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Mittwoch, 25. September 2013

"Septembermädchen"

Wird sie das nächste Opfer sein?: "Septembermädchen"!

Kathrin Lange
Septembermädchen (ein „Arena-Thriller)
978-3-401-06843-5
Arena Verlag
Alter: 12+

Leo (Leonie) stößt nach dem Handballtraining im Industriepark mit dem attraktiven Elijah Ortega zusammen und ist sofort ganz hin und weg von ihm. Später trifft sie sich mit ihrer Freundin Hannah, die sich, genau wie Leo, wundert, wo denn Amy, die dritte im Bunde, bleibt. Amy war nicht beim Klavierunterricht und taucht auch in den nächsten Tagen nicht wieder auf. Da sie jedoch eine SMS schickt, machen sie sich anfangs keine Sorgen. Leo erfährt, dass Elijah in der Schülerkneipe Noah's kellnert und geht dorthin, zum ersten Mal seit ihrer Trennung von Ex-Freund Fabian. Sie trifft Elijah dort und auch ihre Freunde Hannah und Thommy merken sofort, dass sich Leo verliebt hat. Thommy, der im Rollstuhl sitzt, ist Leos bester Kumpel und schon länger in sie verliebt, doch obwohl sie ihn auch mag, löst er in ihr nicht dieses Kribbeln aus, das sie in Elijahs Nähe spürt. Dann taucht auch noch Fabian auf, der von seiner Neuen verlassen wurde und Leo zurück will. Doch Leo hat nur Augen für Elijah. Währenddessen sitzt Amy gefangen in einem fensterlosen Raum und wartet auf Rettung. Sie weiß nicht, wer sie entführt hat. Leo trifft sich öfter mit Elijah, der in einer Halle im Industriepark Capoeira (eine brasilianische Kampfsportart, die Tanz mit Kampf vereint) trainiert und lernt auch seinen Vater und seinen älteren Bruder Daniel kennen. Vater Ortega wuchs in den Favelas von Rio de Janeiro auf und hat seine Söhne zu Kämpfern erzogen. Von Frauen hat er keine hohe Meinung und verbietet den Jungs, Freundinnen zu haben. Trotz des Verbots trifft sich Elijah weiterhin mit Leo, da er ihr einfach nicht widerstehen kann. In letzter Zeit begegnet Leo immer haüfiger dem unheimlichen, geistig verwirrten Obdachlosen Schröder. Er redet vom Septembermädchen, von einer Chrissy, davon dass Amy nicht zurückkommt und dass Leo die nächste sein wird. Gemeinsam