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Mittwoch, 28. Oktober 2015

"Einfach Schicksal"

Was wäre wenn?: "Einfach Schicksal"!

Cat Patrick & Suzanne Young, übersetzt von Anja Malich
Einfach Schicksal
978-3-8466-0010-8
One Verlag (Lübbe)
Alter: 14+

Seit der Trennung ihrer Eltern ist Carolines Großmutter für sie der Fels in der Brandung. Jetzt liegt die Großmutter nach einem Schlaganfall im Krankenhaus. Gerade hat sie sich von einer Chemotherapie erholt, doch nun sagen die Ärzte, dass der Krebs gestreut hat, unter anderem ist das Gehirn betroffen, daher der Schlaganfall, und dass ihr nur noch wenig Zeit bleibt. Um es ihr so angenehm wie möglich zu machen, wird sie in ein Hospiz verlegt. Carolines ältere Schwester Natalie kritisiert sie ständig und meint, sie sei selbstsüchtig. Da ruft Carolines beste Freundin Simone an und lädt sie zu einer coolen College-Party ein. Wie wird Caroline sich entscheiden?
a) Caroline bleibt bei ihrer Großmutter: Sie hat die Chance, sich zu verabschieden, und Oma gibt ihr noch wertvolle Lebenstipps auf den Weg. Caroline weint nicht. Sie versöhnt sich mit dem Rest der Familie und zieht wieder zur Mutter, weil Omas Haus verkauft wird. Vorher wohnte sie dort. Sie stand mit im Alter von Zwölf Jahren vor der Tür auf der Flucht vor dem Rosenkrieg der Eltern und blieb. Caroline ist verknallt in Joel, obwohl der mit Lauren geht. Es kommt dennoch zu einem Kuss! Nutzt er die Situation nur aus? Er will mit Lauren angeblich Schluss machen. Er und Caroline haben ein Date und küssen sich heimlich in der Schule. Er will die Beziehung aber nicht öffentlich machen. Ist wirklich Schluss mit Lauren? An Halloween verliert Caroline die Kette von Oma, die sie vor Natalie verheimlicht hat, weil sie sie behalten wollte. Auf einer Party geht ihre Beziehung mit Joel von Null auf 100. Sie knutschen in der Öffentlichkeit, und er bekennt sich endlich zu ihr. Sie haben Sex, doch sie bereut es hinterher und begreift, es war nur Schwärmerei und nicht Liebe. Sie will ihre Jungfräulichkeit und ihr Leben zurück. Omas Tipps fallen ihr wieder ein. Sie besucht ein Konzert ihrer Lieblingsband Electric-Freakshow und trifft dort auf Chris. Sie glaubt ihn schon ewig zu kennen und verlässt das Konzert mit ihm. Doch dann haben die beiden einen Autounfall … .
b) Caroline geht auf die Party: Sie fühlt sich dort jedoch allein unter Freunden und schaut ständig aufs Handy. Sie trifft Chris, doch dann erhält sie einen Anruf. Sie kommt zu spät. Die Oma ist tot, keine Chance für einen Abschied. Caroline weint! Sie bekommt Krach mit ihrer Mutter und Natalie, die ihr Vorwürfe machen und streitet sich mit Simone. Es kommt zum Wiedersehen mit Chris, als sie zu Party zurückfährt, weil nicht weiß wohin sonst. Schließlich zieht zu ihrem Vater, zu dem sie seit Jahren keinen Kontakt hatte, und dessen neuer Frau. Ihr Bruder Teddy geht in der Nähe aufs College, Chris auch. Caroline hat ein Date mit Chris. Die neue Schule ist jedoch ätzend. Sie hat Zickenzoff mit Tricia, deren Freund Aaron sie anbaggert. Sie sagt ihm, sie hat einen Freund. Chris gefällt das. An Halloween gibt ihr Teddy Großmutters Kette. Doch Teddy warnt sie auch vor Chris. Er sei ein Frauenheld. Sie wird von Tricia im Schulklo zusammengeschlagen, aber sagt es Chris nicht, weil sie sich schämt. Dann sieht sie Chris mit einem anderen Mädchen und fühlt sich betrogen. Sie geht mit Freunden auf das Konzert von Electric-Freahshow, auch Joel ist dabei, und Teddy klärt das Missverständnis mit Chris auf. Es kommt zur Versöhnung, doch dann wird Caroline von einem Auto angefahren … .
Das Leben ist schon irgendwie vorherbestimmt, aber das heißt nicht, dass man sein Schicksal nicht auch ändern kann. Eine tolle Story mit „Sliding Doors-Effekt“!

Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 21. Oktober 2015

"Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt"

Isoliert für immer?: "Du neben mir und zwischen und die ganze Welt"!

Nicola Yoon, übersetzt von Simone Wiemken
Du neben mir und zwischen uns die ganze Welt
978-3-7915-2540-2
Dressler Verlag
Alter: 14+

Die achtzehnjährige Madeline leidet unter einem schweren Immundefekt. Ihr ganzes, eintöniges Leben hat sie im Haus verbracht, in ihrem sterilen, weißen Zimmer, durch eine Luftschleuse vor den Gefahren der Außenwelt geschützt. Ihre Mutter, die praktischerweise Ärztin ist, und ihre Privatkrankenschwester Carla kümmern sich rund um die Uhr um sie. Madeline erhält Unterricht via Skype und liest viel. Dann zieht die neue Nachbarfamilie ein. Maddy beobachtet die Neuankömmlinge regelmäßig durchs Fenster, sieht wie der sportliche Olly an der Hauswand Parcours trainiert, der betrunkene und gewalttätige Vater die Mutter auf der Veranda anbrüllt und Tochter Kara heimlich hinter dem Haus raucht. Einmal kommen Olly und seine Schwester mit einem steinharten Gugelhupf vorbei und fragen, ob Maddy raus kommen kann. Kann sie natürlich nicht. Olly schreibt seine Mail-Adresse an sein Fenster und die beiden beginnen, sich zu schreiben und zu chatten. Sie redet jedoch nicht über ihre Krankheit. Sie will kein Mitleid. Er denkt, sie hätte Hausarrest, doch dann erzählt sie ihm schließlich, warum sie sich nach den Ferien nicht in der Schule sehen werden. Schließlich kommt es zu einem ersten persönlichen Treffen in Maddys Wintergarten voller Plastikpflanzen, nach gründlicher Dekontamination und mit ausreichend Abstand natürlich. Das Treffen hat Carla eingefädelt, Maddys Mutter soll davon nichts wissen. Sie warnt Maddy jedoch, dass die Liebe gefährlich sein kann. Olly trägt ausschließlich Schwarz und Maddy ist wie immer ganz in Weiß. Olly besucht sie nun regelmäßig. Er bringt ihr bei, wie man Handstand macht, und es kommt zu einer verbotenen Berührung. Spätestens nach dem ersten, natürlich ebenfalls verbotenen Kuss, wird Maddy klar, sie hat sich verliebt. Eines Tages sieht sie vom Fenster aus, wie Ollys Vater ihn und seine Mutter verprügelt. Ihr Verstand setzt aus und sie rennt nach draußen, um Olly zu helfen. Ihre Mutter ist entsetzt und besorgter denn je. Sie erfährt von den heimlichen Treffen und feuert Carla. Die neue Krankenschwester Janet ist ein ziemlicher Drachen. Da Maddy bis auf weiteres Internetverbot hat, schreiben sie und Olly sich Nachrichten an die Fenster und verständigen sich mit Gesten. Irgendwann hält es Maddy nicht mehr aus. Sie fühlt sich so allein und ist verzweifelt. Nein, sie denkt nicht an Selbstmord. Sie will endlich leben, endlich raus, frei sein, die Welt sehen, natürlich am liebsten alles mit Olly. Heimlich bucht sie einen Flug nach Hawaii. Ihr verstorbener Vater, der zusammen mit Maddys Bruder bei einem Autounfall ums Leben kam, als Maddy noch ein Baby war, liebte Hawaii. Zusammen mit Olly haut sie ab. Nach einem kurzen Besuch bei Carla, die aus allen Wolken fällt, sitzen die beiden im Flieger. Maddy erzählt Olly etwas von experimentellen Tabletten aus dem Internet, die sie angeblich nimmt, damit er sich keine Sorgen macht. Sie checken als Ehepaar im Hotel ein, gehen essen und schnorcheln, genießen das Leben und haben zum ersten Mal Sex, während Maddys Mutter zuhause vor lauter Sorge fast durchdreht. Es kommt, wie es kommen muss. Maddy wird krank, richtig krank. Mit hohem Fieber landet sie in der Notaufnahme. Ihre Mutter spürt sie auf und schleift sie nachhause, wo sie sich erholt. Die Isolation ist für sie jetzt noch schlimmer als zuvor. Sie will nicht mehr leben. Sie will nicht mehr lieben. Ollys Mails werden ungelesen gelöscht. Da trifft eine weitere Mail ein, von der Ärztin, die Maddy auf Hawaii behandelt hat. Und diese Mail verändert alles … .
Ein tolles Buch! Die überraschende Wende am Ende hat mich echt umgehauen!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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https://ravensbuch.de/shop/item/9783791525402

