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Mittwoch, 16. Juli 2014

"Gone - Licht"

Total krass wird es beim letzten Band der "Gone-Reihe": "Gone - Licht"!

Michael Grant, übersetzt von Jaqueline Csuss
Gone – Licht (Band 6)
978-3-473-40107-9
Ravensburger Verlag
Alter: 14+

Die Tage der Kuppel sind gezählt. Durchsichtig ist sie ja schon. Draußen warten Eltern und Filmteams. Drinnen warten die Kinder, wenn sich auch einige von der Barriere fernhalten, so wie Orc, der sich für sein Aussehen schämt. Durch den ganzen Rummel gibt es kaum noch Kinder die arbeiten, so dass eine neue Hungersnot droht. Sam hat Angst vor der Zukunft. Wird man ihn für seine Sünden bestrafen? Immerhin hat er die psychopathische Penny vor den Augen der Erwachsenen zu Asche verbrannt. Sie haben getötet und sich vor Hunger gegenseitig aufgefressen, doch davon ahnen die Eltern hinter der Wand nichts. Die machen sich eher Sorgen, ob sie auch genug für die Schule getan haben. Niemand von „draußen“ könnte es je verstehen. Sam kann die Situation an der Barriere nicht in den Griff bekommen und überträgt Edilio die Verantwortung, der als erstes Albert von der Insel zurückholt, damit er die Kinder zum Arbeiten bewegt. Während Edilio zum offiziellen Anführer wird und sich Sorgen macht, ob er nach dem Fall der Kuppel nach Honduras abgeschoben wird, muss sich Sam mit seinem Bruder Caine, dem entthronten König, verbünden. Die größte Gefahr für alle ist nach wie vor Dianas Tochter Gaia, deren Körper von Gaiaphage übernommen wurde. Das Einzige, was Gaia fürchtet, ist Nemesis. Nemesis, war einmal der autistische kleine Pete, der nun zwar keinen Körper mehr besitzt, dafür aber die Macht über die FAYZ. Als Drake von Wirbelwind Brianna in Stücke gerissen und über die gesamte FAYZ verteilt wird, ist niemand mehr da, der Gaia Essen bringt. Sie öffnet die Kuppel an einer Stelle, so dass der rothaarige Mann Alex, der auf der Barriere herum kletterte, um ein Video zu drehen, das ihn reich machen soll, ins Innere fällt. Er wird von Gaia angegriffen, die ihm den Arm abreißt, mit Sams Gabe brät und dann verspeist. Diana wird bei dem Anblick übel (und mir beim Lesen auch). Gaia schleppt die Reste des abgenagten Arms als Vorrat mit, da sie immer schneller wächst und immer mehr Nahrung braucht. Sie will töten! Niemand in der FAYZ soll verschont werden. Doch sie braucht diejenigen mit besonderen Kräften, da sie keine eigenen besitzt und sie nur von anderen „leihen“ kann. Diese Kinder sollen bis zum Schluss leben, doch sie kann auf keinen Fall zulassen, dass Nemesis einen Körper findet. Alex (ja, der lebt noch!) dreht langsam durch. Der Wahnsinn um ihn herum ist zu viel für ihn. Unterdessen verkündet Sam, dass das Endspiel begonnen hat und seine Freundin Astrid macht sich große Sorgen um ihn. Sie liebt ihn. Zur gleichen Zeit kümmert sich die Heilerin Lana um Taylor, deren Gene aufgrund von Petes Spielereien mutiert sind und die nun aus Gold zu bestehen scheint. Dann greift Gaia das Lager am See an und tötet viele der Kinder. Sie können sie zwar verletzen, aber nicht stoppen, da sie sich ständig selbst heilt. Sam und Caine machen Jagd auf Gaia, während Albert um seinen geliebten Roger trauert. Gaia tötet einen Erntetrupp auf dem Feld und verletzt Sam bei einem Angriff schwer. Sam fühlt sich so hilflos wie nie zuvor. Gaia tötet auch Brianna und hinterlässt eine verzweifelte Dekka, die Brianna geliebt hat. Die Hoffnung ist fast verloren. Keine kann Gaia besiegen. Gaia verschmilzt Drakes Kopf mit dem Körper von Alex und gibt ihm eine neue Peitschenhand. Jetzt hat sie einen neuen Drake. Caine und Diana, die vor Gaia fliehen konnte, sind wieder vereint, auch Sam und Astrid. Doch das Ende ist nah. Sie brauchen einen Plan. Wer könnte Pete einen Körper geben? Sam leidet, weil Gaia mit seiner Gabe tötet und will sich opfern. Astrid kann und will nicht zulassen, dass er zum Märtyrer wird. Während Astrid vom neuen Drake angegriffen und gequält wird, trifft Sam erneut auf Gaia und unterliegt im Kampf. Sie fesselt ihn und schleppt ihn mit sich. Es gibt weitere Kämpfe und weitere Tote. Gaia will keinen Kampf, sondern ein Massaker bis niemand mehr übrig ist. Die Leute hinter der Barriere begreifen langsam, dass auch ihnen der Tod droht. Da beschließt Caine sich zu opfern und tatsächlich übernimmt Pete seinen Körper. Kann er Gaia stoppen? Wird sich die Kuppel jetzt endlich auflösen? Und was wird aus den Überlebenden der FAYZ?
Endspiel in der FAYZ! Der 6., letzte und heftigste Band hat es in sich. Ich war so gefesselt, dass ich ihn nicht aus der Hand legen konnte. Dann war ich traurig, dass es vorbei war, denn immerhin hatte ich 6 Bände lang in der FAYZ „gelebt“ und mit meinen Helden mitgefiebert und gelitten. Die Gone-Reihe ist nichts für Leser mit schwachen Nerven. Die krasseste Szene in diesem Band war die mit dem abgerissenen Arm, den Gaia abnagt, wie andere einen Hähnchenschenkel. Meine Kollegin Nicole hatte sogar Albträume davon.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Requiem"

