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Mittwoch, 4. März 2015

"Trouble Twisters - Der Sturm beginnt"

Die Gaben der jungen Hüter erwachen: "Trouble Twisters - Der Sturm beginnt"!

Garth Nix und Sean Williams, übersetzt von Anne Brauner
Trouble Twisters - Der Sturm beginnt (Band 1)
978-3-570-15518-9
cbj-Verlag
Alter: 10+

Die Zwillinge Jack und Jaide Shield führen bis zu ihrem 12. Geburtstag eigentlich ein ganz normales Leben. Mit ihrer Mutter Susan und ihrem Vater Hector leben sie in einem schönen Haus. Schade ist nur, dass ihr Vater so oft auf Reisen ist, dafür ist es umso spannender, welche Schätze aus aller Welt er jedes Mal mitbringt. Diesmal löst sein Mitbringsel jedoch ein Desaster aus. Sobald die Kinder die seltsame Stange, die in seinem Koffer war, berühren, nimmt die Katastrophe seinen Lauf. Bald darauf ist das schöne Haus zerstört, und Jack und Jaide haben keine Ahnung, wie das passieren konnte. Die Versicherung mag ja an eine explodierende Gasleitung glauben, aber die Zwillinge sind sich sicher, dass das nicht die Wahrheit ist. Ihre Eltern verhalten sich äußerst merkwürdig, wollen ihnen aber nicht sagen, was los ist. Die Kinder ziehen mit ihrer Mutter zu Oma X nach Portland, solange das Haus renoviert wird. Diese Oma X ist total seltsam, und ihr Haus erst. Man könnte fast meinen, sie sei eine Hexe. Immerhin spricht sie mit den Katzen Ari und Kleo, als seien sie Menschen. Den Kindern ist sie nicht geheuer. Nie beantwortet ihnen Oma X eine Frage, immer weicht sie aus (z.B. J: „Gibt es hier einen Keller?“, OX: „Das sollte man bei so einem alten Haus doch meinen ...“). Das Haus hat eine blaue Tür, die mal da ist und mal nicht. Außerdem spielt die Wetterfahne auf dem Dach verrückt (kein Wunder, denn sie zeigt nicht die Windrichtung an, sondern etwas ganz anderes) und unheimliches Getier schleicht ums Haus. Jack und Jaide sind sich sicher, dass ihre Oma zu den Bösen gehört. Sie ahnen nicht, wie falsch sie damit liegen. Oma X gehört zu der geheimen Gesellschaft der Hüter, die das Böse schon seit Ewigkeiten bekämpfen. Auch Hector, der Vater der Zwillinge ist ein Hüter und verfügt über besondere Gaben. Dazu sei nur gesagt, dass er für seine Reisen kein Flugzeug braucht. Mutter Susan ist ganz normal. Jeder Hüter muss mit einer Nicht-Hüterin Kinder zeugen, die dann später Hüter werden. Diese Kinder sind immer Zwillinge, ohne Ausnahme. Junge Hüter werden Troubletwisters genannt, da sie ihre erwachende Gaben noch nicht im Griff haben und jede Menge Unheil damit anrichten können, wie z.B. Häuser zu zerstören. Oma X wollte Jack und Jaide nur schützen und machte dabei den Fehler, ihnen die Wahrheit zu lange zu verschweigen. Dadurch treibt sie Jack ohne es zu ahnen in die Fänge des wahren Bösen. Das Böse kann die Körper von Insekten, Ratten und sogar Menschen übernehmen und hat Jack nun in seiner Gewalt. Es versucht ihm weiszumachen, das es gar nicht böse ist und nutzt Jacks Zweifel an seiner Oma aus. Nun ist Jaide gefragt, ihren Bruder zu retten. Jaide muss lernen, ihre Gabe zu nutzen, die verknüpft ist mit Wind und Sonne. Sie kann hoch springen und sogar fliegen. Jacks Gabe hingegen ist mit Nacht und Dunkelheit verknüpft. Er kann im Dunkeln sehen, sich im Schatten verstecken und sogar als Schatten unter Türen durchkriechen. Als das Böse einen Trutz, ein wichtiges Schutzzeichen, zerstört, scheint die Lage hoffnungslos, es sei denn, die Zwillinge können den Trutz reparieren oder ersetzten. Doch was ist überhaupt der Trutz? Sie erhalten einen Hinweis: „Etwas Wachsendes, etwas Gelesenes, etwas Lebendiges und etwas Totes“ … .
Eine richtig fesselnde Fantasy-Story für Jungs und Mädchen! Manchmal wird es etwas gruselig, wenn das Böse die Körper von Menschen und Tieren übernimmt, aber unsere starken, wenn auch ungeübten Helden meistern alle Gefahren. Weiter geht es dann in Band 2, wenn es heißt „Das Böse erwacht“.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Gryphony - Im Bann des Greifen"

Ein fantastisches Abenteuer: "Gryphony - im Bann des Greifen"!

