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Mittwoch, 14. Januar 2015

"Harriet - Versehentlich berühmt - Mode ist ein glitzernder Goldfisch"

Model wider Willen: "Harriet - Versehentlich berühmt - Mode ist ein glitzernder Goldfisch"!

Holly Smale, übersetzt von Elvira Willems
Harriet – Versehentlich berühmt – Mode ist ein glitzernder Goldfisch
978-3-401-06880-0
Arena Verlag
Alter: 11+

Harriet ist ein totaler Nerd, eine Streberin von der Sorte, die immer ein Lexikon auf dem Nachttisch liegen hat, damit sie Wörter wie „Uncool“ nachschlagen können. Außerdem versteckt sie sich häufig unter Tischen. Mit Mode und Glitzerkram kann sie nichts anfangen, im Gegensatz zu Ihrer besten Freundin Nat (Natalie), die Model werden möchte, seit sie sieben Jahre alt war. Nat ist es auch, die Harriet beim Schulausflug nach Birmingham auf die Mode-Messe mitschleift. Leider werden die beiden Freundinnen vorher im Bus von Toby (auch so ein Nerd) vollgekotzt und müssen ihre Kleider gegen von den Jungs geliehene Fußballtrikots austauschen. Harriet fühlt sich auf der Messe wie ein Eisbär im Regenwald. Ungeschickt stößt sie einen Hutstand um, was wiederum mehrere andere Stände ebenfalls zum Einsturz bringt. Das Ergebnis: 3000 Pfund Schaden, das sind 11,1 Jahre Taschengeld! Auf der Flucht wird Harriet von einem Modelscout „entdeckt“. Sie fürchtet Nats Zorn und flüchtet unter den nächstbesten Tisch, wo sie den netten Jungen Nick trifft. Später gibt es dennoch Streit mit Nat, die leider nicht „entdeckt“ wurde. Auch in der Schule gibt es Zoff. Harriet wird von Alexa gedemütigt und im Englischunterricht als Streberin beschimpft. Dann ruft tatsächlich Modelscout Wilbur an und lädt Harriet ein. Ihr Vater, der gerade ziemliche Probleme in seinem Job hat, ist begeistert. Seine Tochter, ein Model! Stiefmutter Annabelle hält hingegen nichts davon. Dennoch fahren sie alle zusammen hin. Harriet wird von Annabelle vorher in ein Kostüm gesteckt, in dem sie wie eine Anwältin aussieht, also genau wie Annabelle selbst. Wilbur ist begeistert. Während ihre Eltern streiten, schubst er Harriet in einen Raum, in dem die weltberühmte Designerin Yuka wartet. Harriet macht ihr klar, Mode, das seien für sie nur „Klamotten“ und Yuka will sie trotzdem oder gerade deswegen für ihre neue Kollektion und engagiert sie vom Fleck weg. Demnächst soll sie zum Shooting nach Moskau fliegen. Vorher passiert aber noch einiges. „Stalker“ Toby folgt Harriet in den Waschsalon und sie erfährt, dass Nat der fiesen Alexa den Zopf abgeschnitten hat, weil Alexa so fies zu Harriet war. Das schreit nach Zickenkrieg. Harriet fährt heimlich mit ihrem Vater zum Flughafen. Ihrer Stiefmutter haben sie nicht erzählt, dass sie nach Moskau fliegen. Im Flugzeug stellt Harriet fest, dass sie einen gigantischen Pickel hat, dem ihr Vater spontan den Namen Bob gibt und sie