Powered By Blogger

Mittwoch, 7. Januar 2015

"Trix Solier - Odyssee im Orient"

Trix zaubert wieder: "Trix Solier - Odyssee im Orient" (Band 2)!

Sergej Lukianenko, übersetzt von Christiane Pöhlmann
Trix Solier – Odyssee im Orient (Band 2)
978-3-407-74429-6
Gulliver Taschenbuch (Beltz Verlag)
Alter: 12+

Zauberlehrling Trix Solier langweilt sich im Turm von Meister Sauerampfer. Er muss alte Sprüche abschreiben und sich mit Küchenmagie befassen, während sich sein Meister auf einer Neujahrsparty amüsiert. Trix will endlich mal wieder die Welt retten und sehnt sich nach neuen Abenteuern. Sein Wunsch scheint in Erfüllung zu gehen, als der Drache Ilin (das ist nur eine Abkürzung) bei ihm auftaucht und Sauerampfers Ehrenschuld einfordert. Da Trix nur mangelhaft teleportieren kann, reitet er auf Ilin nach Samarschan. Es ist zwar möglich, auf einem Drachen zu reiten und sogar sehr schön, aber die Drachen wollen ihren Ruf nicht verlieren, daher weigern sie sich normalerweise. Sie fressen auch nur selten Prinzessinnen (wegen des Cholesterins), aber es schadet ja nicht, wenn die Menschen das glauben. Fee Annette ist natürlich auch mit von der Partie. In Samarschan stellt sich heraus, dass Ilin noch ein Drachenkind ist, das ohne Zustimmung seiner Eltern handelte. Die Dracheneltern schicken Trix nach bestandenem Rätsel-Duell wieder fort, da sie nicht glauben, dass er ihnen wirklich helfen kann. Trix hat keine Ahnung von Politik und weiß nicht, was gerade in Samarschan abgeht. Der mineralisierte Prophet (MP) will Großwesir werden anstelle des Großwesirs und dann die ganze Welt erobern. Damit ist er nicht nur für die Drachen eine Gefahr. Trix macht sich auf durch die Wüste in Richtung Hauptstadt und trifft auf die Karawane von Händler Wasab. Sie kommen durch seine Zauberei zwar schneller ans Ziel, wenn auch nicht ganz ohne Komplikationen, denn die turbo-schnellen Kamele zertrampeln die Beete vor der Stadt (die aber jetzt prima Bewässerungskanäle abgeben). Trix lernt Wasabs Familie kennen und sein Sohn Karim zeigt ihm die Stadt. Sie begegnet Trix alten Feinden, dem Vitamanten (Untoten) Gavar und Co-Herzog Gris mitsamt Sohn und besuchen den Sklavenmarkt, wo Trix seinen alten Freund, den Knappen Ian freikauft. Trix erfährt, dass der Großwesir ein Bündnis mit den Vitamanten eingeht, um MP zu besiegen. Er hält das für riskant, denn sie könnten danach Krieg gegen seinen König Marcel führen. Der Großwesir hat das Sagen, denn der junge Sultan ist viel zu gutmütig, um den Staat ordentlich zu führen. Trix lernt den Sultan in dessen Garten kennen, wo er von den Drachen abgesetzt. Durch Kontakt mit dem Hofnarren bekommt Trix eine Audienz beim Wesir. Der liebt die Künste, fördert sie und ist gerade im Theater. Dort gibt es ein Wiedersehen mit alten Freunden, der Schauspielertruppe um Bambura. Sie spielen Trix erstes Abenteuer. Auch Gavar ist unter den Zuschauern und scheint amüsiert, obwohl er in dem Stück nicht gut wegkommt. Trix versucht, dem Wesir die Sache mit dem Bündnis auszureden und erkennt, dass er wohl selbst MP besiegen muss, um einen Krieg zu verhindern. MP ist jedoch ein mächtiger Zauberer, der die Zauber anderer scheinbar vorhersieht. Trix geht nun aus Verzweiflung