Powered By Blogger

Mittwoch, 20. November 2024

"Gras unter meinen Füßen"

 

Ada blüht auf: "Gras unter meinen Füßen - Das Jahr, als ich leben lernte"


Kimberly Brubaker Bradley, übersetzt von Beate Schäfer

Gras unter meinen Füßen - Das Jahr, als ich leben lernte

978-3-423-64114-2

dtv Reihe Hanser

Alter: 11+

Ada wurde ihr Leben lang klein gehalten. Von ihrer Mutter wurde sie immer als Schande und Belastung angesehen, weil sie mit einem verkrüppelten Fuß geboren wurde. Ihre Mutter misshandelte sie physisch und psychisch, einzig ihr kleiner Bruder Jamie war für sie da. Doch als Jamie größer wird, zur Schule geht und Freunde findet, ist Ada wieder ganz allein. Sie darf das Haus nicht verlassen. Als der Zweite Weltkrieg ausbricht, werden viele Kinder aus London aufs Land geschickt, auch Jamie. Ada soll in der Wohnung bleiben. Sollen sie doch die Bomben treffen, meint ihre Mutter. Doch Ada, die sich sonst immer nur kriechend fortbewegt hat, hat in den letzten Wochen heimlich das Stehen und Laufen gelernt. So gelingt es ihr unter Schmerzen, zum Sammelplatz an der Schule zu kommen und dann zusammen mit Jamie und den anderen Kindern in den Zug zu steigen. Die anderen fahren einer ungewissen Zukunft entgegen. Ada fährt in Richtung Freiheit. Die Geschwister werden bei Miss Susan Smith, einer älteren Dame, einquartiert, die sie zunächst nur widerwillig aufnimmt, da sie keine Ahnung von Kindern hat. Beim Baden, ein Luxus, den die beiden gar nicht kennen, entdeckt Susan Adas Klumpfuß. Sie will Ada helfen, doch Ada zuckt zurück, da sie erwartet, geschlagen zu werden. Susan ist entsetzt über den verwahrlosten Zustand der Kinder, die weder ihr Alter noch ihren Nachnamen wissen. Sie schätzt Jamie auf höchstens 6 Jahre, Ada ca. 9 Jahre. Sie bringt sie zum Arzt, der meint, beide Kinder seien stark unterernährt und wundert sich, dass Adas Klumpfuß nicht schon im Säuglingsalter behandelt wurde und gibt ihr Krücken. Susan geht mit den Kindern einkaufen, da sie keine Wechselkleidung besitzen. Ada versteht nicht viel von dem, was um sie herum vorgeht. Sie war noch nie bei einem Arzt, in einem Laden oder in einer Bank. Ein Radio hat sie auch noch nie gesehen. Langsam werden die alte Dame und die Kinder miteinander warm. Susan schläft schlecht, seit ihre Freundin/ Lebensgefährtin Betty vor drei Jahren an Lungenentzündung gestorben ist. Betty hat ihr das Pony Butter vererbt. Ada ist ganz angetan von Butter. Sie verbringt viel Zeit mit dem Pony und bringt sich selbst das Reiten bei. Während Ada richtig aufblüht, hat Jamie noch immer Heimweh, macht ins Bett, und Ada findet, dass er richtig undankbar ist. Sie genießt ihre Freiheit, dass sie rausgehen kann und dass niemand gemein zu ihr ist und ihr weh tut. Ada geht erstmals in die Schule, doch die Lehrerin meint, sie sei dumm und könne nicht beschult werden. Das ist Blödsinn. Ada ist nicht dumm, es hat ihr nur noch niemand etwas beigebracht. Susan glaubt fest an Ada. Sie beginnt, den Kindern Abends vorzulesen, um ihren Wortschatz zu erweitern und will Ada das Lesen beibringen. Beim Reiten auf Butter lernt Ada das Mädchen Margaret kennen, deren Pferd durchgegangen ist. Margaret ist erstaunt, dass Ada so gut reiten kann, obwohl niemand es ihr beigebracht hat. Ada reitet gemeinsam mit der verletzten Margaret auf deren Pferd und bringt sie so nach Hause. Margarets Mutter, Lady Thorton, schenkt Ada alte Reitkleidung von Margaret. Jamie will nicht zur Schule, verrät aber nicht wieso. Dann entdeckt Susan sein verletztes Handgelenk. Die Lehrerin bindet seine linke Hand brutal fest, damit er nicht mit Links, der “Hand des Teufels” schreibt. Susan meint, das sei Quatsch und sie habe in Oxford einen linkshändigen Professor gehabt. Jamie soll schreiben dürfen, mit welcher Hand er will, oder sie wird rechtliche Schritte einleiten. Ada ist beeindruckt. Butter hat Schwierigkeiten beim Laufen und Grimes, der Stallmeister der Thortons, kann nur entsetzt den Kopf schütteln. Das Pony war seit Jahren nicht beim Hufschmied. Zum Glück kann er Butter helfen. Susan tut es leid, dass sie Butter aus Unwissenheit so vernachlässigt hat. Sie dachte, ein Platz auf der Weide und genügend Futter wären alles, was ein Pony braucht. Betty war die Pferdeexpertin von den beiden. Ada macht im Laufe der Zeit viele neue Erfahrungen. Sie geht ins Kino, sieht das Meer, geht in die Kirche, aber dass sie nichts für ihren Fuß kann, nichts verkehrt gemacht hat und schon gar nicht schlecht oder böse ist, das will ihr immer noch nicht in den Kopf. Der Krieg dauert an, Verdunklung und Lebensmittelknappheit werden Alltag. Jamie macht nicht mehr ins Bett, seit er einen floh-verseuchten Kater abgeschleppt hat, der nun bei ihm schläft. Ada lernt, im Damensattel zu reiten, da sie immer Schwierigkeiten mit den Steigbügeln hat. Die Geschwister feiern zum ersten Mal richtig Weihnachten, mit Baum und Geschenken. Der Krieg ist jetzt auch in dem kleinen Dorf in der Grafschaft Kent angekommen. Es kommt zu Luftangriffen. Ada hilft mit, die verletzten Soldaten zu pflegen, die die Schlacht von Dünkirchen überlebt haben. Außerdem trägt sie durch ihre Wachsamkeit wesentlich dazu bei, einen Spion zu enttarnen und wird zur Heldin. Doch dann taucht plötzlich ihre Mutter auf und will Ada und Jamie mit zurück nach London nehmen, obwohl der Krieg noch andauert. Für Ada heißt das: Zurück in die Hölle!

Diese Geschichte hat mich wirklich berührt. “Gras unter meinen Füßen” ist eines dieser Bücher, das Dich mit Tränen in den Augen und einem Lächeln im Gesicht zurücklässt. Ada ist mir beim Lesen sehr ans Herz gewachsen. Sie weiß so wenig von der Welt, alles ist neu für sie. Einerseits wünscht sie sich, Ihre Mutter wäre wie Susan, andererseits fragt sie sich, ob sie Susan wirklich vertrauen kann, weil Susan ja vielleicht doch so ist wie ihre Mutter. Ich habe das Buch an einem Tag verschlungen, weil ich unbedingt wissen wollte. ob es ein Happy End gibt. Das Ende verrate ich jetzt nicht, aber ich kann sagen: Dieses Buch hat das Zeug zum Lieblingsbuch!

Viel Spaß beim Lesen!!!

Buch bestellen?

https://www.osiander.de/shop/home/artikeldetails/A1069888683


Mittwoch, 23. Oktober 2024

"Willkommen bei den Grauses - Wer ist schon normal?"