fühlt sich wie ein Einhorn. In Moskau trifft sie Nick wieder, der ein männliches Model ist und außerdem ihr Partner bei dem Shooting. Wilbur schickt sie zum Aufhübschen, und mit neuer Frisur und Make-Up erkennt sie sich im Spiegel kaum wieder. Sie bekommt einen schicken Mantel, sexy Unterwäsche und High-Heels, in denen sie nicht laufen kann, auch nicht, als ihr Vater sie stützt. Schließlich muss sie von Wilbur mit einem Rollstuhl zum Shooting gekarrt werden, da ihre Supermarktturnschuhe für ihn keine Alternative sind. Das Fotoshooting findet im Schnee statt, zusammen mit Nick und der kleinen Monsterkatze Gary. Harriet muss ihre Schuhe ausziehen und hüpfen. Danach reist Nick leider ab, da er einen neuen Auftrag hat, wohingegen Harriet am Abend bei einer Modenschau laufen soll. Sie bekommt ein goldenes Kleid und (zum Glück) flache Schuhe. Leider hat sie nur 20 Minuten Zeit, um das Laufen zu üben (wenn man von dem Üben in Nats Garten als sie 9 Jahre alt waren und Laufsteg spielten, mal absieht). Die russischen Models sind gehässig zu ihr und die fiese Shola legt sie rein, so dass sie in die falsche Richtung läuft und dadurch Fleur, ein anderes Model, zu Fall bringt. Zu Hause in England gibt es richtig Ärger. Annabelle ist mit Sack, Pack und Katze ausgezogen, weil sie die Lügen von Harriets Vater nicht mehr erträgt. Außerdem ist sie schwanger und war deshalb in letzter Zeit so komisch drauf. Die gemeine Alexa hat Nat einen Zeitungsartikel mit einem Bild von Harriet als Model in den Briefkasten geworfen und Nat ist stinksauer, vor allem weil Harriet behauptet hat, dass sie krank wäre und deshalb nicht in der Schule war. Alle hassen sie, außer „Stalker“ Toby, der mit einem Fernglas in einem Busch vor ihrem Haus hockt. Der arme Kerl sucht einfach verzweifelt ein gleichgesinntes „uncooles“ Wesen. Sie redet in der Kanzlei mit Annabelle und auch ihr Vater tut alles, um sie zurückzugewinnen. Schließlich kommt es im Waschsalon zur Versöhnung. Harriet will nicht mehr modeln, doch Wilbur sagt, sie hätten einen Vertrag. Mit Hilfe von Toby versöhnt sich Harriet mit Nat und sie sind wieder Freundinnen. Harriet soll in der Fernsehshow „WakeUp UK“ auftreten, doch im Interview sagt sie ihre eigene Meinung, nicht das, was ihr Yuka per Kopfhörer zuflüstert. Außer Wilbur (mit pinkem Zylinder) ist auch noch Nick in der Show. Und Nick scheint Harriet so zu mögen, wie sie ist … .
Uncool ist das neue Cool! Die Autorin stolperte selbst als unbeholfene und schüchterne Streberin durchs Leben, bevor sie mit 15 als Model entdeckt wurde. Mit ihrem Buch sagt sie allen Mädchen, die vom Modeln träumen (oder auch nicht): Sei einfach Du selbst! Außerdem ist Harriet eine sympathische Anti-Heldin, die man einfach ins Herz. Weiter geht es übrigens mit ihrem zweiten Abenteuer: „Ein Kolibri auf dem Catwalk“.
Viel Spaß beim lesen!!!

