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Mittwoch, 21. Dezember 2016

"Wolf Moon River"

Verloren in der Wildnis: "Wolf Moon River"!

Rainer M. Schröder
Wolf Moon River
978-3-570-17239-1
cbj Verlag
Alter: 12+

Eigentlich wollte Jack nur ein entspanntes Kanu- und Campingwochenende mit seiner Freundin Marjorie und seinen Kumpels in der kanadischen Wildnis verbringen, doch nun ist er ein Mörder auf der Flucht. Wenn Marjorie nicht mit Jennifers Freund Kenneth durchgebrannt wäre, wenn Jennifer ihn und seine Freunde Frank und Scott beim Strip Poker nicht so scharf gemacht hätte, wenn sie nicht alle so betrunken gewesen wären … . Doch jetzt ist alles zu spät. Jennifer ist tot! Frank und Scott haben Jack zwar in einen Schuppen gesperrt, doch er konnte entkommen und mit seinem Kanu und Jennifers Leiche fliehen, die er auf einer kleinen Insel begräbt. Frank und Scott haben mit einem „geliehenen“ Motorboot die Verfolgung aufgenommen. Und sie sind bewaffnet. Verzweifelt wagt sich Jack mit seinem kleinen Kanu in die gefährlichen Stromschnellen des Wolf Moon River. Zum Glück ist er ein guter Kanu-Fahrer, doch als er von Frank angeschossen wird, kentert er. Er schafft es ans Ufer, doch seine Vorräte hat er fast alle verloren. Zur selben Zeit sind Patrick und seine Mutter in der selben Gegend unterwegs. Sie wollen sich mit Mutters neuem Freund Henry treffen. Gemeinsam mit Henrys Tochter Olivia fliegen sie zu Henrys Hütte. Patrick kann mit der „molligen Provinznudel“ nichts anfangen, und Olivia hält Patrick für einen Kotzbrocken. Das kleine Flugzeug stürzt mitten im Nirgendwo ab, der Pilot stirbt noch an der Unfallstelle, und der Fuß von Patricks Mutter ist gebrochen. Patrick und Olivia hingegen haben den Absturz heil überstanden. Suchen wird sie hier niemand, denn der Pilot ist in letzter Minute vom Flugplan abgewichen. Beim Begräbnis des Piloten kriegen sich Patrick und Olivia in die Wolle. Patrick ist nicht gerade scharf darauf, mit Olivia 80 km am Fluss entlang zu wandern, bis zum nächsten bewohnten Platz, während seine Mutter beim Wrack auf Hilfe wartet. Mit dem Nötigsten an Gepäck machen sich die beiden dann doch auf den Weg. Patrick verausgabt sich total, weil er Olivia beweisen will, was für ein toller Kerl er ist. Widerwillig muss er zugeben, dass sie in der Wildnis sehr viel besser klarkommt als er. Die beiden kommen langsamer voran als gedacht. Dann werden sie auch noch von einem Gewitter überrascht. Gut, dass Olivia weiß, wie man einen Unterstand baut (Äste und Zahnseide) und trotz der Nässe ein Feuer in Gang bringt (Wattepads und Vaseline). Als plötzlich ein übel gelaunter Grizzly auftaucht, sind jedoch Patricks Heldenqualitäten gefragt. Mit einer Magnesiumfackel schlägt er ihn in die Flucht. Die anfänglichen Feinseligkeiten sind vergessen. Patrick und Olivia respektieren nun einander, mögen sich sogar beinahe. Patrick wundert sich nur, dass die sonst so toughe Olivia plötzlich zum weinenden Elendshäufchen wird. Da erzählt sie ihm ihre Geschichte. Sie hatte vor einiger Zeit eine Nierentransplantation und nur genügend Tabletten für ein Wochenende dabei. Wenn sie noch länger durch die Wildnis irren, ist Olivias Niere, wenn nicht sogar ihr Leben, in Gefahr. Dann treffen die beiden auf Jack, der ihnen eine fantasievolle Lügengeschichte erzählt. Doch Olivia ist misstrauisch. Sie spürt, dass Jack etwas verbirgt. Auch seine entzündete Schusswunde, die zeitlich nicht in seine Geschichte passt, beunruhigt sie. Trotzdem geben sie Jack von ihren knappen Vorräten etwas ab und lassen ihn in ihrem Lager schlafen. Als dann plötzlich ein Flugzeug auftaucht und ihre Rettung in greifbare Nähe rückt, zeigt Jack sein wahres Gesicht … .
100% Abenteuer, 0% Fantasy! Endlich mal eine spannende und realistische Abenteuergeschichte (nicht nur) für Jungs! Und am Ende wartet eine dicke Überraschung!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Nicolas Calva - Das magische Amulett"

