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Mittwoch, 28. Dezember 2016

"Gefangen zwischen den Welten"

Eine Parallelwelt voller Geheimnisse: "Gefangen zwischen den Welten"!

Sara Oliver
Gefangen zwischen den Welten
978-3-473-40144-4
Ravensburger Verlag
Alter: 14+

Ve (Veronika) lebt mit ihrer Mutter in L.A., soll jedoch den Sommer bei ihrem Vater verbringen, der in einem Kaff in der Nähe von München wohnt. Der zerstreute Physiker haust dort in einem maroden Schloss ohne Telefon. Ve ist sauer, weil er sie nicht wie besprochen am Flughafen abholt. Mit ihrem schweren Gepäck kämpft sie sich mit S-Bahn und Bus in Richtung Ziel. Dann schnappt ihr auch noch so ein Schnösel das letzte Taxi weg. Als sie endlich ankommt, ist ihr Vater nicht da, nur seine Kollegin Marcella. Die sagt, er hätte ihr einen merkwürdigen Brief geschrieben, in dem steht, dass er sich verfolgt fühlt, und sie sei auch erst gestern hier eingetroffen. Am nächsten Morgen steht ausgerechnet der Schnösel vor der Tür. Sein Name ist Finn Werfel, ein Popstar. Ve hat am Flughafen aus Versehen seinen Koffer genommen. Ves Vater ist und bleibt verschwunden. Sie erforscht die Ruine und entdeckt einen eigenartigen Fahrstuhl im Keller. Plötzlich wird sie niedergeschlagen und landet mithilfe dieses Fahrstuhles in einer Parallelwelt. Dort trifft sie Nicky, ihr anderes Ich. Nicky ist ein Physik-Nerd, ist mit Nervensäge Benny zusammen, besucht in den Ferien Mathe-Kurse und gibt Nachhilfe, und sie hat ihre Katze „Schrödinger“ getauft. Ve versteht kein Wort von dem, was sie über Quantentheorie und Co von sich gibt. Aus der Ruine ist ein Palast geworden, aus dem Kaff eine blühende Stadt, alles dank TRADE, dem Konzern, für den Nickys Vater arbeitet. TRADE will die Welt beherrschen, hat sich bereits die Deutsche Bank und die Trinkwasserversorgung in Somalia etc. unter den Nagel gerissen. Die radikalen Aktivisten von Fair World gehen gegen TRADE vor. Zu denen gehört auch der hiesige Finn, der kein Superstar ist, sondern in einem Coffeeshop arbeitet. Ve bemerkt in dieser Welt einige Unterschiede zu ihrer: Starbucks heißt hier Miles, statt Facebook gibt es PeopleNet … . Nickys Eltern sind nicht getrennt, doch ihre Mutter ist fettes, depressives Wrack mit Alkoholproblemen. Aber es gibt eine wichtige Gemeinsamkeit. Auch Nickys Vater ist verschwunden, genau wie Ves! Nicky passt es gar nicht, dass ihre Doppelgängern draußen frei herumläuft, wo sie alle für Nicky halten müssen und sich dann auch noch ausgerechnet mit Finn trifft. Sie erzählt Ve, dass ihr Vater Drohmails von Fair World bekam. In einem romantischen Moment am See erzählt Ve Finn schließlich ihre Geschichte, doch er glaubt ihr natürlich kein Wort. Nicky verschwindet plötzlich spurlos, dafür taucht die hiesige Marcella auf. Sie ist paranoid, fürchtet sich vor Lauschangriffen und meint, TRADE hätte ihr Leben zerstört. Auf einer Party trifft Ve Finn wieder. Der glaubt ihr nun doch, dass sie nicht Nicky ist, denn Ve hat ein Tattoo, Nicky nicht. Doch dann muss Ve vor Finns radikalen Kumpels fliehen und versteckt sich bei Benny, der inzwischen TRADE gehackt hat, weil Nicky ihn darum bat. Ve tischt ihm Lügen über eine Wette auf. Sie kann ihm nicht die Wahrheit sagen, aber sie erzählt Marcella alles. Dann bekommt sie einen Video-Link geschickt. Jemand hat Nicky entführt! TRADE oder Fair World? Dank Benny kennt sie den Code zum Labor von Nickys Vater und entdeckt dort eine Mail von einem seiner Kollegen. Der war begeistert von dem Parallelwelt-Projekt, will die Rohstoffe der anderen Welt ausbeuten und dafür Atommüll und Co rüber schaffen. Marcella und Ve werden im Labor erwischt, doch Ve kann in ihre eigene Welt fliehen. Nun muss sie hier die Unterlagen ihres Vaters finden und dann zurück in die Parallelwelt gehen, um dort Marcella zu retten und Nicky zu befreien … !
WOW! Eine genial Parallelwelt-Story! Ich bin schon so gespannt auf die Fortsetzungen!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 21. Dezember 2016