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"Hallo Opa - Liebe Mirjam"

Eine etwas andere Brieffreundschaft: "Hallo Opa - Liebe Mirjam"!

Peter Härtling
Hallo Opa - Liebe Mirjam – Eine Geschichte in E-Mails
978-3-407-82039-6
Beltz Verlag
Alter: 8+

Mit ihrem Opa hat die 14-jährige Mirjam wirklich Glück. Nicht nur, dass er ein toller Opa ist, er ist auch noch so was wie ihr e-Mail-Freund. Der beinahe 80-Jährige ist zwar, was die ganze moderne Technik angeht, nicht immer ganz up-to-date (immerhin hat er einen PC und weiß, was eine e-Mail ist ;-) ), tut aber sein Bestes, um seiner Enkelin mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Die hat zur Zeit ganz schöne Probleme in der Schule und Zoff mit den Eltern, die sie nicht verstehen. Der Opa, der hört wenigstens zu. Trotzdem findet es Mirjam nicht so toll und wird sogar richtig sauer, als er sich in ihre „Facebook-Angelegenheiten“ einmischt und mit ihrer Mutter darüber redet. Sie meint, davon hätte er doch keine Ahnung. Manchmal antwortet der Opa nicht gleich und manchmal drückt er sich auch etwas altmodisch aus. Er erzählt viel von früher und beruhigt Mirjam damit, dass er und die Oma auch mal pubertierten. Ansonsten ist er eher zurückhaltend und findet es gar nicht gut, wenn Mirjam auf Facebook so offen ist und alles über sich preisgibt. Was 60 Freunde dort bedeuten, ist ihm nicht so wirklich klar, aber mit richtigen und falschen Freunden kennt er sich aus, das hat ihn das Leben gelehrt. Mirjam wird auf Facebook so richtig übel gemobbt von ihren angeblichen Freunden. Es geht so weit, dass sie schließlich die Schule wechselt, um neu anzufangen. Der Opa erzählt ihr, wie schwer es ihm damals gefallen ist, als Flüchtlingsjunge Freunde zu finden. Leider geht es Opa in letzter Zeit nicht so gut. Er leidet unter Atemnot und fürchtet, Wasser in der Lunge zu haben. Mirjam jammert indessen über ihre schlechten Noten und die fiesen Lehrer. Zu den Thema hat Opa auch einiges zu sagen. Er erzählt von seinem „Nazi-Lehrer“, damals, als die Lehrer noch prügeln durften. Opas 79. Geburtstag feiert die ganze Familie zusammen in Portugal. Nach dem sie wieder zuhause sind, geht es ihm wieder schlechter. Auch Mirjam geht es nicht gut. Sie hat wieder Facebook-Ärger und prügelt sich in der Schule. Opa sagt, sie soll das blöde Facebook endlich verlassen. Dann kommt lange keine Mail von Opa. Er antwortet einfach nicht mehr. Mirjam erfährt, dass er zur Kur in einer Klinik ist. Sie macht sich große Sorgen um ihn. Schwester Gudrun von der Klinik am Ried mailt ihr und schreibt, dass es dem Opa sehr schlecht ginge. Bald darauf erreicht Mirjam eine traurige Nachricht: Ihr Opa ist gestorben! Mirjam ist sehr traurig und vermisst ihn, und sie schreibt ihm weiterhin e-Mails … .
Das komplette Buch besteht ausschließlich aus e-Mails, sozusagen ein moderner Briefroman. Das ist eigentlich eine tolle Idee und einfach mal was anderes. Auch als Opa stirbt, schreibt Mirjam weiter, weil ihr das guttut, obwohl ihre Mutter das bedenklich findet und es ihr verbietet. So einen Opa wie den von Mirjam hätte ich auch gern gehabt. Der ist mir beim Lesen richtig ans Herz gewachsen. Leider hatte ich nie einen Opa :-(. Mit der Figur der Mirjam wurde ich allerdings nicht so richtig warm. Habe für die Rezension noch mal im Klappentext nachgeschaut, wie alt sie denn eigentlich ist und dachte mir dann nur: Die soll wirklich 14 sein? Die kam mir beim Lesen viel jünger und vor allem viel kindischer vor. Meistens benimmt sie sich eher wie eine naive 10-Jährige. Angeblich ist das Buch ja für Leser von 7-14 Jahren. Weil es so dünn ist oder was? Themen und Alter passen da irgendwie nicht zusammen. Welche(r) 7- oder 8-Jährige interessiert sich wohl für Mirjams Facebook-Problem-Gejammer? Oft ist Mirjam mir beim Lesen einfach nur tierisch auf die Nerven gegangen. Zum Glück gibt es da noch den Opa. Der reißt es echt raus und macht das Buch lesenswert.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 7. Januar 2015

"Sonnentochter - Das Lied der Seide"

Ich wünsche Euch allen ein fantastisches neues Jahr! Passend dazu gehen auch meine heutigen Buchtipps in die Ecke "Fantasy". Viel Spaß beim Lesen!

Los geht es mit: "Sonnentochter - Das Lied der Seide"!

Sheila Rance, übersetzt von Petra Koob-Pawis
Sonnentochter – Das Lied der Seide (Band 1)
978-3-570-15756-5
cbj Verlag
Alter: 11+

