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Mittwoch, 21. Januar 2015

"Nashville oder das Wolfsspiel"

Stell Dir mal vor, Du findest ein fremdes Kind in Deinem Schrank ... : "Nashville oder das Wolfsspiel"!

Antonia Michaelis
Nashville oder das Wolfsspiel
978-3-7891-4275-8
Oetinger Verlag
Alter: 14+

Die achtzehnjährige Svenja aus Leipzig wird in Tübingen im 2. Semester Medizin studieren. Als sie ihre neue Wohnung bezieht, findet sie ein Kind im Küchenschrank, einen stummen Junge von ca. 9-11 Jahren. Auf seinem T-Shirt steht „Nashville“, also nennt sie ihn so. Zunächst will sie wegen ihm zur Polizei gehen, aber lässt es dann doch sein. Sie verpasst ihre erste Vorlesung und kommt zu spät zum Anatomiekurs. Anfangs fragt sie sich, ob der Junge echt ist, da er immer wieder verschwindet. Nashville hatte einen alten Lappen bei sich, den Svenja sich unter dem Mikroskop betrachtet und Spuren von Blut entdeckt, und er hatte ein Büschel Haare in der Hand. Was ist passiert? Eine Google-Suche nach einem vermisstem Kind, auf das seine Beschreibung passt, bleibt erfolglos. Nashville schläft am liebsten unter dem Bett oder sitzt unter dem Tisch. Unter der Dusche rastet er beim Haare waschen aus und flieht panisch auf den Schrank. Svenja versucht, ihn zum Sozialamt zu bringen, doch er läuft ihr weg. Sie lernt außer dem merkwürdigen Jungen noch viele andere neue Leute in Tübingen kennen. Ihr Tutor Nils ist sehr nett, der junge HNO-Arzt Gunnar Holzen hilft ihr bei Problemen mit ihrer Fahrradkette und dann sind da noch ihr Kommilitone Friedel und die leicht durchgeknallte Kunsthistorik-Studentin Katleen. Svenja kümmert sich um Nashville, so gut es geht. Sie besorgt ihm Essen, neue Jeans und Malstifte. Nashville malt sehr gern und auch sehr gut. Einmal malt er einen Arm mit allen Arterien und Venen, genau wie in Svenjas Lehrbuch. Gunnar, in den sich Svenja verknallt hat, hilft ihr beim Lernen. Svenja und Nashville sind eines Tages im Supermarkt, und Nashville will unbedingt eine Konservendose kaufen und diese dann an einen Obdachlosen verschenken. Dabei begegnen sie Friedel, der Svenja zu einer Party in dem besetztem Haus einlädt, in dem er wohnt. Auch Nashville taucht dann plötzlich auf dieser Party auf. Ein Penner im Park spricht Svenja an: „Sie ist seit 2 Wochen verschwunden. Warum spricht der Kleine nicht mehr?“. Was meint er damit? Svenja folgt Nashville nachts heimlich nach draußen und glaubt, eine Frauenstimme und ein Wimmern zu hören. Friedel kann Nashville gut leiden und will ihm Lesen und Schreiben beibringen. Sie fangen beim Buchstaben N an und arbeiten sich dann langsam durch Nashvilles Namen und das restliche Alphabet. Nashville schreibt die ganze Wand voll. Svenja lernt auch Friedels Mitbewohner kennen, Thierry und „Kater Carlo“, der in Thierry verknallt ist. Friedel hat sich in Svenja verliebt und die mag ihn auch, steht aber mehr auf Gunnar. Svenja ist daher total enttäuscht, als sie in einem Café Gunnars Verlobte Julietta kennenlernt. Gunnar und Friedel sind die Einzigen, denen Svenja von Nashville erzählt hat. Auf einem Konzert küsst Svenja Nils, und Friedel ist eifersüchtig. Nach dem Konzert schläft sie dann mit Friedel. Wer ebenfalls in Svenja verliebt ist, ist Nashville. Er bastelt ihr einen „Spickzettel“, indem er ihren kompletten Laborkittel beschriftet. In der Zeitung erscheint ein Artikel über eine tote Obdachlose im Wald. Kurz darauf sieht Svenja Nashville zusammen mit einer Gruppe Obdachloser, dem