Powered By Blogger

Mittwoch, 10. Dezember 2014

"Gated - Die letzten 12 Tage"

Blindes Vertrauen?: "Gated - Die letzten 12 Tage"!

Amy Christine Parker, übersetzt von Bettina Münch
Gated – Die letzten 12 Tage
978-3-423-76098-0
dtv Junior Verlag
Alter: 14+

Als die heute siebzehnjährige Lyla fünf Jahre alt war, verschwand ihre ältere Schwester Karen beim Spielen vor dem Haus in New York spurlos. Das war kurz vor dem 11.9.2001, und die Polizei hatte daher bald Besseres zu tun, als nach ihr zu suchen. Den Eltern bleiben nur Karens Wildlederschuhe, die sie wie einen Schatz hüten. Sektenführer Pioneer ist der Einzige, der für die Familie da ist und ihnen Halt gibt. Sie ziehen mit ihm und anderen in eine Wohnwagensiedlung und gründen die Gemeinde „Mandrodage (ein Anagramm von Armageddon) Meadows“. Dort bauen sie ein riesiges, unterirdisches Versteck, das sogenannte „Silo“ und auch Häuser an Oberfläche. Sie sind die Auserwählten, die den kommenden Weltuntergang überleben werden. Die Erdrotation wird sich bald umkehren und alle anderen werden sterben. Nur sie werden dann nach fünf Jahren von den „Brüdern“ (Außerirdische?) aus dem Bunker befreit werden. Lyla glaubt fest daran. Der charismatische Pioneer unterrichtet die Kinder in seiner Lehre, die teilweise auf der Bibel, „Arche Noah“ und dergleichen, basiert. Beim Kinoabend sehen sie manchmal dystopische Filme wie „Day after Tomorrow“ oder „Terminator“. Kontakt zur Außenwelt gibt es kaum. Die Familien fahren je nur zweimal im Jahr (abwechselnd) in die Stadt, um Vorräte zu besorgen. Die Kinder der Gemeinschaft sollen mit achtzehn Jahren heiraten, und die Paare hat der Pioneer bereits bestimmt: Lyla und Will, Marie und Brian … . Es gibt tägliche Schießübungen. Sie müssen sich schließlich verteidigen, falls die Nicht-Auserwählten das Silo stürmen sollten, wenn der Weltuntergang kommt. Lyla schießt immer nur auf Knie der Holzfiguren und wird von Pioneer getadelt. Eines Tages kommt die Polizei und überbringt einem der Gemeindemitglieder die Nachricht von seinem Todesfall in der Familie. Auf dem Rücksitz des Streifenwagens sitzt Cody, der Sohn des Sheriffs. Lyla soll ihm alles zeigen, aber er darf das Silo unter dem Obstgarten nicht entdecken. Sie zeigt ihm also das Klubhaus, den Pool und den Pferdestall. Sie fühlt sich sehr zu Cody hingezogen, ganz anders als zu Will, bei dem alle Zärtlichkeiten immer nur von ihm aus gehen. Doch Cody ist einer von draußen! Sie verabredet sich heimlich mit ihm, für den Tag, wenn sie das nächste Mal wieder mit ihren Eltern in die Stadt kommt, obwohl sie weiß, dass das verboten ist. Ihre gleichaltrigen Freunde sind auch nicht immer mit den Regeln der Gemeinschaft hundertprozentig einverstanden. Sie treffen sich eines Nachts heimlich, um Musik zu hören, zu tanzen und zu knutschen, wie die Kids von draußen.
