Lilli Thal
Tier aus Stein, Tier aus Gold
978-3-8369-5919-3
Gerstenberg Verlag
Alter: 11+
Im Land Helladien: Der neunjährige Ion reist mit seiner Familie zum Tempel der Göttin, um dieser ein Schaf zu opfern. Dort lernt er die gleichaltrigen Jungen Kedros und Smirkos kennen, und die drei schleichen heimlich in den Wald, wo sie eine paradiesische Lichtung mit zutraulichen Tieren entdecken. Als die Kinder beim übermütigen Spiel versehentlich eine Eidechse verletzen, hat das weitreichende Folgen ...
5 Jahre später: Aus einem Spalt im Boden, wo die Eidechse ihr Blut vergoss, kriechen drei Arai (Fluchgeister). Wider Willen muss die Göttin die drei Jungen verfluchen, obwohl sie längst nicht mehr wütend auf sie ist, denn Götter dürfen keine Fehler machen – so will es die Ordnung. Einer wird zum "Tier aus Stein", einer wird zum "Tier aus Gold" und einer wird "sehend blind".
Kedros, der aus einer wohlhabenden und einflussreichen Familie stammt, begibt sich freiwillig in die Hand des Feindes, um sein Volk zu schützen. Er wird an Sklavenhändler verkauft und landet schließlich im Haus eines Bäckers, der jedoch in Wahrheit einer der Arai ist. Kedros wird an der Mühle fest gekettet und muss so lange den Stein drehen, bis er selbst irgendwann zu Stein wird. Eine Flucht ist unmöglich. Der "Bäcker" foltert ihn Tag für Tag, körperlich und seelisch. Nach und nach verliert Kedros seine Menschlichkeit.
Der Junge Töpfer Smirkos wird von einem Bettler, hinter dem sich der 2. Arai verbirgt, in einen Ziegenbock verwandelt. Der "Bettler" quält ihn, übergießt ihn mit flüssigem Gold und stellt ihn zur Schau, gemeinsam mit anderen (echten) Ziegen, die Kunststücke vorführen. Obwohl er sich schwört, nie sein wahres Selbst zu vergessen, fühlt er sich doch bald mehr als Ziege, denn als Mensch. Die Menschen und ihr Geruch stoßen ihn regelrecht ab.
Ion hat Alpträume, die die Zukunft zeigen. Beispielsweise sieht er im Traum, wie eine Magd von einer Schlange gebissen wird, und dann passiert es wirklich. Er kann nichts tun und fühlt sich hilflos. Auch das Pferd des Nachbarn kann er nicht vor dem Ertrinken retten. Aus Angst, Unheil an den Hof seiner Familie zu ziehen, macht er sich auf den Weg in die Stadt Adama, in Begleitung des Magiers Poias, der in Wahrheit der Wagenlenker der Göttin ist, den diese ihm zu seinem Schutz zur Seite gestellt hat. Noch ahnt er nicht, dass auch Kedros und Smirkos in Adama sind. Die beiden erscheinen ihm oft im Traum. Der grausame König von Adama will Ions Gabe für sich nutzen. Damit Ion rund um die Uhr für ihn träumen kann, will er ihn blenden, doch Ion ergreift die Flucht. Aber der 3. Arai, der Ion in seinen Träumen heimsucht, macht ihm klar, dass es er seinem Schicksal nicht entkommen kann. Ion bittet die uralte Sybille und das Orakel von Trophon um Rat. Das Orakel, das ihm in Gestalt eines Kindes erscheint, erklärt ihm, dass er blind werden muss um zu sehen und nimmt ihm sein Augenlicht. Zunächst bewegt sich Ion noch ungeschickt durch die Gassen von Adama, doch dann erkennt er, dass er nun die Sprache der Tiere versteht, und die helfen ihm. Ein Hund wird zu seinem ständigen Begleiter und Berater. Nach und nach erkennt Ion die ganze Wahrheit. Er muss Kedros und Smirkos finden und den Fluch umkehren. Doch die beiden sind kaum noch menschlich. Ist es schon zu spät, sie zu retten, oder haben die Arai gewonnen?
Ein spannendes Fantasy-Abenteuer mit sympathischen Charakteren! Obwohl die Erzählperspektive zwischen den drei Helden wechselt, kann man der Geschichte super folgen. Ich war bis zum Schluss gefesselt!
Viel Spaß beim Lesen!!!
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Mittwoch, 28. Juli 2021
"Tier aus Stein, Tier aus Gold"
Mittwoch, 16. Juni 2021
"Und dann kam Juli"
"Und dann kam Juli"!