Zugflüsterer, dem Jungen-zwischen-den-Zeilen und Nancy. Sie macht sich Gedanken. Stammen die Locke, das Tuch und das Akkordeon, das Nashville kürzlich anschleppte, von der Leiche? War er da immer nachts? Bei einer Begegnung mit dem Jungen-zwischen-den-Zeilen in einer Kneipe erzählt dieser Svenja von einer Obdachlosen, die sich Sirja, die Löwin, nannte. Sirja hatte einen Sohn. Hat Nashville den Mord an seiner Mutter beobachtet? Svenja ist voller Sorge, als der Junge plötzlich krank wird und hohes Fieber bekommt. Doch plötzlich, nachdem es ihm wieder besser geht, beginnt Nashville zu sprechen. Svenja gegenüber behauptet er, er sei bereits 13 Jahre alt. Er scheint ganz normal zu sein, bis er total ausrastet, als er sieht, wie Katleen eine Limette schneidet und durchs Fenster aufs Dach türmt. Hat ihn das Messer so in Panik versetzt? Dann ist er wieder ganz o.k., picknickt mit Svenja und Friedel und zeigt den beiden einen besonders schönen Platz. Svenja fühlt sich allerdings in letzter Zeit verfolgt, und im Park wird ein weitere Leiche entdeckt. Wieder ein Obdachloser, der Zugflüsterer, die Kehle durchgeschnitten, wie bei Sirja! Svenja wird das alles zu viel und sie bittet ihre Mutter, sie zu besuchen. Die kommt gerne und bewundert ihre Tochter für ihr Engagement gegenüber Nashville. Sie versteht sich auch prima mit dem Jungen. Einmal, als Svenja von der Uni nachhause kommt, stehen Nashville und ihre Mutter im Küchenschrank Kopf. Doch bald darauf macht Nashville Ärger. Er klaut Messer, die er zu sammeln scheint und vertickt Svenjas Zigaretten an Schüler. Noch dazu wird Svenja die Wohnung gekündigt, da sie renoviert werden soll. Wo sollen sie jetzt hin? Nashville will nicht in irgendein Wohnheim. Svenja verhaut eine Anatomie-Prüfung, weil sie plötzlich Paranoia bekommt und unbedingt das Gesicht der Leiche sehen will. Friedel fällt auch durch. Bei ihm kommen Svenja und Nashville letztlich unter. Dann wird Nancy angegriffen, doch sie will weder in ein Krankenhaus, noch zur Polizei, also holt Svenja Gunnar zu Hilfe. Nashville möchte Svenja etwas Schönes zum Geburtstag schenken, also klaut er und wird dafür von ein paar älteren Jungs verprügelt. Svenjas Vater kommt zu Besuch und scheint sich in dem besetzten Haus recht wohl zu fühlen. Eines Tages spielen alle zusammen das Wolfsspiel, ein Party-Spiel, indem man in „Mörder“ und „Opfer“ eingeteilt wird und dann raten muss, wer der „Mörder/Wolf“ ist. Doch wer verbirgt sich hinter dem „Wolf“, der wirklich da draußen mordet. Der Junge-zwischen-den-Zeilen ist das nächste Opfer. Das besetzte Haus wird geräumt und Svenja landet mit Nashville unter der Brücke. Er beschließt den Mörder anzulocken, indem er sich selbst als Köder anbietet. Sie leben 8 Tage lang auf der Straße. Svenjas Geld und Handy werden geklaut, doch dann erscheint Gunnar, als Retter in der Not. Er nimmt die beiden bei sich auf und will auch bei der Suche nach dem Mörder helfen. Dann ist Nashville plötzlich verschwunden. Ist er dem Mörder in die Hände gefallen? Wer ist der Mörder? Und was hat der Geruch von Limetten mit alldem zu tun?
Hochspannung bis zum Schluss! Ich wollte unbedingt wissen, wer von den vielen Verdächtigen jetzt der Mörder ist. Die Story kam mir zwar anfangs etwas strange vor, ist aber unglaublich packend geschrieben, typisch Antonia Michaelis eben!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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http://www.ravensbuch.de/shop/item/9783789142758

