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Mittwoch, 30. Juli 2014

"Verflixt, ich hab das Schaf geschrumpft!"

Winzig und witzig: "Verflixt, ich hab das Schaf geschrumpft!"

Fleur Hitchcock, übersetzt von Susanne Evans
Verflixt, ich hab das Schaf geschrumpft!
978-3-570-15647-6
cbj Verlag
Alter: 10+

Alles beginnt mit einem Meteoriten, der vom Himmel fällt und den Tom dann im Garten seiner Oma findet. Es handelt sich nämlich nicht um einen gewöhnlichen Meteoriten. Tom stellt fest, dass er damit Dinge schrumpfen lassen kann. Ein Schaf, ein Boot, die riesige Hotdog-Reklame und als Krönung der Planet Jupiter, dies alles befindet sich nun geschrumpft in Toms Hosentasche. Dass sich der Jupiter nicht mehr an seinem Platz befindet, hat allerdings katastrophale Folgen. Früher oder später wird die Erde in die Sonne stürzen. Wie soll Tom nun den Jupiter wieder an seinen alten Platz, vor allem in seiner alten Größe, bekommen? Zunächst einmal muss er ihn wiederfinden, er ist nämlich plötzlich weg. Tom ahnt nicht, dass sich seine nervige, kleine Schwester Tilly den „schönen Ball“ unter den Nagel gerissen und in ihrem Zimmer versteckt hat. Daher weiß Tom auch nicht, dass er langsam aber sicher wieder anfängt zu wachsen. Doch dass ist nicht Toms einziges Problem. Er hat Ärger mit Jacob, der in der Schule der Mobbing-König ist. Vor allem Tom und sein Freund Erik sind seine liebsten Opfer. Tom ist an der Schule nur der „Minidorf-Junge“, weil seine etwas seltsame Oma das Minidorf, die Hauptattraktion im Städtchen, aufgebaut hat. Touristen von überall sind ganz fasziniert von den winzigen Nachbildungen, die dort ausgestellt sind. Tom hasst es, deswegen von den anderen ausgelacht zu werden. Sein Kumpel Erik hat es noch schwerer. Sein Vater gilt als totaler Spinner, weil er behauptet, von außerirdischen Riesen entführt und gefangen gehalten worden zu sein. Zumal ist Erik ein Mathe-Genie und ein richtiger Nerd. An Halloween laufen diese beiden Lieblingsopfer prompt in die Arme ihres Peinigers Jacob, der passenderweise ein Teufelskostüm trägt. Tom bleibt gar nichts anderes übrig, als Jacob zu schrumpfen und in seine Hosentasche zu stecken. Natürlich wird Jacob irgendwann vermisst und die Polizei beginnt, Fragen zu stellen. Jacobs Eltern halten ihren Sohn trotz Teufelskostüm für einen kleinen Engel und machen sich große Sorgen. Tom wird inzwischen so einiges klar. Er vermutet, dass auch seine Oma irgendwie Sachen schrumpfen kann. Ist das Minidorf deshalb so realistisch? Gibt es da einen Zusammenhang? Da gibt es eine „Nachbildung“ der Scheune, die früher im echten Dorf stand, bevor sie eines Tages verschwand. Eriks Vater behauptet, die Außerirdischen hätten die Scheune gestohlen. Doch das Scheunen-Rätsel hat für Tom erst einmal geringe Priorität. Als erstes muss der das Jupiter-Problem lösen. Mittlerweile ist der Planet wieder deutlich gewachsen, wie auch das Schaf und die restlichen geschrumpften Dinge, aber er befindet sich noch immer in Tillys Kinderzimmer. Tilly bekommt einfach den geschrumpften Jacob als Ersatz-Spielzeug angeboten und Tom und Erik tüfteln einen Plan aus, wie sie Jupiter wieder an seinen Platz zurückschleudern wollen. Leider geht das Dach des Hauses dabei drauf. Schaffen sie es noch rechtzeitig, die Welt vor dem Untergang zu retten?
Der Titel ist ein wenig irreführend, denn nicht das Schaf ist hier das Hauptproblem, sondern der Jupiter. Eigentlich müsste es heißen „Verflixt, ich hab den Jupiter geschrumpft!“. Im englischen Original heißt es ganz einfach „Shrunk“. Trotzdem ist es ein sehr lustiges Buch mit herrlich schrägen Figuren, das einen beim Lesen zum Lachen bringt. Wer witzige Geschichten mag, ist hier auf jeden Fall richtig. Ein tolles Lesevergnügen, nicht nur für Fans von Greg und Co.!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 23. Juli 2014

"Stirb leise, mein Engel!"

