Powered By Blogger

Mittwoch, 28. Oktober 2020

"Pia und Poppy und der verschwundene Professor"


Eines der coolsten Abenteuerbücher überhaupt: "Pia und Poppy und der verschwundene Professor"!

Katharina Reschke
Pia und Poppy und der verschwundene Professor (Band 1)
978-3-570-17688-7
cbj Verlag
Alter: 8+

Pia Blau aus Leipzig freut sich auf die Sommerferien. Diese wird sie wie jedes Jahr mit ihren Freunden, der Sandmöwen-Bande, an der Ostsee verbringen. Doch dann gibt es eine plötzliche Planänderung. Pias Eltern beschließen, dass die ganze Familie nach San Francisco fliegen wird, weil Papa da einen tollen, gut bezahlten Job als Programmierer bekommen hat, eine super Gelegenheit, denn das Geld ist bei den Blaus immer knapp. Er soll den technischen Geräten in Mr. Bookers hochmodernem Smart-Home die Macken austreiben. Pia ist wütend über diese Überraschung, und sie hat Angst vor der fremden Stadt. Überhaupt, Urlaub in einer Stadt? Nach einem langen Flug empfängt sie San Francisco mit unsommerlicher Kühle und Nebel. Das einzig Positive für Pia ist ihre Oma Maple, die hier lebt (und natürlich deren Keksladen). Pias Mutter wirkt richtig fröhlich in ihrer alten Heimat. Die Familie wohnt in Mr. Bookers „Villa Futura“, wo alles sprachgesteuert ist. Papa macht sich gleich daran, die Sandwichmaschine und den Kühlschrank zu reparieren, die beide Fehlfunktionen haben. In der Nacht steigt das Mädchen Poppy in Pias Zimmer ein. Poppy erzählt ihr, dass der Professor, der all die Sachen im Haus erfunden hat, verschwunden ist. Offiziell macht er Urlaub, doch Poppy bezweifelt das und wittert ein Verbrechen. Zusammen mit Pia will sie den Fall lösen und den Professor finden. Pia meint, dass Poppy spinnt. Sie vermisst ihre Freunde. Beim Erkunden der Nachbarschaft lernt sie die Zwillinge Alfie und Olivia kennen. Die behaupten, Poppy und deren Familie seien Hippies und machen, was sie wollen. Sie wohnen im „Blumenhaus“, und Poppy ist immer barfuß. Obwohl Pia Angst davor hat, Ärger zu bekommen, lässt sie sich schließlich doch von Poppy bequatschen, ihrem „Team“ beizutreten, und sie beginnen mit ihren Nachforschungen. 1. Hinweis: Der Kühlschrank! Warum hat der Professor Joghurt für eine ganze Woche bestellt, wenn er vorhatte, wegzufahren? Das selbe gilt für die Eier, die er bei der Nachbarin Lissy, Pilotin und Hühnerhalterin, geholt hat. Pia und Poppy suchen Alfie und Olivia auf, die von ihren Helikopter-Eltern per GPS-Chip und Kamera überwacht werden. Vielleicht enthalten die Aufzeichnungen wichtige Hinweise zum Verschwinden des Professors? Pia und Poppy checken den USB-Sticks, den sie von den Zwillingen erhalten haben an Poppys Uralt-PC. Die Kamera-Aufnahmen zeigen, wie Professor Grey mit einer Weinflasche das Haus verlässt. War er vielleicht bei jemandem eingeladen? Er geht in Richtung Garage, obwohl er kein Auto hat. Dann fliegt er mit einem Fluggerät davon, das ein bisschen wie ein Hubschrauber aussieht. Pia und Poppy durchsuchen Greys Werkstatt und finden den Garagenschlüssel. Doch die Garage ist leer – bis auf einen Zettel mit einer Adresse: 1936 Jackson Street. Gemeinsam mit Alfie und Olivia suchen Pia und Poppy die Adresse auf. Es handelt sich um eine Luxusvilla in einer sehr vornehmen Gegend. Leider steht kein Name auf dem Klingelschild, und die Haushälterin, die die Tür öffnet, ist nicht sehr gesprächig. Doch schließlich finden die Kinder heraus, dass die Villa der Familie Simmons gehört, die unter anderem auch eine Privatinsel besitzen. Poppy weiß, dass Ben Simmons und seine Freundin Diana zu Professor Greys Studenten gehören. Vermutlich wird Professor Grey auf der Insel gefangen gehalten, doch wie sollen Pia und Poppy ohne Boot dort hin gelangen. Gut, dass sie eine Pilotin (ja, die Dame mit den Hühnern) kennen …
Das beste Ferien-Abenteuer-Buch des Jahres! Ich freue mich schon riesig auf Band 2!
Viel Spaß beim Lesen!!!

