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Mittwoch, 8. Oktober 2014

"Vogelherz"

Diese Geschichte verleiht Flügel: "Vogelherz"!

Catherine Catmull, übersetzt von Katja Behrens
Vogelherz
978-3-7373-5133-1
Fischer Sauerländer Verlag
Alter: 10+ (wenn es nach mir geht, eher 12+)

Sie war einmal ein Schwan, die Königin der Vögel, doch dann verliebte sie sich in einen Menschen. Der versteckte ihr Federkleid, das die böse Puppenspielerin dann an sich nahm und wegschloss, um selbst zu herrschen. Die Königin hat noch immer eine Schwanenflosse anstelle eines Fußes, die sie geschickt versteckt. Mit ihrem Mann, einem Ornithologen und ihren beiden Töchtern Summer (12) und Bird (9) führt sie ein ganz normales Leben, obwohl sie weiß, dass eines der Mädchen einmal die neue Königin werden wird. Eines Tages sind Summers und Birds Eltern spurlos verschwunden und die Schwestern wachen in einem eiskalten Haus auf. Sie folgen einem Bilderrätsel, das sie im Innenschrank finden, packen das Nötigste zusammen und ziehen los, um ihre Eltern zu finden. Doch sie verlaufen sich in der frostigen Winterlandschaft und machen Rast, um ein Feuer zu entzünden. Sie treffen auf den „Patchworkvogel“. Der besteht aus den Resten der Vögel, die die Puppenspielerin verschlungen hat. Bird antwortet auf sein Lied mit ihrer Flöte und begreift. Das Lied ist der Weg. Als der Vogel stirbt, begraben sie ihn. Summer wirft ein Streichholz in einen Baum, und der wärmt sie in der Nacht. Doch der Baum wird am Tag darauf zu einem altem Mann, der sich Ben nennt und Bird ist verschwunden. Ben sagt, sie haben den Bilder-Brief ihrer Mutter falsch verstanden. Er erzählt Summer von der Puppenspielerin, die ihn 13 Jahre in den Baum eingeschlossen hatte, bis das Feuer ihn erlöste. Die Puppenspielerin isst Vögel. So lange ein Vogel in ihr ist, versteht sie die Sprache der Vögel. Sie isst sonst nichts, denn sie will leicht wie ein Vogel sein, um zu fliegen. Mit einem Trick fängt sie sich ihre Opfer. Sie tanzt mit Papiervögeln um die echten anzulocken. Sie will die absolute Macht! Summer sucht nach Bird, aber findet sie nicht und kehrt zu Ben zurück. Er erzählt ihr von der Grenze, die die Vögel überqueren, wenn es Winter wird. Die Königin weist ihnen den Weg, doch nun hat sie sie verlassen. Ohne sie können sie das grüne Heim nicht finden. Bird träumt indessen von ihren Eltern und ahnt nicht, dass die böse Puppenspielerin ganz nah ist. Sie ist hinter Bird her, weil sie mit Vögeln sprechen kann. Summer zeichnet aus der Flugbahn der Kraniche eine Karte, die sie zu Bird führen soll. Ben erzählt ihr von der Meise, die den Weltenbaum fand und von der Schlange, die unter dem Baum lebt. Er schenkt Summer auch ein hölzernes Ei, auf das sie aufpassen soll und das seinerseits auf sie aufpassen wird. Bird hat sich in den Kopf gesetzt, eine Burg zu bauen, um Königin zu werden. Sie will nicht, dass Summer ihr das verdirbt und selbst Königin sein will. Sie hinterlässt ihr eine gefälschte Karte, um sie zu täuschen. Bird verbrennt außerdem all ihre Sachen, so dass Summer denken muss, auch sie sei verbrannt und tot. Summer hat nun 3 Geschenke, Bens Pullover, die Kranichkarte und das Ei und ist gerüstet für ihre Reise. Ohne Ben, der in Flammen