Powered By Blogger

Mittwoch, 11. Januar 2017

"Woodwalkers – Carags Verwandlung"

Mal Mensch - mal Puma: "Woodwalkers – Carags Verwandlung"!

Katja Brandis
Woodwalkers – Carags Verwandlung
978-3-401-60196-0
Arena Verlag
Alter: 10+

Carag ist ein Woodwalker, ein Gestaltwandler. Seine Kindheit verbrachte er mit seiner Familie in Puma-Gestalt in den Wäldern der Rocky Mountains. Da er jedoch von den Menschen fasziniert war, entschied er eines Tages, lieber in Menschengestalt bei ihnen zu leben und verließ seine Familie. Nun lebt er als Jay, der Junge, der sein Gedächtnis verlor, bei einer Pflegefamilie. Er hat es nicht leicht. Trotz menschlichem Äußeren ist er in der Schule ein Außenseiter und wird von Fiesling Kevin und seinen Freunden gemobbt. Er selbst hat keine Freunde und sehnt sich insgeheim nach seinem alten Leben. Dass er eines Nachts dann wirklich als Puma auf die Jagd geht, versetzt die Menschen auf dem nahen Campingplatz in Aufregung. Doch das führt dazu, dass er Lissa Clearwater kennenlernt, die auch ein Woodwalker ist. Er hat vorher noch nie jemanden von seiner Art getroffen. Sie macht ihm ein verlockendes Angebot, bevor sie sich in einen Weißkopfseeadler verwandelt und davonfliegt, denn sie leitet die Clearwater-High, ein Internat für Woodwalker. Dort lernen sie, in beiden Welten zu leben. Carag kann seine Pflegeeltern überreden, ihn die Schule wechseln zu lassen, nicht zuletzt weil es zwischen ihm und Pflegebruder Marlon immer mehr Spannungen gibt. Außerdem wird Carag von dem reichen und prominenten Andrew Milling, der auch ein Puma-Woodwalker ist, unterstützt. Der ist Carag jedoch nicht so ganz geheuer, denn er scheint seine ganz eignen Ziele zu verfolgen. Hausmeister Theo bringt Carag zur Schule, und er lernt seine neuen Mitschüler kennen. Von Maus (Nell) bis Grizzly (Berta) sind alle Tiere vertreten. Auch alle Lehrer sind Woodwalker. Die Schule riecht für Carag wie ein Zoo. Hase Nimble riecht lecker, Ziege Viola riecht eher streng, und von Stinktier Leroy wollen wir gar nicht erst reden. Carag freundet sich mit Holly, einem Rothörnchen, an und mit seinem Zimmerkumpel Brandon, einem scheuen Bison, der aber gerne mal schlafwandelt und die Möbel zertrampelt. Auch an der Clearwater-High ist man vor Mobbing nicht sicher. Jeffrey und sein Wolfsrudel terrorisieren die schwächeren Schüler. Sie halten sich nicht an die Regel, dass die Raubtier-Woodwalker die Beutetier-Woodwalker akzeptieren und respektieren sollen. Bevor man Beute macht, muss man sich außerdem immer überzeugen, dass es kein Woodwalker ist. Woodwalker leben im Verborgenen. Als Carags Pflegeeltern ihn besuchen, müssen alle tierisch aufpassen, trotzdem gibt es ein paar Pannen. Holly kann ihre Pfoten nicht von einem Portmonee lassen und Brandon steht plötzlich als Bison im Flur. Jeffrey fordert Carag zum Duell um Mitternacht heraus, wo er gegen zwei Wölfe kämpfen soll. Jeffrey kämpft nicht fair, doch Carag gewinnt, mit etwas Unterstützung seiner Freunde. Er erwirbt sich so Respekt, sogar von Lou, Lehrertochter und Wapiti mit „Puma-Trauma“ (Mutter wurde von einem verletzt). Milling ruft an und gratuliert Carag. Wie hat er von dem Duell erfahren? Hat er einen Spion in der Schule? Bei einem Treffen erzählt Milling, wie seine Frau und seine Tochter von Jägern ermordet wurden. Er hasst die Menschen. Außerdem hat er keine hohe Meinung von Beutetieren. Carag solle sich nicht mit ihnen einlassen. Währenddessen schmieden Jeffrey und die Wölfe Rachepläne. Bei Carags Zwischenprüfungen taucht dann Millings plötzlich auf. Carag muss sich entscheiden. Ist er für ihn oder gegen ihn? Um den Kopf frei zu bekommen, läuft Carag als Puma in den Wald – und wird vom Jäger zum Gejagten … .
Spannung pur! Eine tierisch gute Fantasygeschichte! Ich will mehr! Wann kommt Band 2?
Viel Spaß beim Lesen!!!

