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Mittwoch, 29. Oktober 2014

"Das Haus der verschwundenen Kinder"

Total gruselig: "Das Haus der verschwundenen Kinder"!

Claire Legrand, übersetzt von Astrid Finke
Das Haus der verschwundenen Kinder
978-3-453-26778-7
Heyne fliegt Verlag
Alter: 12+

Alles in Belleville ist perfekt. Alle sind nett, höflich, gut erzogen und ordentlich, auch Victoria. Die ist in der Schule die Beste, hört immer auf ihre Eltern und ist einfach braves Mädchen, mit sauberer Kleidung und glänzendem Haar. Nur ihr bester Freund, oder besser gesagt ihr „soziales Projekt“, Lawrence, der nie sein Hemd in die Hose steckt, verträumt vor sich hin summt und dessen liebste Beschäftigung Klavierspielen ist, bildet eine der wenigen Ausnahmen in dieser perfekten Welt. Die anderen Kinder nennen ihn Skunk, wegen seiner grauer Haarsträhne. In Victorias Straße liegt das düstere und mysteriöse Kinderheim von Mrs. Cavendish. Niemand ahnt, was dort vorgeht. Nach und nach verschwindet eine Reihe von ungehorsamen Kindern aus der Stadt, und keiner kann sich an sie erinnern, doch Victoria merkt, dass etwas Seltsames vorgeht. Eines Tages ist auch Lawrence weg. Seine Eltern behaupten, er sei bei seiner kranken Oma und lächeln dabei unentwegt, wie Puppen. Außerdem tauchen plötzlich überall Käfer mit 10 Beinen auf. Sie sehen wie Schaben aus. Eine davon sticht Victoria in die Hand. Außer den Sorgen um Lawrences Verschwinden, macht sich Victoria auch Sorgen über eine Note Zwei in Musik, wo sie doch sonst lauter Einsen hat. Der Lehrer gibt ihr schließlich doch noch eine Eins, so dass sie wieder Jahrgangsbeste ist und nicht mehr die fiese Jill, deren Schwester Jacqueline übrigens auch verschwunden ist. Victoria beginnt nachzuforschen und wird diesbezüglich von ihrem Lehrer, Professor Alban, gewarnt. Sie sucht im Archiv der Bibliothek nach weiteren Fällen verschwundener Kinder im Laufe der Jahre und entdeckt alte Zeitungsartikel über das Heim. Auf den Fotos sehen Mrs. Cavendish und der Gärtner Mr. Alice genauso aus wie heute. Unmöglich! Professor Alban platzt in ihre Recherche und sie versteckt sich. Alban wird verschleppt und bleibt verschwunden. In der Schule heißt es dann, er wurde angeblich entlassen. Haushälterin Beatrice, die für Victorias Familie arbeitet, hinterlässt ihr geheime Nachrichten. Sie soll vorsichtig sein. Irgendwann ist auch Beatrice weg und Victorias Eltern tun, als sei nichts geschehen. Auch ihr Nachbar, der ungepflegte Außenseiter Mr. Tibbalt mit seinem ewig kläffenden kleinen Köter Gallagher, warnt Victoria. Er selbst hat vor Jahren seinen Bruder Teddy und seine Freundin Vivian verloren. Teddy kam zurück, aber er war nicht mehr er selbst und Vivian kam nie wieder. Victoria sagt ihm, dass ihre Eltern sich komisch benehmen und er rät ihr, lieb und brav zu sein, nicht aufzufallen und abzuwarten. Doch sie muss Lawrence retten. Sie besucht das Heim. Alles scheint bunt und fröhlich, doch sie bekommt in einem unbeobachteten Moment eine Nachricht auf einem Papierflieger: „Hilf uns!