selbst ein Bündnis mit Gavar ein. Sein Plan sieht vor, MP mit dem Theaterstück ablenken und dann zu vernichten. Trix und Gavar spielen sich selbst und wollen auf der Bühne echte Zauber wirken, MP überraschen. Reisen mithilfe der Drache zur Oase ,wo MP und seine Truppen lagern. Die Soldaten sind begeistert von dem Stück und führen sich auf wie beim Kasperletheater. Leider geht Trix Plan schief und MP teleportiert ihn in eine Ruinenstadt in der Wüste und nimmt den Rest der Truppe gefangen. Trix will sich zu seiner geliebten Tiana teleportieren, doch er stattdessen versetzt er sie versehentlich zu ihm. Ihr war sowieso langweilig. Sie finden eine Wunderlampe und der Dschinn versucht, sie hereinzulegen, bringt sie aber zurück in die Stadt. Trix spricht bei Sultan und Wesir vor, doch der Sultan (gar nicht mehr so gutmütig) hat den Wesir abgesetzt und will die Drachen MP angreifen lassen, ohne Rücksicht auf Verluste oder auf die Gefangenen. Notfalls will er einfach aufgeben und MP die Macht überlassen. Trix protestiert, und er und Tiana müssen fliehen, um nicht gefangen genommen zu werden. Sie suchen Rat bei den Drachen. Die meinen, nur ein Assassine könne MP töten und sie sollen bei Meister Aabeze in die Lehre gehen. Damit dafür genug Zeit bleibt, werden sie einen Monat in die Vergangenheit versetzt. Die Schule der Assassinen hat große Ähnlichkeit mit „Hogwards“ (4 Häuser, ein sprechender Turban, Kampf-Besen … ;-)). Außer ihnen, Aabeze und Dekan Ibeem gibt es nur einen weiteren Schüler, ausgerechnet Trix Cousin Derrick, den Sohn des verräterischen Co-Herzogs Gris und Trix Erzfeind. Trix, Tiana und Derrick lernen Giftmischerei und Besenkampf und schließen ihre Ausbildung mit dem rotem Gürtel ab. Da Teppich und Flug-Besen fehlerhaft sind, erfinden sie für Reise zum Feind kurzerhand das Auto und nennen es BMW (Bequemes Technisches Wunderwerk). Sie suchen den Dschinn, und der schickt sie mit ihren Fragen über den MP weiter zur Sphinx. Da erscheinen plötzlich Sauerampfer und Hallenberry/Klaro. Gemeinsam suchen sie nach der Quelle von MPs Macht in der Ruinenstadt „Herz der Hölle“. Da steht plötzlich ein Tor das fordert: „Sprich Freund und tritt ein“ ;-). Sauerampfer muss die Gefährten auf Befehl des Königs verlassen und sie anderen machen die Bekanntschaft einer Gruppe Zwerginnen und treffen den Rat der Zwerge. Die kennen MP und wissen, dass er seine Macht von einer Nixe hat. Sie hat MP Zaubern gelehrt, was ihr bei den Zwergen nicht gelang und das klappte nur, weil er so einfältig ist wie ein Kind. Sein Zauber ist einfach anders, nicht mächtiger. Selbst Klaro lernt von der Nixe das Zaubern, aber er zaubert immer nur Süßigkeiten. Trix erkennt das Geheimnis von MPs Macht und hat bereits einen Plan, verrät ihn Klaro und Tiana jedoch nicht. Sie schleichen sich ins Heerlager von MP ein und qualifizieren sich für die Leibgarde. Können sie MP überraschen und besiegen? Wird Trix Plan gelingen?
Witziger geht es kaum noch! Schon das erste Abenteuer von Trix habe ich geliebt und mich schief gelacht und die Fortsetzung steht dem in nichts nach. Wer mag, kann sich die Geschichte auch gern von Stefan Kaminski als Hörbuch vorlesen lassen. Genial!
Viel Spaß beim Lesen!!!