aufgegangen ist, macht sie sich auf den Weg. Währenddessen wollen die Vögel Bird aufhalten, die den dunklen Garten erreicht hat. Bird sieht die Burg der Vogelkönigin und trifft auf Vögel, die menschliche Sprachen sprechen. Sie dürfen ihre eigene nicht sprechen, weil die Puppenspielerin das nicht gutheißt. Sie müssen auch zu Fuß gehen und dürfen nicht fliegen. Die Puppenspielerin versklavt die Vögel. Viele werden verrückt und vegetieren in Käfigen vor sich hin. Dann macht auch Bird die Bekanntschaft der Puppenspielerin, die eine Vogelmaske trägt. Sie lehrt Bird ihren Tanz und sagt, das sei eine andere Sprache der Vögel. Bird lernt auch, wie man Papiervögel macht. Die Puppenspielerin erzählt ihr alles, was sie hören will, auch dass Bird bald die neue Königin sein wird. Bird fühlt sich bei ihr zuhause. Dafür soll Bird ihr die Vogelsprache beibringen, aber das kann Bird nicht. Diese Sprache kann man nicht einfach lernen. Man muss zuhören. Doch die Puppenspielerin ist ungeduldig. Sie will einen einfacheren Weg. Sie macht Bird zu ihrer Marionette und führt sie an der Nase herum, da sie weiß, wie gerne Bird Königin sein will. Doch dann trifft Bird einen besonderen Jungen und sieht einen angeketteten Schwan im Keller. Sie ahnt nicht, dass es sich bei dem Schwan um ihre Mutter handelt. Die Puppenspielerin macht ihr vor, der Schwan sei böse und Bird müsse ihm den Prozess machen. Dieses Vogelgericht ist eine reine Farce. Bird macht genau, was die Puppenspielerin will. Sie glaubt ihr, der Schwan habe sein Volk verlassen und seine Gabe vergeudet. Summer geht unterdessen durch das Schlüsselloch eines roten Hauses und trifft auf den Rabenvogel. Ihre Tierseele sei ein Rabe, das sagte schon Ben. Der Rabe lässt sie in ein Nest im Weltenbaum fallen, wo sie zunächst einmal festsitzt. Sie wartet und isst die Früchte des Baumes. Eines Tages schlüpft ein kleiner roter Vogel aus dem Holzei, ein Phönix. Es ist der wiedergeborene Ben, den sie Bensbird nennt und nun ebenfalls mit Früchten füttert. Dann kommt die Schlange zum Nest und Summer wird von ihr verschluckt. Summer erwacht im grünen Heim und trifft den Raben wieder. Der, bzw. die, erweist sich als Freundin und Lehrerin und erzählt Summer die Geschichte ihrer Mutter. Außerdem meint das Rabenweibchen, Summer könnte nun Königin werden, da sie den Weg zum Grünen Heim gefunden hat. Doch Summer verlässt das Grüne Heim und macht sich wieder auf die Suche nach ihrer Schwester Bird. Die soll von der Puppenspielerin vom Turm geworfen werden, denn die will sehen, ob Bird fliegen kann, doch sie wird von den Vögeln, die noch immer der Schwanenkönigin treu sind, gerettet. Sie begreift langsam, was hier gespielt wird und, dass sie eine einsame Königin in einer leeren Burg sein wird. Treffen die Schwestern sich wieder? Wer wird nun die Königin? Was wird aus der Puppenspielerin und der Schwanenkönigin?
Einerseits eine einfach mal andere Fantasy-Geschichte, die vom typischen Schema abweicht und ganz neue Ideen und Figuren enthält, die aber andererseits aus etwas von einem klassischen Märchen an sich hat. Zwischendurch ist die Story zwar etwas zäh, aber ansonsten fand ich sie sehr spannend.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Freitag, 3. Oktober 2014

