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Mittwoch, 9. Januar 2019

"Hyde"

Ein Mädchen mit tragischer Vergangenheit trifft auf ein Haus voller Geheimnisse: "Hyde"!

Antje Wagner

Hyde
978-3-407-75435-6
Beltz Verlag
Alter: 15+

Ein kalter Winter: Die achtzehnjährige Katrina befindet sich als Zimmermannsgesellin auf der Walz. Da sie dringend einen Job braucht, landet sie im „Kartoffelparadies“, einer heruntergekommenen Raststätte mit LKW-Waschanlage, wo sie für Essen und Unterkunft arbeiten kann. Doch statt die Bruchbude renovieren zu dürfen, muss sie dort kellnern. Ihr Chef Roland entpuppt sich als Ausbeuter, der jeden Fehler vom Lohn abzieht und sie außerdem zwingt, ein nuttiges Outfit und hohe Schuhe zu tragen, in denen sie kaum laufen kann. Einen Makel aus ihrer geheimnisvollen Vergangenheit verbirgt Katrina unter einem Tuch, das stets ihre untere Gesichtshälfte verdeckt. Als Roland sie bei seiner sogenannten  „Gruselwoche“ deswegen bloßstellt, klaut sie seinen Wagen und haut ab. Mitten im Schneesturm geht ihr das Benzin aus. Halb erfroren erreicht sie ein einsames Haus im Wald und bricht dort ein. Eine magere Katze leistet ihr Gesellschaft. Ein nächtlicher Sturm beschädigt das Dach. Katrina entdeckt ein Schild auf dem steht, dass für das „Haus Waldkauz“ ein Verwalter gesucht wird. Sie ruft die Nummer aus dem Schild an, und weil sie Handwerkerin ist, sofort anfangen kann und freiwillig in dem Haus wohnen will statt im nächsten Hotel, wird sie von Bürgermeister Heumeier vom Fleck weg engagiert. Katrina sieht in dem alten Haus ein Schmuckstück, während es für Heumeier ein Schandfleck ist. Es wurde der Gemeinde vererbt und sollte für wohltätige Zwecke genutzt werden, doch bisher ist es niemandem gelungen, etwas daraus zu machen. Die Dachdecker weigern sich, zum Haus zu kommen. Katrina kümmert sich um die Katze, die sie schwer verletzt im Haus vorfindet. Nachts hört sie Schritte. Das Loch im Dach ist plötzlich kleiner, und irgendwer scheint auch die kaputten Fenster ersetzt zu haben, aber wer? Während Katrina das Haus putzt und repariert, wird sie von Erinnerungen an ihre Vergangenheit eingeholt. Mit ihrem Vater und ihrer Zwillingsschwester Zoe lebte sie in Hyde, tief verborgen im Wald, ein sorgenfreies Leben fernab jeder Zivilisation. Doch ihr kleines Paradies wurde zerstört, und damit auch Katrinas Leben. Sie wachte in einem Krankenhaus auf, und eine fremde Frau behauptete, ihre Mutter zu sein. Die Medien belagerten sie eine ganze Zeit lang, ihre Geschichte ging um die Welt. Katrina wusste irgendwann nicht mehr, was sie noch glauben sollte. Zu viele Geheimnisse gab es in ihrer Familie. Eines Tages fand sie jedoch die ganze Wahrheit heraus, und die war ein Schock. Später gelang es ihr dann jedoch, ein neues Leben zu beginnen, sie ging zur Schule, machte ihre Lehre. Doch ihre Wanderschaft als Gesellin hat für sie noch einen anderen Zweck. Er dient ihr als Tarnung für einen besonderen Rachefeldzug. Auch darüber denkt sie nach, als sie in dem alten Haus werkelt. Eines Tages wird ein Zeitungsartikel unter ihrer Tür durchgeschoben. Anscheinend lebte eine Gruppe von Wissenschaftlern, Parapsychologen, eine zeit lang hier im Haus, bevor sie spurlos verschwanden, genau wie sämtliche bisherigen Verwalter spurlos verschwunden sind. Die rätselhaften Reparaturen am und im Haus, die Katrina eindeutig nicht selbst vorgenommen hat, gehen weiter. Welches Geheimnis hütet dieses Haus?