Mittwoch, 14. Januar 2015

"Hilary und der fast ganz ehrbare Club der Piraten - Der magische Schatz"

Heute gibt es mal Lesefutter nur für Mädchen! Ob Piratin oder Topmodel, hier ist für jede was dabei!

Los geht es mit einer wilden Piratengeschichte: "Hilary und der fast ganz ehrbare Club der Piraten - Der magische Schatz"!

Caroline Carlson, übersetzt von Karen Gerwig
Hilary und der fast ganz ehrbare Club der Piraten – Der magische Schatz
978-3-451-71222-7
Kerle (Herder Verlag)
Alter: 10+

Hilary Westfield träumt davon, Piratin zu werden. Ihr Lieblingsbuch ist „Die Schatzinsel“. Leider hält ihr Vater nichts davon und auch die Piraten des FGECP weigern sich, ein Mädchen aufzunehmen, trotz ihres Talents im Knotenknüpfen und Wassertreten. Sie muss stattdessen in Miss Pimms Mädcheninternat, wo sie Sticken, Walzer und Wasserballett lernen soll, um ein tugendhaftes Mitglied der High Society zu werden. Ihr einziger Freund ist der magische Wasserspeier an der Hauswand, der das Haus beschützen soll. Hilarys Vater, der Admiral bei der Marine ist und Piraten verachtet, wird mittels Magie ein wichtiges Dokument gestohlen. Doch er ist nicht das einzige Diebstahl-Opfer. Überall verschwinden magische Gegenstände. Früher gab es überall Magie, bzw. Dinge, die aus magischem Erz bestehen, das wie Gold aussieht und noch wertvoller ist. Doch eine Zauberin, die vor langer Zeit verschwand, hat sie alle eingesammelt und versteckt. Nur die Reichen besitzen noch vereinzelt magische Gegenstände. Als Hilary auf dem Weg ins Internat, mit dem Wasserspeier im Gepäck, aus dem Zug türmen will, hat sie eine merkwürdige Begegnung mit zwei kostümierten Gestalten. Leider missglückt die Flucht, und Hilary wird von ihrer Gouvernante Miss Eloise Greyson im Internat abgesetzt. Die möchte, nachdem sie jetzt als Gouvernante nicht mehr benötigt wird, irgendwo eine eigene Buchhandlung eröffnen und reist weiter. Im Internat ist es schrecklich. Hilarys ältere Mitschülerin Philomena ist gemeiner als jeder Pirat. Vor allem auf Hilarys Zimmergenossin Claire Dupree, deren Eltern einfache Fischhändler sind, hat sie es abgesehen. Sie ärgert sie im Speisesaal mit Hilfe von Magie, doch aus welchem Gegenstand bezieht sie diese? Der Unterricht besteht aus Fächern wie „Handschrift“, „Etikette“ und „in Ohnmacht fallen“. Hilary nutzt den ersten freien Nachmittag zur Flucht und bewirbt sich in der Stadt als Pirat bei dem Piratenkapitän Jasper Fletcher. Der hat keinen Papagei, wie andere Piraten, sondern einen Wellensittich namens Fitzwilliam und sein Piratenschiff heißt „Taube“. Hilary bekommt den Job. Doch warum wählt er gerade sie aus einer langen Schlange von Bewerbern aus? Auch an Bord ist Charlie, und er und Fletcher sind ganz klar die beiden verkleideten Gestalten aus dem Zug. Außerdem ist noch Oliver da, ein Marinekadett, der für ihren Vater spionieren soll. Hoffentlich verrät er nicht, wer sie wirklich ist, denn sie hat als Hilary Smith angeheuert. Plötzlich taucht