Noch viel Fragen offen sind beim Abschluss der "Amor-Trilogie": "Requiem"!

Lauren Oliver, übersetzt von Katharina Diestelmeier
Requiem (Amor-Trilogie Bd. 3)
978-3-551-58301-7
Carlsen Verlag
Alter: 14+

Lena lebt nun mit den Rebellen unter dem Kommando von Raven in der Wildnis. Nicht nur ihr neuer Freund Julian gehört zu der Gruppe, auch ihre erste Liebe Alex ist wieder aufgetaucht, doch Alex ignoriert sie, ist kalt und wie ein Fremder zu ihr. Eine schwierige Situation! Vielleicht ist die Liebe ja wirklich eine Krankheit. Dann taucht auch noch die hübsche Coral auf, in der Lena eine Rivalin sieht. Coral klebt ständig an Alex und er scheint nichts dagegen zu haben. Die Rebellen sind unterwegs zur Widerstandsbewegung in Waterbury. Die „geheilte“ Hana bereitet sich unterdessen auf ihre Hochzeit mit Fred Hargrove vor, die in 21 Tagen stattfinden soll. Sie denkt an Lena und macht sich Gedanken, dass sie selbst fehlerhaft sein könnte, da sie immer noch Träume hat, was nur 5% der Geheilten passiert. Heimlich sucht sie Lenas Familie auf und bringt Lenas Cousine Grace Vorräte, die sie aus der Speisekammer abzweigt. Die Menschen in den Armutsvierteln verhungern. Sobald Hargrove der neue Bürgermeister von Portland ist, will er den Ungehorsamen auch den Strom streichen. Wer sich nicht anpasst, wird bestraft und hat kein Recht mehr auf Elektrizität. Seine letzte Frau Cassie war auch ungehorsam und hat zu viele Fragen gestellt. Ist Hana auch in Gefahr? Es gibt einen riesigen Medienrummel um das glückliche Paar, nur dass Hana nicht glücklich ist. Lena und die Rebellen gelangen nach einigen Kämpfen mit Aufsehern endlich ins sichere Lager Waterbury. Auf einer Ebene lagern unzählige Menschen in Hunger und Elend, und der Gestank ist unerträglich. Der Fluss ist durch einen Damm ausgetrocknet und die Wasservorräte schwinden. Sie treffen Pippa, die Raven vom Widerstand kennt, und planen gemeinsam, den Damm zu sprengen. Lena gehört zu dem Ablenkungsteam, das die Wachposten am Turm mit Molotowcocktails bewerfen soll. Die sollen Alarm schlagen und alle Truppen dorthin locken, damit das Team am Damm ungestört ist. Doch wegen einer geheilten Verräterin schlägt der Plan fehl. Hana gibt sich währenddessen fügsam, probiert Hochzeitskleider an und schneidet feierlich das Band beim neuen Abschnitt der Grenzmauer durch. Insgeheim forscht sie nach Cassie, bekommt aber keine Infos. Unter dem Vorwand, eine Sitzordnungsliste für die Hochzeit abgeben zu wollen, geht sie in Freds Haus und schnüffelt in seinem Büro. Dort entdeckt sie, dass das grausige Gemälde an der Wand gar keine Jagdszene zeigt, wie sie immer dachte, sondern die Sagengestalt Blaubart inmitten toter Frauenkörper. Sie findet auch ein Gutachten, demzufolge Cassie verrückt oder fehlerhaft war. Fred konfrontiert Hana mit Fotos, die sie im Elendsviertel zeigen. Er fürchtet eine schlechte Presse, tadelt Hana für ihr Verhalten und ihre Neugier und bedroht sie. Er wird sogar richtig brutal und verletzt sie. Doch Hana verliert nicht den Mut. Mit dem kopierten Ausweis eines Dienstmädchens sucht sie in den Grüften nach Cassie und findet sie. Cassie ist nicht verrückt, warnt Hana vor dem brutalen, völlig irren Fred und erzählt ihr, dass er damals für den Tod seines eigenen Vaters verantwortlich war. Unterdessen verlassen Lena und ihre Leute das Lager, das kurz darauf von Truppen zerstört wird, und gehen nach Portland. Zwischen Alex und Julian gibt es eine Prügelei. Dann trifft Lena ihre totgeglaubte Mutter am Fluss wieder, die jetzt zu einer anderen Widerstandsgruppe gehört. Auch Pippa, die in Waterbury blieb und wundersamerweise überlebt hat, stößt wieder dazu. Die Rebellen wollen die Mauer einreißen. Hana hört von den Störfällen an der Grenze, ahnt aber nicht, dass Lena beteiligt ist. Plötzlich stehen sich die früheren Freundinnen wieder gegenüber … .
Das Ende vom Ende fand ich eher unbefriedigend. Das schreit geradezu nach einem 4. Band. Da ist noch so viel offen. Die Handlung um Hana fand ich übrigens viel interessanter, als Lena und ihre Liebesprobleme. Das ganze Hin und Her mit Julian und Alex, und dann ihre Entscheidung zum Schluss … . Im Anhang findet ihr noch eine Bonus-Shortstory über Alex Erlebnisse zwischen Band 1 und 2, ganz nett, aber irgendwie überflüssig. Die Seiten hätte man besser für ein vernünftiges Ende verwenden sollen.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 9. Juli 2014

"Weil ich Will liebe"

Heute dreht sich alles um tragische Lovestorys! 
Schauen wir uns doch zunächst einmal an, wie es bei Will und Layken weitergeht: "Weil ich Will liebe"!

