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Mittwoch, 3. September 2014

"Silber - Das zweite Buch der Träume"

Dream on!: "Silber - Das zweite Buch der Träume"!

Kerstin Gier
Silber – Das zweite Buch der Träume
978-3-8414-2167-8
FJB Fischer Jugendbuch Verlag
Alter: 12+

Liv träumt weiter und trifft sich regelmäßig mit ihrem Freund Henry im Traum. Gossip-Bloggerin „Secrecy“ lästert währenddessen auf ihrem Blog darüber, dass die beiden „es“ noch immer nicht getan haben. Sie weiß private Dinge über Liv, die außer Liv selbst höchstens noch ihre kleine Schwester Mia und Henry wissen könnten. Liv ist ein wenig enttäuscht von Henry, als sie als Weihnachtsgeschenk von ihm nur eine Winkekatze bekommt, denn sie hatte für ihn eine ganz besondere Spieluhr gebastelt. Im Traum spioniert Liv Lotties Schwarm, Charles den Zahnarzt, aus, um herauszufinden, ob er es ernst mit ihr meint. Ihre kleine Schwester Mia schlafwandelt neuerdings. Und was ist aus den Träumern aus Band 1 geworden? Schönling Jasper ist in Frankreich. Anabel sitzt in der Psychiatrie. Sie hatte sich die Sache mit dem Dämon nur eingebildet, weil sie psychisch krank ist. Mit Arthur will Liv nichts mehr zu tun haben. Sie hatte ihm im letzten Band den Kiefer gebrochen, als Anabel und er sie töten wollten. Livs gut aussehender Stiefbruder Grayson nutzt die Traumtüren nicht mehr und rät auch Liv davon ab. Seine Schwester Florence und seine Freundin Emily nerven. In der Schule textet „Freundin“ Persephone Liv ohne Ende zu, aber die mag sie nun schon beinahe. Liv und Mia machen Skiurlaub mit ihrem Vater in der Schweiz. Henry benimmt sich bei ihrer Rückkehr seltsam. Er holt sie nicht am Flughafen ab. Liv findet es auch merkwürdig, dass er nie über seine Familie redet. Liv war noch nie bei ihm zu Hause, nur im Traum war sie einmal in seinem Zimmer. Sie ahnt nicht, wie problematisch seine Familie ist. Seine Mutter ist depressiv, sein Vater mit einem bulgarischen Model durchgebrannt und der kleine Bruder Milo klaut. Henry will sie damit angeblich nicht belasten, aber sie fühlt sich ausgeschlossen. Ein seltsamer Typ taucht im Traumkorridor auf. Er nennt sich Senator Tod Nord und entpuppt sich dann als Anabels Psychiater Dr. Otto Anderson (ein Anagram). Anabel wollte ihn manipulieren, doch er setzte sie unter Drogen, damit sie nicht träumt und spielt sein eigenes Spiel. Mal trägt er einen Schlapphut, mal macht er auf Großwildjäger und einmal träumt er eklige Spinnen herbei. Doch auch Liv träumt immer besser. Die Verwandlung in einen Jaguar gelingt ihr endlich (mehr oder weniger) und später versucht sie sich als Libelle und als Windhauch. Tagsüber gibt es Stress mit der Großmutter von Grayson und Florence, dem „Biest in Ocker“ (kurz „Bocker“). Sie hält Amerikaner (also Livs Mutter) für ungebildet und Deutsche (also Livs Vater) für bösartig (die Geschichte spielt in London, falls ihr es nicht mehr wisst)) und behandelt Lottie wie Dreck. Sie müssen zu einer ätzender Teeparty bei ihr und üben für die dort erfolgte Demütigung Rache an Mr. Snuggles, einem geschmacklosen Buchsbaum in Pfauenform, der im Vorgarten vom „Bocker“ steht. Was für Liv und Mia eigentlich nur ein blöder Streich war, hat größere Auswirkungen. Sie haben nicht