mit Thommy findet Leo heraus, dass Chrissy Schröders Tochter war und im letzten September bei einem Unfall ums Leben kam. Sind seine Warnungen ernst zu nehmen oder bringt er in seiner Verwirrtheit alles durcheinander? Leo erfährt, dass Chrissy die Freundin von Daniel Ortega war. Die Polizei ermittelt inzwischen im Fall der verschwundenen Amy und Leo erzählt ihre Mutter „Nene“, die als forensische Psychologin arbeitet, was sie weiß. Sie befürchtet, dass Elijah sowohl mit dem Tod von Chrissy, als auch mit dem Verschwinden von Amy zu tun haben könnte, doch sie hofft, dass es nicht so ist. Woher kommen die Verletzungen, die Elijah dauernd hat? Bei ihrem ersten Treffen hatte er einen Schnitt an der Wange, und dass, wo Leo doch kein Blut sehen kann, und jetzt hat er dort eine neue Wunde und hält sich außerdem auffällig die Rippen. An einen Trainingsunfall kann Leo nicht glauben. Wir er vielleicht von seinem brutalen Vater geschlagen? Elijah redet nicht darüber. Nach einem Treffen mit ihm, läuft Leo wieder einmal Schröder über den Weg, der ihr einen Müllsack zeigt, aus dem eine Hand ragt. Leo ruft die Polizei, die Amys Leiche, denn um die handelt es sich leider, bergen. Woher wusste Schröder von der Leiche? Ist er Amys Mörder? Oder ist doch ein anderer der wahre Täter? Hat sich Leo in einen eiskalten Killer verliebt? Sie ahnt nicht, dass auch sie längst auf der Abschussliste des Mörders steht. Wird sie die Wahrheit rechtzeitig erkennen?
Ein super-toller, neuer „Arena-Thriller“, der mich bis zum Schluss gefesselt hat. Erst am Ende kommt heraus, wer der Mörder ist und wie die Geschichten von Chrissy, Amy und Leo wirklich zusammenhängen. Neben Mord und Totschlag wird natürlich auch wieder etwas fürs Herz geboten. Seltsam ist, dass das Buch ein anderes Cover als angekündigt hat. In den anderen neuen „Arena-Thrillern“ ist es bei den Hinweisen auf weitere neue Titel zart-türkis mit mehreren roten Blättern. Hätte mir besser gefallen, aber ist ja eigentlich egal. Auf den Inhalt kommt es an und der ist klasse!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Familie Grunz hat Ärger"

