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Mittwoch, 16. September 2015

"So kalt wie Eis, so klar wie Glas"

Das Geheimnis der Schneekugelmacher: "So kalt wie Eis, so klar wie Glas"!

Oliver Schlick
So kalt wie Eis, so klar wie Glas
978-3-7641-7043-1
Ueberreuter Verlag
Alter: 12+

Nach dem tragischen Unfalltod ihrer Mutter erfährt Cora von der Existenz ihres bis dahin totgeglaubten Großvaters Jacob, der als Schneekugelmacher in dem kleinen Dorf Rockenfeld lebt. Spontan beschließt sie, zu ihm, bzw. zu seiner etwas schrägen Freundin Elsa, zu ziehen und auf dem nahegelegenen Internat als externe Schülerin ihr Abi zu machen. Dort bekommt sie gleich Ärger mit ein paar reichen, ziemlich gestörten Schnöseln, freundet sich aber auch mit dem schwulen Moritz an. Die Schneekugeln ihres Großvaters faszinieren sie derart, dass sie beschließt, in seine Fußstapfen zu treten und ebenfalls Schneekugelmacherin zu werden. Das freut den Opa sehr, doch der Rest der Gilde, der schon hoffte, sich seine Werkstatt unter den Nagel reißen zu können, wenn er keinen Nachfolger findet, ist enttäuscht. Nachts sieht Cora seltsame Lichter im Wald. Und was hat es mit dem schmuddeligen Fremden Niklas auf sich, der plötzlich in Opas Werkstatt auftaucht? Cora und Moritz finden heraus, dass die Lichtsignale Botschaften zwischen einigen Schülern und ihrem Dealer sind, doch da gibt es auch noch seltsame, blaue Lichter, für die Cora keine Erklärung hat. Elsa erzählt ihr von Katharina, einer Freundin von Coras Mutter Simone, die 1991 spurlos verschwand. Opa Jacob stand damals unter Verdacht. Kurz darauf erlitt er einen Unfall und ist seither an den Rollstuhl gefesselt. Opa Jacob nimmt Cora offiziell als Lehrling auf, und sie stellt schon bald ihre erste Schneekugel fertig. Sie fragt sich, was es mit der „Unzerstörbaren“ auf sich hat, von der Opa und Niklas in einem, von ihr belauschten, Gespräch geredet haben. Es gibt da Gerüchte über die legendäre erste Schneekugel im Dorf, die Opas Vorfahr angeblich vom Teufel persönlich überreicht bekam und die unzerbrechlich sei. Schon bald muss Cora erkennen, dass das alte Märchen von der Wilden Jagd kein Märchen ist. Die böse Holle greift nach der Macht, doch dazu braucht sie die Kugel. Die brachte Niklas vor langer Zeit bei einem von Jacobs Vorfahren in Sicherheit. Inzwischen lernt Cora die Kugelmacherin Marlene kennen, die genau so bizarr ist wie ihre Kugeln. Außerdem bringt Moritz ihr das Eislaufen bei oder versucht es zumindest, denn sie hat keinerlei Talent, und Elsa verbreitet eine Überdosis Vorweihnachtsfreude. Dann trifft Cora der nächste Schicksalsschlag. Opa Jacob stirbt an einem Herzinfarkt. Cora fühlt sich schuldig, denn sie hatte ihn kurz vorher mit der Geschichte von Katharinas Verschwinden konfrontiert. Was das zu viel für sein Herz? Die anderen Kugelmacher wollen das Geschäft aufkaufen, doch Cora weigert sich. Dann erfährt von sie Niklas die ganze Geschichte, auch wer er wirklich ist. Er ist über 700 Jahre alt und gehörte einst zur Wilden Jagd, doch durch die Erinnerung an seine geliebte Schwester bewahrte er seine Menschlichkeit und hinterging Holle. Cora hat sich in Niklas verliebt und stiehlt ihm einen eiskalten Kuss. Nach dem Schneekugelfest tauchen überall blaue Lichter auf. Die Menschen sind verwirrt. Die Rauhnacht hat begonnen. Sie finden die Leiche der Schülerin Laura auf dem gefrorenen See, mit durchgeschnittener Kehle. Die Polizei ermittelt. Eine zweite Leiche stiftet Verwirrung. Es ist Katharina, die noch genauso aussieht wie damals, als sie verschwand. Dann bekommt die Holle Moritz in die Hände. Sie verlangt von Cora, dass sie ihr die Kugel und den Verräter Niklas ausliefert. Doch Cora hat ja nicht einmal eine Ahnung, wo diese verdammte Kugel ist … .
Was noch recht realistisch beginnt, wird bald zur spannenden Fantasy-Story! Auch die Romantik kommt nicht zu kurz, und besonders gefiel mir das schöne Ende.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 9. September 2015

"Dreckstück"

Aus Langeweile grausam: "Dreckstück"!