mit einem Aufruhr in Schule gerechnet und erst recht nicht mit „Secrecy“, die sie voll in die Pfanne haut. Das gemeuchelte Gestrüpp war anscheinend ein geschütztes Denkmal, eine Art Wahrzeichen der ganzen Gegend (und potthässlich) und alle liebten es. Viele wuchsen damit auf und heulen jetzt deswegen. Liv bereut ihre Tat, aber Mia nicht. Woher weiß „Secrecy“, dass sie das mit dem Buchsbaum waren? Spioniert sie vielleicht Mia aus? Mia versucht eines Nachts, Liv im Schlaf mit einem Kissen zu ersticken. Wer manipuliert sie und ihre Träume, damit sie ihre Schwester Liv für einem bösen Klon hält? Liv will Mias Träume schützen, denn Mias Tür wird nur von ihrem altem Plüschhasen bewacht und ist nicht einmal verschlossen. Liv kommandiert ihren Mr. Wu (die Traumvariante ihres ehemaligen Kampfsportlehrers) zu Mias Tür ab und gibt ihm einen Gong, damit er im Notfall Alarm schlagen kann. Sie überprüft diese Maßnahme in Gestalt eines Windhauchs, als Henry im Korridor auftaucht. Liv folgt ihm unsichtbar, was sie so eigentlich nicht vorhatte, und will ihn überraschen, doch er geht durch eine Tür in einen fremden Traum und steigt zu einer nackten Frau in den Pool, die er B nennt. Liv ist entsetzt und enttäuscht. Er entdeckt sie, als sie vor Schreck ihre normale Gestalt wieder annimmt. Als Liv sich nach dem Aufwachen im Bad einschließt und nicht an ihr Handy geht, er ist besorgt, sie könnte sich etwas antun und ruft Grayson an, der nach ihr sieht. Dann herrscht bei den beiden erst mal Funkstille. Sie reden auch in der Schule nur das Nötigste. Langsam fühlt sich Liv echt wie Klon. Dafür entwickelt sie, wie es scheint, Gefühle für den „großen Bruder“, der immer für sie da ist und das oftmals ohne Hemd. Auch mit Arthur redet sie wieder. Liv wundert sich, dass „Secrecy“ noch nicht verkündet dass es zwischen ihr und Henry aus ist. Mia fällt beim Schlafwandeln fast aus dem Fenster, doch es geht alles noch mal gut. Mutter Ann bekommt bei einem festlichem Geburtstagsessen einem Heiratsantrag von Ernest. Das „Bocker“ ist „not amused“. Liv trifft Anabel im Korridor und die beteuert ihre Unschuld bezüglich Mia und deren Schlafwandelträume. Grayson erfährt von der Trennung von Liv und Henry. „Secrecy“ verkündet in ihrem Blog dann gleich zwei Trennungen, denn auch Grayson und Emily haben sich getrennt. Natürlich gibt es sofort Gerüchte über Grayson und Liv. Liv erfährt, dass die mysteriöse B aus dem Traum Henrys Stiefmutter ist. Sie sieht sie vor seinem Haus, als sie Milo erneut des Diebstahls beschuldigt und nimmt die Beute heimlich an sich, damit Milo nicht noch mehr Ärger bekommt. Arthur gesteht unterdessen, „Secrecy“ mit Informationen versorgt zu haben. Liv dringt in Mias Traum ein und sieht, wer ihre Schwester bedroht, und derjenige tritt in Livs Gestalt auf!
Wie kann ein Buch, in dem praktisch nichts Aufregendes passiert, nur so spannend sein? Der actionmäßige Höhepunkt ist die „Ermordung“ eines Buchsbaumes. Trotzdem warte ich schon sehnsüchtig auf den nächsten Band, der im Sommer 2015 erscheint, weil ich endlich wissen will, wer „Secrecy“ ist.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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http://www.ravensbuch.de/shop/item/9783841421678