Normal sind die nicht: "Familie Grunz hat Ärger"!

Philip Ardagh, übersetzt von Harry Rowohlt
Familie Grunz hat Ärger
978-3-407-82032-7
Beltz Verlag
Alter: 8+

Familie Grunz ist alles andere als eine gewöhnliche Familie. Wo sie auch auftauchen, gibt es Ärger. Sie sind meistens grummelig gelaunt und verströmen zudem einen üblen Gestank. Sind die Grunzens überhaupt Menschen? So wie sie aussehen, was sie essen und wie sie wohnen, können einem da schon Zweifel kommen. Auf jeden Fall sind sie sehr sehr seltsam. Ihr Sohn, der den Namen Sohnemann trägt, bezweifelt, dass die Grunzens wirklich seine echten Eltern sind. Tatsächlich hat Herr Grunz irgendwann den Sohnemann als Baby einfach mal so gestohlen, weil er seiner Frau in einem romantischen Moment etwas Schönes schenken wollte. Dass man einen kleinen Jungen nicht in ein blaues Kleid steckt, wissen sie genauso wenig, wie, dass Sohnemann kein richtiger Name ist. Auch das Haus der Grunzens ist mehr als seltsam. Es ist aus allen möglichen Teilen zusammengebaut und hat Räder. Eigentlich ist es mehr ein Wohnwagen, an dem außerdem noch Teile eines Geräteschuppens und eines Motorradbeiwagens befestigt sind. Gezogen wird das merkwürdige Gefährt von den beiden Eseln Klipp und Klapp. Diesmal verschlägt es die Grunzens damit zum Guuthshof. Ja, der schreibt sich wirklich so. Vor dem Guuthshof steht ein komischer Kauz namens Larry Schlecht, der ein T-Shirt mit der Aufschrift „Guuth ist nicht gut genug“ trägt und Steine über die Mauer wirft. Das ärgert nicht nur den Gärtner Sack, der Gartenarbeit verabscheut, sondern auch den Guuthsherren. Auf dem Guuthshof wohnt Herr von Guuth mit seinen vielen Bediensteten. Frau von Guuth ist nach einem Streit nach der Entführung ihres Sohnes in den Schweinestall gezogen. Nach der Ankunft der Grunzens nimmt das Chaos seinen Lauf. Dabei spielt nicht nur ein großer Bienenschwarm eine Rolle, sondern auch minderwertige Metallgeländer, streikendes Personal, ein Zirkusclown und ein Schuhputzmädchen. Sohnemann macht sich inzwischen so seine Gedanken. Was, wenn er der entführte Horaz Guuth wäre? Könnte das nicht sein? Zum Schluss gibt es ein Happy End mit Feuerwerk, Elefant und - jeder Menge Bienen!
Es gibt nur eins, was noch mehr Spaß macht, als dieses Buch zu lesen, und zwar, es sich von Harry Rowohlt vorlesen zu lassen! Beim Hören des Hörbuches (978-3-407-82040-2) habe ich mich halb totgelacht. Harry Rowohlt ist einfach der perfekte Sprecher für diese haarsträubend komische Geschichte. Keiner kann so gut (oder heißt das dann guuth ;-)?) "Biiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiieeenen!!!" schreien ;-). Als ich das Paket mit dem Leseexemplar und der CD öffnete, bin ich allerdings zunächst fast zu Tode erschrocken. Dank eines raffinierten Mechanismus, wurde ich beim Aufklappen des Deckels mit Harry Rowohlts Stimme begrüßt, und zwar mit einem lauten „UUUUAAAAAAuuuuuuaaaaaaauuuuuuu“! Dann hieß er mich herzlich bei den Grunzens willkommen. Coole Idee vom Verlag! Dann habe ich gleich die CD gehört und danach das Buch gelesen und mich beides mal köstlich amüsiert. Allerdings sollte man schrägen Humor mögen, sonst hat man wahrscheinlich nicht so viel zum Lachen. Die Figuren, die in der Geschichte auftauchen, sind wirklich sehr schräg, bis auf den Sohnemann vielleicht, der aus dieser Freakshow trotz seines Outfits irgendwie heraussticht. Die Namen fand ich auch super witzig. Da gibt es nicht nur die Grunzens, deren Name ja zu ihnen passt, wie die Faust aufs Auge, sondern da gibt es auch noch einen Butler namens Pfirsing, den Gärtner Sack, den Clown Lippi, Hans-das-Faktotum … . Lernt sie doch einfach selbst kennen!
Viel Spaß beim Lesen oder Hören!