Clémentine Beauvais, übersetzt von Annette von der Weppen
Dreckstück
978-3-551-58337-6
Carlsen Verlag
Alter: 14+

Ein ganz gewöhnlicher Tag in Paris: Die Freunde David (der die Geschichte erzählt), Anne- Laure, Élise, Florian und Gonzague haben mal wieder keinen Bock auf Schule und beschließen kurzerhand, zu schwänzen. Sie holen sich erst mal was zu Essen beim Chinesen und machen sich dann auf den Weg zu Gonzague, um bei ihm abzuhängen. Gonzague hat nämlich eine eigene, kleine Wohnung, da seine Eltern irgendwo in der Dordogne leben, aber unbedingt wollen, dass er hier aufs Gymnasium geht. Als Gonzague etwas unachtsam die Straße überquert, wird er beinahe von einem Schwarzen auf einem Roller angefahren. Er schimpft auf den „dreckigen Neger, der nicht fahren kann“. Erinnerungen und Wut kommen hoch, auch bei den anderen, Wut auf den farbigen Gebrauchtwagenhändler, der ihrer Meinung nach die Schuld am Tod ihres Freundes Mathieu trägt, der bei einem Unfall ums Leben kam. Das Gespräch kommt auf Florians Bruder, der keinen Studienplatz bekommt, der „Abschaum aus der Vorstadt“ jedoch schon. All diese Gedanken sind in ihren Köpfen, als sie das kleine, schwarze Mädchen sehen. Sie ist mit ihrer Klasse auf dem Weg zum Schwimmbad, und die Freunde können deutlich die Läuse erkennen, die durch ihre krausen Haare krabbeln. Wie eklig! Dieses Dreckstück! Sie beschimpfen sie und nehmen sie, auf Anregung von Élise, kurzerhand mit, um sie zu entlausen. Das Mädchen weint. Sie ist kein Dreckstück. Alle in ihrer Klasse haben die Läuse. Sie sagt etwas in einer fremden Sprache, und sie blaffen sie an, dass sie in Frankreich gefälligst Französisch sprechen soll. In Gonzaques Wohnung machen sie das Radio an. Die Nachrichten drehen sich wieder einmal um ein Flüchtlingsdrama vor der Küste Korsikas. Dann folgt eine Meldung über die mögliche Entführung der sechsjährigen Elikya. Alle legen ihre Handys in eine Schublade, damit keiner die Bullen ruft. So ganz vertrauen sich die „Freunde“ wohl doch nicht. Elikyas Haare lassen sich nicht kämmen, also machen sie ihre Zöpfe auf und zupfen die Läuse heraus. Die Tierchen landen in einer Schale mit Essig, die sie später über den gebratenen Reis vom Chinesen gießen und den dann Elikya zu essen geben. Das Mädchen sträubt sich und weint. Sie will keine Läuse essen. Da immer noch Läuse auf ihrem Kopf übrig ist, schneiden sie ihr die Haare mit einer Nagelschere ab. Immer noch Läuse! Die Haare müssen ganz ab. Bevor jedoch die Haarschneidemaschine zum Einsatz kommt, halten sie inne. Die Nachbarn könnten das Geräusch hören. Élise und David gehen nach unten, um nachzusehen, ob überhaupt jemand da ist. Ein altes Ehepaar, er so gut wie blind und sie fast taub, hält sie für die bestellten Pfleger und bittet sie herein. Um keinen Verdacht zu erregen, helfen sie, die alte Frau zu baden. Als sie in Gonzagues Wohnung zurückkommen, ist das kleine Mädchen weg. Die anderen wollen ihnen nicht sagen, wo sie ist. Sie denken, sie hätten sie verraten, weil sie so lange weg waren. Was ist passiert? Und wo ist Elikya?
Ein wirklich verstörendes, kleines Buch! Es geht um ein paar gelangweilte Jugendliche, die völlig überreagieren und etwas Dummes und Grausames tun. Sie entführen ein Kind und foltern es. Dabei war es keine geplante Tat. Es ist einfach so passiert. Der Erzähler David wirkt von allem noch am harmlosesten, doch sonderlich sympathisch war mir keine der Figuren, mal abgesehen von der armen Elikya.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Train Kids"

Unterwegs in ein besseres Leben: "Train Kids"!

