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Mittwoch, 31. Mai 2017

"Diabolic – Vom Zorn geküsst"

Galaktische Dystopie: "Diabolic – Vom Zorn geküsst"!

S.J. Kincaid, übersetzt von Ulrich Thiele
Diabolic – Vom Zorn geküsst
978-3-401-60259-2
Arena Verlag
Alter: 14+

Sie sehen aus wie Menschen, aber sie haben keine Seele. Sie wurden erschaffen, um zu dienen, zu beschützen und zu töten. Sie sind stark, schnell und brutal. Man nennt diese Wesen Diabolics. Nemesis ist eine Diabolic. Sie wuchs im Käfig auf, bis sie auf Sidonia, die Tochter einer Matriarchin und eines Senators geprägt wurde. Um Sidonia zu schützen, würde Nemesis alles tun. Sidonia behandelt sie nicht wie ein seelenloses Ding, sondern wie eine Freundin, wenn nicht sogar wie eine Schwester. Viele Menschen sehen in den Diabolics eine Gefahr, und eines Tages werden sie vom Kaiser verboten. Sidonias Eltern täuschen Nemesis Tod vor. Der Kaiser des intergalaktischen Imperiums gibt nichts auf Wissenschaft und Forschung. Für ihn sind alle, die sich damit beschäftigen, Ketzer, die die wahre Religion in Frage stellen. Sidonias Vater stellt sich offen gegen den Kaiser und handelt sich damit große Probleme ein. Der Kaiser verlangt, dass Sidonia als Gast/Geisel an den kaiserlichen Hof kommt. Sidonias Mutter will das nicht zulassen. Sie will Nemesis an Sidonias Stelle schicken. Nemesis Äußeres wird modifiziert und sie lernt alles, was sie benötigt, um am Hof die zarte, schwache und unschuldige Sidonia verkörpern zu können. Sidonia ist entsetzt, als sie von dem Plan hört und lässt Nemesis nur widerwillig gehen. Am Hof lernt Nemesis den grausamen Kaiser und seinen geisteskranken Neffen Tyrus kennen. Der Kaiser hat seine eigenen Diabolics behalten, und Nemesis muss sich anstrengen, um ihnen nicht aufzufallen. Kaum auszudenken, was geschehen würde, sollten sie sie als eine der ihren erkennen. Die meisten Adligen am Hof sind „Sidonia“ nicht wohlgesonnen. Neveni, eine niedere Adlige, deren Mutter als Ketzerin gilt, sucht jedoch ihre