"Wolf Moon River"

Verloren in der Wildnis: "Wolf Moon River"!

Rainer M. Schröder
Wolf Moon River
978-3-570-17239-1
cbj Verlag
Alter: 12+

Eigentlich wollte Jack nur ein entspanntes Kanu- und Campingwochenende mit seiner Freundin Marjorie und seinen Kumpels in der kanadischen Wildnis verbringen, doch nun ist er ein Mörder auf der Flucht. Wenn Marjorie nicht mit Jennifers Freund Kenneth durchgebrannt wäre, wenn Jennifer ihn und seine Freunde Frank und Scott beim Strip Poker nicht so scharf gemacht hätte, wenn sie nicht alle so betrunken gewesen wären … . Doch jetzt ist alles zu spät. Jennifer ist tot! Frank und Scott haben Jack zwar in einen Schuppen gesperrt, doch er konnte entkommen und mit seinem Kanu und Jennifers Leiche fliehen, die er auf einer kleinen Insel begräbt. Frank und Scott haben mit einem „geliehenen“ Motorboot die Verfolgung aufgenommen. Und sie sind bewaffnet. Verzweifelt wagt sich Jack mit seinem kleinen Kanu in die gefährlichen Stromschnellen des Wolf Moon River. Zum Glück ist er ein guter Kanu-Fahrer, doch als er von Frank angeschossen wird, kentert er. Er schafft es ans Ufer, doch seine Vorräte hat er fast alle verloren. Zur selben Zeit sind Patrick und seine Mutter in der selben Gegend unterwegs. Sie wollen sich mit Mutters neuem Freund Henry treffen. Gemeinsam mit Henrys Tochter Olivia fliegen sie zu Henrys Hütte. Patrick kann mit der „molligen Provinznudel“ nichts anfangen, und Olivia hält Patrick für einen Kotzbrocken. Das kleine Flugzeug stürzt mitten im Nirgendwo ab, der Pilot stirbt noch an der Unfallstelle, und der Fuß von Patricks Mutter ist gebrochen. Patrick und Olivia hingegen haben den Absturz heil überstanden. Suchen wird sie hier niemand, denn der Pilot ist in letzter Minute vom Flugplan abgewichen. Beim Begräbnis des Piloten kriegen sich Patrick und Olivia in die Wolle. Patrick ist nicht gerade scharf darauf, mit Olivia 80 km am Fluss entlang zu wandern, bis zum nächsten bewohnten Platz, während seine Mutter beim Wrack auf Hilfe wartet. Mit dem Nötigsten an Gepäck machen sich die beiden dann doch auf den Weg. Patrick verausgabt sich total, weil er Olivia beweisen will, was für ein toller Kerl er ist. Widerwillig muss er zugeben, dass sie in der Wildnis sehr viel besser klarkommt als er. Die beiden kommen langsamer voran als gedacht. Dann werden sie auch noch von einem Gewitter überrascht. Gut, dass Olivia weiß, wie man einen Unterstand baut (Äste und Zahnseide) und trotz der Nässe ein Feuer in Gang bringt (Wattepads und Vaseline). Als plötzlich ein übel gelaunter Grizzly auftaucht, sind jedoch Patricks Heldenqualitäten gefragt. Mit einer Magnesiumfackel schlägt er ihn in die Flucht. Die anfänglichen Feinseligkeiten sind vergessen. Patrick und Olivia respektieren nun einander, mögen sich sogar beinahe. Patrick wundert sich nur, dass die sonst so toughe Olivia plötzlich zum weinenden Elendshäufchen wird. Da erzählt sie ihm ihre Geschichte. Sie hatte vor einiger Zeit eine Nierentransplantation und nur genügend Tabletten für ein Wochenende dabei. Wenn sie noch länger durch die Wildnis irren, ist Olivias Niere, wenn nicht sogar ihr Leben, in Gefahr. Dann treffen die beiden auf Jack, der ihnen eine fantasievolle Lügengeschichte erzählt. Doch Olivia ist misstrauisch. Sie spürt, dass Jack etwas verbirgt. Auch seine entzündete Schusswunde, die zeitlich nicht in seine Geschichte passt, beunruhigt sie. Trotzdem geben sie Jack von ihren knappen Vorräten etwas ab und lassen ihn in ihrem Lager schlafen. Als dann plötzlich ein Flugzeug auftaucht und ihre Rettung in greifbare Nähe rückt, zeigt Jack sein wahres Gesicht … .
100% Abenteuer, 0% Fantasy! Endlich mal eine spannende und realistische Abenteuergeschichte (nicht nur) für Jungs! Und am Ende wartet eine dicke Überraschung!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Nicolas Calva - Das magische Amulett"

