. In zwei Wochen soll alles fertig sein. Allerdings fehlen immer noch die bestellten Möbel. Sie finden heraus, dass die bei Severins Vater, dem Schreiner, gelandet sind. Onkel Flo kommt aus Berlin und mimt den Anwalt, damit der Schreiner die Möbel raus rückt. Severin und Mattis haben noch mehr Gemeinheiten auf Lager. Sie wollen Kakerlaken im Hotel freilassen. Um die Eröffnung ohne Katastrophen über die Bühne zu bringen, müssen alle Trabbels zusammenhalten!
Lesespaß hoch Drei! Diese Drillinge sind einfach cool und lassen sich nicht unterkriegen!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 21. März 2018

"Endland"

Deutschland am Abgrund: "Endland"!

Martin Schäuble
Endland
978-3-446-25702-3
Hanser Verlag
Alter: 14+

Deutschland in nicht allzu ferner Zukunft: Die rechtsnationale Partei „Nationale Alternative“ ist an der Macht. Sie fördern traditionelle Werte und Rollenbilder und mauern Deutschland ein, um Flüchtlinge bzw. „Invasoren“ fernzuhalten. Aus der EU ist man längst ausgetreten, und man zahlt wieder mit D-Mark. Man ist für Aufrüstung und Atomenergie, die Arbeitslosenhilfe wird abgeschafft, der Klimawandel verleugnet. Die Freunde Anton und Noah leisten ihren Wehrdienst an der Grenze. Anton steht zu 99% hinter dem neuen System, doch Noah rebelliert. Eines Tages bekommt Anton von seinem Vorgesetzten Stahlke einen Sonderauftrag … .
Zur gleichen Zeit in Äthiopien: Der Klimawandel führt zu einer großen Hungersnot. Fana, die eigentlich Medizin studieren will, jobbt in einem Krankenhaus, verdient aber kaum genug Geld, um ihre Mutter und ihren arbeitslosen (und trinkenden) Vater zu unterstützen. Die Deutsche Karla bietet ihr einen Übersetzerjob im Krankenhaus in Afar an. Fana spricht fließend Deutsch. Karla meint, Fana solle nach Deutschland gehen. Trotz der dortigen Situation hätte sie dort mehr Chancen als hier. Sie solle sich aber als Eritreerin ausgeben, denn nur als politischer Flüchtling würde sie (noch) reingelassen. Fana darf ihren Eltern nichts sagen, aber sie erzählt es ihrer besten Freundin Samira, die demnächst zwangsverheiratet wird. Gemeinsam mit dem jungen Omar, der Karla noch was schuldig ist, macht sich Fana auf die Reise. Die Schleuser bringen sie mit dem Schiff übers Meer und schließlich kommen sie nach Polen. Weiter geht es in einem Kühllaster, ohne Essen, Wasser und Toilette. Dann versagt die Lüftung! Viele Flüchtlinge brechen zusammen.
Im Laster ist auch Anton, undercover als ukrainischer Flüchtling mit falschem Pass. Als die Flüchtlinge von der Polizei aufgelesen und in Deutschlands letztes Lager gebracht werden, kümmert sich Fana um Anton, dem es ziemlich schlecht geht. Sie schöpft Verdacht, dass er nicht der ist, als der er sich ausgibt, als sie ihn im Schlaf Deutsch reden hört. Sie vermutet, er soll das Lager infiltrierten und die Flüchtlinge ausspionieren, doch sein Auftrag ist viel krasser. Er, der „ukrainische Flüchtling“, soll einen Bombenanschlag verüben, damit das Grundgesetz geändert, das Recht auf Asyl abgeschafft und das Lager geschlossen werden kann. Doch Anton kommen Zweifel. Er sieht, wie die Menschen hier leben und wie sie behandelt werden. Wenn er seinen Auftrag ausführt, werden viele von ihnen sterben. Stahlke kommt, ebenfalls als Flüchtling getarnt, ins Lager und setzt Anton unter Druck. Er hat Fotos dabei, die Anton und Noah in eindeutigen Situationen zeigen. Die beiden sind nämlich mehr als nur Freunde. Sie sind ein Liebespaar! So etwas darf es in Deutschland aber nicht geben. Die traditionelle deutsche Familie besteht nun mal aus Vater, Mutter, Kind/Kinder. Anton hat sich mittlerweile mit Fana angefreundet und gesteht ihr die ganze Wahrheit. Gemeinsam wollen sie den Anschlag verhindern und so viele Menschenleben retten, doch sie werden in einem Keller eingesperrt. Zwar können sie entkommen, doch die Bombe wurde bereits im Schlafsaal platziert, und sie explodiert viel zu früh … !
Noah hat unterdessen Fahnenflucht begangen und ist bei seinen Hacker-Freunden untergetaucht. Sie planen mit Hilfe der Medien die Deutschen (bzw. die deutschen Wähler) wachzurütteln, damit es einen Wechsel in der Regierung gibt … .
Realistisch, knallhart und absolut genial erzählt! Dieses Buch lässt einen nicht mehr los!
Viel Spaß beim Lesen!!!


