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Mittwoch, 9. November 2016

"Alle für Anuka"

Kinderarbeit unter Palmen: "Alle für Anuka"!

Annette Pehnt
Alle für Anuka
978-3-446-25088-8
Hanser Verlag
Alter: 10+

Philip freut sich sehr auf den Urlaub in der luxuriösen All-Inclusive-Anlage „PalmenClub“. Seit er mit seiner Familie vor ein paar Jahren dort war, will er wieder hin. Es war der schönste Urlaub seines Lebens. Obwohl es nicht gerade billig ist, stimmen Philips Eltern schließlich zu, noch einmal dorthin zu fliegen. Alles ist perfekt: Sommer, Sonne, Swimmingpool ... . Das traumhafte Buffet bietet die herrlichsten Köstlichkeiten, Pommes und Eis bis zum Gehtnichtmehr. Dazu kommen coole Freizeitangebote wie Kamelreiten. Damit es die Touristen im Club so richtig schön haben, gibt es die Schönmacherinnen. Philip sieht sie überall, die Mädchen in seinem Alter mit den kurzen, blauen Kleidchen, immer emsig, immer lächelnd. Sie fegen die Halle, servieren Getränke, schleppen schwere Sonnenschirme … . Aber sie sind es auch, die Zigarettenkippen und Hundekacke wegmachen und sich von mies gelaunten Touristen anmotzen lassen müssen. Die hübsche, blonde Clubleiterin und „Lächelkönigin“ Susan drillt die Mädchen auf Höflichkeit und Fleiß. Philip fragt sich, warum die Mädchen hier arbeiten müssen, anstatt wie andere Kinder zur Schule zu gehen. Seine Eltern sehen die Ausbeutung. Sie wissen, das das Kinderarbeit ist, doch sie nehmen es hin, genau wie die anderen Gäste. Die Schönmacherinnen gehören praktisch zur Einrichtung. Eine der Schönmacherinnen ist die elfjährige Anuka. Sie hat keine Eltern mehr und lebt allein mit ihren Brüdern Stephane und Mo und der weißen Katze Sommer. Anuka arbeitet, damit ihre Brüder zur Schule gehen können, doch um über die Runden zu kommen, müssen die Jungs zusätzlich noch auf dem Markt oder in der Steinhalle schuften. Eines Tage wird Stephane krank, und zwar richtig krank. Er hat hohes Fieber und ist nicht ansprechbar. Stephane hat eine gefährliche Hirnhautentzündung. Trotzdem muss Anuka pünktlich zur Arbeit. Sie macht sich jedoch so große Sorgen, dass sie sich heimlich wegschleicht um sich um Stephane zu kümmern und um einen Arzt aufzusuchen, der ihr Medizin für ihn geben kann. Ihre Freundin Valencia, die auch im „PalmenClub“ arbeitet, deckt sie. Valencia geht sogar soweit, dass sie sich am nächsten Tag unerlaubt von der Arbeit entfernt, um sich an Anukas Stelle um Stephane zu kümmern. Dabei hilft ihr Tommie, ein Kochjunge, der bis vor kurzem noch im „PalmenClub“ gearbeitet hat, bis er den Fehler machte, Susan hinterher zu pfeifen und gefeuert wurde. Leider fällt Valencias Abwesenheit auf, und sie wird ebenfalls gefeuert. Anuka findet das alles in höchstem Maße unfair. Doch was kann sie, eine kleine Schönmacherin, schon gegen die mächtige Susan unternehmen? Anuka wird klar, dass die Kinder nur dann etwas an der ungerechten Situation ändern können, wenn sie alle zusammenhalten, nicht nur die Kochjungen und die Schönmacherinnen, sondern auch die Ferienkinder! Sie versammelt alle um sich und erklärt ihren Plan. Für die Ferienkinder übersetzt ein Junge, der unglaublich viele Sprachen spricht. Gemeinsam stellen sich die Kinder gegen „Lächelkönigin“ Susan, um für die Wiedereinstellung von Tommie und Valencia sowie für faire Arbeitsmethoden zu kämpfen. Die Kinder beschließen, alle in die Halle zu gehen und so lange nicht mehr zu lächeln, bis ihre Forderungen erfüllt werden. Die Erwachsenen nehmen sie zunächst gar nicht ernst, doch schließlich hören sie zu. Werden die Kinder ihr Ziel erreichen? Und werden die Veränderungen von Dauer sein?
Kinderarbeit im Paradies? Willkommen im „PalmenClub“, wo es den verwöhnten Touristen egal ist, dass hier die Kinderrechte mit Füßen getreten werden! Dieses Buch bewegt!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Die Grünbarts - Auf Zeitreisen ist nicht gut Pizza essen"

Mit dem Wohnmobil in die Vergangenheit: "Die Grünbarts - Auf Zeitreisen ist nicht gut Pizza essen"!

