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Mittwoch, 26. Februar 2014

"Die fünf Tore - Feuerfluch"

Das ist das Ende: "Die fünf Tore - Feuerfluch"!

Anthony Horowitz, übersetzt von Simone Wiemken
Die Fünf Tore – Feuerfluch Das Finale Teil 2 (Band 5/2)
978-3-7855-7757-8
Loewe Taschenbuch Verlag
Alter: 12+

Das große Finale rückt näher! Die fünf Torhüter sind auf dem Weg nach Oblivion in der Antarktis, um Chaos, den Anführer der Alten, endlich zu besiegen. In der Traumwelt hat Matt den anderen erklärt, was zu tun ist. Doch noch sind sie voneinander getrennt und ihre Chancen stehen alles andere als gut. Matt und Scarletts Leibwächter Lohan werden als Sklaven in der Goldmine Serra Morte festgehalten. Die unmenschlichen Arbeitsbedingungen dort kosten jeden Tag unzähligen Menschen das Leben. Es herrscht Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit. Der einzige Weg zu entkommen ist, das Flugzeug der Minenbetreiber, eine Legacy 600, zu kapern. Lohan hat andere Pläne als nach Oblivion zu fliegen, ist aber unfähig gegen Matts Willen zu handeln, obwohl der krank und geschwächt ist. In England sucht unterdessen Oberbefehlshaberin Eleanor Strake im Aufrag von Polizei und Regierung nach Jamie und Holly, die noch immer mit dem Reisenden auf dem Hausboot unterwegs sind. Sie gelangen in das Dorf Little Moulsford, wo sie freundlich begrüßt werden. Hier herrscht Wohlstand und es gibt genug zu Essen, eine Ausnahmesituation in dieser Zeit. Sie können gerade noch rechtzeitig flüchten, als sie feststellen, dass es sich um ein Dorf voller Kannibalen handelt, doch zurück auf dem Kanal werden sie von Hubschraubern und Fliegensoldaten verfolgt. Mit Hilfe der Leute von Nexus wollen sie nach London gelangen, um dort die Tür in der Kirche St. Meredith's zu finden. London ist ein Ort des Grauens, Ratten auf den Straßen, die U-Bahn voller Leichen. In Italien wird währenddessen Pedro von Emmanuel aus dem Wasser gefischt und schägt sich nach Rom durch, wo er bei Signora Rivera und ihrer Familie unterkommt. Er heilt deren todkranke Tochter Maria und wird von Sohn Silvio Rivera, einem Priester, in den Vatikan eingeschmuggelt, wo sich eine Tür befindet. Doch Silvio vergiftet sich und Pedro mit vergiftetem Wein. Pedro überlebt, indem er so lange fauliges Wasser aus einer Blumenvase trinkt, bis er sich übergeben muss. In Oblivion rüstet Chaos zum Kampf. Er verfügt über modifizierte Soldaten, die schrecklich entstellt sind und auch über eine Armee von Gestaltwandlern. Scott befindet sich ebenfalls in Oblivion und er hat seine Entscheidung getroffen. Er ist auf der Seite der Alten und Jonas Mortlake. Alles, was er will, ist mit seinem Bruder Jamie vereint sein, wenn alles vorbei ist. Auch die Armee des Nexus ist in der Antarktis eingetroffen. Auf verschiedenen Schiffen, vom Kreuzfahrtschiff bis zum Flugzeugträger, sammeln sie sich in der Nähe. Matt und Lohan sind bereits per Flugzeug eingetroffen, ebenso Scarlett und Richard. Die erste Schlacht endet in einem Gemetzel. Viele sind verletzt, denken nur noch an Rückzug, die Lazarette sind überfüllt, es gibt kaum noch Hoffnung. Matt und seine Freunde geben trotz der großen Verluste nicht auf und schmieden neue Pläne. Sie müssen irgendwie zu Scott gelangen. Der hat inzwischen eine Tür entdeckt, die mit schweren Ketten verschlossen ist. Solange diese Tür verschlossen bleibt, kann sich auch keine der anderen öffnen. Jamie und Pedro sind also unerreichbar. In letzter Minute erkennt Scott die Wahrheit und macht sich daran, die Tür zu öffnen. Werden die Torwächter wieder vereint? Beginnt nun die letzte Schlacht? Wer wird siegen? Gibt es endlich ein Happy End?
Der aller-aller-letzte Teil von „Die Fünf Tore“ bietet Spannung bis zur letzten Seite! Bevor aber die Armeen von Gut und Böse aufeinanderprallen, müssen unsere Helden erst jede Menge Schwierigkeiten überwinden. Ich war beim Lesen total gefesselt und danach fast ein bisschen enttäuscht, dass das Abenteuer nun endgültig vorbei ist.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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http://www.ravensbuch.de/index.php?name=bestellen&op=detail&EAN=9783785577578

