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Mittwoch, 31. Januar 2018

"Nacht über Frost Hollow Hall"

Geheimnisvoller Spuk im Herrenhaus: "Nacht über Frost Hollow Hall"!

Emma Caroll, übersetzt von Gerda Bean
Nacht über Frost Hollow Hall
978-3-522-18450-2
Thienemann Verlag
Alter: 10+

1881: Die zwölfjährige Tilly und ihre Familie sind arm. Die Mutter arbeitet als Näherin, Tilly hilft in der Dorfschule aus, ihre Schwester Eliza arbeitet in einer Fabrik, und der Vater hat einen Job bei der Eisenbahn. Doch er ist lange nicht nachhause gekommen, und Eliza vermutet, dass er sich nach Amerika abgesetzt hat. Eines Tages fordert Will Potter, der rotzfreche Sohn des Metzgers und Schwarm aller Mädchen, Tilly zu einer Mutprobe heraus. Sie laufen Schlittschuh auf einem See, der auf dem Privatgelände von Frost Hollow Hall liegt. Vor zehn Jahren ist Christopher, genannt Kit, der Sohn des Lords, dort ins Eis eingebrochen und ertrunken. Nun bricht auch Tilly ins Eis ein, doch ein wunderschöner Junge, entweder ein Engel oder ein Geist, rettet sie. Später träumt sie von ihm. Er will, dass sie die Wahrheit über seinen Tod enthüllt, damit er in Frieden ruhen kann. Im Saum ihres Kleides findet sie einen goldenen Ring, Kits Ring! Sie überredet Will, sie zu Kits Grab zu führen. Die beiden werden auf dem Gelände erwischt und wegen unbefugtem Betretens zu Strafarbeiten gezwungen. Als Tilly erfährt, dass nicht nur ihr Vater die Familie verlassen hat, sondern auch Eliza gegangen ist, beschließt sie, eine dauerhafte Arbeit auf Frost Hollow Hall anzunehmen. Zum Glück wird dort gerade ein Hausmädchen gesucht. Mit den 5 Schilling, die sie im Herrenhaus verdienen wird, kann Tilly ihre Mutter vor dem Armenhaus bewahren. Außerdem kann sie so auch gleichzeitig vor Ort Nachforschungen zu Kits Tod anstellen. Tilly freundet sich schnell mit Gracie an, mit der sie sich ein Zimmer teilt. Die anderen sagen, Gracie sei ungeschickt und würde massenhaft Geschirr zerbrechen, doch Gracie schwört, das Geschirr habe sich von allein bewegt. Außerdem meidet sie die Hintertreppe, weil sie sich dort verfolgt fühlt. Tilly erlebt den Spuk am eigenen Leib und wundert sich, denn solche Aktionen passen nicht zu dem lieben, schönen Jungen aus ihren Träumen. Ist hier noch ein anderer Geist am Werk? Die Haushälterin glaubt nicht an Spuk, doch die Köchin hat einmal eine Tasse schweben gesehen. Tilly kommt einigen Leuten im Haus vertraut vor, aber wem sieht sie ähnlich? Sie lernt den Lord und die Lady kennen. Die Lady trägt noch immer schwarz. Sie trauert seit 10 Jahren. Seither wurde in Kits Zimmer nichts verändert. Seine Sachen sind überall verstreut, das Bett ungemacht. Im Kamin muss stets ein Feuer brennen und die Waschschüssel jeden Morgen neu gefüllt werden, als könne Kit jeden Moment zur Tür herein kommen. Die Lady veranstaltet eine Seance mit einem Medium, um Kontakt mit ihrem Sohn aufzunehmen und bezieht Tilly mit ein. Tatsächlich erscheint ein Geist, aber es ist nicht Kit. Als der Geist sich Tilly als Ada zu erkennen gibt, wird die Lady wütend, feuert Tilly, und setzt sie mitten in der Nacht vor die Tür. Tilly verirrt sich im Schnee, schläft ein und träumt wieder von Kit. Sie muss zurück und die Verbindung zwischen Kit und dieser Ada finden. Will, der sie halb erfroren im Schnee findet, kommt mit. Sie brechen in das Herrenhaus ein. Aus den Notizbüchern der Haushälterin erfahren sie, dass Ada ihre Tochter war. Ada war eng mit Kit befreundet, enger, als es sich für Kinder unterschiedlichen Standes gehörte. Ada wurde eines Tages schwer krank. Sie starb an Scharlach, am gleichen Tag, als auch Kit starb. Leider fehlt im Notizbücher die entscheidende Seite. Wird Tilly trotzdem die ganze Wahrheit herausfinden? Immerhin müssen zwei Geister Erlösung finden, und zwei Mütter müssen lernen loszulassen … .
Eine Geschichte voller Geheimnisse, genau richtig für abenteuerlustige Leserinnen!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Siri und die Eismeerpiraten"