Doch dann geht der Alarm los und alle außer ihnen sind im Silo und die Tür ist zu. Sie sind verzweifelt. Pioneer sagt, das sei nur Übung gewesen. Im Ernstfall wären sie jetzt tot. Er muss immer wissen, wo sie sind und sie müssen ihm gehorchen. Für ihren Ungehorsam werden sie mit dem Joch bestraft und müssen Eimer schleppen, bis ihr Nacken blutet und glauben auch noch, es verdient zu haben. Bei der nächsten Versammlung zeigt Pioneer ihnen auf dem Bildschirm die „aktuellen“ Nachrichten, die er geschickt zusammengeschnitten hat. Der Tsunami in Thailand, das Erdbeben in Japan und Hurrikan Katrina, das alles sei in letzten Tagen geschehen, nicht in den letzten Jahren. Sie müssten schon in zwölf Tagen ins Silo gehen. Das Ende ist nah! In den nächsten Tagen stellen sie Möbel zum Verkauf her, um mehr Vorräte kaufen zu können. Lyla kommen erste Zweifel. Aber als sie diese Marie im Pool offenbart, ist die total entsetzt. Die Jugendlichen feiern eine letzte, heimliche Party mit Cola und verbotenen Zeitschriften. Marie vermisst ihren Bruder, der die Gemeinde verließ und hofft, ein Bild von ihm in diesen Zeitschriften zu finden, da er doch nun sicher reich und berühmt ist. Ein Arbeitsplan wird erstellt und der letzte Einkauf steht an. Lyla sieht Cody im Walmart, wo sie für Marie heimlich Klatsch-Zeitschriften und Liebesromane kaufen soll. Es kommt zu einem Unfall auf dem Parkplatz, als Lyla den Einkaufwagen zurückbringt und sie landet mit einer Gehirnerschütterung im Krankenhaus. Die Ärzte wundern sich über die verdächtige Nackenverletzung und vermuten Misshandlung. Cody besucht sie, und seine Schwester, die im Krankenhaus arbeitet, schmuggelt sie heimlich raus zu ihm, damit sie ungestört reden können. Er sagt ihr die Wahrheit über angebliche Naturkatastrophen und erzählt, dass sein Vater, der Sheriff, herausgefunden hat, dass Pioneer im Gefängnis war. Lyla kann und will ihm nicht glauben. Der Sheriff hat auch angekündigt, demnächst eine Razzia wegen unerlaubter Waffen, die er bei der Sekte vermutet, durchzuführen. Pioneer holt Lyla schon am nächsten Tag überstürzt aus der Klinik. Sie müssen alle am Tag darauf ins Silo. Lyla wacht nachts durch Schreie auf und sieht, wie die Männer, unter ihnen auch ihr Vater, alle Tiere töten und verbrennen, auch Lylas geliebtes Pferd Indy. Sie ist entsetzt, und es kommt zur Konfrontation mit Pioneer, der sie im Kerker des Silos einsperrt. Draußen gibt es einen Kampf mit den Leuten des Sheriffs, der mit dem ATF anrückt. Es gibt Tote und Verletzte. Will besucht Lyla im Kerker, aber glaubt ihr nicht, als sie ihm die Wahrheit sagt. Erst recht nicht, als sie ihm von Pioneers Planänderung erzählt. Der Wahnsinnige will alle umbringen! Er stellt die Luftzufuhr im Silo ab. So werden sie die „Brüder“ im Jenseits treffen. Kann Lyla aus dem Kerker entkommen? Was wird aus den anderen?
Ein spannender Roman, ganz ohne Fantasy, der mich bis zum Schluss gefesselt hat! Manchmal hätte ich Lyla am liebsten geschüttelt, damit sie endlich aufwacht. Andererseits stellt es Pioneer auch sehr geschickt an, seiner Gemeinde seine eigene Wahrheit zu verkaufen. Lylas erste Liebe spielt natürlich auch eine entscheidende Rolle in der Geschichte. Am Ende wird es dann richtig dramatisch und ich konnte das Buch gar nicht mehr weg legen!
Viel Spaß beim Lesen!!!

Buch bestellen?

Mittwoch, 3. Dezember 2014

"Graf Koriander bleibt kleben"

Heute gibt es mal wieder Lesefutter für die jüngeren Leser!

