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Mittwoch, 27. Mai 2015

"Don't tell me Lies"

Geheimnisse und Lügen: "Don't tell me lies"!

Corey Ann Haydu, übersetzt von Clara Mihr
Don't tell me lies
978-3-423-71626-0
dtv junior Verlag
Alter: 14+

Tabitha ist eine Außenseiterin. Ihre frühere Freundinnen haben sich von ihr abgewandt, weil ihre Interessen auseinandergingen und behandeln sie jetzt ziemlich Scheiße. Jemma und Alison sind ziemliche Nerds und noch echt kindisch, während sich Tabitha weiterentwickelt hat. Sie sind scheinheilig um Tabithas Image besorgt, wegen ihres neuen Looks (oder ihrer Körbchengröße C) und ihrem Interesse an Jungs. Sie reden sogar mit der Vertrauenslehrerin über sie. Tabithas einzige Freundin ist die lesbische Elise, die sich jedoch noch nicht geoutet hat. Es herrscht eine zwielichtige Moral an der Schule. Über sexuelle Belästigung wird hinweggesehen, aber öffentliches Kuscheln glücklicher Pärchen angeprangert. Tabithas Eltern sind peinlich abgedrehte Althippies und haben ein Café, das „Tea Cozy“. Vater Paul ist ein Kiffer und Mutter Cate eine Spinnerin und außerdem schwanger. Tabitha chattet oft nächtelang mit ihrem Freund Joe. Der ist der einzige, der sie wirklich versteht, und er ist längst mehr als nur ein Kumpel für sie. Sie ist in ihn verliebt, und er fühlt ebenso und gesteht es ihr. Es ergibt sich dabei nur eine kleine Schwierigkeit: Joe ist bereits in festen Händen. Er ist mit der genauso attraktiven wie labilen Sasha zusammen. Die scheint nur glücklich, wenn sie unglücklich ist und geht voll in ihrem eigenen Leid auf. Wenn man im Lexikon das Wort „Depressionen“ nachschlägt, ist daneben ganz sicher ein Bild von Sasha abgebildet. Daher kann Joe sie nicht verlassen. Wer weiß, was sie sich dann antut? Eines Tages kommt es zu einem verbotenen Kuss zwischen Joe und Tabitha. Tabitha ist eine Leseratte und liest am liebsten Bücher aus dem Antiquariat, in die die Vorbesitzer eine Menge Randbemerkungen gekritzelt haben. Sie selbst notiert auch gerne ihre Gedanken in Bücher und gibt sie dann im Antiquariat ab, damit andere sie lesen können. Ihr Lieblingsbuch ist „Sara, die kleine Prinzessin“ und gerade liest sie eine Ausgabe von „Der geheime Garten“, worin sich zusätzlich zu den normalen Randbemerkungen des Vorbesitzers auch ein Internetlink befindet. Neugierig besucht Tabitha die Seite „Life by Committee“, LBC. Hier kann man seine Geheimnisse posten und erhält dann Aufgaben. Wenn man die erfüllt, bleiben die Geheimnisse gewahrt. Tabitha meldet sich als „Bitty“ an und postet, dass sie den Freund einer anderen geküsst hat. Erst nach der Anmeldung erscheinen die Regeln auf dem Bildschirm, und sie erhält eine Aufgabe: Tu es wieder! Sie tut es, schleift Joe förmlich hinter die Turnhalle, küsst ihn und er küsst zurück. Aufgabe erfüllt! Jetzt muss sie mehr Geheimnisse posten. Sie schreibt, dass Devon, der Bruder ihrer Ex-besten Freundin, gesagt hat, dass sie gut aussieht und dass besagte Freundin Jemma sie seitdem ignoriert. Außerdem schreibt sie, dass ihr Vater kifft wie ein Bagger und das, obwohl doch bald das Baby kommt, doch ihre nächste Aufgabe bezieht sich erneut auf Joe: Mach ihn eifersüchtig! Zusätzliche Aufgabe: Kiffe mit deinem Dad! Tabitha setzt sich ziemlich unter Druck, um die Aufgaben zu erfüllen. Sie erzählt Joe was von einem anderen, outet versehentlich Elise vor Devon und benimmt sich so seltsam, dass der sie wohl für völlig durchgedreht hält. Als sie dann mit ihrem Dad einen durchzieht, obwohl sie Drogen verabscheut, werden sie von ihrer fuchsteufelswilden Mutter ertappt. Alles gerät außer Kontrolle. Nächste Aufgabe: Sie soll Jemma fertigmachen, ihr Gras unterjubeln. Sie hat auch vor es zu tun, doch als sie in die Schule kommt erlebt sie eine Überraschung, und plötzlich ist alles anders … .
Keine 08/15 Lovestory, sondern eine geniale Geschichte mit überraschendem Ende!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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https://ravensbuch.de/shop/item/9783423716260