"Marie Marne und das Tor zur Nacht"

Bleib wach mit ADI: "Marie Marne und das Tor zur Nacht"!

Christoph Werner
Marie Marne und das Tor zur Nacht
978-3-95510-037-7
Osburg Verlag
Alter: 12+

Die Firma All Day Industries (ADI) hat unzählige Filialen weltweit. ADI verkauft „Wachheit“ an Geschäftsleute, junge Mütter, Paare in den Flitterwochen … eben wo sie gebraucht wird. Wer nicht schlafen kann oder will, bleibt ganz einfach wach. Nach einem speziellen, künstlichen ADI-Traum, in dem man seine wahren Träume in Form von Gegenständen in ein dunkles Meer werfen muss, braucht man eine Zeit lang nicht mehr zu schlafen. Jede Sitzung kostet 260€. Manche Leute sind gezwungen, einen 2. Job anzunehmen, um die ADI-Sitzungen zu bezahlen, die sie brauchen, um für ihren Erstjob wach zu bleiben. Die dreizehnjährige Marie begleitet ihren Vater zu ADI. Marie selbst darf noch keinen ADI-Traum haben, denn das ist erst ab 18 gestattet. Der ADI-Azubi Jonas misst spaßeshalber ihren ADI-Wert, während sie wartet. Dieser Wert bestimmt, wie lange ein Mensch wach bleiben kann und liegt in der Regel bei 3-14 Tagen. Marie hat einen Wert von 113! ADI-Firmengründer Puck und der mysteriöse Mr. Phisto (wer da nicht an Mephisto denkt ;-) …), der bislang den höchsten Wert hatte, werden aufmerksam. Unterdessen feiert Maries Vater im Hotel von Onkel Paul ganz groß seinen Geburtstag. Auch Maries beste Freundinnen, die glamouröse Jelena und die eher burschikose Hanna sind eingeladen. Nach der Feier wird Maries Vater krank. Er reagiert auf nichts und niemanden, ist nicht ansprechbar und scheint selbst seine Familie nicht wiederzuerkennen. Auch die Spezialisten in der Klinik, in die er eingeliefert wird, wissen keinen Rat. Marie ahnt nicht, dass ADI hier die Finger im Spiel hat und ihr Vater in einem Traum gefangen ist. Mr. Phisto sucht sie auf und behauptet, nur sie könne ihrem Vater helfen. Er stellt sich ihr als „Agent der Nacht“ vor und stellt ihr merkwürdige Aufgaben. Marie ist skeptisch, doch als sie neben ihrem Vater schläft und ihn in seinem Traum trifft, entschließt sie sich, Phistos Anweisungen zu folgen. Sie muss auch in die Träume von anderen Menschen eindringen und soll dort bestimmte Gegenstände besorgen und diese an den Strand des schwarzen Ozeans legen. Sie recherchiert über Träume und sucht einen gewissen Professor Monroe auf, der auf diesem Gebiet ein Experte ist. Sie sagt ihm jedoch nichts über ihre wahren Beweggründe, sondern behauptet, sie müsse für die Schule ein Referat über Träume und über ADI halten. Phisto hat ihr verboten, mit irgendwem über die Sache zu reden. Monroe scheint etwas zu wissen, doch Marie weicht seinen Fragen aus und geht. Bei ihrer ersten Traummission muss sie einer fremden Frau folgen und dann neben ihr zu schlafen, um eine Pfeife aus ihrem Traum zu holen. Ihre zweite Zielperson ist ausgerechnet der fiese Schulhausmeister Rinke. Der verdächtigt Marie, eine Wand mit Graffiti beschmiert zu haben, doch sie ist unschuldig. Sie deckt Karl, einen netten, älteren Jungen aus der Schule, der ihr in der Pause mal sein Handy geliehen hat und seinen bescheuerten Freund Fränk. Es gelingt ihr, dem schlafenden Rinke