Buch bestellen?


"Witch & Wizard - Verlorene Welt"

Magie ist vom Staat verboten: "Witch & Wizard - Verlorene Welt (Band 1)!

Gabrielle Charbonnet und James Patterson, übersetzt von Ulrich Thiele
Witch & Wizard 1 – Verlorene Welt
978-3-7855-7894-0
Loewe Verlag
Alter: 11+

Die Geschwister Whit und Wisty, 17 und 15 Jahre alt, wachen über Nacht in einem totalitären Staat auf. Der „Eine, der der Einzige ist“ hat die Macht übernommen und die N.O., die „Neue Ordnung“, ausgerufen. Soldaten stürmen das Haus und nehmen die Geschwister mit. Bei den Soldaten ist auch ihr Schulkamerad Byron, ein Schleimer, der schon immer sein Fähnchen nach dem Wind gehängt hat. Whit und Wisty sollen von ihren Eltern getrennt werden und sich dem Gesetz fügen. Sie dürfen nur 2 Dinge mitnehmen. Ihre Eltern geben ihnen ein leeres Buch und einen alten Trommelstock mit. Der „Eine“ erscheint und verkündet, dass das neue System Bücher, Musik, Filme und ganz besonders Magie verbietet und die Kinder der Hexerei angeklagt seien. Whit und Wisty glauben nicht an Magie, wissen nichts von Hexen und Zauberei. Ihre Eltern sagten zwar schon immer, dass sie etwas Besonderes seien, aber sie sind eben Eltern und außerdem ein bisschen hippiemäßig drauf. Wisty meint, sie leben immerhin im 21. Jahrhundert und nicht im 17., also sei diese Hexenverfolgung ja wohl ein schlechter Witz. Das ändert sich, als sie auf einmal unsichtbar wird und anfängt Flammen zu sprühen. Gibt es Magie vielleicht wirklich? Sie werden von einer Art Sturmtruppen ins Gefängnis verschleppt, wo noch andere Jugendliche sind. In letzter Zeit sind viele Kinder und Jugendliche spurlos verschwunden, auch Whits Freundin und große Liebe Celia. Gibt es da einen Zusammenhang? Wisty erkennt, dass sie Feuer entzünden und Blitze schleudern kann. Auch Whit entdeckt magische Fähigkeiten bei sich. Er kann Dinge verlangsamen und stoppen. Beide haben jedoch kaum Kontrolle über ihre neuen Kräfte. Es kommt zu einer Gerichtsverhandlung vor dem „Einen“, die die reinste Farce ist und sie werden zum Tod durch den Strang verurteilt, sobald sie 18 sind, was bei Whit nicht mehr lange dauert. Dann werden sie in eine ehemalige Nervenklinik, die jetzt ein Hochsicherheitsgefängnis ist, verlegt. Die dortige Oberin ist die Schwester des Richters/ des „Einen“ und sie werden von dem fiesen „Besucher“ verhört. Wisty glaubt kurz, dass sie durchgedreht und wirklich in der Klapse gelandet ist, doch die Realität ist viel schlimmer. Sie sitzen in einer Zelle ohne Ausweg, in der Magie angeblich nicht funktioniert. Doch warum leuchtet Wisty dann? Um Essen zu bekommen, müssen sie sich an bissigen Bluthunden vorbei kämpfen. Keine Chance auf Flucht! Tests an ihnen ergeben nichts. Physisch sind sie ganz normal, aber der Richter glaubt, sie hätten jemanden bestochen, der die Tests fälscht. Er hält es für ausgeschlossen, dass sie normale Teenager sind. Sie werden von Byron befragt, dem schleimigen Wiesel mit Scheitel und Bügelfalten, dem ehemaligen Leiter der Pausenaufsicht, der sich auch jetzt ganz toll und wichtig vorkommt. Die genervte Wisty schwingt den Trommelstock wie einen Zauberstab und droht, ihn in einen Kürbis zu verwandeln, doch stattdessen wird plötzlich ein Löwe aus ihm und dann ein echtes Wiesel. Whit träumt von Celia, die ihm erzählt, dass sie tot ist und er erkennt, dass er feste Materie durchdringen kann. Gemeinsam mit Celias Geist fliehen sie in die Schattenwelt. Dorthin können nur besondere Menschen, die „Kurven“ genannt werden. Die „Geradlinigen“ können ihnen nicht folgen. Dafür kommt einer der Bluthunde mit in die Schattenwelt, doch der ist auf einmal ganz lieb und sie nennen ihn Feffer. Sie kommen in einer anderen Welt wieder raus. Hier befindet sich in einem alten Kaufhaus ein Stützpunkt mit hunderten von Kindern. Sie schmieden einen riskanten Plan. Sie wollen die Kinder aus dem Gefängnis in der Oberwelt befreien und außerdem ihre Eltern suchen und retten. Mit der Zeit funktioniert ihre Magie immer besser, sogar die Schamanin Jamilla ist begeistert. Wisty hat ihre Flammen unter Kontrolle und nutzt ihre Gabe, als die alte Hexe Mrs. Highsmith sie in einem Imbiss verraten will. Doch warum sollte eine Hexe eine andere verraten? Whit und Wisty erfahren von einer Prophezeiung, die sagt, dass sie die „Befreier“ sind. Sie müssen dringend etwas gegen den „Einen“ unternehmen, der alle hinrichten lässt, die seinem Regime nicht in den Kram passen, hauptsächlich Teenager. Sie sterben durch Verglühen. Ist der „Eine“ selbst ein Hexer? Um die Kinder zu befreien, verwandelt Wisty ihren Bruder in einen Wachmann mit allem drum und dran und sich selbst in eine Maus. Außerdem lässt sie die echten Wachen mit einem Kinderlied einschlafen. Doch plötzlich wird Wisty mit riesigen Ratten konfrontiert und Whit steht mit einem Lieferwagen voller geretteter Kinder mitten auf einem U-Bahn-Gleis. Sie Chancen auf ein Happy End stehen schlecht, besonders wenn man die „Vorschau“ im allerersten Kapitel bedenkt, wo Whit, Wisty und ihre Eltern öffentlich in einem Stadion hingerichtet werden sollen. Apropos, wo sind eigentlich ihre Eltern … ?
Magisch, spannend, genial! Der erste Teil dieser neuen Reihe hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Weiter geht es mit "Verbotene Gabe" (Teil 2) und demnächst folgt auch noch Teil 3, "Verborgenes Feuer". Mit der Altersangabe bin ich aber nicht so ganz einverstanden. Aufgrund des Themas (totalitärer Staat etc.) und des Alters der Helden (17 und 15) würde ich da etwas höher ansetzen, mindestens bei 12+. Für Manga-Fans gibt es „Witch & Wizard“ übrigens auch als Manga-Reihe beim Tokyopop-Verlag!
Viel Spaß beim Lesen!!!