Abenteuer im Alten Rom: "Nicolas Calva - Das magische Amulett"!

Jennifer A. Nielsen, übersetzt von Petra Knese
Nicolas Calva – Das magische Amulett
978-3-407-74720-4
Gulliver/Beltz Verlag
Alter: 11+

Der Junge Nicolas „Nic“ Calva lebt im Alten Rom und schuftet als Sklave im Bergwerk. Durch Zufall wird er Zeuge einer Verschwörung, und man zwingt ihn, in einer verfluchten Höhle nach Cäsars Schatz, insbesondere nach einem speziellen Amulett, einer Bulla, zu suchen. Der verräterische Radulf, ein ehemaliger Gladiator, der sich beim Militär bis zum General hochgedient hat, will damit die Macht über das Reich erlangen. In der Höhle wird Nic von einem Greif angegriffen und an der Schulter verletzt. Der Greif, dem Nic den Namen Fortis gibt, hat ihm damit ein magisches Mal gegeben. Als die Höhle einstürzt, flieht Nic auf Fortis Rücken durch einen verborgenen Gang. Er will seine Schwester Livia, auch eine Sklavin, retten, doch er wird gefangen genommen und mitsamt dem Greifen, der nur auf Nic hört, an Felix verkauft, der ihn nach Rom bringen lässt. Nic ist begeistert von der riesigen Stadt, den vielen Menschen, dem Aquädukt etc. Aurelia, die für Felix arbeitet, bewacht ihn und ist nicht gerade nett zu ihm. Felix soll bei den Spielen den Greif dem Kaiser zum Geschenk machen. Er weiß einiges über Nics Mal, Magie im Allgemeinen und die Bulla, die die Göttin Venus Cäsar, der vor 300 Jahren starb, zum Geschenk machte. Doch kann Nic ihm trauen? Wenn Felix die Bulla hält, passiert nichts, doch Nic kann die Macht spüren und nutzen, wenn er auch noch nicht so recht weiß wie. Er erfährt, dass der Greif nicht nur zur Schau gestellt, sondern in der Arena verheizt werden soll. Das kann er nicht zulassen und plant die Flucht. Nic und Fortis werden zusammen in Arena geschickt. Nics Magie eskaliert und verursacht ein schweres Erdbeben. Er und der Greif können verletzt entkommen. Nic versteckt sich in der Kanalisation, wo er Aurelia und andere Kinder, die dort leben, trifft. Er ist völlig erschöpft und wird verfolgt von Radulf, der