Freundschaft. Eines Tages ruft der Kaiser alle zu einer großen Versammlung. Er hat alle aufsässigen Familien im Reich töten lassen und erklärt nun die jungen Geiseln zu deren Erben. Da Sidonia nun tot ist, gibt es für Nemesis nur noch eins: Rache! Sie will den Kaiser töten. Überraschenderweise steht Tyrus ihr dabei zur Seite, denn er will den Thron seines Onkels. Er ist nicht so irre, wie alle denken, sondern will eine bessere Zukunft für alle. Da er erkannt hat, was Nemesis in Wahrheit ist, kann sie ihm dabei von großem Nutzen sein, als seine persönliche Diabolic und als seine Ehefrau. Als die beiden offiziell als verliebtes Paar auftreten, kündigt Neveni Nemesis die Freundschaft, denn sie ahnt nichts von ihren wahren Absichten. Der Kaiser will Neveni hinrichten wegen einer Rebellion auf ihrer Welt, die sich vom Imperium abspalten will. Tyrus bietet seinem Onkel an, die Rebellion niederzuschlagen. Doch er verhandelt mit den Rebellen, statt sie mit einer Biowaffe zu eliminieren, wie der Kaiser es wollte. Der Kaiser ist nicht glücklich über dieses eigenmächtige Handeln. Ihm fällt auf, wie sehr sein Neffe sich verändert hat, doch der erklärt dies mit seiner Liebe zu „Sidonia“ und ihrem positiven Einfluss. Tyrus fährt damit fort, die Macht des Kaisers zu untergraben, sein verändertes Verhalten bringt ihm Sympathien und er kann seine Machtposition weiter ausbauen. Nemesis ist verwirrt, da sie tatsächlich Gefühle für Tyrus entwickelt. Tyrus Kuss bringt sie völlig aus der Fassung. Sie hat Angst vor diesen Gefühlen, die eine Diabolic überhaupt nicht besitzen sollte. Dann taucht, getarnt als Gouvernante, Sidonia am Hof auf, die das Massaker an ihrer Familie überlebt hat. Nemesis ist hin und her gerissen zwischen ihrer Treue zu Sidonia und ihrer Liebe zu Tyrus. Tyrus intrigante Großmutter schmiedet derweil ihre eigenen Pläne … .
Eine geniale Dystopie-Story voller überraschender Wendungen! Ich war völlig gefesselt!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Staubgeboren – Die Stadt der Vergänglichen"