Abenteuer im Alten Rom: "Nicolas Calva - Das magische Amulett"!

Jennifer A. Nielsen, übersetzt von Petra Knese
Nicolas Calva – Das magische Amulett
978-3-407-74720-4
Gulliver/Beltz Verlag
Alter: 11+

Der Junge Nicolas „Nic“ Calva lebt im Alten Rom und schuftet als Sklave im Bergwerk. Durch Zufall wird er Zeuge einer Verschwörung, und man zwingt ihn, in einer verfluchten Höhle nach Cäsars Schatz, insbesondere nach einem speziellen Amulett, einer Bulla, zu suchen. Der verräterische Radulf, ein ehemaliger Gladiator, der sich beim Militär bis zum General hochgedient hat, will damit die Macht über das Reich erlangen. In der Höhle wird Nic von einem Greif angegriffen und an der Schulter verletzt. Der Greif, dem Nic den Namen Fortis gibt, hat ihm damit ein magisches Mal gegeben. Als die Höhle einstürzt, flieht Nic auf Fortis Rücken durch einen verborgenen Gang. Er will seine Schwester Livia, auch eine Sklavin, retten, doch er wird gefangen genommen und mitsamt dem Greifen, der nur auf Nic hört, an Felix verkauft, der ihn nach Rom bringen lässt. Nic ist begeistert von der riesigen Stadt, den vielen Menschen, dem Aquädukt etc. Aurelia, die für Felix arbeitet, bewacht ihn und ist nicht gerade nett zu ihm. Felix soll bei den Spielen den Greif dem Kaiser zum Geschenk machen. Er weiß einiges über Nics Mal, Magie im Allgemeinen und die Bulla, die die Göttin Venus Cäsar, der vor 300 Jahren starb, zum Geschenk machte. Doch kann Nic ihm trauen? Wenn Felix die Bulla hält, passiert nichts, doch Nic kann die Macht spüren und nutzen, wenn er auch noch nicht so recht weiß wie. Er erfährt, dass der Greif nicht nur zur Schau gestellt, sondern in der Arena verheizt werden soll. Das kann er nicht zulassen und plant die Flucht. Nic und Fortis werden zusammen in Arena geschickt. Nics Magie eskaliert und verursacht ein schweres Erdbeben. Er und der Greif können verletzt entkommen. Nic versteckt sich in der Kanalisation, wo er Aurelia und andere Kinder, die dort leben, trifft. Er ist völlig erschöpft und wird verfolgt von Radulf, der auch Magie beherrscht und hört dessen Stimme in seinem Kopf. Nic will das Amulett und die Last seiner Macht nicht, doch wem soll er es sonst geben, ohne dem Reich zu schaden? Der Kaiser will es, Felix will es für den Kaiser, Radulf will es für sich selbst, Senator Valerius will es, Senator Horatio will es, Aurelia will es für Horatio, der den höchsten Finderlohn bietet. Ein paar tausend Römer suchen aus diesem Grund ebenfalls nach Nic. Unschuldig gefangen in einem Netz von Intrigen, Verrat und Verschwörung will Nic nur seine Freiheit und seine Schwester, doch Livia ist Radulf in die Hände gefallen. Nic und Aurelia fliehen vor Radulf in den Tempel, wo sie von Crispus, Valerius Sohn, gerettet werden, der sie als alte Frauen verkleidet zu seinem Vater bringt. Valerius scheint in Ordnung. Er verrät Nic, dass er nur das erste von drei Amuletten besitzt. Um Radulf aus dem Weg zu schaffen, braucht er die anderen und muss lernen, seine Magie zu beherrschen. Nic nimmt sein erstes Bad und bekommt neue Kleider. Er trainiert mit Aurelia und Crispus. Die Magie in ihm ist stärker als gedacht. Er kann sich selbst heilen. Als er erfährt, dass der verletzte Greif sich in den Thermen verschanzt hat, geht er hin um seinen gebrochenen Flügel zu heilen. Radulf ködert ihn dort mit einem Trugbild von Livia, und droht, ganz Rom niederzubrennen. Nic löst eine Flutwelle aus, um die Stadt zu retten. Dann erfährt er, dass Aurelia ihn angelogen hat und ist gar nicht begeistert, als er erfährt, wer ihr Vater ist. Doch auch in Bezug auf seine eigene Herkunft und Familie werden ihm einige unangenehme Dinge klar. Um sich, seine Schwester und Rom zu retten, muss Nic in der Arena gegen Radulf antreten. Der entscheidende Kampf hat begonnen … .
Hochspannung und Magie im Alten Rom! Ich kann die Fortsetzung kaum erwarten!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Käferkumpel"