"Die Umbarmherzigen"

Scheinheilig: "Die Unbarmherzigen"!

Danielle Vega, übersetzt von Doris Hummel
Die Unbarmherzigen
978-3-8458-0723-2
Bloomoon Verlag
Alter: 14+

Riley und ihre Freundinnen Alexis und Grace geben an der Highschool den Ton an. Sie sind reich, schön und beliebt. Die Außenseiterin Brooklyn ist ihnen ein Dorn im Auge. Riley gibt Brooklyn beispielsweise die Schuld an einer toten, gehäuteten Katze auf dem Schulhof. Sie sagt, Brooklyn sei böse und vom Teufel besessen. Man müsse ihr „helfen“, sie vom Bösen befreien. Sofia, die Neue an der Schule, die noch keine Freunde hier hat, schließt sich Rileys Gruppe an und ahnt nicht, wohin das führen wird. Die Mädchen sind (pseudo-)religiös, trinken auf der Schultoilette heimlich Wein, und reden sich heraus, sie würden die Kommunion empfangen. Sofia hat eigentlich mit Religion nichts zu schaffen, obwohl ihre Großmutter gläubig ist, also „taufen“ die anderen Sofia, damit sie gerettet und eine von ihnen wird. Sophie erfährt, dass sie früher auch einmal mit Brooklyn befreundet waren, bevor die angeblich anfing, Seancen zu veranstalten und den Teufel anzubeten. Sofia soll Brooklyn für die anderen ausspionieren, und die sind beunruhigt, dass Sofia Brooklyn anscheinend irgendwie cool findet. Sie meinen, sie wurde vom Teufel manipuliert. Sofie beobachtet, wie Rileys Freund Josh auf einer Party mit Brooklyn herumknutscht und erzählt es Riley. Die völlig wahnhafte Riley schmiedet daraufhin einen grausamen Plan. Sie will Brooklyn den Teufel austreiben und lockt sie in den Keller eines leeren Hauses. Sie fesselt sie und foltert sie mit einem Messer. Entführung und Folter haben wohl kaum etwas mit „helfen“ und „retten“ zu tun. Sofia ist entsetzt, kann aber nichts tun. Grace und Alexis sind Riley total hörig und würden sich nie gegen sie stellen. Riley will einen Exorzismus ohne Priester durchführen. Sie meint, sie brauchen keinen, den könne jeder durchführen, der vom Heiligen Geist erfüllt ist. Alle Türen sind verschlossen und alle Fenster vernagelt. Sofia kann weder fliehen, noch Hilfe holen. Sie ist gezwungen, mitzumachen. Zunächst beichten sie rundum ihre „Sünden“. Grace hat ihrem Bruder Ritalin geklaut, um eine Prüfung zu bestehen. Alexis wünscht, ihre Schwester würde nicht mehr aus dem Koma aufwachen. Riley hatte beinahe Sex, dabei haben sich die Freundinnen geschworen, bis zur Ehe Jungfrauen zu bleiben. Sofia kann nicht die Wahrheit über ihre eigene Sünde sagen und lügt. Dann beten sie alle für Brooklyns Seele und streuen Salz auf ihren Körper. Riley foltert sie wieder mit dem Messer, sticht ihr ins Bein, hält es an ihre Kehle, rammt es unter ihren Fingernagel. Außerdem werfen sie brennende Streichhölzer auf sie. Sofia wirft absichtlich daneben und versucht später heimlich, Brooklyn zu befreien, scheitert jedoch. Riley stopft Brooklyn Salz in den Mund. Sie soll endlich ihre Sünden gestehen. Also gesteht Brooklyn, einen Lehrer ermordet zu haben, obwohl das gar nicht die Wahrheit ist, aber das ist Riley noch nicht genug. Sofia kann heimlich eine SMS an Josh schreiben und hofft, dass er rechtzeitig auftaucht, bevor Riley endgültig durchdreht. Denn Riley legt die bewusstlose Brooklyn in eine Badewanne voll mit Dreckbrühe, die sie „Weihwasser“ nennt und schließt die Tür ab. Sofia stürmt mit Gewalt ins Bad und denkt, Brooklyn sei tot, aber Brooklyn ist weg, spurlos verschwunden. Dann klingelt es an der Haustür... .
Dieses dünne rosa Buch ist wahnsinnig spannend, aber an manchen Stellen unnötig brutal. Bei dem „Messer unter dem Fingernagel“ wurde mir regelrecht übel. Riley und ihre scheinheiligen Freundinnen gegen einfach zu weit. Am Ende kommen die dunkelsten Geheimnisse der Mädchen ans Licht (auch die von Sofia!), und es gibt auch eine Tote!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Feuer und Flamme"