Mittwoch, 19. Februar 2014

"Zeitsplitter - Die Jägerin"

Eine absolut geniale Zeitreise-Story: "Zeitsplitter - Die Jägerin"!

Cristin Terrill, übersetzt von Barbara Imgrund
Zeitsplitter – Die Jägerin
978-3-414-82390-8
Boje Verlag
Alter: 12+

Monatelang war Em auf der Flucht. Jetzt sitzt sie in einer Zelle, wo sie von dem „Doktor“ gefoltert wird. Sie soll ihm verraten, wo sie eine bestimmte Formel versteckt hat. In der Nachbarzelle sitzt ihr guter Freund Finn. Die einzige Chance, den „Doktor“ zu stoppen, ist eine Zeitreise. Ein Zettel, der im Abfluss ihrer Zelle versteckt ist, beweist, dass dies schon öfter versucht wurde, aber bisher ohne Erfolg. Mit Hilfe des Wachmanns Connor können Em und Finn entkommen und mit der Zeitmaschine „Cassandra“ vier Jahre in die Vergangenheit, zum 4. Januar, reisen. Doch der „Doktor“ folgt ihnen durch die Zeit. In der Vergangenheit ist alles anders. Hier herrschen noch nicht Diktatur und Terror, hier ist auch Em noch nicht Em. Hier gibt es nur ein Mädchen namens Marina, das sich nicht traut, ihrem Nachbarn James ihre Liebe zu gestehen und die dessen Kumpel Finn auf den Tod nicht ausstehen kann. Em wünscht sich ein besseres Leben für ihr früheres ich, Marina, auch wenn sie selbst dann aufhören wird zu existieren. Nach einem Anschlag auf James älteren Bruder Nate sitzen James, Marina und Finn mit James kompletter Verwandtschaft von Tante Vivianne bis hin zu Cousine Alice im Krankenhaus und warten auf gute Nachrichten. James, der ein wissenschaftliches Genie ist, kritzelt währenddessen eine Formel auf einen Block, die die ganze Zukunft verändern wird. Er träumt schon lange davon, den Tod seiner Eltern (und nun auch den Anschlag auf Nate) mittels Zeitreise rückgängig zu machen. Doch die Erfindung der Zeitmaschine „Cassandra“ wird ihm seine Eltern nicht zurückbringen. Die Zeitreisen werden nur Ärger bringen und die Zukunft sieht düster aus. Aus Angst vor China und der Europäischen Union wird aus Amerika ein Polizeistaat werden, nachdem nach mehreren Bombenanschlägen die Sicherheitsmaßnahmen drastisch verschärft wurden. Aus James wird der „Doktor“ werden, der gemeinsam mit dem skrupellosen Direktor Richter von AIR Em und Finn foltern wird. Em versucht, den jungen James vor dem Krankenhaus zu töten (ohne Erfolg) und Marina, die zufällig durchs Fenster schaut, kann