Buch bestellen?
https://ravensbuch.de/shop/item/9783570176887

Mittwoch, 14. Oktober 2020

"Silberflut – Das Geheimnis von Ray's Rock"


Der Kampf ums Überleben hat begonnen: "Silberflut – Das Geheimnis von Ray's Rock"!

Alex Falkner
Silberflut – Das Geheimnis von Ray's Rock (Band 1 von 2)
978-3-401-60482-4
Arena Verlag
Alter: 10+

Die Schüler der Klasse 7c unternehmen eine zweiwöchige Abenteuer-Klassenfahrt auf die Insel Ray's Rock. Nach dem Auftauchen eines seltsamen, silbernen Nebels sind die Lehrer, die Insel-Ranger und sämtliche Schüler, mit Ausnahme von Eddie, Milla, Nick, Jesper, Lucy, Laurens und Theo, verschwunden. Das ist wohl kaum Teil des Survival-Programms. Die Überlebenden haben ein mulmiges Gefühl. Innerhalb der kleinen Gruppe herrschen ohnehin bereits Spannungen. Als sie im Zeltlager nach den anderen suchen, finden sie heraus, dass alle technischen Geräte (Handys etc.) nicht mehr funktionieren. Die Akkus sind leer! Sie sind völlig von der Außenwelt abgeschnitten. Nur Laurens Taschenlampe, die in einer Metalldose war, funktioniert noch. Er hat die Theorie, dass der Nebel elektromagnetisch war. Das würde erklären, dass die Geräte tot sind und der Strom weg ist, nicht aber das Verschwinden von Menschen. Die Jungs geben sich cool und fahren mit dem Boot auf den See zum Angeln, während Einzelgängerin Milla das Schloss der Lehrerhütte knackt und die Hütte durchsucht. Theo geht über Bord und ertrinkt fast, kann aber gerettet werden. Er ist überzeugt, ein Monster im See gesehen zu haben. Auf der Insel gibt es Wölfe, die in einem gesicherten Gebiet hinter einem Elektro-Zaun leben, der jetzt aber sicher nicht mehr aktiv ist. Die Schüler verschanzen sich deshalb in der Lehrerhütte, mit Ausnahme von Milla. Die kümmert sich um die Hühner. Ihr Opa hatte welche, daher kennt sie sich aus. Sie spürt, dass noch jemand auf der Insel ist. Auf der anderen Seite des Sees, in Camp #2, wo eine Gruppe von Problem-Jugendlichen untergebracht ist, sieht sie Bewegung und hört Geräusche. Ein Tier? Am nächsten Tag fällt den Schülern ein ungewöhnlich schnelles Wachstum an den Pflanzen sowie an einigen Tieren auf. Milla will die Insel allein erkunden. Die anderen zoffen sich um ein Glas Nutella. Die Lebensmittel werden nicht ewig reichen. Eddie und seine Gruppe sind wirklich nicht allein auf der Insel. Mirko, Zack und Kira, die zu den „Aggro-Kids“ aus Camp #2 gehören, tauchen plötzlich auf, fackeln die Lehrerhütte ab und plündern Camp #1. Sie stehlen Eddies Messer, und auch das Nutella-Glas lassen sie mitgehen, doch Milla schießt es Mirko mit ihrer Steinschleuder aus der Hand. Im Gegenzug für den Überfall spioniert Milla die „Aggro-Kids“ aus und klaut einen Laptop. Der Akku ist zwar leer, doch der Laptop war in einer Metallkiste, ist also vielleicht noch zu gebrauchen. Eddie sucht mit den anderen derweil einen neuen Platz für ein Lager. Sie ziehen sie in eine alte Jagdhütte. Nachts tobt ein Sturm, eine Tanne kippt auf die Hütte. Die Gruppe schleicht sich zum Hauptquartier der Aggros. Eddie will sein Messer zurück, Milla hingegen sucht etwas anderes und schreckt nicht davor zurück, Kira zu kidnappen, um ihr Ziel zu erreichen. Auf der Flucht vor den Aggros werden Eddie und Nick von den anderen getrennt und landen in einer Grube. Die anderen machen Stimmung gegen Milla, weil sie Eddie und Nick zurückgelassen hat. Milla hat jedoch andere Sorgen. Nicht nur der riesige Pfotenabdruck, den sie entdeckt hat, beunruhigt sie. Als Theo Eddie und Nick findet und alle wieder vereint sind, taucht ein gigantischer Wolf auf. Theo zieht eine Waffe und schießt. Dann haut er ab. Er will sich den Aggros anschließen. Der Schuss weckt böse Erinnerungen bei Milla, und sie fällt in eine Art Schockzustand. Während sich die tierliebe Lucy um den verletzten Wolf kümmert, suchen Eddie und Nick nach Theo und finden ein Boot in einer Bucht. Ist das die Rettung?
Achtung, Hochspannung! Ein erstklassiges Survival-Abenteuer mit coolem Grusel-Touch!
Viel Spaß beim Lesen!!!