Petra Eimer
Und dann kam Juli978-3-8339-0658-9
Baumhaus Verlag
Alter: 8+
Was soll man tun, wenn einem plötzlich ein Pferd zuläuft? Paul staunt nicht schlecht, als plötzlich eines in seinem Garten steht. Während seine Eltern sich vor lauter Entzücken darüber gar nicht mehr einkriegen können, ist Paul wenig begeistert. Er hätte viel lieber einen Hund, als so ein hässlich-schmutzig-graues Pferd. Pauls bester Freund Max findet Juli, wie Pauls Eltern das Pferd mittlerweile getauft haben, ziemlich cool, zumindest bis sie das geheime Bandenhauptquartier der beiden Jungs verwüstet und als Stall beschlagnahmt. Juli muss weg! Sie muss doch irgendwo einen Besitzer haben. Mit Unterstützung von Nachbarmädchen Anna, die gut zeichnen kann und sich auch mit Computern auskennt, erstellen die Freunde Flugblätter: „Pferd zugelaufen. Abzuholen in der Gartenstraße 8“. Sie hängen auch welche davon in der Bäckerei und der Tierhandlung auf, während Pauls Eltern eine Anzeige in die Zeitung setzen. Doch niemand meldet sich. Paul denkt sich, wahrscheinlich sind die Besitzer froh, das blöde Vieh endlich los zu sein. Juli macht nichts als Ärger. Sie verwüstet den Garten, zerstört die Schaukel, und jeden Tag taucht eine Horde Mädchen aus der Umgebung auf, um sie zu sehen, zu streicheln und ihre Mähne zu flechten. Genervt von den kichernden Mädchen stellt Paul ein Schild auf: „Keine Mädchen!“ Die Einzige, die ihn nicht nervt, ist Anna. Anna ist o.k., mehr als o.k. Alles dreht sich nur noch um Juli. Pauls Mutter benimmt sich genauso albern wie die Pferdemädchen, und sein Vater bestellt extra gesunde Pferdesnacks im Internet – aus Island! Das Juli seinen Bio-Garten, auf den er immer so stolz war, kahl gefressen hat, scheint Papa nicht zu stören. Er pflanzt dafür jetzt seinen Sellerie im Vorgarten, was total lächerlich aussieht. Mamas Blumenbeete sind auch hinüber, doch Mama kümmert es nicht. Sie findet es nur „süß“, wie Juli die Blumen verspeist. Als die Sommerferien anfangen, ist Paul alleine mit Juli, denn seine Eltern müssen arbeiten. Nirgends hat er seine Ruhe, denn Juli hält sich nicht nur im Garten auf, sondern schafft es irgendwie immer wieder in die Küche und ins Wohnzimmer zu gelangen. Sie verfolgt Paul auch in sein Zimmer und sogar zum Fußballtraining. Paul versucht, sie wie einen Hund an der Leine zu führen, aber das mag sie nicht. Juli ist einfach doof. Ein magisches Tier, wie die in Pauls Büchern, ist sie auch nicht. Das hat er extra getestet. Pauls Mutter gibt ihm Karl-May-Bücher zu lesen. In Winnetou und Co. kommen eine Menge Pferde vor, und die sind schon irgendwie cool. Doch als Paul versucht, auf Juli zu reiten wie Old Shatterhand, bockt Juli. Vielleicht ist sie ja kein Reitpferd, sondern ein Kutschpferd? Paul spannt sie vor einen Einkaufswagen, das klappt aber auch nicht. Als Juli den frischen Erdbeerkuchen und Pauls neue Turnschuhe frisst, reicht es Paul. Er ist auf dem Kriegspfad! Dann gibt es auch noch Krach mit seinem besten Freund Max, dem Pauls Verhalten gehörig auf den Geist geht. Max kann Pauls Gejammer über das „blöde Pferd“ nicht mehr hören, zumal Juli ja nichts dafür kann, das sie ein Pferd ist und sich daher nun einmal wie eines verhält. Für Paul gibt es nur eine Lösung: Juli muss weg! Jetzt erst recht! Doch wie? Aussetzen? Mit der Post verschicken? Verschenken? Zum Tierschutzverein bringen? Da taucht plötzlich ein Mann auf, der behauptet, Julis Besitzer zu sein …
Kein Horn, kein Glitzer und kein bisschen Rosa! Endlich mal ein cooles Pferdebuch für Jungs! Die Geschichte ist super lustig, leicht zu lesen und enthält außerdem viele farbige Illustrationen.Viel Spaß beim Lesen!!!