eine Puppe aus seinem Traum zu stehlen und an den Strand zu legen. Zu guter Letzt bestellt Phisto sie auf einen Spielplatz, wo die Ministerpräsidentin höchstpersönlich auftaucht und auf der Bank neben Marie einschläft. Aus ihrem Traum muss sie eine Glocke holen. Als sie alle Gegenstände hat, muss sie im Traum ein schwarzes Tor öffnen. Tatsächlich wacht ihr Vater unmittelbar danach auf, doch das Öffnen des Tores hat furchtbare Konsequenzen. Die Menschen werden von Alpträumen heimgesucht, niemand kann mehr schlafen. Es gibt eine Menge Verkehrsunfälle, auch in Politik und Wirtschaft herrscht Chaos. ADI bietet die Lösung, obwohl einige munkeln, sie wären auch am Problem nicht unschuldig. Nur Marie weiß, wer an der Katastrophe schuld ist: Sie selbst! Adi macht Millionen, denn jetzt müssen alle Menschen Wachheit kaufen und ADI-Träume haben, um zu überleben. Die seltsamen Alpträume kommen nämlich schon in der Einschlafphase und wer nicht schläft und träumt, wird verrückt und stirbt. Schlafentzug gilt nicht umsonst als Folter. Marie will ihren Fehler wieder gut machen und sucht in ihrer Verzweiflung nun doch Monroe auf. Er und seine Freundin Priscilla gehören einer besonderen Gruppe an. Sie ist eine sogenannte Benandanti und er ist ein Hafenmeister für Träumer. Sie haben einen Traumraum im Haus und treffen sich regelmäßig mit Freunden zum gemeinsamen Träumen. Dort sind sie jedoch nicht sicher, denn Phisto verfolgt Marie und sie sie versuchen, Zuflucht in Onkel Pauls Hotel zu suchen, doch auch das bringt nichts. ADI ist überall und übernimmt die Macht. Phisto hat Maries Handy und findet sie auch bei Jelena. Ihre letzte Chance ist Karl, dessen Adresse nicht in Maries Handy gespeichert war. Bei ihm verbarrikadieren sie sich, denn Marie muss ungestört träumen können. Die Benandanti schaffen eine Mauer ums Haus, die alle unwillkommenen Eindringlinge einschläfert. Marie begegnet im Traum der Nächtigen und trinkt deren ekliges Gebräu, das wie Jauche schmeckt. Dann tauft die Nächtige sie mit Hühnerblut, denn nur so kann Marie ihr Traumgegenstück, das Mädchen im Spiegel mit den roten Haaren und den grünen Augen finden. Sie müssen sich vereinen, um das Tor zu schließen, doch Phisto ist mächtig und gibt nicht auf. Die skrupellose ADI will Maries Tod, wenn sie sie schon nicht kontrollieren können. Phisto erscheint in der Traumwelt und verwandelt sich in einen Panther und einen Bienenschwarm, um die Mädchen aufzuhalten, doch die Maries kontern mit mit einem Auerochsen und einem Riesenfrosch. Kann Marie das Tor schließen und das überleben? Was wird aus dem Rest der Menschheit und ihren Träumen?
Die Geschichte gehört zwar schon in den Bereich Sience-Fiction, ist aber erschreckend realistisch (und super gut!) geschrieben. Das Leseexemplar fiel mir durch Zufall in die Hände. Bis dahin war mir der Verlag völlig unbekannt. Ich war begeistert. Ihr wisst ja, wie sehr ich Träume (und Bücher darüber) liebe. Leider gibt es nicht viele Bücher, in denen es um Träume geht. Nach dem Lesen kann ich nur sagen: Aufgepasst Kerstin Gier, Dein „Silber“ bekommt Konkurrenz! ;-)
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 27. August 2014