Die rothaarige Maia wird von allen nur Feuerkopf genannt. Sie lebt mit ihrem (Zieh-)Vater Tareth, dem Seidenweber, beim Klippenvolk, nachdem sie aus dem Reich Khandar fliehen mussten. Maias Vater hat einen Adler namens Magnus. Maia hingegen hätte gern eine eigene Echse, auch um damit ihrem gehandikapten Vater bei der Arbeit auf dem Boot zu helfen. Maia kann nämlich nicht schwimmen. Doch die Echsenleute sind „Unberührbare“ und leben im Pfahldorf, weit weg vom Klippenvolk. Der junge Seegrasmeister Razek will Maia die Hände reichen (heiraten), aber sie will ihn nicht. Sie schleicht sich davon, auf der Suche nach einer Echse. Echsenjunge Kodo sieht sie beim Echsengelege und sieht auch mit an, wie Magnus eine Echse tötet und eine andere verletzt. Das hatte Maia nicht gewollt. Die Echsen waren gerade erst geschlüpft, und Kodo bekommt Ärger mit seinem Großvater Ootey, weil er nicht besser aufgepasst hat. Die Klippenbewohner finden nach einem Sturm eine Leiche im Seegras, einen Mann aus Khandar, der zur Wolfssippe gehörte. An ihrem 13. Geburtstag soll Maia ihren wahren Namen erfahren. Sie muss zur Wächterin Sabra gehen, die ihr ihren Namen und ihre Bestimmung offenbaren wird. Maia ist die Sonnenfängerin! Genau davor wollte sie Tareth immer schützen. Die kleine Echse, die Maia heimlich mitnahm und pflegte, stirbt. Maia besucht das Echsenvolk und bietet ihnen Seide und Honig als Entschädigung für den Verlust und als Entschuldigung für ihr Vergehen an. Sie zeigt Kodo auch, wo man am besten Honig findet. Dabei werden sie von dem „Wolfen“ des toten Wolfsmanns angegriffen und werfen Steine, um sich zu verteidigen. Plötzlich wirft die wütende Maia Feuer und Flammen und vernichtet den „Wolfen“. Danach tun ihr die Augen weh. Sabra kommt hinzu und sagt ihr, das sei der Preis, den die Sonnenfängerin für ihre Gabe zu zahlen hat. Denn eine Sonnenfängerin muss in die Sonne sehen und wird daher irgendwann blind. Maia will nicht die Sonnenfängerin sein. Sie erzählen den Herren des Marschlands Lügen über das Feuer, in dem der „Wolfen“ starb. Angeblich wollten sie Bienen ausräuchern. Der Sumpfherr Helmek war früher ein Echsenmann, was der verwunderte Kodo an dessen Tattoo erkennt. Später folgt Kodo Maia heimlich zum Mottengarten, wo sie Kokons sammelt und hört die Seide singen. Er ahnt nicht, dass der Gesang der alten Seide gefährlich ist. Von der Seide gelockt, stiehlt er etwas davon. Maia verschließt sich ihre Ohren mit Wachs und entgeht den Verlockungen der alten Seide. Bald ist Sonnenwendversammlung auf der Pferdewiese. Das ist so eine Mischung aus Fest, Jahrmarkt und Tauschbasar. Kodo ist auch da. Er wäre gern Händler auf einem Schiff. Tareth erzählt Maia vor der Versammlung von seinem Bruder Urteth. Urteth und seine Frau Elin rissen die Macht in Khandar an sich, und seitdem ist das Land von der Kälte verflucht. Tareth floh damals mit Maia und dem Sonnenstein, den er dann versteckte. Maia erfährt auch, dass Elin selbst die Sonnenfängerin sein will. Der Sumpfherr sieht Kodo, der unvorsichtigerweise die gestohlenen Seide mit sich führt, bei der Versammlung. Auch