Ein ganz besonderer Freund: "Käferkumpel"!

M.G. Leonard, übersetzt von Britt Somann-Jung
Käferkumpel
978-3-551-52084-5
Chicken House/ Carlsen Verlag
Alter: 10+

Die Mutter des dreizehnjährigen Darkus ist seit sechs Jahren tot, und sein Vater wird seit einiger Zeit vermisst. Daher lebt Darkus bei seinem Onkel Max, einem chaotischen Archäologen. In der Schule ist Darkus ein Außenseiter. Seine einzigen Freunde sind Nerd Bertold und Bohnenstange Virginia. Eines Tages läuft Darkus vor dem Nachbarhaus ein ungewöhnlich großer Nashornkäfer zu, den er Baxter nennt. Baxter ist mehr als ein Haustier. Er ist ein Freund. Darkus und sein Onkel versuchen herauszufinden, was mit Darkus Vater passiert ist, da die Polizei die Suche längst aufgegeben hat. Darkus weiß, er hätte ihn nie freiwillig verlassen. Sie recherchieren im Museum, wo der Vater gearbeitet hat, in einem Kellerraum voller Käfer, in dem er verschwand. Warum hat sein Vater Darkus gegenüber eigentlich niemals erwähnt, dass er Käfer mag? Was hat es mit dem Projekt Fabre auf sich? Und wie passen seine Lesebrille im Lüftungsschacht und die unheimliche Lucretia Cutter ins Bild? Darkus baut ein Terrarium für Baxter, der wirklich kein normaler Käfer ist. Er kommt, wenn Darkus ihn ruft, so als würde er ihn verstehen aber das kann doch nicht sein, oder? Darkus erkundet den Hinterhof seiner seltsamen, immer streitenden Nachbarn Pickering und Humpfrey. Die können sich nicht einigen, ob sie lieber einen Laden für Pasteten oder Antiquitäten hätten und sind überhaupt recht schräg. Alles steht voller alter Möbel und Krimskrams, und in der Wohnung der beiden sieht es noch viel schlimmer aus. Sie halten Darkus für einen Dieb und Spion, entführen, fesseln und knebeln ihn. Baxter und ein Haufen anderer Käfer befreien Darkus. Sie arbeiten zusammen, was für Käfer untypisch ist. Baxters Käferfreunde sind genauso ungewöhnlich wie Baxter. Plötzlich taucht Lucretia auf, die unheimliche Frau aus dem Museum. Sie hat gehört, dass es hier seltene Käfer gibt und