"Tonspur - Wie ich die Welt von gestern verließ"


Passend zum heutigen Feiertag habe ich einen Extra-Buchtipp für Euch!

Dies ist die wahre Geschichte von Olaf: "Tonspur - Wie ich die Welt von gestern verließ"!

Susanne Krones und Olaf Hintze
Tonspur – Wie ich die Welt von gestern verließ
978-3-423-65005-2
dtv Verlag
Alter: 12+

Olaf wächst in der DDR auf, im Land der Grenzen. Er wird 1964 in Erfurt geboren und kennt seine Heimatstadt nur mit einer Dunstglocke darüber, denn Umweltschutz war in der DDR kein Thema. Kindheit in Grau! Zum Glück macht die Familie oft Ausflüge in die Wälder Thüringens. Schon früh fühlt er sich eingesperrt und eingeengt und lernt, dass man sich an die Regeln halten muss, um keinen Ärger zu bekommen. Dazu gehört nicht nur kein Wasser aus Hahn zu trinken (wegen des Chlors) und Vorsicht vor gefährlichen Steckdosen, sondern auch, leise zu sein und das auf mehr als eine Art. In der Schule merkt er, dass es gefährlich ist, seine Meinung zu sagen, selbst zu seinen Freunden, denn die Stasi hört mit. Er lernt auch, dass es wichtig ist, die richtigen Leute zu kennen. Olaf ist ein guter Schüler, obwohl er zur Sprachheilschule geht, aber er ist seinen Lehrern zu wenig politisch engagiert, da er nicht in der FDJ ist. Das schlägt sich auch im Zeugnis nieder. Seine Eltern geben ihre guten Jobs auf und werden Hausmeister, damit sie in das Neubauviertel Rieth umziehen können, eine bessere Gegend. Hier fällt nicht mehr das Spielzeug aus dem Regal, wenn die Straßenbahn vorbei fährt, dafür wohnen sie jetzt in einem unfertigen Plattenbau und müssen täglich durch den Matsch laufen. Doch der Schulweg ist kurz und alles ist in der Nähe, und es gibt viele Kinder zum Spielen. Die Schule ist kein Ort zum Träumen. Das System kontrolliert schon die Kleinen. Pionier-Nachmittage sind Pflicht. Olaf lernt „so zu tun als ob“. Die ständige Bewertung gibt ihm ein ungutes Gefühl. Olaf liebt Technik und baut schon als Kind Radios. Später betreibt er einen kleinen Piratensender, wo er seine Kassetten spielt, baut eine Lichtorgel und eine neue Türklingel, die nicht das typische Einheitsklingeln hat und bekommt zur Jugendweihe einen eigenen Kassettenrecorder. Ab der 8. Klasse geht er regelmäßig auf Sendung und unterhält im Urlaub auch einen Campingplatz in Ungarn mit seiner Musik. Musik ist neben Technik seine absolute Leidenschaft. Die guten Sachen sind jedoch verboten und schwer zu bekommen. Man schmuggelt Platten, hört heimlich Westsender und nimmt Lieder auf Kassetten auf (die selbst beschrifteten Hüllen, die im Buch abgebildet waren, fand ich süß, denn Olaf kann kein Englisch und schreibt einfach auf, was er hört). Später kommt noch die Leidenschaft Literatur dazu. Viele klauten Bücher auf der Buchmesse, weil sie anders nicht drankamen. Olaf geht oft in die Bücherei. Er lernt, wie der Staat mit Musik und Literatur Menschen manipuliert. Im Ferienjob baut er Radios zusammen und träumt von einer Karriere als Funker auf See (da könnte man ja auch dabei abhauen), aber er darf nicht studieren, weil er nicht in der Partei ist. Er macht stattdessen eine Lehre bei der Post. Nach Beendigung der Lehre hat er einen kleinen Ausraster und rebelliert, reißt eine Fahne runter und wird verhaftet und verhört. Er erkennt: Das ist nicht sein Land! Er muss nach der Ausbildung Dienst bei der NVA leisten, da wird er auch als Funker ausgebildet. Dort findet er einen Freund, Veit Lehn, genannt Lenin, der seine Liebe zu Musik und Technik teilt. Der hat sogar einen Walkman mit Dolby. Olaf bewirbt sich bei der Handelsmarine und wird abgelehnt. Er macht trotz seines Berufs (Er arbeitet beim Funkamt in der Übertragungsstelle) an der Abendschule sein Abitur. Das bedeutet Tagschichtarbeit und Degradierung. Studieren darf er trotzdem nicht. Olaf träumt vom Westen, besucht gern Konzerte von West-Bands und plant die Flucht, ohne Familie oder Freunde zu informieren. Seine Brüder sagten immer, das würde er sich doch nicht trauen. Olaf nutzt seine mageren 3 Wochen Jahresurlaub für eine Reise mit seinen Freunden bzw. Kollegen Ole, Rainer und Marc. Wir schreiben das Jahr 1989. Sie gehen zunächst in den Karpaten wandern, von Rumänien nach Bulgarien. Nach dem Aktivurlaub folgt noch etwas Badeurlaub und sie chillen in Ungarn am See. Da setzt Olaf sich ab. Er sagt seinen Freunden, sein Urlaub sei aufgebraucht und er müsse zurück. Er entdeckt einen Artikel in einer Süddeutschen Zeitung auf dem Campingplatz und erfährt so vom Sturm auf die Botschaften und schneidet die abgedruckte Karte mit der Grenze aus. Ziellos tigert er tagelang im Grenzgebiet herum, bewaffnet mit seinem Fernglas. Sein Urlaub ist bald wirklich vorbei. Olafs erster Fluchtversuch schlägt fehl und lehnt das Angebot eines Autofahrer ab, ihn aus dem Land zu schmuggeln, da er es zu riskant findet. Er schafft es dann doch noch über über die Grenze, jedoch ohne sein Gepäck, sein Zelt und sein absolutes Lieblingsbuch von Stefan Zweig „Die Welt von Gestern“ (aus dem auch ständig zitiert wird, denn es hat sein Leben wie kein anderes Buch geprägt). Nun ist er ein Flüchtling in Österreich. Dort informiert er auch seine Eltern telefonisch über seine Flucht. Dann kommt er nach Westdeutschland, nach Gießen, in ein Sammellager. Er sucht sich eine Wohnung und einen Job. Seine Eltern besuchen ihn nach dem Mauerfall. Dann zieht es ihn nach München, wo die Geschichte endet.
Eine beeindruckende und wahre Geschichte eines jungen Mannes, der aus der DDR floh. Im Buch selbst ist die Geschichte weniger chronologisch. Da beginnt es schon mit der Flucht und der Rest wird in Rückblicken erzählt. Toll fand ich die vielen Fotos, Notizen, Konzertkarten und auch die Zeittafel im Anhang.
Für alle Lehrer: Zu diesem Buch gibt es Unterrichtsmaterialien zum kostenlosen Download und zwar genau hier: http://www.dtv.de/_pdf/lehrermodell/65005.pdf?download=true
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 1. Oktober 2014