nicht fassen, dass die Attentäterin genau wie sie selbst aussieht. Als sich Em eine neue Gelegenheit bietet, zögert sie beim Anblick von Marina und James und denkt an die Vergangenheit, als sie selbst James liebte. Damals lebte sie im Luxus, doch ihre oberflächlichen Eltern, die kurz vor der Scheidung standen, waren nicht für sie da, nur die Haushälterin Luz und eben James. Liebt sie ihn etwa noch immer, nach alldem was er getan hat? Oder ist es nicht eher so, dass sie seit ihrer gemeinsamen Flucht Finn liebt, den sie früher nicht leiden konnte? Verzweifelt konfrontiert Em den jungen James mit der Zukunft, die er geschaffen hat, doch kann das etwas daran ändern? Vorherige Versuche auf anderen Zeitreisen scheiterten. Auch Richter zu töten bringst nichts, da andere „Cassandra“ vollenden würden. Dann taucht plötzlich der „Doktor“ aus der Zukunft auf und entführt Marina. Er droht, sie zu töten. Finn muss den „Doktor“ daran hindern, während Em unterdessen James eliminieren will. Die Zeit drängt, doch dann kommt alles anders … .
Eine absolut geniale Zeitreise-Story! Dieses Buch hat mich so gepackt, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte. Wer sich Gedanken über die Logik macht, kann ich beruhigen. In der Geschichte verhindert die „intelligente Zeit“, dass Paradoxa auftauchen. Zusätzlich zur Spannung bietet „Zeitsplitter“ auch noch eine herrlich komplizierte Liebesgeschichte. Wer liebt hier wen, wann und warum ;-)? Was mir besonders gut gefallen hat, ist das Gedicht, das hinten auf dem Buch abgedruckt ist (Leider nur auf dem Leseexemplar und nicht auf dem fertigen Buch, wie ich zu meinem Bedauern feststellen musste! :-( Leider ist das Leseex. bei irgendeiner Kollegin unterwegs, sonst hätte ich das Gedicht für Euch abgetippt.). Eigentlich sind es zwei Gedichte und bei dem zweiten sind eigentlich die gleichen Sätze, nur in umgekehrter Reihenfolge. Durch diese geschickte Verdrehung bekommt dieses Gedicht genau die gegenteilige Bedeutung. Die Gedichte spiegeln die Gefühle von Em bzw. Marina wieder. Genial! Ach ja, das ganze ist der Beginn einer Trilogie, also können wir und schon auf die Fortsetzung freuen.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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http://www.ravensbuch.de/index.php?name=bestellen&op=detail&EAN=9783414823908