“. Beim zweiten Besuch fällt ihr auf, dass das Heim innen größer als außen ist. Etwas stimmt hier nicht. Sie schleicht nachts wieder hin, mit Insektenspray bewaffnet, wegen der gruseligen Schaben, doch das wirkt nicht. Nach all diesen Aktionen wird sie schließlich auch ins Heim gesperrt und sieht nun die Wahrheit. Es ist ein grausiger Ort! Die Vögel an der Decke sind lebendig und stürzen sich auf unartige Kinder. Oder die Kinder kommen zur Strafe in den Hänger. Es gibt keine Schule, keine normale Kleidung, nur Pyjama-artige Häftlings-Uniformen. Außerhalb der Schlafsäle wird es nach dem Lichtaus gefährlich, doch keines der Kinder traut sich dann noch raus. Victoria sieht endlich Lawrence wieder und umarmt ihn. Er wird dafür mit dem Hänger bestraft. Es dauert nicht lang, dann landet auch sie diesem Raum. In den Hänger gesperrt, sieht sie ihre Eltern durchs Fenster. Die können ihre Tochter nicht sehen, denn das Fenster funktioniert nur einseitig. Victoria schöpft schon neue Hoffnung, doch ihre Eltern suchen gar nicht sie. Sie sind hier, um ein Kind adoptieren und haben Victoria längst vergessen. Sie verzweifelt, doch dann entdeckt sie einen Geheimgang und macht eine unglaubliche Entdeckung: das Haus lebt! Es mag Musik und Geräusche. Solange sie summt, wird sie immer den richtigen Weg darin finden. Sie trifft Lawrence und redet heimlich mit ihm. Ihm bleibt nicht mehr viel Zeit. Er hat bald Geburtstag und niemand bleibt hier länger als bis zum dreizehnten Lebensjahr. Was geschieht danach mit den Kindern? Victoria beschleicht der Verdacht, sie könnten zu „Machmals“ werden. „Machmals“ sind die gruseligen Helfer von Mrs. Cavendish. Sie sind grausam entstellt und verstümmelt. Viele haben nur ein Auge, was Victoria Machmal an das „Karamellbonbon“ bei ihrem ersten Besuch im Heim denken und würgen lässt. Und die fehlenden Gliedmaßen? Landen die etwa im Frühstück? Victoria lässt das graue Fleisch lieber liegen. Sie schmiedet einen Fluchtplan, aber es scheint keinen Ausweg zu geben. Dabei entdeckt sie eine Hütte mit Marionetten, die wie die Bewohner von Belleville aussehen. Victoria plant, die Fäden zu zerschneiden, während die anderen Kinder Mrs. Cavendish ablenken sollen. Vielleicht wird alles gut, wenn die Marionetten frei sind. Geht ihr Plan auf?
Unheimlich! Gruselig! Vor allem die wahnsinnige Mrs. Cavendish, die die Welt von allen verkommenden Subjekten befreien will, ließ mir Schauder über den Rücken laufen. Und dann diese ganzen ekligen Schaben und die gruseligen „Machmals“ … . Das ist kein Buch für schwache Nerven!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Saranormal - Die Geisterstadt"