Dirk Reinhardt
Train Kids
978-3-8369-5800-4
Gerstenberg Verlag
Alter: 13+

Sie kommen aus Ländern wie Guatemala und El Salvador und hoffen auf ein besseres Leben in den USA: die Train Kids. Auf Güterzügen durchqueren sie Mexiko, und nur wenige erreichen ihr Ziel. Auch Miguel begibt sich auf diese gefährliche Reise. Er will zu seiner Mutter, die in Los Angeles lebt. Zusammen mit Fernando, Emilio, Angel und Jaz überquert er den Fluss nach Mexiko. Jaz ist das einzige Mädchen in der Gruppe. Sie hat sich jedoch aus Sicherheitsgründen als Junge verkleidet. Fernando kennt einen Mara, der sich „El Negro“ nennt. Der verspricht, ihn und seine Freunde heil durch den Süden Mexikos zu bringen. Vor den Maras haben alle Angst, selbst die gefährlichsten Banditen und die korrupte Polizei. Wer sich mit den Maras anlegt, lebt nicht lange. Viele der anderen, die auf den Zug nach Norden aufspringen, schaffen die erste Etappe nicht, die fünf Freunde jedoch haben Glück. Das nächste Stück müssen sie jedoch allein bewältigen, ohne „El Negro“ an ihrer Seite. Der Zug wird gestoppt, und sie werden von der Polizei aufgegriffen. Statt sie der Einwanderungsbehörde zu übergeben, nehmen ihnen die korrupten Polizisten ihr ganzes Geld ab. Miguel opfert das Ersparte seiner Schwester, das er in seinem Schuh versteckt hatte, damit er und die anderen sich etwas zu essen kaufen können. Sie übernachten in einer Bauruine, wo ihnen eine alter, besoffener Penner Gesellschaft leistet. Er versucht ihnen klarzumachen, dass sie die Reise nie lebend überstehen würden, und wenn doch, dass man sie in den USA nicht haben will. Doch Miguel und die anderen verlieren ihren Mut nicht. Am nächsten Tag springen sie auf den nächsten Zug. Weiter geht es, durch glühende Hitze. Fernando unterhält sie mit Gruselgeschichten, die angeblich alle wahr sind. Er erzählt von Leuten, die auf dem Zug vom Blitz getroffen wurden, im Schlaf vom Zug fielen, und von ganzen Zügen, die entgleisten und von Brücken stürzten. In einer Kleinstadt, wo sie einen Zwischenstopp einlegen, werden sie von der Polizei verfolgt und suchen in einer Kirche Zuflucht. Der Pater gehört zu den wenigen Menschen, die den Train Kids wohlgesonnen sind. Er gewährt ihnen Obdach und gibt ihnen Kleidung und Essen. Mit dem nächsten Zug geht es über die Berg Richtung Norden. Auf dem Dach ist es kalt, doch Klebstoff-Schnüffeln hält warm. Der alte Alberto gesellt sich zu den Freunden, doch er ist ein Bandit und linkt sie. Sie verlieren alles, sogar die Schuhe, und Emilio wird von Alberto und seinen Kumpanen vom Zug geworfen. Sie springen ab und suchen verzweifelt nach ihm. Ist er tot? Bald sind sie wieder unterwegs, doch nur noch zu viert. Der Güterzug wird von einer Bande gefährlicher Drogenhändler gestoppt und die vier werden von ihnen gefangen genommen. Sie wollen Lösegeld erpressen, und die Freunde sollen Adressen und Telefonnummern ihrer Familien rausrücken. Dank dem mutigen Angel können sie sich befreien und fliehen, doch Angel beschließt, nicht weiter mitzukommen, sondern umzukehren und nachhause zurückzukehren. In einer Herberge verabschieden sie sich. Die verbliebenen drei Freunde schaffen es tatsächlich bis zur Grenze. Doch wie soll es nun weitergehen? Sie haben kein Geld, um einen Coyote, einen Schlepper, zu bezahlen. Fernando hat einen Plan. Er hat in der Stadt noch eine Rechnung mit jemandem offen. Das restliche Geld werden sie schon irgendwie zusammen bekommen. Werden die drei ihr Ziel jemals erreichen?
Eine spannende Story, die auf Tatsachen beruht! Die Train Kids gibt es wirklich. Im Anhang des Buches findet ihr eine Menge interessante Sachinformationen zu dem Thema.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Der Tiger in meinem Herzen"

Eine Geschichte aus Kambodscha: "Der Tiger in meinem Herzen"!