Eiskaltes Abenteuer: "Siri und die Eismeerpiraten"!

Frida Nilsson, übersetzt von Friederike Buchinger
Siri und die Eismeerpiraten
978-3-8369-5920-9
Gerstenberg Verlag
Alter: 10+

Die zehnjährige Siri und ihre jüngere Schwester Miki leben mit ihrem alten, gebrechlichen Vater auf einer Insel im Eismeer. Im Eismeer treibt der Pirat Weißhaupt mit seinem Schiff „Schneerabe“ sein Unwesen. Er raubt Kinder, um sie in seiner Diamantmiene arbeiten zu lassen. Sie werden dort von seiner Tochter, die Diamanten statt Zähne hat, bewacht. Die restliche Beute seiner Raubzüge überlässt Weißhaupt großzügig der Mannschaft, er will nur die Kinder. Eines Tages wird Miki beim Beeren pflücken von Weißhaupts Leuten verschleppt. Niemand aus dem Dorf hat den Mut, zu einer Rettungsmission aufzubrechen, außer ihrem Vater. Siri weiß jedoch, dass der das in seinem Zustand unmöglich packt und zieht heimlich allein los. Auf einem Frachtschiff freundet sie sich mit dem Schiffskoch Fredrik an. Der Rest der Mannschaft lacht nur über sie und ihre Mission, und der Kapitän will sie los werden. Fredrik jedoch will ihr helfen, und so eine alte Schuld abtragen. Er konnte nämlich seiner eigenen Schwester Hanna, die als Kind ebenfalls von Weißhaupt entführt wurde, nicht helfen, bzw. war zu „feige“, sie zu retten. Fredrik und Siri besorgen Vorräte und Munition, doch der Kapitän legt Siri herein und lässt sie, eingesperrt in einem Lagerschuppen, auf den Wolfsinseln zurück. Siri trifft die Jägerin Nanni, die Wölfe erschießt und dann das Fell und die Welpen verkauft. Vor allem Welpen werden gut bezahlt, da die Reichen sie gern als „Schlittenhunde“ missbrauchen. Siri schießt zum ersten Mal in ihrem Leben mit einem Gewehr, um Nanni vor einem angreifenden Wolf zu retten. Am Hafen kapern ein paar Männer ein Schiff, und Siri schleicht sich mit an Bord, um ihre Reise fortzusetzen. Bei einem Sturm wird sie jedoch entdeckt, und die Männer wollen sie Weißhaupt ausliefern, überlegen es sich dann aber anders und werfen sie über Bord. Siri strandet auf einer einsamen, verschneiten Insel. Sie baut aus Teilen eines alten Schiffes eine Signalfahne. Dann macht sie Bekanntschaft mit dem Baby einer Meerjungfrau. Sie kümmert sich um den Kleinen und gewinnt ihn richtig lieb, doch sie kann ihn auf ihre Mission schlecht mitnehmen. Zum Glück taucht seine Mutter irgendwann auf.
Als das Meer zufriert, geht Siri über das Eis und findet durch Zufall die „Schneerabe“. Doch dann stürzt sie und kommt im Haus von Einar und seiner Mutter zu sich. Einar hält heimlich ein Walhuhn im Schuppen und will es zum Fische fangen abrichten. Siri trifft Fredrik wieder und erfährt, dass das Frachtschiff gesunken ist. Nur der Kapitän hat überlebt. Fredrik ging zum Glück schon vorher von Bord. Siri und Fredrik finden heraus, wo die „Schneerabe“ liegt, werden jedoch von den Piraten erwischt. Sie nehmen erst Fredrik gefangen, dann Siri. Siri muss in der Kohlegrube (eine Diamantmiene gibt es nicht, und Weißhaupts Tochter hat auch keine Diamant-Zähne) arbeiten. Dort ist auch Miki, die als Kleinste und Schwächste einen schweren Stand hat und immer die Kohle sortieren muss. Weißhaupt will immer nur ein einziges Stück Kohle, das Härteste. Er hat eine Maschine gebaut, die aus der Kohle mit Hitze und Druck Diamanten machen soll, bisher hat es aber noch nie geklappt. Siri macht sich Sorgen um Fredrik, der erschossen werden soll, wenn er sich nicht freiwillig den Piraten anschließt. In einem Gespräch mit Weißhaupts Tochter Taube erfährt sie, dass diese gar nicht Weißhaupts leibliche Tochter ist. Sie wurde „adoptiert“/entführt und ist niemand anderes als Fredriks Schwester Hanna! Siri gelingt es, sie auf ihre Seite zu ziehen, um Fredrik zu helfen … .
Ein spannendes Abenteuer mit einer mutigen und sympathischen Heldin!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Celfie und die Unvollkommenen"