Colleen Hoover, übersetzt von Katarina Ganslandt
Weil ich Will liebe (Will & Layken Band 2)
978-3-423-71584-3
dtv junior Verlag
Alter: 14+

Die wunderbare Liebesgeschichte von Will und Layken geht weiter, diesmal aus der Sicht von Will. Das junge Paar hat leider kaum Zeit füreinander. Nach dem Tod von Laykens Mutter kümmern sich die beiden um ihre kleinen Brüder Kel (gehört zu Layken) und Caulder (der gehört zu Will) und studieren beide. Ihre Kurse liegen leider so ungünstig, dass es ihnen nicht möglich ist, sich öfter zu sehen. Sie leben immer noch als Nachbarn in getrennten Häusern. Sie essen aber oft gemeinsam mit ihren Freunden Eddie und Gavin, die nun ebenfalls ein Paar sind und spielen dabei „Zuckerstück und Säurebad“. Dabei erzählen sie von dem besten und dem schlimmsten Erlebnis des Tages. An Kels 11. Geburtstag lernen sie Nachbarmädchen Kiersten kennen, in die Kel ein bisschen verknallt ist. Kiersten ist eine altkluge Vegetarierin, die ungeniert Wörter wie „Bullshit“ sagt und „Schmetterling“ zum neuen Schimpfwort erklärt. Da sie keine Hamburger gegessen hat, eingeht sie als Einzige der Lebensmittelvergiftung, die alle anderen umhaut. Eddie ist schwanger und Gavin, der gerade einen Job in der Pizzeria gefunden hat, fühlt sich der Vaterrolle noch nicht gewachsen. Will versteht das gut und erinnert sich an die erste Zeit mit Caulder und wie überfordert er war. Die Jungs bekommen Ärger in der Schule, als sie in der Pause einen Erstickungsanfall simulieren, um die Lehrerin Mrs. Brick mit ihrem Entenarsch rennen zu sehen. Außerdem malen sie ein Bild mit einer Morddrohung, um Kiersten zu helfen, die von älteren Schülern gemobbt wird. Strafe muss sein, auch wenn es Will und Layken nicht leicht fällt, aber schließlich müssen sie die Kleinen ja erziehen. Will trifft in der Vorlesung an der Uni auf seine Ex. Vaughn, die ihn schamlos anbaggert, ihm Kaffee bringt und sich immer ungefragt neben ihn setzt. Sie meint, er wäre nur aus Mitleid mit Layken zusammen, da sie ja ähnliche Schicksale haben. Will ist sauer und will, dass Vaughn ihn in Ruhe lässt. Layken erzählt er nichts davon, was sich später als schwerer Fehler herausstellt. Wills und Laykens „Wartejahr“ ist vorbei und sie planen ihr erstes Mal. Bis her gab immer einer von ihnen das „Rückzugsignal“, wenn sie beim Küssen zu weit gingen. Zunächst aber packen sie ein Geschenk aus, das Laykens Mutter ihnen hinterlassen hat und das bisher unter Wills Bett versteckt war, ohne dass Layken davon wusste. Es ist eine Glasvase mit lauter zu Sternen gefalteten Zettelchen, auf denen nützliche Tipps und Sprüche für die beiden stehen, die ihnen in schwierigen Situationen und bei Problemen in ihrer Beziehung helfen sollen. Auch vorher hatte Laykens Mutter ihnen schon Briefe hinterlassen, doch das hier ist etwas ganz besonderes. Die Vase verbleibt zunächst bei Will. Sie wollen die Jungs bei Wills Großeltern parken und am Wochenende ganz romantisch wegfahren, doch