Den Anfang macht der freche Gnomold Graf Koriander: "Graf Koriander bleibt kleben"!

Andrea Schütze
Graf Koriander bleibt kleben
978-3-7641-5005-1
Ueberreuer Verlag
Alter: 8+

Die Familie Kramer zieht mit den Zwillingen Jette und Justus und dem Hund Wenzel in das alte Pförtnerhäuschen beim Schloss. Die Eltern werden künftig im Schlosshotel arbeiten und sind ganz begeistert von ihren neuen Zuhause. Die Kinder waren jedoch gegen den Umzug und würden am liebsten gleich wieder abreisen. Außerdem ist das Haus eine renovierungsbedürftige Bruchbude. Sie ahnen ja noch nicht, was für ein Abenteuer ihnen hier bevorsteht. Sie sind nämlich nicht die einzigen im Pförtnerhaus. Hier wohnt schon jemand, und zwar der Gnomold Graf Koriander. Für alle, die nicht wissen, was ein Gnomold ist: Ein Gnomold ist ein Wesen, halb Gnom, halb Kobold. Und eben dieser Gnomold fühlt sich durch die Menschen im Haus gestört. Er ist nämlich damit beschäftigt, nach einem Rezept für Unsichtbarkeit zu suchen. Gut versteckt lebt er in einer geheimen Höhle hinter einer Truhe im Keller. Um die Menschenplage loszuwerden, beginnt er zu spuken und Streiche zu spielen. Am nächsten Morgen leuchtet Jettes Zimmer neongrün, Hobby-Mineraloge Justus finden in seinem Zimmer einen Elfenstein, Hund Wenzel ist mit einem lustigen Sternchenmuster bemalt und im Elternschlafzimmer herrscht ein Chaos aus Federn, als hatte Frau Holle persönlich gewütet. Und wer wird für das Chaos verantwortlich gemacht? Natürlich, die Kinder! Die sind natürlich richtig neugierig, wer wirklich dahintersteckt. Sind Gespenster im Haus? Und was ist im Keller los? Die Eltern glauben, da unten sind Ratten, aber die Kinder finden Gespenster viel interessanter. Also gehen Jette und Justus auf Geisterjagd. Justus findet es blöd, dass Jette gleich das Kommando an sich reißt. Nur, weil sie ganze fünf Minuten älter ist, will sie immer bestimmen. Wie sollen sie denn nun den Geist aufspüren? Nachts gibt es merkwürdige Geräusche im Haus, aber es ist nichts zu sehen. Und wenn es nun doch gar kein Geist ist, sondern ein Einbrecher? Die Kinder stellen dem Unbekannten eine Falle und wollen die nächtlichen Geräusche heimlich mit dem alten Kassettenrecorder aufnehmen. Tatsächlich ist auf dem Band etwas zu hören. Sie beschließen, den spukenden Geist, der sie offensichtlich loswerden will, hereinzulegen, indem sie laut behaupten, dass sie bald wieder ausziehen werden. Graf Koriander denkt, er hätte gewonnen, bis die Kinder plötzlich den Zugang hinter der Truhe entdecken und Hund Wenzel in seinem geheimen Zuhause herumschnüffelt. Ausgerechnet jetzt klebt der Gnomold in seinem neuesten Rezept fest. Sein Großvater hat ihn immer gewarnt, sich niemals von Menschen „retten“ zu lassen, sonst würde er seine Retter nett finden und immer mit ihnen zusammen sein müssen. Also stellt Graf Koriander sich so „puppig“ wie nur möglich. Wenzel schleppt die unheimliche „Puppe“ zu den Kindern und so fällt er Jette in die Hände, die dem schmutzigen Ding erst einmal neue Puppenkleider anziehen will, doch der Gnomold macht sich so steif, dass ein Kleiderwechsel unmöglich scheint. Also beschließt Jette, ihn einfach komplett in die Waschmaschine zu stecken. Miniprogramm 40 Grad dürfte reichen. Und schon befindet sich der arme Graf Koriander in Seenot. Als Jette ihn „rettet“, ist der Schaden angerichtet. Jetzt muss er nett zu ihr sein, obwohl er das gar nicht will. Jette zeigt ihn Justus, der zunächst seinen Augen nicht traut. Natürlich müssen die beiden ihren neuen Freund vor den Eltern geheim halten. Doch was passiert, wenn ein hungriger Gnomold die Küche mit Mehl verwüstet und als Entschuldigung den Frühstückstisch mit Kartoffelchips und Sardinen deckt … ?
Lustiges Lesefutter für Fans von Pumuckl und Co.! Ich habe mich beim Lesen köstlich amüsiert! Es ist total witzig, wenn Graf Koriander höflich sein muss und immer nette Dinge sagt, auch wenn er das überhaupt nicht will. Wie es mit dem kleinen Gnomold weitergeht, erfahrt Ihr im 2. Band, wenn es heißt: „Graf Koriander lernt fliegen“.
Viel Spaß beim Lesen!!!