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https://ravensbuch.de/shop/item/9783833906589Mittwoch, 26. Mai 2021
"Ferdi & Flo – Der kleine Otter lernt schwimmen"
Schwimmen macht Spaß: "Ferdi & Flo – Der kleine Otter lernt schwimmen"!
Katrin
Pokahr
Ferdi
& Flo – Der kleine Otter lernt schwimmen
978-3-414-82596-4
Boie
Verlag
Vorlese-Alter:
4+
Der kleine Fischotter Ferdi liebt seine kuschelig-gemütliche Höhle und seine Sammlung einzigartiger Kieselsteine, doch das absolut Größte für ihn ist es, sich den Fluss entlang treiben zu lassen – auf dem Bauch seiner Mama. Selber schwimmen? Lieber nicht. Das ist ihm nicht geheuer. Vielleicht ist er ja ein "Landotter". Erst als Ferdi das Entenküken Flo trifft, ändert sich das. Flo ist eine richtige Wasserratte. Es gibt für sie nichts Schöneres als zu schwimmen, allerdings nicht in einer langweiligen Formation wie die anderen Enten. Ferdi hat anfangs noch ein bisschen Angst unterzugehen, doch seine Mama ist immer an seiner Seite und passt auf. Sie gibt Ferdi einen dicken Ast als Schwimmhilfe, so dass er sich langsam ans Wasser gewöhnen kann. Dann bringt sie ihm bei, wie man richtig mit den Hinterbeinen paddelt. Opa Ludwig steht am Ufer und applaudiert. Ferdi braucht jedoch noch viel Übung. Er muss erst den richtigen Rhythmus finden, doch irgendwann klappt es, und Ferdi will gar nicht mehr raus aus dem Wasser. Als er Flo wieder trifft, zeigt er ihr, was er kann. Flo springt von einem Baumstamm ins Wasser wie von einem Sprungbrett. Das traut Ferdi sich nicht, und er hat Angst, Flo könnte ihn auslachen, doch sie zeigt Verständnis und meint, das hätte sie sich auch ganz lange nicht getraut. Die beiden toben ausgelassen im Wasser herum. Flo kann auch tauchen und will es Ferdi beibringen. Es dauert etwas, bis er den Bogen raus hat. Als er sich endlich traut, unter Wasser die Augen zu öffnen, ist er ganz begeistert von den vielen schönen Kieselsteinen auf dem Grund des Flusses. Flo ist eine tolle Tauchlehrerin. Stolz zeigt Ferdi seinem Opa Ludwig, dass er jetzt tauchen kann. Der zeigt ihm noch einen alten Ottertrick, wie man kein Wasser in Nase und Ohren bekommt. Auch sonst hat der erfahrene, alte Otter noch viele Tipps für Ferdi. Er rät ihm, immer nur so weit zu schwimmen, dass er es auch wieder zur Höhle zurück schafft. "Überschätze Deine Kräfte nicht! Vorsicht vor dem Wasserfall! Meide die streitlustigen Biber und komme den hungrigen Hechten nicht zu nahe!", sind weitere weise Ratschläge. Am nächsten Tag spielt Ferdi Wasserslalom mit Flo und Professor Karpfen. Leider frisst Professor Karpfen die Markierungen der Rennstrecke (Gänseblümchen) auf. Die drei unterhalten sich über das Fest der Wassertiere, das demnächst stattfinden wird. Künstler, Karussells, Wettbewerbe und leckeres Essen – wer will das schon verpassen. Doch leider meinen Ferdis und Flos Eltern, dass die beiden noch zu klein dafür sind. Der Weg zur Forelleninsel ist noch zu weit für sie, zumal man flussaufwärts schwimmen muss und es auf der Strecke gefährliche Strömungen gibt. Ferdi und Flo sind enttäuscht. Sie wollen unbedingt auf das Fest. Heimlich schleichen sie sich in der Dämmerung davon. Prompt werden sie von den beiden hungrigen Hechten Hector und Hasso verfolgt. Nur mit einem Trick können sie sich die beiden vom Hals halten. Sie erzählen ihnen, dass sie berühmte Akrobaten seien, die auf dem Fest auftreten, und dass Hector und Hasso ganz schön Probleme bekommen würden, wenn sie sie auffressen würden. Doch dann geraten Ferdi und Flo in die Strömung und sind schön bald am Ende ihrer Kräfte. Zum Glück ist Hilfe bereits unterwegs ...