will sie kaufen. Was hat sie vor? Die Käfer wohnen in einer Pyramide ungespülter Teetassen mitten im Chaos und fühlen sich dort sehr wohl. Der befreite Darkus weiht seine Freunde Bertolt und Virginia in die seltsamen Vorkommnisse ein. Bertolt kennt Lucretia aus den Modemagazinen seiner Mutter, doch was will eine Modedesignerin mit Käfern? An Superkäfer glauben die beiden nicht, bis Darkus zeigt, was Baxter kann. Darkus sucht Novak auf, Lucretias Tochter, und es gelingt ihm, sie auf seine Seite zu ziehen. Sie müssen die Käfer in der Nachbarwohnung retten, bevor Lucretia sie in die Finger bekommt und tötet. Nicht nur die Käfer brauchen Hilfe, auch Darkus Vater, der im Haus der Cutters gefangen gehalten wird. Als Lucretia Darkus entdeckt, kommt er nur knapp mit dem Leben davon. Dabei sieht er ihre Beine, die wie Käfer-Beine aussehen. Was ist sie? Später erklärt ihm Max, sie sei früher Genetikerin gewesen und habe mit Darkus Dad zusammen an einem Projekt mit genetisch veränderten Käfern gearbeitet, die die Umwelt retten sollten. Dann hat sie sich verändert und zwar nicht zu ihrem Vorteil. Onkel Max und die Kinder treffen sich in deren neuem Basislager im Möbelwald der Nachbarn und schmieden einen Plan, wie sie die Käfer in Sicherheit bringen und Darkus Vater retten können. Dafür müssen sie erst einmal die verrückten Nachbarn mit Schlaftabletten und Champagner aus dem Weg räumen und mit Hilfe der Käfer-Armee das Haus für Lucretias Schergen präparieren. Auch Novak muss bei der Befreiung von Darkus Vater mithelfen. So weit zur Planung, aber werden unsere Helden und ihre Käferkumpel die Mission auch erfolgreich durchführen können?
Eine ziemlich ungewöhnliche Geschichte voller Spannung, nicht nur für Käfer-Fans!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 14. Dezember 2016

"Wie ich Fräulein Luise entführte ..."

Ein Roadtrip mit der coolsten Oma: "Wie ich Fräulein Luise entführte ..."!

Sabine Bohlmann
Wie ich Fräulein Luise entführte ...
978-3-522-50526-0
Planet! Verlag
Alter: 10+