Buch bestellen?



"Benjamin Wood, Beastologe - Die Suche nach dem Phönix"

Fabeltieren auf der Spur: "Benjamin Wood, Beastologe - Die Suche nach dem Phönix"!

R.L. LaFevers, übersetzt von Tanja Ohlsen
Benjamin Wood, Beastologe – Die Suche nach dem Phönix
978-3-570-15272-0
cbj Verlag
Alter: 8+

Seit seine Eltern verschollen sind, lebt der Junge Benjamin Wood bei seiner Gouvernante Miss Lumpton. Benjamins Eltern waren Forscher, die im Jahr 1928 mit dem Luftschiff Italia im Eis abstürzten. Nun soll Ben umziehen, zu einem Verwandten namens Phil A. Wood und steigt mit seinem Koffer und seinem geliebten Skizzenbuch in der Zug. Als er in seinem neuen Zuhause ankommt, erwartet ihn eine Überraschung. Der Onkel ist eine Tante! Tante Philomena, kurz Phil genannt, wohnt in einem seltsamen Haus, in dem überall Karten an den Wänden hängen. Ben staunt nicht schlecht, als auf den Dodo Cornelius trifft. Sind Dodos nicht eigentlich ausgestorben? Er erfährt, dass er aus einer Familie von Beastologen stammt und was so ein Beastologe eigentlich tut, nämlich außergewöhnliche Tiere studieren, die meist entweder als ausgestorben oder als Fabelwesen gelten. Seine Tante ist gerade dabei, zu einer neuen Mission aufzubrechen und Ben soll sie begleiten. Mit Tante Phils Flugzeug „Sopwith Platypus“ wollen die beiden nach Arabien fliegen, um dort nach einem Phönix zu suchen. Bis zur Zwischenlandung in Budapest läuft alles nach Plan. Dann gibt es plötzlich Probleme mit dem Propeller. Mitten im Flug muss Ben aussteigen, natürlich mit Sicherheitsleine, und das Problem lösen. Das Problem entpuppt sich als ein Gremlinmädchen namens Smieri. Ben bringt es nicht fertig, Smieri aus dem Flugzeug zu werfen, obwohl seine Tante es verlangt, da Gremlins in Flugzeugen nur Schaden anrichten. Sie landen in der Wüste und reiten auf Kamelen weiter. Währenddessen erzählt Tante Phil von der Familiengeschichte der Woods, vom Buch der Bestien und vom Familienkompass. Sie wundert sich, dass Ben niemals Post von seinen Eltern bekommen hat, während sie auf Forschungsreise waren. Hat vielleicht Miss Lumpton die Briefe unterschlagen? Sie bauen ihr Zelt in der Nähe des Phönixnests auf, dessen Asche nie kalt werden darf und sehen zu, wie der Phönix landet und verbrennt. Dann tauchen plötzlich ein paar Beduinen auf, die Tante Phil mitnehmen. Da sie sie förmlich um ihre Gastfreundschaft bittet, ist sie dort für 3 Tage sicher. Aber was wird dann geschehen? Ben hatte sich versteckt, während die Tante verschleppt wurde und blieb daher unbemerkt. Er kümmert sich um das Nest, hält die Asche warm und bastelt einen Windschutz. Schließlich wird auch Ben entdeckt und zwar von dem Mädchen Fadia. Sie wird ihn aber nicht verraten, weil sie Smieri für einen gefährlichen Dschinn hält. Smieri erweist sich auch als nützlich, als ein Dieb seine Hand ins Zelt steckt und das Buch der Bestien stehlen will. Da beißt Smieri einfach kräftig zu. Schließlich beginnt die Asche rot zu glühen und der Phönix wird wiedergeboren. Er schenkt Ben ein Ei aus seiner Asche und Ben macht sich damit auf den Weg zum Lager der Beduinen, um das Ei gegen seine Tante zu tauschen. Sie halten ihn für einen Kameldieb und das Ei wollen sie auch nicht. Seine Tante ist ganz entsetzt, dass er etwas so Wertvolles weggeben wollte. Nun sind beide Gefangene, doch Smieri, die mal wieder die Rolle des Dschinns spielt, ist die Rettung. Sie findet Öl und Tante Phil erklärt den Beduine, dass das der Treibstoff der Zukunft sei. Werden die Beduinen sie jetzt gehen lassen? Wer ist der rothaarige Dieb, der versucht, das Buch zu stehlen? Und was ist wirklich mit Bens Eltern geschehen … ?
Dies ist der erste Band einer neuen, spannenden Reihe für fortgeschrittene Leseanfänger. Besonders die Jungs werden Bens spannende Abenteuer lieben. Im Original heißt Ben übrigens Nathaniel Fludd und auf einigen Illustrationen im Buch ist auch der Name Fludd, statt Wood zu sehen. Das finde ich nicht so gelungen, aber die Story ist echt klasse und macht Lust auf die nächsten Bände.
Viel Spaß beim Lesen!!!