Buch bestellen?


Samstag, 27. Dezember 2014

Frohe Weihnachten!!!

Frohe Weihnachten wünsche ich Euch allen!!!

Vor lauter Weihnachtsstress habe ich doch am Mittwoch (24.12.) ganz vergessen zu bloggen. Sorry ;-). Da ich wohl auch am nächsten Mittwoch (Silvester!) eher nicht dazu kommen werde, wünsche ich Euch schon mal einen Guten Rutsch ins neue Jahr! Am 7. Januar gibt es dann wieder Buchtipps von mir. 

Eure Very

Mittwoch, 17. Dezember 2014

"Zertrennlich"

Heute geht es weiter mit meinen besonderen Lieblingsbüchern! Ob als Weihnachtsgeschenk oder zum selber lesen, hier ist für (fast) jeden etwas dabei.

Los geht es mit der Geschichte der Zwillinge Viola und Issy in: "Zertrennlich"!

Saskia Sarginson, übersetzt von Sandra Knuffinke und Jessika Komina
Zertrennlich
978-3-8390-0152-3
Script 5 Verlag
Alter: 14+

1972: Die Zwillinge Viola und Isolte (genannt Issy) Love wachsen bei ihrer Mutter Rose (Vater ist unbekannt) in einer Hippie-Kommune in Wales auf. Später ziehen sie in ein kleines Häuschen im Wald an der Ostküste Englands. Eine Zeit lang wohnen auch Luke und Abby aus der Kommune dort. Mutter Rose macht auf Selbstversorger und das Geld ist ständig knapp, denn sie raucht und trinkt zu viel. Die Mädchen werden in der Schule eine Klasse zurückgestuft, da sie vorher ausschließlich von ihrer Mutter unterrichtet wurden. Die andere Schüler und die Leute im Dorf finden sie seltsam. Viola und Issy freunden sich mit zwei Jungs aus der Gegend an, die ebenfalls Zwillinge sind. Michael und John gehen auf eine andere Schule in die 8. Klasse, sie selbst sind erst in der 6. Klasse. Sie treffen sich erstmals beim Fahrradfahren, als die Mädchen ein krankes Kaninchen finden und die Jungs es erlösen. Michael und John werden von ihrem Vater verprügelt, der zum Glück selten zu Hause ist. Sie haben noch einen großen Bruder, Ed, und eine ältere Schwester, Judy. Judy nimmt die Mädchen einmal mit in die Disko und genießt es, sie vorher richtig aufzubrezeln. Viola und Issy sind gern bei den Jungs, denn da gibt es Sandwiches mit Pommes. Mutter Rose hält neuerdings Ziegen. Als sie jedoch das süße Ziegenbaby schlachtet, sind die Mädchen entsetzt und wütend. Die Jungs erzählen ihnen Geschichten von Black Shuck, einem Geisterhund, der in der Gegend umgeht. Black Shuck verschwindet, wenn man laut seinen Namen sagt. Sie finden wirklich einen toten Hund, aber das ist sicher nicht Black Shuck, denn den kann man nicht töten. Eines Tages finden sie auch ein Pferd und reiten. Es ist ein Sommer voller Abenteuer und gleichzeitig das Ende ihrer Kindheit. Sie haben ein geheimes Versteck im alten Martello-Turm, das man nur kletternd an einem Seil erreichen kann. Viola ist ein bisschen verliebt in John. Doch dann passiert das „Kussmissverständnis“ im Versteck. John küsst Issy, die Violas Shirt trägt und Viola ist tief verletzt. Issy versteht das nicht, denn sie weiß nichts von Violas Gefühlen. Die verzweifelte Viola springt vom Turm und verliert dabei den Stein, den John ihr geschenkt hat. Sie muss im Gesicht genäht werden und fühlt sich hässlich. Ihre Mutter besucht neuerdings einen Tischlerkurs in der Volkshochschule und