Die Freizeit der zehnjährigen Greta ist von ihren Eltern total verplant. Durch einen Trick schafft sie sich wenigstens für Donnerstags einen freien Nachmittag. An einem dieser Donnerstage lernt sie ihre Nachbarin Fräulein Luise kennen. Auf das „Fräulein“ legt diese viel wert. Sie ist zwar schon 79, aber „noch“ unverheiratet. Die beiden backen Kuchen, stöbern in alten Fotos und werden schnell die besten Freundinnen. Doch dann stürzt Fräulein Luise und ihr Cousin Ludwig, der eine Vollmacht hat, lässt sie in ein Pflegeheim einweisen, weil er meint, sie käme allein nicht mehr zurecht. Greta weiß es besser, und das Heim findet sie ganz furchtbar. Da geht es zu wie im Kindergarten, zu essen gibt es ekligen Grießbrei, es riecht seltsam, und die Zimmer sind auch nicht schön. Die meisten der Bewohner sind dement. Da gehört Fräulein Luise auf keinen Fall hin. Ludwig lässt Luises Wohnung auflösen, weil so ein Heim nun mal eine Menge kostet und sie die ganzen Sachen da nicht mehr braucht. Greta kann immerhin ein Kästchen voller Erinnerungen und einige Schlüssel retten. So erfährt sie, dass Luise ein Auto besitzt, ein altes, rotes Cabrio und ein Häuschen an der Cote d'Azur. Sie war nämlich mal in einen Franzosen namens Artur verliebt, doch sie hat ewig nichts von ihm gehört und nimmt an, dass er im Krieg gefallen ist. Greta schmiedet einen Plan. In den Ferien will sie ihre Freundin Ava an ihrer Stelle ins Ferienlager schicken und Fräulein Luise aus dem Heim entführen. Der Plan geht auf. Es ist leichter als Greta dachte, Fräulein Luise zu entführen. Leider hat die vergessen, einen Koffer zu packen und sich vernünftig anzuziehen. Da sie schlecht im Bademantel bleiben kann, borgen sich die beiden Kleider von der nächstbesten Wäscheleine. Obwohl Luise behauptet, Autofahren könne man nicht verlernen, dauert es eine ganze Weile, bis sie und das Auto sich wieder aneinander gewöhnt haben. Im Schneckentempo kriechen sie die Autobahn entlang in Richtung Frankreich. Unterwegs lesen sie den Straßenmusiker Sam auf, der zu einem Rockfestival will. Er übernimmt das Steuer, und sie kommen wesentlich schneller voran. Greta und Luise ahnen nicht, dass er erst 16 ist und noch gar keinen Führerschein hat. Greta und Sam fällt bald auf, dass Luise blind wie ein Maulwurf ist. Sie braucht dringend eine neue Brille. Da es zu lange dauert, eine machen zu lassen, erzählt Greta eine rührselige Story, und bringt so die Optikerin dazu, ihnen ihre eigene Brille zu verkaufen, die Luise erstaunlich gut passt. Luise ist begeistert und liest auf der Fahrt laut mit, was auf sämtlichen Straßenschildern steht. Nachts kampieren sie im Maisfeld, schlafen in der Scheune eines Bauernhofes oder übernachten in der Jugendherberge. Auf einem Rastplatz finden sie einen Hund, der ausgesetzt wurde. Sie nennen ihn Moses und nehmen ihn mit. Leider macht das Auto irgendwann schlapp, und die Reparatur ist teuer. Sam singt auf der Straße und auch Luise gibt ein paar Lieder zum besten. Dann kommt sie auf die Idee, ihre Ohrringe zu verkaufen, echte Diamanten! Nun schwimmen sie im Geld und können sich ein schickes Hotel leisten. Als sie Sam beim Festival absetzen, will Luise unbedingt auch bleiben, da sie noch nie auf einem Rockfestival war. Sie hat einen Riesenspaß, und alle lieben die Rock-Oma. Dann geht die Fahrt weiter, und plötzlich sind sie in Frankreich, doch in dem Dorf Menton sieht es ganz anders aus als früher. Dann sieht Luise einen kleinen Jungen, und der sieht genau so aus wie ihr Artur … .
Ein herrlicher Roadtrip mit einer coolen Oma und einem zum Heulen schönen Happy End!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Polly Schlottermotz"

Ein Zahn sorgt für Wirbel: "Polly Schlottermotz"!

Lucy Astner
Polly Schlottermotz
978-3-522-50520-8
Planet/Thienemann Verlag
Alter: 8+