dann kommt Vaughn überraschend vorbei. Sie liebt Will noch immer und fängt an zu heulen. Gerade als Will sie tröstet und sie auf die Stirn küsst (was ausgerechnet auch noch Laykens „Lieblingskuss“ ist), kommt Layken ins Zimmer. Enttäuscht und wütend rennt sie davon. Will versucht, es ihr zu erklären, doch sie ist sauer und geht ihm aus dem weg. Dann will sie die Vase mit den Sternen holen, doch Will rückt sie nicht raus. Er liebt sie und will sie zurück und er weiß, dass sie ihn auch liebt. Er denkt über das nach, was Vaughn über seine Beziehung zu Layken gesagt hat und warum sie zusammen sind. Was wäre, wenn ihre Eltern noch leben würden, wenn ihre Brüder nicht befreundet wären und er nie ihr Lehrer gewesen wäre? Will benutzt Kiersten, um mit Layken zu reden, doch die bleibt stur. Wills alter Kumpel Reece, der in der Armee war, taucht plötzlich auf und zieht ungefragt bei Will ein. Reece ist scharf auf Vaughn und fängt was mit ihr an. Bei der Gelegenheit erfährt Will, dass sie beiden schon einmal zusammen waren und zwar unmittelbar nachdem er und Vaughn sich getrennt hatten. Will hatte sich damals bei Reece ausgeweint, dabei war der da schon mit Vaughn im Bett. Nachdem er Reece rausgeworfen hat, will er endlich mit Layken reden. Er manipuliert ihr Auto, so dass sie bei ihm mitfahren muss, als sie die Jungs bei den Großeltern abholen. Doch sie schweigt, „schnitzt Kürbisse“, wie sie es immer ausdrückt. Es kommt zur Beinahe-Versöhnung (heftiges Knutschen) in Omas Wäschekammer, doch sie werden von Oma unterbrochen. Will will nicht, dass seine Großeltern Layken für eine Schlampe halten und beichtet ihnen, dass sie noch Jungfrau ist. Er schmiedet einen Plan, sie zurückzugewinnen und bereitet ein besonderes Gedicht für den Poetry Slam im Club N9NE vor. Die anderen locken Layken dorthin und halten sie fest, damit sie nicht abhauen kann. Will spricht über seine Liebe und dass er sie nur um ihrer selbst willen liebt. Dabei präsentiert er wichtige Erinnerungsstücke ihrer Beziehung: die Darth-Vader-Hausschuhe, den Gartenzwerg, die „hässliche“ Bluse etc.. Der Plan geht auf und sie vergibt ihm, doch auf dem Heimweg geschieht ein schrecklicher Unfall. Ein Sattelschlepper rammt Laykens Auto und sie wird schwer verletzt, während die anderen nur leichte Blessuren davontragen. Wegen der schweren Kopfverletzung wird sie in ein künstliches Koma versetzt. Will sitzt an ihrem Bett und flüstert ihren Namen. Wird sie je wieder aufwachen?
Diese Liebesgeschichte ist einfach sooooooooo schön! Gut, es wirkt manchmal etwas konstruiert und dass die beiden auf jeder Seite 5 mal „Ich liebe dich“ sagen ist auch manchmal zu viel des Guten. Aber es ist alles sooooooo romantisch und man muss das Buch einfach in einem Rutsch verschlingen, zumal es am Schluss auch richtig spannend und tragisch wird. Bin schon gespannt auf den dritten Band.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Noah und Echo - Liebe kennt keine Grenzen"