Sie kommen aus dem reich der Fantasie: "Celfie und die Unvollkommenen"!

Boris Pfeiffer
Celfie und die Unvollkommenen
978-3-440-15194-5
Kosmos Verlag
Alter: 12+

Der machthungrige Geschäftsmann Glenn Single Despott will nichts Geringeres als die Weltherrschaft. Wenn er erst die Gedanken und Ideen aller Menschen kontrolliert, kann ihn nichts mehr stoppen. Als Teil seines finsteren Planes denkt er sich das Mädchen Celfie Madison aus. In Farbek, dem Reich der Fantasie, wo alles bunt ist und es keine Zeit gibt, erwacht sie zum Leben. Glenn entführt sie in die Realität, doch sie entkommt ihm, was Glenn jedoch nicht weiter beunruhigt. Sie wird schon tun, wozu er sich geschaffen hat. Er beobachtet sie. Celfie irrt durch die, ihr fremde, graue Welt. Da bemerkt sie einen Farbfleck, ein Graffiti, das prompt zum Leben erwacht. Die grüne Maus nennt sich selbst Fluschfummel und dankt Celfie, dass sie sie geweckt hat. Die beiden werden Freundinnen. Gemeinsam wollen sie sich in der Kanalisation verstecken. Celfie ist entsetzt über die dortigen Graffiti, die mit Namenszügen übermalt oder ganz ausgelöscht wurden. Viele Figuren sind ihr vertraut, aus Farbek. Glenn schickt Celfie seinen Handlanger, den Maler Hugo Gelbstift, hinterher. Er soll Celfie einen „Streich“ spielen und Fluschfummel für ihn stehlen. Glenn lacht sich ins Fäustchen, denn sein Plan scheint aufzugehen. Celfie will noch mehr Bilder zum Leben erwecken. Leider weiß sie nicht so recht wie. Mithilfe ihrer Freundin Flusch schafft sie es, Aargh zu erwecken, ein Wesen mit einer Flügel-Krone, aber nur einem Bein, das beim Sprechen die Buchstaben der Wörter vertauscht. Doch Aargh bekommt Angst und läuft weg. Gelbstift versucht indessen zu beweisen, dass Celfie keine Gabe hat. Wenn er Glenn zeigen kann, dass Flusch nur eine normale Maus ist, die in grüne Farbe gefallen ist, wird Glenn sicher das Interesse an Celfie verlieren und ihm und seinem Nanoschrift-Projekt, mit dem er die Menschen manipulieren