auch noch ihre Gouvernante auf und will ebenfalls mit. Jasper scheint sie zu mögen. Der Wasserspeier darf die Gallionsfigur spielen. Los geht es auf Schatzsuche, und ausgerechnet Hilary soll die mysteriöse Schatzkarte knacken. Die ist übrigens das Dokument, das ihrem Vater gestohlen wurde. Sie findet heraus, dass man die Karte über Feuer halten muss, um sie zu lesen. Ihre Gouvernante bügelt sie deswegen. An Bord der „Taube“ bringt ihr Charlie Schwertkampf bei, damit sie eine richtige Piratin wird. Unterdessen ist ihr Vater mit dem schnellstem Schiff der königlichen Marine unterwegs, um sie abzufangen. Als sie an Land gehen, vernichtet Hilary die Suchplakate mit ihrem Bild, die dort überall hängen. Außerdem verkleiden sich die Piraten als Rübenhändler, das Schiff als Gemüsefrachter und Oliver als Rübe. Sie müssen schnell nach Gunpowder Island, wo der Schatz der Zauberin versteckt sein soll. Leider geht ihr Plan nicht auf. Sie werden geentert und es kommt zum Kampf. Danach ist die Karte weg und Oliver ebenfalls. Wie sollen sie nur ohne Karte den Schatz finden? Waren es nun 90 Schritte von der Statue und 50 auf die Esche zu oder umgekehrt? Miss Grayson besitzt einen magischen Gegenstand, mit dem sie das Schiff beschleunigt, damit sie noch rechtzeitig ankommen, doch als sie den Schatz finden, ist die Truhe leer. Dann landet Internatsleiterin Miss Pimm mit ihren Schülerinnen mit dem Schiff „Das tanzende Schaf“ auf der Insel. Hinter Miss Pimm steckt mehr, als alle vermuten. Die Piraten werden wegen Diebstahls magischer Gegenstände verhaftet und landen im Kerker, wo sich Miss Greyson in Jasper Fletcher verliebt. Doch sie sind unschuldig. Ein anderer ist der Dieb. Der will alle Magie und damit alle Macht für sich, um Regent zu werden und nicht mehr der Königin dienen zu müssen. Jaspers Plan war es, den Leuten die Magie zurückzugeben. Er wollte sich nicht für sich. Hilary versucht, das zu erklären, doch niemand glaubt ihr, dass Jasper unschuldig ist. Sie soll zurück ins Internat, doch sie muss den echten Schatz finden, der ganz in der Nähe sein muss. Der Wasserspeier wittert Magie. Sie sind auf der richtigen Spur. Werden sie den Schatz finden? Wird Miss Pimm einsehen, das Jasper unschuldig ist? Wird der wahre Schurke enttarnt? Zum Schluss gibt es jedenfalls eine große Piratenhochzeit.
Eine spannende Piratengeschichte für Mädchen, die zusätzlich zu einem großen Abenteuer auch noch ein wenig Magie im Gepäck hat. Anfangs konnte ich mich mit den Fantasy-Elementen nicht so ganz anfreunden, da ich mit einer reinen Piraten-Story gerechnet hatte, aber nach und nach gefiel es mir immer besser. Besonders cool fand ich den Wasserspeier. Das Ende der Story schreit übrigens nach der Fortsetzung, denn das Abenteuer ist noch lange nicht vorbei. Zum Glück kommt Band 2, „Der Schrecken des Südens“ schon im Februar.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Harriet - Versehentlich berühmt - Mode ist ein glitzernder Goldfisch"