lernt dabei einen Mann kennen. Der Witwer Frank hat eine kleine Tochter namens Polly. Die Mädchen können sie nicht ausstehen, denn Polly nervt und Frank ist einfach nur langweilig. Sie wollen ihre Mutter nur für sich. Doch sie müssen mit auf Pollys Schulkonzert, und die kleine Nervensäge ist auch zuhause immer da. Die Mutter kocht für Frank mit viel Aufwand und Liebe, was sie für die Zwillinge noch nie getan hat. Die Mädchen planen, die Störenfriede mit einem Hexenritual zu vertreiben. Sie glauben nämlich an Hexen und Geister. Zusammen mit den Jungs basteln sie einen Glücksbringer aus einem totem Kaninchen. Er scheint jedoch nicht zu wirken, denn Polly ist wie eine Klette. Sie will immer mit ihnen spielen und folgt ihnen überallhin. Dann kommt es zu einem tragischen Vorfall. Viola und Issy wollen sich nachts mit Jungs treffen, um das Ritual durchzuführen, damit ihre Mutter Frank nicht heiraten wird, aber die Mutter will an diesem Abend mit Frank ausgehen und sie sollen auf Polly aufpassen. Die nervt, will nicht schlafen und folgt ihnen. Sie gehen zum Turm. Dort lassen sie Polly zurück. Sie kann nicht allein runter. Danach ist und bleibt Polly verschwunden. Die Polizei geht von einem Verbrechen aus. Frank und die Mutter der Mädchen sind verzweifelt. Dann folgt ein weiteres tragisches Ereignis. Die Mutter bringt sich um. Issy wird Zeuge davon, wie ihre Mutter ins Meer geht und kann nichts dagegen tun. Sie und ihre Schwester kommen zur Tante Hettie nach London, bekommen erstmals jeder ein eigenes Zimmer. Viola rebelliert mit schrillem Outfit und Punkfrisur, magert ab und macht sich so hässlich wie möglich. Issy hingegen will gefallen und beliebt sein. Sie ist die „Brave“. Keiner hält sie mehr für Zwillinge. 15 Jahre später (im Jahr 1987): Isolte arbeitet bei einer Modezeitschrift und ist mit Fotograf Ben zusammen. Noch immer hat sie Alpträume von Mutters Selbstmord, und sie hasst Alkohol, da ihre Mutter immer betrunken war. Als sie jedoch gefeuert wird, besäuft sie sich total. Der Job ist weg, ihre Schwester entgleitet ihr und es ist alles aussichtslos. Viola ist magersüchtig und liegt zur Zeit im Krankenhaus. Sie hungert sich langsam zu Tode, dabei war sie früher der „pummeligere“ Zwilling. Auch sie wird mit der Vergangenheit nicht fertig und straft sich auf ihre Weise. Issy beschließt, nach Suffolk zu reisen und begegnet ihrer Vergangenheit. Sie erfährt von Judy, dass Michael tot ist und John im Gefängnis. John hat Michael im Zorn und im Suff erschlagen. Judy hat ein behindertes Kind. Issy sucht John auf, der ihr den Stein von damals für Viola mitgibt. Er hat sie auch geliebt. Das ist alles ganz schön heftig, daher verschweigt Issy es erst mal vor Viola, als die beiden telefonieren. Doch Issy und Viola müssen über die Vergangenheit reden, alle Geheimnisse offenlegen und ihr Trauma verarbeiten … .
Obwohl es sich um ein Jugendbuch handelt, ist es eher wie eines für Erwachsene geschrieben. Die „Heldinnen“ sind Mitte Zwanzig, außerdem wird der Rest in Rückblicken erzählt und das ist manchmal etwas verwirrend, aber die Geschichte ist ansonsten wirklich sehr gut erzählt.
Viel Spaß beim Lesen!!!