Rache ist ein Gericht, das am besten kalt serviert wird: "Feuer und Flamme"!

Jenny Han & Siobhan Vivian, übersetzt von Anja Hansen-Schmidt
Feuer und Flamme (Band 2)
978-3-446-24651-5
Hanser Verlag
Alter: 13+

Die Rache von Lillia, Kat und Mary geht weiter: Nach der Katastrophe am Ende von Band 1 wird Reeve nun aus dem Krankenhaus entlassen. Er fliegt zum Glück nicht von der Schule, doch ob er je wieder Football spielen kann ist fraglich. Außerdem ist er jetzt anscheinend mit Rennie zusammen. Lillia tut die ganze Aktion leid, Kat denkt, der Rachefeldzug sei nun vorbei, doch Mary ist noch lange nicht fertig mit der Sache. Sie ist verwirrt, hin und her gerissen zwischen ihrer Liebe und ihrem Hass zu Reeve. Dazu kommt, dass ihre Tante Bette sich seltsam verhält, noch seltsamer als sonst. Sie stellt Räucherwerk in den Flur und bringt merkwürdige Symbole an den Wänden an. Lillia muss indessen am Schwimmkurs teilnehmen, doch sie hasst schwimmen. Sie schafft es gerade so eben, nicht unterzugehen, doch ohne den Kurs bekommt sie keinen Abschluss. Auch Reeve hält sich des öfteren in der Schwimmhalle auf, weil es Teil seiner Physiotherapie ist. Die Mädchen fassen den Plan, dass Reeve sich in Lillia verlieben soll. Dann soll sie ihm das Herz brechen, so wie er es bei Mary getan hat. Lillia gibt sich zunächst unnahbar und dennoch begehrenswert, und siehe da, Reeve beißt an! Dummerweise entwickelt Lillia echte Gefühle für ihr „Opfer“. So war das aber nicht geplant. Kat hat zurzeit andere Sorgen. Sie bereitet sich auf ihre vorzeitige College-Bewerbung vor, denn sie will nach der Schule schnellstmöglich von Jar Island weg. Im Gegensatz zu den reichen Kids kann sie sich keinen teuren Vorbereitungskurs leisten, also recherchiert sie in der Bibliothek und besucht eine Gratis-Veranstaltung, wo auch Alex Lind dabei ist. Sie sollen dort einen Aufsatz schreiben und einen Lebenslauf. Kats Aufsatz wird ganz o.k., aber ihr wird nahegelegt, sie solle lieber über den Verlust ihrer Mutter schreiben, um