Model wider Willen: "Harriet - Versehentlich berühmt - Mode ist ein glitzernder Goldfisch"!

Holly Smale, übersetzt von Elvira Willems
Harriet – Versehentlich berühmt – Mode ist ein glitzernder Goldfisch
978-3-401-06880-0
Arena Verlag
Alter: 11+

Harriet ist ein totaler Nerd, eine Streberin von der Sorte, die immer ein Lexikon auf dem Nachttisch liegen hat, damit sie Wörter wie „Uncool“ nachschlagen können. Außerdem versteckt sie sich häufig unter Tischen. Mit Mode und Glitzerkram kann sie nichts anfangen, im Gegensatz zu Ihrer besten Freundin Nat (Natalie), die Model werden möchte, seit sie sieben Jahre alt war. Nat ist es auch, die Harriet beim Schulausflug nach Birmingham auf die Mode-Messe mitschleift. Leider werden die beiden Freundinnen vorher im Bus von Toby (auch so ein Nerd) vollgekotzt und müssen ihre Kleider gegen von den Jungs geliehene Fußballtrikots austauschen. Harriet fühlt sich auf der Messe wie ein Eisbär im Regenwald. Ungeschickt stößt sie einen Hutstand um, was wiederum mehrere andere Stände ebenfalls zum Einsturz bringt. Das Ergebnis: 3000 Pfund Schaden, das sind 11,1 Jahre Taschengeld! Auf der Flucht wird Harriet von einem Modelscout „entdeckt“. Sie fürchtet Nats Zorn und flüchtet unter den nächstbesten Tisch, wo sie den netten Jungen Nick trifft. Später gibt es dennoch Streit mit Nat, die leider nicht „entdeckt“ wurde. Auch in der Schule gibt es Zoff. Harriet wird von Alexa gedemütigt und im Englischunterricht als Streberin beschimpft. Dann ruft tatsächlich Modelscout Wilbur an und lädt Harriet ein. Ihr Vater, der gerade ziemliche Probleme in seinem Job hat, ist begeistert. Seine Tochter, ein Model! Stiefmutter Annabelle hält hingegen nichts davon. Dennoch fahren sie alle zusammen hin. Harriet wird von Annabelle vorher in ein Kostüm gesteckt, in dem sie wie eine Anwältin aussieht, also genau wie Annabelle selbst. Wilbur ist begeistert. Während ihre Eltern streiten, schubst er Harriet in einen Raum, in dem die weltberühmte Designerin Yuka wartet. Harriet macht ihr klar, Mode, das seien für sie nur „Klamotten“ und Yuka will sie trotzdem oder gerade deswegen für ihre neue Kollektion und engagiert sie vom Fleck weg. Demnächst soll sie zum Shooting nach Moskau fliegen. Vorher passiert aber noch einiges. „Stalker“ Toby folgt Harriet in den Waschsalon und sie erfährt, dass Nat der fiesen Alexa den Zopf abgeschnitten hat, weil Alexa so fies zu Harriet war. Das schreit nach Zickenkrieg. Harriet fährt heimlich mit ihrem Vater zum Flughafen. Ihrer Stiefmutter haben sie nicht erzählt, dass sie nach Moskau fliegen. Im Flugzeug stellt Harriet fest, dass sie einen gigantischen Pickel hat, dem ihr Vater spontan den Namen Bob gibt und sie fühlt sich wie ein Einhorn. In Moskau trifft sie Nick wieder, der ein männliches Model ist und außerdem ihr Partner bei dem Shooting. Wilbur schickt sie zum Aufhübschen, und mit neuer Frisur und Make-Up erkennt sie sich im Spiegel kaum wieder. Sie bekommt einen schicken Mantel, sexy Unterwäsche und High-Heels, in denen sie nicht laufen kann, auch nicht, als ihr Vater sie stützt. Schließlich muss sie von Wilbur mit einem Rollstuhl zum Shooting gekarrt werden, da ihre Supermarktturnschuhe für ihn keine Alternative sind. Das Fotoshooting findet im Schnee statt, zusammen mit Nick und der kleinen Monsterkatze Gary. Harriet muss ihre Schuhe ausziehen und hüpfen. Danach reist Nick leider ab, da er einen neuen Auftrag hat, wohingegen Harriet am Abend bei einer Modenschau laufen soll. Sie bekommt ein goldenes Kleid und (zum Glück) flache Schuhe. Leider hat sie nur 20 Minuten Zeit, um das Laufen zu üben (wenn man von dem Üben in Nats Garten als sie 9 Jahre alt waren und Laufsteg spielten, mal absieht). Die russischen Models sind gehässig zu ihr und die fiese Shola legt sie rein, so dass sie in die falsche Richtung läuft und dadurch Fleur, ein anderes Model, zu Fall bringt. Zu Hause in England gibt es richtig Ärger. Annabelle ist mit Sack, Pack und Katze ausgezogen, weil sie die Lügen von Harriets Vater nicht mehr erträgt. Außerdem ist sie schwanger und war deshalb in letzter Zeit so komisch drauf. Die gemeine Alexa hat Nat einen Zeitungsartikel mit einem Bild von Harriet als Model in den Briefkasten geworfen und Nat ist stinksauer, vor allem weil Harriet behauptet hat, dass sie krank wäre und deshalb nicht in der Schule war. Alle hassen sie, außer „Stalker“ Toby, der mit einem Fernglas in einem Busch vor ihrem Haus hockt. Der arme Kerl sucht einfach verzweifelt ein gleichgesinntes „uncooles“ Wesen. Sie redet in der Kanzlei mit Annabelle und auch ihr Vater tut alles, um sie zurückzugewinnen. Schließlich kommt es im Waschsalon zur Versöhnung. Harriet will nicht mehr modeln, doch Wilbur sagt, sie hätten einen Vertrag. Mit Hilfe von Toby versöhnt sich Harriet mit Nat und sie sind wieder Freundinnen. Harriet soll in der Fernsehshow „WakeUp UK“ auftreten, doch im Interview sagt sie ihre eigene Meinung, nicht das, was ihr Yuka per Kopfhörer zuflüstert. Außer Wilbur (mit pinkem Zylinder) ist auch noch Nick in der Show. Und Nick scheint Harriet so zu mögen, wie sie ist … .
Uncool ist das neue Cool! Die Autorin stolperte selbst als unbeholfene und schüchterne Streberin durchs Leben, bevor sie mit 15 als Model entdeckt wurde. Mit ihrem Buch sagt sie allen Mädchen, die vom Modeln träumen (oder auch nicht): Sei einfach Du selbst! Außerdem ist Harriet eine sympathische Anti-Heldin, die man einfach ins Herz. Weiter geht es übrigens mit ihrem zweiten Abenteuer: „Ein Kolibri auf dem Catwalk“.
Viel Spaß beim lesen!!!