"Wer weiß, was morgen mit uns ist"

Wahre Liebe lässt sich durch die Grenzen von Raum und Zeit nicht aufhalten! Heute präsentiere ich Euch 3 ganz tolle Bücher zum Thema Liebe & Zeitreisen!

Los geht es mit der Geschichte von Prenna, die aus einer dunklen Zukunft fliehen musste: "Wer weiß, was morgen mit uns ist"!

Ann Brashares, übersetzt von Sylvia Spatz
Wer weiß, was morgen mit uns ist
978-3-570-15947-7
cbj Verlag
Alter: 12+

Prenna kommt aus der Zukunft, ungefähr aus dem Jahr 2090. Als Zwölfjährige landet sie an einem Fluss im Jahr 2010, wo der dreizehnjährige Ethan gerade angelt. Er schenkt der nackten Fremden sein Sweatshirt, doch das verwirrte Mädchen vergisst ihn und diesen Vorfall wenig später, im Gegensatz zu Ethan. Die Zeitreisenden mussten wegen einer heimtückischen Pest durch die Zeit fliehen. Prennas Mutter schläft aus Gewohnheit immer noch unter einem Moskitonetz. Ihr Vater kam nicht mit in die Vergangenheit und sie vermisst ihn. Prenna wäre nach ihrer Ankunft beinahe an einer Lungenentzündung gestorben. Die Zeitreisenden dürfen keine medizinische Hilfe von außerhalb annehmen. Die Gemeinschaft darf nicht auffallen. Sie dürfen auch keine engen Bindungen außerhalb der Gruppe eingehen. Vier Jahre später: Prenna mag Ethan. Sie mag ihn zu sehr. Beide sind im gleichem Physikkurs. Er erahnt ihr Geheimnis, da er sich noch immer an ihr Auftauchen erinnert. Damals sah er auch eine Nummer auf ihrem Arm, 17514. Er ahnt nicht, dass es sich dabei um einen Hinweis auf den 17. Mai 2014 handelt, das entscheidende Datum, das alles ändern kann. Prennas Gruppe lebt noch immer sehr abgeschottet und Prenna fühlt sich oft eingeengt. Sie muss eine spezielle Brille tragen und Medikamente und Vitamine nehmen, doch die Tabletten sind es, die für ihre unscharfe Sicht sorgen und die Brillen dienen hauptsächlich der Überwachung. Prenna ahnt es und nimmt sie immer ab, wenn sie Geheimnisse mit ihrer besten Freundin Katherine bespricht. Ihr Betreuer Mr. Robert ist trotzdem misstrauisch. Er meint, sie solle sich unauffälliger benehmen. Einmal folgt sie ein paar Stiefeln, die mal ihre sein werden, in der Zukunft, dann natürlich Second Hand. Sie staunt anfangs über den ungewohnter Luxus hier. Es gibt Einkaufzentren, Fernsehen und Computer, aber der medizinische Standard ist niedriger. Sie lernt aus Serien wie „Friends“, wie die Menschen hier reden und sich benehmen. Am liebsten mag sie „Family Guy“, obwohl ihr gesagt wurde, daraus würde sie ganz sicher nichts Vernünftiges lernen. Trotz des Trainings wirkt Prenna manchmal etwas weltfremd. Sie kennt keine Kartenspiele, was Ethan auffällt. Es gibt da einen Penner im Park, mit dem Ethan des öfteren über Quantenphysik diskutiert. Ethan ist ein Nerd, aber ein gut aussehender. Er nennt den Penner Ben Kenobi. In Wirklichkeit handelt es sich bei Kenobi um Prennas Vater, der ihr 24 Jahre später durch die Zeit folgte. Er redet auch mit Prenna, ohne zu verraten, wer er ist, macht Andeutungen über das Datum und schient viel über Zeitreisen zu wissen. Er meint, die Gruppe wollte einst etwas ändern, doch jetzt helfen sie sich nur noch selbst, werden fett und faul. Kenobi sagt, Prenna solle den Mord verhindern, der alles in Gang setzen wird. Sie redet mit Ethan darüber. Ethan gesteht ihr, dass er längst die Wahrheit kennt, außerdem nimmt er um alle Zeitreisende herum eine Art unscharfe Aura wahr. Prennas Freundin Katherine kommt ins Internat und Prenna