Patricia McCormick, übersetzt von Maren Illinger
Der Tiger in meinem Herzen
978-3-596-85580-3
Fischer KJB Verlag
Alter: 14+

Früher, als Arns Vater noch lebte, war seine Familie reich. Jetzt reicht das Geld nicht einmal mehr für den Besuch einer guten Schule, und Arn muss in die Tempelschule gehen. Er verdient sich etwas Geld, indem er Eis und andere Dinge verkauft, geht gern ins Kino und spielt mit seinen Freunden Krieg. Als der echte Krieg vorbei ist, ist Arn froh. Noch ahnt er nicht, dass er keinen Grund zur Freude hat. Arn ist elf Jahre alt, als 1975 die Roten Khmer in seinem Heimatland Kambodscha die Macht übernehmen. Arn, seine Tante und seine Geschwister müssen ihr Zuhause verlassen und auf dem Feld Zwangsarbeit leisten. Angeblich können sie nach drei Tagen wieder zurück, doch es vergehen Wochen. Alle müssen schwarze Kleidung tragen. Alle sind gleich. Die, die früher zur Elite gehörten, werden weggebracht und kommen nicht zurück. Alle Wertgegenstände müssen abgegeben werden. Das gehört jetzt alles der Angka. „Die Angka wird für Euch sorgen.“, heißt es. Arn hat keine Ahnung, wer oder was diese Angka sein soll. Die Familie hungert. Jede Familie bekommt nur eine halbe Dose Reis am Tag, und Arns Tante streckt die Suppe mit Dreck. Arn wird von seiner Familie getrennt und kommt in ein anderes Lager, wo nur Kinder seines Alters sind. Wieder muss er auf dem Feld arbeiten. Sie bauen Reis an, aber der wird fort gebracht. Sie selbst bekommen nur wässrige Suppe zu essen. Die Kinder hungern und werden krank. Viele haben Malaria oder starken Durchfall. Einige fallen einfach bei der Arbeit tot um. Als Arn sich vor der Arbeit drückt, wird er von einem anderen Jungen verraten und muss die Nacht auf dem Leichenberg verbringen. Hier ist sich jeder selbst der Nächste. Hinter dem Lager, in einem alten Stall, befindet sich ein Gefängnis. Täglich werden Leute hingerichtet. Der Tod ist allgegenwärtig. Eines Nachts sieht Arn einen Jungen am Leichenberg, der am Arm eines Toten nagt. Die Anführer verspeisen die Lebern der Getöteten. Arn und einige andere Kinder werden auserwählt, Musik zu machen, wenn die neuen Anführer zur großen Versammlung kommen. Arn ist musikalisch, immerhin war sein Vater einst Operndirektor, doch die anderen tun sich schwer. Auch nach der Versammlung müssen sie nun jeden Tag musizieren. Laute, schnelle Propaganda-Lieder. So laut, dass man die Hinrichtungen nicht mehr hört. Die Jahre, vergehen, die Anführer wechseln, das Leben und Sterben geht weiter. Dank der Musik gelingt es Arn zu überleben. Doch dann kommen die Vietnamesen! Arn und viele der anderen Kinder werden als Kindersoldaten zwangsrekrutiert. Die Vietnamesen kommen mit Panzern, Kanonen und ausgebildeten Soldaten. Arn und die anderen sind nur kleine Jungs mit großen Gewehren. Um zu überleben, muss Arn töten. Die Menschen in den Dörfern sehen ihn an wie einen Mörder, wie einen der Roten Khmer, doch er hat keine Wahl. Er sieht schreckliche Dinge. Die einzige Chance, dem Krieg zu entkommen, ist die Flucht nach Thailand. Thailand ist ein Land, wo die Menschen nicht hungern und bunte Kleider tragen. Arn gelingt es tatsächlich, über die Grenze zu kommen, und er landet in einem Flüchtlingslager. Er und viele andere dort sind krank und halb verhungert. Ins Lager kommt oft ein Mann, den Arn den „weißen Jesus-Mönch“ nennt. Sein wirklicher Name ist Peter Pond, und er nimmt Arn mit nach Amerika, wo ein neues Leben auf ihn wartet … .
Dies ist eine wahre Geschichte! Heute kämpft Arn Chorn-Pond für die Menschenrechte! Ich muss zugeben, dass ich bisher nicht wirklich etwas über den Völkermord in Kambodscha wusste, und fand Arns Geschichte sehr interessant und bewegend.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 2. September 2015

"Mein Bruder ist ein Superheld"

Superkräfte wider Willen: "Mein Bruder ist ein Superheld"!