"Solange wir lügen"

Hinter dem schönen Schein: "Solange wir lügen"!

E. Lockhart, übersetzt von Alexandra Rak
Solange wir lügen
978-3-473-40130-7
Ravensburger Verlag
Alter: 12+

Familie Sinclair ist perfekt. Alle sind groß, hellhäutig und blond, selbst die Hunde (Golden Retriever). Ihre Vorfahren kamen mit der Mayflower ins Land. Sie zählen zum alten Geldadel, haben eine eigene Insel und sehen sich als etwas „Besseres“ an. Cadence, die älteste der Enkelinnen von Familienoberhaupt Sinclair denkt jedoch nicht so. Statt Symbole des Wohlstands anzuhäufen, verschenkt sie lieber ihren Besitz an die Bedürftigen. Das blonde Haar hat sie schwarz gefärbt. Ihr ganzes Leben verbrachte sie die Ferien auf der Insel. Im Sommer, als sie acht Jahre alt war, kam zu ihrem gleichaltrigen Cousin Johnny und Cousine Mirren noch Gat als neuer Spielgefährte dazu, der Neffe des neuen Freundes ihrer Tante. Gat ist anders, hat dunkle Haut und gefällt Cady, weil er kein egoistischer Idiot ist. Mit vierzehn verliebt sie sich unsterblich in ihn. Als er im Jahr darauf eine Freundin hat, zerbricht ihr Herz fast, doch die Freundin ist weit weg, und die beiden kommen sich näher und tauschen Küsse auf dem Dachboden. Gat versteht Cady und ihrem Schmerz, als ihr Vater sie verlässt und ihre Großmutter stirbt. Er schweigt nicht alles tot, wie die anderen, sondern redet auch über Probleme. Großvater ist nicht begeistert. Er toleriert den indischstämmigen jungen Mann, den er nie beim Namen nennt, zwar, doch er würde ihn nie als Teil der Familie akzeptieren. Im Sommer, als sie fünfzehn ist, wird Cady halbtot aus der Bucht gefischt, mit einem Schädel-Hirn-Trauma. Noch zwei Jahre später machen ihr die Folgen zu schaffen. Sie leidet unter heftigen Migräne-Attacken, und nicht nur das. Sie kann sich nur noch an Bruchstücke aus diesem Sommer erinnern, vor allem weiß sie nicht mehr, wie es zu diesem „Unfall“ kam. Ihr Zustand macht es ihr unmöglich, den Führerschein zu machen, und sie muss das Schuljahr wiederholen. Im Sommer nach