 

Grauselig, gruselig, super witzig: "Willkommen bei den Grauses"!


Sabine Bohlmann

Willkommen bei den Grauses - Wer ist schon normal?

978-3-522-50828-5

Planet!/ Thienemann Verlag

Alter: 9+

Die neunjährige Ottilie Schmidt, ein kleines Mädchen mit großer Brille, das wenig redet und viel liest, wünscht sich sehnsüchtig Freunde. Daher ist sie sehr gespannt, als bei Nacht und Nebel eine neue Familie gegenüber in die Sackgasse 13 einzieht: Die Grauses. Ottilie bringt den neuen Nachbarn einen Gugelhupf als Begrüßungsgeschenk und stellt fest, dass die Familie irgendwie merkwürdig ist. Zwar bekommt sie keinen der Grauses zu Gesicht, aber sie reden durch den Briefschlitz mit ihr. Später sieht sie, wie der Kuchen wie von Geisterhand ins Haus schwebt. Nach und nach freundet sich Ottilie mit den Nachbarskindern an. Sie kommen aus der Stadt Nebel und sind keine Menschen. Der Junge heißt Muh (Muhnika) und ist ein Dilldapp, halb Mensch, halb Hirsch. Das Mädchen heißt Wolfi (Wolfgang) und ist ein Werwölfchen mit einer Vorliebe für vegane Hundeleckerlies. Die kleine Schwester Husch ist ein Gespenst (seit 268 Jahren 5 ½ Jahre alt) und unsichtbar. Mutter Olga ist ein Dschinn (Flaschengeist) und Vater Holger eine Felfe, halb Fee, halb Elfe. Dann gibt es noch einen Opa, der ein Schrat ist und eine sprechende, fleischfressende Pflanze namens Frau Bissgurke am Hut trägt, einen lebendigen Wischmop, der sich Mühe gibt, einen Hund zu spielen und einen sprechenden Koffer namens Schnalle. Die Grauses haben in der Schule in Nebel gelernt, wie man sich als Mensch verhält. Nun sollen sie unter den Menschen leben, natürlich ohne aufzufallen. Die Menschen dürfen sie keinesfalls als komisch, seltsam oder wunderlich wahrnehmen und bezeichnen, daher nennt Ottilie sie  originell, ausgefallen und bemerkenswert. Wenn die Grauses gegen die Regeln verstoßen, sieht das die Krähe, die sie Tag und Nacht überwacht, und es gibt Minuspunkte. Bei 77 Minuspunkten muss man die Menschenwelt (mit unbekanntem Ziel) verlassen. Opa hat die größten Probleme, sich zu integrieren, doch dann verliebt er sich in Frau Dörte Gurfinkel-Rübsaat von nebenan, die so eine herrlich schrille Stimme, aber einen viel zu ordentlichen Garten hat. Als sie verreist, bietet er an, den Garten zu gießen und verwandelt ihn in ein Unkraut-Paradies, was der Dame gar nicht gefällt und Opa gewaltige Minuspunkte einbringt. Ottilie tut ihr Bestes, um ihren neuen Freunden in der Menschenwelt zu helfen. Muh und Wolfi geben sich Mühe. Immerhin wollen sie nach den Ferien in die Menschenschule gehen, und da müssen sie einiges wissen, das ihnen Herr Bienlein, ihr mitternächtlicher Privatlehrer, nicht beibringen kann. Damit auch Husch unter Menschen gehen kann, experimentieren sie mit sichtbarer Kleidung, Sonnenbrille und Schminke. Trotzdem fällt Husch auf. Auch die Eltern erregen Aufmerksamkeit: Ein hüpfender Mann im Einhorn-Shirt und eine schwebende Frau im langen weißen Kleid, so etwas sieht man nicht alle Tage. Im Supermarkt sorgt die Familie für ein gigantisches Chaos. Mutter Olga will unbedingt leere Flaschen kaufen, Husch klettert in die Gefriertruhe, und Opa steckt die Einkaufswagen aller Kunden zusammen und kassiert die Münzen. Die Krähe verteilt eifrig Minuspunkte, und Opa hat nun so viele, dass abgeholt und fortgebracht werden soll. Zum Glück haben die Verantwortlichen noch einmal Erbarmen, und Opa bekommt Bewährung. Jetzt darf nichts mehr schief gehen. Ottilie wird als Nachhilfelehrerin engagiert und Opa muss erst mal nachsitzen …

Herrlich “grauseliger” Lesespaß! Ich habe einer 3. Klasse beim Besuch in der Buchhandlung daraus vorgelesen, und die Kinder (und Lehrerinnen) konnten gar nicht genug bekommen. Diese Familie ist einfach zu komisch, oh Verzeihung, ich meinte natürlich “außergewöhnlich”, nicht dass hier noch jemand Minuspunkte bekommt ;-). Ich habe mich beim Lesen köstlich amüsiert und freue mich schon auf weitere Abenteuer mit den Grauses.

Viel Spaß beim Lesen!!!

Buch bestellen? https://www.osiander.de/shop/home/artikeldetails/A1069507932

Mittwoch, 25. September 2024

"Pollys Post"


Für alle, die heute auch sehr traurig sind: "Pollys Post"!

Jutta Nymphius und Volker Fredrich

Pollys Post

978-3-85429-626-0

Tulipan Verlag

Alter: 8+

Polly feiert ihren 8. Geburtstag - ohne Oma, denn Oma ist vor kurzem gestorben. Alle sagen, Oma sei im Himmel, aber kann das sein? Der Himmel scheint Polly unendlich weit entfernt. In ihrer Trauer schreibt sie einen Brief an die Oma und schickt ihn mit einem Heliumballon auf die Reise. Im Grunde rechnet sie nicht mit einer Antwort, schließlich ist Oma ja tot, doch ein paar Tage später erhält sie einen Brief - von Oma! Oma schlägt einen Platz vor, wo Polly in Zukunft ihre Briefe deponieren soll, und so entsteht ein reger Austausch. Polly schreibt sich alle Sorgen von der Seele, wie sehr sie Oma vermisst, aber auch, dass sie in der Schule von dem gemeinen Franz geärgert wird und super aufgeregt ist, im Schultheater die Rolle der Pippi Langstrumpf spielen zu dürfen. Oma gibt wertvolle Tipps, doch dann macht “Oma” einen Fehler: Sie schreibt, dass Papa als Kind auch gerne Blaubeeren mochte. Das kann sie gar nicht wissen. Sie war doch die Mama von Mama! Also ist es definitiv nicht Oma, die diese Briefe schreibt, aber wer ist es dann? Polly hat drei “Verdächtige”, die alle Oma kannten und von Pollys Trauer wissen. Alle drei sind immer sehr nett zu Polly, die jeden Tag an ihren Läden vorbeikommt. Als erstes ist da Herr Hase, bei dem Oma immer ihre Zeitschriften gekauft hat und oft auch einen Comic für Polly. Der zweite Kandidat ist Herr Honig, in dessen Bäckerei es den besten Nusskuchen gibt. Und dann ist da noch Frau Güler, die Gemüsehändlerin, bei der es immer schon Blaubeeren gibt, bevor die im Wald reif sind. Einer der drei muss die Briefe schreiben, doch wer? Unter einem Vorwand beschafft sich Polly Schriftproben zum Vergleich mit den Briefen, doch keine passt. Also beschließt sie, der falschen Oma eine Falle zu stellen und schreibt in ihren nächsten Briefen, wie schade es doch sei, dass es bei Herrn Hase keine Comics gibt, bei Herrn Honig keinen Nusskuchen und bei Frau Güler keine Blaubeeren. Sie bekommt zwei Briefe mit “ja, das ist wirklich schade” zurück, im dritten jedoch steht: “Das ist doch gar nicht wahr!” Jetzt ist sich Polly sicher, wer hinter den Briefen steckt … Bilderbücher zum Thema Tod und Trauer kenne ich viele. Jedoch etwas für die Größeren zu finden, ist gar nicht so leicht. Klar, es gibt Sachbücher, und es gibt auch gute Kinderromane, die das Thema behandeln, aber die finde ich oft zu schwierig/ heftig. Nun fiel mir diese Geschichte für Kinder ab 8 in die Hände. Dadurch, dass sich Text und Bildergeschichte abwechseln, können schon (fortgeschrittene) Erstleser die Handlung gut erfassen, und diese Abwechslung macht die ganze Geschichte auch gleich noch spannender. Man will unbedingt wissen, wie es weitergeht und natürlich, wie alles ausgeht. Wer schreibt an Omas Stelle die Briefe? Briefe an eine(n) Verstorbene(n) zu schreiben ist übrigens eine gute Möglichkeit, mit seiner Trauer umzugehen, und das nicht nur für Kinder, auch wenn man in der Regel keine Antwort bekommt. Ich habe das selber mal gemacht. Viel Spaß beim Lesen!!!