Buch bestellen?

"Othello & Giovanni - Der große Katzenraub"

Krimispannung für große und kleine Katzenfans: "Othello & Giovanni - Der große Katzenraub"!

Thilo Krapp
Othello & Giovanni - Der große Katzenraub
978-3-943086-34-8
Südpol Verlag
Alter: 8+

Die beiden Kater Othello und Giovanni sind Zwillinge, doch Giovanni ist eher dick und gemütlich, während Othello ein flinker und geschickter Jäger ist. Bei der Jagd auf der Wiese stellt sich der dicke Giovanni, der noch dazu unter Heuschnupfen leidet, immer ziemlich ungeschickt an und vertreibt seinem Bruder die schmackhafte Beute. Beide Kater leben bei der Zweibeinerfamilie Löwenberg, nachdem sie einen Scheunen-Brand und das Tierheim überlebt haben. Die beiden halten zusammen wie Pech und Schwefel, doch eines Tages ist Othello spurlos verschwunden. Sowohl Giovanni als auch die Löwenbergs machen sich besorgt auf die Suche, als er erstmals nicht zum Frühstück erscheint. Der neue Kater von nebenan warnt Giovanni daraufhin vor einem gefährlichen Menschen, der Katzen raubt. Es handelt sich um den verrückten Wissenschaftler Dr. Waldemar Wummering, der auf der Suche nach dem 7-Leben-Gen ist. Dazu sammelt er Katzen, die ja bekanntlich sieben Leben haben. Er braucht nur noch ein paar besondere Exemplare mit verschiedenfarbigen Augen. Othello und Giovanni haben solche Augen. Von Ackergaul Abraham erfährt Giovanni, dass auch Rufus, der Kater vom Bauernhof an der Grenze von Othellos und Giovannis Revier, verschwunden ist, genau wie eine ganze Reihe anderer Katzen aus der Nachbarschaft. Abraham hat einen verdächtigen Lieferwagen beobachtet, der in den Wald gefahren ist. Giovanni nimmt die Spur auf. Der Wald ist dunkel und unheimlich, und Giovanni knurrt der Magen. Wäre er noch nur so ein guter Jäger wie sein Bruder. In einer verlassenen Grillhütte trifft er Rosella, einen entflogenen Goldzeisig mit Star-Allüren. Während Giovanni in dem nervtötenden Vögelchen nur einen leckeren Appetithappen sieht, will Rosella unbedingt mit ihm befreundet sein. Sie quatscht ihn endlos voll über Kunst, Musik und ayurvedische Ernährung. Giovanni und Rosella entkommen nur knapp einem Fuchs. Es wird immer kälter und beginnt zu schneien. In der Not frisst Giovanni Pilze und bekommt fürchterliches Bauchweh. Seinem Bruder Othello geht es derweil nicht besser. Zusammen mit unzähligen anderen Katzen in gestapelten Käfigen, erwartet er im Keller des Dr. Wummering sein Schicksal. Zu Fressen gibt es nur geschmacklosen Brei, und die Zukunft sieht alles andere als rosig aus. Um sein Elixier der sieben Leben herzustellen, plant Wummering, 100 Katzen in den blubbernden, alten Heizungskessel zu werfen. Das müssen Othello, Rufus und die anderen Gefangenen unbedingt vermeiden, aber wie? Giovanni schlägt sich weiter tapfer, mit Nervensäge Rosella im Schlepptau, durch den kalten, finsteren Wald. Er folgt dem verführerischen Duft von Brathähnchen und gerät so in die Fänge einer einsamen, alten Dame, die Katzen und Nippes sammelt. Leider will die ihren neuen, flauschigen Liebling nicht mehr gehen lassen. Das passt Giovanni natürlich gar nicht. Immerhin ist er auf einer dringenden Rettungsmission. Zum Glück kann er entkommen und nimmt die Spur seines Bruders wieder auf. Leider ist er unvorsichtig, als er Wummerings Villa erreicht. Der verrückte Wissenschaftler reibt sich schon die Hände. Giovanni ist genau die Katze, die ihm noch gefehlt hat, um sein grausames Experiment zu starten. Schon bald sitzt Giovanni bei Othello und Rufus im Käfig, und die Lage ist so hoffnungslos wie nie zuvor. Wirklich? Immerhin gibt es da ja noch die vorlaute Rosella, die gerade einen Schwarm Krähen zu einer Rettungsoperation animiert. Werden sie Erfolg haben?
Ein leichter und doch spannender Kinderkrimi für alle Katzenfans! Auch zum Vorlesen toll!
Viel Spaß beim Lesen!!!