Was wäre wenn: "Staubgeboren – Die Stadt der Vergänglichen"!

Fabio Geda und Marco Magnone, übersetzt von Christiane Burkhardt
Staubgeboren – Die Stadt der Vergänglichen
978-3-7641-7067-7
Ueberreuter Verlag
Alter: 12+

Westberlin im Jahr 1978: Vor etwa zwei Jahren hat ein Virus die gesamte erwachsene Bevölkerung ausgelöscht. Die Kinder und Jugendlichen haben sich in Gruppen zusammengetan, um zu überleben. Es gibt die Zoo-Gruppe, die Tegel-Gruppe, die Gropiusstadt-Gruppe, die Havel-Gruppe und die Reichstags-Gruppe. Die Vorräte in den Häusern und Supermärkten sind längst aufgebraucht oder verdorben, Strom gibt es schon lange nicht mehr. Es ist hart, genügend zu Essen zu finden, besonders im Winter. Eines Tages wird der zweijährige Theo aus der Havel-Gruppe von der radikalen Tegel-Gruppe entführt. Die Tegel-Gruppe verehrt den Tod, und Theo ist ein sogenanntes „Kind des Todes“, da sich seine Mutter während der Schwangerschaft mit dem Virus infizierte. Die Tegel-Gruppe „besitzt“ bereits ein solches Kind, die kleine Anneke. Nora aus der Havel-Gruppe, Theos Tante, macht sich mit ihren Freundinnen Christa und Britta auf den Weg, um die Gropiusstadt-Gruppe um Hilfe zu bitten. Deren Anführer Sven lehnt jedoch ab. Er hat bisher keine guten Erfahrungen mit der Tegel-Gruppe gemacht. Doch sein Freund Jakob will den Mädchen helfen und folgt ihnen. Dabei kommt er dummerweise dem fiesen Timo aus Reichstags-Gruppe in die Quere, und es kommt zu einer Prügelei, als Jakob zwei Zoo-Kindern zu Hilfe kommt, die von Timo bestohlen wurden. Jakob wird gefangen genommen. Im Reichstag gibt es unterdessen Grund zum Feiern. Im Parlamentssaal wurde das erste Kind nach der Katastrophe geboren, der kleine Abel, Sohn der Anführers Michael und seiner Freundin Lisbeth. Jakob wird von seinen Freunden Sven und Bernd befreit. Die Flucht verläuft nicht ohne Probleme, doch sie bekommen Hilfe von den Zoo-Kindern. Sven ändert seine Meinung, und gemeinsam mit den Havel-Mädchen Nora, Christa und Britta auf machen sich die drei Gropiusstadt-Jungs schließlich auf, um den kleinen Theo aus den Fängen der Tegel-Gruppe zu befreien. Theo ist in großer Gefahr, denn am Flughafen finden schon bald die Todesspiele statt. Gemeinsam gelingt es den Rettern, zu Theo zu gelangen, doch sie laufen in eine Falle. Jetzt sind sie alle Gefangene und unfreiwillige Teilnehmer der Todesspiele. Bei den Todesspielen handelt es sich um fünf lebensgefährliche Mutproben. Die Gefangenen müssen gegen die Tegel-Gruppe antreten. Gewinnen sie, sind sie und Theo frei und können gehen, aber wenn sie verlieren, müssen sie alle ihre Territorien an die Tegel-Gruppe abtreten. Ihnen bleibt keine andere Wahl als zu kämpfen. Christa gewinnt überraschend die erste Runde gegen Jörg von der Tegel-Gruppe. Es gelingt ihr, barfuß über glühende Kohlen zu laufen. Ihr Vater hatte ihr einmal erklärt, wie das geht, ganz ohne Magie, nur mit Wissenschaft. Dann muss Jakob gegen Wolfrun antreten. Wer als erster zwei von drei Ringen aus einem schlammigen Wasserbecken holt, gewinnt. Durch einen miesen Trick der gegnerischen Mannschaft verliert Jakob. Auch Nora unterliegt, als es darum geht, an einem Seil bis zum Kontrollturm zu klettern. Das ist nicht so leicht, wenn man dabei mit Steinen beschossen wird. Beinahe stürzt sie ab. Britta und Bernd jedoch haben Glück. Da Bernd Erfahrung mit Tieren hat, ist es ein Leichtes für ihn, ein Huhn einzufangen, was den Gegnern nicht gelingt, da sie nur hirnlos hinter dem Tier herjagen. Nun herrscht Gleichstand. Alles hängt jetzt von Sven ab, der in einem brutalen Rollschuh-Duell gegen Tegel-Anführerin Chloe antreten muss, und Sven geht es gesundheitlich gar nicht gut. Hat er eine Chance?
„Panem light“ in einem neuen, alten Westberlin! Coole Idee und recht spannend gemacht!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Concentr8"