Tragisch geht es auch bei diesen beiden zu : "Noah und Echo - Liebe kennt keine Grenzen"!

Katie McGarry, übersetzt von Lisa-Maria Rust
Noah und Echo – Liebe kennt keine Grenzen
978-3-7891-4272-7
Oetinger Verlag
Alter: 14+

Früher war Echo beliebt. Doch jetzt ist sie eine Außenseiterin, die die Narben an ihren Armen mit langen Ärmeln oder Handschuhen verbirgt. Doch dahinter steckt kein Selbstmordversuch oder „Ritzen“, sondern ein Vorfall mit ihrer psychisch kranken Mutter. Echo erinnert sich nicht, was genau passiert ist und macht eine Therapie bei Schulpsychologin Collins. Ihre Pausen verbringt sie in der Schulbibliothek statt in der Mensa. Ihrem leistungsorientierten Vater genügen ihre Noten, die weit über dem Landesdurchschnitt liegen, nicht. Er will, dass sie auf das beste Wirtschaftscollege geht, obwohl Echo lieber was mit Kunst machen möchte. Ihre schwangere Stiefmutter Ashley nervt ohne Ende und sie vermisst ihren Bruder Aires, der vor 2 Jahren als Marine in Afghanistan fiel. Er konnte sein Auto nicht mehr fertig restaurieren und das ist nun Echos Projekt, für das ihr Vater jedoch keinerlei Verständnis aufbringt. Noah ist ebenfalls ein Außenseiter, ein Kiffer, der gegen das System kämpft. Er wanderte von einer Pflegefamilie zur nächsten und darf seine jüngeren Brüder nur selten und dann auch nur unter Aufsicht sehen. Er gilt als gewalttätig, weil er seinen ersten Pflegevater geschlagen hat, dabei hat er sich doch nur gewehrt und außerdem seinen Pflegebruder beschützt. Echo soll Noah Nachhilfe geben. Er ist nicht dumm, hat gute Noten bei den Tests, aber schwänzt zu oft. Er sieht ihre Narben, aber sagt nichts und leiht ihr auf einer Party seine Jacke. Er findet, dass sie nach Zimt riecht. Sie findet, er sieht gut aus. Aber sie will, dass alles so wird wie früher und laut den wenigen Freundinnen, die wirklich noch ihre Freundinnen sind, gehört dazu auch ihr Exfreund Luke. Gemeinsam mit Noah schmiedet sie einen Plan, wie sie in Mrs. Collins Büro einsteigen und ihre Akten einsehen können. Sie will endlich wissen, was damals geschah, was die Alpträume von ihrer Mutter bedeuten. Sie erinnert sich zwar an einen Kunstwettbewerb, den sie gewonnen hat, aber nicht an das, was danach war. Niemand sagt ihr etwas. Noah will die Namen der Pflegeeltern seiner Brüder herausfinden. Wenn er etwas gegen sie vorbringen kann, bekommt er vielleicht das Sorgerecht. Der Plan geht nicht auf, aber Noah und Echo kommen sich näher. Offiziell ist Echo wieder mit Luke zusammen und geht mit ihm auf den Ball, doch der will nur Sex und meint, er hätte jetzt lange genug gewartet. Ohne Nachzudenken schleppt er sie ins Kino ausgerechnet in einen Kriegsfilm. Sie flüchtet aus dem Kino, teilt sich lieber einen Hamburger mit Noah und macht mit Luke Schluss, um endlich mit Noah zusammen zu sein, den