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"Und wenn wir fliehen"

Das Virus ist überall: "Und wenn wir fliehen"!

Megan Crewe, übersetzt von Birgit Salzmann
Und wenn wir fliehen (Band 2 der Virus-Trilogie)
978-3-596-85454-7
Fischer KJB
Alter: 12+

Das tödliche Virus, das die Insel befallen hat, hat sich mittlerweile auch auf dem Festland Kanadas ausgebreitet. Kaelyn, die bis vor Kurzem noch auf Hilfe von dort gehofft hat, erkennt, dass sie sich selbst helfen muss. Vor seinem Tod hatte ihr Vater einen Impfstoff entwickelt, doch die wenigen existierenden Dosen reichen nicht für die Überlebenden der Insel, geschweige denn für die restliche Weltbevölkerung. Kaelyn muss jemanden finden, der in der Lage ist, den Impfstoff zu reproduzieren. Zusammen mit ihrem Freund Gav, ihrer Freundin Tessa und ihrem besten Freund Leo, der endlich zurück auf der Insel ist, schmiedet sie einen Plan. Doch plötzlich wird die Insel bombardiert und sie müssen Hals über Kopf fliehen. Mit dabei ist auch Kaelyns kleine Cousine Meredith, die dank einer Bluttransfusion von Kaelyn das Virus überlebt hat. Unterstützt werden sie von dem jungen Soldaten Tobias, der sie nach Ottawa begleiten will, wo sie ein Labor und Ärzte zu finden hoffen. Doch der Weg ist weit und nicht ungefährlich. Die wenigen Überlebenden sind ihnen meist nicht freundlich gesinnt. Sie denken nur an ihr eigenes Überleben und würden oft schon für ein paar Lebensmittel töten. Schon nach einer kurzen Wegstecke mit dem Truck sind sie gezwungen zu Fuß weiterzugehen. Es schneit und ist bitterkalt. Die Vorräte und die Proben des Impfstoffes transportieren sie auf Schlitten. Irgendwie hat sich die Existenz des Impfstoffs herumgesprochen und sie werden von einer Gruppe verfolgt, die keinerlei Skrupel zeigt. Diese Leute wollen den Impfstoff um jeden Preis in die Hände bekommen. Kaelyn und ihre Freunde schlagen sich von einer Stadt zur nächsten durch und meiden den Kontakt zu anderen Menschen. Da einige von ihren Freunden, unter anderem auch Gav, nicht immun gegen das Virus sind, hält Kaelyn es für das Beste, den Menschen aus dem Weg zu gehen. Infizierte und Überlebende sind jedoch gleichermaßen gefährlich. Einmal aber, während eines Schneesturmes, sind sie gezwungen, bei anderen Schutz zu suchen. Einige Menschen haben in einer ehemaligen Künstlerkolonie Zuflucht gefunden, bauen Obst und Gemüse in einem Gewächshaus an und verhalten sich friedlich und freundlich. Tessa, die viel Erfahrungen mit Pflanzen und Gewächshäusern hat, entschließt sich dazu, dort zu bleiben. Kaelyn bittet sie, auch Meredith dort bei sich zu behalten, da sie dort relativ sicher wäre. Gemeinsam mit den Jungs macht sie sich dann wieder auf den Weg. Der vierzehnjährige Justin, der aus der Kolonie abgehauen ist und mitkommen will, schließt sich ihnen an. Als sie Ottawa erreichen, ist die Enttäuschung groß. Die Regierung wurde gestürzt, sie finden weder Ärzte noch sonstige Hilfe, dafür kommen ihre Verfolger immer näher. Was nun? Sollen sie ihr Glück in Toronto versuchen? Dann zeigen sich bei Gav erste Symptome des Virus, doch Kaelyn gibt die Hoffnung nicht auf. Dann hört sie plötzlich über Funk die Stimme ihres Bruders Drew, den sie längst für tot gehalten hat … .
Die spannende Geschichte von Kaelyn und ihren Freunden aus „Wir sind verbannt“ geht weiter. Obwohl die Situation hoffnungslos scheint, begeben sie sich auf eine riskante Mission, um die Menschheit zu retten. Es ist erschreckend, wie sich viele der Leute, die sie unterwegs treffen, verändert haben. Durch die Katastrophe haben sie ihre Menschlichkeit verloren, sind zu Killern geworden. Die Liebe zwischen Kaelyn und Gav wird nicht nur durch seine Erkrankung bedroht, sondern auch durch das, was Kaelyn immer noch für Leo empfindet. Das Ende macht total neugierig auf den 3. Band. Ich bin schon sehr gespannt, wie es weitergeht!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Das Leben ist kurz, iss den Nachtisch zuerst"

Suchst Du noch den Sinn des Lebens?: "Das Leben ist kurz, iss den Nachtisch zuerst"!

Wendy Mass, übersetzt von Barbara Küper
Das Leben ist kurz, iss den Nachtisch zuerst
978-3-570-40079-1
cbt Verlag
Alter: 12+