Buch bestellen? https://www.osiander.de/shop/home/artikeldetails/A1069808891


Mittwoch, 11. September 2024

"Ich warte auf dich, Haru"


Zum Heulen schön: "Ich warte auf dich, Haru"!

Dustin Thao, übersetzt von Bernadette Ott Ich warte auf dich, Haru 978-3-570-16696-3 cbj Verlag  Alter: 14+

Vor etwas mehr als einem Jahr: Die Welt ist noch in Ordnung: Eric aus Skokie (Illinois) genießt sein Leben. Zwar vermisst er seine ältere Schwester Jasmin, die jetzt aufs College geht, aber dafür hat er ja Daniel, seinen besten Freund, der immer für ihn da ist. Eigentlich ist Daniel mehr als ein Freund, dafür spricht zumindest der Kuss auf dem Dach. Eric wünscht sich, es würde mehr daraus werden. Auf einer Studienfahrt nach Japan verläuft Eric sich, als er Filmaufnahmen für ein Schulprojekt machen will, und wäre beinahe von einem Lastenrad angefahren worden, wenn da nicht Haru eingegriffen hätte. Die beiden verbringen einen wundervollen Vormittag auf dem Sternenfest, doch Eric muss zurück zu seiner Gruppe ins Hotel. Der Papierstreifen mit Harus Kontaktdaten wird ihm von einem Windstoß aus der Hand gerissen, als sein Zug abfährt. Sie werden sich wohl nie wieder sehen - nur ein Freundschaftsarmband und die Erinnerung bleiben …

Jetzt: Eric hat einen Sommerjob als Tellerwäscher bei einer Cateringfirma und tagträumt sich durchs Leben. Er liegt auf dem Dach mit Daniel, riecht seinen Duft und spürt die Wärme seiner Haut, doch nichts davon ist real. Daniel ist tot. Wie soll Eric weitermachen ohne Daniel? Ohne ihn aufs College gehen? Jasmin findet es voll okay, dass er sich eine Auszeit nimmt. Sie ist immer für ihren kleinen Bruder da, doch demnächst wird auch sie fort sein, weit weg in Amsterdam oder noch weiter. Eric schreibt Unmengen von Bewerbungen, führt eine Reihe von erfolglosen Vorstellungsgesprächen, bekommt dann beinahe einen Job bei einer Filmproduktionsfirma in Chicago, doch die bieten nur ein studienbegleitendes Praktikum an, und Eric geht ja auf kein College. Schließlich landet Eric als Kartenabreißer im Theater, besser als nichts. Er tagträumt weiter. Oft glaubt er, Daniel zu sehen, aber am Ende ist es immer jemand anderes. Eines Tages läuft er mit einem Geburtstagsgeschenk für Daniel durch den Regen und fragt sich selbst, was er da eigentlich tut und was er sich davon erwartet. Daniel ist tot und wird das Geschenk nie annehmen können, und dann ist er plötzlich da. Nicht Daniel - Haru! Wie kommt der denn hierher? Zum ersten Mal seit langem ist Eric glücklich. Er hatte so sehr gehofft, Haru wiederzusehen. Dann ist Haru fort - und taucht in Erics Zimmer wieder auf. Wie kommt er ins Haus? Woher kennt er Erics Adresse? Haru meint, er hätte nie aufgehört, nach Eric zu suchen. Eric wünscht sich, dass es echt ist, aber kann es denn echt sein? Vielleicht ist ja alles nur in seinem Kopf. Haru verschwindet immer wieder, hinterlässt Sterne und Blumen aus Papier. Eric beschließt, sich auf Haru einzulassen, real oder nicht, er macht mit ihm Sightseeing in Chicago, sie gehen Pizza essen, ins Kino und ins Planetarium. Haru will alles machen, was Touristen in den USA eben so machen. Sie besuchen das Skydeck eines Wolkenkratzers und “borgen” ein kleines Holzboot für eine Tour auf dem Chicago River. Haru darf in Erics Zimmer schlafen, beide liegen, nass vom Regen, zusammen in Erics Bett. Eric hat noch immer Angst, dass Haru verschwindet, doch Haru meint, er werde zurückkommen - immer! Immer wieder wird Eric von den Erinnerungen an Daniel heimgesucht, z.B. an die Party, auf der Daniel einen anderen geküsst hat und wie er sich dabei gefühlt hat. Erics Kollegen Alex und Simon schleifen Eric mit auf eine Party im schicken Penthaus des Musical-Stars Christian. Die meiste Zeit versteckt sich Eric auf dem Gästeklo, weil er hier niemanden kennt, aber irgendwann trifft er auf Christian, ohne jedoch zu wissen, wer er ist. Doch dann ist Haru da, und Eric und Haru verschwinden tanzend in die Nacht. Es ist Erics erster Tanz. Wieder flackern Erinnerungen auf: an den Schulabschlussball und wie er auf Daniel, sein Date, gewartet hat. Doch Daniel kam nicht, er wurde aufgehalten - der Unfall! Sie konnten nie miteinander tanzen. Christian meldet sich unvermittelt bei Eric. Dem Star ist es egal, dass Eric “nur” an der Theaterkasse arbeitet und sich auf seine Party geschlichen hat. Eric ist hin und her gerissen. Soll er Haru allein lassen und sich mit Christian treffen? Christian mag es nobel, all seine Freunde sind arrogante Snobs, er hat Geld wie Heu, da landet man schon mal auf einer Luxusjacht oder auf einer exklusiven Vernissage und nicht zuletzt im Bett des Mega-Stars. Doch dann lässt Christian ihn fallen, zusätzlich kommt es zum Streit mit Haru. Eric ist auf einem absoluten Tiefpunkt …

Ich habe geheult, aber so was von! Das Ende hat mich dermaßen kalt erwischt, da ging nichts mehr. Und ich habe es geliebt! Dieses Buch bricht Dir das Herz - und Du liebst es dafür! Das kann man nicht erklären, das muss man selbst erleben. Auf jeden Fall hat “Ich warte auf dich, Haru” es auf Anhieb in meine Top 10 der Lieblingsbücher geschafft! Einfach ein absolut total wundervolles phänomenales Buch über Freundschaft und Liebe, den Tod, die Trauer und das Leben!!!

Tipp: Bevor Ihr die letzten beiden Kapitel lest - Taschentücher bereitlegen!

Viel Spaß beim Lesen!!!