"Die Braut – Radikal verliebt"!

In den Fängen des IS: "Die Braut – Radikal verliebt"!

Claudia Rinke
Die Braut – Radikal verliebt
978-3-522-50590-1
Planet!/Thienemann Verlag
Alter: 12+

Die fünfzehnjährige Anna aus Berlin fühlt sich sehr einsam, seit ihr Vater an Krebs gestorben ist. Außer ihrer besten Freundin Kayla hat sie keine Freunde, und ihre Mutter meckert immer nur an ihr herum. Ein Flugblatt, das sie in der U-Bahn erhält, macht sie neugierig und sie stößt im Internet auf ein Video von Abu Salman, einem jungen IS-Kämpfer, der ursprünglich aus Schweden kommt und sich ganz lieb um notleidende Kinder in Syrien kümmert. Sie freundet sich über Facebook mit ihm an. Er macht ihr Komplimente, und sie hat das Gefühl, dass er sie wirklich versteht. Kayla hingegen ist skeptisch. Ihre Eltern sind gläubige Muslime, doch hält sie nichts von den radikalen Gotteskriegern. Als Anna ziemlich überstürzt zum Islam konvertiert, Kopftuch trägt und sich Aisha nennt, ist Kayla gar nicht begeistert. Anna jedoch ist glücklich. Sie hat das gefunden, was ihr bisher in ihrem Leben gefehlt hat, etwas, das ihr Halt und Sicherheit gibt, und die große Liebe. Abu Salman hat sie völlig in seinen Bann gezogen. Annas Mutter ist auch nicht glücklich über die Art, wie sich ihre Tochter verändert hat. Sie verzichtet zwar Anna zuliebe nun auf das Schweinefleisch in der Spaghetti-Soße, doch für ihre plötzliche Religiosität zeigt sie kein Verständnis. Sie selbst hat auch nie einen Gott gebraucht, und dann muss es auch noch ausgerechnet der Islam sein. Ein Kopftuch ist für sie noch schlimmer als ein Tattoo. Anna lässt sich jedoch von ihr nichts sagen. Sie besucht regelmäßig die Gottesdienste in der Moschee und nimmt Koran-Unterricht bei einem Imam, der ihr von ihrem „Freund“ empfohlen wurde. Sie ist mit Feuereifer bei der Sache und bereit, ihr altes Leben völlig aufzugeben und die Frau von Abu Salman zu werden. Sie träumt von einer romantischen Hochzeit in Weiß und schickt Abu Salman ein Foto von sich, wie sie, völlig verschleiert, neben ihrem Traumkleid steht. Er verschafft ihr die Kontakte, die sie braucht, um zu ihm nach Syrien zu kommen. Ihrer Mutter erzählt sie etwas von einem Schulausflug, damit sie genug Zeit hat, unbemerkt außer Landes zu kommen. Zunächst geht es in die Türkei. Sie ist nicht die einzige Braut, die hier auf ihre Weiterreise wartet. Bevor sie ihr Handy abgeben muss, schreibt sie noch eine Nachricht an Kayla, dass es ihr gut geht und sie sich keine Sorgen machen muss. Mit den anderen Mädchen lernt sie, wie man eine gute Ehefrau wird. Anfangs bereitet es ihr Freude, in der Küche zu arbeiten und köstliche Gerichte aus Lammfleisch und Gemüse zu zaubern, aber sie kann sich nicht vorstellen, dass ihr Leben nur aus Kochen, Putzen und Kinder kriegen bestehen soll. Abu Salman hat ihr gesagt, sie könne sich wie er um Kinder in Not kümmern. Als Anna dann endlich in Syrien ist, ist alles ganz anders als erwartet. Die Hochzeit geht im Eiltempo über die Bühne, ohne Traumkleid, und die Hochzeitsnacht ist vor allem schmerzhaft. Der liebe Abu Salman zeigt sein wahres Gesicht. Anna darf das Haus nicht mehr verlassen, außer um Besorgungen zu machen und das nur in Begleitung. Er behandelt sie wie eine Dienerin, alle Zärtlichkeit ist dahin. Als er eines Tages 3 junge Mädchen als Sklavinnen ins Haus holt und sich an ihnen vergeht, reicht es Anna. Sie macht ihrem Mann eine Szene, beschimpft ihn als Schwein und muss die Konsequenzen tragen. Er schlägt sie brutal zusammen. Anna erträgt es nicht mehr. Sie muss hier weg. Doch wie soll sie dieser Hölle entfliehen? In ihrer Not sucht sie ein Internet-Café auf und schreibt heimlich eine verschlüsselte Nachricht an ihre Freundin Kayla … .
Anna ist nur ein Beispiel für die vielen jungen Menschen, die sich vom IS ködern lassen!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Brennender Durst"

Nichts als Hitze und rote Erde: "Brennender Durst"!