Der zwölfjährige Jeremy Fink ist ein schüchterner und ängstlicher Junge. Aus Angst vor dem Unbekannten bleibt er lieber zu Hause und lernt. Dumm ist er nämlich nicht, aber etwas seltsam. Er sammelt Süßigkeiten, die von der Norm abweichen, wie beispielsweise ein M&M in XXL. Seine beste Freundin ist die quirlige und chaotische Lizzy von nebenan und die beiden sind ein Paradebeispiel für den Spruch „Gegensätze ziehen sich an!“. Jeremys Vater ist vor fünf Jahren, mit gerade mal neununddreißig bei einem Unfall ums Leben gekommen. Ganz unvorbereitet war er darauf nicht. Als er in Jeremys Alter war, besuchte er einen Rummelplatz, wo ihm eine Wahrsagerin prophezeite, er würde mit vierzig sterben. Ein Zufall? Nun, kurz vor seinem dreizehnten Geburtstag, bekommt Jeremy Post von seinem Vater. In dem Päckchen befindet sich eine Schatulle aus Holz mit vier Schlössern, doch nicht ein einziger Schlüssel ist dabei. Laut der beiliegenden Nachricht, soll Jeremy die Schatulle an seinem Geburtstag öffnen, doch wie? Seine Mutter weiß angeblich von nichts und schon gar nicht, wo die Schlüssel sind. Jeremy macht sich auf die Suche. Er will die Schatulle unbedingt öffnen, da sie den „Sinn des Lebens“ enthalten soll. Zum Glück erklärt sich Lizzy bereit, ihm zu helfen und das ist auch nötig. Stubenhocker Jeremy hat keinerlei Erfahrung mit öffentlichen Verkehrsmitteln und kennt sich nicht wirklich aus in seiner Heimatstadt New York. Zunächst versuchen die beiden einfach, irgendwelche Schlüssel aufzutreiben und auszuprobieren. Alte und neue Schlüssel in unterschiedlichster Form und Größe werden zum Beispiel auf dem Flohmarkt angeboten. Doch diese ersten Versuche sind nicht von Erfolg gekrönt. Dazu kommt noch die Schwierigkeit, dass alle Schlösser verschieden sind. Da hilft nur eins: Die Originalschlüssel müssen her! Wer könnte etwas über deren Verbleib wissen? Eine vielversprechende Spur führt zu demjenigen, der Jeremy im Auftrag seines Vaters das Päckchen geschickt hat. Sie finden das Büro des Anwalts und Testamentsvollstreckers. Es gibt da nur eine kleine Schwierigkeit. Diese führt dazu, dass Jeremy und Lizzy in das Büro einbrechen und dabei prompt von der Polizei erwischt werden. Das führt wiederum dazu, dass sie als Strafe Sozialstunden ableisten müssen und das dann wiederum führt sie zu Mr. Oswald. Der Pfandleiher Mr. Oswald ist gerade dabei, sein Pfandhaus aufzulösen. Jeremy und Lizzy sollen ihm dabei helfen und die verpfändeten Gegenstände ihren früheren Besitzern zurückgeben. Das ist nicht immer leicht, doch die beiden erledigen eine Aufgabe ihres unfreiwilligen Sommerferienjobs nach der anderen. Dabei erleben sie die abenteuerlichsten Dinge, begegnen interessanten Menschen und plötzlich taucht, wie durch Zufall, der erste Schlüssel auf. Jeremys Geburtstag rückt immer näher und nach und nach tauchen auch die restlichen Schlüssel auf. Pünktlich öffnet Jeremy die Schatulle. Dabei ist der Inhalt gar nicht mal so wichtig, wie das, was er auf der Suche nach den Schlüsseln alles erlebt hat. Doch genauso hat es sein Vater gewollt und für seinen Sohn dieses Abenteuer geplant. Alle außer Jeremy und Lizzy waren eingeweiht und haben mitgespielt. Trotzdem oder gerade deshalb, findet Jeremy am Ende das, was er sucht.
Eine spannende Suche, jede Menge Rätsel, eine tolle Freundschaft und der „Sinn des Lebens“! Das alles und mehr steckt in diesem Buch. Eine gehörige Portion Humor gehört außerdem noch dazu. Es liest sich leicht und hat dennoch Tiefgang und die zwei jungen Helden wachsen einem im Laufe der Geschichte auch total ans Herz. Ein wirklich wunderbares, besonderes Buch!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 18. September 2013

"Boy Nobody"

Hochspannung pur: "Boy Nobody"!


Allen Zadoff, übersetzt von Petra Post und Andrea von Struve
Boy Nobody – Ich bin dein Freund. Ich bin dein Mörder.
978-3-8458-0005-9
Bloomoon/ ars Edition Verlag
Alter: 14+