dem Vorfall tourt sie mit ihrem Vater durch Europa. Es ist ihr erster Sommer ohne die Insel. Doch im nächsten Sommer kehrt sie auf die Insel zurück. Die Insel hat sich verändert. Großvater, der seit Großmutters Tod etwas eigenartig ist, hat ein neues Haus bauen lassen, und der Kletterbaum mit der Reifenschaukel ist fort. Mutter verlangt, dass sie sich vor dem Großvater normal und anständig benimmt, immerhin ist sie eine Sinclair und muss immer den schönen Schein wahren. Trotzdem schafft sie es manchmal nicht zum gemeinsamen Abendessen, die Kopfschmerzen und die Medikamente machen sie fertig. Es kursieren Gerüchte in der Familie, sie sei drogensüchtig. Johnny und Mirren haben nie auf ihre Briefe geantwortet. Bei Gat weiß sie auch nicht, woran sie ist. Wird es einen Neuanfang mit ihm geben? Sie versucht herauszufinden, was eigentlich damals geschehen ist. Nach und nach kommen Erinnerungsfetzen zurück. Die perfekte Fassade der Familie bekommt Risse, doch noch sieht Cady nicht das große Ganze. Es gab wohl Streit in der Familie, um Omas Erbe, um dumme Gegenstände und Geld. Immer ging es um Geld. Die Tanten gingen sich gegenseitig an die Gurgel und schickten ihre Kinder vor, um sich beim Großvater einzuschleimen. Alle leben von seinem Geld und sind abhängig von ihm, und er wusste das genau. Er überlegte/drohte, sein Vermögen an Harvard zu stiften. Die Jugendlichen rebellierten. Sie wollten den Palast des Patriarchen zerstören. Cady erinnert sich an ein Feuer. Als das Puzzle in ihrem Kopf endlich vollständig ist, muss sie sich den Geistern der Vergangenheit stellen … .
Ein geniales Buch mit einem echt krassen Ende! Leider leidet es etwas unter der Übersetzung (habe es auch noch im Original gelesen) und unter dem altbackenen Cover.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Was uns bleibt ist jetzt"

Ist das, was wir liebten, für immer verloren?: "Was uns bleibt ist jetzt"!

Meg Wolitzer, übersetzt von Petra Koob-Pawis
Was uns bleibt ist jetzt
978-3-570-16294-1
cbt Verlag
Alter: 14+