Heute gibt es jede Menge Lesefutter für alle, die nie ohne Krimi ins Bett gehen! Aber ob Ihr danach noch schlafen könnt ... .

Rätselhafte Selbstmorde: "Stirb leise, mein Engel!"!

Andreas Götz
Stirb leise, mein Engel!
978-3-7891-3615-3
Oetinger Verlag
Alter: 16+

Eine Welle von Selbstmorden mit Zyankali erschüttert München. Der sechzehnjährige Sascha wird durch eine unglückliche Verkettung von Umständen in die Ereignisse verwickelt. Saschas Vater, ein Polizist, wurde im Dienst erschossen. Nun trauert Sascha nicht nur um seinen Vater, sondern befürchtet auch, dass seiner Mutter, die auch Polizistin ist, ebenfalls etwas zustoßen könnte. Außerdem trägt sie ihren Ehering nicht mehr und Sascha macht sich Sorgen, dass sie einen neuen „Vater“ anschleppen könnte. Daher macht er einen Therapie bei Dr. Androsch. In der Nachbarwohnung von Sascha ziehen Joy und ihre Mutter ein. Joy ist ein Jahr älter als Sascha, wiederholt aber das Schuljahr. Die beiden mögen sich, aber dummerweise sieht Joy in Sascha nur einen Kumpel, während er sich total in sie verknallt. Bei der Therapie lernt er Nathalie kennen, deren Freundin Alina sich umgebracht hatte. Alina hatte seit kurzem einen Freund und hatte sich von Nathalie, ihren anderen Freunden und ihrer Familie abgekapselt. Nathalie und Sascha fragen sich, ob ihr Tod wirklich Selbstmord war. Die beiden gehen gemeinsam ins Kino und werden dabei von einem Typen mit grüner Baseball-Kappe beobachtet. Plötzlich will Nathalie nichts mehr mit Sascha zu tun haben. Sie hat jetzt einen Freund, Tristan. Kurz darauf ist auch Nathalie tot. Aus den Kapiteln, die aus Tristans Sicht erzählt werden, erfahren wir, dass er die Mädchen hasst und leiden sehen will. Er überredet sie zum gemeinsamen Selbstmord aus Liebe, trinkt dann aber selbst nichts von der vergifteten Cola und entfernt seine Spuren und seinen Abschiedsbrief von Tatort. Gemeinsam mit Joy ermittelt Sascha weiter, doch dann trifft er auf Nathalies Beerdigung die rätselhafte, top-gestyle Mareike, die sich betont sexy gibt, auf Stöckelschuhen läuft wie ein Model, mehr als eine Kreditkarte hat und immer Taxi fährt. Alle Männer drehen sich nach ihr um und auch Sascha bleibt von ihr nicht völlig unbeeinflusst. Mit Joy entdeckt er in der Zeitung einen Hinweis auf einen weiteren Todesfall mit Zyankali. Diesmal spricht alles für Mord. Die Spur führt wieder zu dem mysteriösen Tristan, der das Mädchen Laila gestalkt haben soll. Hat er die Wasserflasche in ihrer Sporttasche ausgetauscht? Joy und Sascha suchen Nathalies Mutter auf, außerdem die Freundinnen des ersten Opfers Sarah und reden mit Alinas Bruder Bruno, der ihnen Teile von Alinas Tagebuch überlässt. Daraus geht hervor, dass Alina in Androsch verliebt war. Hatte er eine Beziehung mit ihr? Anscheinend hatte er was mit dieser Laila. Auch mit anderen minderjährigen Patientinnen? Alle toten Mädchen waren bei ihm in Therapie. Außerdem taucht Androschs Sohn Mirko in Saschas und Joys Ermittlungen auf, der ein schwieriger Charakter zu sein scheint. Sie sehen, wie er das Auto seines Vaters zerkratzt. Auch Saschas Mutter ermittelt in dem Fall, redet aber mit ihrem Sohn nicht darüber, bzw. darf gar nicht darüber reden. Während sich Bruno an Joy heranmacht, hat Sascha ein nächtliches Date mit Mareike in einer Galerie. Um Sascha zu beeindrucken, tut sie so, als würde sie dort einbrechen, dabei kennt sie den Besitzer. Dann kommt es wirklich noch zu einem Einbruch. Die beiden brechen in die Wohnung von Mirko ein und finden dort erdrückende Beweise, wie ein Video, das Nathalies Todeskampf zeigt. Alles deutet darauf hin, dass Mirko der mysteriöse Tristan ist, bis die Polizei seine Leiche findet. Wer ist dann Tristan? Außerdem ist Androsch verschwunden. Joy ist alles andere als begeistert, dass Sascha plötzlich mit Mareike zusammen ermittelt und Mareike verabscheut Joy. Dann wird Joy von „Tristan“ in eine tödliche Falle gelockt … .
Wer ist „Tristan“? Obwohl wir seine Gefühle, Gedanken und Absichten in „seinen“ Kapiteln kennenlernen, bleibt seine Identität bis kurz vor Schluss ein Geheimnis. Als dann die Wahrheit ans Licht kommt, kann man es kaum glauben. Ein wirklich genial gestrickter Krimi, der einen bis zur letzten Seite fesselt. Das Cover hat mich ein wenig an Simon Beckett erinnert. Wie ein Jugendbuch sieht es von außen wirklich nicht aus. Da es auch innen ziemlich heftig ist, empfehle ich es eher den älteren Jugendlichen.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Spurlos"