Buch bestellen?

Mittwoch, 4. Januar 2017

"Pullerpause im Tal der Ahnungslosen"

Es war einmal ein Land namens DDR: "Pullerpause im Tal der Ahnungslosen"!

Franziska Gehm
Pullerpause im Tal der Ahnungslosen
978-3-95470-147-6
Klett Kinderbuch Verlag
Alter: 9+

Der elfjährige Jobst und seine Mutter Susanne haben einen ganz besonderen Koffer. Wenn man eine Jahreszahl am Zahlenschloss einstellt, kann man damit durch die Zeit reisen. Gerade sind die beiden von einem Abenteuerurlaub im Mittelalter zurück und unterwegs nachhause in die Gegenwart, als Susanne ganz dringend aufs Klo muss. Also legen sie eine Pullerpause im Jahr 1987 ein, in einem seltsamen Land namens DDR. Jobst passt nur einen Moment nicht auf, weil er ein Auto aus Pappe (auch bekannt als Trabi) bewundert, und schon ist es passiert. Der Koffer ist weg. Jetzt sitzen sie hier fest. Susanne erhofft sich Hilfe von der Polizei, doch die halten sie für völlig übergeschnappt und sind kurz davor, sie festzunehmen. Theaterregisseur Frank kommt ihr zu Hilfe. Er bietet Susanne und Jobst an, in seiner Datsche zu wohnen, und Susanne soll im Theater für eine Schauspielerin einspringen, die sich in den Westen abgesetzt hat. Jobst freundet sich mit Franks Tochter Jule und deren besten Freund an, dem Bud-Spencer-Fan Torsten, den alle nur Letscho nennen, weil er verrückt nach der gleichnamigen, eingelegten Paprika ist. Mit Jule und Letscho macht sich Jobst auf die Suche nach dem Koffer. Für jemanden, der aus dem Westen von Übermorgen kommt, ist es natürlich nicht leicht, sich in der DDR zurecht zu finden. Sie suchen im „Konsum“ und in der Sammelstelle für Altstoffe und legen sich mit Patrizia und Ingo vor dem Haus der Pioniere an. Jobst fällt ein Mann mit beigefarbener Jacke und „Legomännchen-Frisur“ auf, der ihnen folgt und später auch bei der Datsche herumlungert. Während Jobst so schnell wie möglich in seine Zeit zurück möchte, fühlt sich Susanne hier sehr wohl. Sie mag dieses merkwürdige, kleine, graue Land und seine Menschen. Die Kinder folgen einer heißen Spur, die sie zu VEB Lederwaren führt. Mit einer