"Und auch so bitterkalt"

Alle lieben Lucinda: "Und auch so bitterkalt"!

Lara Schützsack
Und auch so bitterkalt
978-3-596-85619-0
Fischer KJB Verlag
Alter: 12+

Lucinda ist wie ein Stern. Sie wird von allen geliebt und angebetet. Auch ihre jüngere Schwester Malina vergöttert sie. Zusammen liegen sie in warmen Sommernächten auf der alten Brücke und tauchen in Fantasiewelten ab. Sie leben in einem alten Haus, mit Engelsfiguren und Efeu, das unter Denkmalschutz steht. Manchmal nimmt Lucinda Jungs mit in den Keller. Manchmal hat Lucinda dunkle Tage. Manchmal isst Lucinda nichts und wird immer dünner. Ihre Eltern nehmen ihre Essstörung und ihre psychischen Probleme zunächst nicht ernst, auch wenn sie Sachen sagt wie: „Später werde ich eine Muse. Die Menschen werden sich umbringen aus Liebe zu mir.“ Sie machen sich zwar Sorgen, schieben aber alles auf die Pubertät und lesen Lucinda jeden Wunsch von den Augen ab. So bekommt sie auch ein Kätzchen namens Jupiter. Im Nachbarhaus zieht Jarvis aus England ein. Eigentlich heißt er Robert, aber er trägt immer ein „Jarvis is Jesus“-Shirt und meint, er hätte ein Recht auf freie Namensgebung. Jarvis verfällt Lucinda vollkommen. Sie will seine Muse sein und behauptet, ein Mann dürfe nur eine Frau haben und müsse sie verehren, aber eine Frau könnte mehrere Männer haben. Später sagt sie zu Malina, dass Musen gar nicht lieben dürften, sonst würden sie zu Staub zerfallen, wie Vampire im Tageslicht. Jarvis muss über die morsche Brücke gehen, um Lucinda seine Liebe zu beweisen. Wegen dem angeblichen Recht auf freie Namensgebung möchte Lucinda jetzt Janis heißen, so wie Janis Joplin. Malina hieße lieber Jolene, wie in dem gleichnamigen Lied. Jarvis nennt Malina „strange little girl“, gibt ihr heimlich Bier und küsst sie. Er behauptet, sie sei noch zu jung für die Liebe. Ihrer Schwester erzählt sie davon nichts. Die Eltern wollen Lucinda zur Therapie bei einem Dr. Zimmermann schicken, doch sie weigert sich. In der Schule heißt es, sie würde dunkle Geschichten erzählen, die die anderen Mädchen beunruhigen. Eines Tages steht Lucinda vor Jarvis Haus und schreit. Er hat sich im Apfelbaum erhängt. Lucinda hatte schon geahnt, dass es irgendwann so kommen würde. Lucinda geht nicht mehr zur Schule. Sie isst gar nichts mehr. Essgeräusche machen sie traurig und sie kommt gar nicht mehr herunter, wenn die Familie isst. Essen ekelt sie an. Wo andere Spaghetti sehen, sieht sie Würmer und stellt sich vor, wie die in ihrem Bauch Krieg führen werden. Sie wird immer dünner. Ihre Schulterblätter sind wie Flügel. Sie will sich verwandeln. In diesem Körper kann sie nicht leben. Ihre Eltern sind verzweifelt und meinen, sie hätten sie verloren. Dr. Zimmermann sagt ihnen, sie bewege sich am Abgrund und sie sollen alles notieren, was sie sagt. Lucinda ernährt sich nur noch von Eiswürfeln. Als sie mit Malina zur Brücke will, ist sie fast schon zu schwach zum Radfahren. Sie sieht aus wie ein Gespenst. Sie ist immer müde. Ihr ist immer kalt. Sie sagt, dass eh alles keinen Sinn hat. Die Eltern wollen sie einweisen, doch sie weigert sich. Überall liegen Teppiche, weil Lucinda auf dem harten, kalten Boden nicht mehr laufen kann. Sie steht kaum noch auf, magert bis auf die Knochen ab. Die Eltern streiten nur noch. Die Mutter will die Teppiche und die Katze aus dem Haus haben, weil die Keime Lucinda schaden könnten. Plötzlich ist Jupiter tatsächlich verschwunden. Irgendwann rufen die Eltern endlich einen Krankenwagen … .
Ein dünnes, heftiges Buch mit einem etwas unglaubwürdigen Ende. Lucindas Eltern hätte ich glatt an die Wand klatschen können. Da ist die Tochter schon halb tot und sie unternehmen nichts (außer streiten). Warum haben sie sie nicht längst einweisen lassen, selbst wenn Lucinda das nicht will? Sie ist magersüchtig, depressiv und selbstmordgefährdet. Mit normaler Pubertät hat das nichts mehr zu tun! Als sie dann den Krankenwagen gerufen haben, dachte ich beim Lesen nur: Na endlich! Den Rest der Geschichte fand ich aber wirklich gut. Ist mal was anderes, als die typische Magersucht-Story.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Wie der Kater und die Maus trotzdem Freunde wurden"

Ein Lieblingsbuch für Groß und Klein: "Wie der Kater und die Maus trotzdem Freunde wurden"!

Luis Sepulveda, übersetzt von Willi Zurbrüggen
Wie der Kater und die Maus trotzdem Freunde wurden
978-3-596-85628-2
Fischer KJB Verlag
Alter: 7+