Nach dem tragischen Verlust ihrer großen Liebe Reeve kommt Jam nach Wooden Barn, einem Internat für traumatisierte Jugendliche. Sie wird als einer von fünf Schülern für einen ganz besonderen Literaturkurs ausgewählt. Ihre Zimmergenossin DJ platzt vor Neid, denn dieser Kurs ist legendär. Er gleicht einem Geheimbund, und keiner der ehemaligen Teilnehmer verrät, was dort vor sich geht. Die ältere Lehrerin Mrs. Quenell verkündet gleich zu Anfang, dass dies der letzte Kurs überhaupt sein wird, da sie beabsichtigt, danach in den Ruhestand zu gehen. Es wird pro Kurs immer nur ein einziger Autor gelesen, diesmal ist es Sylvia Plath. Los geht es mit „Die Glasglocke“/“The Bell Jar“. Einige Kursteilnehmer wundern sich, dass man labilen Teenagern ein autobiografisches Werk einer depressiven Autorin, die sich letztendlich das Leben genommen hat, zu lesen gibt. Sie müssen jedoch nicht nur lesen. Mrs. Quenell teilt Tagebücher aus, in die sie ihre Gedanken und Gefühle notieren sollen. Am Ende des Kurses wird sie diese einsammeln, sie jedoch nicht lesen. Nach einer anfänglichen Schreibblockade macht Jam ihren ersten Eintrag. Sie schreibt über Reeve, und plötzlich ist er da, also wirklich da, und nimmt sie in die Arme. Nur ein Traum? Nach diesem Erlebnis sieht Jam, dass in dem Buch die komplette Geschichte steht, wie sie Reeve kennengelernt hat, nur kann sie sich nicht erinnern, das aufgeschrieben zu haben. Die anderen aus dem Literaturkurs haben ähnliche Erlebnisse. Plötzlich haben sie etwas oder jemanden zurück, den oder das sie verloren glaubten. Sie treffen sich heimlich, und gemeinsam reden sie über das Erlebte und erzählen sich gegenseitig ihre Lebensgeschichten, die sie nach Wooden Barn führten. Sierras jüngerer Bruder André ist spurlos verschwunden, und die Polizei hat die Suche nach drei Jahren aufgegeben. Sierra macht die Ungewissheit krank. Casey lebte in einer reichen und glücklichen Familie, doch ihre Mutter trank gelegentlich etwas zu viel. Sie war stockbesoffen, als sie sich an jenem verhängnisvollen Tag, der Casey in den Rollstuhl brachte, hinters Steuer setze. Marc entdeckte auf dem Laptop seines Vaters, der ihm immer ein Vorbild war, einen Porno, in dem der Vater die Hauptrolle spielte. Als er ihn und seine nichtsahnende Mutter damit konfrontiert, zerbricht die Familie. Griffin schweigt. Diese andere Realität, in der sie das Vergangene festhalten können, nennen die fünf Jugendlichen „Belzhar“ (abgeleitet von „Bell Jar“). Sie beschließen, sich regelmäßig zu treffen, und immer nur zweimal pro Woche nach „Belzhar“ zu gehen. Sie wissen, dass die Tagebücher irgendwann vollgeschrieben sein werden. Wird dann alles vorbei sein? Weiß Mrs. Quenell eigentlich um das Geheimnis der Tagebücher? Im Kurs analysieren sie die Gedichte von Sylvia Plath und reden nicht über „Belzhar“. Als ein Schneesturm an Thanksgiving verhindert, dass Jam nachhause zu ihrer Familie fahren kann, bietet ihr Griffin an, die Feiertage bei seiner Familie, die eine Ziegenkäse-Farm in der Nähe besitzt, zu verbringen. Sie leistet dort nicht nur überraschend Geburtshilfe bei einer Ziege, sondern hört auch endlich Griffins Geschichte. Als Griffin einmal mit einem Kumpel im Stall gekifft hat, brach ein Feuer aus, und alle Ziegen starben. Jam und Griffin kommen sich näher, küssen sich sogar. Ist das in Ordnung? Ist das nicht so, als würde sie Reeve betrügen, Reeve, der in „Belzhar“ auf sie wartet? Irgendwann kommt der Tag, an dem Jam zum letzten Mal nach „Belzhar“ gehen und sich ihrer Vergangenheit stellen muss … .
Ein fantastisches und außergewöhnliches Buch, das mich total begeistert hat!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 14. Oktober 2015

"Changers 2 - Oryon"

Und wer bist Du heute?: "Changers 2 - Oryon"!

