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Mittwoch, 4. Februar 2015

"Salt & Storm - Für ewige Zeiten"

Heute ist mal wieder das Thema Fantasy dran!

Und es geht gleich stürmisch los mit: "Salt & Storm - Für ewige Zeiten!"

Kendall Kulper, übersetzt von Yvonne Hergane
Salt & Storm – Für ewige Zeiten
978-3-7373-5100-3
Fischer Sauerländer Verlag
Alter. 14+

Avery Roe lebt auf Prince Island. Die Leute dort leben von der Waljagd. Die Wale bieten ihnen alles, was sie zum Leben brauchen, aber es gibt kaum noch welche, und Kerosin ist billiger als Waltran. Die Frauen der Familie Roe haben Zauberkräfte. Sie können Stürme und Gefühle beeinflussen. Seeleute nehmen ihre Dienste seit Generationen in Anspruch. Großmutter Roe will Avery als ihre Nachfolgerin, doch Averys Mutter will sie vor der Magie beschützen und holt sie von dort weg. Die Mutter heiratet einen spießigen Pfarrer und will aus Avery ein nettes, anständiges Mädchen machen, doch die Magie schlummert auch in ihr. Avery kann Träume deuten und die Zukunft sehen. In einem eigenen Traum wird sie in Gestalt eines Wals getötet. Sie trifft Tane, der neben vielen Tattoos auch magische Fähigkeiten hat, und er bittet sie um eine Traumdeutung. Dafür will er den Fluch ihrer Mutter lösen, der sie von ihrer Großmutter fern hält. Avery braucht die Hilfe der Großmutter, um ihre Magie zu wecken. Tane verlor seine Familie und den ganzen Stamm (Maori) durch mordende weiße Matrosen und will die Mörder durch Traumdeutung aufspüren. Er schafft es zunächst nicht, den Fluch zu lösen, und Avery ist enttäuscht. Sie treffen sich täglich im alten Leuchtturm und kommen sich näher. Averys Mutter kontrolliert nicht nur sie mit dem Fluch. Tommy, ein Junge, der eine Nachricht an die Großmutter überbringen soll, ertrinkt beinahe in einem Tümpel. Averys Mutter will sie verheiraten und von der Insel wegziehen. Sie versteht nicht, dass Avery eine Hexe sein will und sonst nichts. Tane findet eine Lösung wegen des Fluchs. Seine Tattoos enthalten starke Magie, aber Avery wurde immer vor fremder Magie gewarnt. Er tätowiert sie heimlich im Turm, auf die Hüfte, wo ihre Mutter es nicht sehen wird. Sie hat große Schmerzen und tagelang Fieber. Ihre Mutter ist besorgt. Roe Frauen werden nie krank und können auch nicht getötet werden, aber auch die Liebe ist ihnen nicht vergönnt. Sie bekommen zwar Töchter, aber bleiben allein. Als Avery wieder fit ist, macht sie sich mit Tane auf Weg zur Großmutter. Die ist entsetzt über die fremde Magie und über Tane. Als Avery ihr von ihrem Traum erzählt, sagt sie, sie sei dazu bestimmt zu sterben und nicht, eine Hexe zu werden und schickt sie fort. Es sei zu spät, eine Ausbildung sei sinnlos. Tane tröstet sie. Sein Schiff, die Modena, auf der er als Harpunier arbeitet, legt bald ab, aber er will nicht gehen. Avery liebt ihn, aber will nicht, dass er ihretwegen bleibt. Ihre Mutter will am liebsten mit der ganzen Familie wegziehen, doch Avery will auf der Insel bleiben. Tane will nur mit ihr die Insel verlassen. Sie versucht, mehr über die Mörder von Tanes Familie herauszufinden und trifft einen seltsamen Fremden in einer zwielichtiger Kneipe. Der rät ihr, die Insel zu verlassen, da schwere Zeiten kommen. Averys Mutter ist geschockt , als sie von ihrer Liebe erfährt und drängt zum Aufbruch. Sie sagt, Schmerz und Verlust macht die Roe-Frauen zu Hexen. Sie wollte ihr das ersparen, ihr eine Heirat ohne Liebe vermitteln und so ihr Leben retten. Avery zerstört vor Wut mit Magie das Haus und geht zu Großmutters Hütte. Die bestätigt, was ihre Mutter sagte und stirbt wenig später. Nach ihrem Tod erlischt ihre Magie, auch alle Schutzzauber. Die Leute sind wütend und lassen es an Avery aus. Sie soll es richten, als „Nachwuchshexe“, aber sie kann es nicht. Avery erfährt unterdessen, dass die Mörder von Tanes Familie tot sind. Ihr Schiff ging unter. Tanes letzter Traum sagt, einer von ihnen beiden wird sterben. Vor ihrem Tod sagte Averys Großmutter, die Magie wird Tane so verändern, dass er Avery weh tut. Das sei ihr Schicksal. Ein Schiff, auf dem sich unter anderem auch der Junge Tommy befindet, sinkt wegen des fehlenden Schutzzaubers und des folgen weitere. Wütende Seeleute wollen Avery vom Deck der Modena ins Meer werfen, um sie zu prüfen und sie entfacht mit Magie einen Sturm. Das Schiff Modena sinkt und Avery will mit Tane mit dem Beiboot fliehen. Der wütende Frank, dessen Sohn Schiffsjunge auf einem der versunkenen Schiffe war, greift sie an. Er kämpft mit Tane und um sie herum tost der Sturm. Avery muss etwas tun, um Tane zu retten. Der schwer verletzte Tane und sie stürzen ins Meer und klammern sich an eine Planke. Avery ist wütend. Sie will nicht, dass Tane stirbt. Wenn er stirbt, wird auch ein Stück von ihr sterben (und ihre Magie endgültig erwachen). Sie hatte doch die Wahl, und sie hat entschieden, dass lieber sie selbst sterben würde. Wie soll sie ein Leben ohne ihn führen?
Eine grundsätzlich spannende Story, aber ein bisschen seltsam. Das ist wahrscheinlich Geschmackssache. Erinnerte mich sehr an „Seeherzen“, nur ohne die Robben. Ich hatte von dem Buch irgendwie etwas anderes erwartet. Und das Ende ging echt gar nicht! Vielleicht wird der nächste Band besser.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Days of Blood and Starlight"