Es war einmal ein Kater, der hieß Mix. Mix wohnte bei dem Jungen Max und die beiden waren die besten Freunde. Tag für Tag erlebten sie zusammen die spannendsten Abenteuer. Irgendwann wurde der kleine Junge Max groß, so groß, dass er von zuhause auszog, um zu studieren. Der Kater Mix kam natürlich mit und zog ebenfalls in die kleine Wohnung im Dachgeschoss ein. Mix liebte die Dächer. Er hatte eine eigene kleine Leiter, die zum Dachfenster führte und konnte so jederzeit nach draußen. Die Zeit vergeht und irgendwann fällt Max auf, dass Mix immer häufiger wo gegen läuft und geht mit ihm zum Tierarzt. Die Diagnose: Der Kater erblindet! Dennoch kommt Mix in der Wohnung gut klar. Er weiß ja, wo was steht, solange nicht jemand die Möbel umstellt und findet ohne große Problem Futternapf und Katzenklo. Die Ausflüge auf die Dächer gehören jedoch der Vergangenheit an. Eines Tages erwischt Mix versehentlich eine Maus in der Wohnung. Die versucht sich herauszureden, als sie bemerkt, dass der Kater blind ist und behauptet, sie sei eine Nacktschnecke. Mix ist zwar blind, aber nicht blöd und durchschaut diese Lüge. Da es sich um eine mexikanische Maus handelt, die traurig ist, weil sie keinen Namen hat, tauft Mix sie auf den Namen Mex. Mex darf bleiben und die Müslikrümel auf dem Fußboden fressen. Kater und Maus werden Freunde und Mex ersetzt Mix die Augen. Mex beschreibt ihm, was er sieht, wo was ist und was draußen vor dem Fenster so passiert. Mit seiner Hilfe findet Mix die Haferflockenschachtel in der Speisekammer und wirft sie für ihn runter. Zunächst wundert sich Max über die angeknabberte Schachtel, findet jedoch schnell heraus, was Sache ist und akzeptiert die Freundschaft von Mix und Mex. Er gibt Mex sogar regelmäßig Haferflocken. Mex bekommt sein eigenes Schüsselchen neben dem Napf von Mix. Irgendwann findet Max eine Arbeit und bleibt oft lange weg, aber Mix hat ja Gesellschaft. Er liegt auf der Heizung und Mex erzählt ihm, was draußen abgeht. Einmal versucht ein Einbrecher in die Wohnung zu gelangen, doch Mix und Mex schlagen ihn in die Flucht, indem sie auf die Fernbedienung des Fernsehers springen, wo gerade eine Oper läuft. Durch den lauten Gesang verschreckt, flieht der Einbrecher. Max erfährt nie etwas davon. Mix vermisst die Dächer. Mex geht gemeinsam mit ihm aufs Dach und bietet an, ihm zu helfen. So kommt es, dass die beiden irgendwann zusammen von Dach zu Dach springen. Wer in diesem Moment unten steht und zufällig nach oben blickt, wundert sich. Eine Katze, die mit einer Maus auf dem Rücken über die Dächer spring, wo gibt es denn so was?
Ein wunderbares Buch für alle großen und kleinen Katzenfreunde! Die Geschichte von Mix, Mex und Max ist wunderbar von Sabine Wilharm illustriert und eignet sich sowohl zum Vorlesen als auch zum Selberlesen oder einfach auch als „Geschenkbuch“ für Erwachsene. Mix, der Kater mit dem griechischen Profil, ist mir beim Lesen richtig ans Herz gewachsen und ich war schon traurig, als er blind wurde, fand es aber eine tolle Idee, ihm eine „Blindenmaus“ zur Seite zu stellen. Meine Freundin und Kollegin Heike machte sich beim Lesen jedoch Sorgen, dass es kein Happy End gibt und befürchtete, der Kater könnte sterben, deshalb hörte sie lieber mittendrin auf. Ich konnte sie jedoch beruhigen. Nein liebe Heike, es sterben werde Katze noch Maus noch Mensch. Alles wird gut ;-).
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 12. Februar 2014

"Am Ende der Treppe, hinter der Tür"


Sie hat den Mörder gehört: "Am Ende der Treppe, hinter der Tür"!