Michael Peinkofer
Gryphony - Im Bann des Greifen
978-3-473-36889-1
Ravensburger Verlag
Alter: 10+

Melody lebt seit dem Tod ihrer Eltern, die bei einem Fährunglück ums Leben kamen, mit ihrer Oma in deren kleiner Pension „Stone Inn“. Oma hat finanzielle Probleme. Sie hat Schulden bei dem fiesen McLusky, der ihr die Pension wegnehmen will, und die Bank gibt ihr kein Geld mehr. Melodys bester Freund ist der pummelige Bücherwurm Roddy, der ihr einen selbst gestrickten Schal zum Geburtstag schenkt. Ashley McLusky, die in Sachen Fiesheit ihrem Vater in nichts nachsteht, und ihre Freundinnen mobben Melody die ganze Zeit, schütten ihr unter anderem beim Mittagessen einmal Spaghetti über den Kopf, lästern über ihre Klamotten, und machen auch ihren neuen Schal kaputt. Melody flieht vor ihren Peinigerinnen in den Antiquitätenladen des netten Mr. Clue. Dort darf sie sich etwas für ihren Geburtstag aussuchen und wählt einen ungewöhnlichen Ring. In der Nacht hat sie seltsame Träume und hört Stimmen, und der Ring beginnt zu leuchten. In der nächsten Nacht will sie gemeinsam mit Roddy das Geheimnis des Rings ergründen. Der Ring führt sie zu einem Steinkreis, wo sie etwas ausgraben, das wie ein versteinertes Ei aussieht. Unterdessen macht McLusky Melodys Oma immer mehr Druck und droht, vor Gericht zu gehen. Er gibt ihr noch eine Frist von vier Tagen. Zu Melodys Erstaunen stellt sich der vermeintliche Stein als das Ei eines Greifen heraus. Draus schlüpft ein kleiner Greif, den sie Agravain nennt, weil dieses Wort auf dem Ring eingraviert ist. Agravain kann Melodys Gedanken lesen und sie kann seine hören, Roddy jedoch nicht. Der kleine Greif wächst schnell und hat einen gesunden Appetit. Allerdings frisst er keine Körner, sondern Fleisch, denn Greifen sind Raubtiere. Mr. Clue zeigt den Kindern ein altes Buch über Greifen und erklärt, dass diese eigentlich seit den Tagen König Artus ausgestorben seien. In normalen Geschichtsbüchern sind solche Informationen jedoch nicht zu finden. Wenig später ist Mr. Clue verschwunden, sein Laden geschlossen. Außerdem beobachtet jemand die Kinder, die nicht ahnen, von welch finsteren Gestalten sie verfolgt werden. Im „Stone Inn“ flattert der Räumungsbefehl ins Haus und es sieht ganz so aus, als hätte McLusky gewonnen. Er hatte es immer schon auf die Pension abgesehen und hat bei der Bank dafür gesorgt, dass Melodys Oma kein Geld bekommt. Müssen sie jetzt ausziehen? Da Agravain zu groß für den Vogelkäfig geworden ist, nimmt Melody ihn in ihrer Tasche heimlich mit zur Schule, wo sie ihn im Auge behalten kann. Sie bekommt ziemlichen Ärger, weil ihr „Spielzeug“ ständig Geräusche von sich gibt. Als Ashley wieder einmal fies zu Melody ist, attackiert Agravain sie und ihren rosa Handtaschenpudel Pom Pom. Ashley glaubt jedoch, sie würde von einer wild gewordenen Fledermaus angegriffen. Agravain jagt jetzt immer nachts draußen, doch dort wird er von seinen Feinden entdeckt. Zusammen mit Melody und Roddy flieht er vor den unheimlichen Männern in eine Burgruine, die zum Teil in der Anderwelt liegt. Das Leuchten des Rings führt sie in eine Gruft, und Melody erfährt in einer Vision von Schicksal des Ritters Agravain, der von Malagant, dem Anführer des Drachenheeres, in eine Falle gelockt wurde. Nun sind die bösen Diener der Dunkelheit hinter Melody und Agravain (dem Greif, nicht dem Ritter, dem sein Name trotz des Irrtums gefällt) her. Können sie entkommen? Und was wird aus Omas Pension?
Tolle Spannung für die jüngeren Fantasy-Fans! Den Prolog fand ich etwas wirr (Drache, Greif, Guter Ritter, böser Ritter …), aber dann wird es besser, und der Rest ist klasse! Eine Fortsetzung ist bereits in Arbeit: „Gryphony – Der Orden der Drachen“.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 25. Februar 2015

"Bärenschwur"

Mit Opa Gramps in die Wildnis: "Bärenschwur"!

