Powered By Blogger

Mittwoch, 18. Juni 2014

"Die Geschichte von Malala"

Sie wollte doch nur zur Schule gehen: "Die Geschichte von Malala"!

Viviana Mazza, übersetzt von Sophia Marzoff
Die Geschichte von Malala
978-3-423-71604-8
dtv junior Verlag
Alter: 12+

2009: Malala Yousafzai lebt im Swat-Tal in Pakistan. Sie ist ein fröhliches Mädchen, das gerne zur Schule geht. Doch dann übernehmen die Taliban die Macht. Männer müssen nun Bärte tragen, Frauen eine Burka. Frauen sollen nicht mehr Einkaufen gehen, am besten sollen sie gar nicht mehr das Haus verlassen und arbeiten schon gar nicht. Es gibt nur wenige Ausnahmen, z.B. bei Berufen wie Krankenschwester, doch Patienten zu versorgen, wenn man in eine Burka gehüllt ist, fällt schwer. Filme, Tanz, Musik und Internet werden verboten. Die Taliban verbrennen Fernseher, Videorecorder und Computer, dafür haben sie einen eigenen Radiosender, der ihre Propaganda verbreitet. Außerdem sind sie der Meinung, dass Mädchen nicht zur Schule gehen sollten, obwohl das nirgends im Koran steht. Wer sich den Taliban widersetzt, wird bestraft, öffentlich erschossen oder mit Säure übergossen. Die Menschen haben Angst, auch Malala und ihre Familie. Viele Freunde, auch Malalas Freundin Zakia und ihre Familie, sind weggezogen. Malalas Vater ist der Gründer einer Mädchenschule und Malala möchte später studieren und Ärztin werden. Der befreundete Jounalist Jawad veröffentlicht Malalas Tagebuch als Blog im Auftrag eines britischen Fernsehsenders, damit die Menschen weltweit die Situation aus der Sicht eines „echten“ Mädchens sehen können. Für Malala ist das nicht ungefährlich, daher benutzt sie im Blog den Namen Gul Makai. Sie liest Jawad ihr Tagebuch am Telefon vor und verwendet jedes Mal eine neue SIM-Karte. Malala kann nur hier offen ihre Meinung über die Taliban sagen. Sie weiß, dass sie die Leute mit falschen Versprechungen locken, wie mit einer Fata-Morgana. Jetzt wachen die Menschen auf, doch es ist zu spät. Malala jedoch weiß, dass die Taliban nichts weiter als Terroristen sind, die sich unter dem Deckmantel der Religion verstecken. Jawad dreht auch einen Film über sie und ihren Alltag und dokumentiert ihren letzten Schultag vor der Schließung der Schule. Sie sagt vor der Kamera ihre Meinung: Wie können die Taliban ihr nur das Lernen verbieten? Nach dem Schulverbot lernt sie zuhause, doch sie langweilt sich. Ihre Brüder freuen sich, wenn sie mal nicht zur Schule müssen und sie würde so gern gehen. Das ist ungerecht! Vormittags schläft sie bis zehn Uhr, nachmittags kommen manchmal Lehrer vorbei. Ansonsten liest sie. Ihre Lieblingsfernsehsendung wurde abgebrochen. Sie fragt sich beim Lernen, ob dieses Jahr die Februarprüfungen überhaupt stattfinden. Ihr Vater unternimmt zur Ablenkung Reisen mit der ganzen Familie und sie besuchen überall Verwandte. Sie fahren nach Peschawar und Islamabad. So entkommen sie für kurze Zeit der drückenden Stimmung und können sich etwas erholen. Nach ihrer Rückkehr bemerken sie, dass im Haus eingebrochen