Sabine Ludwig
Am Ende der Treppe, hinter der Tür
978-3-499-21675-6
Rowohlt Verlag (rororo-TB, Rotfuchs)
Alter: 14+

Die sechzehnjährige Martha hat es nicht leicht. Sie ist ein bisschen pummelig, hat den einen oder anderen Pickel und ist unglücklich verliebt in ihren blondgelockten Englischlehrer. Zu allem Überfluss hat ihre Mutter Constanze einen neuen Freund, den glatzköpfigen Arzt Johannes, dessen kleine Tochter Poppy (eigentlich Penelope) Martha den letzten Nerv raubt. Wenn sie doch nur genug Geld hätten, um in eine eigne Wohnung zu ziehen, ohne die Nervensägen. Martha flüchtet sich in Tagträume, in denen ihr Lehrer Alexander Miller ihr seine unsterbliche Liebe gesteht. Daher ist Martha ganz aus dem Häuschen, als sie in seiner Theater-AG in der Schule eine Hauptrolle in dem Theaterstück „A Streetcar named Desire“ bekommt. Sie wird die Stella spielen und ihre beste Freundin Jill, die von einer Karriere als Schauspielerin träumt, spielt die Blanche. Die Freundinnen suchen nach passenden Outfits im 40er-Jahre-Stil und Martha ist ganz begeistert von einem Kleid, das sie im Internet entdeckt und bestellt hat. Als das begehrte Päckchen endlich eintrifft, ist Martha nicht zuhause und die Nachbarin Frau Dr. Dernburg von oben nimmt es an. Die ist schon eine schräge Tante, sehr esoterisch drauf, therapiert ihre Patienten mit Urschrei-Therapie und nervt damit das ganze Haus. Leider ist sie nie da, wenn Martha das Päckchen mit dem Kleid abholen will. Langsam wird es ihr zu bunt, schließlich braucht sie es dringend. In ihrer Verzweiflung sucht sie so lange, bis sie den Zweitschlüssel in einem Blumentopf im Flur findet und schleicht sich heimlich in die Wohnung. Während sie noch ihr Päckchen sucht, kommt plötzlich jemand. Sie hört Stimmen, einen Streit und versteckt sich im Schrank. Sie ahnt nicht, dass sie „Ohrenzeugin“ eines Mordes wurde, bis sie erfährt, dass die Dernburg ermordet wurde. Was soll sie jetzt tun? Zur Polizei gehen? Sie hat keine Lust, als Einbrecherin verhaftet zu werden. Ihre Freundin Jill macht einen anderen Vorschlag. Sie soll den Mörder erpressen. Sie gehen auf die Web-Seiten der Zeitungen, die über den Mord berichten und hinterlassen online Kommentare, die nur der Mörder verstehen kann. Wer sonst könnte wissen, dass die letzten Worte des Opfers „Ich gebe Ihnen 5 Minuten. Nicht länger.“ waren? Doch wer ist der Mörder? Martha hat ja den Glatzkopf in Verdacht, der sich sehr merkwürdig verhält, aber warum sollte der so was tun? Sie ahnt nicht, dass der wahre Mörder ganz in ihrer Nähe ist und dass sie sich auf ein gefährliches Spiel eingelassen hat. Sie chattet mit „Homer“ und verlangt 25000 € für ihr Schweigen. Dann ist da auch noch die Schulaufführung. Der Schüler Simon fällt wegen Krankheit aus und Martha ist überglücklich, als Miller höchstpersönlich für ihn einspringt. Der ist weniger begeistert über die Umstände. Es stört ihn, dass die Presse da ist und das Jills Vater filmt. Ganz angetan ist er jedoch von der kleinen Poppy, die sich mit ihm auf Englisch unterhält. Das Theaterstück war ein voller Erfolg, doch was wird jetzt mit dem Mord? Martha vertraut sich schließlich Miller wegen der Erpressungsgeschichte an und er verspricht, ihr zu helfen. Er organisiert mit „Homer“ die Geldübergabe und schlägt vor, dass Poppy das Geld auf dem Spielplatz in einen Mülleimer werfen soll. Doch der Plan schlägt fehl und Poppy ist auf einmal spurlos verschwunden … .
Zunächst war ich verwundert, einen Krimi von Sabine Ludwig in den Händen zu halten. Bisher kannte ich nur ihre super-lustigen Bücher für jüngere Leser. Jetzt weiß ich, dass sie auch Krimis schreiben kann und zwar richtig Gute! Es bleibt bis zum Ende spannend und man kann das Buch kaum aus der Hand legen. Bitte mehr davon!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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