ist schuld. Sie fragt sich, ob Katherine wirklich im Internat ist. Wer sich nicht an Regeln der Gemeinschaft hält, stirbt nicht selten, wie der Junge Aaron. Robert fragt Prenna aus, denn er hat das mit ihrem Gespräch mit Kenobi mitbekommen, da er sie ständig überwacht. Sie sucht Kenobi und findet ihn, doch er stirbt in ihren Armen, ermordet mit einem Messer. Er kann ihr gerade noch sagen, dass er Poppy ist, ihr Vater, und ihr einen Umschlag zustecken. Ethan will mit ihr fliehen und sie will nur noch schnell ihre Sachen holen, duschen und ihre Mutter informieren, doch Robert wartet schon auf sie und verschleppt sie irgendwohin in einen Keller. Ethan findet sie, denn er hatte ihr einen Peilsender in den Schuh getan, und hilft ihr, zu entkommen. Sie sieht immer klarer, seit sie die Tabletten nicht mehr nimmt. Ethan hat sein Auto mit einem Nachbarn getauscht und sie fahren nach New York. In dem Umschlag, den Poppy Prenna gab, war eine Adresse und der Schlüssel zu einem Lagerabteil. Dort finden sie Zeitungen und Dokumente aus der Zukunft. Sie finden auch Geld aus Papier (das wird nach einer Inflation wertlos geworden sein) und zwar jede Menge davon. In der Zeitung von morgen wird berichtet vom Mord an Mona Ghali. Sie wurde angeblich von ihrem Freund Andrew Balton während eines Beziehungsstreits getötet und außerdem seien all ihre Daten verschwunden. Ethan glaubt nicht an ein Verbrechen aus Leidenschaft, denn er kennt ihre Forschung. Sie könnte für die Zukunft wichtig sein. Plötzlich ergibt alles Sinn. Sie haben die Zeitgabel entdeckt. Prenna ruft ihre Mutter an und droht Robert, alles zu verraten, sollte er ihr etwas tun. Dann sieht Prenna in einer Zeitung Ethans Todesanzeige, aber verrät ihm nichts davon. Die beiden haben sich längst verliebt, aber sie hat Angst, der Kontakt mit ihr könnte ihm körperlich schaden, da sie eventuell unbekannte Erreger aus der Zukunft trägt. Also kein Sex. Sie übernachten in einem Motel, gehen am Strand spazieren und gehen shoppen. Prenna erzählt erstmals von ihren Brüdern. Ihrem Bruder Julius schrieb sie noch lange Zeit Briefe, obwohl das mehr eine Art Tagebuch für sie war. Ethan und Prenna schmieden einen Plan und rufen Mona Ghali an. Ethan gibt sich als IT-Manager aus und weist sie an, ihre Daten sichern, auf einen von ihm eingerichteten Server. Prenna kauft Blumen und Kuchen zu Monas Geburtstag, angeblich in Auftrag ihrer Schwester, um einen Grund zu haben, sie aufzusuchen. Doch auch der Mörder Andrew Balton taucht in Monas Büro auf. Sie können zwar den Mord nicht verhindern, aber immerhin die Daten retten, die inzwischen auf Ethans Server sind. Ethan erkennt, dass Balton ebenfalls ein Zeitreisender ist und bald wird ihm und Prenna klar, dass er auch für die erste Pestinfektion verantwortlich ist, da er die Keime unbeabsichtigt aus der Zukunft eingeschleppt hat. Er muss gestoppt werden. Wird Ethan trotz der Todesanzeige überleben? Was wird aus der Liebe von Prenna und Ethan? Und was wird aus Prennas Mutter, Katherine und Robert? Kann man die Zukunft noch ändern?
Absolut genial! Diese Zeitreise-Lovestory hat mich total begeistert! Es bleibt bis zum Schluss spannend und die Romantik kommt auch nicht zu kurz.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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http://www.ravensbuch.de/shop/item/9783570159477

"Zwischen uns die Zeit"

Anna liebt einen Zeitreisenden: "Zwischen uns die Zeit"!