Buch bestellen?

"70 Tricks, um nicht baden zu gehen"

Für alle Schwimm-Muffel: "70 Tricks, um nicht baden zu gehen"!

Gideon Samson, übersetzt von Rolf Erdorf
70 Tricks, um nicht baden zu gehen
978-3-8369-5704-5
Gerstenberg Verlag
Alter: 8+

Donnerstag ist der schlimmste Tag der Woche, denn da ist Schulschwimmen. Gidd hasst nichts auf der Welt so sehr wie Schulschwimmen, da hilft auch die coole, neue, rote Badehose im Baywatch-Stil nichts. Er fürchtet, er könnte absaufen, Chlor in die Augen bekommen oder sich vor allen Schülern zum Idioten machen. Um das Schwimmen zu vermeiden, hat er sich jede Menge Tricks ausgedacht. Manchmal helfen aber selbst die nicht, und so hat er seit der dritten Klasse jeden Donnerstag Bauchweh. Er weiß ganz genau, wenn er im Bus nicht an einem ganz bestimmten Platz sitzt, geschieht eine Katastrophe. Auf dem Weg zum Hallenbad kommt der Bus immer an einer Parkbank vorbei, auf der ein alter Mann sitzt und Tauben füttert. So lange der Taubenmann da ist, wird Gidd nicht ertrinken. Eines Tages ist er nicht da und von da an geht alles schief. Gidds bester Freund will seinen Geburtstag unbedingt im Waterworld-Spaßbad feiern. Gidd hat immer noch nicht sein Schwimmabzeichen und muss mit dem behinderten Simon zu den ganz Kleinen in die Anfängergruppe. Sogar die „Chinesen“, die immer schlecht schwammen, haben im Sommer ihre Abzeichen gemacht und sind jetzt besser als Gidd. In der nächsten Woche ist die Bank schon wieder leer. Gidd sucht in seinem Spezial-Heft nach Tricks, die er verwenden kann, um nicht schwimmen zu müssen. Er könnte so tun, als sei er krank, obwohl dann auch Fußball ausfällt, er könnte sich im Bus unter dem Sitz verstecken, den Bus verpassen oder sich im Klo einschließen. Leider klappt diesmal nichts. Sogar Simon schwimmt jetzt besser als Gidd und kann auch länger tauchen. Dann müssen sie auch noch angezogen schwimmen, was Gidd besonders hasst. Er bettelt seine Mutter an, ihn vom Schwimmen zu befreien, doch das liegt nicht in ihrer Macht und der Arzt will ihm auch keine Wasserallergie bescheinigen. Seine Mutter schickt ihn dafür zu der Therapeutin Dorien, der er wilde Lügengeschichten über seinen Vater erzählt. In