Krieg der Engel und Chimären: "Days of Blood and Starlight"!

Laini Taylor, übersetzt von Christine und Anna Julia Strüh
Days of Blood and Starlight – Zwischen den Welten 2
978-3-8414-2137-1
Fischer FJB Verlag
Alter: 14+

Der Seraph Akiva glaubt seine geliebte Karou tot und tötet aus Rache ihre gesamte Familie. Zu spät erkennt er seinen Irrtum. In ihrem früheren Leben hieß Karou Madrigal und sie waren damals schon ein Liebespaar. Es es gab einen Krieg zwischen Engeln (Akiva) und Chimären (Madrigal), da die Chimären von den Engeln unterdrückt wurden, und ihre Liebe hatte keine Chance. Karou, deren Name Hoffnung bedeutet, wuchs in Prag auf, im Laden des Wiedererweckers Brimstone, und wurde dessen Nachfolgerin. Von ihrem früheren Leben als Madrigal ahnte sie nichts, bis sie und Akiva sich trafen und die Erinnerung durch einen zerbrochenen Wunschknochen zurückkehrte. (s. Band 1 „Daughter of Smoke and Bone“) Nun befindet sich Karou in der Parallelwelt Eretz, während Akiva bei seinen Geschwistern Liraz und Hazael, die nichts von seinem Verrat ahnen, weilt. Karous beste Freunde Zuzana und Mik aus Prag machen sich Sorgen um sie, da sie auf ihre Mails nicht reagiert. Karou verbündet sich mit Thiago, dem weißen Wolf, ihrem früheren Feind, ihrem Mörder, der sie enthauptete, als sie noch Madrigal war. Sie schaffen eine Rebellenarmee, Monster mit Körpern aus Zähnen und Schmerz. Karou erweckt die Toten zum Leben und gibt ihnen neue Körper. Sie greifen die Engel an und lassen sie grausam verstümmelt mit blutigem Grinsen zurück und befreien die Chimären-Sklaven. Akiva ermittelt in dieser Angelegenheit, nicht ahnend, dass Karou etwas damit zu tun hat. Karou hat es bei den Rebellen nicht leicht. Sie gehört dazu und doch wieder nicht. Sie wird von den meisten Chimären gehasst und als Engelliebchen beschimpft, aber sie brauchen sie. Thiago scheint auf ihrer Seite zu sein, doch er lässt sie von seiner Assistentin Ten überwachen. Er schickt die Lebenden Schatten aus, Sphingen, die 100 Engelsoldaten töten. Unsichtbar belaucht Karou, wie er die Befehle erteilt. Die Rebellenangriffe provozieren eine Reaktion. Die Elitetruppe Dominion soll die Chimärenbestien endgülig auslöschen. Das Kommando hat Jael, Akivas grausamer Onkel, ein Hobbyvergewaltiger, der noch schlimmer und bösartiger ist als der Herrscher Joram selbst, dessen Bastard-Sohn Akiva ist. Die Dominion suchen den Stützpunkt der Rebellen, ahnen jedoch nicht, dass der gar nicht in Eretz, sondern in Marokko ist. Akiva und Hazael, der sich auf Akivas Seite geschlagen hat, verschonen unterdessen eine Herde von Schafchimären. Doch wie viele Chimären können zwei abtrünnige Engel retten? Liraz ist übrigens nicht auf der Seite ihrer Brüder. Die Situation