Mittwoch, 2. Oktober 2013

"Couch on Fire"

Runter vom Sofa!: "Couch on Fire"!

Heidemarie Brosche
Couch on Fire
978-3-86265-246-4
Herzklopfen und so (Schwarzkopf und Schwarzkopf Verlag)
Alter: 12+

Matthias-Georg ist fünfzehn und alle nennen ihn nur Couch, weil er sich von eben dieser nur höchst selten herunter bewegt, ein echter "Couch-Potato" sozusagen. Nicht nur, dass seine Mutter von seiner Faulheit die Nase voll hat, so sorgt vor allem die Liebe dafür, dass Couch mal in die Gänge kommt. Die Liebe hört auf den Namen Yayo, ist Halbjapanerin und sieht Couchs Lieblings-Animefigur zum Verwechseln ähnlich. Ausgerechnet vor Yayo legt Couch einen peinlichen Sturz hin und verliert dabei sein heißgeliebtes Smartphone. Dadurch kommt er allerdings mit Yayo in Kontakt und ist total happy, als er erfährt, dass sie neu in seine Klasse kommt. Ob sie ihn wohl auch mag? Zuhause stresst Mama immer mehr, besteht seit neuestem auf gesunder Ernährung und möchte gemeinsam mit Couch kochen. Außerdem hat sie eine neue Frisur. Da steckt bestimmt ein Typ dahinter, vermutet Couch, wahrscheinlich irgendein „Vollhorst“. Tatsächlich sieht er seine Mutter kurz darauf mit dem „Vollhorst“ in der Stadt. Egal, seine eigenen Probleme sind jetzt wichtiger. Der Speckbauch muss weg und dass geht ja bekanntlich nicht auf der Couch. Außerdem sucht er im Netz nach immer neuen Methoden zur umweltfreundlichen Energiegewinnung, um Yayo beim gemeinsamen Schulprojekt zu beeindrucken. Am besten findet er die witzigen Ideen, wie Meerschweinchenfürze, die ganze Farmen mit Strom versorgen, doch Yayo liegt dieses Projekt echt am Herzen. Für sie würde er sogar mit in eine Jugendumweltgruppe gehen, vielleicht. Erst mal wird er jedoch von einer heftigen Grippe umgehauen und liegt einige Tage flacht, im Bett, mal nicht auf der Couch. Yayo bringt im die Hausaufgaben, toll. Wäre allerdings noch toller, wenn er dabei nicht seinen viel zu kleinen Pokemon-Pyjama in Kombination mit Mamas flauschigem Bademantel tragen würde. Peinlich! Als Couch wieder fit ist, liegt Yayo flach und Couch macht sich Vorwürfe, dass er sie vielleicht angesteckt haben könnte. Doch als Yayo wieder in der Schule ist, kommen sich die beiden endlich näher. Auch wenn das für Couch bedeutet, an einem Samstagmorgen elend früh aufzustehen, um mit ihr auf einen Fotoflohmarkt zu gehen. Yayo braucht nämlich dingend eine neue Fototasche für den alten (analogen) Fotoapparat, den sie von ihrem Opa geschenkt bekommen hat. Couch wusste gar nicht, dass es noch was anderes außer Digitalkameras überhaupt gibt, aber er dackelt freiwillig mit. Auf dem Rückweg lösen sie dann noch mit Hilfe von Yayos Fotoapparat einen Krimifall. Ausgerechnet der Typ, der Yayo in der Schule immer als „Japse“ beschimpft („Jo, Japse, zeig uns deine Strapse … „) ist beklaut worden. Couch hat mit Yayos Kamera die Diebin und deren Auto mitsamt Kennzeichen fotografiert und die Polizei kann sie später fassen. Couch bekommt endlich seinen langersehnten Kuss von Yayo und die beiden werden ein Paar. Doch was ist eigentlich mit Mamas neuem Freund? Couch lernt den „Vollhorst“, der sich eher als „Vollkorn“ entpuppt, kennen, und er ist sogar ganz o.k. . Alles in allem gibt es ein Happy End für Couch.
Fortgeschrittene „Greg-Leser“ und Jungs, die nicht so auf Fantasy und tot-ernste Themen stehen, werden dieses Buch lieben. Natürlich ist es auch was für Mädels, die mal wissen wollen, wie die Jungs so ticken. Geschrieben wurde es aber lustigerweise von einer Frau, kommt aber trotzdem sehr authentisch rüber, was sie Couch so denken, sagen und tun lässt. Ich habe mich auf jeden Fall beim Lesen königlich amüsiert! Ein paar witzige Bildchen sind auch noch im Buch, die passen richtig gut zur Story. Ich würde mich sehr über weitere Geschichten von Couch freuen!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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