Gruppe Pioniere von den Ferienspielen schleichen sie sich hinein. Leider finden sie den Koffer dort nicht. Dafür entdecken sie einen Koffer am Busbahnhof, der dem Zeitreisekoffer verblüffend ähnlich sieht. Nach einer halsbrecherischen Flucht in einem gestohlenen Trabi, mit Letscho am Steuer, müssen sie jedoch feststellen, dass es der falsche Koffer ist. Allmählich beginnt Jule, Jobst die Sache mit der Zeitreise zu glauben. Bei einer Grillparty in der Datsche meint Frank, es ginge das Gerücht um, dass sich „Horch und Guck“ den Koffer geschnappt hat. Jule muss den ahnungslosen Jobst erst einmal über die Stasi aufklären, damit er das versteht. Jobst will einfach zur Stasi gehen und den Koffer verlangen, doch so einfach ist das nicht. Man weiß ja nicht, wer dazu gehört und wer nicht. Jule ist sich jedoch sicher, dass Patrizias Eltern bei der Stasi sind, also quetschen sie Patrizia auf dem Spielplatz aus. Sie verlangt für Informationen eine Levis-Jeansjacke, einen Walkman und Aerobic-Stulpen in Neonfarben. Jobst hat keine Ahnung, wo er die Sachen herbekommen soll. Patrizia verrät immerhin, dass der Koffer in Berlin ist, bei Erich Honecker persönlich, der regelrecht besessen davon ist und ihn nicht aus den Augen lässt. Wie sollen sie den Koffer bloß wiederbekommen? Die Kinder schmieden einen Plan. Sie schreiben Honecker einen Brief und laden ihn zu einen exklusiven Sondervorstellung ins Theater ein. Tatsächlich kommt eine Zusage. Aber wird Honecker den Koffer auch bei sich haben? Und was hat es eigentlich mit dem kleinen Jungen auf sich, der Jobst Dominik nennt und als Verräter beschimpft?
Auf zur Kofferjagd! Eine verrückte Zeitreise in die DDR, nicht nur für Kinder. Auch die älteren Leser, die (wie ich) dieses Land noch kennen, werden sich köstlich amüsieren!
Viel Spaß beim Lesen!!!

Buch bestellen?
https://ravensbuch.de/shop/item/9783954701476

"Caspar und der Meister des Vergessens"

Bewahre Deine Erinnerung: "Caspar und der Meister des Vergessens!"

Stefanie Taschinski
Caspar und der Meister des Vergessens
978-3-7891-0426-8
Oetinger Verlag
Alter: 10+