wurde. Der Fernseher ist weg, aber sonst hatten sie nichts von Wert wie Schmuck oder so. Malalas Bücher und Hefte sind zum Glück noch da. Ihre jüngeren Brüder spielen immer Krieg, basteln sich Gewehre und „Atombomben“, selbst der Jüngste buddelt im Garten und sagt er „hebt Gräber aus“. Sie kennen es nicht anders, doch jetzt kommt scheinbar eine Zeit des Friedens auf sie zu. Ein Abkommen wird unterzeichnet und die Menschen sind fröhlich und feiern. Es gibt wieder Hoffnung. Auch die Schule macht wieder auf. Mädchen dürfen hingehen, wenn sie eine Burka tragen. Doch im Mai 2009 ist der Frieden schon wieder vorbei. Anis, der Cousin von Malalas Freundin Fatima, gehört jetzt zu den Taliban. Zunächst macht er es nur wegen des Geldes, doch dann beginnt er die Reden vom Dschihad zu glauben und wird zum Selbstmordattentäter. Fatima und Malala sind geschockt. Die Taliban breiten sich weiter aus und Malalas Familie will wegziehen. Sie leben eine Weile bei einer Tante im Exil. Doch Malala gibt nicht auf. Sie will ihren Abschluss machen und studieren, um den Menschen in ihrer Region zu helfen. Als sie zurückkehren, merken sie, dass die Schule zwischenzeitlich von Soldaten bewohnt war, doch nun geht der Unterricht weiter. Malala versteckt sich nicht mehr. Sie verrät der Welt, dass sie Gul Makai ist und tritt in politischen Talkshows auf. Sie erzählt, dass sie Benazir Bhutto (erste und einzige pakistanische Premierministerin, starb bei einem Attentat) und Obama bewundert und nun auch selbst Politikerin werden möchte. Sie wird zur Aktivistin für Kinderrechte. 2010 kommt die Hochwasserkatastrophe und die Taliban sind auch immer noch da. Malala möchte alles geben, möchte eine Universität für Mädchen und eine Partei gründen. Sie erhält eine Auszeichnung und kauft von dem Geld einen Schulbus. Ihr Vater wird bedroht, weil die Schülerinnen seiner Schule bei einem Ausflug unverschleiert herumlaufen. Am 9. Oktober 2012 wird im Schulbus auf Malala geschossen. Sie überlebt schwer verletzt und wird nach Birmingham (England) ins Krankenhaus gebracht. Die Familie kommt bald darauf nach. Malala gibt nicht auf und kämpft weiter. Sie bekommt Briefe von Kindern aus aller Welt, ist vielen ein Vorbild. In Pakistan wird sogar eine Schule nach ihr benannt, was sie aber sehr riskant findet. Sie will die Schüler nicht in Gefahr bringen. Jetzt geht sie in England zur Schule und besucht die Oberstufe.
Endlich gibt es auch speziell für junge Leser ein Buch über Malala. Bisher gab es nur „Ich bin Malala“, das zwar auch von Jugendlichen gelesen wurde, sich aber doch eher an Erwachsene richtet. „Die Geschichte von Malala“ ist jedoch leicht und verständlich geschrieben und es gibt auch Unterrichtsmaterialien für die Schule, die man sich kostenlos unter: www.dtv.de/lehrer herunterladen kann. Ich kann mir das Buch sehr gut für die gemeinsame Lektüre in der Schule vorstellen, denn es ist eine faszinierende Geschichte über ein mutiges Mädchen und gerade für Leser in ihrem Alter interessant.
Viel Spaß beim Lesen!!!