Wahrheit entstammt Gidd einer Samenspende, doch er erzählt, dass sein Vater ein Indianer sei, der mit seinen Tauben auf der Parkbank lebt und zum Kacken ins Gebüsch geht. Seine Mutter findet das gar nicht lustig. Er geht zu dem Platz mit der Bank, um nach dem Taubenmann zu suchen und klingelt an einer Haustür. So trifft er Minna Dreifuss, eine runzelige, alte Dame, der er seine Geschichte erzählt und die ihn zu dem Künstler Herrn de Beer schickt, der angeblich jeden kennt. Dem erzählt er auch alles, inklusive des Desasters bei Barts Party im Waterworld, wo er sich vor der Big-Wave-Rutsche gedrückt hat. Beppo der Beer meint, wenn er Angst vor Wasser hätte, sollte er am besten Seemann werden. Dann erzählt Gidd von seinen Cousinen und wie sie wegen seinem mangelnden Abzeichen damals im Urlaub kein Gummiboot bekamen. Beppo ist verliebt in die schönste Frau der Welt, die immer mit ihrem kleinen Kind an seinem Fenster vorbeikommt, aber traut sich nicht sie anzusprechen. Das erledigt dann Gidd. Sie kennt den schüchternen Maler vom Sehen, und sie kennt auch Herr Raas, den Taubenmann und weiß, wo er wohnt. Gidd fragt, ob sie „bewusst alleinerziehend“ sei, wie seine eigene Mutter, und erfährt, dass sie noch immer den Mann ihrer Träume sucht. Als Gidd bei Herrn Raas, der im hässlichsten Haus der Straße wohnt, klingelt, öffnet der in Unterhosen und will nichts von Gidd und seinen Problemen hören. Er ahnt nicht, wie wichtig er für ihn ist. Er guckt nur böse und sagt, Gidd solle sich wegscheren. Auf dem Weg zur nächsten Schwimmstunde erlebt Gidd eine Überraschung. Auf der Bank sitzen Minna, Beppo, die Frau und das Baby und winken ihm fröhlich zu. Heute wird er nicht untergehen!
Ein tolles Buch für Nichtschwimmer und Schwimm-Muffel genauso wie für Wasserratten! Gidd ist ein liebenswerter (Anti-)Held mit vielen Macken, den man sofort ins Herz schließt und die Geschichte ist einfach super lustig erzählt.
Viel Spaß beim Lesen!!!

Buch bestellen?

Mittwoch, 26. November 2014

"Queen of Clouds - Die Wolkentürme"

Heute dreht sich alles um tolle Fantasy-Romane, in denen auch die Liebe nicht zu kurz kommt!

Den Anfang macht: "Queen of Clouds - Die Wolkentürme"!