Die Geschwister Caspar, Greta und Till Winter leben mit ihren Eltern in Kopenhagen. Die Winters sind seit Generationen berühmte Puppenspieler. Gerade führen die Eltern ein neues Stück auf, und die Vorstellungen sind alle ausverkauft. Caspar ist gern im Theater und hilft Anatol, der dort die Kulissen baut. Da die Eltern nicht viel Zeit haben, muss Caspar oft den Babysitter für den sechsjährigen Till spielen. Als die beiden beim Eislaufen sind, macht sich ein Mädchen an Caspars Rucksack zu schaffen. Sie lässt eine Marionette ohne Kopf zurück. Caspar kann das Ding nicht wegwerfen und will selbst einen Kopf dafür schnitzen. Ein einäugiger Fremder kommt ins Theater und leiht Caspar sein Messer. Wie von selbst einsteht damit Tills Gesicht aus dem Holzklotz. Am nächsten Morgen ist Till weg und die Eltern tun, als hätte es ihn nie gegeben. Nur Greta und Caspar erinnern sich. Tills Zimmer ist nun eine Besenkammer, und Till ist von allen Fotos verschwunden. Anatol meint zu Caspar, es sei leichter zu vergessen als zu kämpfen, doch Caspar will seinen Bruder nicht aufgeben. Er entdeckt eine geheime Kammer im Marionetten-Lager und lateinische Wörter an der Wand. Anatol erzählt ihm von dem Vertrag, den die Winters vor Jahrhunderten mit dem Meister geschlossen haben. Sie bekamen Reichtum, Ruhm und ein langes Leben, wurden verschont von Krieg, Pest und Co., dafür müssen sie alle 50 Jahre das jüngste Kind und die Erinnerung an dieses Kind opfern. Drei Zeichen: Herz, Schwert und Krone werden Caspar zu Till führen. Greta gibt ihm einen Ring aus ihrem Haar, damit ein Teil von ihr immer bei ihm ist. Caspar gelangt zu einem Turm voller Kinder. Auch Till ist da, doch er erkennt Caspar nicht. Auch die anderen Kinder haben keine Erinnerung an ihre früheren Leben. Caspar kann Till nicht mitnehmen, denn ihm wächst ein Faden aus dem Kopf wie bei einer Marionette. Leider gerät auch Caspar in die Gewalt des Meisters und bekommt einen Faden verpasst, doch dank Gretas Ring behält er seine Erinnerung. Unermüdlich versucht er, auch Tills Erinnerungen wachzurütteln, doch ohne Erfolg. Die Kinder müssen für den Meister arbeiten und seine Seidenraupen füttern. Der Meister ist schwach, muss sich demnächst verpuppen und transformieren. Die Kinder, deren Fäden schon lang genug sind um den Turm zu verlassen, müssen ihm die kostbarsten Erinnerungen der Menschen bringen. Wer versagt, wird bestraft. Um seinen Faden wachsen zu lassen, nimmt Caspar Gretas Ring immer wieder für kurze Zeit ab, schreibt sich aber eine Nachricht, die ihn daran erinnert, ihn wieder aufzusetzen. Sobald sein Faden lang genug ist, will er mit Till fliehen. Greta schickt ihm die zahme Ester Elsa mit einer Nachricht. Ein Monat ist draußen vergangen, und Caspars Eltern sind krank vor Sorge um ihn. Caspar und Till haben sich mittlerweile mit einigen der anderen Kinder angefreundet, daher misslingt ihr erster Fluchtversuch als sie endlich raus dürfen, denn sie können ihre Freunde, die in Schwierigkeiten sind, nicht zurücklassen. Beim zweiten Mal „verlaufen“ sie sich und stehen plötzlich wieder vor dem Turm. Der Meister hat die Fäden fest in der Hand. Es gibt kein Entkommen. Caspar entdeckt eine Bibliothek im Turm und eine Menge Verträge. Die Familie Winter schloss nicht als Einzige einen Handel mit dem Meister. In einem der Schriftstücke entdeckt er eine Möglichkeit, Till zu retten. Er nimmt all seinen Mut zusammen, tritt vor den Meister und bittet Till frei. Der Meister ist bereit, Till gehen zu lassen, wenn Caspar eine Aufgabe für ihn erfüllt … .
Eine fantastische Geschichte der besonderen Art, die mich bis zum Schluss gefesselt hat!
Viel Spaß beim Lesen!!!

Buch bestellen?

"Zirkus Mirandus"

Magie gibt es wirklich: "Zirkus Mirandus"!

Cassie Beasley, übersetzt von Wieland Freund und Andrea Wandel
Zirkus Mirandus
978-3-407-82167-6
Beltz Verlag
Alter: 10+