Buch bestellen?


"Die Zwick-Zwillinge lösen ein verzwicktes Problem"

Eine verzwickte Geschichte: "Die Zwick-Zwillinge lösen ein verzwicktes Problem"!

Ellis Weiner, übersetzt von Kattrin Stier
Die Zwick-Zwillinge lösen ein verzwicktes Problem
978-3-446-24516-7
Hanser Verlag
Alter: 10+

Arno und Adele Zwick sind Zwillinge. Ihr Vater Anton ist ein Professor und erfindet verrückte Dinge. Die Mutter der beiden ist leider gestorben und seitdem sitzt ihr Vater in seinem Arbeitszimmer und trauert. Schon seit langem wünschen sich die Kinder einen Hund. Mit einem Trick können sie ihren Vater dazu bringen, dass dieser Wunsch in Erfüllung geht. Sie bauen aus einer Angel einen Apparat, mit dem sie ihm beim Essen ein Foto von einem Hund hinhalten und er würdigt diese Erfindung. Also bekommen sie einen glatt-haarigen Foxterrier namens Cassie, der ziemlich durchgeknallt ist. Dann müssen sie umziehen, weil ihr Vater einen neuen Job an der Technischen Universität von Tickerton-Baltock (kurz: Tick-Tock-Tech) angenommen hat. Dort bekommt er endlich die Mittel, um seine Arbeit am Einmann-Huckepack-Hubschrauber zu beenden. Auf dem Gelände der Uni sieht es ziemlich lustig aus. Jedes Gebäude ist passend zu der Wissenschaft gestaltet, die darin gelehrt wird und an jedem ist eine große Uhr angebracht. Die Zwillinge sehen ein Plakat, auf dem eine Vorlesung ihres Vaters zum Thema „Personenbezogene Transportmittel und die Probleme ihrer Steuerung“ angekündigt wird, doch darüber hat jemand das Wort „DIEB“ geschrieben. Was hat das zu bedeuten? Die Kinder dürfen bei der Vorlesung mit in den Hörsaal und erleben wie ihr Vater von einem Kerl namens Otto T. Otto als Plagiator beschimpft wird. Otto behauptet, der Einmann-Huckepack-Hubschrauber sei seine Erfindung. Er habe damals als Student zu ihm gesagt: „Stecken sie es in einen Rucksack!“ und droht, die Sache werde ein Nachspiel haben. Da Professor Zwick in nächster Zeit sehr beschäftigt sein wird, bekommen die Zwillinge eine Kinderfrau, die etwas merkwürdige Thea Thun. Sie zwingt die Kinder zum aufräumen, behauptet, Hemden gehören nicht ins untere Fach der Kommode etc. . Außerdem hat sie etwas gegen die Hobbys der Zwillinge. Adele liebt Kreuzworträtsel, besonders die schwierigen, verschlüsselten und Arno spielt Schlagzeug. Adele ist Thea zu leise und Arno ist ihr zu laut. Die Kinder sollen sich gefälligst andere Hobbys suchen. Eines Tages steht Otto vor der Tür. Er hasst die Zwick-Zwillinge. Wenn sie damals nicht geboren worden wären, hätte Professor Zwick ihn nicht während eines wichtigen Gesprächs stehen lassen, um zu seiner Frau und den Babys ins Krankenhaus zu fahren und er wäre nicht durch die Prüfung gefallen. So sieht er das, aber eigentlich hat er eine 6 gekriegt, weil er in der Prüfung geschummelt hat. Er will jetzt, dass Geld und Ruhm „geteilt“ werden und meint, er könne ganz klar beweisen, dass die Idee von ihm sei. Die Kinder sind besorgt und das zu Recht. Wenig später taucht ein Mann mit Schnurrbart auf, der die Kinder angeblich im Auftrag ihres Vaters zu einem Ausflug abholen soll. Thea weigert sich, sie gehen zu lassen und der Mann schießt auf sie. Er verfehlt sie zwar, aber sie erleidet einen Herzanfall und er verschwindet mit den Kindern. Der Entführer ist Tom O. Otto, der Zwillingsbruder von Otto T. Otto und er hält Arno und Adele in einem Keller gefangen. Die beiden schmieden Fluchtpläne. Mit Hilfe eines Spiegels, einer Lampe und einem bellenden Hund können sie entkommen. Adele versteckt sich im Kofferraum von Ottos Auto und Arno lässt sich freiwillig fangen. So wollen sie herausfinden, wo sie sind und wo ihr Vater ist. Arno sagt Otto, dass Adele entkommen sei und Hilfe holen würde und der fährt mit Arno (und Adele) zu seinem Bruder, der gerade Professor Zwick dazu zwingen will, einen Vertrag zu unterschreiben, in dem er alle Rechte an Otto überträgt. Von „teilen“ ist auf einmal nicht mehr die Rede. Ottos fieser Plan scheint aufzugehen und er entkommt mit dem Prototyp, doch die Zwick-Zwillinge haben eine geniale Idee … .
Die Zwick-Zwillinge (im Original „The Templeton Twins Have An Idea“, was nicht halb so interessant klingt) erfreuen den Leser mit einem tollen Abenteuer. Wer allerdings gewaltig nervt, ist der Autor! Ständig unterbricht der die Geschichte mit Zwischenfragen, Hackbraten-Rezepten und Kommentaren ohne Ende. Wer das (wie ich) nicht wirklich lustig findet, kann jedoch einfach darüber weg lesen und sich einfach auf die Story von Arno und Adele konzentrieren, die ansonsten echt klasse ist.
Viel Spaß beim Lesen!!!