Razek begeht eine Dummheit. Er tauscht das Silber des toten Wolfsmanns, das er unrechtmäßig behalten hat. Dann kommt Maia dazu und plötzlich müssen Kodo und Maia fliehen. Eine Gauklerin hilft ihnen. Bei ihr handelt es sich um Xania, Maias Schwester. Maia hat sogar 6 Schwestern und wusste bislang nichts davon. Tareth ist dagegen, dass Xania Maia mitnimmt, aber sie müssen fort von hier. Kodo warnt unterdessen sein Volk, dass der Sumpfherr wegen der Seide kommen wird und macht den Vorschlag, die Echsen zum Kampf einzusetzen, was noch nie zuvor jemand tat. Seeräuber/ Wolfsmänner greifen an und der Adler Magnus stirbt bei dem Kampf. Razek trägt noch immer die Kleidung des Toten und Magnus hielt ihn für einen Feind. Maia und Xania können fliehen und Razek folgt ihnen. Alle denken, dass Tareth tot ist, doch Kodo und seine Echse retten ihn aus dem Wasser und bringen ihn auf ein Schiff. Maia, Xania und Razek gelangen nach Altara zu den Kriegerinnen und ihren Geparden. Maia erholt sich dort, aber Xania erliegt ihren Verletzungen. Das Schiff mit Kodo und Tareth an Bord wird im Hafen durchsucht, doch es gelingt der Besatzung, Tareth in einem Segeltuch vor Urteth zu verstecken. Maia rasiert sich die Haare ab und sieht jetzt wie die Kriegerinnen aus. Sie würde gern bleiben, doch Yanna, die Anführerin, will dass Maia ihrer Bestimmung folgt und den Sonnenstein sucht. Leider liegt der in einer Höhle in einem See und Maia kann ja nicht schwimmen. In Khandar verhört Elin ein Mädchen aus Altara und erfährt von Maia, dem Stein und dem See. Kodo hört unterdessen die Botschaft der Seide, die Urteth im Turm an Elin schickt und berichtet Tareth davon. Maia erreicht die Höhle und wählt einen einfachen, grauen Stein, aber ist das auch der Richtige? Urteth hat inzwischen Yanna in seine Gewalt gebracht und sagt Maia, dass Tareth nicht ihr Vater ist. Er will sie und den Stein zu Elin in den Palast bringen. Sie werden begleitet von Wolfsmännern und Adlerleuten, aber auch Yanna und ihre Bogenschützinnen und sind dabei, um Maia zu schützen. Urteth erwischt Maia, als sie weglaufen will. Sie sagt sie wolle allein zum Palast und zu Elin. Urteth sagt, das Land leide Hunger, und Elin wolle nur Gutes mit dem Stein tun. Maia erklärt sich bereit, ihm den Stein im Tausch für einen eigenen Adler zu überlassen, doch sie täuscht ihn und beschwört die Sonne. Der Stein tötet ihn, und die graue Schale bricht auf und enthüllt einen strahlend weißen Stein. Maia wird in den Palast verschleppt und steht der wütenden Elin gegenüber, die außer sich ist wegen Urteths Tod. Elin und ihre Tochter Caspia haben auch besondere Kräfte. Es kommt zum Kampf zwischen Elin und Maia. Kodo erreicht Khandar und trifft Razek. Die beiden wollen Tareth helfen, Maia zu finden und vor Elin zu retten. Doch Elin ist stark. Können sie es schaffen?
Eine richtig spannende Fantasy-Geschichte! Manchmal ist die Handlung zwar etwas verwirrend, so dass ich das Buch eher in die Abteilung 12+ stellen würde, aber ansonsten fand ich es klasse. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Trix Solier - Odyssee im Orient"