Der zehnjährige Micah lebt bei seinem Großvater Ephraim, da seine Eltern bei einem Bootsunfall ums Leben kamen. Seit er ein ganz kleiner Junge war, hat ihm sein Großvater Geschichten vom Zirkus Mirandus erzählt, Geschichten voller Wunder. Als Ephraim selbst ein Junge von zehn Jahren war, kämpfte sein Vater im Krieg. Eines Tages sah Ephraim den Zirkus und betrat eine magische Welt. Er lernte dort einen Magier kennen, der sich „der Mann, der das Licht krümmt“ nennt. Der erschuf für ihn und die anderen Kinder im Zirkus wundervolle Traumwelten. Weil der kleine Ephraim dem Lichtkrümmer einen tollen, neuen Knotentrick zeigte, gewährte der ihm einen Wunsch. Ephraim entschied jedoch damals, diesen Wunsch aufzusparen, bis er ihn auch wirklich brauchen kann. Im Zirkus lernte er auch Victoria, die „Vogelfrau vom Amazonas“, seine spätere Ehefrau, kennen. Jetzt liegt der Großvater im Sterben und gesteht Micah, dass seine fantastischen Geschichten über den Zirkus, die wie Märchen klingen, allesamt wahr sind. Tante Gertrudis, Großvaters schreckliche Schwester, die seit kurzem bei den beiden wohnt, meint, dass das alles gefährlicher Unsinn sei, den der ihr „dementer“ Bruder seinem Enkel da eintrichtere. Sie tut alles, um die beiden voneinander fern zu halten. Frustriert zieht sich Micah in sein halbfertiges Baumhaus zurück, wo im bald seine Freundin Jenny Gesellschaft leistet. Die beiden müssen in der Schule ein Referat über die Inka-Kultur halten. Micah erzählt ihr von dem Zirkus. Jenny ist zwar das klügste Mädchen der Schule, doch leider fehlt es ihr an Fantasie. Sie glaubt nicht an Magie. Dann trifft Papageiendame Chintzy ein, die Botin des Lichtkrümmers, um dessen baldige Ankunft zu verkünden. Micah erhält eine verschlüsselte Botschaft, er möge um Mitternacht dem Wind folgen, der wird ihn zum Zirkus führen. Er erzählt seinem Großvater davon, den dies sehr glücklich macht, nicht jedoch aber die Tatsache, dass Micah unbedingt Jenny mitnehmen will. Micah ist überzeugt, dass mit Großvaters Wunsch alles wieder gut wird. Großvater wird wieder gesund werden, und die furchtbare Tante Gertrudis wird endlich verschwinden. Micah kommt gar nicht auf die Idee zu fragen, was sich der Großvater tatsächlich wünscht. Nachts schleichen sich die Kinder heimlich davon, und Micah entdeckt den Zirkus. Jenny kann ihn zunächst gar nicht sehen, weil sie ihn nicht sucht und nicht an ihn glaubt. Als seine Begleitung darf sie das Zirkusgelände betreten, obwohl sie sich schnell bei allen unbeliebt macht. Hinter jedem Funken Magie vermutet sie einen wissenschaftlich belegbaren Trick. Zirkusdirektor Mr. Haupt ist davon nicht angetan. Als sie endlich den Lichtkrümmer treffen, erzählt der ihnen, wie Victoria damals den Zirkus verließ, und das ist keine schöne Geschichte. Micah ist enttäuscht von seiner Oma. Leider muss der Lichtbringer gestehen, dass er zwar unglaubliche Illusionen erzeugen, jedoch nicht den Tod besiegen kann. Micah verliert den Mut, doch Jenny, die langsam an Magie zu glauben beginnt, will nicht aufgeben. Der Lichtkrümmer ist uralt, und der Zirkus existiert doch angeblich schon seit 500 v.C., das klingt nach Unsterblichkeit. Kräuterfrau Rosenknospe gibt Micah einen Tee mit. Der sorgt dafür, dass Großvater aufstehen und mit Micah ins Kino gehen kann, obwohl Micah ja eigentlich von Tante Gertrudis Hausarrest aufgebrummt bekommen hat. Doch dann geht es Großvater wieder schlechter. Micah macht sich auf, um den Lichtkrümmer zu holen, doch ihm wird der Einlass zum Zirkus verwehrt … .
Eine wundervolle Geschichte voller Magie, die mich bis zur letzten Seite begeistert hat!
Viel Spaß beim Lesen!!!

Buch bestellen?
https://ravensbuch.de/shop/item/9783407821676