wird noch komplizierter, denn Zuzana und Mik reisen nach Marokko und suchen die Sandburg voller Monster. Karou ist überrascht, dass sie sie finden konnten. Sie erzählt ihnen die ganze Geschichte und die beiden erleben auch erstmals eine Wiedererweckung. Zuzana findet das cool, sieht es als Kunst und will Karou dabei helfen. Zögernd erzählt Karou ihren Freunden auch von Akiva. Der Chimär Ziri tappt währenddessen in eine Falle der Engel wird von Jael gefoltert, aber von Akiva gerettet, der ihn heimlich zu Karou bringt, ohne dass die ihn sieht. Karou kann Ziri heilen und er erzählt ihr, was geschah. Er musste die Asche seiner toten Kameraden essen. Ziri sagt Karou auch, Thiago hätte allen gesagt, sie sei eine Verräterin, und sie sollen nicht mit ihr reden. Während Zuzana und Mik die Rebellen mit Geigenspiel und Tanz unterhalten, weilt Akiva unsichtbar bei Karou. Als er sich ihr dann zeigt, will sie ihn zwar hassen, aber kann nicht. Akiva gibt ihr ein Seelengefäß auf dem ihr Name steht, einer der Gründe, warum er sie für tot hielt. Doch wessen Seele enthält es? Die von Brimstone? Währenddessen hat Herrscher Joram mit den Stelianern Probleme (die Engel-Rasse zu denen auch Akivas Mutter Festival gehörte). Sie konnten sich mit einem Obstkorb in den Palast einschleichen. Akiva und seine Geschwister wollen endlich Frieden, und das geht nur, wenn sie Joram töten. Es ist Zeit für eine Rebellion, um den Krieg zu beenden, denn Gewalt erzeugt immer wieder Gegengewalt. Thiago schickt seine Truppen gegen Engel-Zivilisten. Als Karou Issa, die Schlangenfrau, deren Seele in der Urne war, erweckt, ist Thiago nicht begeistert. Er will wissen, woher die Seele kommt und Karou belügt ihn, denn er belügt sie ja offensichtlich auch. Karou stellt sich offen gegen Thiago und seine Terrorkampagne. Issa (Sie war Brimstones Gefährtin) erzählt unterdessen von Hoffnung, von tausenden Seelen in einer unterirdischer Kathedrale, Frauen und Kinder, die gerettet werden können. Wird Thiago sich auf diese Rettungsmission einlassen oder ist Krieg alles, was für ihn zählt? Wird es Akiva gelingen, Joram zu töten? Und wie geht es mit Karou und Akiva weiter?
Im zweiten Band bleibt die Liebesgeschichte größtenteils auf der Strecke, dafür gibt es jede Menge Action. Ich bin schon ganz gespannt, auf den 3. Band. Wird Jael tatsächlich auf der Erde einmarschieren? Leider müssen wir uns noch etwas gedulden. „Dreams of Gods and Monsters“ ist bisher nur auf Englisch erschienen. Der Erscheinungstermin für die deutsche Ausgabe ist noch nicht bekannt.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Chroniken der Weltensucher - Das Gesetz des Chronos"

Abenteuer mit Zeitmaschine: "Chroniken der Weltensucher - Das Gesetz des Chronos"!