Trix zaubert wieder: "Trix Solier - Odyssee im Orient" (Band 2)!

Sergej Lukianenko, übersetzt von Christiane Pöhlmann
Trix Solier – Odyssee im Orient (Band 2)
978-3-407-74429-6
Gulliver Taschenbuch (Beltz Verlag)
Alter: 12+

Zauberlehrling Trix Solier langweilt sich im Turm von Meister Sauerampfer. Er muss alte Sprüche abschreiben und sich mit Küchenmagie befassen, während sich sein Meister auf einer Neujahrsparty amüsiert. Trix will endlich mal wieder die Welt retten und sehnt sich nach neuen Abenteuern. Sein Wunsch scheint in Erfüllung zu gehen, als der Drache Ilin (das ist nur eine Abkürzung) bei ihm auftaucht und Sauerampfers Ehrenschuld einfordert. Da Trix nur mangelhaft teleportieren kann, reitet er auf Ilin nach Samarschan. Es ist zwar möglich, auf einem Drachen zu reiten und sogar sehr schön, aber die Drachen wollen ihren Ruf nicht verlieren, daher weigern sie sich normalerweise. Sie fressen auch nur selten Prinzessinnen (wegen des Cholesterins), aber es schadet ja nicht, wenn die Menschen das glauben. Fee Annette ist natürlich auch mit von der Partie. In Samarschan stellt sich heraus, dass Ilin noch ein Drachenkind ist, das ohne Zustimmung seiner Eltern handelte. Die Dracheneltern schicken Trix nach bestandenem Rätsel-Duell wieder fort, da sie nicht glauben, dass er ihnen wirklich helfen kann. Trix hat keine Ahnung von Politik und weiß nicht, was gerade in Samarschan abgeht. Der mineralisierte Prophet (MP) will Großwesir werden anstelle des Großwesirs und dann die ganze Welt erobern. Damit ist er nicht nur für die Drachen eine Gefahr. Trix macht sich auf durch die Wüste in Richtung Hauptstadt und trifft auf die Karawane von Händler Wasab. Sie kommen durch seine Zauberei zwar schneller ans Ziel, wenn auch nicht ganz ohne Komplikationen, denn die turbo-schnellen Kamele zertrampeln die Beete vor der Stadt (die aber jetzt prima Bewässerungskanäle abgeben). Trix lernt Wasabs Familie kennen und sein Sohn Karim zeigt ihm die Stadt. Sie begegnet Trix alten Feinden, dem Vitamanten (Untoten) Gavar und Co-Herzog Gris mitsamt Sohn und besuchen den Sklavenmarkt, wo Trix seinen alten Freund, den Knappen Ian freikauft. Trix erfährt, dass der Großwesir ein Bündnis mit den Vitamanten eingeht, um MP zu besiegen. Er hält das für riskant, denn sie könnten danach Krieg gegen seinen König Marcel führen. Der Großwesir hat das Sagen, denn der junge Sultan ist viel zu gutmütig, um den Staat ordentlich zu führen. Trix lernt den Sultan in dessen Garten kennen, wo er von den Drachen abgesetzt. Durch Kontakt mit dem Hofnarren bekommt Trix eine Audienz beim Wesir. Der liebt die Künste, fördert sie und ist gerade im Theater. Dort gibt es ein Wiedersehen mit alten Freunden, der Schauspielertruppe um Bambura. Sie spielen Trix erstes Abenteuer. Auch Gavar ist unter den Zuschauern und scheint amüsiert, obwohl er in dem Stück nicht gut wegkommt. Trix versucht, dem Wesir die Sache mit dem Bündnis auszureden und erkennt, dass er wohl selbst MP besiegen muss, um einen Krieg zu verhindern. MP ist jedoch ein mächtiger Zauberer, der die Zauber anderer scheinbar vorhersieht. Trix geht nun aus Verzweiflung selbst ein Bündnis mit Gavar ein. Sein Plan sieht vor, MP mit dem