Viele Geheimnisse und Hochspannung bis zum Schluss! Hier ist nichts so wie es scheint!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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https://ravensbuch.de/shop/item/978340775435

"Was wir nicht wollten"

Und plötzlich war alles anders: "Was wir nicht wollten"!

Daniel Höra
Was wir nicht wollten
978-3-7641-7086-8
Ueberreuter Verlag
Alter: 14+

Spargel und seine Freunde Tomi, Scholle, Betty und Koko leben in einer trostlosen Vorortsiedlung. Ihr Rückzugsort ist der Bahndamm, doch damit ist bald Schluss, denn dort soll ein Bahnhof gebaut werden. Da den Freunden langweilig ist und sie etwas Sinnvolles tun möchten, beschließen sie, einen Garten anzulegen. In der Bibliothek besorgen sie sich die nötige Fachliteratur und legen dann voller Elan los. Sie graben Beete um, sähen Salat und Kohlrabi, legen einen Komposthaufen an und freuen sich, als die ersten Pflanzen wachsen. Der fiese Heiner gibt ein paar blöde Kommentare ab, aber die meisten anderen Kinder und Jugendlichen der Siedlung schauen neugierig zu. Robert, genannt Bobbo, der seit einem Autounfall geistig behindert ist, will beim Gärtnern helfen. Seine (Helikopter-)Mutter ist davon gar nicht begeistert. Sie meint, Spargel und seine Freunde würden ihren armen Sohn nur ausnutzen. Außerdem meint sie, es kann nicht jeder wie er will in der Erde herum buddeln, das Land gehört ihnen schließlich nicht. Sie lässt Bagger kommen, die den Garten zerstören. Die Freunde können nichts tun. Sie sind traurig und wütend. Die meisten aus der Siedlung sind auf ihrer Seite. Selbst Schlägertyp Freddy äußert seine Betroffenheit. Die blöde Kuh hat dafür eine Lektion verdient, da sind sich Spargel und die anderen einig. Da sie sich immer furchtbar aufregt, wenn ihr Sohn nicht pünktlich zuhause ist, locken die Freunde Bobbo mit Schokolade und einer abenteuerlichen Geschichte über Aliens, vor denen er sich verstecken müsse, in einen Schacht am Bahndamm. Dort wollen sie ihn so lange festhalten, bis seine Mutter völlig mit den Nerven runter ist und dann wieder gehen lassen. Leider hat Heiner die Aktion beobachtet und noch dazu gefilmt und erpresst die Freunde nun damit. Er verlangt, dass sie Bobbo noch länger festhalten und von seiner Mutter 15000 € Lösegeld fordern, wovon er 80% erhält. Sollten sie nicht mitspielen, würde er zur Polizei gehen, was vor allem für die vorbestrafte Betty üble Konsequenzen hätte. Also fügen sie sich. Bobbos Mutter ist bereits sehr in Sorge und sucht ihn überall. Nachts bewachen sie Bobbo abwechselnd. Heiner bringt was zu Kiffen mit. Betty gesteht Scholle ihre Liebe. Um Bobbo zu beschäftigen, besorgen sie ihm Farbe und Pinsel, damit er die Wände anmalen kann. Er malt richtig gut, ein bisschen wie Hieronymus Bosch. Lesen kann er auch. Den Freunden wird klar, wie sehr seine Mutter hat ihn bisher unterschätzt hat. Heiner übernimmt das Kommando in der Gruppe und bringt damit die Freunde immer mehr auseinander. Kurz vor der geplanten Geldübergabe im Park ist Bobbo spurlos verschwunden. Tomi und Scholle, die ihn bewachen sollten, haben einen Moment nicht aufgepasst. Auf Heiners Geheiß hin bestraft Betty die beiden, indem sie sie mit Brennnesseln schlägt. Es kommt zum Streit in der Gruppe. Sie finden Bobbo in einer alten Fabrik, wo er die Büros anmalt. Mittlerweile ist die Polizei in der Siedlung aufgetaucht. Bobbos Mutter hat sie trotz der Warnung geholt. Spargel will am liebsten aufgeben. Er erfährt, dass Heiner mal mit Koko zusammen war und von dem Selbstmord von Kokos Mutter. Die Gruppe zerbricht immer mehr. Tagelang halten sie Bobbo in der Fabrik fest und füttern ihn mit Schokolade. Heiner spinnt rum, dass er von dem Lösegeld Bitcoins im Darknet kaufen will, aber keiner weiß so recht wie man so was anstellt. Als Spargel es nicht mehr aushält und er und die anderen gegen Heiner aufbegehren, zieht der eine Pistole und die Situation eskaliert … .
Eine fesselnd-realistische Story, die zeigt, wie schnell etwas außer Kontrolle geraten kann!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 2. Januar 2019