Susanne Gerdom
Queen of Clouds – Die Wolkentürme
978-3-8458-0207-7
Bloomoon Verlag
Alter: 14+

Eine Welt der Gegensätze: Elster lebt in Armut in den Schluchten. Die Reichen, zu denen auch Valentin, einer der Söhne des Panarchen, gehört, leben in den Türmen über den Wolken, im Überfluss, wo Schluchter allenfalls als Bedienstete geduldet werden. Die Schluchter hungern. Fast alles, was sie erwirtschaften, fließt direkt in die Türme. Elsters Mutter ist sehr krank. Elster klettert gern auf die Türme, obwohl das sehr riskant und außerdem verboten ist. Auch den alten Kammern, mit ihren verborgenen „Schätzen“, kann sie nicht widerstehen. Im Gegensatz zu ihrer Zwillingsschwester Winter, hat Elster hat keine magische Begabung. Winter hat weiße Haare, wie alle Magier, Elster nur eine weiße Strähne. Obwohl Elster mit der Politik der Türme nicht glücklich ist, ist sie zu realistisch, um sich irgendeiner Widerstandsgruppe anzuschließen. In den Türmen erhält Valentin die Aufgabe, für seinen Vater über den legendären Turm Null zu recherchieren. Valentin soll Thronfolger werden, wovon viele seiner Halbbrüder (sein Vater hat viele Geliebte) nicht gerade begeistert sind. Valentin muss ständig Duelle mit Rivalen ausfechten. Während die Schluchter hungern, werden beim Staatsbankett im Turm gefüllte Krebsschwänze serviert. Der Panarch verkündet Valentins Verlobung. Er soll seine Cousine Leona, das Mädchen mit der Augenklappe, heiraten. Valentin kann sie zwar ganz gut leiden, aber von Liebe kann kaum die Rede sein. Trotzdem schwört er ihr Treue. Er besäuft sich nach dem Empfang, wie es sonst nur sein Erzieher Alban tut, und wird überfallen, kommt aber halbwegs heil davon. Die Attentäter sagten irgendwas von „Null“. Gleichzeitig kommt es zu einem Überfall im Elsters Dorf. Zwei junge Türmer, Valentins Halbbrüder Cornel und Rufus, sind auf der Jagd nach Spaß und wollen sich die hübsche Wolke schnappen. Elster rettet Wolke und verletzt einen der Angreifer. Sie wusste nicht, dass es Türmer sind. Ihre Tat hat Konsequenzen und sie wird verhaftet. Winter bringt sie und ihren Freund Indigo heimlich zu der alten weisen Om, die auch „das Prinzip“ genannt wird. Om ist zwar blind, aber allwissend. Om benutzt ein altes Funkgerät und spricht zum Panarchen. Sie erzählt ihm, sie wolle Elster auf „die Reise“ schicken, daher sieht der Panarch von einer Bestrafung ab. Er verkündet außerdem, dass auch sein Sohn Valentin an dieser Mission teilnehmen soll. Der Panarch ist besorgt über den starken Geburtenrückgang. DieTürmer sterben aus. Auch durch die Kinder der Schluchter, die diese als Zehnten zahlen müssen, lässt sich der Prozess nicht aufhalten, denn auch dort werden immer weniger Kinder geboren. Valentin gewinnt den 2. Preis beim Festival (einer Art Ritterturnier) und vergnügt sich anschließend mit der hübschen Aurelia. Leona warnt ihn, Aurelia sei auf der Seite seines hinterhältigen Bruder Rufus (der auch an dem Überfall auf das Schluchter-Dorf beteiligt war) und so ist es auch. Sie versucht, Valentin zu vergiften, um ihn von der Reise abzuhalten. Valentins Vater schickt ihn mit dem Staatsgleiter „Wolkenkönigin“ auf die Mission, den ersten Turm, Turm Null, zu suchen. Das Schicksal aller steht auf dem Spiel. Viele versuchten, diesen Turm zu finden und kamen nie zurück. Die