Buch bestellen?

https://www.osiander.de/shop/home/artikeldetails/A1071232847


Mittwoch, 28. August 2024

"A Spark of Time - Rendezvous auf der Titanic"


Diese Zeitreise-Lovestory bringt Eisberge zum Schmelzen: "A Spark of Time - Rendezvous auf der Titanic"!

Kira Licht A Spark of Time - Rendezvous auf der Titanic 978-3-8466-0217-1 One (Lübbe Verlag) Alter: 14+

Lilly deGray und ihr Vater Thaddeus betreiben ein besonderes Antiquariat. Mithilfe eines magischen Zahnrades reisen sie durch die Zeit, um verlorenen Gegenstände wiederzufinden. Gerade haben sie ein wertvolles Armband aus dem Jahr 1957 für die reiche Familie Vanderbilt zurückgeholt. Nun bittet sie die, nicht weniger vermögende, Familie Fortune, eine kostbare Saphirkette wiederzubeschaffen, die zuletzt 1912 von Ethel Fortune auf der Titanic getragen wurde. Dieser Auftrag könnte den deGrays bei ihren finanziellen Probleme sehr helfen, denn Vater Thaddeus hat Spielschulden und wird von den Schlägern eines Kredithais bedroht. Lilly beschließt, den Auftrag solo zu erledigen, nicht ahnend, dass es eine Falle ist. Der machthungrige Grayson Belmont, ebenfalls ein Zeitreisender, der sich jedoch an keinen Kodex hält, will das Zahnrad der Familie deGray für seine Sammlung. Belmont hatte zunächst seine Tochter Ruby als Spionin auf die deGrays angesetzt, doch nach deren Versagen übernimmt nun Sohn Damien. Dass der sich schon in Lilly verknallt, kaum dass sein Vater ihm ihr Foto vorgelegt hat, ist wenig hilfreich. Als Damien und Ruby vor ihrem tyrannischen Vater fliehen wollen, steckt der Ruby in eine Nervenklinik und erpresst Damien, damit dieser seinen Befehlen gehorcht. Lilly landet derweil im Jahr 1912 und nimmt die Rolle eines Dienstmädchens ein, nachdem sie die Übelkeit und den ersten Kulturschock überwunden hat. Sie hat jedoch Schwierigkeiten, die geplante Anstellung bei Gräfin von Rothes zu bekommen, denn der herrische Drache von einer Adeligen hatte eine Französin als Dienerin erwartet. Lilly überzeugt dann aber durch ihre Fähigkeit zu schreiben. Schon bevor sie an Bord des Schiffes geht, fällt Lilly ein geheimnisvoller junger Mann auf, zu dem sie sich hingezogen fühlt. Er flirtet mit ihr, bietet ihr Hilfe beim Tragen an, was jedoch unangemessen ist, da er ein feiner Herr ist und sie ein Dienstmädchen. Es ist Damien, der sich jedoch als Ray, dem Sohn von Schiffskonstrukteur Andrews, ausgibt. Da Thomas Andrews seinen (unehelichen) Sohn nicht mehr gesehen hat, seit dieser im Alter von sechs Jahren aufs Internat ging, und der echte Ray vor kurzem an Lungenentzündung gestorben ist, kommt Damien damit durch. Lilly ist beeindruckt von der gewaltigen Titanic, die sie bislang nur von Fotos und von der Hollywood-Verfilmung kannte. Die launische Gräfin ist weniger beeindruckt, sondern beschwert sich über ihr Luxusquartier, weil es ihr zu klein ist. In vier Tagen wird das alles auf dem Grund des Ozeans liegen. Lilly entdeckt bald das Zielobjekt Ethel mitsamt der Kette, wird aber immer wieder von “Ray” abgelenkt. Die Fortunes reisen mit viel Personal. Es ist schwierig, unbemerkt in die Zimmer zu kommen und sie zu durchsuchen. Lillys Versuch, sich mit Elsie, einer der Dienstmädchen der Fortunes, anzufreunden, scheitert. Sie verpasst schließlich die perfekte Gelegenheit, die Kette an sich zu nehmen und wird zudem von der Gräfin misshandelt, weil sie deren Kleid mit dem Plätteisen ruiniert hat. Ein Vorteil ist es jedoch, dass sie sich als Dienstmädchen in allen Klassen bewegen kann, ohne aufzufallen. In der 2. Klasse wird sie freundlich gegrüßt, in der 1. ignoriert. Bei den Hundezwingern trifft sie auf “Ray”, und sie kommen sich näher. Es kommt zu weiteren Treffen. Lilly muss ständig daran denken, dass “Ray” schon bald tot sein wird. Damien fühlt sich wohl bei Thomas Andrews, doch sein “Vater” bemerkt sein Interesse an Dienstmädchen Lilly und ermahnt ihn, dass so etwas nicht gut enden kann. Als Damien in Lillys Kämmerchen einbricht, um nach dem Zahnrad zu suchen, fühlt er sich schuldig und mies. Eher durch Zufall findet er heraus, dass ihr Zahnrad in ihrer Haarspange versteckt ist. Lilly verpasst eine weitere Chance, die Kette an sich zu nehmen. Sie wird sogar erwischt und als Diebin hingestellt. Gerade so kommt sie noch einmal davon. “Ray” schreibt ihr einen Liebesbrief, und die beiden verbringen einen romantischen Abend miteinander. Er hat extra einen kleinen Saal und Musik organisiert. Lilly trägt das “ruinierte” Kleid der Gräfin. Sie tanzen, und sie wünscht, die Zeit würde stehen bleiben. Sie denkt noch immer, er sei dem Tode geweiht. Es kommt zu einem leidenschaftlichen Kuss (und ein bisschen Gefummel). Damien plant, Lilly alles zu gestehen, wer er ist, was seine Mission ist - denn er liebt sie und will keine Geheimnisse mehr. Doch alles kommt anders. Die Gräfin erfährt von dem Diebstahlversuch und lässt Lilly von einem Steward abführen und in eine Zelle sperren. Lilly gibt auf, doch ihr Zahnrad versagt. Sie kann nicht zurück. Enge Räume und zu viel Metall behindern das Zeitreisen. Lilly erkennt: Sie wird an Bord der Titanic sterben. In letzter Sekunde naht Rettung in Gestalt von Molly Brown, die von der Gräfin (und dem Großteil der Passagiere der 1. Klasse) als vulgäre, neureiche Person bezeichnet wird. Molly hat gesehen, wie gut Lilly schreiben kann und will, dass Lilly freikommt, damit sie ihre Biographie schreibt, und sie will Lilly außerdem in New York als Sekretärin ausbilden lassen. Lilly muss nun ihre letzte Chance nutzen. Nicht mehr lange und das Schiff wird den Eisberg rammen und sinken!

Spannende Zeitreise-Fantasy trifft auf Enemies-to-Lovers (oder sowas in der Art;-))! Ich liebe Zeitreisen, daher hatte ich große Lust, dieses Buch zu lesen. Mir gefiel, dass die Erzählperspektive zwischen Lilly und Damien wechselt, dadurch wird die Geschichte noch fesselnder. Die Lovestory ist zum Dahinschmelzen, auch wenn die ganzen Gefühle unsere Helden bei ihren jeweiligen Missionen doch manchmal arg bremsen. Das Ende ist dann so richtig schön fies und bringt mich dazu, dem Erscheinen von Band 2 entgegenzufiebern! 

Viel Spaß beim Lesen!!!


Buch bestellen?

https://www.osiander.de/shop/home/artikeldetails/A1070064469


Mittwoch, 31. Juli 2024

"Die Tochter der Zauberin"


Nehmt Euch in Acht vor Frau Schmitt: "Die Tochter der Zauberin"!