sie liebt. Sie lernen gemeinsam in der Garage (und knutschen), während Noahs Kumpel Isaiah Aires Auto für 200 Dollar wieder flott macht (Der Mechaniker wollte 2000 dafür!). Echo stellt Noah auch ihrem Vater vor. Noah darf endlich seine Brüder (Jason, 8 und Tyler, 4) sehen. Jason hat Alpträume. Er hat damals beim Campingspielen im Wohnzimmer das Feuer verursacht, bei dem ihre Eltern starben. Auch Echo hat Alpträume und hat seit Monaten nicht mehr richtig geschlafen. Sie erinnert sich an Bruchstücke, dass ihr Vater sie bei der Mutter vergessen hat, ohne deren Zustand zu prüfen und dass er später nicht ans Handy ging. Dann war da buntes Glas und ihre Mutter, die Geschichten erzählt. Griechische Sagen waren früher ihre Gute-Nacht-Geschichten, immerhin wurde sie nach einer griechischen Bergnympfe benannt. Ihre Mutter hatte ihr Sternbilder an die Decke gemalt. Sie war eine Künstlerin, und sie war manisch-depressiv. Echos Vater verbindet das Thema Kunst immer mit ihrer Krankheit und ist deshalb so dagegen. Echo denkt, Ashley sei ihm wichtiger als sie. Als Ashley noch ihr Kindermädchen war, mochte sie sie ganz gern, aber jetzt hat sie alles kaputtgemacht. Noah und Echo machen Schluss, obwohl sie sich lieben, doch Noah hat sie mit seinem Heiratsantrag und mit seinen Brüdern, die dann bei ihnen leben sollen, verschreckt. Sie glaubt auch nicht, dass ihre Liebe eine Chance hat. Nachdem Echo erfährt, dass das Kontaktverbot mit ihrer Mutter seit ihrem 18. Geburtstag nicht mehr wirksam ist, nimmt sie Kontakt mit ihr auf, indem sie in verschiedenen Galerien Nachrichten hinterlässt und trifft sich schließlich mit ihr auf dem Friedhof. In den Galerien bot sie nebenbei auch ihre eigenen Bilder an und nimmt sich vor, nach der Schule erst einmal zu reisen und zu malen und noch nicht aufs College zu gehen. Dafür will Noah plötzlich aufs College. Er erkennt, dass es seine Brüder bei ihren Pflegeeltern gut haben, besser als sie es bei ihm je möglich wäre. Nachdem die Pflegeeltern ihn erst mal näher kennen, erlauben sie auch unbegrenzte Besuche. Jetzt muss er nur noch eines tun: Echos Akte für sie stehlen. Sie folgt ihm und sie fliehen gemeinsam, als der Einbruch entdeckt wird. Auf der Flucht hat Echo einen Flashback. Auf einmal ist alles wieder da … .
Was auf den ersten Blick nach locker-leichter Lovestory aussieht, entpuppt sich schnell als ziemlich anspruchsvolle Geschichte, manchmal tragisch, manchmal romantisch, aber niemals kitschig! Fans von „Layken“ und „Zoe & Will“ sind hier genau richtig. Außerdem fand ich es total spannend, weil Echos Trauma erst zum Schluss enthüllt wird und man vorher genauso im Dunkeln tappt wie sie. Auch aus Noahs Vergangenheit kommen so einige Geheimnisse ans Licht.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Die Geschichte von Zoe und Will"