Buch bestellen?
http://www.ravensbuch.de/shop/item/9783446245167



"FeenTod"

Es wird mal wieder Zeit für einen "Arena-Thriller": "FeenTod"!

Juliane Breinl
FeenTod (Arena-Thriller)
978-3-401-06878-7
Arena Verlag
Alter: 12+

Noraya, die von allen nur Nora genannt wird, ist die Sängerin der Band „Engelhauch“, eine Tatsache, die sie vor ihrem Vater unter allen Umständen geheim halten muss. Ihr Vater kommt aus Tunesien und ist sehr konservativ und streng zu seinen Töchtern. Kein Ausgehen, kein Alkohol, kein Facebook, keine Jungs … . Noras Mutter ist Deutsche. Nora hat außer ihrer kleinen Schwester Helia noch einen Bruder, Jared, der aber nicht mehr zuhause wohnt. Die Band ahnt nichts von Noras Schwierigkeiten und der Heimlichtuerei zuhause. Ihre Bandkollegen sind oft sauer auf sie, wenn sie nicht zur Probe kommen kann. Jetzt sollen „Engelhauch“ auf einem angesagten Festival auftreten. Zum Glück ist Noras Vater an diesem Wochenende nicht da. Noras beste Freundin Alina ist ganz aus dem Häuschen, doch als es dann soweit ist und die Freundinnen ihr Zelt auf dem Gelände aufgebaut haben, schleppt Alina plötzlich Kati an, die sie hier letztes Jahr kennengelernt hat und verbringt die restliche Zeit damit, ihrem Schwarm Hagen hinterherzulaufen. Nora ist alles andere als begeistert. Das Konzert ist jedoch ein voller Erfolg und hinterher lernt Nora den netten Staff, der eigentlich Gustav heißt, kennen, der auf dem Festival als „Mädchen für Alles“ arbeitet. Der macht sie am Lagerfeuer mit Faris, dem Sänger von „Ef-Ef-Why“ bekannt. Dessen Vater kommt aus Ägypten und Nora und Faris unterhalten sich auf arabisch. Später bringt er sie, ganz Gentleman, zu ihrem Zelt. Außer einem kleinen Gute-Nacht-Kuss läuft nichts. Am nächsten Morgen erfährt sie, dass er von einer Mauer gestürzt ist und im Koma liegt. An der gleichen Stelle ist im letzten Jahr ein betrunkener Junge tödlich verunglückt. Alina, die die ganze Nacht unterwegs war, taucht wieder auf. Sie ist total verkatert und hat ihr Handy verloren. Kati ist ebenfalls wieder da und völlig zugedröhnt. Nora beschließt, das Festival früher zu verlassen. In der folgenden Nacht erhält sie einen rätselhaften Handy-Weckruf. Hat sich da jemand einen dummen Scherz erlaubt? Dann bekommt sie einen Umschlag mit Fotos von ihrem Auftritt und einer Drohung. Sie soll eine Liebesbotschaft auf die Rückseite schreiben und den Umschlag auf dem Spielplatz deponieren, sonst erfährt ihr Vater alles. Wie würde der wohl reagieren, wenn er begreift, dass sein braves Töchterchen nicht nur klassische Gesangsstunden nimmt? Der mysteriöse Stalker scheint alles über Nora zu wissen. Woher kennt er ihren neuesten Songtext? Er zwingt sie, bei ihrem nächsten Auftritt ein sexy, rotes Oberteil zu tragen, das er ihr geschickt hat und das sie allerdings noch etwas umstylt. Das gefällt ihm gar nicht. Nora besucht Faris im Krankenhaus. Die Polizei ermittelt noch, ob es ein Unfall war. Immer häufiger trifft sich Nora mit Staff und verliebt sich in ihn. Der Stalker terrorisiert sie weiter, bedroht auch ihre Schwester. Mit der besten Freundin gibt es unerwartet Zoff. Warum wendet sich Alina von Nora ab und redet nicht mehr mit ihr? Angeblich hat sie Noras letzte SMS nicht bekommen. Außerdem behauptet sie, Nora hätte Hagen angemacht, was völliger Quatsch ist. Was den Stalker angeht, beginnt Nora, Staff zu verdächtigen, aber hat der wirklich etwas mit der Sache zu tun? Und wer hat Faris von der Mauer gestoßen und warum? Erst als Faris endlich aus dem Koma erwacht, wird das Rätsel gelöst, doch der Stalker hat Nora längst in eine tödliche Falle gelockt. Nora wollte sich mit Alina treffen, um endlich ihren Streit aus der Welt zu schaffen, aber Alina taucht nicht auf. Stattdessen erscheint … .
Ein typischer Arena-Thriller! Hochspannung bis zur letzten Seite, gemixt mit einer Liebesgeschichte und einem Hauch Zickenzoff. Fans der Reihe werden dieses Buch lieben.
Viel Spaß beim Lesen!!!