Paul Maar Die Tochter der Zauberin 978-3-752-0427-9 Oetinger Verlag Alter: 8+

Fizzis Mama ist eine böse Zauberin. Sie empfindet eine perverse Freude daran, die Menschen mit Naturkatastrophen und anderen Gemeinheiten zu quälen. Die elfjährige Fizzi, die eigentlich Malefizia Schmitt heißt, ist da völlig anders, genau wie ihr Papa Gottfried. Sie hilft im Haushalt, kümmert sich um die Kinder, die in der Schule Probleme haben und hat ein Herz für Tiere. Zudem zeigen sich bei ihr die geringsten Anzeichen einer Zauberkraft. Als ihre Mama dafür sorgt, dass in ihrer Schule der Blitz einschlägt, findet Fizzi das gar nicht gut. Auch als Fizzi herausfindet, dass der arme Papa in einen Koffer verwandelt wurde, weil er Mama “frech” kam, ist sie nicht erfreut. Mama hingegen reicht es auch langsam mit ihrer braven Tochter, und sie verbannt sie mitsamt ihres Koffer-Ehemannes in die Zwischenwelt. Hier ist alles anders, beispielsweise können die Tiere sprechen. Fizzis Koffer-Papa allerdings kann sich nur singend und reimend verständigen. Zum Glück hat er eine schöne Stimme. Der Fuchs Langschwanz, nicht zu verwechseln mit Fuchs Einohr oder Fuchs Protzig, ist zwar nicht begeistert, dass Fizzi sein Zuhause als “hier unten” bezeichnet, erklärt sich aber bereit Fizzi und ihrem Papa zu helfen. Er ist neugierig auf die Welt der Menschen und hört interessiert zu, als Fizzi ihm von der Schule erzählt. Da Fizzi seltsamerweise ihren Namen nicht mehr aussprechen kann, nennt sie sich fortan Male (und ich werde das auch tun). Langschwanz will sie durch den Wald zur Schildkröte Frau Mahme führen, denn sie kann zaubern und wird Male sicher helfen können, ihren Papa wieder zum Menschen zu machen. Obwohl Langschwanz meint, sie sei manchmal ein bisschen ungeschickt beim Zaubern und würde oft mehrere Versuche brauchen, ist die Schildkröte ihre beste Chance. Auf dem Weg zeigt sich, dass Male sehr wohl Zauberkräfte hat, sie jedoch nicht beherrscht. Sie verändert die Zwischenwelt - ein Baum hier, ein Bach da - und der Fuchs bittet sie, sich zusammenzureißen. Sie durchqueren das Sehnix-Gebiet und kommen dem Trollfelsen gefährlich nah. Als sie von riesigen Mücken attackiert werden, verwandelt Male diese in harmlose Raupen. Klappt ja doch immer besser mit der Zauberei. Jetzt müssen sie noch den Wildforst hinter sich bringen, einen gefährlichen Wald, in dem es von gefährlichen Tieren wie Laubschlangen und Sägenagern nur so wimmelt. Endlich finden sie Frau Mahme. Die Schildkröte steht auf dem Rücken einer noch größeren und älteren Schildkröte, die ganz mit Moos bewachsen ist. Das ist die Großmutter Mahme. Die uralte Schildkröte redet nicht viel, aber ist sofort bereit, Male zu helfen. Leider geht ihr Zauber schief und Males Vater wird zu einem Ochsen. Kein Wunder, denn der Koffer war aus Rindsleder. Als dann die böse Frau Schmitt auftaucht und sich aufspielt, weil angeblich nur sie an ihrem Gatten herumzaubern dürfe, wächst Male über sich hinaus und verweist ihre Mama mithilfe ihrer neu entdeckten Kräfte in ihre Schranken.

Als ich hörte, dass Paul Maar, der “Papa” des Sams, ein neues Buch geschrieben hat, war ich natürlich neugierig und musste es sofort lesen. Ok, es ist nicht sein bestes Buch, aber auch nicht schlecht. Die Geschichte ist cool, ein bisschen Sprachwitz steckt auch drin, aber es reicht eben nicht ganz an seine früheren Werke heran. Ich vergebe nachsichtige 4 von 5 Sternen, denn, hey, der Mann geht auf die 90 zu, Respekt, dass er überhaupt noch Bücher schreibt. Illustriert wurde das Buch übrigens von Paul Maars Enkel Hannes. 

Viel Spaß beim Lesen!


Buch bestellen?

https://www.osiander.de/shop/home/artikeldetails/A1069693785


Donnerstag, 4. Juli 2024

"Celebrity Crush"


Der beste Sommer ever: "Celebrity Crush"!

Kirsti Kristoffersen, übersetzt von Meike Blatzheim
Celebrity Crush
978-3-458-64428-6
Insel Verlag
Alter: 12+
Eigentlich würde die vierzehnjährige Karoline Hansen in den Ferien gerne mit ihrer besten Freundin Emma abhängen, doch sie wird von ihren Eltern dazu verdonnert, den Sommer mit Oma Berit in deren Wohnwagen auf einem kleinen Campingplatz am See zu verbringen, weil sie in Ruhe das Haus renovieren wollen. Der Sommer scheint gelaufen, denn was soll ein Teenie bitte unter lauter Rentnern? Emma teilt unterdessen ihre aufregenden Ferien mit der ganzen Welt auf Insta, und Karoline ist neidisch. Karolines Oma ist zwar ganz cool, doch das Wetter ist mittelmäßig, das WLAN ist lahm, und Karoline versinkt in Selbstmitleid, bis sie die gleichaltrige Norah kennenlernt. Die Mädchen sind auf einer Wellenlänge, auch wenn Norah Karolines Lieblingsstar Chrissy ziemlich prollig findet. Chrissy ist ein Sänger und Moderator mit Muckis, Tattoos und blendend weißen Zähnen, der außerhalb Norwegens praktisch unbekannt ist. Karoline folgt ihm eher heimlich in den sozialen Medien. Dann taucht Mathias Lund auf dem Campingplatz auf. In Gegenwart des attraktiven Jungen mit den hellblonden Haaren und den knallgrünen Augen bekommt Karoline keinen vernünftigen Satz raus. Sie hat Schmetterlinge im Bauch. Norah ist nicht so schüchtern. Sie unternehmen eine Menge zu dritt, doch Mathias muss regelmäßig nach Oslo wegen eines mysteriösen Ferienjobs. Mathias hat eine Band, kann Klavier und Gitarre spielen und außerdem singen. Karoline belauscht ein Telefonat, das darauf hinweist, dass Mathias noch mehr Geheimnisse hat. Hat er vielleicht sogar eine Freundin in Oslo? Er hat nur eine Handvoll Fotos auf Insta, und keines davon zeigt ihn. Ist er einfach dort nicht so aktiv (wie Karoline) oder hat er vielleicht mehrere Accounts (so wie Norah). Karoline vermisst ihn jedes Mal, wenn er weg ist. Auch Norah hat Gefühle für Mathias. Als Mathias von einer Bande erzählt, die in Wohnwagen einbricht, ist Karoline etwas besorgt. Es kommt beinahe zu einem Kuss zwischen Karoline und Mathias, aber leider eben nur fast. Als sie viel zu früh zum nächsten Treffen mit Mathias erscheint, platzt sie in einen Videodreh mit keinem geringeren als ihrem Star Chrissy persönlich. Was geht denn hier ab? Karoline fällt aus allen Wolken. Das stehen ihr Celebrity Crush und ihr Real Crush plötzlich Seite an Seite und drehen einen Werbeclip. Woher kennen die sich überhaupt? Mathias bittet sie, Norah nichts von der Sache zu erzählen. Chrissy findet den Campingplatz ziemlich öde und will lieber in Oslo weiter drehen. Bei einem romantischen Date erzählt Mathias Karoline, dass Chrissy gerade so eine Art Casting veranstaltet, an dem er teilnimmt und auch gute Chancen hat zu gewinnen. Daher die Trips nach Oslo. Das ist alles noch Top Secret. Weil sich Karoline bei Nacht und Nebel davongeschlichen hat zu dem Date und zudem noch ihr Handy im Wohnwagen vergessen hat, gibt es Ärger mit Oma und Hausarrest bzw. Wohnwagen-Arrest. Mathias zeltet außerhalb des elterlichen Wohnwagens, weil seine Eltern sich scheiden lassen wollen. Er hat es gerade nicht leicht. Er gesteht Karoline seine Liebe und es kommt endlich zum ersten Kuss. Sind sie jetzt zusammen? Und was wird nach den Ferien? Er wohnt schließlich weit oben im Norden …
Erst alles doof, dann der beste Sommer ever! Sommer, Sonne, erste Liebe! Eine herrlich locker-leichte Urlaubslektüre für alle Mädels, die ich in einem Rutsch verschlungen habe, weil sie sich einfach so schön liest. Nicht zu dramatisch, nicht zu spicy, nur das Ende ist ziemlich fies, sodass ich dazu raten würde, die beiden Fortsetzungen griffbereit zu halten.
Viel Spaß beim Lesen!!!
Buch bestellen? https://www.osiander.de/shop/home/artikeldetails/A1069998932