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"Hallo Opa - Liebe Mirjam"

Eine etwas andere Brieffreundschaft: "Hallo Opa - Liebe Mirjam"!

Peter Härtling
Hallo Opa - Liebe Mirjam – Eine Geschichte in E-Mails
978-3-407-82039-6
Beltz Verlag
Alter: 8+

Mit ihrem Opa hat die 14-jährige Mirjam wirklich Glück. Nicht nur, dass er ein toller Opa ist, er ist auch noch so was wie ihr e-Mail-Freund. Der beinahe 80-Jährige ist zwar, was die ganze moderne Technik angeht, nicht immer ganz up-to-date (immerhin hat er einen PC und weiß, was eine e-Mail ist ;-) ), tut aber sein Bestes, um seiner Enkelin mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Die hat zur Zeit ganz schöne Probleme in der Schule und Zoff mit den Eltern, die sie nicht verstehen. Der Opa, der hört wenigstens zu. Trotzdem findet es Mirjam nicht so toll und wird sogar richtig sauer, als er sich in ihre „Facebook-Angelegenheiten“ einmischt und mit ihrer Mutter darüber redet. Sie meint, davon hätte er doch keine Ahnung. Manchmal antwortet der Opa nicht gleich und manchmal drückt er sich auch etwas altmodisch aus. Er erzählt viel von früher und beruhigt Mirjam damit, dass er und die Oma auch mal pubertierten. Ansonsten ist er eher zurückhaltend und findet es gar nicht gut, wenn Mirjam auf Facebook so offen ist und alles über sich preisgibt. Was 60 Freunde dort bedeuten, ist ihm nicht so wirklich klar, aber mit richtigen und falschen Freunden kennt er sich aus, das hat ihn das Leben gelehrt. Mirjam wird auf Facebook so richtig übel gemobbt von ihren angeblichen Freunden. Es geht so weit, dass sie schließlich die Schule wechselt, um neu anzufangen. Der Opa erzählt ihr, wie schwer es ihm damals gefallen ist, als Flüchtlingsjunge Freunde zu finden. Leider geht es Opa in letzter Zeit nicht so gut. Er leidet unter Atemnot und fürchtet, Wasser in der Lunge zu haben. Mirjam jammert indessen über ihre schlechten Noten und die fiesen Lehrer. Zu den Thema hat Opa auch einiges zu sagen. Er erzählt von seinem „Nazi-Lehrer“, damals, als die Lehrer noch prügeln durften. Opas 79. Geburtstag feiert die ganze Familie zusammen in Portugal. Nach dem sie wieder zuhause sind, geht es ihm wieder schlechter. Auch Mirjam geht es nicht gut. Sie hat wieder Facebook-Ärger und prügelt sich in der Schule. Opa sagt, sie soll das blöde Facebook endlich verlassen. Dann kommt lange keine Mail von Opa. Er antwortet einfach nicht mehr. Mirjam erfährt, dass er zur Kur in einer Klinik ist. Sie macht sich große Sorgen um ihn. Schwester Gudrun von der Klinik am Ried mailt ihr und schreibt, dass es dem Opa sehr schlecht ginge. Bald darauf erreicht Mirjam eine traurige Nachricht: Ihr Opa ist gestorben! Mirjam ist sehr traurig und vermisst ihn, und sie schreibt ihm weiterhin e-Mails … .
Das komplette Buch besteht ausschließlich aus e-Mails, sozusagen ein moderner Briefroman. Das ist eigentlich eine tolle Idee und einfach mal was anderes. Auch als Opa stirbt, schreibt Mirjam weiter, weil ihr das guttut, obwohl ihre Mutter das bedenklich findet und es ihr verbietet. So einen Opa wie den von Mirjam hätte ich auch gern gehabt. Der ist mir beim Lesen richtig ans Herz gewachsen. Leider hatte ich nie einen Opa :-(. Mit der Figur der Mirjam wurde ich allerdings nicht so richtig warm. Habe für die Rezension noch mal im Klappentext nachgeschaut, wie alt sie denn eigentlich ist und dachte mir dann nur: Die soll wirklich 14 sein? Die kam mir beim Lesen viel jünger und vor allem viel kindischer vor. Meistens benimmt sie sich eher wie eine naive 10-Jährige. Angeblich ist das Buch ja für Leser von 7-14 Jahren. Weil es so dünn ist oder was? Themen und Alter passen da irgendwie nicht zusammen. Welche(r) 7- oder 8-Jährige interessiert sich wohl für Mirjams Facebook-Problem-Gejammer? Oft ist Mirjam mir beim Lesen einfach nur tierisch auf die Nerven gegangen. Zum Glück gibt es da noch den Opa. Der reißt es echt raus und macht das Buch lesenswert.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 7. Januar 2015