Thomas Thiemeyer
Chroniken der Weltensucher – Das Gesetz des Chronos (Band 5)
978-3-7855-7050-0
Loewe Verlag
Alter: 12+

1895: Nach den letzten Abenteuern in Peru, Java und Atlantis, findet das neueste und letzte Abenteuer von Carl Friedrich von Humboldt (dem unehelichen Sohn des berühmten Alexander von Humboldt) in dessen Heimatstadt Berlin statt. Mit dabei sind wieder sein Sohn Oskar, seine Nichte Charlotte Riethmüller, seine haitianische Lebensgefährten Eliza und der mit Hilfe des Linguaphons sprechende Kiwi (der flugunfähige Vogel, nicht das Obst) Wilma. Kaiser Wilhelm der 2. und seine Gattin Viktoria werden ermordet. Gleichzeitig berichtet die Presse von Humboldts neuester Erfindung, einer Zeitmaschine. Humboldt erklärt Oskar und Charlotte, wie die Zeitreise in die 4. Dimension funktioniert und schickt Wilma mit einem kleinen Prototyp durch die Zeit. Der Geheimdienst will, dass Humboldt zurückreist und den Mord verhindert, doch er lehnt ab und erklärt mögliche Konsequenzen für die Zeitlinie. Er will nur forschen, aber nichts verändern, ist an Zeitreisen nur rein wissenschaftlich interessiert. Mit Hilfe des jüdischen Erfinders Pfefferkorn hat er bereits eine große Zeitmaschine gebaut, doch die braucht eine Energiequelle, die mehr Energie erzeugt, als ganz Berlin verbraucht. Gut, dass sie noch den Kristall aus Atlantis haben. Allerdings ist die mechanische Steuerung zu langsam. Nikola Tesla schickt ihnen den Roboter Heron als Hilfe. Erste Tests werden von einem Spion beobachtet, der dem Kriminellen Behringer berichtet. Der informiert die Freimaurer, die nach der Macht streben. Nach dem Tod des Kaisers gibt es Unruhen, Demonstrationen, panische Hamsterkäufe etc. . Die Sozialdemokraten und die Nationalisten gehen sich an den Kragen. Bis der Kronprinz alt genug ist, soll eine Militärregierung die Macht übernehmen. Eines Nachts beobachtet Oskar, wie sein Vater einen heimlichen, bemannten Test mit der Maschine durchführt. Wenig später taucht er wieder auf, müde, verletzt und scheinbar gealtert. Beim nächsten Mal nimmt er Oskar und Charlotte mit, doch die Reise geht zu weit, in die Eiszeit. Sie landen im Jahr 12000 v.C. und werden plötzlich mit Mammuts konfrontiert. Oskar wird von ihnen getrennt und hat Schwierigkeiten die, durch ein Kraftfeld getarnte, Maschine wiederzufinden. Als sie zurück sind, hat Zauberin Eliza eine böse Vorahnung. Behringer plant ein Attentat. Als er auf Humboldt schießt, wirft sich Eliza vor ihn und stirbt. Humboldt verfolgt den Verräter, den ehemaligen Straßenjungen Willi, der, genau wie Oskar, früher für Behringer gearbeitet hat. Willi hatte Spielschulden bei Behringer und wurde von ihm erpresst. Humboldt konfrontiert Behringer, aber der kann fliehen, verliert dabei allerdings seine Waffe. Die Polizei findet heraus, dass mit der selben Waffe der Kaiser getötet wurde. Oskar wird während der Nachtwache von Behringer überwältigt und sie machen eine unfreiwillige Reise in die Zukunft. Dort haben nach einem Krieg die Maschinen die Herrschaft übernommen. Oskar gelingt die Rückkehr in die Gegenwart, doch Behringer bleibt zurück in der Zukunft. Humboldt erkennt, dass die bloße Existenz der Zeitmaschine die Zukunft schon verändert hat. In einem „Geschichtsbuch“, das Oskar mitgebracht hat, liest er, wie Heron zum Prototyp der Maschinen wurde und dass der Krieg über hundert Jahre dauern wird. Im Jahr 2015 wird eine Frau namens Kanzlerin Merkel die Mauer um Berlin erhöhen, um die Angriffen der Franzosen abzuwehren. So weit darf es nicht kommen. Sie müssen den Fehler korrigieren. Sie müssen die Ermordung des Kaisers verhindern und die Zeitungsmeldung über die Zeitmaschine, denn das sind die entscheidenden Ereignisse. Sie schaffen es gerade noch rechtzeitig in die Vergangenheit, denn die von der Loge geschickten Soldaten rücken an, um Humboldt des Kaisermordes zu beschuldigen. Sie glauben, es sei seine Waffe gewesen. In der Vergangenheit schicken sie dem dortigen Humboldt einen Brief, der alles erklärt. Der stellt gleich zwei Attentäter, doch keiner ist Behringer. Der Mord wird verhindert. Verkleidet dringt Humbold in die Loge ein, wo die Drahtzieher sitzen. Er hat sie alle in der Hand und erpresst sie, damit sie den Staatsstreich aufgeben und von ihren Ämtern zurücktreten, sonst macht er alles publik. Er demontiert die Zeitmaschine und schreibt Tesla, dass er Heron nicht mehr braucht. Doch hat er damit auch Elizas Leben gerettet? Am Tag des ursprünglichen Attentates stürzt sie in genau der Minute von der Leiter und liegt nun im Koma … .
Der 5. und leider letzte Band der genialen Abenteuerserie mit einem Touch von Steampunk! Schade, dass es vorbei ist. Ich fand die Reihe total klasse und super spannend! Gerade das Thema Zeitreise und wie das hier gehandhabt wurde, fand ich faszinierend.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 28. Januar 2015