"Mouseheart - Die Prophezeiung der Mäuse"

Mäuse, Katzen, Wölfe ... heute gibt es eine Menge tierisch toller Buchtipps!

Den Anfang machen die kleinsten Helden: "Mouseheart - Die Prophezeiung der Mäuse"!

Lisa Fiedler, übersetzt von Johanna Wais
Mouseheart – Die Prophezeiung der Mäuse
978-3-505-13522-4
Egmont Verlag /Schneider Buch
Alter: 10+

Der kleine Mäuserich Hopper lebt mit seinen Geschwistern Pinkie und Pip in einer Zoohandlung. Bevor er von seiner Mutter getrennt wurde, sagte die ihm einst: „Suche die Mūs!“. Leider weiß er nicht, was das bedeutet. Er glaubt, eines Tages von netten Leuten „adoptiert“ zu werden, zumindest bis dieser Junge mit der Schlange auftaucht und fragt, wo denn die Futternager stehen. Die Mäusegeschwister beschließen zu fliehen, bevor es ihnen an den Kragen geht. Leider werden Hopper und Pinkie im Chaos von dem kleinen, schwachen Pip getrennt und dann hat Hopper auch noch einen Riesenstreit mit Pinkie, als sie endlich draußen vor Tür sind. Der eskaliert derart, dass sie sich gegenseitig ein Stück vom Ohr abbeißen. Es kommt noch schlimmer. Hopper fällt in den Gully und wird in die Kanalisation gespült. Er kommt in einem U-Bahn Tunnel zu sich. Nun ist er ganz allein. Hier unten ist alles voll Müll und er sieht ein Nagerskelett zwischen den Schienen, was ihm tierisch Angst macht. Zucker, der Rattenprinz, rettet ihn gerade noch rechtzeitig vor der heranrasenden Bahn, sonst wäre er ebenfalls so geendet. Er nimmt ihn mit zum Palast, doch unterwegs laufen sie beinahe den Rebellen, unter der Führung von Firren, in die Arme. Der Palast wird von Katzen bewacht, so dass sie an Torwächter Klops/Zyklop vorbei müssen. Zucker erzählt von dem Friedensvertrag zwischen Ratten und Katzen. Die einzige Bedrohung hier unten seien die Mūs. Hopper sieht in diesem Zusammenhang eine Zeichnung an der Wand, die eine Maus mit weißem Ring um ihr rechtes Auge, so wie bei ihm selbst, zeigt. Seine Schwester Pinkie hat das gleiche Mal, nur auf der linken Seite. Diese Besonderheit sieht man jedoch erst als der Verband an seinem Ohr, den die Ratte Marcy angebracht hat, als sie ihn badete und verarztete, abgeht.Das geschieht ausgerechnet bei der Audienz beim Kaiser. Der Kaiser sieht das Zeichen und veranstaltet ein Fest zu Hoppers Ehren. Das Zeichen um Hoppers Auge sorgt für ziemliche Aufregung. Auf einmal will jeder Hopper auf seine Seite ziehen. Davon darf Hopper jedoch nichts mitbekommen und der Kaiser schirmt ihn von allem ab. Der Rattenkaiser Titus nennt ihn den „Hoffnungsbringer“ und die Rebellen nennen ihn den „Auserwählten“. Hopper ahnt nicht, dass Pinkie, die ebenfalls in die Unterwelt und dort zu den Rebellen gelangte, zur Zeit noch deren Auserwählte ist. Und was wurde eigentlich aus dem Dritten im Bunde? Der kleine Pip ist im Flüchtlingslager gelandet. Hopper sorgt sich um den Verbleib seiner Geschwister und Zucker will seine Truppen in die Randgebiete senden, um nach ihnen zu suchen. Die Stadt Atlantia scheint ein friedliches Paradies zu sein, doch Hopper