Buch bestellen?
http://www.ravensbuch.de/shop/item/9783839001523

"Krähen gegen Ratten - Der Bandenkrieg von Murz und Matze"

Krieg der Knöpfe war gestern, jetzt kommt: "Krähen gegen Ratten - Der Bandenkrieg von Murz und Matze"!

Kilian Leypold
Krähen gegen Ratten – Der Bandenkrieg von Murz und Matze
978-3-446-24631-7
Hanser Verlag
Alter: 12+

Zwei verfeindete Kinderbanden bekriegen sich in der Mettenstraße in München. Auf der einen Straßenseite in den Eigentumswohnungen leben die Krähen, der zwölfjährige Anführer Murz (eigentlich Kurt) und seine Freunde Flac (Theo), Kralle (Katja) und Teer (Mammadou) mit seiner kleinen Schwester Onni. Gegenüber in den Sozialbauten hausen die Ratten, Anführer Matze, ebenfalls Zwölf und seine Freunde Güncal, Roya und der Hunne (Dazan). Der verträumte Murz stellt sich oft vor, eine Krähe, „der Mäusetöter“, zu sein und hat Angst vor dem Erwachsenwerden. Matze glaubt hingegen nur an das, was man messen kann und hat daher immer seinen Zollstock dabei. Murz mag Rätsel und das Geheimnisvolle. Matze mag nur Fakten. Warum sind die Banden eigentlich verfeindet? Für die Krähen ist alles nur ein Spiel, um ihren spießigen Elternhäusern zu entkommen. Die Ratten fliehen aus anderen Gründen vor der Realität. Royas Vater und Großvater sind Taliban, Matze wird von seinem Vater misshandelt, Güncal lebt mit unzähligen Geschwistern in einem Zimmer mit null Privatsphäre und der Hunne kann kaum Deutsch und hat daher große Probleme in der Schule. Zwischen den Banden kommt es häufig zu Prügeleien. Murz wurde von den Ratten sein Fahrrad weggenommen, und er musste nur in Unterhosen durch Brennnesseln laufen. Seine besorgte Mutter geht mit ihm ins Krankenhaus, wo sie einen merkwürdigen Typen im Wartezimmer treffen. Wegen seines Pelzmantels nennt Murz ihn den „Bison“. Sein richtiger Name ist Tom Döse und er ist unter anderem Friseur und Privatdetektiv, außerdem auf der Suche nach dem absolut Vollkommenen, also ein total durchgeknallter Spinner. Die Krähen treffen sich danach im Hauptquartier auf dem Kletterturm des Spielplatzes und schwören Rache. Sie verabreden sich mit den Ratten zu einer Prügelei. Sie wollen Vergeltung, keinen Frieden. Die Ratten kidnappen kurzzeitig Onni und die Krähen werfen mit Steinen. Sie erniedrigen die Ratten, indem sie verlangen, dass diese in Röcken zum Kampf erscheinen. Murz entführt außerdem Matzes Hund Jadlowker vor dem Supermarkt. Matze kassiert dafür Prügel von seinem Alten und findet eine Drohnachricht der Krähen: „Ihr im Rock! Wir mit Hund!“. Matze sucht seinen Hund und trifft bei den Müllcontainern den verrückten Herr Scheibenschütz, der der Leiter des Eichamts München ist. Dann kommt der Kampf in der großen Mulde. Es kommt zum Tausch Rad gegen Hund und die Schlacht endet unentschieden. Die Banden streiten nun, ob ein Stein, der gerade noch als Wurfgeschoss diente, schwerer oder leichter als 1 Kilo ist. Sie wollen den Stein wiegen. Das soll entscheiden, wer die Schlacht gewonnen hat. Bei