"Sommerdunkle Tage"

Liebe kann gefährlich sein: "Sommerdunkle Tage"!

Alice Kuipers, übersetzt von Angelika Eisold Viebig
Sommerdunkle Tage
978-3-7373-4129-5
Fischer KJB Verlag
Alter: 14+

Drei Jahre lang ist die jetzt sechzehnjährige Ivy mit ihrer Mutter, die Alkoholikerin ist und ständig wechselnde Lover hat, durchs Land gereist. Zuletzt haben sie in Kansas City gelebt. Nun kehren sie nach Edenville zurück, wo Ivy vor drei Jahren einen Sommer lang wohnte. Sie ziehen zu Kevin, mit dem Ivys Mutter früher zusammen war und nun wieder zusammen ist. Nebenan wohnt noch immer Callie, die damals Ivys beste Freundin war. Callie hat vor kurzem einen kleinen Bruder namens Cosmo bekommen, der zahnt und nervt. Callies Mutter kümmert sich fast nur noch um ihn, und Callie ist eifersüchtig. Es sind Sommerferien, und Callie sollte sich eigentlich einen Job suchen, doch dann steht plötzlich Ivy vor der Tür. Sofort sind die alten Gefühle wieder da. Callie hat Ivy so vermisst. Ivy ist so cool, hübsch, selbstbewusst und beliebt, Callie bewundert sie. Beim Joggen treffen die beiden Kurt, den Callie von der Schülerzeitung kennt. Ivy findet Kurt süß. Er erinnert sie an ihren Ex-Freund Diego. Kurt lädt die beiden Mädchen zu einer Bootstour mit ihm und seinem Kumpel Xander ein. Doch Callie darf nicht mit. Ihre Mutter verbietet ihr, Ivy zu sehen. Sie sei kein guter Umgang. Zu gut erinnert sich Callies Mutter daran, was vor drei Jahren passiert ist. Heimlich schleicht sich Callie aus dem Haus, um mit Ivy in eine Bar zu gehen. Vorher treffen sie sich bei Ivy zum auftanken und aufbrezeln. Bei einem Trinkspiel erzählt Ivy, mit wie vielen Typen sie schon Sex hatte. Callie ist noch Jungfrau. Sie ist sich nicht einmal sicher, ob sie Jungs überhaupt mag. Damit sie in der Bar an Alkohol kommen, gibt Ivy Callie den Ausweis einer gewissen Isabel. Kurt ist auch da. Ivy küsst ihn, und Callie ist eifersüchtig. Callies Mutter hat zum Glück von dem nächtlichem Ausflug nichts bemerkt. In einer Galerie findet Callie