erfährt, dass die bösen Mūs draußen lauern und die Ratten vernichten wollen. Nagetiere von „oben“ (Mäuse, Hamster, Eichhörnchen, Streifenhörnchen etc.), die sich hier unten verirrt haben, werden in Flüchtlingslager untergebracht. Dort bekommen sie reichlich zu essen, bevor sie losgeschickt werden, um ferne Gebiete zu besiedeln. Doch niemand hat je diese Siedlungen gesehen. In Wahrheit werden die Siedler von den Katzen, als Teil des Friedensvertrages, gejagt und getötet. Kaiser Titus gibt sich edelmütig, was die Lager und deren Funktion angeht, doch Zucker weiß alles. Er kann aber Hopper nicht die Wahrheit sagen, weil die Spione seines Vaters, dem Kaiser der Romanus, überall sind und zuhören. In Wirklichkeit ist Zucker gegen seinen Vater und seine Methoden. Er weiß auch, dass die Katzenkönigin seine Mutter gefressen hat, aber er darf sich nicht verraten. Eine Weile galt er als Rebell und zog mit der Mūs Dodger herum. Der ist übrigens Hoppers Vater, aber das weiß der nicht. Zucker mag Hopper, der ihn am Dodger erinnert und die beiden freunden sich an. Zucker bringt Hopper das Lesen bei. Der kluge Hopper ist der einzige, der begreift, was es mit den U-Bahn Plänen auf sich hat. Eine wichtige Entdeckung, denn die anderen wundern sich, wie die Menschen von hier nach da kommen ohne sich zu verirren. Während sich Hopper mit Zucker gut versteht, haben die Rattenkinder auf Spielplatz Angst vor ihm. „Hau ab, du Mūs!“, schreien sie. Ist er denn wirklich eine Mūs? Zucker reitet mit Hopper auf einer Katze und besichtigt mit ihm die Lager. Dabei sieht Hopper Pip, ist jedoch unbesorgt, da er an die Güte und Barmherzigkeit des Kaisers glaubt. Dann greifen Firren und die Rebellen an und sehen dabei Hoppers Auge. Es gibt ein Wiedersehen mit Pinkie die gar nicht erfreut ist, da sie es bisher sehr genoss, die „Auserwählte“ zu sein. Im Rebellenversteck in einer alter Lokomotive kommt es zum Treffen mit den Ratsmitgliedern. Doch wer ist der mysteriöse Anführer „La Rocha“, der sich nie zeigt? Hopper weiß nicht, wem er vertrauen und was er glauben soll und begeht einen fatalen Fehler. Er verrät dem Kaiser den Angriffsplan der Rebellen. Noch dazu ist Zucker schwer verletzt und Atlantia weit entfernt. Hopper nutzt den Zugfahrplan, um schnell dorthin zu gelangen und den Kaiser zu informieren, dass Zucker verletzt ist. Der Kaiser plant gerade mal wieder, neue „Siedler“ zu entsenden. Als Hopper die grausame Wahrheit erfährt, scheint alles zu spät. Was wird aus Pip und den anderen? Können sie sie retten? Sie müssen sich den Katzen stellen und alle zusammen kämpfen, Rebellen, Flüchtlinge und Mūs!
Eine super spannende Geschichte für Freunde tierischer Fantasy! Hat mich ein wenig an
„Desperaux“ erinnert, ist aber auch was für „Warrior Cats“-Leser! Ich warte schon sehnsüchtig auf die Fortsetzung dieses genialen Abenteuers mit dem kleinen, aber starken und mutigen Helden Hopper.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Katertage zum Verlieben"

Ist der nicht süß?: "Katertage zum Verlieben"!