Ryan Genhardt, übersetzt von Eike Schönfeld
Bärenschwur
978-3-8489-2051-8
Aladin Verlag
Alter: 10+

Der dreizehnjährige Tyson aus Colorado liebt seinen Opa Gramps. Die beiden sind echte Männer, die vor nichts zurückschrecken, nicht einmal vor Pflaumensaft. Schon seit Ewigkeiten planen sie einen gemeinsamen Jagdausflug. Tyson würde so gern einmal einen echten Grizzly sehen und Abenteuer in der Wildnis erleben. Doch nun, da Tyson endlich alt genug dafür ist, scheint der Traum zu platzen. Gramps ist nicht mehr der Jüngste mit seinen 77 Jahren und nicht mehr so fit wie früher, außerdem machen ihm seine Nieren und sein Blutdruck zu schaffen. Erst vor kurzem sind Tyson, seine Eltern und seine elfjährige Schwester Ashley zu Gramps gezogen, da Tysons Vater arbeitslos wurde und sie ihr Haus nicht halten konnten. Tysons bester Freund, mal abgesehen von Gramps, ist Brighton. Der hat aber in letzter Zeit nur noch Football im Kopf und seine neue Freundin Sarah. Auch Tyson hat die Mädchen für sich entdeckt und ist besonders angetan von der hübschen Karen, die gerade aus Texas hergezogen ist, weiß aber nicht, wie er es ihr sagen soll. Aus ihrem Facebook-Profil weiß Tyson, dass Karen eine begeisterte Jägerin ist. Wie gerne würde er sie mit einem gewaltigen, selbst erlegtem Wapiti beeindrucken. Doch bevor der Jagdausflug überhaupt stattfinden kann, erfährt Tyson, dass Gramps ins Altersheim soll. Er fühlt sich verraten und verlassen. Seine Eltern und Ashley behandeln ihn immer wie ein Kleinkind, nur Gramps versteht ihn wirklich und nun soll er in ein Heim ziehen, das auch noch weit weg in einem anderen Bundesstaat liegt. Eine weitere Tragödie für Tyson ist der Tod seines Molchs Jar Jar. Er liegt eines Morgens tot im Terrarium, weil Tyson versehentlich die Lampe die ganze Nacht brennen ließ. Er begräbt ihn, und die Freundschaft mit Brighton gleich mit, denn Jar Jar war ein Geburtstagsgeschenk von ihm, damals als Brighton „Star Wars - Episode 1“ noch cool fand und nichts auf die Meinung der anderen gab. Gramps schickt Tyson einen Brief. Er soll bei seinem Besuch das Jagdzeug mitbringen, doch sein Vater entdeckt Waffen und Munition und ist ziemlich sauer. Die Sache mit Gramps Nieren ist doch ernster als Tyson dachte. Er muss dreimal die Woche zur Dialyse. Das Heim ist weit weg, aber das einzige staatliche, sprich bezahlbare, mit einem Dialysezentrum. Ein Gerät für zuhause würde 40000 Dollar kosten, Wartung und Krankenschwester noch nicht mitgerechnet. Gramps ist zu alt, um auf die Warteliste für eine Transplantation zu kommen, daher will Tyson ihm freigiebig eine seiner Nieren spenden. Bei dieser Gelegenheit erfährt er, dass Gramps gar nicht sein leiblicher Großvater ist. Trotzdem wollen die beiden ihren Jagdplan durchziehen, doch bevor Tyson ihn wieder besuchen darf, müssen seine Noten besser werden. Er prahlt vor Karen mit seinen bisherigen Jagderfolgen, dabei war sein einziger Erfolg am PC bei „Great American Hunter 5“. In der Zeitung häufen sich Berichte über Bärenangriffe. Da sein Vater ihn jetzt erst jetzt nicht jagen gehen lassen wird, erzählt Tyson ihm, er wolle mit Gramps nach Idaho (wo es keine Bären gibt) campen gehen, doch in Wirklichkeit wollen sie endlich ihr männliches Jagdding durchziehen, weil es vielleicht die letzte Chance für Gramps ist. Als es dann so weit ist, bekommt Tyson Panik. Was, wenn er beim Wild aufbrechen ohnmächtig wird. Er will nicht als Weichei dastehen, wie sein Vater. Und was, wenn sie nun wirklich einem Bären begegnen und er das Wochenende nicht überlebt?
Ein spannendes Abenteuerbuch, nicht nur für echte Männer! Und ganz ohne Fantasy! Ich war begeistert. Die Story ist echt genial! So einen Großvater hätte ich auch gern gehabt.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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https://ravensbuch.de/shop/item/9783848920518

"Entschuldigen ist nicht mein Ding"

Öde Ferien?: "Entschuldigen ist nicht mein Ding"!