"Wanted. Ja. Nein. Vielleicht."

Heute dreht sich alles um die Liebe. Ob mit Fantasy oder ohne, ob in der Vergangenheit oder im Hier und Jetzt! Den Anfang macht ein relativ dünnes Büchlein, das uns auf äußerst amüsante Art die mehr oder weniger tragische Liebesgeschichte von Finn erzählt.

Finn hat Liebeskummer: "Wanted. Ja. Nein. Vielleicht."

Lena Hach
Wanted. Ja. Nein. Vielleicht.
978-3-407-81157-8
Beltz Verlag
Alter: 12+

„SoFinn“, das war einmal. Jetzt gibt es nur noch Finn. Sofie hat Schluss gemacht. „Du bist ein ganz Lieber. … Lass uns Freunde bleiben.“ Der rot gelockte Fünfzehnjährige leidet an Liebeskummer der allerhöchsten Stufe. Finns schwuler Kumpel Moritz startet ein Anti-Liebeskummer-Programm, kurz ALK, um ihn aufzuheitern. Er schickt ihm SMS mit weisen Sprüchen und postet sie auch auf Finns Pinnwand. Doch Finn will sich gar nicht besser fühlen. Er will Sofies Profilbild anstarren und still vor sich hin leiden. Moritz schlägt vor, dass Finn alles entsorgen soll, dass ihn an Sofie erinnert. Danach ist sein Zimmer halb leer, denn so gut wie alles erinnert ihn an sie: Die Muscheln auf der Fensterbank und die Fotos an der Wand, selbst die, auf denen Sofie gar nicht drauf ist. Finn denkt nur noch an Sofie, bis auf einmal Lara in sein Leben tritt, Lara, das Mädchen, das überall diese verrückten Abrisszettel aufhängt. Man findet diese Zettel überall in der Stadt. Ein Beispiel: auf einem Zettel ist ein Bild von einem Pudel und der Text „Haben Sie diesen Hund gesehen?“ Auf den Abriss-Stückchen steht: „Jetzt schon.“. Diese Zettel bringen Finn zum Lachen. Ist das Kunst? Wer schreibt diese Zettel? Zum ersten Mal fallen Moritz die Zettel auf, als er mit Moritz aus dem Kino kommt. Wenig später sieht er sie wieder, im Freibad, diesmal sieht er auch das Mädchen, das sie aufhängt und ist sofort hin und weg von ihr. Sie sieht aus wie Mia Wallace aus „Pulp Fiction“, zumindest, was ihre Frisur angeht. Finn will sie unbedingt treffen, doch leider steht auf keinem der Zettel ihre Telefonnummer. Da schreitet der hilfsbereite Moritz zur Tag und plakatiert halb Berlin mit neon-gelben „Wer-schreibt-diese-Zettel-?-Bitte-melden-!-Zetteln“ mit Finns Handynummer darauf. Der Plan geht auf und das „Zettelmädchen“ sieht die Zettel. Lara und Finn schreiben sich SMS und es kommt auch bald zum ersten Treffen. Finn ist begeistert von Laras durchgeknallten Ideen. Die beiden spielen „Touristen in Berlin“, halten Wildfremden einen uralten Stadtplan vor die Nase und fragen immer wieder: „This Alexanderplatz?