(Über-)Leben im Zeugenschutz: "Spurlos"!

Ashley Elston, übersetzt von Elisa Martins
Spurlos
978-3-944572-06-2
Mixtvision Verlag
Alter: 14+

Sie heißt jetzt Meg. Die Siebzehnjährige ist mit ihrer Familie im Zeugenschutzprogramm. Gerade sind sie zum 6. Mal umgezogen. Ihre elfjährige Schwester trägt jetzt den Namen Mary. Wenn sie unter sich sind, benutzen sie ihre Spitznamen, Sissy (von „Sister“) und Tiny. Meg hat immer eine Notfalltasche mit Kleidung, Make-up und I-Pod griffbereit, falls sie wieder wegmüssen. Ihr Vater will ihr nicht sagen, warum das alles so ist. Er wird immer paranoider. Jetzt muss er in einer Autoteilefabrik arbeiten. Früher war die Familie wohlhabend. Ihre Mutter gab Cocktail-Empfänge. Jetzt hat sie angefangen zu trinken, viel zu trinken. Umgestylt für Natchitoches, Louisiana, mit kurzen dunklen Haaren, braunen Kontaktlinsen und uncoolen Klamotten, fängt Meg an der neuen Highschool an. Sie darf nicht auffallen. Kein Auto, kein Führerschein, keine Freunde, keine Clubs, kein Internet! Sie trifft Ethan und blockt seine Annäherungsversuche ab. Auch von den Mädchen, die mit ihr zu Mittag essen wollen hält sie sich fern und wird schnell unbeliebt. Von den „Anzügen“, wie sie die FBI-Agenten nennt, bekommt sie nur wenig Taschengeld, so dass sie einen Job in Pearls Pizzeria annimmt. Pearl ist ausgerechnet Ethans Tante. Jemand erkundigt sie am Telefon in der Pizzeria nach Meg. Wurde sie gefunden? Ethan ist skeptisch, was Meg angeht, da sie angeblich aus Lewisville in Arkansas kommt, aber das berühmte Fouke Monster (so eine Art Bigfoot) nicht kennt. Bei einem Schulprojekt in Gesundheitskunde muss sie mit Ben zusammenarbeiten, der Mit Ethans zickiger Zwillingsschwester Emma geht, die Meg nicht leiden kann. Ben und Ethan, die früher Freunde waren, da die Farmen ihrer Väter nebeneinanderliegen, streiten sich ständig, prügeln sich sogar. Meg wird beim Schulschwänzen von Agent Thomas erwischt und sie fragt sich, wie er sie so schnell finden konnte. Er kann sie gerade noch davon abhalten, in einem Café ins Internet zu gehen. Diesen Fehler hatte sie früher schon einmal begangen. Weil sie auf ihrer alten facebook-Seite etwas gepostet hatte, mussten sie wieder umziehen. Megs Schwester, die sich in letzter Zeit recht merkwürdig benommen hat, blüht auf, als sie in der Pizzeria-Küche mithelfen darf. Außerdem mag sie Ethan, seinen Truck und seinen Labrador Bandit. Meg freut sich, dass es ihr besser geht und auch, dass