Ilona Schmidt
Katertage zum Verlieben
978-3-522-50417-1
Planet Girl/ Thienemann Verlag
Alter: 12+

Der kleine Kater „Tiger“, aus dessen Sicht die Geschichte erzählt wird, lebt mit seiner Mutter in der Scheune eines Bauernhofes, bis er eines Tages Jana vor die Füße fällt. Das tierliebe Mädchen nimmt ihn mit ins Haus, doch er hat Angst und traut ihr nicht. Auch Basset Brutus, der ebenfalls auf dem Hof lebt und sich des öfteren in Janas Zimmer aufhält, ist ihm nicht geheuer. Jana bringt Tiger erst mal zum Tierarzt, wo er geimpft und entwurmt wird, was ihm gar nicht gefällt. Zurück in Janas Zimmer bleibt er lieber in der sicheren Käfigbox oder zumindest in der Nähe, so dass er bei Gefahr schnell hinein huschen kann. Er ist irritiert von den Menschen und ihrer sonderbaren Körpersprache, aber auch das ständige Schwanzwedeln von Brutus findet er höchst unangemessen. Schnell bekommt er jedoch mit, dass sein neues Frauchen Jana Probleme hat. Jana, die kurz vor dem Abi steht, lebt auf dem Biohof ihrer Großeltern, da ihr Vater tot und ihre Mutter mit ihrem Neuen in die Stadt abgehauen ist. Ihre älteren Brüder haben keinen Bock auf Bauernhof und sind ebenfalls in die Stadt gezogen. Jetzt müssen sie den Hof vielleicht verkaufen, da die Bank ihnen wegen ihrer Schulden Stress macht. Das käme Bürgermeister Rohleder sehr gelegen, der nur an sich und an Profit denkt und der schon lange plant, in dem Gebiet einen Windpark zu errichten. Vielleicht steckt er ja sogar mit dem Bankdirektor unter einer Decke. Jana und Oma wollen um den Hof kämpfen, doch Opa ist kurz davor aufzugeben. Rohleders Sohn Dennis ist mit Jana befreundet und lässt keine Gelegenheit aus, sie anzubaggern. Allerdings hat er jede Woche eine neue Freundin und wirkt ziemlich arrogant mit seinem tollen neuen Cabrio. Mit Tieren kann er nichts anfangen und er versucht ständig, Jana die Stadt schmackhaft zu machen, vielleicht sogar mit einer gemeinsamen Wohnung, sobald sie mit dem Studium anfangen. Er lädt Jana zu seiner Geburtstagsparty ein. Janas beste Freundin Keke (die, die immer an ihren „Krallen“ kaut, wie Tiger bemerkt) ist skeptisch. Hat Dennis Vater da die Hände im Spiel? Dann gibt es da noch Marcel, der Jana bei einer Autopanne zu Hilfe eilt. Er ist total nett, zeichnet gerne und liebt Tiere. Er will Jana helfen, den Hof zu retten. Tiger und Brutus finden, dass er der Richtige für Jana ist. Doch dann erfährt Jana, dass Marcel Rechtspflege studiert und ausgerechnet beim Gerichtsvollzieher ein Praktikum macht. Will er ihnen tatsächlich helfen oder will er ihnen nur den Kuckuck aufkleben? Doch er scheint es wirklich ehrlich zu meinen, hilft Jana beim Einspruch und bei einem Brief an das Umweltschutzamt. Wenn das Gebiet erst mal unter Naturschutz steht, hat der Windpark keine Chance mehr. Während Jana mit ihren Problemen zu kämpfen hat, erlebt aber auch Tiger ein paar eigene, spannende Abenteuer. Er klettert an den Gardinen hoch und ist plötzlich im Kippfenster eingeklemmt. Zum Glück eilt Jana zur Rettung. Er vernichtet Janas Hausarbeit für Biologie. Zum Glück druckt Marcel sie noch mal für sie aus. Er erkundet den neuen Kratzbaum und sitzt oft am Fenster und beobachtet die seltsamen Menschen. Die wählen manchmal schon einen komischen Zeitpunkt für ihre Fellpflege, scheinen keine Angst vor Wasser zu haben, führen Selbstgespräche mit kleinen Kästen am Ohr und fahren in rollenden Häusern durch die Gegend. Manchmal sind die Menschen aber ganz in Ordnung, geben ihm leckeres Futter aus der Tüte oder sogar etwas Sahne, die die Menschen immer zu Omas Apfelkuchen essen. Tiger fasst langsam Vertrauen zu Jana und lässt sich sogar hin und wieder streicheln. Mmmmmm, gar nicht so übel, obwohl er ja eigentlich ein wilder und gefährlicher Kampfkater ist. Er beschließt, die deprimierte Jana aufzuheitern und ihr einen „Snack“ (unter Menschen besser als Maus bekannt) zu fangen. Aber dazu müsste er aus dem Haus, indem er seit Wochen eingesperrt ist. Außerdem vermisst er seine Mama. Ob die noch in der Scheune ist? Tiger und Brutus hören, wie Opa sagt, dass alle Tiere zum Schlachter sollen, wenn der Hof verkauft wird und bekommen es mit der Angst zu tun. Sie müssen etwas unternehmen. Als Tiger dann endlich mal auf den Hof darf, klappt es zwar nicht mit der Mäusejagd, dafür belauscht er ein wichtiges Gespräch zwischen Dennis und seinem Vater als er auf einem Baum festsitzt und sich nicht mehr runter traut. Leider kann er Jana, die ihn dann schließlich rettet, nichts davon erzählen. Gemeinsam mit Brutus schmiedet Tiger einen Plan. Sie wollen Jana mit Marcel zusammenbringen und um jeden Preis von Dennis fernhalten. Doch Dennis scheint bei Jana zu punkten, indem er fiese Dinge über Marcel erzählt. Jetzt hält Jana Marcel für einen Lügner und wendet sich Dennis zu. Da ist voller Einsatz von Tiger und Brutus gefragt, auch wenn das bedeutet, sich vor Marcels Auto zu werfen, um ihn am Wegfahren zu hindern … .
Als ich das Cover gesehen habe, dachte ich einfach nur: Oh, wie süüüüüüüüüüüß! Seht Euch nur mal diese großen Augen an! Bei Babykätzchen werde ich immer schwach ;-). Der Inhalt des Buches war dann auch ganz nett, gehört aber eher in die Kategorie „Leicht & Seicht“, so eine Art „Freche Mädchen“ + Katze. Witzig fand ich, dass die ganze Story aus Katzenperspektive erzählt war. Die Gespräche zwischen Tiger und dem Hund Brutus zwischen denen sich so eine Art Hassliebe entwickelt, sind einfach köstlich.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Vera und das Dorf der Wölfe"