“. Finn ahnt nicht, welche Probleme die nach außen so fröhliche Lara zuhause hat. Mit ihren Eltern redet sie kaum noch. Die beiden stehen kurz vor der Trennung. Seit dem Verschwinden ihrer Schwester Mira stimmt in Laras Familie gar nichts mehr. Jeder trauert und leidet für sich allein. Ihre Eltern klammern sich an die Hoffnung, dass Mira eines Tages zurückkommt. Immer, wenn sie umziehen, was oft vorkommt, reservieren sie das schönste Zimmer für sie. Lara erzählt niemandem davon, dass ihre Schwester vermisst wird. Sie hat sich eine Geschichte ausgedacht, dass Mira in Neuseeland sei, so eine „Work & Travel“-Sache. Auch Finn erzählt sie diese Geschichte. Sie sammelt Postkarten aus aller Welt, die sie hauptsächlich auf Flohmärkten finden. Mit diesen Karten, Stadtplänen und und einer Weltkarte erstellt Lara ein Album von Miras angeblicher Weltreise. Finn und Lara werden ein Paar. Dadurch wird er für Sofie plötzlich wieder interessant. Eines Tages vergisst Sofie ihre Trainingsklamotten fürs Karate und Finn bringt sie ihr vorbei. Dadurch versetzt er leider Lara. Nach einem Streit versöhnen sie sich wieder und Finn erfährt endlich, was vor vier Jahren geschah. Lara erzählt ihm, wie sie auf Klassenfahrt war und bei ihrer Rückkehr Mira fort war. Sie hatte heimlich Miras Taschenlampe mitgenommen und machte sich dann Vorwürfe. Was, wenn Mira die jetzt braucht? Das hat sie noch niemandem erzählt. Finn kann sich gar nicht vorstellen, wie es wäre, wenn seine Schwester, die nervige, kleine Feline, plötzlich nicht mehr da wäre. Finns Ex Sofie steht eines Tages vor der Tür und will Finn verführen, doch er bleibt Lara treu. Als es Sofie nach einer Party echt schlecht geht, ruft sie Finn an, dass er sie abholen soll. Er kommt zusammen mit Lara, mit der er gerade im Kino war, und Sofie muss akzeptieren, dass die beiden jetzt zusammen sind. An Miras 18. Geburtstag feiern Finn und Lara auf einem Hausdach, mit blauem Kuchen, im Gedenken an Mira, die diesen Kuchen liebte. Übermütig schreiben sie mit Farbe, die sie auf dem Dach finden, „Happy Birthday“ in riesigen Buchstaben, so dass man es sogar vom Himmel aus lesen könnte. Doch dann taucht auf einmal die Polizei auf und verhaftet die beiden … .
Ein dünnes Büchlein, aber trotzdem sehr gut. Es steckt wesentlich mehr drin, als man glaubt. Es ist manchmal ernst, manchmal witzig und manchmal romantisch. Die Erzählperspektive wechselt; die Kapitel sind beschriftet mit „Lara“ und „Finn“ und jeweils durchnummeriert. Obwohl es eine „Liebesgeschichte“ ist, wird es nie kitschig, also können es auch Jungs bedenkenlos lesen ;-).
Viel Spaß beim Lesen!!!