ihre Mutter schon seit einiger Zeit nüchtern ist, doch dann geschieht etwas im Waschraum. Der Strom ist plötzlich weg und dann ist Megs Tagebuch verschwunden. Mit wem telefoniert ihr Vater dauernd? Meg fühlt sich verfolgt. Die Tasche, die verschlossen in Ethans Truck lag, während sie auf einer Party waren, ist plötzlich offen. Thomas taucht auf und fragt, ob alles o.k. ist. Meg belauscht erneut ein Telefonat ihres Vaters im Waschraum. Er wolle alles klären, nur was und mit wem? Er schweigt. Ihre Mutter macht vage Andeutungen. Als Meg mit Ethan im Kino ist, zeigt er ihr ein Foto von einer Avery Preston aus Florida und fragt, ob sie das ist. Sie war damals in der Lokalzeitung, ein Fehler! Sie verrät ihm nur, dass ihr Vater Schwierigkeiten hatte und einen neuen Job brauchte, da sie nicht weiß, ob sie ihm trauen kann. Sie kennt ihn ja erst seit zwei Wochen. Meg hat Alpträume. Was ist passiert bevor sie flüchten mussten? Sie erinnert sich an eine Party, auf der sich ihre Freundinnen als falsche Schlangen entpuppten und an Brandon, den sie liebte. Bei einer Wildschweinejagd auf Quads mit Ethan und seinen Freunden, hat Meg Flashbacks von Blut und Waffen. Sie erkennt, dass sie der Grund für das Untertauchen ist und nicht ihr Vater. Sie hat gesehen wie Brandon und sein Vater ermordet wurden und die schrecklichen Ereignisse dann verdrängt. Es ging um irgendwelche Hauptbücher. Brandons Vater war wohl in Geldwäsche verwickelt. Sie redet mit Thomas, verrät aber nicht, was sie weiß und entschuldigt sich bei ihrem Vater dafür, dass sie dachte, alles sei seine Schuld. Nach einem weiteren Flashback wird ihr klar, wo die gesuchten Hauptbücher zu finden sind. Sie läuft weg, als das FBI mal wieder anrückt und ihre leider wieder betrunkene Mutter in den Entzug verfrachtet. Es folgt ein verrückter Roadtrip mit Ethan, dem sie schließlich die ganze Geschichte erzählt. Sie weiß, dass sie ihren Plan jetzt durchziehen muss, damit aus Meg wieder Anna Boyd werden kann und sie ihr Leben zurückbekommt.
Eine unheimlich fesselnde Geschichte über ein Mädchen im Zeugenschutzprogramm! Spannung und Action wechseln sich mit Liebesgeschichte und Highschool-Zickenzoff ab und bilden so eine geniale Mischung. Es bleibt bis zum Ende spannend und gerade zum Schluss gibt es noch einige Überraschungen. Ich habe das Buch förmlich verschlungen!
Für alle mit Reader: Das e-book gibt es inklusive!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Kiss me, kill me"