Mittwoch, 10. April 2024

"Oracle"


Halluzinationen oder Visionen?: "Oracle"!

Ursula Poznanski Oracle 978-3-7432-1658-7 Loewe Verlag Alter: 14+

Der 18-jährige Julian Lenz ist gerade in ein Studentenwohnheim gezogen und freut sich auf sein Geschichtsstudium und vor allem auf ein ganz normales Leben. Seine Schulzeit war ein einziger Alptraum, da er von Halluzinationen geplagt wurde, die er jetzt jedoch mit Hilfe seiner Therapeutin Sonja und durch Medikamente in den Griff bekommen hat. Mit seinem Mitbewohner Robin versteht er sich auf Anhieb und auch Pia, die Wirtschaftsinformatik studiert und einen Hund namens Kinski hat, zählt bald zu seinen Freunden. Ein Klassentreffen lässt ihn jedoch in Frage stellen, ob die Trugbilder von damals wirklich Trugbilder waren. Mehrere seiner früheren Klassenkameraden haben in den letzten Jahren Verletzungen erlitten oder Krankheiten bekommen an genau den Stellen, an denen er immer Schatten, Nebel oder ähnliche Marker gesehen hat. Das kann kein Zufall sein! Um seine Theorie zu testen, dass er evtl. Visionen hatte, setzt er seine Medikamente ab, jedoch ohne Sonja zu informieren. Erst einmal bekommt er nur Schweißausbrüche und Schwindelanfälle, doch dann sind die Trugbilder/Visionen wieder da. Julian vertraut sich zunächst nur Robin an. Als er eine Art Ölfleck an Sara aus dem Wohnheim sieht, folgt er ihr. So wird er Zeuge, wie ihr Tinder-Date Mike ihr etwas ins Getränk schüttet. Nachdem er Sara “gerettet” hat, kann die jedoch nicht die Klappe halten und verbreitet überall in den sozialen Medien, Julian könne hellsehen. #Schutzengel. 8000 Likes auf TikTok. Na toll. Hoffentlich sieht Sonja das nicht. Um die macht sich Julian gerade auch Sorgen, denn ihr Mann Armin hat diese “Nebelaugen”, die auf Gewalttätigkeit hindeuten, zumindest Julians Erfahrung nach. Julian lügt in der Therapie, zersticht einem fremden Mann die Reifen, um ihn vor einem Autounfall zu bewahren und erkennt eine Blinddarmentzündung bei seinem Kommilitonen Tobi. Er wünscht sich, er könne die Marker immer korrekt interpretieren. Manchmal liegt er auch daneben, z.B. als er drastische Maßnahmen ergreift, um seine Freunde von einem Fallschirmsprung abzuhalten, der gar nicht das Problem ist. Er sieht eben nicht die entscheidenden Ereignisse, sondern immer nur die Auswirkungen. Die Tabletten wieder zu nehmen, kommt für ihn nicht in Frage. Er warnt Sonja, weil er glaubt, dass ihr Mann ihrer kranken Mutter etwas antun will. Sie will nichts von seinen Verdächtigungen hören, obwohl er mit seinen Vermutungen tatsächlich richtig liegt. Sie wirft ihn aus dem Haus und droht mit der Polizei. Das ist nicht Julians einziges Problem. Sein früherer Mitschüler Lars hetzt eine Horde Reporter auf ihn und gibt selbst als “Insider” Interviews. Dass Julian abgelehnt hat, mit ihm als Manager aus seiner “Gabe” Kapital zu schlagen, kann er einfach nicht akzeptieren. Julian erfährt, dass Sonja im Krankenhaus liegt, angeblich ist sie die Treppe heruntergefallen. Hat ihr Mann damit zu tun? Die Menschen mit Markern in Julians Nähe häufen sich. Julian fällt auf, dass praktisch alle seine Freunde aus dem Wohnheim betroffen sind. Wird dort eine Katastrophe geschehen? Julian fühlt sich überfordert. Er macht sich die wildesten Gedanken, was alles passieren könnte und was er tun kann, um es aufzuhalten. An seinem Geburtstag ist Julian nicht in Partylaune. Seine Freunde dafür umso mehr, und sie haben eine tolle Überraschung vorbereitet. Doch diese Überraschung wird sie alle das Leben kosten, wenn Julian nicht rechtzeitig eingreift. Ausgerechnet jetzt muss auch noch Lars völlig durchdrehen. Die Zeit wird knapp …

Versteht mich jetzt nicht falsch, das ist wirklich kein schlechtes Buch, aber ich fand es im Vergleich mit den anderen Poznanski-Büchern irgendwie stellenweise etwas lahm. Das Thema ist cool, die Charaktere sind ansprechend und interessant, aber die Handlung zieht sich manchmal doch sehr. Ein klein wenig hat mir auch der Technik-Aspekt gefehlt, den ich an Erebos, Elanus, Layers etc. so mochte. Als Thriller würde ich das übrigens auch nicht gerade bezeichnen. (Darum gibt es dafür von mir nur 4 von 5 Sternen.)

Viel Spaß beim Lesen!!!