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http://www.ravensbuch.de/shop/item/9783407811578

"Das Herz des Sternenbringers"

Romantischer Historienschmöker: "Das Herz des Sternenbringers"!

Priska Lo Cascio
Das Herz des Sternenbringers
978-3-522-20183-4
Thienemann Verlag
Alter: 14+

Frankreich 1066: Girard de Belsac ist ein Bastard. Seine Mutter ist zwar Normannin, sein Vater jedoch war Angelsachse. In seiner Kindheit wurde er deshalb von seinem Onkel misshandelt, und auch als Erwachsener hat er es nicht immer leicht. Eines Tages hilft er dem Adligen Haveron aus der Klemme, und der lädt ihn nach Rouen ein, wo Girad Herzog William trifft. Die Umstände sind nicht die besten, denn er rennt den Herzog versehentlich um und landet zunächst im Gefängnis. Niemand ist überraschter als Girard selbst, als er dann plötzlich für eine geheime Mission als Spion rekrutiert wird. Er soll nach England reisen und dort den besten Landeplatz für die Flotte auskundschaften, denn der Herzog plant eine Invasion. König Edward ist tot. Harold ist der neue König, doch William will den Thron. Girard übernimmt den Auftrag, erleidet jedoch an der englischen Küste Schiffbruch. So landet er bei Alwynn auf dem Gutshof von Wertlyng in Sussex, den Alwynn in Abwesenheit ihres Bruders Wigstan, der der Thane des Guts ist, führt. Sie kümmert sich solange um Mensch und Tier und um allerlei Probleme. Da gibt es beispielsweise einen Salzsieder, der sein Salz zu Wucherpreisen verkauft, und der seine Frau und seinen Sohn Aelfric schlägt. Kurzerhand hebt sie das Monopol des Salzsieders auf und holt dessen misshandelte Familie auf ihre Burg. Alwynns Bruder ist bei seine Rückkehr jedoch nicht froh über einige der Entscheidungen, die sie eigenmächtig traf, und diese gehört dazu. Wigstan vergnügt sich nach seiner Rückkehr erst mal mit der Magd Sunhild, die sich daraufhin für etwas besseres hält, frech zu Alwynn wird und ihr sogar droht. Dann taucht auch noch das Scheusal Turoc, ein guter Freund von Wigstan, auf. Turoc ist brutal und fies. Alwynn hasste ihn schon als Kind. Sie pflegt unterdessen den Fremden Girard, der sich ihr als Garred vorstellte. Er erzählt ihr natürlich nicht die Wahrheit. Die Leute nennen ihn den Sternenbringer, weil der Halleysche Komet gleichzeitig mit ihm auftauchte. Garred verliebt sich sofort in Alwynn. Er arbeitet später auf dem Gutshof mit, da er stark und geschickt ist und freundet sich mit dem kleinen Aelfric an. Außerdem hilft er dem alten Osgar im Stall. Wigstan zieht wieder in den Kampf, verschweigt jedoch Alwynn den Ernst der Lage. Ausgerechnet Turoc lässt er zu ihrem Schutz zurück. Er plant, seine Schwester mit Turoc zu verheiraten, doch Alwynn hat sich in Garred verliebt. Es kommt zu einer Konfrontation mit Turoc in der Halle, als Garred, der von Alwynn eingeladen wurde, dort erscheint. Garred überrascht alle, weil er Turoc im Kampf besiegt. Dann steht auf einmal der Stall in Flammen. Garred rettet den Jungen Aelfric aus dem Feuer, der hinein gerannt war, um das kleine Kälbchen zu retten. Er hilft auch beim Wiederaufbau. Turoc bedrängt indessen Alwynn, so dass es erneut zum Kampf zwischen Garred und Turoc kommt. Wigstan kehrt heim und wird Zeuge des Kampfes. Er wundert sich, dass Garred wie ein Housecarl des Königs kämpft. Wo hat er das gelernt? Der fiese Turoc gibt Garred