Hier wimmelt es nur so von Geistern: "Saranormal - Die Geisterstadt"!

Phoebe Rivers, übersetzt von Christina Neiske
Saranormal – Die Geisterstadt
978-3-8339-0274-1
Baumhaus Verlag
Alter: 10+

Die zwölfjährige Sara lebt allein mit ihrem Vater. Ihre Mutter starb schon vor langer Zeit und Sara hat sie nie gekannt, aber ihr Vater sagt immer, sie sei ihr sehr ähnlich. Gerade sind Sara und ihr Vater in eine kleine Küstenstadt in New Jersey gezogen. Ihre Mutter hat den Strand geliebt, aber das Meer gefürchtet. Sara hat eine besondere Gabe. Sie kann Geister sehen. Es fing an als sie vier Jahre alt war und im Kindergarten auf dem Spielplatz mit zwei Mädchen auf den Schaukelpferden spielte, die sonst keiner sehen konnte. Die Mädchen trugen altmodische Kleider und Zöpfe und flimmerten wie in Hitze. Wenn ihr ein Geist begegnet, spürt sie immer zuerst ein Kribbeln im Fuß und manchmal wird ihr übel. Das neue Haus, dessen obere Stockwerke sie gemietet haben, wimmelt nur so von Geistern. Im Erdgeschoss wohnt die Wahrsagerin Lady Azura, von der Sara zunächst auch denkt, sie sei ein Geist. Kann die seltsame Lady die Geister vielleicht auch sehen? Sara wählt eine kleine Kammer als Zimmer aus, die als einzige „unbewohnt“ ist. In den anderen Zimmern „wohnen“ ja schon die traurige Frau im Schaukelstuhl, der Mann mit dem Matrosenanzug und viele mehr. Saras Vater hat Lady Azura versprochen, ihr zu helfen, das Haus zu renovieren. Auch Sara soll helfen, z.B. im Garten oder Botengänge machen, da Azuras früherer Helfer Nick zum Studium weggeht. Sara möchte wieder zurück nach Hause, nach Kalifornien. Sie fühlt sich hier unwohl und Lady Azura scheint das zu spüren, jedenfalls erzählt sie ihr irgendwas über ihre Aura. Sara wäre lieber normal und versucht, die Geister zu ignorieren. Sie freundet sich mit Lily an, die in der selben Straße wohnt. Lily hat eine große Familie und ist mit beinahe jedem auf der Promenade verwandt. Lilys älterer Cousin David arbeitet im Geisterhaus und verkauft dort die Tickets an die Touristen. Das Geisterhaus ist echt unheimlich, aber schon ziemlich verfallen. Sara darf mit Lily umsonst rein und erschreckt sich fast zu Tode, als plötzlich ein Kronleuchter von der Decke fällt. Doch das ist nur ein Trick. Sie darf später auch einmal mit rein, als alle Technik aus ist, weil David etwas reparieren muss. Dann ist es gar nicht so gruselig. Doch leider gibt es auch hier echte Geister. Sara fotografiert gerne, aber nur Dinge, keine Menschen und bearbeitet die Bilder dann zu Collagen. David fotografiert auch, aber mit einer alten Kamera. Bildbearbeitung sei Betrug, findet er. Ihr Vater schenkt Sara einen Fotodrucker, doch in in ihrem Zimmer gibt es nur eine Steckdose, was zu technischen Problemen führt. Eines Tages belauscht Sara heimlich eine Sitzung von Azura und kann dabei den Geist sehen und hören, den sie beschworen hat. Bisher hat sie nie einen Geist gehört, sondern immer nur gesehen. Azura „übersetzt“ ihrer Kundin, einer trauernden Witwe, etwas völlig anderes, als der Geist wirklich sagt. Ist sie einfach nur eine Betrügerin? Die Wahrsagerin