... und zum Schluss noch ein tragisches Roadmovie: "Die Geschichte von Zoe und Will"!

Kristin Halbrook, übersetzt von Beate Brammertz
Die Geschichte von Zoe und Will
978-3-453-26874-6
Heyne fliegt Verlag
Alter: 14+

Will Torres (18) und Zoe Benson (15) sind abgehauen. Will wurde mit Beginn der Volljährigkeit aus dem Heim geworfen und Zoe hält es bei ihrem trinkenden und prügelnden Vater nicht mehr aus. Die beiden wollen ein neues Leben beginnen, weit weg von North Carolina, vielleicht in Las Vegas. Will will für Zoe sorgen, damit sie die Schule beenden kann, doch sie besteht darauf, dass auch er seinen Abschluss macht, obwohl er meint, er sei zu dumm dazu. Er holt sie von zuhause ab und verprügelt ihren Vater als er sie aufhalten will. Tagelang fahren/fliehen sie in seinem Camaro auf dem Highway Richtung Süden. Zoe kann nicht Autofahren und hat auch noch keinen Führerschein. Will versucht, es ihr unterwegs beizubringen, doch die Schaltung hat so ihre Tücken und Zoe fährt erst mal in den Graben. Will sieht sich ständig um, hat Angst verfolgt zu werden. Als in einem Diner, wo sie Rast machen, Polizisten auftauchen, bekommt er regelrecht Panik. Für Zoe hat er einen gefälschten Ausweis besorgt, da sie als Minderjährige nicht ohne Eltern über die Staatsgrenze darf. Außerdem hat er mit einer gestohlenen Kreditkarte 1000 Dollar abgehoben. Zoe denkt, er hätte für das Geld gearbeitet. Sie soll das Geld verwalten, aber sie fürchtet, dass es nicht lange reichen wird und will daher lieber im Auto schlafen als im Motel. Irgendwann landen sie doch in einem Motel, einem von den ganz kitschigen im Blockhütten-Ambiente. Sie sind total verliebt und knutschen herum, hatten aber bisher noch keinen Sex. Will möchte Zoe immer beschützen. Er hält sie für perfekt, aber von sich selbst hat er keine hohe Meinung. Er denkt, er würde immer alles kaputt machen. Zoe hält sich selbst aber auch nicht für perfekt, eher für total verkorkst. Will erzählt ihr von seinen Erfahrungen in verschiedenen Pflegefamilien und von dem Tier in sich, das er mit seinem Stacheldrahttattoo in Zaum halten will. Manchmal entlädt sich die Wut, die sich in ihm aufgestaut hat und er gerät oft in Schlägereien. Er hat Jungs in der Schule verprügelt, diverse Pflegeväter und die Kerle, die Zoe in der Tankstelle anmachten. Wenn jemand Zoe zu nah kommt, sieht er rot und sein Beschützerinstinkt dreht durch. Zoe würde er jedoch nie schlagen, auch wenn er manchmal ausrastet und sie anbrüllt. Nach außen ist er ein harter Kerl, doch innen ist er sehr verletzlich. Er vertraut Zoe seine schlimmsten Geheimnisse an, erzählt ihr, wie er versehentlich seinen 2-jährigen Pflegebruder überfahren hat und redet über seine Schuldgefühle. Zoe hingegen