Martin Gülich
Entschuldigen ist nicht mein Ding
978-3-522-20212-1
Thienemann Verlag
Alter: 13+

Sebastian, genannt Seb, ist alles andere als erfreut darüber, dass er die kompletten Sommerferien auf einer öden Ostseeinsel verbringen muss. Statt wie seine Kumpels im sonnigen Süden zu chillen und haufenweise Mädels klar zu machen, muss er seine asthmakranke Mutter zur Kur begleiten. Na toll! Trotzdem hat er seinen Freunden gegenüber geprahlt, er würde dort mindestens drei Mädchen küssen. Die ersten Wochen verbringt er in den Dünen, flach auf dem Rücken liegend, und hört auf seinem mp3-Player Musik. Seine Mutter und er haben sich in einer kleinen Pension in der Nähe der Kurklinik eingemietet. Mittags kommt er zum Essen in die Klinik. Da ist nämlich dieses wahnsinnig süß aussehende Mädchen an der Essensausgabe, aber alles, was er bisher zu ihr gesagt hat ist: „Suppe, bitte.“ Da platzt plötzlich Kim in sein Leben. Sie ist klein, nicht wirklich hübsch, hat Dreadlocks und ist total eklig zu ihm. Sie entspricht so gar nicht seinem Traumfrauentyp. Warum muss er dann ständig an sie denken? Sie geht auf der Insel ins Internat und ist auch jetzt in den Ferien hier, weil sie es bei ihren super reichen, aber gefühlsarmen Eltern nicht aushält. Er erlebt, wie sie im Supermarkt klaut wie ein Rabe und stattdessen ihr üppiges Taschengeld an einen alten Einsiedler verschenkt. Karl, der Einsiedler, lebt in einer Hütte am Strand bei den Klippen und ist ein ziemlich komischer Kauz, aber ein netter Kerl. Für die meisten Menschen auf der Insel sind er und seine Hütte jedoch Schandflecken, die es zu entfernen gilt. Eines Tages wird Karl übel zusammengeschlagen. Seb und Kim verdächtigen eine Gruppe Rocker und spionieren ihnen hinterher, um ihre Theorie zu beweisen. Obwohl Seb es sich nicht eingestehen will, hat er sich längst in Kim verliebt. Auch Sebs Mutter ist verliebt. Nachdem sie eine Weile für ihren ach so tollen Therapeuten geschwärmt hat, steht sie jetzt auf einen gewissen Gerd. Die beiden verbringen viel Zeit miteinander. Seb hofft, dass ihre Kur verlängert wird und sie auch noch die beiden letzten Ferienwochen auf der Insel verbringen. Warum musste ihm Kim auch so spät begegnen? Die ersten Wochen waren tote Hose und jetzt, wo es interessant wird, ist sein Aufenthalt hier bald zu ende. Der erste Kuss mit Kim ist wunderschön, ganz anders als die drei anderen Küsse, die er in seinem jungen Leben bekommen hat. Doch Seb geht es jetzt nicht mehr um die Statistik und den Wettstreit mit seinen Freunden. Das hier ist echt. Ist doch egal, wie viele Mädels seine Kumpels geküsst haben. Der langweilige Jacob hatte in der Türkei sogar Sex. Was soll's. Als Seb doch noch von der „Suppenthekenschönheit“ geküsst wird, die damit einen anderen Jungen eifersüchtig machen will, ist das lange nicht so schön wie mit Kim. Die bekommt im Internat übrigens Ärger, weil sie nie pünktlich zurück kommt. Sie kümmert sich um den verletzten Karl. Der ist eines Tages spurlos verschwunden. Seb und Kim machen sich auf die Suche, da die Polizei ihre Vermisstenanzeige gar nicht ernst nimmt. Was ist mit Karl geschehen?
Trotz der Liebesgeschichte ist das hier eindeutig ein Buch für Jungs, doch natürlich kann man es auch als Mädchen lesen. Seb ist ein Typ, der einfach total sympathisch rüber kommt und dem ich alles Liebesglück der Welt wünsche. Meine Lieblingsnebenfigur ist Karl, dessen Geschichte das Buch echt bereichert und für jede Menge Spannung sorgt.
Viel Spaß beim Lesen?