Theaterstück ablenken und dann zu vernichten. Trix und Gavar spielen sich selbst und wollen auf der Bühne echte Zauber wirken, MP überraschen. Reisen mithilfe der Drache zur Oase ,wo MP und seine Truppen lagern. Die Soldaten sind begeistert von dem Stück und führen sich auf wie beim Kasperletheater. Leider geht Trix Plan schief und MP teleportiert ihn in eine Ruinenstadt in der Wüste und nimmt den Rest der Truppe gefangen. Trix will sich zu seiner geliebten Tiana teleportieren, doch er stattdessen versetzt er sie versehentlich zu ihm. Ihr war sowieso langweilig. Sie finden eine Wunderlampe und der Dschinn versucht, sie hereinzulegen, bringt sie aber zurück in die Stadt. Trix spricht bei Sultan und Wesir vor, doch der Sultan (gar nicht mehr so gutmütig) hat den Wesir abgesetzt und will die Drachen MP angreifen lassen, ohne Rücksicht auf Verluste oder auf die Gefangenen. Notfalls will er einfach aufgeben und MP die Macht überlassen. Trix protestiert, und er und Tiana müssen fliehen, um nicht gefangen genommen zu werden. Sie suchen Rat bei den Drachen. Die meinen, nur ein Assassine könne MP töten und sie sollen bei Meister Aabeze in die Lehre gehen. Damit dafür genug Zeit bleibt, werden sie einen Monat in die Vergangenheit versetzt. Die Schule der Assassinen hat große Ähnlichkeit mit „Hogwards“ (4 Häuser, ein sprechender Turban, Kampf-Besen … ;-)). Außer ihnen, Aabeze und Dekan Ibeem gibt es nur einen weiteren Schüler, ausgerechnet Trix Cousin Derrick, den Sohn des verräterischen Co-Herzogs Gris und Trix Erzfeind. Trix, Tiana und Derrick lernen Giftmischerei und Besenkampf und schließen ihre Ausbildung mit dem rotem Gürtel ab. Da Teppich und Flug-Besen fehlerhaft sind, erfinden sie für Reise zum Feind kurzerhand das Auto und nennen es BMW (Bequemes Technisches Wunderwerk). Sie suchen den Dschinn, und der schickt sie mit ihren Fragen über den MP weiter zur Sphinx. Da erscheinen plötzlich Sauerampfer und Hallenberry/Klaro. Gemeinsam suchen sie nach der Quelle von MPs Macht in der Ruinenstadt „Herz der Hölle“. Da steht plötzlich ein Tor das fordert: „Sprich Freund und tritt ein“ ;-). Sauerampfer muss die Gefährten auf Befehl des Königs verlassen und sie anderen machen die Bekanntschaft einer Gruppe Zwerginnen und treffen den Rat der Zwerge. Die kennen MP und wissen, dass er seine Macht von einer Nixe hat. Sie hat MP Zaubern gelehrt, was ihr bei den Zwergen nicht gelang und das klappte nur, weil er so einfältig ist wie ein Kind. Sein Zauber ist einfach anders, nicht mächtiger. Selbst Klaro lernt von der Nixe das Zaubern, aber er zaubert immer nur Süßigkeiten. Trix erkennt das Geheimnis von MPs Macht und hat bereits einen Plan, verrät ihn Klaro und Tiana jedoch nicht. Sie schleichen sich ins Heerlager von MP ein und qualifizieren sich für die Leibgarde. Können sie MP überraschen und besiegen? Wird Trix Plan gelingen?
Witziger geht es kaum noch! Schon das erste Abenteuer von Trix habe ich geliebt und mich schief gelacht und die Fortsetzung steht dem in nichts nach. Wer mag, kann sich die Geschichte auch gern von Stefan Kaminski als Hörbuch vorlesen lassen. Genial!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Witch & Wizard - Verlorene Welt"