"Sonnentochter - Das Lied der Seide"

Ich wünsche Euch allen ein fantastisches neues Jahr! Passend dazu gehen auch meine heutigen Buchtipps in die Ecke "Fantasy". Viel Spaß beim Lesen!

Los geht es mit: "Sonnentochter - Das Lied der Seide"!

Sheila Rance, übersetzt von Petra Koob-Pawis
Sonnentochter – Das Lied der Seide (Band 1)
978-3-570-15756-5
cbj Verlag
Alter: 11+

Die rothaarige Maia wird von allen nur Feuerkopf genannt. Sie lebt mit ihrem (Zieh-)Vater Tareth, dem Seidenweber, beim Klippenvolk, nachdem sie aus dem Reich Khandar fliehen mussten. Maias Vater hat einen Adler namens Magnus. Maia hingegen hätte gern eine eigene Echse, auch um damit ihrem gehandikapten Vater bei der Arbeit auf dem Boot zu helfen. Maia kann nämlich nicht schwimmen. Doch die Echsenleute sind „Unberührbare“ und leben im Pfahldorf, weit weg vom Klippenvolk. Der junge Seegrasmeister Razek will Maia die Hände reichen (heiraten), aber sie will ihn nicht. Sie schleicht sich davon, auf der Suche nach einer Echse. Echsenjunge Kodo sieht sie beim Echsengelege und sieht auch mit an, wie Magnus eine Echse tötet und eine andere verletzt. Das hatte Maia nicht gewollt. Die Echsen waren gerade erst geschlüpft, und Kodo bekommt Ärger mit seinem Großvater Ootey, weil er nicht besser aufgepasst hat. Die Klippenbewohner finden nach einem Sturm eine Leiche im Seegras, einen Mann aus Khandar, der zur Wolfssippe gehörte. An ihrem 13. Geburtstag soll Maia ihren wahren Namen erfahren. Sie muss zur Wächterin Sabra gehen, die ihr ihren Namen und ihre Bestimmung offenbaren wird. Maia ist die Sonnenfängerin! Genau davor wollte sie Tareth immer schützen. Die kleine Echse, die Maia heimlich mitnahm und pflegte, stirbt. Maia besucht das Echsenvolk und bietet ihnen Seide und Honig als Entschädigung für den Verlust und als Entschuldigung für ihr Vergehen an. Sie zeigt Kodo auch, wo man am besten Honig findet. Dabei werden sie von dem „Wolfen“ des toten Wolfsmanns angegriffen und werfen Steine, um sich zu verteidigen. Plötzlich wirft die wütende Maia Feuer und Flammen und vernichtet den „Wolfen“. Danach tun ihr die Augen weh. Sabra kommt hinzu und sagt ihr, das sei der Preis, den die Sonnenfängerin für ihre Gabe zu zahlen hat. Denn eine Sonnenfängerin muss in die Sonne sehen und wird daher irgendwann blind. Maia will nicht die Sonnenfängerin sein. Sie erzählen den Herren des Marschlands Lügen über das Feuer, in dem der „Wolfen“ starb. Angeblich wollten sie Bienen ausräuchern. Der Sumpfherr Helmek war früher ein Echsenmann, was der verwunderte Kodo an dessen Tattoo erkennt. Später folgt Kodo Maia heimlich zum Mottengarten, wo sie Kokons sammelt und hört die Seide singen. Er ahnt nicht, dass der Gesang der alten Seide gefährlich ist. Von der Seide gelockt, stiehlt er etwas davon. Maia verschließt sich ihre Ohren mit Wachs und entgeht den Verlockungen der alten Seide. Bald ist Sonnenwendversammlung auf der Pferdewiese. Das ist so eine Mischung aus Fest, Jahrmarkt und Tauschbasar. Kodo ist auch da. Er wäre gern Händler auf einem Schiff. Tareth erzählt Maia vor der Versammlung von seinem Bruder Urteth. Urteth und seine Frau Elin rissen die Macht in Khandar an sich, und seitdem ist das Land von der Kälte verflucht. Tareth floh damals mit Maia und dem Sonnenstein, den er dann versteckte. Maia