Mitleidspunkte zu bekommen, doch das will sie nicht. Auch Mary macht sich Gedanken über das College. Sie muss eine AG besuchen, um Pluspunkte zu sammeln. Wie wäre es denn mit dem Jahrbuch? Die anderen dort ignorieren sie total. Überhaupt redet keiner außer Kat und Lillia in der Schule mit ihr oder scheint sie auch nur wahrzunehmen. Doch an Halloween ist das anders. Liegt es an ihrem total heißen Outfit? Vom Mauerblümchen zum sexy Vamp? An Halloween stellt sie auch endlich Reeve wegen seiner früherer Schikane zur Rede, doch seine Reaktion ist ziemlich ätzend: „Fick Dich, du Schlampe!“. Als Lillia ihm dann sagt, wie verletzend er ist, scheint ihn das weit mehr zu treffen. Mary flirtet später mit einem David im Mumienkostüm. In Schule hört sie, dass Rennie weiß, was sie beim Ball getan haben, doch sei hat keine Beweise, oder? Bei der Jahrbuch AG taucht ein belastendes Foto vom Ball auf. Als Mary neu in den Spanischkurs kommt, landet sie zunächst im falschen Klassenraum, wo sie David wiedersieht, aber der ignoriert sie. Erkennt er sie nicht wieder? Auch im Schulchor wird sie ignoriert. Mary redet mit ihrer Tante über Thanksgiving. Die meint, ihre Eltern würden nicht kommen. Warum nicht? Was verbirgt Tante Bette vor ihr? Sie macht immer nur so seltsame Andeutungen. Als Mary schließlich die Wahrheit erfährt, kann sie es kaum glauben. Gleichzeitig erklärt es aber einiges, auch warum die anderen Schüler sie nicht sehen, denn Marys Selbstmordversuch nach Reeves fiesem Mobbing war gar kein Fehlschlag. Sie ist damals gestorben … !
Was für eine Fortsetzung! Zunächst war ich irritiert über die plötzlichen Fantasy-Elemente in der Story, aber dann war ich begeistert.Ich kann es gar nicht erwarten, auch den 3. Band, „Asche zu Asche“, zu lesen, um zu erfahren, wie es weitergeht.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 20. Mai 2015

"Aprikosensommer"

Liebe in Istanbul: "Aprikosensommer"!

Deniz Selek
Aprikosensommer
978-3-7335-0066-5
Fischer Taschenbuch Verlag
Alter: 12+