Magie ist vom Staat verboten: "Witch & Wizard - Verlorene Welt (Band 1)!

Gabrielle Charbonnet und James Patterson, übersetzt von Ulrich Thiele
Witch & Wizard 1 – Verlorene Welt
978-3-7855-7894-0
Loewe Verlag
Alter: 11+

Die Geschwister Whit und Wisty, 17 und 15 Jahre alt, wachen über Nacht in einem totalitären Staat auf. Der „Eine, der der Einzige ist“ hat die Macht übernommen und die N.O., die „Neue Ordnung“, ausgerufen. Soldaten stürmen das Haus und nehmen die Geschwister mit. Bei den Soldaten ist auch ihr Schulkamerad Byron, ein Schleimer, der schon immer sein Fähnchen nach dem Wind gehängt hat. Whit und Wisty sollen von ihren Eltern getrennt werden und sich dem Gesetz fügen. Sie dürfen nur 2 Dinge mitnehmen. Ihre Eltern geben ihnen ein leeres Buch und einen alten Trommelstock mit. Der „Eine“ erscheint und verkündet, dass das neue System Bücher, Musik, Filme und ganz besonders Magie verbietet und die Kinder der Hexerei angeklagt seien. Whit und Wisty glauben nicht an Magie, wissen nichts von Hexen und Zauberei. Ihre Eltern sagten zwar schon immer, dass sie etwas Besonderes seien, aber sie sind eben Eltern und außerdem ein bisschen hippiemäßig drauf. Wisty meint, sie leben immerhin im 21. Jahrhundert und nicht im 17., also sei diese Hexenverfolgung ja wohl ein schlechter Witz. Das ändert sich, als sie auf einmal unsichtbar wird und anfängt Flammen zu sprühen. Gibt es Magie vielleicht wirklich? Sie werden von einer Art Sturmtruppen ins Gefängnis verschleppt, wo noch andere Jugendliche sind. In letzter Zeit sind viele Kinder und Jugendliche spurlos verschwunden, auch Whits Freundin und große Liebe Celia. Gibt es da einen Zusammenhang? Wisty erkennt, dass sie Feuer entzünden und Blitze schleudern kann. Auch Whit entdeckt magische Fähigkeiten bei sich. Er kann Dinge verlangsamen und stoppen. Beide haben jedoch kaum Kontrolle über ihre neuen Kräfte. Es kommt zu einer Gerichtsverhandlung vor dem „Einen“, die die reinste Farce ist und sie werden zum Tod durch den Strang verurteilt, sobald sie 18 sind, was bei Whit nicht mehr lange dauert. Dann werden sie in eine ehemalige Nervenklinik, die jetzt ein Hochsicherheitsgefängnis ist, verlegt. Die dortige Oberin ist die Schwester des Richters/ des „Einen“ und sie werden von dem fiesen „Besucher“ verhört. Wisty glaubt kurz, dass sie durchgedreht und wirklich in der Klapse gelandet ist, doch die Realität ist viel schlimmer. Sie sitzen in einer Zelle ohne Ausweg, in der Magie angeblich nicht funktioniert. Doch warum leuchtet Wisty dann? Um Essen zu bekommen, müssen sie sich an bissigen Bluthunden vorbei kämpfen. Keine Chance auf Flucht! Tests an ihnen ergeben nichts. Physisch sind sie ganz normal, aber der Richter glaubt, sie hätten jemanden bestochen, der die Tests fälscht. Er hält es für ausgeschlossen, dass sie normale Teenager sind. Sie werden von Byron befragt, dem schleimigen Wiesel mit Scheitel und Bügelfalten, dem ehemaligen Leiter der Pausenaufsicht, der sich auch jetzt ganz toll und wichtig vorkommt. Die genervte Wisty schwingt den Trommelstock wie einen Zauberstab und droht, ihn in einen Kürbis zu verwandeln, doch stattdessen wird plötzlich ein Löwe aus ihm und dann ein echtes Wiesel. Whit träumt von Celia, die ihm erzählt, dass sie tot ist und er erkennt, dass er feste Materie durchdringen kann. Gemeinsam mit Celias Geist fliehen sie in die Schattenwelt. Dorthin können nur besondere Menschen, die „Kurven“ genannt werden. Die „Geradlinigen“ können ihnen nicht folgen. Dafür kommt einer der Bluthunde mit in die Schattenwelt, doch der ist auf einmal ganz lieb und sie nennen ihn Feffer. Sie kommen in einer anderen Welt wieder raus. Hier befindet sich in einem alten Kaufhaus ein Stützpunkt mit hunderten von Kindern. Sie schmieden einen riskanten Plan. Sie wollen die Kinder aus dem Gefängnis in der Oberwelt befreien und außerdem ihre Eltern suchen und retten. Mit der Zeit funktioniert ihre Magie immer besser, sogar die Schamanin Jamilla ist begeistert. Wisty hat ihre Flammen unter Kontrolle und nutzt ihre Gabe, als die alte Hexe Mrs. Highsmith sie in einem Imbiss verraten will. Doch warum sollte eine Hexe eine andere verraten? Whit und Wisty erfahren von einer Prophezeiung, die sagt, dass sie die „Befreier“ sind. Sie müssen dringend etwas gegen den „Einen“ unternehmen, der alle hinrichten lässt, die seinem Regime nicht in den Kram passen, hauptsächlich Teenager. Sie sterben durch Verglühen. Ist der „Eine“ selbst ein Hexer? Um die Kinder zu befreien, verwandelt Wisty ihren Bruder in einen Wachmann mit allem drum und dran und sich selbst in eine Maus. Außerdem lässt sie die echten Wachen mit einem Kinderlied einschlafen. Doch plötzlich wird Wisty mit riesigen Ratten konfrontiert und Whit steht mit einem Lieferwagen voller geretteter Kinder mitten auf einem U-Bahn-Gleis. Sie Chancen auf ein Happy End stehen schlecht, besonders wenn man die „Vorschau“ im allerersten Kapitel bedenkt, wo Whit, Wisty und ihre Eltern öffentlich in einem Stadion hingerichtet werden sollen. Apropos, wo sind eigentlich ihre Eltern … ?
Magisch, spannend, genial! Der erste Teil dieser neuen Reihe hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Weiter geht es mit "Verbotene Gabe" (Teil 2) und demnächst folgt auch noch Teil 3, "Verborgenes Feuer". Mit der Altersangabe bin ich aber nicht so ganz einverstanden. Aufgrund des Themas (totalitärer Staat etc.) und des Alters der Helden (17 und 15) würde ich da etwas höher ansetzen, mindestens bei 12+. Für Manga-Fans gibt es „Witch & Wizard“ übrigens auch als Manga-Reihe beim Tokyopop-Verlag!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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