Mörder ohne Gedächtnis?: "Kiss me, kill me"!

Lucy Christopher, übersetzt von Beate Schäfer
Kiss me, kill me
978-3-551-52033-3
Chicken House Verlag
Alter: 14+

Als Emilys Vater aus dem Krieg zurückkehrte, war er nicht mehr derselbe. Er ist schwer traumatisiert. Vor allem leidet er darunter, versehentlich eine junge Zivilistin getötet zu haben. Nun ist er wieder zuhause bei seiner Familie, doch die meiste Zeit verbringt er im Wald bei einem alten Bunker. Eines Tages kommt Emilys Vater aus diesem Wald und trägt die Leiche eines Mädchens in den Armen. Dadurch gerät er in Verdacht, das Mädchen, Ashlee, ermordet zu haben. Er ist verwirrt, bekennt sich schuldig wegen Totschlags und hofft auf mildernde Umstände. Im Wald hatte er Flashbacks, dazu kam ein heftiges Gewitter, dessen Donner ihn zurück in den Krieg versetzte. Alle glauben, dass er Ashlee getötet hat, sogar seine eigene Frau, die sich von ihm abwendet und im Haus alle Fotos von ihm wegräumt. Nur Emily glaubt nicht, dass ihr Vater ein Mörder ist. In der Schule wird sie von allen verachtet und gemobbt, auch von ihren früheren Freunden. Ashlees Freund Damon quält sie im Wald mit Straftraining, doch sie gewinnt überraschenderweise die Oberhand. Außerdem fühlt sie sich merkwürdig zu ihm hingezogen, obwohl er so gemein zu ihr ist. Er hasst sie wegen ihres Vaters. Sein eigener Vater fiel im Krieg und nun hat er auch noch seine Freundin verloren. Am Morgen nach Ashlees Tod wachte Damon mit einem totalen Blackout auf. Er weiß noch, dass sie nachts im Wald waren und das „Spiel“ spielten. Er und seine Kumpels hatten sich das „Spiel“ ausgedacht, als Vorbereitung auf das Militär. Sie rannten durch den Wald und jagten sich gegenseitig ihre Halsbänder ab. Ashlee durfte gnädigerweise mitspielen, weil sie Damons Freundin war. Alle waren ziemlich betrunken an diesem Abend und hatten außerdem Fairy Dust eingeworfen. Damon sagt seinen Freunden nichts von seiner Erinnerungslücke. Alle glauben, er hätte Ashlee zu ihrem Weg nachhause gebracht. Ist er vielleicht der Mörder? Er weiß es selber nicht. Warum war Ashlee in der Nähe des Bunkers? Hat Emilys Vater sie verfolgt? Wo sind Ashlees Halsband und ihr Handy geblieben? Als Damon seinem Freund Mack den Blackout gesteht, ist dieser sauer. Er will nicht vor der Polizei als Lügner dastehen, da er Damons Geschichte, er hätte Ashlee bis zum Weg gebracht, bestätigt hätte. Emily findet im Auto ihres Vaters eine Zeichnung. Er hatte immer Tiere gezeichnet, die an die Menschen erinnern, die er kannte. Auf dem Bild ist ein Reh mit Ashlees Augen, das von einem Wolf gejagt wird. Emily befürchtet, in dem Wolf ihren Vater zu erkennen. Als sie später im Wald beim Bunker Damon das Bild zeigt, sieht der sich selbst als Wolf. Wer ist nun der Mörder. Warum hatte Emilys Kumpel Joe Fotos von Ashlee, wo er doch angeblich im Wald nur Licht und Schatten für ein Kunstprojekt fotografieren wollte? Damon sucht im Bunker und der Umgebung nach Ashlees Halsband, doch es ist nirgends zu finden. Um sich endlich wieder an alles zu erinnern, beschließt er, noch einmal mit seinen Freunden das „Spiel“ zu spielen, unter den gleichen Bedingungen, wie in jener Nacht. Dabei findet er Ashlees Handy im Wald. Es ist zwar äußerlich beschädigt, aber noch funktionsfähig. Darauf ist ein Video, das alles aufklärt. Es sieht aus, als hätte Ashlee ihr eigenes Spiel gespielt, das dann außer Kontrolle geriet … .
Hochspannung bis zum Schluss! Erst ganz am Ende erfährt man, wer wirklich der Mörder ist. Die Hauptverdächtigen sind natürlich Emilys Vater und Damon, aber mindestens einer von ihnen ist unschuldig, nur wer? Etwas irritierend fand ich die Liebesgeschichte, die sich zwischen Emily und Damon anbahnt. Das wirkte auf mich nicht wirklich glaubwürdig. Wem der Stil von Lucy Christopher gefällt, dem empfehle ich auch ihr Buch „Ich wünschte, ich könnte dich hassen“, indem es um eine Entführung geht und sich das entführte Mädchen in ihren Kidnapper verliebt (Stockholm-Syndrom).
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 16. Juli 2014

"Shadow Falls Camp - Erwählt in tiefster Nacht"

Mein Thema heute: "Das Dicke Ende!", also jede Menge letzte Bände ;-)!

Das geniale Finale einer meiner absoluten Lieblingsserien: "Shadow Falls Camp - Erwählt in tiefster Nacht"!

C.C. Hunter, übersetzt von Tanja Hamer
Shadow Falls Camp – Erwählt in tiefster Nacht (Band 5/ letzter Band der Reihe)
FJB Verlag
978-3-8414-2163-0
Alter: 12+