Buch bestellen?
https://ravensbuch.de/shop/item/9783401604824

Mittwoch, 7. Oktober 2020

"Freischwimmen"

Mein neues Lieblingsbuch: "Freischwimmen"!

Adam Baron, übersetzt von Birgitt Kollmann
Freischwimmen
978-3-446-26607-0
Hanser Verlag
Alter: 10+

Bis auf seinen Vornamen ist der neunjährige Cymbeline eigentlich ein ganz normaler Junge. Er ist prima im Fußball und im Rollschuh-Laufen. Nur eine außergewöhnliche Tatsache sollte hier vielleicht noch erwähnt werden: Cym kann nicht schwimmen! Seine Mutter hat es bisher stets vermieden, mit ihm Schwimmen zu gehen, und einen Vater hat Cym nicht mehr. Als in der Schule die erste Schwimmstunde ansteht, glaubt Cym, er sei mit seinen Übungen in der Badewanne und mit der alten Badehose seines Vaters im Gepäck bestens vorbereitet. Weit gefehlt, doch Kneifen geht jetzt nicht mehr. Dazu kommt, dass er bereits zugesagt hat, sich mit dem Angeber Billy Lee ein Wettschwimmen zu liefern. Das Letzte, was er will ist, vor der hübschen Veronique als Trottel dazustehen. Doch als ihn jemand ins Becken schubst, ertrinkt Cym beinahe, und ausgerechnet Veronique rettet ihn. Cym weiß nicht, was peinlicher ist: Dass dabei seine Hose runter rutscht und alle seinen Pimmel sehen können, oder dass seine Mutter eine Riesenszene macht, als sie ihn abholt. Am liebsten würde er nach Australien auswandern. Cyms Mutter muss am nächsten Tag ins Krankenhaus. Cym weiß nicht, was ihr fehlt. Sie ist oft sehr traurig und schließt sich mit Kopfschmerzen in ihrem Zimmer ein. Der Arzt will Cym nicht zu ihr lassen, doch er schleicht sich trotzdem rein. Seine Mutter ist völlig neben der Spur, und der Anblick verstört Cym zutiefst. Cym zieht zu Tante Mill. Im Nachbarhaus wohnt Veronique. Mit einer Leiter zwischen ihren Fenstern können sie sich gegenseitig besuchen. Veroniques Familie ist nett. Sie hat eine Oma, die hundert Jahre alt ist und als Kind mit dem Boot aus Vietnam floh. Während sich Cym mit Veronique anfreundet und sich sogar einigermaßen gut mit Billy versteht, nachdem der sich für den Vorfall im Schwimmbad entschuldigt hat, wendet sich Cyms