besitzt jede Menge Edelsteine, die angeblich magische Kräfte haben und Sara nimmt sich heimlich einen, der vor dem Bösen schützen soll, da sie sich vor dem Geist beim Geisterhaus fürchtet. Von diesen Problemen kann sie Azura jedoch nichts erzählen, auch nicht ihrem Vater, der nicht an Geister glaubt. Sie sagt ihm nur, dass ihr das Geisterhaus unheimlich ist, erwähnt aber weder den Geist, noch die furchtbaren Alpträume, die sie hat. Einmal versucht sie, den Geist ihrer Mutter zu beschwören, jedoch ohne Erfolg. Beim Geisterhaus begegnet ihr immer wieder der Geist des alten Mannes mit dem Stock. Sie hat Angst vor ihm, vor allem, als er ihren Namen ruft. Sie befürchtet, Lily und ihre Freundin Miranda könnten sie komisch finden. Miranda ist ganz o.k., nur etwas modeverrückt und will ständig von Sara fotografiert werden, was diese nur widerwillig tut. Außerdem will sie wissen, ob Sara in Kalifornien irgendwelche Filmstars gekannt hat. Sie sind oft in der Nähe des Geisterhauses, weil Lily denkt, Sara sei in David verknallt. Als der Geist wieder auftaucht und Sara um Hilfe bittet, weil sonst eine Katastrophe geschieht, rennt sie einfach weg und sagt zu Lily, sie sei krank. Ein paar Tage später schickt Azura sie in ein Geschäft auf der Promenade, um frisches Karamell zu kaufen. Da sie nicht an dem Geisterhaus vorbei will, geht sie einen Umweg, doch sie kann dem Geist nicht entkommen. Was will er von ihr? In dem Laden wird sie dann ohnmächtig. Später findet sie heraus, dass der Geist zu Lebzeiten George Marasco war, da sie ein Bild von ihm im Laden sieht. Er war ein netter alter Mann, der Kinder liebte. Er ließ arme Kinder umsonst Karussell fahren und er war es auch, der damals das Geisterhaus erbaute. Er war und ist nicht böse, sondern scheint eher besorgt zu sein, und es hat etwas mit dem Geisterhaus zu tun. Soll Sara ihm helfen? Bei einem Sturm wird Sara fast von einem herabfallenden Schild erschlagen und David sagt ihr, das Haus sei total abbruchreif, doch Manager Mike würde sich weigern, es zu sanieren. Sara spürt ein Unglück, doch wie kann sie David überzeugen, keine Leute mehr ins Haus zu lassen? Niemand ahnt etwas von dem technischen Defekt bei der Beleuchtung, ähnlich wie das Problem in Saras Zimmer. Die Leitungen sind alt und es sind zu viele Stecker mit der einzigen Steckdose verbunden. Das bedeutet Brandgefahr! Kann Sara mit Hilfe des Geistes das Schlimmste verhindern?
Eine schaurig-spannende Geistergeschichte, mit einer Heldin, die nicht immer mutig ist. Durch ihre besondere Gabe wird Sara zur Außenseiterin, doch als sie entdeckt, was alles in ihr steckt und dass nicht alle Geister ihr Böses wollen, nimmt sie ihr Schicksal an und macht das Beste daraus. Die schrägste Nebenfigur in der Geschichte ist die Wahrsagerin Lady Azura, bei der ich mich noch immer frage, ob sie denn nun eine Betrügerin ist, oder echte Kräfte hat. Das wird dann hoffentlich im nächsten Band geklärt, genau wie die anderen Fragen, die noch offen sind. Bin schon gespannt, wie es weitergeht.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 22. Oktober 2014