Das Mädchen, das mit Wölfen spricht: "Vera und das Dorf der Wölfe"!

Tyra Teodora Tronstad, übersetzt von Birgitt Kollmann
Vera und das Dorf der Wölfe
978-3-423-64006-0
dtv Junior Verlag
Alter: 11+

Die dreizehnjährige Vera zieht mit ihrem Vater nach Rønset, mitten im Nirgendwo von Norwegen. Ihre Mutter starb bei ihrer Geburt und es gibt nur noch sie und ihren Vater, der Schriftsteller ist. Vera ist nicht begeistert von dem Umzug und vermisst jetzt schon ihren Judo-Club. Das neue Haus, das eigentlich möbliert sein sollte, ist eben das leider nicht, so dass sie die erste Nacht auf dem Boden schlafen müssen, doch die Leute im Dorf sind nett und sammeln Möbel für sie. Vera bekommt eine Kommode, in deren Schublade eine Mütze und seltsamerweise in ein Umschlag mit ihrem Namen darauf sind. Die neuen Nachbarn, zu denen auch die Reporterin Maja gehört, kommen zum Kaffee und ihr Vater erzählt von seinem Buch. Er will hier in aller Ruhe und Abgeschiedenheit über Wölfe schreiben, die man seiner Meinung nach schützen muss, da sie keine Gefahr für Menschen sind. Doch die Leute hier mögen keine Wölfe, da sie hier in der Gegend die Schafe reißen. Nachts hört Vera ein Heulen aus dem Wald. Am nächsten Tag erscheint ein Artikel im regionalen Käseblatt mit einem unvorteilhaften Foto von Veras Papa mit Kaffeetasse neben einem Bild von einem toten Schaf. Überschrift: „Dieser Mann sagt Ja zum Wolf“. Nun wird ihr Vater im Dorf angefeindet, es gibt Getuschel im Supermarkt, nur der alte und einsame Nachbar Brando hält zu ihm. Brando verlor vor 5 Jahren seine Frau, mit der er 41 Jahre verheiratet war und hat einen Sohn namens Birger. Birger ist ständig betrunken und Vera findet ihn unheimlich. Die Hütte neben Brandos Haus mit den alten Matratzen darin wäre ideal zum Judo-üben, doch mit wem soll Vera das tun? Vor der Bäckerei, die mit dem fehlerhaften Slogan „Brot gibt Krarft“ wirbt, trifft Vera Gustav, der nach den Ferien mit ihr in eine Klasse gehen wird. Sie werden nur zu zweit in ihrer Klasse/Altersgruppe in der Dorfschule sein. Gustav ist ein netter, dünner Junge mit Brille, der sich für absolut unsportlich hält, doch Vera lädt ihn trotzdem zum gemeinsamen Judo-Training ein. Sie und ihr Vater helfen Brando einen Zaun wegen der Wölfe zu bauen, obwohl Brando in all den Jahren noch kein einziges Schaf verloren hat. Auch Hund Sappo ist dabei. Vera sieht plötzlich die mysteriöse Mütze im Gras, setzt sie auf und kann Sappo verstehen. Eines Nachts wird sie von Sappo geweckt und sie finden draußen auf der Weide 2 tote Schafe. Vera sieht ein Lämmchen sterben. Maja wittert sofort eine Story, doch Vera lässt sie abblitzen. Sie besucht Gustav, der in einer Nacht alles über Judo gelesen hat und sie sehen sich YouTube-Videos an. Als er jedoch Migräne bekommt und sich hinlegen muss, belauscht Vera indessen zufällig ein merkwürdiges Gespräch. Als sie in die Hütte zurückkehrt, merkt sie, dass jemand da war. Sie findet versteckte Kleidung und Waffen. Dann taucht auch noch Birger auf, der nach der Mütze sucht. Er behauptet, es sei seine, da die Kommode seiner Mutter gehörte. Weiß er von den Kräften der Mütze? Brando hatte Vera nur erzählt, dass seine Frau ein wenig speziell war und die Mütze immer im Stall trug. Bei Veras Freund Gustav wirkt die Mütze nicht, sie selbst jedoch nimmt Geräusche und Gerüche wie nie zuvor wahr und kann Hunde und Wölfe verstehen. Wenn sie die Mütze trägt kann sie Sappo auch gedankliche Befehle geben. Als der Hund plötzlich verschwunden ist und später betäubt aufgefunden wird, fragen sich Vera und Gustav, wem er wohl im Weg war und reden über das rätselhafte Gespräch, das Vera mitangehört hatte. Gustavs Vater Otto, Peter und Birger wollen im Wald Wölfe erschießen. Die Kinder schleichen hinterher und Vera schafft es, den Wolf mithilfe der Mütze zu manipulieren, damit er flieht und nicht getötet wird. In der Zeitung steht jedoch später, unbekannte Jäger hätten einen Wolf erschossen und alle glauben es. Vera hat eine erneute Konfrontation mit Birger, denn er war es, der Sappo betäubt hat. Als Veras Vater verreisen muss, bleibt sie bei Brando und fragt den einsamen Mann, ob er ihr „Opa“ sein will. Er will das gern. Doch wie kommt die Mütze plötzlich in Brandos Kühlschrank? Als Vera nachts Schritte im Haus hört und nachsieht, wird sie von Birger entführt und in den Schuppen gesperrt. Er bedroht sie. Sie friert und ruft um Hilfe. Hilfe kommt dann schließlich von den Wölfen, die einen Tunnel für sie graben und sie kann fliehen, doch Otto erschießt den Anführer des Wolfsrudels. Die Menschen verstehen es einfach nicht. Vera hat ein schlechtes Gewissen, weil sie die Wölfe mit der Kraft der Mütze ausgenutzt hat. Als ihr Vater von der Entführung erfährt, ist er wütend und will wegziehen. Als die Schule beginnt, geht Vera in den Gospel-Chor, wo sie der seltsamen Chorleiterin Frau Gravdal begegnet, die einen blauen Pullover trägt, mit einer Schrift, die sich ständig zu verändern scheint. Sie war die beste Freundin von Margarete und heißt mit Vornamen zufällig auch Vera. Langsam wird Vera klar, für wen die Mütze wirklich bestimmt war. Doch was ist mit Birger? Der wird sicher nicht so leicht aufgeben ….
Anfangs dachte ich, das sei endlich mal wieder ein Abenteuer mit Tieren und Natur, dafür ohne Fantasy. Das lies zumindest der Klappentext vermuten. Ziemlich schnell merkte ich, dass es doch mit Fantasy ist. Ich fand es dann aber trotzdem gut, weil es einfach eine total spannende und originelle Geschichte ist.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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