auch Magie beherrscht und hört dessen Stimme in seinem Kopf. Nic will das Amulett und die Last seiner Macht nicht, doch wem soll er es sonst geben, ohne dem Reich zu schaden? Der Kaiser will es, Felix will es für den Kaiser, Radulf will es für sich selbst, Senator Valerius will es, Senator Horatio will es, Aurelia will es für Horatio, der den höchsten Finderlohn bietet. Ein paar tausend Römer suchen aus diesem Grund ebenfalls nach Nic. Unschuldig gefangen in einem Netz von Intrigen, Verrat und Verschwörung will Nic nur seine Freiheit und seine Schwester, doch Livia ist Radulf in die Hände gefallen. Nic und Aurelia fliehen vor Radulf in den Tempel, wo sie von Crispus, Valerius Sohn, gerettet werden, der sie als alte Frauen verkleidet zu seinem Vater bringt. Valerius scheint in Ordnung. Er verrät Nic, dass er nur das erste von drei Amuletten besitzt. Um Radulf aus dem Weg zu schaffen, braucht er die anderen und muss lernen, seine Magie zu beherrschen. Nic nimmt sein erstes Bad und bekommt neue Kleider. Er trainiert mit Aurelia und Crispus. Die Magie in ihm ist stärker als gedacht. Er kann sich selbst heilen. Als er erfährt, dass der verletzte Greif sich in den Thermen verschanzt hat, geht er hin um seinen gebrochenen Flügel zu heilen. Radulf ködert ihn dort mit einem Trugbild von Livia, und droht, ganz Rom niederzubrennen. Nic löst eine Flutwelle aus, um die Stadt zu retten. Dann erfährt er, dass Aurelia ihn angelogen hat und ist gar nicht begeistert, als er erfährt, wer ihr Vater ist. Doch auch in Bezug auf seine eigene Herkunft und Familie werden ihm einige unangenehme Dinge klar. Um sich, seine Schwester und Rom zu retten, muss Nic in der Arena gegen Radulf antreten. Der entscheidende Kampf hat begonnen … .
Hochspannung und Magie im Alten Rom! Ich kann die Fortsetzung kaum erwarten!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Käferkumpel"

Ein ganz besonderer Freund: "Käferkumpel"!

M.G. Leonard, übersetzt von Britt Somann-Jung
Käferkumpel
978-3-551-52084-5
Chicken House/ Carlsen Verlag
Alter: 10+