Geliebte des Panarchen, Melania, stammt aus den Schluchten und spielt ihr eigenes Spiel. Melania arbeitet für den Geheimbund der Nuller, deren Anführer Zero heißt. Sie kam buchstäblich aus dem Untergeschoss des Turmes ins Bett des Herrschers und hat diesen nun in der Hand. Sie plant, ihn zu töten. Melania hieß früher Jett und ist Elsters älteste Schwester! Sie sucht verzweifelt nach ihrer Tochter Amber, die ihr von den Türmern genommen wurde. Die gemeinsame Pilgerreise beginnt. Elster, Winter, Indgo und „Steuermann“ Zach, sowie Valentin, Leona, Valentins Freund Cosimo, Alban und Rufus (der fiese Halbbruder) sind mit von der Partie. Natürlich gibt es Spannungen an Bord. Alle kennen die alte Legende: Wenn der ewige König erwacht, werden die Türme fallen. Alle Beteiligten wollen diesen König finden, doch die Schluchter wollen ihn erwecken, wohingegen Valentin den Auftrag hat, ihn zu vernichten. Doch es kommt auch zu Liebesbeziehungen an Bord. Valentin flirtet mit Winter und Leona hat etwas mit dem Trunkenbold Alban. Gar nicht liebevoll hingegen ist Rufus. Er wirft Elster über Bord, doch Zach rettet sie gerade noch rechtzeitig. Elster verschweigt diesen Vorfall vor Valentin. Unterdessen im Turm: Der Panarch erklärt bei einer Versammlung Valentin, Leona, Cosimo und Rufus zu Verrätern. Er behauptet, sie würden mit den südlichen Türmen konspirieren. Melania dachte schon, es ginge ihr an den Kragen, als der Panarch die Versammlung einberief. Sie war es, die ihm die Unterlagen über die „Verräter“ zuspielte, wusste allerdings nicht, was in den Papieren stand. Elster entdeckt unterdessen ihre magische Gabe. Sie hört Dissonanzen und erkennt so einen Defekt im Antrieb. Sabotage? Im Turm verletzt sich der wütende und verzweifelte Panarch selbst, was jedoch der Bevölkerung als fehlgeschlagenes Attentat verkauft wird. Melania weiß nicht, ob sie ihn nun lieben oder töten soll, da sie Gefühle für ihn entwickelt. Sie trifft sich mit Zero und der Panarch lässt sie verhaften und foltern. Auf dem Luftschiff trifft ein Befehl des Panarchen ein und Valentin und seine Freunde werden verhaftet. Sie erfahren als letzte von dem angeblichen Verrat und auch von dem angeblichen Anschlag auf den Panarchen. Rufus wird erhängt aufgefunden. Die anderen fliehen mit Gleitschlitten, Türmer und Schluchter gemeinsam. Valentin und Winter, die sich verliebt haben, bleiben jedoch vorerst an Bord, fliehen dann aber später mit dem 2. Schlitten. Winter stellt fest, dass Valentins schwarz gefärbtes Haar eigentlich weiß ist. Seine Mutter war eine Schluchterin, doch seine Gabe konnte in den Türmen nie erwachen. Elsters Gabe entfaltet sich dafür nun vollends. Sie ist die Finderin, die Einzige, die den Turm Null finden kann. Durch einen Hinweis in einem Buch findet sie den Standort des Turms heraus und bald stehen sie und die anderen vor einem riesigen Krater. Werden sie nun ihre Mission erfüllen? Wird es bald ein Leben in Frieden geben? Und wer verbirgt sich eigentlich hinter Zero? Und wer ist der Ewige König in Wirklichkeit?
Obwohl es mir anfangs etwas schwer fiel, in die Story reinzukommen, war ich dann doch recht schnell gefesselt von dieser spannenden Dystopie-Fantasy-Geschichte, die sich so ganz anders entwickelte, als ich dachte.
Viel Spaß beim Lesen!!!

Buch bestellen?