früherer bester Freund Lance völlig von Cym ab. Als Lance sich dann auch noch bei einem Schulausflug ins Museum über Cyms Mutter lustig macht, reicht es Cym. Er schlägt zu. Seine Tante muss ihn abholen. Cym fühlt sich allein. Seine Cousins Clay und Juni sind am Pubertieren, Tante Mill trinkt den ganzen Tag ihre „Spezial-Limonade“ und Onkel Chris ist nie da, weil er mit seinen Finanzgeschäften und daraus resultierenden Problemen zu tun hat. Nachdem Veronique ihn gefragt hat, warum er denn nie Schwimmen gelernt hat, durchsucht Cym sein Haus nach Hinweisen. Er will endlich die Wahrheit wissen. Er wagt sich sogar in den hinteren Teil von Mutters Schlafzimmer, wo diese ihr Atelier hat. Sie ist Künstlerin, aber malt stets das gleiche Motiv: Cyms Kuscheltier Mr. Fluffy auf einer karierten Picknickdecke, auf der außerdem irgendein Einwickelpapier liegt. Einen Hintergrund gibt es nicht. Cym irritiert, dass Mr. Fluffy auf den Bildern ein T-Shirt trägt. Er kennt ihn nur ohne. Cym wundert sich, dass seine Mutter so an Mr. Fluffy hängt. Er erinnert sich noch, dass sie total am Ende war, als Mr. Fluffy einmal verloren ging. Als Cym von seiner Lehrerin zur Kunsttherapie geschickt wird, malt er die Bilder seiner Mutter nach, um sie besser zu verstehen. Veronique ist auch da. Sie bastelt DNA-Stränge aus Strohhalmen. Veronique bemerkt ein wichtiges Detail auf Cyms Bildern. Dann geht alles drunter und drüber. Cyms Mutter entlässt sich selbst aus der Psychiatrie und ist unauffindbar, und Tante Mill haut mit ihrem Tennistrainer ab, und das alles passiert ausgerechnet an Cyms Geburtstag!
„Freischwimmen“ hat eindeutig das Zeug zum Lieblingsbuch! Sympathischer „Held“, erstklassige Story und zum Schluss eine Auflösung, mit der man echt nicht rechnet!
Viel Spaß beim Lesen!!!

Buch bestellen?
https://ravensbuch.de/shop/item/9783446266070

Mittwoch, 30. September 2020

"Strangers"


Auch heute möchte ich Euch wieder ein ganz besonderes Buch ans Herz legen:

David A. Robertson, übersetzt von Michael Raab
Strangers (Cole Harper – Teil 1)
978-3-87536-337-1
Merlin Verlag
Alter: 14+