Tamara Ireland Stone, übersetzt von Katarina Ganslandt
Zwischen uns die Zeit
978-3-570-15470-0
cbj Verlag
Alter: 12+

1995: Beim morgendlichen Joggen sieht Anna einen rätselhaften Jungen im Stadion, der plötzlich einfach verschwindet. Später taucht er dann in der Schule auf, als neuer Schüler Bennett, der Anna angeblich noch nie zuvor gesehen hat. Anna verliebt sich in den seltsamen Neuen, doch er reagiert zunächst abweisend, erst recht nachdem er ihren Namen kennt. Das ist alles sehr merkwürdig mit Bennett. Er erzählt, dass er aus San Francisco kommt und hier bei seiner Oma wohnt, solange seine Eltern in Europa sind. Die Oma hat Alzheimer und er kümmert sich um sie. Sie denkt, ihr Enkel sei noch ein Baby und Bennett sei irgendein Student, der bei ihr wohnt. Anna hingegen ist weniger kompliziert. Sie träumt vom Reisen, arbeitet nach der Schule in der Buchhandlung ihrer Eltern, mag Musik und verbringt viel Zeit mit ihrer besten Freundin Emma und ihren besten Freund Justin, der im Plattenladen arbeitet und seit dem Kindergarten in sie verliebt ist. Mit der Zeit kommen sich Anna und Bennett dann doch näher. Als er jedoch im Park einen Migräneanfall hat und, während Anna ihm ein Glas Wasser holt, verschwindet, weiß sie nicht, was sie denken soll. Eines Abends wird die Buchhandlung überfallen und Bennett rettet Anna und ruft die Polizei. Sie fragt sich, wie er das so schnell geschafft hat und Bennett rückt endlich mit seinem Geheimnis raus. Er gesteht ihr, dass er an jeden Ort springen und außerdem (begrenzt) durch die Zeit reisen kann! Eigentlich will er nicht in die Zeitlinie eingreifen, daher hat er bei dem Überfall auch nur winzige Änderungen vorgenommen. Bei ihrem nächsten Treffen nimmt er Anna mit auf eine winzige Insel in Thailand. Nach einer räumlichen und/oder zeitlichen Versetzung leiden die meisten Menschen unter Kopfschmerzen und starkem Durst, daher Bennetts häufige Migräneanfälle. Er hat auf seinen „Reisen“ immer Wasser und Kaffee griffbereit. Anna spürt, dass er noch mehr Geheimnisse hat. Warum ist er auf einmal wieder so abweisend? Die Wahrheit ist: Er kommt tatsächlich aus San Francisco, nur aus dem Jahr 2012! Und seine Oma ist echt seine Oma. Seine besonderen Fähigkeiten besitzt er schon lange. Er half seinem Vater, reich zu werden, indem er dessen jüngeres Ich in der Vergangenheit über die Entwicklung der Börsenkurse auf dem Laufenden hielt. Bennett besuchte auch häufig Konzerte in der Vergangenheit. Einen Haken hat die Sache aber. Er kann nur innerhalb seiner bisherigen Lebenszeit (1995-2012) springen. Als ihn seine Schwester überredet, gemeinsam zu einem Konzert im Jahre 1994 zu springen, werden die beiden getrennt. Er wird in seine Zeit zurückgeschleudert, während sie seitdem vermisst wird. Er ist hier, um auf sie zu warten bzw. sie zu suchen. Er hatte nie vor, länger zu bleiben, bis er Anna traf. Doch kann es für sie beide eine Zukunft geben? Die beiden haben noch ein Date, diesmal ganz normal, und sie gehen in den Bergen klettern, trotz