Die fünfzehnjährige Eve lebt mit ihrer Mutter am Rand von Berlin und geht auf die Walddorfschule. Ihr (erster) Freund, Matteo, hat gerade Schluss gemacht, und Eve leidet schrecklich unter Liebeskummer. Dadurch unkonzentriert, verletzt sie sich am Zeigefinger beim Schnitzen im Werkunterricht. Der Schnitt geht durch Bänder und Sehnen, und Eve muss operiert werden. Eve hat laut ihrer besten Freundin Henny einen Vaterkomplex, denn von ihrem Vater weiß sie nur, dass er Türke ist und Cengiz heißt, ausgerechnet wie der beste Kumpel des Fieslings Hakan aus ihrer Klasse. Eve hat ihren Vater nie kennengelernt, und er weiß nichts von ihrer Existenz. Ihre Mutter schweigt hartnäckig, wenn sie nach ihm fragt. Eve drängt sie nun, und mit der Mitleidstour, verbundene Hand, Leidensmiene und Hennys „Vaterkomplex-Argument“, hat sie endlich Erfolg. Ihre Mutter gibt nach und erzählt die Geschichte, wie sie Cengiz im Urlaub in der Türkei mit Achtzehn kennenlernte. Sie war damals mit ihrer besten Freundin da. Er war ein junger Journalist, der als Touristenführer jobbte, aber er war mit einer anderen verlobt. Seine Eltern hätten sie nie akzeptiert. Sie gibt zu, dass es nicht wirklich die große Liebe war, aber der Sex war toll. Zurück in Deutschland merkte sie dann, dass sie schwanger war, und sie konnte ihn nicht kontaktieren, weil sie nur seinen Namen wusste. Später hat sie immer mal wieder versucht, ihn zu finden, im Internet etc., aber ohne Erfolg und wollte ihrer Tochter die Enttäuschung nicht zumuten. Nun suchen sie gemeinsam im Internet, doch sie kommen zunächst nicht weiter. Google und Co. kennen Cengiz nicht, auch Briefe an Behörden bringen nichts. Eves Onkel Sam meint, so würde das nichts, und engagiert kurzerhand einen Privatdetektiv. Der findet Ela, Eves Tante. Von der erfährt er, Cengiz hat einen anderen Namen angenommen! Er ist noch immer Journalist, der allerdings kritische Artikel über Politik und Religion schreibt. Er und seine Familie wurden deshalb schon bedroht. Eve und ihre Mutter beschließen, in den Ferien nach Istanbul zu reisen, um ihn zu treffen. Dort steigen sie im Hotel von Sinans Eltern ab. Sinan arbeitet für den Privatdetektiv und dient ihnen als Fremdenführer und Übersetzter. Er und seine Eltern (er hat auch eine deutsche Mutter und einen türkischen Vater) sind total nett. Eve verknallt sich in Sinan. Er zeigt ihnen die Stadt, und später treffen sie Eves türkische Familie. Eve sieht ihrer Großmutter sehr ähnlich. Bisher fragte sie sich immer, wem sie wohl ähnlich sieht, und in der Familie ihrer Mutter fand sie keine Gemeinsamkeiten. Später sieht sie die Oma auf alten Fotos und ist erstaunt. Das könnte glatt sie selbst in altmodischen Klamotten sein. Oma und der Rest machen übrigens einen sehr modernen und aufgeschlossenen Eindruck. Keiner trägt Kopftuch. Dann lernt sie auch endlich ihren Vater kennen. Sie ist überwältigt, und ihm geht es genau so. Ihr Vater kann kein Deutsch, aber Sinan hilft, oder sie verständigen sich halbwegs gut auf Englisch. Sie verbringen eine tolle Zeit miteinander. Die Großeltern sind nett, aber immer noch etwas sauer auf Cengiz, denn er hatte damals seine Verlobung gelöst und nach seiner „Connie“ gesucht, doch nur mit dem Vornamen bzw. Spitznamen konnte er sie nicht finden. Er hat dann doch eine andere geheiratet und bekam 2 Söhne. Die Ferien sind fast vorbei, und Eve fragt sich, wann sie ihren Vater (und den süßen Sinan) wiedersehen wird.
Eve sucht ihren Vater und findet nebenbei die große Liebe! Eine leichte Sommer(liebes)-Geschichte, zum locker wegschmökern, die gleichzeitig neugierig auf Istanbul macht.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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https://ravensbuch.de/shop/item/9783733500665

"Kükensommer"

Sommer mit Huhn und neuen Freunden: "Kükensommer"!