will, wieder mehr Aufmerksamkeit widmen. Der junge, obdachlose Sprayer Kyle traut seinen Augen nicht, als sein jüngstes Werk Aargh plötzlich lebendig vor ihm steht. Aargh ist wütend, weil Kyle ihm nur ein Bein (die Farbdose war leer) gegeben hat. Mit dem Versprechen, dass Glenn ihm ein zweites Bein verschaffen kann, lockt Gelbstift Aargh zu seinem Boss. Celfie und Flusch retten Kyle, der kurz davor ist, im Kanal zu ertrinken, und er schließt sich ihnen an. Sie wollen wissen, welchen Plan Glenn verfolgt. Warum schickt er plötzlich Putzkolonnen los, die die ganze Stadt von Graffiti säubern? Mit dem Licht ihrer Augen und der Hilfe ihrer neuen Freunde gelingt es Celfie, einige der Bilder, die sie aus Farbek kennt, zum Leben zu erwecken und vor der Vernichtung zu bewahren. Zu ihnen gehören unter anderem Zittermesser und Kopfhörerdrache. Sie berichten Celfie, dass sie schon in Farbek mit ihr am „Glenn-Problem“ gearbeitet haben, was Celfie allerdings vergessen hat, als sie in die Menschenwelt kam. Glenn kam sterbend nach Farbek und brachte Zeit, Angst und Tod mit sich. Er kehrte zwar ins Leben und die Realität zurück, doch ein Teil von ihm blieb. Glenn ist besessen von Farbek. Kontrolliert er erst die Welt der Fantasie, kontrolliert er auch die Realität. Er plant einen Propheten nach Farbek zu schleusen, der ihn dort als alleinigen Erschaffer preisen soll. Er soll verkünden, dass es Gut und Böse gibt, und Glenn sei der, der die Welt gut macht. Der ängstliche Aargh scheint wie geschaffen für diese Aufgabe. Die Wesen in Farbek sind fröhlich und unbeschwert, doch Angst wird Löcher in ihre Herzen reißen, die Glenn mit Lügen füllen wird. Celfie und ihre Freunde treffen gerade bei Glenns Wolkenkratzer ein, als der einen Tunnel nach Farbek öffnet … .
Ein geniales, spannendes Fantasy-Abenteuer mit einer außergewöhnlichen Heldin!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 24. Januar 2018

"Boy in a White Room"

Ich denke, also bin ich: "Boy in a White Room"!