ihrem Streit werden sie jedoch von der „Kommandantin“ mit ihren 3 kläffenden Möpsen gestört und beschließen, je eine Delegation mit dem Stein ins Eichamt zu schicken. Der überraschend aufgetauchte Döse verwahrt den Stein bis dahin und erhält dafür Seifenblasen als Bezahlung. Der Typ ist echt nicht mehr ganz dicht. Im Eichamt scheitern sie bereits am Pförtner, der sagt, sie bräuchten einen Termin. Außerdem prüfen sie hier nur und wiegen nicht, vor allem keine dreckigen Steine. Der Amtsleiter Scheibenschütz, den Matze schon von den Mülltonnen kennt, taucht auf und spricht von Bezugsnormalen und dem Urkilo, bzw. der Kopie des Urkilos , denn das Original ist in Paris. Dieses Urkilo wird immer leichter, aber eine neuentwickelte Kugel wiegt exakt ein Kilo. Sie ist aus Silizium-28 und Wissenschaftler haben alle Atome gezählt. Die Kugel befindet sich zur Zeit im Eichamt und ist Millionen wert. Doch das weiß nur Murz. Er hat im Krankenhaus gegenüber den Transport beobachtet, eine Kiste, die mit Handschellen an einen Mann gekettet war, doch Matze glaubt ihm nicht. Döse ist begeistert von der Idee einer perfekten Kugel und lässt vor lauter Begeisterung versehentlich dem Pförtner den Stein auf den Fuß fallen und sie werden rausgeschmissen. Matze und Murz wollen nachts einbrechen und den Stein heimlich wiegen. Murz ist außerdem an der Kugel interessiert, da er glaubt, sie habe magische Kräfte. Doch sie müssen vorher Mutproben bestehen. Murz lernt Matzes Vater kennen und ihm wird einiges klar, doch das ist noch nicht die Mutprobe. Er muss eine tote Ratte auf ein Bahngleis legen, so dass der Zug ihr sauber den Schwanz abschneidet. Matze hingegen muss eine Nuss knacken und zwar nur mit Köpfchen. Als sie dann den Einbruch wagen, bekommen sie im Eichamt so manches zu sehen, unter anderem eine Eiersortiermaschine und schnappen sich die Urkilo-Kopie. Dann ist Scheibenschütz plötzlich da und erwischt sie auf frischer Tat. Er meint, wegen der vermaledeiten Kugel haben dämliche Messzylinder etc. bald ausgedient, auch das Urkilo in Paris. Er stellt nachts Löffel her, die als neue Prototypen dienen sollen, schließlich ist der Löffel die älteste Maßeinheit der Welt. Außerdem bestätigt er den Kindern, dass die Kugel tatsächlich hier ist und zeigt sie ihnen. Doch dann werden sie in der schalldichten Kammer eingesperrt. Murz meint, die Kugel sei ein Wunder, so etwas könne Matze nicht mit dem Zollstock messen. Die Waage zeigt 1 Komma und dann 48 Nullen. Wow! Sie wollen die Kugel mitnehmen, aber sie müssen sie durch etwas von gleichem Gewicht ersetzen, damit der Alarm nicht losgeht und alles was sie haben, ist der Stein … .
Kann ein Stein Frieden bringen? Diese Bandengeschichte steckt voller genialer Ideen und voller schräger Figuren, wie Döse und Scheibenschütz. Die waren mir manchmal ein bisschen zu durchgeknallt. Die ganze Idee fand ich aber super. Nachdenklich, sozialkritisch und dennoch spannend, ein tolles Buch!
Viel Spaß beim Lesen!!!

Buch bestellen?