Vorlesezeit ist Kuschelzeit! Diese schöne Freundschaftsgeschichte hat mich total begeistert, und Ferdi und Flo habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Das Thema "Schwimmen" fand ich auch mal eine echt gute Idee für ein Vorlesebuch. Schließlich müssen auch kleine Menschenkinder irgendwann schwimmen lernen.Viel Spaß beim Lesen!!!
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https://ravensbuch.de/shop/item/9783414825964Mittwoch, 19. Mai 2021
"Sommer auf Solupp"
Macht Lust auf Sonne, Sommer, Meer und mehr: "Sommer auf Solupp"!
Annika Scheffel
Sommer auf Solupp978-3-522-18571-4
Thienemann Verlag
Alter: 10+
So richtig fröhlich fängt der Urlaub der Familie Fröhlich nicht an. Sechs Wochen auf einer winzigen Insel, auf der es noch nicht einmal Handyempfang (geschweige denn Internet) gibt? Bei den Geschwistern Mari, Bela und Kurt hält sich die Begeisterung in Grenzen. Die zwölfjährige Mari hat das Gefühl, dass die ganze Welt sich gegen sie verschworen hat. Sie wäre viel lieber im Fußballcamp. Seit Monaten freut sie sich darauf, und es ist ihr wirklich, wirklich wichtig, und dann vergisst Mama das einfach. Auch Maris kleiner Bela wäre lieber im Ferienpark als auf einer mikroskopisch kleinen, einsamen Insel im Nirgendwo, und wenn der stumm und finster vor sich hin pubertierende Kurt überhaupt irgendetwas will, dann einfach seine Ruhe, die nur von dem Gebrüll aus seinem antiken Walkman gestört werden darf. Nur Mama Paula freut sich echt auf den Urlaub. Schließlich ist die ganze „Wir fahren nach Solupp“-Idee ja auch auf ihrem Mist gewachsen. Nachdem Papa Tom gerade eine schlimme Krankheit überstanden hat und die ganze Familie eine schwere Zeit hatte, können sie alle etwas Erholung gebrauchen, findet sie. Mari leidet darunter, dass ihre Eltern in der letzten Zeit so wenig für sie da waren. Selbst jetzt, wo es Papa besser geht, dreht sich noch immer alles um ihn, da er immer noch besondere Aufmerksamkeit braucht. Er ist immer noch ganz schlapp. Nachdem das winzige, wacklige, farbblättrige Fährboot sie auf die Insel gebracht hat, werden die Fröhlichs von Joon, dem lustigen Jungen mit dem vanilleeisblonden Haar, mit der Pferdekutsche zu ihrem Ferienhaus, dem „Heckenrosenhaus“, gebracht. Autos gibt es auf Solupp nicht. Beim Ferienhaus werden sie dann herzlich von Jolka, der größten und buntestens Frau, die Mari je gesehen hat und ihrem schwarzen Riesen-Hund Feinur, einer Mischung aus Hund, Wolf und Seehund, willkommen geheißen. Das Haus duftet nach leckeren Zimtbrötchen. Obwohl Mari wegen der Sache mit dem Fußballcamp immer noch sauer auf ihre Mama ist, kann sie gar nichts dagegen tun, dass sich ihre Laune auf Solupp stetig bessert. Am Strand lernt sie das Mädchen Ema kennen und freundet sich mit ihr an. Gemeinsam mit Ema und Joon erkundet sie die Insel. Und da stehen nicht nur Wellenreiten und Reiten auf wilden Ponys (und dabei sagt Mari am Anfang noch: Ich hasse Ponys!) auf dem Programm, sondern bald sind die Kinder auch in eine spannende Schatzsuche verwickelt. Das große Abenteuer beginnt mit dem seltsam kratzigen Wort „Keilkliff“, das Emas Papagei Papillon von sich gibt. Das selbe Wort begegnet Mari auch anderswo, z.B. in den Küchentisch des Ferienhauses geritzt oder auf einem Stück Treibholz. Auch der „Meerjunge“ kennt das Wort. Die Sache wird immer geheimnisvoller. Wie passt der mysteriöse Fremde im Frack, der zeitgleich mit den Fröhlichs auf die Insel gekommen ist, in die Geschichte? Was hat es mit dem alten Leuchtturm auf sich? Und verbergen die erwachsenen Inselbewohner? Doch nicht nur mit ihren neuen Freunden verbringt Mari eine tolle Zeit, auch ihre Familie findet wieder zusammen. Sie verbringen wieder mehr Zeit miteinander, und auch Papa geht es wieder viel besser. Abwechselnd legen sie fest, was sie unternehmen möchten. Der kleine Bela und der ewig muffelige Kurt schließen sich außerdem Mari und ihren Freunden bei der Schatzsuche an. Werden sie es gemeinsam schaffen, das Rätsel um „Keilkliff“ zu lösen?