Karl Olsberg
Boy in a White Room
978-3-7855-8780-5
Loewe Verlag
Alter: 14+

Der fünfzehnjährige Manuel erwacht ohne Erinnerung in einem weißen Raum. Computerstimme Alice verschafft ihm Zugang zum Internet und Manuel findet heraus, dass er der Sohn eines Hamburger Millionärs ist. Einbrecher haben Manuels Mutter ermordet und Manuel schwer verletzt. Sein Körper ist praktisch tot, doch sein Geist noch aktiv. Sein Vater hat modernste Technik genutzt und keine Kosten und Mühen gescheut, um eine virtuelle Realität für seinen Sohn zu schaffen. Er hat sogar Peter Jackson kontaktiert, um eine perfekte Simulation von „Mittelerde“ zu kreieren, da sein Sohn immer ein großer „Herr der Ringe“-Fan war. Manuels Begeisterung darüber hält sich aber in Grenzen. Statt in „Mittelerde“ Abenteuer zu erleben, schaut sich Manuel lieber die Realität via EyeStream an und versucht so, seinen Erinnerungen auf die Sprünge zu helfen. Vaters Assistent Pieter hilft ihm, wo er kann. Manuel sieht zwar die Welt, aber kann sie nicht erleben. Immer wieder taucht eine Frau in Weiß in verschiedenen Streams auf, und scheint ihn durch die Kameras direkt anzublicken. Manuel sieht außerdem ein ihm bekannt vorkommendes Mädchen im Stream. Er nimmt Kontakt mit dieser July2001 bzw. Julia auf. Sie behauptet, sie sei seine Schwester, doch sein Vater hatte ihm erzählt, er sei Einzelkind. Manuel weiß nicht mehr, wem er vertrauen kann. Sein Vater verbietet ihm, noch einmal mit irgendjemandem da draußen Kontakt aufzunehmen. Er stellt ihm die Psychologin Eva zur Seite, die sagt, es sei unwahrscheinlich, dass er je seine Erinnerung wieder gewinnen wird. Sowohl Eva als auch sein Vater drängen Manuel ständig zu einem Abenteuer in „Tolkins Märchenland“. Schließlich gibt er nach und stimmt einem Ausflug nach „Mittelerde“ zu. Pieter kommt auch mit. Sie geraten in einen Hinterhalt der Orks. Die geheimnisvolle Frau in Weiß taucht auch in Mittelerde auf. Wer ist sie? Die sexy Elbin Alandil verarztet Manuel nach dem Kampf mit den Otks. Hinter ihr verbirgt sich Katrin aus dem Designentwicklungsteam, daher wirkt sie so realistisch. Manuel ist sauer, fühlt sich betrogen und benutzt und will lieber ins weiße Zimmer zurück. Mithilfe einer Drohne spürt er Julia auf. Bei ihr ist Marten, ein Ex-Mitarbeiter seines Vaters, der ihn warnt, nichts sei so wie es zu sein scheint. Marten will ihm einen Code übermitteln, doch Manuels Vater unterbricht die Verbindung. Er beobachtet jeden von Manuels Schritten. Er warnt Manuel vor Marten und meint, Marten sei möglicherweise der Mörder seiner Mutter. Manuel weiß nicht, wem er von den beiden er glauben und wem er trauen soll. Ist der Mann, der sich als sein Vater ausgibt überhaupt sein Vater? Manuel entdeckt in Streams versteckte Botschaft von Marten, die als Graffiti in der Stadt verteilt sind. Der Code, der sich daraus ergibt, lautet: Cogito ergo sum. Manuel versucht, sich nichts anmerken zu lassen. Sein Vater und Eva wollen ihn erneut nach „Mittelerde“ zurück locken, doch Manuel konfrontiert sie mit seinen Zweifeln und fragt, wer Julia ist. Als er den Code laut sagt, bringt der ihn aus weißem Raum zu Marten, und der sagt ihm die ganze Wahrheit. Manuel sei Teil eines illegalen Experiments und würde als „Laborratte“ gefangen gehalten. Julia und Marten wollen ihn/ seinen Körper befreien. Die Zeit drängt, denn sein sogenannter Vater will eine Gehirnoperation an ihm durchführen lassen. Doch sagen sie ihm wirklich die Wahrheit? Als Manuel frei und in seinem Körper ist, begreift er, dass er ein Gefängnis gegen ein neues eingetauscht hat. Auch wird ihm klar, dass er bisher die falschen Fragen gestellt hat … .
Absolut genial! Hier ist nichts, wie es scheint. Ich konnte gar nicht aufhören zu lesen!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Cloud"

Gefährliche Freundschaft: "Cloud"!