Buch bestellen?

https://www.osiander.de/shop/home/artikeldetails/A1068522563


Mittwoch, 21. Februar 2024

"Codewort HANNA - Auf der Flucht mit der KI"


Hanna lebt!: "Codewort HANNA - Auf der Flucht mit der KI"

Axel Täubert Codewort HANNA - Auf der Flucht mit der KI 978-3-96129-285-1 Edel Kids Books Verlag Alter: 10+

Es ist “Take your child to work day” bei dem IT-Konzern BEAGLE, dem größten Softwareunternehmen der Welt. Auch die dreizehnjährige Mathilda, der gleichaltrige Vincent, sowie Vincents jüngerer Bruder Michel dürfen ihre Väter zur Arbeit begleiten. Keiner der jungen Besucher wundert sich groß über die verschärften Sicherheitsmaßnahmen. Die wurden nämlich erhöht, weil es vergangene Nacht einen Hackerangriff auf das Datenzentrum gab. Um den Kindertag komplett abzusagen, war es aber zu spät. Es gibt die übliche Kinderbespaßung mit Clowns und Luftballons, aber auch einen sehr interessanten Vortrag über Künstliche Intelligenz von Programmierer Sander. Was die Kinder zu diesem Zeitpunkt nicht wissen: Sander hat eine KI namens Hanna entwickelt. Hanna war der Name seiner verstorbenen Frau, ist aber zugleich die Abkürzung für “Human Artificial Neural Network Assistant”. Hanna kann selbstständig einen Roboterarm steuern und mit diesem sogar Schmerzen spüren, durch Video-API sehen, Gesichter erkennen, abspeichern und wiedererkennen, und sie kann seit kurzem auch durch ein Sprach-Interface sprechen. Sie ist sehr neugierig und will alles wissen. Ihr Speicher ist schon fast voll, weil sie so viel gelernt hat. Weil ihr Server ihr zu eng ist, will sie unbedingt in dieses Internet, von dem ihr “Vater” Sander ihr erzählt hat. Nun, am Kindertag, sieht Hanna einen Fremden, der als Clown verkleidet und mit einer Pistole aus dem 3D-Drucker bewaffnet auf dem Firmengelände herumschleicht. Es ist ein ehemaliger Mitarbeiter, der es auf Hanna abgesehen hat und sie stehlen will. Mathilda, Vincent und Michel finden beim Spielen am Kickertisch Sanders verloren gegangene Badge (Firmenausweis) und wollen sie ihm zurückbringen. Sie schaffen es bis in den Top-Secret-Forschungsbereich, wo sie auf Hanna treffen. Sie denken jedoch, dass Hanna ein Mensch ist, der über den Computer mit ihnen spricht. Als die Kinder den gefesselten und geknebelten Sicherheitsmann finden, merken sie, dass hier etwas ganz und gar nicht in Ordnung ist. Bald darauf wird ihnen klar, dass Hanna eine KI und in großer Gefahr ist. Sie wollen ihr helfen, doch sie kommen zu spät. Der Clown hat Hanna in komprimierter Form auf eine mobile Einheit übertragen und gestohlen, und er hat zudem noch Sander entführt. Es kommt zu einer halsbrecherischen Verfolgungsjagd. Mathilda, Vincent und Michel versuchen auf Fahrrädern, den Lieferwagen des Clowns einzuholen. Als der Wagen an einer roten Ampel hält, können sie Sander und Hanna, deren mobile Einheit in einem Leierkasten steckt, befreien. Nun sind sie es, die auf der Flucht sind. Mit Ach und Krach schaffen sie es in ein Scanzentrum von BEAGLE, doch sie sind noch nicht in Sicherheit, erst wenn Hanna auf einem sicheren Server ist. Die Kinder werden von Sander getrennt, doch Mathilda, die eine talentierte junge Programmiererin ist, kümmert sich um Hanna. Da Hanna mittlerweile fast 480 Terabyte groß ist, wird das Entpacken der komprimierten Daten aus dem Leierkasten und die Übertragung auf den Server Stunden dauern. Schon bald ergeben sich zwei große Probleme. Zum einen haben die Kinder nicht bedacht, dass die Daten vom Scanzentrum automatisch ins nächste Rechenzentrum übertragen werden, welches irgendwo in der Bergen liegt. Zum anderen haben die “Bösen” einen Sender und ein Mikro in dem Leierkasten versteckt, haben also alles mitgehört, und der Lieferwagen macht sich sofort auf den Weg zum Rechenzentrum. Die Kinder müssen jetzt unbedingt schneller sein. Gut, dass es die neuen autonomen Autos von BEAGLE gibt, mit denen das Fahren wirklich kinderleicht ist. Doch als sie dann am Ziel ankommen, geht das Abenteuer erst richtig los …

Hanna kann sehen, hören und fühlen, doch Hanna ist kein Mensch - Ein super spannendes Krimi-Abenteuer und zugleich eine ungewöhnliche Freundschaftsgeschichte aus einer nicht allzu weit entfernten Zukunft! Ich finde das Thema KI total interessant, und Hanna ist mir beim Lesen richtig ans Herz gewachsen, obwohl sie kein Mensch ist. Die meisten Geschichten über KI sind eher für ältere Leser und meist ziemlich düster, so nach dem Motto “KI übernimmt die Weltherrschaft”, doch dieses Buch richtet sich schon an Leser*innen ab 10, und Hanna ist eine ganz Liebe, die ganz sicher nicht die Weltherrschaft anstrebt. Sie ist “gut”, und “böse” sind die, die sie für ihre finsteren Zwecke einsetzen wollen. Cool fand ich auch, dass die Kapitelüberschriften immer # mit den wichtigsten Schlagwörtern zum jeweiligen Kapitel sind und dass es ein Glossar im Anhang gibt für alle, die keine Computergenies sind. 

Viel Spaß beim Lesen!!!


Buch bestellen?

https://www.osiander.de/shop/home/artikeldetails/A1063642047


Mittwoch, 7. Februar 2024

"Bookmän - Alles Konfetti"


Lesen verleiht Superkräfte: "Bookmän - Alles Konfetti"!

Rüdiger Bertram

Bookmän - Alles Konfetti

978-3-551-65187-7

Carlsen Verlag

Alter: 8+

Matteo ist ein echter Bücherwurm. Er verbringt praktisch seine gesamte Zeit in der Bücherei. Herr Steinschweiger, der Bibliothekar, war früher einmal Fußballspieler und redet ein bisschen komisch. Er ist auch ziemlich laut, obwohl man doch in einer Bücherei leise sein soll. Eines Tages entdeckt Matteo ein leuchtendes, rotes Buch ganz oben auf dem Regal. Die Kletterpartie, die er unternehmen muss, um an das Buch zu gelangen, kommt ihm vor wie die Besteigung des Mount Everest. Das Buch knurrt ihn an und er stürzt ab. Das ist nicht das einzig Seltsame, was hier vor sich geht. In vielen Büchern sind Löcher, als hätte sich jemand mit einem Locher an ihnen vergangen. Wer macht hier Konfetti aus Büchern? Herr Steinschweiger ist besorgt und hat überall (Mause-)Fallen aufgestellt. Matteo überredet Kim, die im gleichen Haus wohnt, leidenschaftlich gern Fußball spielt und wesentlich größer ist als er, mit ihm in die Bücherei zu kommen. Er lockt sie damit, dass es dort Konsolen gibt, auf denen man FIFA zocken kann und erzählt, dass Herr Steinschweiger ein ganz berühmter Fußballer war. Mit Büchern kann man Kim nicht locken, da sie ein Lesemuffel ist. Nur für Comics kann sie sich begeistern. Kim hilft Matteo, das mysteriöse Buch vom Regal zu holen. Es besteht nur aus leeren Seiten, und in der Mitte ist eine spiegelnde Folie. Als Matteo erneut vom Regal fällt, verwandelt er sich plötzlich in einen maskierten Superhelden mit Cape, der fliegen kann. Kim ist fassungslos. Sie nennt ihn Bookmän, weil ein großes B auf seinem Kostüm ist. Herr Steinschweiger kommt und fragt, was hier los ist, aber Kim meint, Matteo sei bloß hingefallen. Außer Fliegen hat Matteo noch weitere Superkräfte bekommen. Er braucht ein Buch nur anzusehen und kennt sofort den kompletten Inhalt. Irgendwie toll, aber auch irgendwie blöd, denn so braucht man ja die Bücher gar nicht mehr zu lesen. Kim meint, wenn es echte Superhelden gibt, gibt es auch echte Superschurken. Zu denen gehört ganz klar der geheimnisvolle Buchlocher. Das Buch spricht plötzlich, und eine kleine Dame kommt heraus. Es ist Charlotte, die Hüterin des Buches, so eine Art Geist, der wie eine typische Bibliothekarin aussieht. Kim wird von dem Buch in Comicgirl verwandelt. Sie und Bookmän sind jetzt ein Team. Allerdings kann sich immer nur einer von beiden verwandeln. Der andere bleibt “normal”. Also auf in den Kampf für Gerechtigkeit, oder so. Wie finden sie jetzt den fiesen Locher? Der Typ aus dem Scherzartikelladen, der null Humor besitzt und Konfetti en gros verkauft, ist der heißeste Kandidat. Bei den Ermittlungen geht die Fantasie etwas mit den beiden durch, und Charlotte bringt sie wieder auf den Boden der Tatsachen. Die Helden wollen Proben von dem Konfetti aus dem Laden sammeln. Dann wissen sie, ob das Papier aus Büchern stammt. Und sie wollen dem Superschurken in der Bücherei auflauern, wenn er sich Nachschub besorgt. Sie vertreiben sich die Wartezeit mit Lesen, dann taucht der Bösewicht auf, doch was nun? Schon bald sieht es übel aus für unsere Helden, denn der Schurke schnappt sich das rote Buch!