Buch bestellen?

Mittwoch, 11. Juni 2014

"Auge um Auge"


Rache ist nicht immer süß: "Auge um Auge"!

Siobhan Vivian und Jenny Han, übersetzt von Birgitt Kollmann
Auge um Auge
978-3-446-24508-2
Hanser Verlag
Alter: 13+

Jar Island ist eine eigene kleine Welt. Hier treffen drei Mädchen im Highschool-Abschlussjahr (außer Mary, die das Schuljahr davor wiederholen muss) aufeinander und schmieden einen Rachepakt. Jede von ihnen wurde auf irgendeine Art und Weise gedemütigt und das wollen sie von nun an nicht mehr zulassen. Mary verließ vor Jahren die Insel und kehrte erst kürzlich zurück. Reeve hatte sie damals immer wegen ihres Übergewichtes gehänselt, sie „Big Easy“ genannt und beinahe in den Selbstmord getrieben. Die beiden fuhren immer gemeinsam mit der Fähre zur Schule und wenn er allein mit ihr war, war er eigentlich ganz nett, aber sobald seine Freunde dazu kamen, hat er sie richtig fies behandelt. Jetzt lebt Mary bei ihrer Tante und ist auch nicht mehr dick. Reeve würde sie wahrscheinlich gar nicht mehr wiedererkennen. Kat will sich an der fiesen Highschool-Queen Rennie rächen, die üble Gerüchte über sie verbreitet. Früher waren die beiden mal Freundinnen. Kat ist arm und lebt mit Vater, Bruder und Hund Shep in einem eher bescheidenen Heim, während Rennie nur Luxus kennt. Rennie behauptet, Kat hätte angeblich Mundgeruch und wäre kriminell. Sie treibt es so weit, dass Kat am ersten Schultag auf sie losgeht und ihr ins Gesicht spuckt. Als Dritte im Bunde ist da noch Lilia, eine bildhübsche und sehr beliebte Koreanerin. Sie ist gut befreundet mit Alex, in den übrigens Kat verknallt ist, und fällt aus allen Wolken, als sie erfährt, dass ihre vierzehnjährige Schwester Nadia bei ihm nach einer Party die Nacht verbracht hat. Wie kann er sich nur an ihrer kleinen, unschuldigen Schwester vergreifen? Später sieht auch Kat Alex und Nadia zusammen in seinem Auto. Die drei rachsüchtigen Mädchen treffen eher zufällig aufeinander, denn Lilia ist beliebt, Kat die Außenseiterin und Mary die Neue. Lilia und Rennie, die beide Cheerleader sind, sind befreundet, auch mit Alex und Reeve hängen sie oft herum. Trotzdem helfen sich die drei alle gegenseitig bei ihren Racheplänen, denn jedes ihrer Opfer hat eine Strafe verdient. Sie sammeln Ideen und fangen mit Alex an. Sie vertauschen die Sonnenmilch, mit der er sich ständig eincremt, mit Retinol, einem Mittel gegen Pickel, dass jedoch die Lichtempfindlichkeit der Haut erhöht. Er bekommt einen schweren Sonnenbrand, was alle eklig findet, weil er sich so schält und schuppt. Alle meiden