erfährt auch, dass Elin selbst die Sonnenfängerin sein will. Der Sumpfherr sieht Kodo, der unvorsichtigerweise die gestohlenen Seide mit sich führt, bei der Versammlung. Auch Razek begeht eine Dummheit. Er tauscht das Silber des toten Wolfsmanns, das er unrechtmäßig behalten hat. Dann kommt Maia dazu und plötzlich müssen Kodo und Maia fliehen. Eine Gauklerin hilft ihnen. Bei ihr handelt es sich um Xania, Maias Schwester. Maia hat sogar 6 Schwestern und wusste bislang nichts davon. Tareth ist dagegen, dass Xania Maia mitnimmt, aber sie müssen fort von hier. Kodo warnt unterdessen sein Volk, dass der Sumpfherr wegen der Seide kommen wird und macht den Vorschlag, die Echsen zum Kampf einzusetzen, was noch nie zuvor jemand tat. Seeräuber/ Wolfsmänner greifen an und der Adler Magnus stirbt bei dem Kampf. Razek trägt noch immer die Kleidung des Toten und Magnus hielt ihn für einen Feind. Maia und Xania können fliehen und Razek folgt ihnen. Alle denken, dass Tareth tot ist, doch Kodo und seine Echse retten ihn aus dem Wasser und bringen ihn auf ein Schiff. Maia, Xania und Razek gelangen nach Altara zu den Kriegerinnen und ihren Geparden. Maia erholt sich dort, aber Xania erliegt ihren Verletzungen. Das Schiff mit Kodo und Tareth an Bord wird im Hafen durchsucht, doch es gelingt der Besatzung, Tareth in einem Segeltuch vor Urteth zu verstecken. Maia rasiert sich die Haare ab und sieht jetzt wie die Kriegerinnen aus. Sie würde gern bleiben, doch Yanna, die Anführerin, will dass Maia ihrer Bestimmung folgt und den Sonnenstein sucht. Leider liegt der in einer Höhle in einem See und Maia kann ja nicht schwimmen. In Khandar verhört Elin ein Mädchen aus Altara und erfährt von Maia, dem Stein und dem See. Kodo hört unterdessen die Botschaft der Seide, die Urteth im Turm an Elin schickt und berichtet Tareth davon. Maia erreicht die Höhle und wählt einen einfachen, grauen Stein, aber ist das auch der Richtige? Urteth hat inzwischen Yanna in seine Gewalt gebracht und sagt Maia, dass Tareth nicht ihr Vater ist. Er will sie und den Stein zu Elin in den Palast bringen. Sie werden begleitet von Wolfsmännern und Adlerleuten, aber auch Yanna und ihre Bogenschützinnen und sind dabei, um Maia zu schützen. Urteth erwischt Maia, als sie weglaufen will. Sie sagt sie wolle allein zum Palast und zu Elin. Urteth sagt, das Land leide Hunger, und Elin wolle nur Gutes mit dem Stein tun. Maia erklärt sich bereit, ihm den Stein im Tausch für einen eigenen Adler zu überlassen, doch sie täuscht ihn und beschwört die Sonne. Der Stein tötet ihn, und die graue Schale bricht auf und enthüllt einen strahlend weißen Stein. Maia wird in den Palast verschleppt und steht der wütenden Elin gegenüber, die außer sich ist wegen Urteths Tod. Elin und ihre Tochter Caspia haben auch besondere Kräfte. Es kommt zum Kampf zwischen Elin und Maia. Kodo erreicht Khandar und trifft Razek. Die beiden wollen Tareth helfen, Maia zu finden und vor Elin zu retten. Doch Elin ist stark. Können sie es schaffen?
Eine richtig spannende Fantasy-Geschichte! Manchmal ist die Handlung zwar etwas verwirrend, so dass ich das Buch eher in die Abteilung 12+ stellen würde, aber ansonsten fand ich es klasse. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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