"Petronella Apfelmus - Verhext und festgeklebt"

Heute präsentiere ich mal wieder ein paar zauberhafte Bücher für die etwas jüngeren Leser, die hier in letzter Zeit etwas zu kurz gekommen sind!

Los geht es mit einer frechen Hexe: "Petronella Apfelmus - Verhext und festgeklebt!"

Sabine Städing
Petronella Apfelmus – Verhext und festgeklebt
978-3-414-82399-1
Boje Verlag
Alter: 8+

Petronella Apfelmus ist eine winzig kleine Hexe, die in einem gestreiften Apfel in einem Baum wohnt, der im Garten der alten Mühle steht. Sie mag keine Menschen. Ihre besten Freunde sind der Hirschkäfer Lucius und Gurkenhut und seine Apfelmänner. Dass die Familie Kuchenbrand mit den Zwillingen Lea und Luis ins Müllerhaus einziehen will, passt ihr gar nicht. Papa Kuchenbrand war Bäcker, doch sein Chef, Herr Kümmerling, hat ihn gefeuert und lieber neue Backautomaten angeschafft. Wegen dem arbeitslosen Papa ist bei den Kuchenbrands das Geld knapp und das Müllerhaus ist billig, wenn auch nicht in bestem Zustand. Da hilft Petronella noch nach, um die Menschen schnellstmöglichst loszuwerden. Die Apfelmänner machen das Dach undicht und mit etwas Unterstützung ihrer Wetterhexenschwestern sorgt sie mit einem Gewitter und einer wild gewordenen Weide für ein kaputtes Fenster. Petronella kann mit ihrer magischen Strickleiter ihre Größe ändern. Steigt sie hinab, wird sie groß wie ein Mensch, steigt sie hinauf, wird sie wieder winzig. Auch die Größe von Lucius kann sie verändern. Kein Wunder, dass Luis denkt, er hätte während des Gewitters einen riesigen „Transformer“ im Garten gesehen. Es gelingt ihr nicht, die Menschen zu vergraulen, selbst die schaurigen Spinnen helfen nicht. Die Familie wundert sich, wer den Garten so ordentlich hält und wem die Gartengeräte im Wohnwagen gehören. Petronella kümmert sich nicht nur um den Garten, sondern auch um Tiere, die verletzt oder krank sind. Sie hat immer viel zu tun. Wenn sie die vergorenen Äpfel nicht rechtzeitig entsorgt, werden Igel, Eichhörnchen und Co. beschwipst und können in Schwierigkeiten geraten. Eines Tages vergisst sie vor lauter Arbeit in der Eile, die Strickleiter hochzuziehen und die Kinder steigen zu ihr ins Apfelhaus. Die können gar nicht glauben, dass sie geschrumpft sind. Petronella ist überraschend nett zu ihnen und bewirtet sie mit Tee und Kuchen. Die Zwillinge berichten von ihren Sorgen und Petronella beschließt zu helfen. Sie sorgt dafür, dass Fenster und Dach wieder abgedichtet und das ein oder andere repariert wird. Die Kinder und sie werden Freunde. Als Lea und Luis sie eines Tages mit dem Fernglas beobachten, wird Papa neugierig und entdeckt den großen, leckeren Apfel im Baum. Gerade noch rechtzeitig können die Kinder und Petronella verhindern, dass er das Apfelhaus pflückt und verspeist. Es gibt einen großen Bachwettbewerb in der Stadt, bei dem man 250€ und 5 Legehennen gewinnen kann. Klar, dass Lea und Luis da mitmachen, hauptsächlich wegen