Kann ein siebenjähriger Junge eine ganze Mauer anheben? Cole Harper hat es getan, um seine beiden besten Freunde, Brady und Eva, aus einer brennenden Schule zu retten! 10 Jahre später lebt er bei seiner Oma und seiner Tante, weit weg von dem Cree-Reservat, wo er seine Kindheit verbracht hat. Eines Tages erhält er eine SMS von seinem alten Freund Ashley: „Du musst heimkommen. Sofort.“ Im Reservat wird Cole nicht gerade herzlich empfangen, außer von Brady und Eva. Ashley bestreitet, ihm je geschrieben zu haben und wird kurz darauf in seinem Trailer erschossen. Cole trifft Choch wieder, einen Gestaltwandler, mal Mann, mal Kojote, den er immer für ein Hirngespinst seiner Kindheit hielt. Er war es, der Cole damals die unglaublichen Kräfte verlieh, und Cole steht nun in seiner Schuld. Seinen Freunden kann er nichts davon erzählen, denn es würde die Rettung rückgängig machen, wenn er die Wahrheit verrät. Brady und Eva kennen Choch nur als ganz normalen Mann, der im Diner arbeitet. Die Gemeinde versammelt sich, und alle sind sehr besorgt über den Mord an Ashley, aber mindestens ebenso sehr über die Grippewelle, die sich schnell und mit schwerem Verlauf im Reservat ausbreitet. Cole und seine Freunde wollen herausfinden, wer Ashley getötet hat und durchsuchen den Trailer. Eva, die super im Fährten lesen ist, findet eine Spur zu einem Camp im Wald. Häuptling Chief Crate stirbt an der Grippe, nach nur einem Tag! Die Leute geben Cole die Schuld, weil der Chief direkt nach dessen Ankunft erkrankte. Es kursieren diverse Verschwörungstheorien über Cole. Auch über seine Beteiligung am Mord an Ashley wird spekuliert und natürlich immer wieder über das Schulfeuer von vor 10 Jahren, wo Cole „egoistisch“ nur seine Freunde rettete. Auch auf Twitter wird gegen ihn gehetzt, #ScheißverbrecherCole. Ein weiterer Mord geschieht. Cole durchsucht das Camp im Wald, zusammen mit dem Geist der kleinen Jayne, die bei dem Feuer umkam und Cole nun begleitet, um ihn zu beschützen, unsichtbar für andere. Sie finden Mappen mit Akten über einige Schüler. Es scheint sich um Aufzeichnungen eines Medikamententests zu handeln. Cole erinnert sich an die „Vitamintabletten“, die sein Vater ihm immer zum Frühstück gab und daran, dass dieser im Labor an einem biologischen Wirkstoff gearbeitet hat. Gibt es einen Zusammenhang mit der rätselhaften Grippe? Cole stolpert über eine Leiche und wandert wegen Mordverdachts ins Gefängnis. Er macht sich Sorgen um Eva. Sie und er sind die einzigen Überlebenden von den Kindern aus den Akten. Eva wird sicher bei der heutigen Gedenkfeier für die Opfer des Schulbrandes sein und der Mörder wahrscheinlich auch. Cole nutzt seine Kraft, um aus dem Gefängnis zu fliehen und sucht nach Eva. Ein Maskierter zielt mit einer Waffe auf sie und trifft ihren Vater, der sich schützend vor sie wirft. Der Schütze flieht, und Cole nimmt die Verfolgung auf ...
Ein tolles Buch! Vor allem fand ich gut, dass Cole alles andere als ein typischer Superheld ist. Bei einem Superhelden denkt man normalerweise an jemanden, der furchtlos ist und seine Superkräfte souverän einsetzt, um jeden Tag die Welt zu retten. Cole ist auf den ersten Blick nur ein Junge, der irgendwie versucht, mit einem traumatischen Kindheitserlebnis (Schulbrand) und den daraus entstandenen Panikattacken und Schuldgefühlen fertig zu werden. Erst nach und nach merkt Cole, was in ihm steckt. Was ich auch cool fand, war die Location, so sieht man mal, wie es in der heutigen Zeit in einem Indianerreservat zugeht, wo Tradition und Moderne aufeinanderprallen.
Viel Spaß beim Lesen!!!

Buch bestellen?
https://ravensbuch.de/shop/item/9783875363371

Mittwoch, 23. September 2020

"Die Abenteuer von Freya Warmherz – Gezeitennebel"

Heute gibt es mal wieder einen ganz besonderen Buchtipp von mir aus der Kategorie "Perlen abseits der Bestseller-Listen":

Martin Heckt
Die Abenteuer von Freya Warmherz – Gezeitennebel
978-3-347-03605-5
Tredition Verlag
Alter: 12+