Unter Kontrolle: "Concentr8"!

William Sutcliffe, übersetzt von Moritz Seibert und Katharina Kastner
Concentr8
978-3-499-21739-5
Rowohlt (Rotfuchs) Verlag
Alter: 13+

London in nicht allzu ferner Zukunft: Jugendliche mit ADHS erhalten das neue Medikament Concentr8. Dadurch werden genervte Lehrer und Eltern entlastet und gleichzeitig wird Unruhen und Krawallen durch die Störenfriede vorgebeugt. Längst kam die Frage auf, ob es hier noch um mentale Gesundheit oder um soziale Kontrolle geht. Concentr8 wirkt schneller und besser als Ritalin, und es ist günstig in der Produktion. Als es dennoch einmal zu einem Engpass kommt, sind die Auswirkungen verheerend. Es kommt zu Randale auf den Straßen, Prügeleien, Plünderungen … . Blaze und seine Freunde nehmen vor dem Rathaus einen Mann als Geisel und verschleppen ihn in ein Lagerhaus. Obwohl den anderen klar ist, was für einen Scheiß sie da bauen, folgen alle Blaze. Keiner wagt es, zu widersprechen. Troy frisst Blaze aus der Hand, ist ihm treu ergeben, Femi versucht halbherzig auszusteigen, erkennt dann aber, dass es für ihn gesünder ist zu bleiben, Lee ist einfach dumm wie Brot, und Karen ist irgendwie so etwas wie Blazes feste Freundin. Die Gruppe hebt mit der Karte der Geisel 200 Pfund ab und investiert diese in Alcopops und Knapperzeug. Sie machen die ganze Nacht Party, während die Geisel im Nebenraum an die Heizung gefesselt ist und Todesängste aussteht. Der Mann versucht, Troy auf seine Seite zu ziehen, doch der bleibt standhaft. Die Polizei umstellt das Gebäude und geht auf die Forderungen der jungen Geiselnehmer nach Concentr8 ein. Sind Concentr8 oder besser der Entzug von Concentr8 schuld an der ganzen Misere? Der Bürgermeister redet sich aus allem heraus, und selbst Professor Pyle, der Erfinder von Concentr8, äußerst sich in einem Interview mit einer Journalistin namens Amanda nur sehr wage über die Abhängigkeit und die möglichen Entzugserscheinungen bei Concentr8, verplappert sich aber doch noch, nachdem das Interview eigentlich schon vorbei ist und sie ihn geschickt in einen lockeren Plausch verwickelt. Der Bürgermeister ist darüber „not amused“. Die Geiselnahme dauert an, und Blaze droht, der Geisel Finger oder Zehen abzuschneiden. Die Medien berichten intensiv über das Geschehen, obwohl die Geisel ein „Niemand“ ist, und die Stimmung in der Gruppe der Geiselnehmer wird immer schlechter. Alle haben Angst vor Blaze und seinem unberechenbaren Verhalten. Nur Troy hält noch fest zu ihm, da Blaze immer sein Schutzengel war. Beide hatten eine miese Kindheit. Troy liest auf seinem Handy den Enthüllungsbericht der Journalistin Amanda und ihm wird klar, dass er und die anderen aus den falschen Gründen wütend waren. Er erkennt, dass er seit frühester Kindheit mit Drogen ruhiggestellt wurde und nun endlich aufgewacht ist. Das erkennt auch Blaze, der den gesamten Vorrat an Concentr8 verbrennt. Femi kann es nicht fassen, dass das hart erkämpfte Medikament, das er so dringend „braucht“, nun weg ist. Blaze schleicht sich ohne das Wissen der anderen aus dem Lagerhaus und trifft sich mit Amanda. Die hatte in seinem Viertel recherchiert und über seine Mutter Kontakt mit ihm aufgenommen. Blaze dreht beim Interview den Spieß um und löchert Amanda über Concentr8. Sie bemerkt, dass er nicht dumm ist und fragt, was er und die anderen wollen. Blaze will den Bürgermeister sprechen. Tatsächlich erscheint der wenig später beim Lagerhaus. Doch er denkt dabei nur an sein Image. Selbst seine Frisur ist ihm wichtiger als die Gesundheit der Geisel. Die Situation eskaliert … .
Von der Grundidee ist diese Dystopie sehr interessant, leider ist die Story trotz des ständigen (teils auch etwas nervigen) Perspektivenwechsels etwas zäh.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 24. Mai 2017

"Kicker im Kleid"

Dennis in der Zwickmühle: "Kicker im Kleid"!

David Walliams, übersetzt von Dorothee Haentjes-Holländer
Kicker im Kleid
978-3-499-21784-5
Rowohlt (Rotfuchs) Verlag
Alter: 10+