Anna Wolz
Kükensommer
978-3-423-76115-4
dtv junior Verlag
Alter: 8+

So hatte sich die zehnjährige Außenseiterin Flora ihre Sommerferien nicht vorgestellt. Eigentlich wollte sie ihrem Papa, dem Landschaftsarchitekten, bei der Arbeit helfen und sich mal eine Pause von ihren nervigen Mitschülern gönnen, doch dann kommt alles anders. Ausgerechnet im Garten der zickigen Evi muss Papa arbeiten. Evi nervt, ist eingebildet, reich, verwöhnt, ein totales Prinzesschen. Evi ist nicht begeistert von der Tatsache, dass ihr Papa nach dem Tod ihrer Mutter wieder heiraten möchte. Sie hasst ihre Stiefmutter in spe wie die Pest und zeigt ihr das auch mehr als deutlich. Was die Hochzeit betrifft, hier kommen die „Pelikane“ ins Spiel. Das Ehepaar Pelikan verdient sein Geld als Hochzeitsplaner, und ihr Sohn Nick, ein echter kleiner Sonnenschein, begleitet sie auf ihren Missionen. Flora verknallt sich in Nick, doch das würde sie nie eingestehen, am allerwenigsten sich selbst. Als sie eines Tages die Mittagspause allein im Garten verbringt, um Evi und Nick aus dem Weg zu gehen, findet sie ein brütendes Huhn. Heimlich nimmt sie Merle, wie sie die Henne tauft, mit nachhause. Sie erfährt, dass Merle den Nachbarn weggelaufen ist. Da die Nachbarn keinen Hahn haben und die Eier daher nicht befruchtet sind, brütet Merle ganz umsonst. Arme Merle! Im Internet entdeckt Flora, dass man ganz in der Nähe auf einem Bauernhof befruchtete Eier kaufen kann, aber die kosten mehr, als Flora an Taschengeld zur Verfügung hat. Notgedrungen bittet sie Evi um Hilfe, die ihr mit 20 Euro aushilft und natürlich wissen will, wozu sie das Geld braucht. Auf dem Rückweg vom Bauern haben die Mädchen eine Reifenpanne und begegnen Nick. So erfährt auch er von den Eiern. Merle brütet und brütet. Für sie ist es egal, dass das nicht ihre eigenen Eier sind. Bald werden die Küken schlüpfen. Bevor es jedoch so weit ist, gibt es bei Evi zuhause noch einmal so richtig Krach. Sie will die Hochzeit verhindern und flippt total aus. Während des Streits geschieht ein schlimmes Unglück. Ihre zukünftige Stiefmutter stürzt die Treppe herunter, reißt noch den Spiegel mit sich und bleibt am Fuß der Treppe reglos liegen. Evi ist geschockt und glaubt, sie hätte sie umgebracht. Sie bereitet sich schon mal auf einen längeren Gefängnisaufenthalt vor. Es ist jedoch gerade noch mal gut gegangen. Mit gebrochenem Bein und einer Menge Schnittwunden landet Vaters Freundin im Krankenhaus. Doch ist sie überhaupt noch Vaters Freundin? Sobald es ihr etwas besser geht, sagt sie nämlich die Hochzeit ab. Sie meint, sie könne es nicht ertragen, mit jemandem im selben Haus zu leben, der sie hasst. Jetzt müsste Evi doch eigentlich zufrieden sein, oder? Ist sie aber nicht, vor allem, da ihr Vater wie ein Häufchen Elend herumläuft. Irgendwie muss sie die Sache wieder in Ordnung bringen. Was bei Küken und ihren Stiefmüttern klappt, sollte doch auch bei Menschen möglich sein. Sie ist bereit, die neue Situation und die neue Mutter anzunehmen. Doch wird die Evi verzeihen? Mit Huhn und Eiern machen sich die drei Freunde auf den Weg ins Krankenhaus. Ein paar Küken wären doch das ideale Wiedergutmachungsgeschenk für eine Hühnerliebhaberin … .
Eine richtig schöne Sommergeschichte! Trotz der ganzen Katastrophen gibt es ein Happy End, auch für Merle und ihre Stiefküken, so viel kann ich immerhin verraten. Flora hat zum ersten Mal richtige Freunde (und vielleicht sogar einen Freund ;-)?) gefunden und jede Menge Abenteuer erlebt. Total süß fand ich übrigens, wie die drei, um die Zugfahrt zum Krankenhaus zu bezahlen, Liebe in Schachteln (Mohnkapseln für eine Wiese voller Liebe) verkaufen.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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