Auf dem Planeten Kanthorus werden Waren in der Regel per Schiff transportiert, wie auf der „Soleil Royal“, einem Handelsschiff mit 750 Mann Besatzung, unter dem Kommando von Kapitän Kardona. An Bord hat Freya Warmherz mit ihren besten Freunden Elah und Byrt (und der Ente Leviathan, dem Schiffsmaskottchen) schon eine Menge Abenteuer mit Seeungeheuern und Piraten erlebt. Doch zur Zeit ist alles ruhig, trotzdem wirkt der Kapitän sehr angespannt. Als das Schiff in Quarakalto, der Heimatstadt von Kardona, anlegt, beobachten Freya und ihre Freunde beim Landgang in einer Taverne, wie der Kapitän mit einem Mann in Streit gerät. Es stellt sich heraus, dass dieser Mann Kardonas Bruder Mamora ist. Kardona lässt sich mit ihm auf eine riskante Wette ein. Er muss binnen 2 Wochen den Hafen von Aritholka erreichen, was eigentlich unmöglich ist, sonst verliert er die „Soleil Royal“! Um ihr Ziel rechtzeitig zu erreichen, wählt Kardona eine äußerst riskante Route, direkt entlang der Küste, um dann in eine Flussmündung einzubiegen, die kaum breit und tief genug für ein Schiff von der Größe der „Soleil Royal“ ist. Sie müssen gefährlichen Untiefen ausweichen, doch dank Freya im Ausguck laufen sie nicht auf Grund. Doch dann gerät das Schiff in einen seltsamen, undurchdringlichen Nebel. Zwar erreichen sie bald darauf ihr Ziel, aber Dorf und Hafen sind spurlos verschwunden, doch die Koordinaten sind ohne Zweifel korrekt. Kardona berät sich mit Freya und ihren Freunden und beschließt, die kleine Gruppe mit dem Beiboot zu Erkundungszwecken an Land zu schicken. Er sieht Führungspotential in Freya, doch sie selbst betrachtet sich nicht als Anführerin. Es gibt keine Spur von den Gebäuden oder den Einwohnern des Dorfes, dafür aber Spuren wilder Tiere und Pflanzen, die eigentlich schon seit Millionen Jahren ausgestorben sind. Als sie von den Urahnen ihres Volkes angegriffen werden, beginnt Freya zu verstehen. Der Nebel hat sie in die Vergangenheit getragen, doch wie kommen sie zurück? Zurück an Bord erstattet sie dem Kapitän Bericht und unterbreitet ihm ihre Theorie bezüglich des Nebels. Nach anfänglicher Skepsis stimmt Kardona zu, zurück in den Nebel zu fahren und informiert den Rest der Mannschaft über alles. Der Nebel hüllt das Schiff ein, doch wird der Plan funktionieren? Die sonst immer so positiv eingestellte Freya hat Angst, ihre Familie nie wieder zu sehen. Plötzlich werden sie von einem Kriegsschiff angegriffen, das eindeutig nicht aus ihrer Zeit stammt, sondern aus der Vergangenheit, als die unterschiedlichen Völker von Kanthorus noch verfeindet waren. Tapfer erwidern die Kanonen der „Soleil Royal“ das Feuer, doch sie haben keine Chance im Kampf. Es bleibt nur die Flucht in den Nebel. Das Schiff ist beschädigt. Es gibt 23 Verletzte und 15 Tote! Einem Kampf mit einem weiteren, riesigen Kriegsschiff können sie zum Glück durch eine List entgehen. Der unberechenbare Nebel schickt sie daraufhin in die Zukunft. Weiße Apparate, ihnen unbekannte Flugkörper, die Freya nur als „Fliegedinger“ bezeichnen kann, umschwärmen das Schiff. Die Stadt Aritholka besteht nun aus einem weißen, unbekannten Material. Die „Solei Royal“ wird willkommen geheißen. Man hält sie für eine Nachbildung und die Besatzung für kostümierte Schauspieler, die zur 40000-Jahr-Feier angereist sind. Zu ihrer Verwunderung muss Freya feststellen, dass sie in dieser Zeit als Heldin verehrt wird, doch sie hat keine Ahnung warum …
Echte Heldinnen brachen keine Superkräfte! Freya war mir von Anfang an sympathisch, und die ganze Idee mit dem Nebel ist einfach nur super cool. Und ein paar echt witzige Stellen gibt es auch, vor allem, als sie in der Zukunft sind.
Fazit: Eine tolle Abenteuer-Fantasy-Geschichte!!!
(Ist zwar der 4. Band der Reihe, kann man aber ohne Probleme unabhängig lesen.)

Viel Spaß beim Lesen!!!

Buch bestellen?
https://ravensbuch.de/shop/item/9783347036055