Das große Finale: Kylie lebt nicht mehr im Shadow Falls Camp, sondern bei ihren Großeltern in der Gemeinschaft der Chamäleons. Dort lernt sie mehr über sich, ihre Art und ihre Fähigkeiten, wie z.B. das Unsichtbar-machen. Allerdings fühlt sie sich dort sehr eingeengt, vermisst ihre Freunde und würde nichts lieber tun, als endlich ins Camp, wo sie sich zuhause fühlt, zurückzukehren. Doch die Gemeinschaft will Kylie nicht ohne weiteres gehen lassen, also bleibt ihr nur die Flucht, zumal das Camp mal wieder in Gefahr ist. Burnett und Derek berichten ihr, dass Mario das Camp bedroht und das Helen angegriffen wurde. Bei ihrer Flucht bekommt Kylie Hilfe von Jenny, Haydens kleiner Schwester. Nach ihrer Rückkehr nach Shadow Falls, trifft Kylie auf Lucas und prompt geht das Gefühlschaos wieder los. Eigentlich ist sie ja noch sauer auf ihn wegen der Verlobung. Andererseits … . Kann es sein, dass sie ihn trotz allem noch liebt? Und Derek? Scheiß Liebe! Auch Kylies Freundinnen Della und Miranda haben Liebeskummer. Bei Miranda geht es natürlich mal wieder um Perry, aber wer bringt Dellas Vampirherz zum Hüpfen? Und wer sagt hier, dass die Liebe nur Teenager um den Verstand bringt? Man braucht sich nur mal Holiday und Burnett anzusehen, die demnächst heiraten wollen. Allerdings ahnt der smarte Vampir noch nicht, dass er demnächst Vater wird. Selbst Holiday ist sich noch nicht völlig sicher, ob sie denn wirklich schwanger ist. Um ihrer Freundin zu helfen, besorgt Kylie in der Drogerie eine Auswahl an Schwangerschaftstests und zahlt diese mit ihrer Kreditkarte, da sie nicht genug Geld dabei hat. Das erfährt Kylies neugierige und in sexuellen Dingen stets über-vorsichtige Mutter (Wir erinnern uns an die Unmengen von Aufklärungsbroschüren, mit denen sie ihre arme Tochter seit Beginn der Pubertät zumüllt), die daraufhin kurz vor einem Nervenzusammenbruch steht und natürlich sofort ins Camp kommt. Dadurch ergibt sich eine äußerst peinliche Situation für Kylie. Ihren neuen Freund John, den Kylie nicht ausstehen kann, hat Mama auch noch im Schlepptau. Aber wenn man meint, das wären Kylies einzige Sorgen, so hat man sich gewaltig getäuscht. Kylie muss sich mal wieder mit einem Geist herumschlagen und der hat es diesmal echt in sich. Die unheimliche, Schwert schwingende Geisterlady verlangt doch glatt, dass Kylie zur Mörderin wird. Sie sagt, sie müsse töten, um selbst zu überleben. Töten oder sterben? Beide Möglichkeiten sind nicht sehr verlockend. Aber wen soll Kylie eigentlich töten? Und wer ist der Geist, der sie da belästigt und wo ist die Verbindung zu Kylie? Hat das alles mit Mario zu tun? Ist der Geist böse? Die absolute Krönung ist jedoch das Schwert, das immer wieder in Kylies Nähe auftaucht. Wenn Kylie es berührt, leuchtet das Schwert. Immer noch die Warnungen des Geistes im Kopf, trainiert Kylie nun eifrig mit dem Schwert für den großen Kampf, gemeinsam mit Lucas. Sie sagt ihm, er solle sein Leben und sein Rudel nicht für sie aufgeben und seinen vorbestimmten Platz im Rat einnehmen. Außerdem wird ihr klar, dass es viele Parallelen zwischen der Gesellschaft der Werwölfe und der Chamäleons gibt. Beide sind sehr elitär, verschlossen, schotten sich wie Sekten vom Rest der Welt ab. Kylie meint, es sei Zeit für ein „Coming-Out“ der Chamäleons. Sie will den Anfang machen und sich freiwillig von der FRU untersuchen lassen. Andere Chamäleons wie Hayden werden ihr folgen. Vielleicht gibt es sogar bald andere Chamäleon-Schüler im Camp und einen Chamäleon-Tisch in der Mensa. Vorher steht allerdings noch der Endkampf gegen Mario an. Und was wird jetzt eigentlich mit Lucas?
Der krönende Abschluss einer tollen Reihe. Endlich sind alle Geheimnisse gelöst und es gibt ein Happy End. Eigentlich schade, dass es jetzt vorbei ist ;-). Alle, die die Reihe noch nicht kennen und neu einsteigen wollen, haben jetzt allerdings den Vorteil, dass sie gleich alle 5 Bände am Stück lesen können und nicht mehr quälend lange auf die Fortsetzungen warten müssen. Shadow Falls Camp macht einfach süchtig!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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