der Hühner, damit die nicht bei irgendwem in der Suppe landen. Doch was sollen sie backen? Petronella kennt jede Menge tolle Rezepte, doch die sind streng geheim. Sie gibt ihnen eins für einen ganz besonderen Apfelkuchen, doch sie dürfen es niemandem verraten. Der Kuchen ist so lecker, dass sie und ihre Eltern ihn beim Probieren ganz aufessen und gleich noch einen backen müssen. Sie sind ganz aufgeregt wegen dem Wettbewerb. Kümmerling macht auch mit und lacht über den mickrigen Apfelkuchen der Kinder seines Ex-Mitarbeiters. Er ist sicher, dass er mit seiner siebenstöckigen, blauen Marzipan-Torte gewinnen wird. Als er nur den 2. Preis gewinnt, rast er vor Wut. Immerhin hat er doch den Wettbewerb angeleiert. Lea und Luis sind die Gewinner und Petronella beobachtet die Wahl aus einem sicheren Versteck. Die Eltern wussten nicht von den Hühnern, geben aber den Bitten der Kinder nach und behalten sie. Das Preisgeld bekommen ebenfalls die Eltern. Auf dem Heimweg bietet Kümmerling ihnen an, sie in seiner Limousine mitzunehmen und will ihnen das Rezept abkaufen, doch sie lehnen ab und nehmen den Bus. Zuhause bauen sie mit Papa einen Hühnerstall und nennen die Hühner Schneeweißchen, Rosenrot (Leas Hühner), Tarantula, Anakonda (Luis Hühner) und Nofretete (Huhn der Eltern). Petronella streicht den Stall mit Magie rosa mit kleinen schwarzen Hexen drauf und Papa wundert sich. Kümmerling gibt indessen nicht auf, auch als Papa seine 5000 bzw. 6000 Euro ablehnt. Er duldet keine Wiederworte und kommt später mit zwei Schlägertypen vorbei und macht Druck. Er versteht nicht, wie jemand nicht käuflich sein kann und, dass er hier trotz Drohungen keine Chance hat. Nachts brechen seine Helfer ins Haus ein und klauen das Rezept. Lea und Luis verstecken sich unter dem Bett. Die Eltern holen die Polizei. Alle sind sicher, dass Kümmerling dahinter steckt. Doch damit nicht genug. Kümmerling braucht für den Kuchen ja auch eine ganz spezielle Sorte Äpfel, und die gibt es nur hier im Garten. Also rückt er bei Nacht und Nebel mit seinen Helfern an, doch das kann Petronella nicht zulassen. Sie zaubert und die drei kleben am Apfelbaum fest. Auch die Frauen und Söhne, die sie mit ihren Handys zu Hilfe gerufen haben, bleiben kleben. Leider trifft dieses Schicksal auch Papa, der am nächsten Morgen die Eindringlinge von Baum holen will. Jetzt ist wieder Petronellas Zauberkraft gefragt … .
Der Auftakt einer neuen Reihe rund um die winzige und witzige Hexe Petronella Apfelmus! Nachdem sie sich mit den Menschenkindern angefreundet hat, ist sie nicht mehr fies und gemein, sondern richtig liebenswert und ich freue mich auf weitere Abenteuer mit ihr. Und jetzt brauche ich dringend ein Stück Apfelkuchen, dieses Buch macht richtig Appetit ;-).
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Der Zauberladen von Applecross - Das geheime Erbe"

Jetzt wird es magisch: "Der Zauberladen von Applecross - Das geheime Erbe"!