Annas Höhenangst. Währenddessen fahren Emma und Justin, die überraschend ein Paar geworden sind, nach Chicago. Sie haben einen schrecklichen Autounfall. Justin ist nur leicht verletzt, doch Emma liegt im Koma mit Schädelbruch und Milzriss. Der Unfall war Emmas Schuld. Die wollte im Fahren die CD wechseln und passte nicht auf. Anna fleht Bennett an, den Unfall rückgängig zu machen, doch er weigert sich, zunächst. Irgendwann gibt er ihrem Drängen nach und sie reisen in der Zeit zurück, zu dem Morgen vor dem Unfall. Er bricht damit seine Regeln (obwohl er ja bei dem Überfall etc. auch schon Ausnahmen gemacht hat) und warnt Anna, dass es möglicherweise bei einer so drastischen Änderung Konsequenzen geben könnte. Sie unternehmen gemeinsam mit Emma und Justin etwas, damit diese nicht in eine Situation geraten können, die zu dem Unfall führt, haben quasi ein Doppeldate, und der Unfall passiert tatsächlich nicht. Allerdings beeinflusst das Ganze irgendwie die Beziehung von Emma und Justin, der Anna gesteht, er sei immer nur in sie verliebt gewesen und fände Emma einfach nur nett. Dann ist da noch diese Hausaufgabe für den Spanischunterricht, wo man einen Reisegutschein gewinnen kann. Man muss auf Spanisch eine möglichst interessante Route planen. Anna macht das Rennen und ihr Lehrer bietet ihr außerdem für den Sommer einen Platz in Mexiko bei einem Austauschprogramm an. Der Gutschein deckt den Flug, wohnen würde sie bei eine Gastfamilie und es gäbe Sprachkurse etc., doch Anna hat nur Bennett im Kopf. Sie sieht sein zukünftiges Ich eines Tages wieder im Stadion. Er sagt, seine Schwester sei zurück und er solle ihr etwas Bestimmtes erzählen. Ihr Bennett erzählt ihr dann von der Frau Anfang 30, die ihm 2011 einen Brief gab. Es war Anna! Sie kommt mit ins Jahr 2012, staunt über die flachen Bildschirme etc. ;-) und er zeigt ihr den Brief. Sie werden versprechen, sich immer wieder zu sehen, doch das wird aus irgendeinem Grund nicht funktionieren. Daher mied er sie anfangs bei ihrem ersten Treffen in der Schule. In dem Brief bittet sie ihn, sie ihre eigene Entscheidung treffen zu lassen. Sie verbringen einen tollen Tag in italienischer Küstenstadt. Später nach einem Streit, ist Bennett verschwunden und taucht nicht mehr auf. Anna redet mit seiner Oma.Sie trifft die Entscheidung, nicht ewig auf Bennett zu warten und statt dessen nach Mexiko zu gehen, nicht wie die 2011er-Anna in dem Brief, die ihm wohl ihr ganzes Leben nachtrauerte. Wie wird diese Entscheidung ihr Leben beeinflussen? Und was wird aus Bennett?
Eine ganz tolle Liebesgeschichte für Zeitreise-Fans! Am Cover muss ich jedoch herum meckern. Anna hat dunkle Locken, was im Buch mehrfach erwähnt wird. Auf dem Cover ist ein Mädchen mit glattem, blonden Haar, das noch lernen muss, wie man sich vernünftig die Wimpern tuscht, ohne dass sich Klümpchen bilden ;-)!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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http://www.ravensbuch.de/shop/item/9783570154700