einen Sommerjob. Sie betreut Kinder im Kinderatelier. Um Ivy sehen zu können, belügt sie ständig ihre Mutter, aber sagt Ivy nicht, dass ihre Mutter ihr den Umgang verboten hat, um sie nicht zu verletzen. Um mit Ivy auf eine Party bei Kurt gehen zu können, schiebt sie ihre alte Freundin Rebecca als Alibi vor. Sie erzählt, sie übernachtet bei ihr. Ivy ist betrunken und bekifft und erzählt, dass sie die Schuld an einem Motorradunfall trug, den ein Mädchen namens Isabel das Leben kostete. Am nächsten Morgen sieht Calies Mutter sie mit Ivy nachhause kommen. Sie ist außer sich, auch weil Callies Oma in der Nacht gestorben ist. Sie war vor kurzem gestürzt und hatte wahrscheinlich da schon einen Schlaganfall. Ivy kommt zur Beerdigung und ist für Callie da. Callies Mutter erlaubt ihr, sich ein paar Tage später mit Ivy auf ein Eis zu treffen, weil Callie sagt, dass Ivy ihr wichtig ist. Ivy erzählt Callie, was sie und ihre Mutter alles durchgemacht haben, auch dass sie irgendwann kurz davor war, sich umzubringen. Die beiden erinnern sich an den Tag am Fluss, als Ivys Mutter Selbstmord begehen wollte, an den Kuss, daran wie Callies Mutter die beiden beim Knutschen erwischt hat. Sie haben damals nur herumprobiert, oder? Als Ivys Handy klingelt, als die sich gerade umzieht, geht Callie dran. Es ist die gar nicht tote Isabel, die ihr Portmonee zurück will und die verlangt, dass Ivy aufhört, ihren Freund Diego zu stalken. Ivy hat also gelogen! Wobei hat sie noch gelogen? Kann Callie ihr überhaupt vertrauen? Sie weiß nur eins: Sie ist bis über beide Ohren in Ivy verliebt! Zwei Wochen danach: Ivy und Callie sind mit dem Auto von einer Brücke gestürzt. Ivy ist im Krankenhaus, wo ihre Mutter, Kurt und Xander bangend ausharren. Callie wird noch vermisst. Was ist passiert?
Liebe, Lügen und Geheimnisse! Perfekt für alle Fans von „We were liars“ und Co.!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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https://ravensbuch.de/shop/item/9783737341295