Lizzie Wilcock, übersetzt von Friederike Levin
Brennender Durst
978-3-407-82300-7
Beltz Verlag
Alter: 12+

Die vierzehnjährige Karanda hat eine dicke Akte beim Jugendamt und ist mal wieder auf dem Weg zu einer neuen Pflegefamilie. Sozialarbeiter Paul fährt mit ihr und dem achtjährigen Solomon durchs australische Outback, als sie einen Unfall mit einem Känguru haben. Paul ist tot. Karandas Kopf tut höllisch weh, doch sie verlässt das Auto und läuft in die Wüste. Freiheit! Jetzt kann sie ihr Leben selbst in die Hand nehmen. Bald bricht sie zusammen. Der kleine Solomon, den sie einfach beim Auto zurückließ, ist ihr gefolgt, kümmert sich um ihre Kopfwunde, spendet ihr Schatten, gibt ihr Wasser. Er ist eine richtige Klette, aber er hat immerhin daran gedacht, Essen und den Verbandskasten aus dem Auto zu holen, während sie nur ihren Rucksack mitgenommen hat, der ihren gesamten Besitz enthält. Karanda ist ziemlich fies zu dem Kleinen. Sie laufen nachts und schlafen bei Tag. Hier gibt es nichts als Hitze und rote Erde. Karanda will Solomon zurücklassen, zieht den schlafenden Jungen in den Schatten eines Busches und breitet ihre Ersatzkleidung über ihn, trinkt dann sein ganzes Wasser aus und macht sich auf in Richtung Berge. Das schlechte Gewissen zwingt sie zur Umkehr. Als sie zurück kommt, ist der Busch zerdrückt, die Kleidung zerfetzt, und der Junge fort. Doch er taucht wieder auf, mit wilden Orangen. Karandra hat solchen Hunger. Solomon besteht darauf, dass sie von nun an zusammen bleiben. Er nervt Karanda zwar mit seiner altklugen Art, doch er weiß viel darüber, wie man im Busch überlebt. Sie haben kein Wasser mehr. Als der Durst kaum noch zu ertragen ist, gibt es ein heftiges Gewitter. Das ausgetrocknete Bachbett schwillt rasch an, und Solomon verschwindet in den Fluten. Karanda kann ihn retten, doch ihr Rucksack mit dem einzigen Foto ihrer Mutter ist verloren. Mit dem Regen kommen die Moskitos. Die beiden folgen dem Fluss und finden ein Känguru-Baby mit gebrochenem Bein. Solomon will es behalten und gesundpflegen, Karanda will es essen. Das Tier stirbt. Sie machen ein Feuer (zum Glück hat Solomon Streichhölzer), braten und essen es. Dann kommen sie zu einer Oase mit einem Wasserloch, Eukalyptusbäumen, wilden Orangen, Buschbananen etc., das Paradies! Solomon bastelt Schlafmatten. Karanda ist mal wieder fies zu ihm und verletzt ihn sehr mit ihren Worten. Hinterher tut es ihr leid. Sie ist nun einmal so, die ruppige Art ist reine Gewohnheit und Selbstschutz. Solomon ahnt jedoch, dass unter der harten Schale ein weicher und sehr netter Kern steckt. Zu Weihnachten bastelt er für sie eine Handtasche, und sie schenkt ihm runde Steinchen und zeigt ihm, wie man Murmeln spielt. Um zu überleben, fangen sie Fische, essen sogar Maden, und Karanda geht mehr oder weniger erfolgreich auf Kaninchenjagd. Ein Dingo stiehlt ihr das erlegte Kaninchen. Wütend tötet sie ihn. Nun gibt es eben Dingo zum Abendessen. Solomon stürzt von einem Baum, als er an die Eier eines Milans will. Er hat heftige Wunden am Rücken. Da Früchte und Gemüse zu Neige gehen, verlässt Karanda die Oase und findet „Pflaumen“, die sie isst und die ihr heftige Halluzinationen bescheren. Sie verirrt sich. Das Lager ist zerstört, als sie wieder kommt. Solomon meint erst, es wäre mal wieder ein Dingo gewesen, doch dann gesteht er, dass er einen Wutanfall hatte. Er dachte, sie kommt nicht zurück. Solche Anfälle hat er öfter und so schon mehr Pflegefamilien verschlissen als Karanda. Solomons Wunden entzünden sich, und er bekommt Fieber. Dann kommt auch noch ein Buschbrand auf die Oase zu … .
Verloren im Outback! Ein fesselnder Survival-Trip mit faszinierenden Charakteren!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 14. März 2018

"Schulcafé Pustekuchen – Die Mogelmuffins"

Die beste (M)Oma der Welt: "Schulcafé Pustekuchen – Die Mogelmuffins"!