David Solomons, übersetzt von Ebi Neumann
Mein Bruder ist ein Superheld
978-3-8489-2059-4
Aladin Verlag
Alter: 10+

Alles beginnt an einem ganz normalen Tag, als sich der elfjährige Luke und dessen älterer Bruder Zack in ihrem Baumhaus aufhalten. Es wäre wohl ganz anders gekommen, wäre Luke nicht mal eben kurz pinkeln gegangen. Denn genau da tauchen Aliens aus einem Paralleluniversum auf und verleihen seinem Bruder Superkräfte. Zack soll die Welt und sämtliche Universen retten, indem er die nahende „Nemesis“ besiegt. Luke ist sauer. Er ist doch hier der Comic- und Superhelden-Fan! Zack zeigt mehr Interesse an Mathe-Hausaufgaben und dem hübschen Nachbarmädchen Cara Lee. Luke muss seinem Bruder erst mal zeigen, wie man sich als Superheld benimmt. Man darf z.B. seine Kräfte nicht missbrauchen, um seiner Mutter in der Küche beim Kartoffelschälen zu helfen. Zack wählt den Superheldennamen „Star Typ“. Leider weigert er sich, ein Cape zu tragen und bevorzugt einen schwarzen Kapuzenpulli. Wenigstens trägt er die Sternen-Brosche, die Luke ihm aus alter Weihnachtsdekoration gebastelt hat, damit jeder sehen kann, dass er „Star Typ“ ist. Luke schleppt Zack mit in den Comicbuchladen, damit der sich da schlau machen kann. Als sie nach dem Besuch dort auf den Bus warten, geschieht beinahe eine Katastrophe. Der Bus nähert sich mit rasender Geschwindigkeit, da seine Bremsen versagen. Zack wird zum Retter. Er stoppt den Bus mit Telekinese und rettet nebenbei noch seine Angebetete Cara. Ein paar Leute an der Bushaltestelle filmen den Vorfall und stellen das ganze auf Youtube. Unzählige Klicks sind die Folge. Die Leute lieben „Star Typ“! Lukes bester Freund Serge, ein asthmatischer Franzose, wird „Star Typs“ größter Fan, und Luke fällt es schwer, das Geheimnis seiner Bruders zu bewahren. Luke erklärt den Spielplatz zum Testgelände und trainiert Zack/“Star Typ“. Die größte Bedrohung für „Star Typ“ ist jedoch zunächst nicht die geheimnisvolle „Nemesis“, sondern Caras kleine, und viel zu schlaue, Schwester Lara. Lara arbeitet für die Schülerzeitung und will „Star Typ“ demaskieren. Ausgerechnet Luke soll ihr dabei helfen. Er kann sie nicht stoppen, als sie im Comicbuchladen in den Mitarbeiterbereich einbricht und die Überwachungsvideos auf einen USB-Stick lädt. Glücklicherweise fehlt auf dem Video jedoch der Teil, auf dem Luke und Zack den Laden betreten und verlassen. Doch Lara gibt nicht auf. Sie will Talbot, den Comicladenbesitzer, interviewen und schleppt Luke kurzerhand als Fotograf mit. Unterdessen rettet Zack unermüdlich die Stadt, nur gehen aufgrund seiner neuesten Aktivitäten nicht nur seine Noten in den Keller, sondern auch seine Superkräfte scheinen zu schwinden. Wird er sie etwa ganz und für immer verlieren? Ausgerechnet jetzt, wo er schwach ist, wird Zack entführt, von einem Typen im Roboteranzug. Ist das „Nemesis“? Seine Eltern verständigen die Polizei, und die Suche nach dem vermissten Zack beginnt. Luke vermutet, dass Talbot hinter der Entführung steckt. Dann erhält er eine Nachricht von Zack, dass er in einem Vulkan gefangen gehalten wird. In einem Vulkan? In seiner Verzweiflung weiht Luke Lara in das Geheimnis seines Bruders ein. Die ahnte schon, dass Zack „Star Typ“ ist. Die beiden weihen auch Serge ein und machen sich zu dritt auf die Suche nach Zack. Bald wird ihnen klar, dass Talbot wohl doch nicht „Nemesis“ sein kann, denn ein riesiger Asteroid rast auf die Erde zu und wird sie in einigen Tagen zerstören! Die Welt braucht „Star Typ“! Luke und seine Freunde müssen Zack finden und befreien, damit der den Weltuntergang abwenden kann. Doch die Zeit wird knapp … .
Eine echt coole Story mit einen Lexikon der Comichelden und „Fachbegriffe“ im Anhang!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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