Früher war Zach ein ganz normaler Junge. Jetzt ist er Boy Nobody und hat einen ganz besonderen Job. Er arbeitet für das „Programm“. Seine Aufgabe ist es, Feinde der Vereinigten Staaten aufzuspüren und zu liquidieren. Als Highschool-Schüler getarnt, nimmt er Kontakt mit den Kindern seiner Zielpersonen auf, bevor er diese dann in einem geeigneten Augenblick unauffällig tötet. Dann zieht er weiter und wartet auf seinen nächsten Auftrag. Er hat zwar Empfindungen, aber keine Gefühle. Gefühle sind in seinem Job nur hinderlich. Seine aktuelle Zielperson ist Jonathan Goldberg, der Bürgermeister von New York. Er soll sich mit dessen Tochter Sam anfreunden, um seinen Auftrag zu erfüllen. Doch diesmal ist etwas anders. Zum einen bleiben ihm nur wenige Tage Zeit, zum anderen wird er beobachtet und verfolgt. Auch die Kontaktaufnahme mit Sam gestaltet sich schwierig. Als er jedoch von ihr auf eine Party bei sich zuhause eingeladen wird, lässt er die Chance verstreichen, den Bürgermeister zu töten. Was ist nur los mit ihm? Er kennt doch sonst keine Skrupel. Auch bei der nächsten Gelegenheit schlägt er nicht zu. Seine Auftraggeber verlieren langsam die Geduld. Wer ist der Schatten, der ihn verfolgt? Er recherchiert über Sam und ihren Vater, um Antworten zu finden. Sams Mutter kam aus Israel und starb dort bei einem „Unfall“. In Kürze werden einige wichtige Politiker aus Israel erwartet, da der Bürgermeister nach seiner Amtsperiode dort Sonderbotschafter werden möchte. Sam möchte auf keinen Fall dorthin zurückkehren, da sie zu viele schlechte Erinnerungen an dieses Land hat. Dann ist da noch Sams Ex-Freund Gideon. Hat er etwas mit der Sache zu tun? Zach ist gezwungen, einige seiner Verfolger zu eliminieren, doch das bringt ihn auf der Suche nach Antworten nicht weiter. Kann ihm sein Mitschüler Howard, Hacker und ständiges Mobbing-Opfer, vielleicht helfen? Der hat nämlich etwas Seltsames im Blog des Bürgermeisters entdeckt. In den Fotos sind Informationen versteckt. Zach ist ratlos. Warum hinterfragt er auf einmal alles, statt einfach nur seinen Auftrag auszuführen? Liegt es an Sam? Kann es tatsächlich sein, dass er sich in Sam verliebt hat? Genau so ist es und Zach weiß, dass es falsch ist. Die Situation verkompliziert sich noch weiter, als das „Programm“ plötzlich seinen Auftrag ändert. Er hat eine neue Zielperson: Sam! Kann er das Mädchen, das er liebt, töten? Und warum ist auf einmal Sam das Ziel? Als Zach die Zusammenhänge erkennt ist er schockiert. Plötzlich ergibt alles einen Sinn. Nun muss er eine schwere Entscheidung treffen … .
Ein superspannender Thriller! Obwohl Zach ja eigentlich ein Killer und kein Held ist, ist er dennoch nicht unsympathisch. Trotz der Gehirnwäsche durch das „Programm“ stecken doch noch Gefühle in ihm. Das ist ja das Problem. Das Ende der Geschichte war schon der Hammer. Ich hätte ehrlich gesagt mit einem anderen Ausgang gerechnet. Bis zum Schluss war ich echt gefesselt und konnte das Buch nicht weglegen. Genau die richtige Mischung aus Action und Liebesgeschichte, gerade so, dass es für die männlichen Leser nicht zu schnulzig ist. Cool fand ich auch die „James-Bond-Spielzeuge“, die Zach hat. Die „Spezial-Apps“ in seinem I-Phone und der tödliche Kugelschreiber haben es schon in sich. Auch gefiel mir, dass zwischendurch etwas aus seiner Vergangenheit erzählt wird und man erfährt, wie er eigentlich zum „Programm“ kam. Ein paar Fragen sind jedoch noch offen und ich bin mir sicher, das wird nicht das einzige Abenteuer von Boy Nobody bleiben.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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http://www.ravensbuch.de/index.php?name=bestellen&op=detail&EAN=9783845800059