Kati Naumann
Schulcafé Pustekuchen – Die Mogelmuffins
978-3-440-15499-1
Kosmos Verlag
Alter: 8+

Sich mit einem kleinen Bruder wie Jacob das Zimmer zu teilen ist ätzend, findet Tilli. Jacob schmiert seine Popel an die gemeinsame Tür, pupst unter der Bettdecke und ist überhaupt eine kleine Nervensäge. Jetzt hat er auch noch seine Guppys in die Badewanne verfrachtet und im Aquarium Ameisen einquartiert, die natürlich alle ausbüxen, auch in Tillis Zimmerhälfte, weil weder der wacklige Raumteiler, noch der Klebebandstreifen auf dem Boden sie aufhalten. Weil Tillis und Jacobs Mama auf Geschäftsreise muss, hat Oma Mona, genannt Moma, das Kommando. Moma ist 66 und total cool. Sie führt das Schulcafé „Pustekuchen“ und hat immer tolle (Rezept-)Ideen. Mit Moma hat Tilli auch die Sache mit den Mogelmuffins ausgetüftelt. Frau Habersack, die strenge Erdkundelehrerin hat eine brutal schwere Klassenarbeit angekündigt und freut sich schon teuflisch auf die vielen schlechten Noten, die sie dafür vergeben kann, weil wohl keiner der Schüler alle winzigen Nebenflüsse Deutschlands kennen wird. Weil man bei Frau Habersack nicht auf herkömmliche Weise spicken kann, müssen besondere Maßnahmen ergriffen werden. Die Spickzettel sind mit Zaubertinte aus Zitronensaft auf die Muffin-Förmchen geschrieben. Frau Habersack ist zwar misstrauisch, als Moma der ganzen Klasse Muffins und Traubensaft spendiert, und wittert einen großangelegten Betrugsversuch, aber sie kann nichts nachweisen. Durch den Traubensaft wird die Schrift sichtbar. Nach der Klassenarbeit entsorgt Tilli alle Förmchen, doch Frau Habersack stürzt sich kurzerhand in die Mülltonne, um doch noch einen Beweis zu ergattern, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugegangen ist. Der Chemielehrer soll ihr zur Hand gehen, doch in letzter Sekunde kann Moma das Beweismittel „versehentlich kontaminieren“. Frau Habersack kann Moma nicht leiden. Das „Pustekuchen“ ist ihr ein Dorn im Auge. Diese ganzen lauten Kinder, die sie hier nun auch noch in der Pause ertragen muss. Sie trägt dem Schuldirektor Zwickel ihre Beschwerde vor. Der Ärmste ist außerdem noch ihr Schwiegersohn. Doch Zwickel sieht keinen Grund, das Café dicht zu machen, es sei denn, Moma würde sich etwas Schwerwiegendes zu Schulden kommen lassen. Frau Habersack träumt von einer Lehrer-Oase, zu der Schüler keinen Zutritt haben, mit Sauna und Cocktails und Ruhe, Ruhe, Ruhe! Tilli hat Angst, dass die Muffin-Mogelei doch noch auffliegt. Mit ihrer besten Freundin Annika bespricht sie die Lage in ihrem Geheimversteck. Das liegt mitten in den Büschen zwischen der Schule und Tillis Haus und ist wirklich supergeheim. Neben der Schule zu wohnen hat Vor- und Nachteile. Man braucht nicht so weit zu laufen, aber man kann auch nicht mal eben behaupten, die Hausaufgaben auf dem Küchentisch liegen gelassen zu haben, wenn man sie nicht gemacht hat. Nachbarin Frau Wurstmayr gehört wohl auch zu den Nachteilen. Sie ist unglaublich neugierig und beschwert sich ständig über alles. Weil Jacob und Annika Moma helfen wollen, geschieht im „Pustekuchen“ eine Katastrophe, die mit grüner Erbsensuppe anfängt und mit einer Löschaktion der Feuerwehr endet. Das Café liegt praktisch in Trümmern. Darauf hat Frau Habersack nur gewartet. Sie lacht sich schon ins Fäustchen. Ihre Lehrer-Oase ist in greifbare Nähe gerückt. Doch sie hat nicht mit Tilli und ihren Freunden gerechnet. Schaffen sie es, das Café wieder in altem Glanz erstrahlen zu lassen, bevor der Direktor von seiner Konferenz zurück kommt?
Eine witzige Geschichte mit frechen, jungen Helden und der coolsten (M)Oma überhaupt!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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