Die Mutter des dreizehnjährigen Darkus ist seit sechs Jahren tot, und sein Vater wird seit einiger Zeit vermisst. Daher lebt Darkus bei seinem Onkel Max, einem chaotischen Archäologen. In der Schule ist Darkus ein Außenseiter. Seine einzigen Freunde sind Nerd Bertold und Bohnenstange Virginia. Eines Tages läuft Darkus vor dem Nachbarhaus ein ungewöhnlich großer Nashornkäfer zu, den er Baxter nennt. Baxter ist mehr als ein Haustier. Er ist ein Freund. Darkus und sein Onkel versuchen herauszufinden, was mit Darkus Vater passiert ist, da die Polizei die Suche längst aufgegeben hat. Darkus weiß, er hätte ihn nie freiwillig verlassen. Sie recherchieren im Museum, wo der Vater gearbeitet hat, in einem Kellerraum voller Käfer, in dem er verschwand. Warum hat sein Vater Darkus gegenüber eigentlich niemals erwähnt, dass er Käfer mag? Was hat es mit dem Projekt Fabre auf sich? Und wie passen seine Lesebrille im Lüftungsschacht und die unheimliche Lucretia Cutter ins Bild? Darkus baut ein Terrarium für Baxter, der wirklich kein normaler Käfer ist. Er kommt, wenn Darkus ihn ruft, so als würde er ihn verstehen aber das kann doch nicht sein, oder? Darkus erkundet den Hinterhof seiner seltsamen, immer streitenden Nachbarn Pickering und Humpfrey. Die können sich nicht einigen, ob sie lieber einen Laden für Pasteten oder Antiquitäten hätten und sind überhaupt recht schräg. Alles steht voller alter Möbel und Krimskrams, und in der Wohnung der beiden sieht es noch viel schlimmer aus. Sie halten Darkus für einen Dieb und Spion, entführen, fesseln und knebeln ihn. Baxter und ein Haufen anderer Käfer befreien Darkus. Sie arbeiten zusammen, was für Käfer untypisch ist. Baxters Käferfreunde sind genauso ungewöhnlich wie Baxter. Plötzlich taucht Lucretia auf, die unheimliche Frau aus dem Museum. Sie hat gehört, dass es hier seltene Käfer gibt und will sie kaufen. Was hat sie vor? Die Käfer wohnen in einer Pyramide ungespülter Teetassen mitten im Chaos und fühlen sich dort sehr wohl. Der befreite Darkus weiht seine Freunde Bertolt und Virginia in die seltsamen Vorkommnisse ein. Bertolt kennt Lucretia aus den Modemagazinen seiner Mutter, doch was will eine Modedesignerin mit Käfern? An Superkäfer glauben die beiden nicht, bis Darkus zeigt, was Baxter kann. Darkus sucht Novak auf, Lucretias Tochter, und es gelingt ihm, sie auf seine Seite zu ziehen. Sie müssen die Käfer in der Nachbarwohnung retten, bevor Lucretia sie in die Finger bekommt und tötet. Nicht nur die Käfer brauchen Hilfe, auch Darkus Vater, der im Haus der Cutters gefangen gehalten wird. Als Lucretia Darkus entdeckt, kommt er nur knapp mit dem Leben davon. Dabei sieht er ihre Beine, die wie Käfer-Beine aussehen. Was ist sie? Später erklärt ihm Max, sie sei früher Genetikerin gewesen und habe mit Darkus Dad zusammen an einem Projekt mit genetisch veränderten Käfern gearbeitet, die die Umwelt retten sollten. Dann hat sie sich verändert und zwar nicht zu ihrem Vorteil. Onkel Max und die Kinder treffen sich in deren neuem Basislager im Möbelwald der Nachbarn und schmieden einen Plan, wie sie die Käfer in Sicherheit bringen und Darkus Vater retten können. Dafür müssen sie erst einmal die verrückten Nachbarn mit Schlaftabletten und Champagner aus dem Weg räumen und mit Hilfe der Käfer-Armee das Haus für Lucretias Schergen präparieren. Auch Novak muss bei der Befreiung von Darkus Vater mithelfen. So weit zur Planung, aber werden unsere Helden und ihre Käferkumpel die Mission auch erfolgreich durchführen können?
Eine ziemlich ungewöhnliche Geschichte voller Spannung, nicht nur für Käfer-Fans!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 14. Dezember 2016

"Wie ich Fräulein Luise entführte ..."

Ein Roadtrip mit der coolsten Oma: "Wie ich Fräulein Luise entführte ..."!