ihn, als hätte er Lepra oder die Pest. Dann stehlen sie sein Tagebuch aus seinem Auto, seinem geliebten SUV. Das Buch ist voller Gedichte. Sie wählen ein besonders peinliches aus, das sie kopieren und während einem Feueralarm überall in der Schule aufhängen. Dabei erkennt Lilia, dass sich das Gedicht mit dem roten Band auf sie bezieht, verschweigt es aber den anderen. Sie bestellen außerdem ein neues Football-Trikot auf dem statt „Alex Lind“ „Alex Limp“ (limp = lahm) steht und blamieren ihn damit beim Spiel. Doch dann erfährt Lilia, dass das mit ihrer Schwester doch ganz anders war und das Alex gar kein so übler Kerl ist und es tut ihr leid, was sie getan haben. Doch jetzt ist es zu spät. Die anderen meinen, die Rache wäre ja gar nicht so schlimm gewesen und sie beschießen, sich nun voll auf Rennie und Reeve zu konzentrieren, die die Rache ja wirklich verdient haben. Was ist denen wichtig? Rennie will unbedingt Homecoming-Queen werden, also vertauschen sie die Stimmzettel, so dass Ashin, die sonst immer in zweiter Reihe steht, gewinnen soll. Dafür brechen Mary und Kat in der Schule im Büro ein, während Lilia mit einer Ohnmacht für Ablenkung sorgt. Für Reeve denken sie sich etwas besonders fieses aus. Football ist sein Leben, also soll er wegen Drogen aus dem Team fliegen. Auf dem Ball wollen sie ihm Extase geben, damit alle sehen, dass er high ist. Kat besorgt die Drogen von dem Dealer ihres kiffenden Bruders Pat, doch der hat nur Liqiud Extase auf Lager. Lilia packt das Röhrchen in das Lippenstiftfach ihrer Handtasche und schüttet den Inhalt auf dem Ball in Reeves Drink. Doch dann jetzt alles schief. Lilia wird überraschend zur Queen gewählt, was so nicht beabsichtigt war und Reeve dreht auf Extase total durch, bis er schließlich zusammenbricht. Sein Zustand ist lebensbedrohlich! Die drei Racheengel sind zu weit gegangen! Dann explodieren die Lampen auf dem Ball. Hat Mary übernatürliche Kräfte, so wie „Carrie“? Schon vorher gab es merkwürdige Vorfälle, wenn sie in der Nähe war. Plötzlich schlugen im Schulflur alle Spindtüren zu. Und als sie sich wünschte, Rennie würde beim Cheerleader-Training von der Pyramide fallen, geschieht es tatsächlich. Ein Zufall?
Der erste Teil dieser Trilogie hat mich sofort gepackt und ich bin jetzt schon total gespannt, wie es weitergeht. Ich hatte von beiden Autorinnen schon tolle Bücher gelesen und als Team sind die beiden fantastisch.
Viel Spaß beim Lesen!!!

Buch bestellen?

"Die sagenhafte Saubande - Kommando Känguru"

Jetzt wird es tierisch: "Die sagenhafte Saubande - Kommando Känguru"!