"Liebe braucht keinen Ort"

Sie darf nicht lieben. Er darf nicht lieben. Sie lieben sich trotzdem.: "Liebe braucht keinen Ort"!

Susan Waggoner, übersetzt von Ulrike Seeberger
Liebe braucht keinen Ort
978-3-7607-9574-4
Bloomoon Verlag (ars Edition)
Alter: 14+

Das Jahr 2218: Liza macht eine Ausbildung zur Empathin. Seit sie im Alter von 13 Jahren ihre Familie verließ, lebt sie in einem Wohnheim. Empathin bedeutet jedoch nicht, dass sie Gedanken lesen kann, sondern sie „liest“ Körper und arbeitet in einem Krankenhaus, wo sich mit der psychischen Heilung der Patienten beschäftigt. Vor der Arbeit müssen Empathen „abstreifen“, dabei müssen sie alle persönlichen Gefühle und Sorgen loswerden, um sich voll und ganz auf den Patient konzentrieren zu können. Einer von Lizas Patienten ist ein Junge mit einem amputierten Bein, das jetzt nachwächst, eine andere ist die krebskranke Mrs. Hart, eine berühmte Schmuckdesignerin, die aus Neptuns Tränen wundervolle Schmuckstücke erschuf. (Einst bauten Roboter auf Neptun Diamanten ab, doch sie bekamen Gefühle und „starben“ an diesem Defekt. Seitdem gilt der Schmuck als verflucht. Ist eigentlich nicht wirklich wichtig für die Geschichte, aber im Original heißt das Buch „Neptuns Tears“, deshalb erwähne ich es einfach mal.) Lizas Kollegin Piper hat sich verliebt. Liebe ist das Aus für die Empathen-Karriere, daher will sich Liza nie verlieben. Doch es geschieht trotzdem, als sie ihren neuesten Patienten, David Sutton, kennenlernt. David ist ein Außerirdischer vom Planeten Omura. Die Aliens landeten auf der Erde, als Liza 6 Jahre alt war und brachten den Menschen Hoffnung auf Frieden und Fortschritt. Auch Lizas Eltern, die historische Festivals, wie „Woodstock“ organisieren, waren ganz begeistert. Doch es folgten Skepsis und Paranoia. Die Aliens sehen fast aus wie Menschen, sind nur etwas größer. Liza fühlt sich sehr zu David hingezogen. Sie begegnen sich wieder, als in London eine Schockbombe der Anarchisten explodiert und Liza als Empathin die Verletzten einteilen muss. David hilft als Freiwilliger und bringt verletzte Kinder ins Krankenhaus. Nach einer Schockbombenexplosion sind Dinge unbeschädigt und auch Menschen scheinen unverletzt, sterben jedoch häufig später an inneren Verletzungen. Die kann Liza auf einen Blick erkennen. Später treffen sie sich im Park, küssen sich. Er schenkt ihr „Romeo und Julia“. Eigentlich sollen Empathen keine Bücher lesen, der Inhalt könnte sie belasten. Doch dann ist David auf einmal so abweisend. Hat Mia, das hochgewachsene Mädchen mit den Wasserfallhaaren etwas damit zu tun? Nein, sie ist nur seine Forschungspartnerin auf der Erde, studiert mit ihm Sprachen und die Literatur der Erde und muss in seiner Nähe bleiben, da sie über GPS überwacht werden. Als Liza weitere Schockbombenanschläge weltweit spürt, kommt heraus, dass sie eine Seherin ist, eine Empfängerin. Die Gabe ist so selten, wie ein Regentropfen unter Millionen, und Liza will diese Gabe nicht. Sie macht Hausbesuche bei Mrs. Hart, hilft ihr bei den Schmerzen und begleitet die Sterbende. Ihr erzählt sie auch von David, sonst niemandem, obwohl Piper etwas ahnt. Bei einem Anschlag auf dem historischen Markt erkennt Liza rechtzeitig, dass in einem Krankenwagen eine Bombe versteckt ist. Als sie an ihrem 17. Geburtstag mit David essen geht, schenkt er ihr ganz besondere Ohrringe, Orbitperlen. Als sie auf dem Heimweg deswegen überfallen wird, rettet David ihr das Leben, doch beide werden verletzt. Liza schmuggelt David mit Hilfe ihrer Mitbewohnerin Rani ins Wohnheim. David erzählt ihr, dass auf Omura nur Effizienz zählt, Gefühle sind Irrelevant. Jeder muss spätestens mit 21 heiraten und Kinder bekommen, da die Bevölkerungszahlen bedrohlich sinken. Deshalb kann er nicht bei ihr bleiben, obwohl er sie liebt und verschwindet nach ihrer gemeinsamen Nacht spurlos. Als Liza ein Erdbeben und einen Tsunami in Beirut voraussieht, meldet sie sich beim Psi-Institut und wird nach einem Test als Seherin dort angenommen. Sie soll für die Anti-Terror-Einheit arbeiten. Doch zunächst muss sie David finden. Mia sagt, er sei in Prambanan. Sie beantragt Urlaub, was kein Problem ist, da Empathen als Schutz vor Burnout regelmäßig Urlaub machen sollen. Mit einer Kette, als Glücksbringer von Mrs. Hart, zieht sie los, besucht auf dem Weg ihre Eltern und ihre kleine Schwester Bex, bevor sie an ihrem Ziel bei ihrer früheren Mitbewohnerin Jasmin und deren Verlobten Raj unterkommt. Als sie David findet, ist ihr klar, dass es nur eine Liebe auf Zeit ist. Vor dem Abschied spielen sie Federball mit Raj und Jasmin. Danach hat Liza seltsame Träume, in denen ein Federball in Flammen aufgeht. Sie sieht darin keinen Sinn, bis sie mit Rani nach Cornwall zu einem historischen Festival fährt, wo Rani auch ein weiteres heimliches Treffen mit David für sie arrangiert hat. Rani macht dort eine Ballonfahrt und da fällt Liza die Ähnlichkeit mit dem Federball auf. Auf den Ballon ist ein Anschlag geplant! Kann sie Rani retten? Und was wird aus ihrer Liebe zu David? Haben die beiden vielleicht doch eine Zukunft oder ist der Abschied diesmal endgültig?
Eine tolle Liebesgeschichte mit überraschendem Ende! Nein ich verrate Davids Geheimnis nicht, lasst Euch überraschen. Die ganze Idee mit den Empathen fand ich total interessant. Überhaupt bietet die Geschichte viel Neues, was so in anderen Büchern noch nicht da war.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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