Pierdomenico Baccalario, übersetzt von Barbara Neeb und Katharina Schmidt
Der Zauberladen von Applecross – Das geheime Erbe
978-3-649-61502-6
Coppenrath Verlag
Alter: 10+

Der dreizehnjährige Finley McPhee wohnt in Applecross, einem kleinen, langweiligen Dorf im Norden Schottlands. Seine Eltern züchten Schafe und sein Bruder Doug spielt Rugby. Doug ist keine große Leuchte und hat die Schule abgebrochen. Auch Finley ist kein Musterschüler. Er schwänzt oft und geht lieber mit seinem Hund Dusty angeln. Eines Tages schaut jedoch die Schulleiterin vorbei und er bekommt Ärger. Er soll das Schuljahr wiederholen und bekommt außerdem Strafaufgaben für den Sommer. Der Reverend vermittelt ihm „Jobs“. So kommt es, dass Finley zunächst in Mr. Cullens Genossenschaftsladen arbeitet, bis er einen Fremden anschreiben lässt und entlassen wird. Er landet dann bei der Post, da der Postbote Jules sich den Knöchel verstaut hat und muss mit dem Fahrrad Briefe zustellen. Ein seltsamer Brief mit goldener Schrift führt ihn zum Zauberladen der Familie Lily in der Reginald Bay, wo einst ein Vorfahre der Lilys Schiffbruch erlitt und ein rotes Haus erbaute. Trotz der Hausnummer 36 ist es das einzige Haus weit und breit. Auf dem Weg dorthin, glaubt er eine Möwe sprechen gehört zu haben, aber das war sicher nur Einbildung, oder? Finley trifft Aiby Lily, ein total hübsches Mädchen, das sein beschädigtes Rad mit einem magischem Gegenstand, den sie Reparierspinne nennt, in Ordnung bringt. Er findet außerdem eine Flaschenpost mit einem Rätsel am Strand, in dem es um vier Männer, eine Frau und die Farbe ihrer Kleidung geht. Dann sieht er den Fremden aus dem Laden, der sich als Aibys Vater entpuppt und der eine selbstlaufende Hose trägt. Heimlich beobachtet er, wie der mit einem Grab auf dem Friedhof redet und dabei ein Pulver namens „Der sprechende Tote“ verwendet. Ist das gruselig! Finley fragt im Dorf nach den Lilys und erfährt so allerhand über diese merkwürdige Familie. Es gibt in Applecross eine Ruine, früher deren Haus war. Er erfährt auch, dass noch ein Fremder im Dorf aufgetaucht ist, ein seltsamer Holländer, der sich im Gasthaus einquartiert hat und nie sein Zimmer verlässt. Als Finley erneut einen Brief zu den Lilys bringt, manipuliert Aiby sein Gedächtnis mit Vergessenspuder, denn er hatte sie durchs Fenster mit dem geheimen Buch GLOM gesehen. Als sei nichts gewesen, plaudert sie mit ihm über die bevorstehende Eröffnung des Zauberladens. Finley besucht die alte Ruine. Handelt es sich hier um ein Spukhaus? Da ist eine seltsame Schrift an der Wand. Außerdem scheint jemand hier gewesen und Feuer im Kamin gemacht zu haben. Vielleicht war es ja nur eine Mutprobe von ein paar Jugendlichen. Plötzlich taucht Aiby mit dem Reisestab auf und bittet ihn um Hilfe, denn ihr Vater wird von einem wild gewordenem Schwert, dem „Magiertöter“, bedroht. Nur jemand ohne Angst kann ihn retten und Finley schafft es tatsächlich. Er macht sich zuhause gerade Notizen über die merkwürdigen Lilys, als Doug rein kommt und überraschend das Rätsel aus der Flasche löst. Doug steht auf Aiby, obwohl er nicht einmal ihren Namen kennt. Finley nimmt Doug auf den Arm und erzählt ihm, sie hieße Wilma. Er mag Aiby nämlich selbst sehr gern und zeigt ihr sogar seinen geheimen Angelplatz. Sie erzählt ihm dafür von magischen Gegenständen und von der langen Geschichte des Zauberladens. Er tauchte erstmals im Jahr 868 in China auf. Die Besitzer wechseln sich innerhalb von 6 besonderen Familien ab. Diese Nachfolger besitzen 4 Schlüssel. Die Kunden sind nicht alle Zauberer, denn es gibt ja kaum noch welche, sondern oftmals ganz normale Leute. Als der Kirchenchor einen neuen Gesang, das „Lied der Meeresriesen“ probt, wird Aiby ohnmächtig. Später findet Finley heraus, dass dieses Lied das Fluchlied ihrer Familie ist. Die Schneiderin Meb kümmert sich um Aiby. Finley erfährt von einer 2. Flaschenpost im Gasthaus, im Zimmer des Holländers und er und Aiby finden eine 3. am Strand. Wieder enthält sie ein Rätsel und diesmal geht es um Königssöhne und ein Pferd. Dann erscheint der Holländer, bedroht Meb mit einem Messer und entführt sie und Finley. Aiby folgt ihnen heimlich. Der Fluchgesang ertönt und der Holländer beschwört einen Riesen, damit der den Zauberladen und die Lilys vernichtet. Er muss dem Riesen dafür 3 Rätsel stellen, die er nicht lösen kann, damit er ihm auch wirklich dient. Finley, Aiby und Meb müssen ihn aufhalten. Der Riese macht sich auf den Weg zum Laden. Hund Dusty hat unterdessen Hilfe geholt. Doug taucht auf und stellt sich dem Riesen mutig in den Weg, leider mit mäßigem Erfolg, denn er wird bei dem Kampf ganz schön lädiert. Auch Dusty attackiert den Riesen, selbst die Möwen stürzen sich auf ihn. Aibys Vater Locan will den Laden beschützen, doch er ist nicht der Beschützer des Ladens, sondern ein Sucher. So ergreift Finley den magischen Schild und der weckt seinen Heldenmut. Kann er den Riesen vertreiben? Was wird aus dem Zauberladen? Wird die Eröffnung wie geplant stattfinden können?
Der erste Band einer neuen Reihe (zumindest lässt das Ende eine Fortsetzung erahnen und es steht eine 1 drauf ;-)) vom Erfinder des Ulysses Moore! Genial illustriert von Iacopo Bruno, dem Mann mit dem magischen Bleistift!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Der Ursuppenprinz"