Der zwölfjährige Dennis lebt mit seinem Vater und seinem älteren Bruder John allein, seit seine Mutter die Familie verlassen hat. Seitdem gilt in dem Männerhaushalt die strenge Regel: kein Mädchenkram! Das bedeutet: nicht Jammern, nicht Heulen und keine Umarmungen, es sei denn, es geht um Fußball. Und Fußball lieben alle drei. Dennis ist der Torschützenkönig seiner Schule, John spielt auch nicht übel, und der Vater ist aufgrund seiner Masse ein prima Torwart. Seit die Mutter aus dem Haus ist, hat der, ohnehin schon übergewichtige, Fernfahrer noch etliche Pfunde zugelegt. Außer Fußball hat Dennis noch eine andere Leidenschaft: Mode. Heimlich kauft er sich die „Vogue“. Als sein Vater sie unter der Matratze entdeckt, landet sie im Müll. John meint, solche Zeitschriften lesen nur Mädchen und Schwuchteln. Eines Tages muss Dennis nachsitzen, weil er einen Ball ins Fenster des Schuldirektor-Büros geschossen hat. Dabei lernt er Lisa kennen, die die ganze Zeit Mode-Skizzen zeichnet. Die beiden freunden sich an. Dennis besucht Lisa nun oft, denn sie hat einen ganzen Stapel Vogue-Hefte, sogar welche aus Italien, eine Nähmaschine und einen Schrank voller wunderbarer Kleider. Zum Spaß probiert er welche davon an und lässt sich von Lisa schminken. Lisa überredet ihn, im orangefarbenen Pailletten-Kleid, mit Stöckelschuhen und Perücke auf die Straße zu gehen. Sie stellt ihn dem Kiosk-Besitzer Raj, der Dennis gut kennt, als Austauschschülerin Denise aus Frankreich vor. Raj fällt darauf rein. Lisa und Dennis lachen sich kaputt. Nun soll Dennis auch in der Schule für einen Tag die Rolle der Denise spielen. Das wird sicher ein Riesenspaß, meint sie. Am Anfang ist es das auch. Nicht einmal Dennis bester Kumpel erkennt ihn. Dennis amüsiert sich köstlich, bis zur Doppelstunde Französisch. Obgleich er bisher erfolgreich die Französin gespielt hat, reichen seine Sprachkenntnisse bei weitem nicht aus, um Französischlehrerin Miss Windsor zu täuschen. Ihm bleibt nur eine Wahl. Er behauptet, ihre Aussprache wäre derart miserabel, dass er kein Wort verstünde. Miss Windsor ist am Boden zerstört und bricht in Tränen aus. Sie tut Dennis leid. In der Pause spielen die anderen auf dem Hof Fußball. Da juckt es Dennis richtig in den Füßen. Als der Ball in seiner Nähe landet, kann er einfach nicht anders. Er nimmt Anlauf und kickt. Der Ball fliegt los, der Stöckelschuh hinterher, und Dennis haut es die Perücke vom Kopf. Alle lachen. Nur der Direktor lacht nicht. Er ist fuchsteufelswild. Dennis wird von der Schule geworfen, wegen eines groben Verstoßes gegen die Kleiderordnung. Schon wenn der Rock der Schuluniform zu kurz ist (wie bei Lisa), gibt es Nachsitzen. Außerdem verbietet der Direktor für alle Zeit das Ballspielen auf dem Hof. Was Dennis jedoch am meisten mitnimmt, ist dass er nun nicht beim Finale spielen darf. Nur durch seine Tore hat es die Schule ins Viertel- und ins Halbfinale geschafft. Ohne ihn haben sie keine Chance. Doch sein Flehen stößt beim Direktor auf taube Ohren. Dennis will sich das große Fußballspiel wenigstens ansehen und seine Kameraden anfeuern. Leider läuft es gar nicht gut. Seine Mannschaft liegt weit zurück, und die Gegner spielen nicht fair. In der Halbzeitpause hat Lisa eine Idee. Die gegnerische Mannschaft und die Zuschauer staunen nicht schlecht, als das Team mit Dennis aufs Spielfeld zurückkehrt. Alle tragen Kleider! Der Direktor kann schließlich nicht das ganze Team von der Schule werfen. Werden sie nun doch noch den Sieg davontragen? Und was sagt Dennis Vater zu dem Auftritt seines Sohnes?
David Walliams, Autor der „Gansta Oma“, schreibt echt genial! Ich hab mich schief gelacht!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Die Brüllbande"

Die coolste Band aller Zeiten: "Die Brüllbande"!