ist das typische Opfer. Sie versteckt die blauen Flecken im Gesicht, die ihr Vater ihr regelmäßig verpasst, hinter ihrem langen Pony und viel Make-Up. Will ist der erste, der sie liebt und sie ist die erste, die ihn liebt. Die beiden beschließen, in Wills Geburtsstadt in Nevada zu fahren und treffen die Mutter von Misty, vor deren Tür er damals ausgesetzt worden war. Misty war die beste Freundin seiner Mutter, die damals 16, katholisch und unverheiratet war und außerdem unter Depressionen litt. Sie konnte nicht für Will sorgen. Wer sein Vater ist, weiß niemand. Sie telefonieren mit Misty, die mittlerweile umgezogen ist. Misty und ihre Mutter freuen sich, von Will zu hören und mögen auch Zoe. Sie fahren weiter und kommen zu einer Tankstelle. Zoe hat ihre Tage bekommen, aber sie traut sich nicht, Will um Geld für Tampons zu bitten. Sie versucht stattdessen, die Tampons zu stehlen und wird erwischt. Der Verkäufer hält sie fest und Will, der jedes Mal ausrastet, wenn jemand Zoe anfasst, schlägt den Mann mit einer Flasche nieder. Sie fliehen und als sie später in einem Lokal essen, sehen sie im TV einen Bericht über den Vorfall. Der Verkäufer ist tot! Überstürzt brechen sie auf. Will lässt sogar sein Portmonee in der Eile liegen. Man kennt jetzt ihre Gesichter und das Auto. Sollen sie noch nach Vegas? Weil sie Geld brauchen, schlägt Zoe vor, eine Tankstelle auszurauben. Sie lenkt den Verkäufer ab und behauptet, die Toilette sei kaputt, während Will das Geld aus der Kasse nimmt. Jetzt sind sie wirklich auf der Flucht. Sie wissen nicht weiter. Sollen sie nach Kalifornien oder doch lieber nach Mexiko? Beide sind völlig fertig. So hatten sie sich ihre gemeinsame Zukunft nicht vorgestellt. Zoe ruft ihre beste Freundin Lindsay, mit der sie auch früher auf der Reise schon telefoniert hat, an und erzählt ihr, wo sie sind. Lindsay sagt, die Polizei und sogar das FBI wären dagewesen und hätten sie befragt. Sie denken, dass Will Zoe entführt hat und sind hinter ihnen her. Sie wollen Will verhaften wegen Entführung, Diebstahl und Körperverletzung. Zoe und Will geraten an eine Straßensperre und und es gibt eine Verfolgungsjagd mit der Polizei. Ist nun alles aus?
Ein tragische Liebesgeschichte, leider ohne Happy End! Wer es locker-leicht und lustig mag, der ist hier falsch. Wer aber gern anspruchsvolle Geschichten mit Dramatik liest, der wird dieses Buch lieben. Will und Zoe sind keine strahlend weißen Helden, sondern verkorkste Problemkinder, die es bisher nicht leicht im Leben hatten und durch unglückliche Umstände zu Kriminellen werden. Die Story ist bis zum Schluss spannend und ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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