Eine ganz besondere Suppe sorgt für Chaos: "Der Ursuppenprinz"!

Christina Erbertz
Der Ursuppenprinz
978-3-407-82056-3
Beltz Verlag
Alter: 9+

Alle in der Familie von Fünftklässlerin Doro Schippers sind hochbegabt, alle außer ihr. Sogar ihre siebenjährigen Zwillingsbrüder Albert und Erwin (benannt nach Einstein und Schrödinger), die sie nur die „Birnchen“ nennt, haben mehrere Klassen übersprungen. Die „Birnchen“ wollen Biologen werden, bauen im Garten meterhohen Löwenzahn an und gewinnen Gummi aus den Wurzeln. Doros Vater ist ein Mathematikprofessor und ziemlich zerstreut. Er macht sich immer Tee und lässt ihn dann irgendwo stehen. Ihre Mutter will erst noch Professorin in Chemie werden und arbeitet daher an wichtigem Projekt, an dem aber weltweit noch viele andere Schlauköpfe arbeiten. Das Thema lautet: Ursuppe! In der von Mama schwimmen immerhin schon 19 von 20 Aminosäuren drin. Das Experiment steht im Keller wegen eines Wasserschadens an der Uni. Doro schwänzt oft die Schule weil sie sich dort langweilt. Sie fährt lieber auf ihrem Einrad „Elwood“, das sie vom Uronkel in Amerika hat, durch die Gegend. Eines Tages landet sie so statt in der Schule im Museum und pflückt dort ein Haar von einem Gemälde von Prinz Maximilian. Das Haar wirft sie zuhause in ein Reagenzglas mit Ursuppe und hat plötzlichen einen lebendigen Miniprinzen. Leider vertrocknet er ohne die Suppe, seine Haut wird wie Holz, und er braucht ständig mehr davon. Doro richtet ihm das Puppenhaus ein und hält ihn versteckt. Sie will nicht, dass er „erforscht“ wird. Ihre Mutter ist ohnehin sauer, dass sie an ihrem Experiment war. Unterdessen haben die „Birnchen“ ein Fiebermittel entwickelt, um zuhause bei ihrer Mutter bleiben zu können. Sie wollen ihr bei der Ursuppe helfen. Ihre Schwester halten sie für dumm, doch als das Fieber der beiden zu sehr steigt, beeindruckt sie sie mit der Idee, Wadenwickel zu machen (was die beiden sofort wissenschaftlich erläutern), obwohl diese Idee eigentlich von ihrem Prinz stammt. Doros beste Freundin Yade, die verrückt nach Pferden ist, bekommt Doros Geheimnis mit dem Miniprinz heraus. Sie selbst hat zur Zeit auch eine Menge Sorgen. Das Pferd Tasso wird von seinem Besitzer Boxhagen, der keine Ahnung von Pferden hat, schlecht behandelt und sie plant eine Rettungsmission bzw. Pferdeentführung. Doros Prinz will mit in die Schule und macht jede Menge Probleme. Sie versteckt in im Seitenfach ihres Ranzens und schläft dann beinahe im Unterricht ein, weil sie die ganze Nacht geredet haben. Er hat viele Fragen, schließlich kommt er aus dem Jahr 1811 und versteht die Zukunft nicht so recht. Elektrizität kennt er gar nicht, dafür kann er Doro bei den Hausaufgaben helfen, als sie Wortarten bestimmen soll. Während Doros Vater „Schippers Entwirrung“ erfindet, eine Methode, um Knoten und Probleme zu lösen und sogar einen Preis dafür bekommt, macht sich Doro Sorgen, wo sie mehr Suppe für ihren Prinzen herbekommt. Vielleicht könnte sie sie selbst herstellen? Also verlangt sie bei ihrem Lehrer Tiemann einen Schnuppertag im Chemieleistungskurs der 12. Klasse und der gibt schließlich nach. Er ist froh, dass die Schwänzerin überhaupt Interesse an Irgendwas zeigt, das mit der Schule zu tun hat. Leider will der Leistungskurs nicht mit ihr den Ursuppenversuch nachmachen. Chemielehrer Fuchs muss den normalen Lehrstoff schaffen und hat für so etwas keine Zeit. Da ihr Plan so nicht aufgeht, versucht es Doro heimlich nach der Schule allein im Chemielabor, leider ohne Erfolg, dafür mit einer (kleinen) Explosion. Zum Glück wird niemand verletzt. Mutters Ursuppe ist jetzt übrigens perfekt und enthält alle 20 Aminosäuren. Leider wird sie Doro nie etwas davon abgeben und von dem Prinz will sie ihr nichts verraten. Also stiehlt sie ihrer Mutter 2 Sprudelflaschen voll Suppe und läuft weg. Sie schwänzt mal wieder die Schule und der Prinz beginnt plötzlich zu wachsen. Ursprünglich ja mal 1,54m groß, als er als Zwölfjähriger noch im Jahr 1811 lebte. Ist die neue Suppe der Grund für das Wachstum? Doro will sich mit Yade auf dem Reiterhof treffen, wegen der Pferdeentführung, doch entführt dann Tasso allein, was zu einem Missverständnis mit Yade führt, die glaubt, sie hatte ihr Tasso gestohlen. Dabei war alles ganz anders. Doro merkt, dass Yade verknallt in den Prinz ist. Sie selbst mag einen anderen, Alex aus der Schule. Der Prinz braucht dringend neue Kleider, denn er wird immer größer. Doro beschließt, sich nicht länger verstecken und geht nachhause. Sie beichtet ihrer Mutter alles, die ihr zunächst nicht glaubt und dann staunt. Leider geht es dem Prinz gar nicht gut und sie müssen ihn mit mehr Suppe wiederbeleben. Alle helfen mit, neue Ursuppe zu machen. Können sie den Prinzen retten?
Eine witzige und fantastische Geschichte über ein tolles Mädchen! Allerdings muss unsere Heldin erst einmal entdecken, was in ihr steckt. Doro ist nicht dumm. Ihr fehlt nur etwas Selbstvertrauen. Sie fühlte sich von super-schlauen Eltern und Brüdern immer nur so eingeschüchtert, dass sie Angst hatte, etwas auszuprobieren, weil sie einen Fehler hätte machen können. Das wissenschaftliche Interesse ist schon da. Den Prinzen fand ich nicht so toll, aber die ganze Idee mit der Ursuppe ist lustig.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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