die Schuld für den Stallbrand. Doch für diesen Unsinn hat Wigstan keine Zeit. Er verkündet, dass die Normannen bald kommen. Wigstan rüstet seine Truppen auf, und König Harold persönlich taucht in Wertlyng auf. Garred legt einen Eid vor Wigstan ab, aber soll er sich wirklich auf seine Seite stellen oder ihn verraten? Der Herzog hatte ihm Land versprochen. Garred ist hin und her gerissen. Er soll das Gut während Wigstans Abwesenheit verteidigen. Dann erfährt von der Hochzeit, die Wigstan arrangiert hat. Er kann nichts dagegen unternehmen. Turoc vergewaltigt Alwynn in der Hochzeitsnacht und zieht gleich danach in den Kampf. Als Alwynn einige Tage später Kräuter sammelt, gerät sie in einen Sturm und Garred rettet sie. Die beiden kommen sich näher und treffen sich immer wieder heimlich, doch die, inzwischen von Wigstan verschmähte, Magd Sunhild beobachtet sie. Alwynn ist glücklich. Garred ist so zärtlich zu ihr. Dann gibt es mal wieder Ärger mit dem Salzsieder, der Aelfric als Arbeitskraft mitnimmt. Garred schlägt Alwynn vor, den Jungen freizukaufen. Dann kehrt Turoc zurück und Garred kann Alwynn abermals nicht helfen. Sie soll soll sogar mit Turoc auf seine Burg nach Northumbria gehen. Die Magd Sunhild beschuldigt Garred und Alwynn der Unzucht. Bei der ganzen Aufregung erleidet Alwynn eine Fehlgeburt und überlebt nur knapp. Sie denkt bzw. hofft, dass es Garreds Kind war, das sie trug. Garred wird von Turoc übel zugerichtet. Turoc nimmt ihn gefangen und schleppt ihn schwer verletzt fort. Wigstan wird klar, was er angerichtet hat, und er will Alwynns Ehe vom König aufheben lassen, damit Turoc sie nicht auch noch mitnimmt und sie bei ihm ein Leben als Leibeigene führen muss. Alwynn erholt sich langsam, doch will ohne Garred nicht mehr leben. Sie ahnt nicht, dass Wigstan schon einen Plan schmiedet, ihn zu befreien. Wigstan ordnet an, dass Alwynn ihre Kammer nicht verlassen darf, und sie fühlt sich verraten. Garred erfährt erst seiner Befreiung von dem Kind, seinem Kind, und will sofort zu Alwynn, doch Turocs Männer suchen ihn überall. Wigstan kämpft währenddessen gegen die Wikinger. Die Meinungen der Leute auf dem Gut gehen auseinander. Die eine Hälfte ist auf Wigstans Seite, die anderen halten zu Turoc, auch wenn diese Loyalität größtenteils mit Geld erkauft wurde. Der kleine Aelfric taucht wieder auf. Sein Vater hat ihn erneut geschlagen. Aelfric gibt Alwynn Geld, um mit seiner Mutter und seiner Schwester auf der Burg bleiben zu können. Später helfen diese Münzen, eine Verschwörung aufzudecken. Wo kommt das Geld her, mit dem auch der Salzsieder so plötzlich seine Schulden zahlen konnte? Endlich gibt es ein Wiedersehen von Garred und Alwynn. Sie erfährt dass Wigstan ihn gerettet hat und sieht ein, dass sie ihrem Bruder Unrecht getan hat. Dann kommt, was kommen musste. Die Normannen kommen! Auf welcher Seite wird Garred kämpfen? Und wird er jemals mit Alwynn glücklich werden?
Ein spannender historischer Schmöker und gleichzeitig eine fesselnde Liebesgeschichte! Die Story kommt ganz ohne Fantasy aus, was mal eine willkommene Abwechslung ist. Wegen der Lovestory ist es eher was für die Mädels, aber auch die männlichen Leser könnten Gefallen daran finden, denn hin und wieder gibt es ja auch Gemetzel ;-).
Viel Spaß beim Lesen!!!

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