Jörg Isermeyer
Die Brüllbande
978-3-407-82212-3
Beltz Verlag
Alter: 8+

Das coole Spielzeug-Raumschiff im Schaufenster hat es Bastian angetan. Leider reicht sein Taschengeld nicht mal annähernd dafür. Seine sturen Eltern wollen einfach nicht mehr rausrücken. Zum Zeitung austragen oder Babysitten ist er zu jung. Eine Bank überfallen oder seine nervige, kleine Schwester verkaufen geht auch nicht. Also versucht er es mit Einkaufen für die alte Nachbarin Frau Brommelbacher, doch da er noch nie zuvor allein eingekauft hat, wird das ein Desaster. Tomaten und Eier landen ganz unten in der Tüte, alles ist Matsch, und seinen Lohn kann er sich abschminken. Ein Straßenmusiker bringt ihn auf eine Idee. Er wird eine Band gründen und reich werden. Dumm nur, dass er kein Instrument spielt und auch seine Freunde alle unmusikalisch sind. Die erste Gesangsprobe mit Tammo, Claudia und Yüksel auf dem Schulhof treibt alle anderen Schüler in die Flucht. Die Band ist eine Katastrophe! Doch nicht nur Bastian hat Sorgen. Sein Vater hat Probleme im Job. Sein Windkraftanlagen-Projekt, in das er viel Zeit und Energie gesteckt hat, wird verworfen. Er bekommt Depressionen und liegt nur noch auf dem Sofa. Bastians Mutter meint, er sei krank. Bastian und seine kleine Schwester Sophie verstehen die Krankheit ihres Vaters nicht. Wenn sie kein Fieber haben, müssen sie immer zur Schule oder in den Kindergarten. Warum darf ihr Vater einfach zuhause bleiben? Bastians Mutter findet es nicht gut, wenn Bastian und sein Freunde im Haus proben, solange es dem Vater nicht gut geht. Bastian lügt ihr etwas von einem Schulprojekt vor und sagt ihr außerdem, dass Straßenmusiker David, den er als Manager für die Band engagiert hat, Claudias Onkel sei. David plant, mit den Kindern eine tolle Show auf die Beine zu stellen, und sie basteln sich Instrumente aus Kartons, Holzresten und Blechbüchsen. Von Frau Brommelbacher, die früher viel gemalt hat, schnorren sie sich Farbe, und die Instrumente werden richtig cool. Nur über den Musikstil können sie sich zunächst nicht einig werden. Schließlich entscheiden sie sich für ein paar Songs von den Beatles. Zu den bekannten Melodien wollen sie sich eigene Texte ausdenken. Bastian sorgt sich immer mehr um seinen Vater, nachdem er zufällig einen Arbeitskollegen von ihm getroffen hat. Obwohl er versprochen hat, wieder zur Arbeit zu gehen, hat sein Vater heimlich geschwänzt und noch dazu seine Familie belogen. Bastians Mutter erklärt ihm, was Depressionen sind, und plötzlich ist das Raumschiff für Bastian gar nicht mehr so wichtig. Sein Vater geht vor! Er muss es irgendwie schaffen, dass es ihm wieder besser geht. Vor lauter Grübeln wird Bastian selber ganz trübsinnig, sagt die Bandprobe ab, geht seinen Freunden aus dem Weg und würde die Band am liebsten gleich auflösen. Mit David mag er auch nicht reden. Seine Mutter hat sowieso gesagt, er soll es nicht überall herumerzählen. Bastians Freunde merken jedoch, dass ihn etwas bedrückt und wollen helfen. Als sie dann plötzlich unangemeldet vor der Tür stehen, erzählt Bastian ihnen alles. Die Bandprobe findet nun doch noch statt, und Bastian gelingt es, seinen Vater zum Lachen zu bringen, wenn auch nur kurz. Zum ersten offiziellen Auftritt muss sein Vater natürlich dann auch mit. Die Band tritt in schrillen Kostümen auf, das Publikum tobt, und zum Schluss zerschmettern sie wie echte Rockstars ihre Instrumente. Die „Brüllbande“ ist geboren! Doch wird jetzt aus Bastians Vater und seinen Depressionen? Da hat David eine Idee und steht kurz darauf vor Bastians Tür – mit Frau Brommelbacher im Schlepptau… .
Achtung, jetzt wird’s laut! Eine tolle, witzige Geschichte mit unerwartet viel Tiefgang!
Viel Spaß beim Lesen!!!
 

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