Nina Weger
Die sagenhafte Saubande – Kommando Känguru
978-3-7891-5130-9
Oetinger Verlag
Alter: 8+

Matheo kann mit Tieren sprechen. Allerdings findet er diese besondere Gabe eher lästig. Das mag daran liegen, dass er einfach keine netten Tiere kennt, mit denen er sich unterhalten könnte. Außerdem gilt er in der Schule als Spinner, seit er in der ersten Klasse einen Regenwurm tröstete. Am liebsten wäre Matheo ein ganz normaler Junge mit ganz normalen Freunden. Dazu kommt es beinahe, als der gleichaltrige Finn in Matheos Hochhaus einzieht. Die beiden verstehen sich richtig gut, bis Finn Matheos Eltern kennenlernt. Die verschrecken ihn, als sie ihn bitten, sich im Flur bis auf die Unterhose auszuziehen und die Sachen in einen Plastikbeutel zu legen. Es könnten ja Spuren von Fell oder Federn daran sein, denn Matheos Eltern sind schwer allergisch. Das bedeutet natürlich auch: Keine Haustiere! Darauf hat Matheo sowieso keine Lust. Es reicht ihm schon, beim Besuch bei Tante Ulla regelmäßig von deren fiesen Kater Eliott gequält zu werden. Eliott gibt immer Horrorgeschichten von Krankheit, Tod und Weltuntergang zum Besten. Als Matheo mit Tante Ulla einen Ausflug in den Zoo machen muss, lernt er im Zug die beiden Pudel Toffy und Nero kennen und muss feststellen, dass es auch nette Tiere gibt. Deren Frauchen Irene wurde in den Zoo gerufen, um die drei Haare des Direktors für die bevorstehende Pressekonferenz zu stylen. Der Direktor ist ganz aufgelöst, denn das Känguru Alice Springs ist spurlos verschwunden. Auch die anderen Tiere im Zoo sind besorgt, vor allem Alices Freund Axel (ebenfalls ein Känguru). Matheo und die Pudel beschließen, den Fall aufzuklären. Auch Kommissar Dr. Lars Baier und sein Spürschwein Max ermitteln. Matheo möchte Max in sein Team holen, damit er ihnen beim Spurensuchen hilft. Zunächst kommt aber das Polly, das Mädchen mit dem Hinkebein, dazwischen, die angeblich nur Irenes Pudel ausführen will und bald wie eine Klette an Matheo hängt. Wie soll er denn so den Fall lösen? Seine Gabe verheimlicht er zunächst mal vor Polly und schwindelt sie an, was seine Mission angeht. Sie bestechen Spürschwein Max mit Apfelkuchen und stürzen sich in die Ermittlungen. Schon bald entdecken sie erste Ungereimtheiten. Vor allem der Zoo-Direktor verhält sich sehr suspekt. Ein anonymer Anrufer meldet, Alice in der Nähe der Autobahn gesehen zu haben. Falls das stimmt, ist sie in großer Gefahr. Als Matheo, Polly und ihre tierischen Freunde das Gebiet absuchen, finden sie jedoch keine Spur von Alice. Max und die Pudel beschwören, dass hier niemals ein Känguru war. Schließlich entdecken sie den entscheidenden Hinweis. Schon bald haben sie einen Verdächtigen. Wem gehört das Handy, von dem der anonyme Anruf kam? Wer hätte einen Vorteil, wenn Alice verschwindet? Plötzlich gibt es jedoch eine überraschende Wendung. Matheo, Polly und die Tiere geraten in Gefahr. Zum Glück erhalten sie tierische Unterstützung von der Rabenkrähe Dr. Black. Können sie den Fall lösen und Alice noch rechtzeitig finden? Gibt es ein Happy End? Auf den Fall werden Matheo und Polly dicke Freunde und zusammen mit den Tieren sind sie ein tolles Team. Die „Saubande“ ist geboren!
Eine spannende Krimigeschichte für große und kleine Tierfreunde! Ich habe kürzlich bei unserer Lesekoffer-Aktion Schulklassen aus dem Buch vorgelesen und die Kinder waren begeistert. Auch mir hat es Riesenspaß gemacht, so eine tolle Geschichte vorzulesen. Außerdem wird die Autorin Nina Weger am 20. Oktober höchstpersönlich in der Buchhandlung RavensBuch lesen!
Viel Spaß beim Lesen!!!

Buch bestellen?