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"Idiotensicher"

Ein riskanter Plan:"Idiotensicher"!

Dirk Pope
Idiotensicher
978-3-446-24744-4
Hanser Verlag
Alter: 13+

Joss und sein jüngerer Bruder Basti sind mit Moki befreundet, irgendwie. Moki ist ein ziemlich durchgeknallter Typ, ein farbiger Jugendlicher, der immer einen Cowboyhut trägt, mit seiner Mutter und seinen zwei kleinen Schwestern in einer winzigen, unordentlichen Wohnung lebt und dessen älterer Bruder nach Amerika abgehauen ist, was auch Mokis Traum ist. Die Freunde haben ein geheimes Hauptquartier, einen alten Zirkuswagen am Fluss, den sie nur „den Zirkus“ nennen. Den Fluss nennen sie „Mississippi“. Sie verbringen einen Großteil des Sommers damit, sich von einer Schaukel am Ufer in möglichst spektakulären Posen in den „Mississippi“ fallen zu lassen und das Ganze mit dem Handy zu filmen. Den Rest der Zeit brettern sie mit dem Motorrad, das Moki auf seinem Balkon aufgemotzt hat, auf einem alten Fabrikgelände herum, ohne Helm und Verstand, und ohne Führerschein. Auf dem Gelände ragt ein Kran hoch über den Fluss und Moki meint, sie müssten da alle runter springen, als Mutprobe. Joss und Basti denken, Moki sei was passiert, weil sie ihn nicht aus dem Wasser auftauchen sehen. Der lacht sich schlapp . Dann findet Moki einen Schatz, eine Kiste mit Feuerwerkskörpern. Sie lassen die Raketen in der Sonne trocknen und kommen nachts wieder, um sie in der Fabrikhalle loszulassen. Es scheinen jedoch alles Blindgänger zu sein. Selbst als Moki eine mit Benzin übergießt und anzündet, gibt es keinen großen Knall. Kein Wunder, denn die Röhren der Raketen sind mit Haschisch gefüllt. Unsere Freunde sind jetzt stolze Besitzer von 83 Haschischwürsten, also etwa 40 Kilo Dope im Wert von ca. 200 000 Euro! Da sie selbst keine Kiffer sind, wollen sie das Zeug verkaufen, am besten alles auf einmal. In Tütchen verpacken und einzeln auf Schulhof verticken ist zu riskant, doch woher sollen sie Kontakt mit einem Großdealer bekommen? Am besten wäre es, sie fänden den ursprünglichen Besitzer und verlangten „Finderlohn“. Moki nimmt eine halbe Haschwurst mit zur Schule und macht Unsinn damit in der Klasse, wirft das Teil herum und es landet bei Basti. Basti verspeist den Brocken in der Not, als der Lehrer verlangt, er solle hergeben, was er da hat. Basti geht’s dreckig! Elin hat Dienst im Sanitätsraum. Sie checkt, was mit Basti los ist und folgt den Jungs später zum Zirkus. Es kommt zum Streit, als Basti das Hasch im Fluss versenken oder zur Polizei bringen will. Elin hat Connections. Sie treffen einen Typen namens „der Hobbit“, der bezeugt, dass das Hasch von bester Qualität ist und Interesse zeigt. Als er sich wegen des Treffpunktes für die Übergabe meldet, schlägt Basti ein leerstehendes Haus vor, das er kürzlich entdeckt hat. Der Hobbit erscheint mit zwei Dealern, denen das Zeug ursprünglich gehört hat. Die drohen zunächst mal mit dem Messer, rücken dann aber 10000 € Finderlohn raus. Moki hatte mit deutlich mehr gerechnet. Vorsichtshalber hat er Basti alles mit dem Handy filmen lassen und will die Dealer erpressen, um an noch mehr Kohle zu kommen. Doch das Handy ist weg, und die Gangster haben das belastende Material. Moki rastet aus. Basti und Elin machen sich im Garten auf die Suche, doch die Dealer sind noch da, und Elin wird entführt und in eine Lagerhalle verschleppt. Sie wollen 10000 € Lösegeld. Moki will seinen Anteil nicht rausrücken. Was geschieht jetzt mit Elin? Dann steht plötzlich der Zirkus in Flammen … .
Die Kapitel werden abwechselnd aus der Sicht von Joss, Basti und Elin erzählt. Bastis Kapitel nerven tierisch, da er statt richtigen Sätzen nur unzusammenhängende Satzfetzen verwenden. Ansonsten fand ich die Geschichte aber echt klasse!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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