T. Cooper und Allison Glock, übersetzt von Manuela Knetsch
Changers 2 – Oryon
978-3-440-14363-6
Kosmos Verlag
Alter: 14+

Ein neues Schuljahr, eine neue Identität: Eben war er noch das Mädchen Drew Staifer, nun ist er der farbige Junge Oryon Small. Was für eine Umstellung! Nur seinem treuen Pitbull Snoopy scheint der Wechsel nichts auszumachen. Betreuerin Tracy ist wieder (oder immer noch) für Ethan/Drew/Oryon zuständig. Oryon soll das Pflegekind seiner eigentlich leiblichen Eltern mimen, um nicht aufzufallen. Die „neue“ Schule kennt er ja schon aus dem letzten Jahr, aber niemand erkennt ihn wieder, nicht einmal Audrey, die er als Drew liebte (und immer noch liebt). Er darf sich ihr leider nicht zu erkennen geben. Außerdem trifft er Chase wieder, der im Secondhandshop arbeitet, wo Oryon „Drews“ alte Klamotten verkauft. Chase ist jetzt ein Muskelprotz und hat verbotenerweise seinen Namen beibehalten. Wieder versucht er, Oryon für seine radikale Gruppe zu gewinnen. Er scheißt eben auf die Regeln. Auch Oryon tut sich mit den Regeln etwas schwer. Heimlich schreibt er Audrey (als Drew!) Mails und erzählt, Drews Eltern seien in Schwierigkeiten geraten, und sie mussten ganz plötzlich die Stadt verlassen. Als Oryon kommt er jedoch bei Audrey nicht so recht an. Es ist generell schwierig an der Schule. Schwarz zu sein sollte heutzutage kein Nachteil mehr sein, ist es aber doch. Um Audrey nahe zu sein, macht er bei der Schülerzeitung mit. Beim Footballtraining wird er von Jason (Ihr erinnert euch: Audreys fieser Bruder, der zu den Getreuen gehört und ihn als Drew beinahe vergewaltigt hätte) übel gefoult. Jason kann nicht wissen, dass Oryon ein Changer ist. Wahrscheinlich ist er auch noch ein Rassist (oder einfach nur doof). Oryon hängt viel mit DJ und seinen (schwarzen) Freunden herum. Er skatet auch wieder, wie früher als Ethan, was er als Drew nicht drauf hatte. Ein Junge zu sein hat einige Vorteile. Man muss sich keine Gedanken machen, was andere von der Figur, der Frisur oder den neuen Schuhen halten. Oryon leidet jedoch unter der, angeblich längst abgeschafften, Rassentrennung. Sein Vater heuchelt Verständnis für Oryons Probleme, denn er war selber mal ein afroamerikanisches Mädchen, jedoch nicht mutig genug, diese Identität für die Ewigkeit zu wählen. Seine Mutter meint, dass nur das Innere zählt. War sie je auf einer Highschool? Die Changers-Bibel ist auch keine Hilfe, und Betreuerin Tracy ist beschäftigt. Tracy geht nämlich mit einem seinem Lehrer, Mr. Crowell, Igitt! Oryon knutscht mit Kenya auf einer Party, ohne wirklich was zu fühlen. Ein Fehler, denn daher lehnt Audrey ein Date mit ihm ab. Sie denkt, die beiden seien zusammen. Es gibt einen Vorfall mit Snoopy auf der Hundewiese. Obwohl er friedlich und total harmlos ist, haben die anderen Hundebesitzer plötzlich Angst vor ihm. Ist ja klar: Pitbull + Schwarzer Junge = Gefahr! bissiger Kampfhund!, Pitbull + süßes weißes Mädchen (Drew) = Ach wie niedlich! Was ist das denn für einer?! Diese Haltung irritiert nicht nur Snoopy. Erneut wird Oryon beim Football von Jason verletzt und landet mit einem fetten Bänderriss im Krankenhaus. Die Saison ist für ihn gelaufen. Immerhin bringt ihm das ein „Mitleidsdate“ mit Audrey ein. Ein weiteres Date folgt, obwohl er doch eigentlich den Kontakt mit ihr vermeiden soll. Dann wird er unschuldig wegen Diebstahl im Supermarkt verhaftet und verpasst das nächste Date. Als seine Eltern nach Florida fahren, um sich um seine demente Oma zu kümmern, die gestürzt ist, hat Oryon sturmfreie Bude und lädt Audrey ein. Alles läuft gut, bis sie bei ihm das Armband findet, das sie einst Drew geschenkt hatte … .
Geniale Fortsetzung, aber das Ende ist die reinste Folter! Ich lechze nach Band 3!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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