Schon beim Anblick des Covers bekam ich Urlaubsgefühle, weil es mich an die Ferien meiner Kindheit in Dänemark erinnert hat. Und die Geschichte ist einfach wundervoll!Viel Spaß beim Lesen!!!
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https://ravensbuch.de/shop/item/9783522185714Mittwoch, 12. Mai 2021
"Sofabanditen oder Die verrückte Befreiung der Hühner"
Judith Kleinschmidt
Sofabanditen oder Die verrückte Befreiung der Hühner
978-3-407-75847-7
Beltz & Gelberg Verlag
Alter: 7+
Die achtjährige Ada ist von dem bevorstehenden Umzug nicht halb so begeistert wie ihre Eltern. Die sagen ständig, dass alles ganz toll wird und dass Ada bald viele neue Freunde haben wird. Die haben ja keine Ahnung, wie gemein Kinder sein können, vor allem zu kleinen Mädchen wie Ada, mit kurzen Haaren, dicker Brille und Glubschaugen. Schmollend sitzt Ada im Umzugswagen, als plötzlich ein Schaf auf den Fahrersitz springt. Das Schaf heißt Lilli, und Lilli ist alles andere als ein gewöhnliches Schaf. Oder habt Ihr schon einmal von einem Schaf mit Leopardenmuster und Nasenring gehört, das Zigarre raucht und Auto fahren kann? Ehe Ada sich versieht, steckt sie mitten in einem großen Abenteuer. Lilli hat nämlich eine Mission: Freiheit und Gerechtigkeit für alle! Daher will sie die Hühner vom Hubertushof befreien. Hubertushof klingt zwar nach idyllischem Bauernhof, ist jedoch eine Hühnerfabrik, in der tausende Hühner in winzigen Käfigen gehalten werden. Damit soll nun Schluss sein. Mit dem Umzugswagen rammt Lilli einen Laster mit der Aufschrift "Glückliche Hühner vom Hubertushof" – und dutzende Tiefkühlhühnchen purzeln ins Freie. Noch besser wäre es allerdings, die Hühner noch zu Lebzeiten zu befreien, findet Lilli. Unterwegs zum Hubertushof übernachten Ada und Lilli in der Wildnis und essen 18 Tafeln Schokolade zum Abendessen, bevor sie es sich auf dem Sofa im Umzugswagen gemütlich machen. Da geben sie sich den Namen "Sofabanditen". Am nächsten Tag treffen Ada und Lilli auf Pepper, einen fünfzehnjährigen Jungen, der in einer Sternwarte lebt. Pepper hat weiße Haare, trägt einen Anzug und kann mit Pfannkuchen jonglieren. Er ist ganz allein, weil sein Opa im Krankenhaus ist. Als er von der Mission der „Sofabanditen“ erfährt, ist er Feuer und Flamme und will mitmachen. Zu dritt stürmen sie die Hühnerfabrik. Ada kommt sich vor wie die Heldin in einem Actionfilm. Aber um die Hühner dann auch zu befreien, müssen sie ein Wettrennen gewinnen: Umzugswagen gegen Motorrad! Da sind List und Tücke gefragt. Und was wird nun aus den Hühnern. Es ist nicht einfach, die alle in den Umzugswagen zu bekommen. Noch dazu kommt es zu einem Streit zwischen Ada und Lilli, weil Lilli Ada angelogen hat. So etwas tun echte Freunde nicht. Auch Pepper ist für Ada ein Verräter, denn er hat heimlich Adas Eltern angerufen. Ada ist von beiden enttäuscht und will sie nie wieder sehen. Doch als Lilli dann von der Polizei gesucht wird, wegen der angeblichen Entführung von Ada, kann sie nicht tatenlos zusehen. Sie beschließt, das Richtige zu tun und ihrer Freundin zur Seite zu stehen, denn echte "Sofabanditen" müssen doch zusammenhalten!
Mit den richtigen Freunden besteht man jedes Abenteuer! Das zeigt diese super-witzige und ziemlich verrückte Abenteuergeschichte.
Ich habe mir dieses Buch aus dem großen Stapel der Neuerscheinungen ausgesucht, weil ich Schafe einfach mag. Beim Lesen habe ich mich dann köstlich amüsiert. Lilli ist wirklich das coolste Schaf aller Zeiten!!!
Viel Spaß beim Lesen!!!
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