"Bad Girls"

Ein Leben voller Lügen: "Bad Girls"!

E. Lockhart, übersetzt von Franziska Jaekel
Bad Girls
978-3-473-40167-3
Ravensburger Verlag
Alter: 14+

Achtung Spoileralarm! Die Geschichte wird im Buch von hinten nach vorn erzählt!

Was ist Lüge? Was ist Wahrheit? Wer ist Jule Williams? Das weiß nicht einmal mehr Jule selbst. Zu oft hat sie sich und ihre Vergangenheit neu erfunden. Ist sie nun bei ihrer Tante aufgewachsen, weil ihre Eltern sie enttäuscht haben, oder ist sie nach dem grausamen Mord an ihrer Eltern zur Spionin ausgebildet worden? Auf jeden Fall ist Jule eine begnadete Lügnerin und Schauspielerin, die sich selbst als Heldin sieht. Als sie in Marthas Vineyard Paolo kennenlernt, gibt sie sich aus einer Laune heraus als Imogen Sokoloff aus. Sie bewundert Imogen, ein Adoptivkind aus reichem Hause, schon länger. Aus dieser Faszination wird Obsession. Sie stalkt Imogen und schleicht sich dann als ehemalige Schulkameradin in deren Leben. Sie will sein wie sie, trägt heimlich ihre Kleider und Ringe. Imogen lässt sie in ihrer Villa wohnen und stellt ihr ihren Freund Forrest und ihre gute Freundin Brooke vor. Jule liebt Imogen und will von ihr geliebt werden. Sie nimmt die Persönlichkeit an, die Imogen am meisten zusagt, manipuliert sie und schafft ihr als „Liebesdienst“ Probleme vom Hals, wie einen erpresserischen Putzjungen mit Wettschulden. Die beiden „Freundinnen“ machen gerade Urlaub auf einer Insel vor Puerto Rico, als es zum großen Streit kommt. Jule erkennt, was für eine verwöhnte und undankbare Göre Imogen ist. Nur Jule kehrt aus diesem Urlaub zurück. Sie nimmt Imogens Identität an, schreibt Mails und Briefe in ihrem Namen. Sie wird voll und ganz zu Imogen, macht in ihrem Namen mit Forrest Schluss und setzt ein Testament auf, in dem sie sich selbst, Jule, alles vererbt. In San Francisco trifft Jule auf Brooke. Die stellt zu viele neugierige Fragen, will wissen, wo Imogen ist. Brooke hat einen bedauerlichen Unfall. Sie stürzt in eine Schlucht. Jule fliegt nach London. Sie hat die Schlüssel zu Imogens dortigem Appartement. Hier kann sie wieder ungestört Imogen sein. Niemand zweifelt an ihrer Identität. Doch eines Tages taucht Forrest auf. Er kann nicht verstehen, dass Imogen mit ihm Schluss gemacht hat und sucht sie. Leider muss er erfahren, dass die bedauernswerte Imogen vor einigen Tagen Selbstmord begangen hat. Sie sprang von einer Brücke. Zuvor hinterließ sie einen Abschiedsbrief bei ihrer besten Freundin Jule, die in ihrer Londoner Wohnung zu Besuch ist. Forrest hat Zweifel. Er glaubt nicht, dass Imogen sich umgebracht hat, und er glaubt, dass Jule etwas verbirgt. Er quartiert sich in der Wohnung ein und sucht Antworten. Als dann auch noch unvermittelt Paolo in London auftaucht, wird die Situation brenzlig. Das würde Jule gerade noch fehlen, dass Forrest hört, wie Paolo sie mit Imogen anspricht. Paolo kennt sie ja nur als Imogen. Da Jule ja nun geerbt hat, und das nicht zu knapp, denn Imogen war äußerst vermögend, fliegt sie nach Las Vegas. Dort stiehlt sie diverse Pässe und Führerscheine, schafft sich neue Identitäten und geht nach Mexiko. Dort nennt sie sich mal wieder Imogen, spricht mit britischem Akzent und lässt es sich gut gehen. Bis Noa auftaucht. Was will die seltsame Fremde von ihr? Ist sie ein Cop? Noa versucht mit der Mitleidstour (kranker Vater etc.) an Jule heranzukommen, und Jule lässt sich beinahe täuschen. Doch dann türmt sie mit Hilfe des Barkeepers aus dem Hotel. Sie legt eine falsche Spur für Noa, in dem sie ein Flugticket unter ihrem richtigen Namen bucht. In Wahrheit will sie sich ein Auto beschaffen und nach Cancun fahren. Wird ihre Vergangenheit sie einholen?
Eine coole Idee, aber leider kommt die Story nicht ganz an „We were Liars“ heran!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Spinster Girls – Was ist schon normal?"

Das Leben dreht sich nicht nur um Jungs: "Spinster Girls – Was ist schon normal?"!

Holly Bourne, übersetzt von Nina Frey
Spinster Girls – Was ist schon normal?
978-3-423-71797-7
dtv junior Verlag
Alter: 14+