Polly ist ein ganz normales Mädchen, das ihre Zeit am liebsten mit ihrer besten Freundin Leni im Stall bei den beiden Ponys „Gulasch“ und „Suppe“ verbringt. Doch dann wächst Polly ein gigantischer Eckzahn, der ihr ganzes Leben auf den Kopf stellt. Ihre Eltern erzählen ihr, dass sie ein Vampir ist, wie Großtante Winnie. Plötzlich ist Polly super stark, zumindest wenn sie wütend ist, doch das Vampirdasein hat auch seinen Schattenseiten. Zum Glück muss Polly nicht auf einem Friedhof im Sarg schlafen und Blut trinken, das ist nämlich alles Quatsch, aber wenn sie nicht regelmäßig Blutorangensaft trinkt (und sie hasst Orangensaft, ganz besonders Blutorangensaft!) dann wird ihr schwindelig, auch in der Zunge, so dass sie nur noch Unsinn redet. Außerdem darf sie nie wieder Fleisch essen, Vampire sind wegen eines alten Fluchs Vegetarier. Doch das Schlimmste ist, dass sie ihre Familie verlassen und zu Tante Winnie ziehen muss, um sich auf die Prüfung durch den Siebenschläferrat, der aus den 7 ältesten Vampiren besteht, vorzubereiten. Ihre Klasse macht einen Klassenausflug zu Pollys Bauernhof, und der fiese Marvin bedroht die Ponys mit der Mistgabel. Polly schleudert ihn auf den Baum. Die Feuerwehr muss ihn runter holen. Abends kommt Brief vom Siebenschläferrat, und Papa bringt Polly gleich am nächsten Tag nach Hamburg, wo Tante Winnie auf einem verrückten Hausboot wohnt. Die Tante hat gleich 4 spitze Zähne und kann zaubern. In Pollys neuem, verzauberten Zimmer setzen sich zerbrochene Gegenstände wie von selbst wieder zusammen, doch was hat es mit dem seltsamen Bilderrahmen auf sich? Erst ist er leer, dann taucht ein Mädchen darin auf. Ist sie ein Gespenst? Polly freundet sich mit der kurzsichtigen Fledermaus Adlerauge an und befreit den Jungen Paul aus der Mülltonne, in die ihn die fiese Greta gesperrt hat. Sich mit ihm anfreunden mag Polly jedoch nicht. Sie trifft Paul und Greta in der Schule wieder, denn leider muss sie zusätzlich zu Tante Winnies Vampirlektionen auch noch ganz normal zur Schule gehen. Da sie noch länger hier bleiben muss, sollte sie weitere Fähigkeiten entwickeln, verschweigt sie lieber, dass sie mit Fledermäusen sprechen kann. Adlerauge kommt heimlich mit zur Schule und landet prompt im Eimer mit dem Tafelwaschwasser. Doch nicht nur mit Lehrerin Frau Hammelheim, die keine Fledermäuse mag und noch dazu doofe Lügengeschichten über Vampire vorliest, die Ponyblut trinken, bekommt Polly Ärger, auch mit der gemeinen Greta, die den armen Paul permanent ärgert und sogar mit ihrem bissigen Hund Hacki bedroht. Paul nimmt das hin, denn Greta kennt sein großes Geheimnis. Er hat zwei Mamas. Um nicht noch mehr zum Außenseiter zu werden, hält er das in der Schule geheim. Polly schafft es, sich nicht von Greta provozieren zu lassen und schließt nun doch Freundschaft mit Paul, indem sie ihm ihr eigenes großes Geheimnis verrät. Paul findet es cool, dass sie ein Vampir ist und will alles über Vampire wissen. Dadurch lernt Polly gleichzeitig für die Prüfung, denn die rückt immer näher. Schließlich ist es soweit. Zur Feier des Tages kommt Pollys ganze Familie nach Hamburg. Sogar Leni und die Ponys haben sie dabei. Ihre Eltern begleiten Polly und Winnie zum Wolkenzahn (unter den „Zahnlosen“/Menschen auch als Fernsehturm bekannt), wo der Rat der Vampire tagt. Polly schlägt sich bei der Prüfung wacker, bis Adlerauge hereingeschneit kommt und Polly mitteilt, dass ihr Freund Paul in großer Gefahr ist. Polly zögert keinen Augenblick. Sie bricht die Prüfung ab und eilt zur Rettung!
Eine super witzige, „vegetarische“ Vampirgeschichte, die mich herrlich amüsiert hat!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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