Claudia Pietschmann
Cloud
978-3-401-60349-0
Arena Verlag
Alter: 12+

Die sechzehnjährige Emma trauert um ihren kleinen Bruder Ethan, der bei einem Sturz vom Dach ums Leben kam. Nach Ethans Tod zieht die Familie in ein hochmodernes „SmartHome“. Emmas Eltern streiten nur noch und geben sich gegenseitig die Schuld an Ethans Tod, bis der Vater eines Tages auszieht. Die Eltern versuchen, sich mit Konzertkarten etc. bei Emma einzuschleimen. Im Internet freundet sich Emma mit Paul an. Er ist der Einzige, der sie wirklich versteht. Mit ihm kann sie über alles reden. Seine Mutter ist an Krebs gestorben. Er weiß, wie Emma sich gerade fühlt. Dann gibt es da aber noch Matt, Emmas besten Kumpel und ehemaligen Nachbarn, der sie sehr gern hat. Er geht mit ihr Joggen und stellt einen Trainingsplan auf, da sie nach Monaten ohne Training ziemlich außer Form ist. Matt hält überhaupt nichts von Emmas neuer Internetbekanntschaft. Er macht seine Sorgen deutlich, dass dieser Paul ein Spinner sein könnte. Vielleicht ist er aber auch nur eifersüchtig. Paul lebt in Schottland und Emma in London. Trotzdem würde sie ihn gern einmal besuchen. Sie hat sich, ohne es zu wollen, in ihn verliebt. Leider ist seine Internetverbindung unzuverlässig und er ist manchmal ewig offline. Da er keine Webcam hat, skypen die beiden, ohne einander zu sehen. Obwohl Paul irgendwie hinterm Mond zu leben scheint (weder weiß er, was ein „SmartHome“ ist, noch hat er je von Emmas Lieblingssängerin Adele gehört, er weiß nicht einmal sein eigne Mail-Adresse, weil er sie so selten benutzt) so kennt er sich doch ungewöhnlich gut mit Clouds aus. Als Emma kurz vorm Verzweifeln ist, weil Ethans Bilder aus der Foto-Cloud der Familie verschwunden sind, bietet er seine Hilfe an. Er braucht nur Emmas Passwort. Emma filmt ihren Alltag für Paul. Der überrascht sie daraufhin, indem er ihre Kaffeemaschine aus der Ferne programmiert. Emma hatte nämlich nicht nur ihre Küche, sondern auch versehentlich den Zettel mit dem Master-Passwort des Hauses gefilmt. Als Matt nach Schottland fährt, um seine Oma zu besuchen, kommt Emma mit, um Paul zu überraschen. Sie will ihn endlich sehen, ihn umarmen, vielleicht sogar küssen. Dann der große Schock: Pauls Vater öffnet ihm die Tür und meint, sein Sohn sei bereits seit 5 Jahren tot! Er ist Wissenschaftler und hat es geschafft, alles, was seinen Sohn ausmachte, all seine Erinnerungen und sein Wissen (und seine Seele?), in eine Cloud hochzuladen. Emma ist verwirrt. Sie antwortet daraufhin nicht mehr auf Pauls Nachrichten. Als Paul nicht aufgibt, konfrontiert sie ihn mit der Wahrheit. Er wusste nichts davon. Er dachte, er läge noch immer todkrank im Bett, und das Internet sei seine einzige Verbindung zur Außenwelt. Paul mag zwar tot sein, aber er hat immer noch Gefühle. Er sagt Emma, dass er sie liebt, doch Emma glaubt nicht, dass eine solche Beziehung eine Chance hat. Immer öfter denkt sie an Matt. Sie tanzt mit ihm auf einer Party, er spielt ihr Lieblingslied am Klavier, sie besucht ihn und sie küssen sich. Paul gefällt das nicht. Er überwacht und kontrolliert Emma rund um die Uhr, jetzt, wo er seine Möglichkeiten erkannt hat. Er dreht die Heizung auf, sobald sie friert, erinnert sie ans Training, kritisiert ihre Ernährung, hackt den Schulcomputer, um ihr bei der Mathe-Arbeit zu helfen, hat direkten Draht zu ihrer Pulsuhr und folgt ständig ihrem GPS-Signal. Er weiß so immer, wann und wie lange sie bei Matt war. Das wird Emma langsam unheimlich. Paul übernimmt die Kontrolle über ihr Haus und sperrt Emma ein. Er will um jeden Preis mit ihr zusammen sein. Emma hat Todesangst!
Eine faszinierende Geschichte! Da fragt man sich, wie lange das noch Sience-Fiction ist!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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