Evie war lange wegen einer Zwangs- und Angststörung in der Psychiatrie. Jetzt will sie endlich ein normales Leben leben. Ihre Medikamente werden langsam abgesetzt, aber sie geht immer noch regelmäßig zu ihrer Therapeutin Sarah. Am College lernt sie Ethan kennen, doch das erste Date wird zum Desaster. Er taucht stockbesoffen auf, grapscht ihre Brüste an, verhält sich auf einer Party total peinlich und landet schließlich mit der Gastgeberin Anna im Bett. Evies frühere beste Freundin Jane enttäuscht ebenfalls. Sie hat sich total verändert seit sie mit Joel zusammen ist. Egal ob Haare, Kleidung, Piercings oder Musikgeschmack - sie ist zu seinem Schoßhündchen ohne eigene Persönlichkeit geworden. Auf der Party trifft Evie aber auch Lottie wieder, die in der Grundschule ihre Freundin war und deren Freundin Amber. Sie reden über alles Mögliche, hauptsächlich über Feminismus. Evie hat Angst, ihre neuen Freundinnen könnten erfahren dass sie „gaga“ ist und es nicht verstehen. Im Filmkurs begegnet Evie dem schüchternen Oli, der sich irgendwann traut, sie ins Kino einzuladen. Evie graut es ein wenig vor den Sitzen und dem Popcorn, das ist ja alles nicht wirklich hygienisch. Was, wenn sie nun Panik bekommt? Dann bringt Oli tatsächlich seine Eltern mit! Als sie es ihren Freunden erzählt, lachen alle, außer Guy, der mit Joel in einer Heavy Metal Band spielt und Songs mit sinnfreien und frauenverachtenden Texten wie „Stirb Schlampe Stirb“ zum Besten geben. Dieser Guy ist eigentlich total nett, und Evie könnte ihn mögen, wenn er nur nicht so ein Kiffhirn wäre. Als Evie sich betrinkt, kümmert er sich um sie. Lottie hat indes Liebeskummer. Ihr Tim hat Schluss gemacht. Sie hatte ihn beim Konzert von Joels Band im Gemeindesaal kennengelernt. Es ging Tim aber nur um Sex. Er wollte nie eine Beziehung. Die Freundinnen gründen den Club der „Spinster Girls“ (Spinster= „unverheiratet und kinderlos“ bzw. „alte Jungfer“) und basteln sich Club-Ausweise. Sie beschließen, sich nicht für andere zu ändern, schon gar nicht für Jungs, immer für ihre Freundinnen da sein, sich nicht um Rollenbilder kümmern oder darüber was der Rest der Welt denkt. Sarah konfrontiert Evie in der Therapie mit einem abgelaufenen Sandwich und meint, sie solle offen gegenüber ihren neuen Freundinnen sein. Doch sie will lieber „normal“ sein. Der Club trifft sich in Evies blitzsauberem Zimmer. Zunächst diskutieren sie über das Thema Menstruation, aber landen immer wieder dabei, über Jungs zu jammern, obwohl das nicht im Sinne des Clubs ist. Evie denkt an Guy. Mal ist er supernett, und sie hat Riesenspaß mit ihm, dann wieder antwortet er nicht auf ihre Nachrichten und wirkt abwesend im „Alles-egal Modus“. Evie hat einen Rückfall. Ihre Zwänge werden wieder stärker. Sie wäscht sich ständig die Hände und desinfiziert ihr Zimmer nach dem Besuch ihrer Freundinnen. Sie verheimlicht es vor ihrer Familie. Ihre Eltern und Sarah waren so stolz auf ihre Fortschritte, und die Medikation ist runter auf beinahe null. Evie versucht, ihre Probleme zu verdrängen, aber sie kann nicht mit den anderen aus einer Chips-Schüssel essen oder aus der selben Flasche trinken. Statt sich beim Bandwettbewerb der Schule zu amüsieren, verbringt sie einen Großteil des Abends auf dem Klo und wäscht sich immer wieder die Hände. Ihre Mutter sieht die wunden Hände und riecht Lunte. Vor ihren Freundinnen tut Evie, als sei alles normal, obwohl sie gerade total abstürzt. Evie und Guy kommen sich näher, doch dann kommt alles anders als sie dachte … .
Freundinnen über alles! Bist auch Du ein Spinster-Girl? Mehr dazu: www.spinster-girls.de
Viel Spaß beim Lesen!!!

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