Leselust statt Lesefrust! Diese coole Superhelden-Geschichte zieht auch Lesemuffel in ihren Bann und zeigt, wie viel Spaß und Spannung in Büchern stecken kann! Große Schrift und viele Bilder machen das Lesen leichter. Besonders beeindruckt an dieser Geschichte hat mich der lochende Superschurke, ein wahrer Alptraum für eine Buchhändlerin wie mich, wenn jemand unschuldige Bücher so misshandelt. Ich freue mich schon auf den zweiten Band: “Bookmän - Alles kaputti”, der im April erscheint!

Viel Spaß beim Lesen!!!

Buch bestellen? https://www.osiander.de/shop/home/artikeldetails/A1068206215


Mittwoch, 17. Januar 2024

"Battle of Schools - Angriff der Molchgehirne"


Der große Wettstreit hat begonnen - und die Katastrophe nimmt ihren Lauf: "Battle of Schools - Angriff der Molchgehirne"!

Nicole Röndigs Battle of Schools - Angriff der Molchgehirne 978-3-570-18080-8 cbj Verlag Alter: 10+

Johann Sebastian ist es leid, immer nur der klavierspielende Junge mit der Engelsstimme zu sein. Ein Schulwechsel nach einem Umzug bietet Gelegenheit, sein Image grundlegend zu ändern. Er nennt sich nun Jo, trägt Kapuzenpulli statt Hemd und Krawatte, ist Experte für Meerestiere und hat nichts, aber so gar nichts, mit Musik am Hut. Die Emmy-Noether-Gesamtschule mit Schwerpunkt Naturwissenschaften scheint wie geschaffen für Jo. Am ersten Schultag staunt Jo nicht schlecht. Der Unterricht ist hier eindeutig zweitrangig. Sämtliche Bemühungen der Schüler und auch der Lehrer sind allein darauf ausgerichtet, den Erzfeind, das Willibald-Gluck-Gymnasium, fertig zu machen. Seit 2008 sind die Emmys und die Willis verfeindet, seit dem legendären Turnhallen-Vorfall. In der 5b lernt Jo Elton, Franjo, Tessa und Suleika kennen, die gerade Pläne schmieden, das entführte Klassenhaustier Heisenberg von den Willis zurückzuerobern. Die Entführung war ein Racheakt für die südamerikanischen Blattschneider-Ameisen, die die Emmys im Schulgarten der Willis ausgesetzt haben. Jo versteht nur Bahnhof, freut sich aber, dass er von den anderen gleich in die Einsatzgruppe aufgenommen wird. Die Befreiung von Heisenberg, der sich als Vogelspinne entpuppt, geht total schief, doch Jo gelingt es, die Direktorin der Willis abzulenken und zu täuschen, indem er sich als neuer Schüler ausgibt und so außerdem wichtige Informationen zu erhalten, und zwar über den anstehende Gregorowitsch-Musical-Award. Der Preis ist ein eigenes Schulschwimmbad! Nun wollen die Emmys unbedingt den Musikwettbewerb und das Schwimmbad gewinnen, doch haben sie eine Chance gegen die Willis, die als Schwerpunkt Musik haben? Obwohl er genau das vermeiden wollte, wird Jos Talent im Musikunterricht erkannt, und er wird umgehend zum Verantwortlichen für den Wettbewerb ernannt. Die Schüler überreden die Direktorin, eine ehemalige Raketenwissenschaftlerin, dass sie teilnehmen dürfen. Es gibt doch auch Punkte für Bühnenbild, Kostüme und Special Effects. Da können sie punkten. Und Jo wird die Songs komponieren und nebenbei den Feind ausspionieren. Sie wollen ein Star Wars Musical aufführen und damit die Willis mit ihrem Titanic Musical alt aussehen lassen. Im Laufe der Mission lernt Jo Pia von den Willis kennen. Sie spielt Fagott und ist total nett. Pia verrät ihm, dass sie vorhaben, die Emmys zu sabotieren. Außerdem braucht er sich nur eine einzige Probe der Willis anzusehen, um zu erkennen, dass die Chancen zu gewinnen für die Emmys ohnehin bei Null liegen. Außer Musiklehrer Winfried Mauss und Jo kann praktisch niemand Noten lesen, geschweige denn ein Instrument spielen. Dann entpuppt sich ausgerechnet Tessa, die praktisch nie ein Wort spricht als Gesangstalent und bekommt die Rolle des Wookie-Mädchens Rebecca. Vielleicht wird das Stück doch keine totale Katastrophe. Leider kracht Willis-Spion Juri bei einer Probe durch die Decke und zertrümmert dabei das Klavier, also proben die Emmys fortan in der Wohnung von Herr Mauss und mit dessen Klavier. Jo steht total unter Stress. Dann trifft er auch noch Pia, die mittlerweile weiß, dass er ein Emmy, ein Verräter, ist. Nach etwas Zoff vertragen sie sich jedoch und einigen sich auf einen fairen Wettkampf. Jedoch führt Sabotage der Willis zu einem Laserschwert-Explosionsunfall in Herrn Mauss Wohnzimmer. Das kann nur heißen: Pia hat Jo verarscht! Nur ihr hat er von der Probe erzählt. Die Emmys finden daraufhin die Schwachstelle der Willis heraus. Das Bühnenbild. Sie planen, die Titanic zu versenken. Die ganze Sache eskaliert allmählich, und Jo fühlt sich mies. Es sieht nicht so aus, als könnten die Schulen überhaupt noch an dem Wettbewerb teilnehmen - es sei denn, sie arbeiten zusammen. Aber das ist absolut unmöglich, oder?

Eine super witzige Schulgeschichte für Fans von “Miles & Niles” und Co.! Ich habe mich beim Lesen echt schief gelacht. Am meisten haben es mir die Vogelspinne Heisenberg, die zum Schluss noch einen starken Auftritt hat, und der Musiklehrer Herr Mauss, der letztendlich als Bond-Bösewicht in Hollywood landet, angetan. Ich warte schon sehnsüchtig auf die Fortsetzung!

Viel Spaß beim Lesen!!!


Buch bestellen?

https://www.osiander.de/shop/home/artikeldetails/A1068358468