Sabine Bohlmann
Wie ich Fräulein Luise entführte ...
978-3-522-50526-0
Planet! Verlag
Alter: 10+

Die Freizeit der zehnjährigen Greta ist von ihren Eltern total verplant. Durch einen Trick schafft sie sich wenigstens für Donnerstags einen freien Nachmittag. An einem dieser Donnerstage lernt sie ihre Nachbarin Fräulein Luise kennen. Auf das „Fräulein“ legt diese viel wert. Sie ist zwar schon 79, aber „noch“ unverheiratet. Die beiden backen Kuchen, stöbern in alten Fotos und werden schnell die besten Freundinnen. Doch dann stürzt Fräulein Luise und ihr Cousin Ludwig, der eine Vollmacht hat, lässt sie in ein Pflegeheim einweisen, weil er meint, sie käme allein nicht mehr zurecht. Greta weiß es besser, und das Heim findet sie ganz furchtbar. Da geht es zu wie im Kindergarten, zu essen gibt es ekligen Grießbrei, es riecht seltsam, und die Zimmer sind auch nicht schön. Die meisten der Bewohner sind dement. Da gehört Fräulein Luise auf keinen Fall hin. Ludwig lässt Luises Wohnung auflösen, weil so ein Heim nun mal eine Menge kostet und sie die ganzen Sachen da nicht mehr braucht. Greta kann immerhin ein Kästchen voller Erinnerungen und einige Schlüssel retten. So erfährt sie, dass Luise ein Auto besitzt, ein altes, rotes Cabrio und ein Häuschen an der Cote d'Azur. Sie war nämlich mal in einen Franzosen namens Artur verliebt, doch sie hat ewig nichts von ihm gehört und nimmt an, dass er im Krieg gefallen ist. Greta schmiedet einen Plan. In den Ferien will sie ihre Freundin Ava an ihrer Stelle ins Ferienlager schicken und Fräulein Luise aus dem Heim entführen. Der Plan geht auf. Es ist leichter als Greta dachte, Fräulein Luise zu entführen. Leider hat die vergessen, einen Koffer zu packen und sich vernünftig anzuziehen. Da sie schlecht im Bademantel bleiben kann, borgen sich die beiden Kleider von der nächstbesten Wäscheleine. Obwohl Luise behauptet, Autofahren könne man nicht verlernen, dauert es eine ganze Weile, bis sie und das Auto sich wieder aneinander gewöhnt haben. Im Schneckentempo kriechen sie die Autobahn entlang in Richtung Frankreich. Unterwegs lesen sie den Straßenmusiker Sam auf, der zu einem Rockfestival will. Er übernimmt das Steuer, und sie kommen wesentlich schneller voran. Greta und Luise ahnen nicht, dass er erst 16 ist und noch gar keinen Führerschein hat. Greta und Sam fällt bald auf, dass Luise blind wie ein Maulwurf ist. Sie braucht dringend eine neue Brille. Da es zu lange dauert, eine machen zu lassen, erzählt Greta eine rührselige Story, und bringt so die Optikerin dazu, ihnen ihre eigene Brille zu verkaufen, die Luise erstaunlich gut passt. Luise ist begeistert und liest auf der Fahrt laut mit, was auf sämtlichen Straßenschildern steht. Nachts kampieren sie im Maisfeld, schlafen in der Scheune eines Bauernhofes oder übernachten in der Jugendherberge. Auf einem Rastplatz finden sie einen Hund, der ausgesetzt wurde. Sie nennen ihn Moses und nehmen ihn mit. Leider macht das Auto irgendwann schlapp, und die Reparatur ist teuer. Sam singt auf der Straße und auch Luise gibt ein paar Lieder zum besten. Dann kommt sie auf die Idee, ihre Ohrringe zu verkaufen, echte Diamanten! Nun schwimmen sie im Geld und können sich ein schickes Hotel leisten. Als sie Sam beim Festival absetzen, will Luise unbedingt auch bleiben, da sie noch nie auf einem Rockfestival war. Sie hat einen Riesenspaß, und alle lieben die Rock-Oma. Dann geht die Fahrt weiter, und plötzlich sind sie in Frankreich, doch in dem Dorf Menton sieht es ganz anders aus als früher. Dann sieht Luise einen kleinen Jungen, und der sieht genau so aus wie ihr Artur … .
Ein herrlicher Roadtrip mit einer coolen Oma und einem zum Heulen schönen Happy End!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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