Jerry Kennet, übersetzt von Petra Koob-Pawis
Die Grünbarts – Auf Zeitreisen ist nicht gut Pizza essen
978-3-401-60159-5
Arena Verlag
Alter: 9+

Der zehnjährige Zack ist der einzig Normale in seiner völlig durchgeknallten Familie. Zudem ist er der Einzige, der im 21. Jahrhundert geboren wurde. Seine Mutter stammt aus dem viktorianischen England, und sein Vater ist ein waschechter Pirat aus dem Jahr Siebzehnhundertnochwas. Außerdem sind da noch Grog, Zacks Höhlenmenschenbruder, und Hojo, seine Samuraischwester. Als Haustier hat die Familie einen winzigen Tyrannosaurus Rex. Die Grünbarts sind Zeitreisende. Mit ihrem ganz speziellen Wohnmobil reisen sie von Zeit zu Zeit durch die Zeit. In der Schule und vor allem im Schulbus wird Zack von Sam und Craig, zwei echten Fieslingen, gemobbt. Sie wollen, dass er ihre Geschichtsreferate für sie schreibt, und er stimmt zu, weil er keine andere Wahl hat. Zacks Eltern bieten neuerdings Zeitreisen für Touristen an. Familie Baker hat die Abenteuer-Tour für mutige Krieger gebucht, als Geburtstagsgeschenk für den pummeligen, neunjährigen Mickey, der sich ausschließlich für Essen und Videospiele mit Wikingern interessiert. Da die Zeitreise für die empfindlichen Pudel der Familie zu turbulent werden könnte, bleibt Grog als Hundesitter in der Gegenwart zurück. Die anderen begeben sich mit dem Wohnmobil auf die Zeitautobahn. Erste Station der Reise: Schokoladenverkostung bei den Azteken! Da Hojo das öde findet, programmiert sie das Navi etwas um, so dass sie ein paar Jahre später landen, mitten in einer blutigen Schlacht. Historisch korrekt kostümiert steigen sie aus dem getarnten Bus und landen mitten im Getümmel. Die Bakers glauben natürlich, das sei alles nur Show, und die Aztekenkrieger seien Schauspieler. Zum Glück kommen sie alle ohne einen Kratzer davon und steuern die nächste Station an, das Mittelalter. Zack versucht verzweifelt, mit den Aufsätzen für seine Peiniger voran zu kommen, leider mit mäßigem Erfolg. Bei einem Turnier im Mittelalter geht Mickey beinahe drauf, als er einfach so auf den Turnierplatz stürmt, um dort seinen nackten Hintern zu präsentieren. Zack erweist sich als Held und Lebensretter. Mickeys Eltern glauben immer noch, dass alles nur Show ist und beschweren sich über das miserable Essen, Hojo verkleidet sich als Ritter und gewinnt das Turnier, und ein Pferd pinkelt auf Zacks Aufsatznotizen. Zack ist froh, als sie wieder im Wohnmobil sind. Da sein Notizblock nun unbrauchbar ist, schreibt er auf den Schokoladenpapierchen weiter, die Mickey hinterlässt. Obwohl ein Stopp bei den Wikingern eigentlich nicht eingeplant war, quengelt Mickey so lange, bis sie einen Abstecher ins alte Norwegen machen. Stolz trägt Mickey seinen Helm, als sie das Wohnmobil verlassen, das diesmal als gestrandeter Wal getarnt ist. Mickeys gesamtes Wikinger-wissen stammt aus seinem Videospiel und hat nur wenig mit der Realität zu tun. Wegen eines Sturmes müssen sie Hals über Kopf abreisen. Erst zuhause merken Zack und Hojo, dass unter dem Wikingerhelm nicht Mickey, sondern Wikingerjunge Waldemar steckt. Waldemar macht sich fröhlich über den Inhalt des Kühlschranks her, und Zack und Hojo schleichen sich heimlich weg, um auf eigene Faust Mickey aus der Vergangenheit zurückzuholen. Der wird dort wegen seines tragbaren Videospielgerätes als Gott verehrt, und die Wikinger wollen ihn gar nicht mehr gehen lassen. Während Zack und Hojo noch in der Vergangenheit über eine Lösung nachgrübeln, plündert Waldemar in der Gegenwart das Buffet bei „Pizza Hut“ und wird unfreiwillig zum Youtube-Star … .
Diese Chaos-Familie hat es in sich! Zeitreisen waren noch nie so komisch!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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https://ravensbuch.de/shop/item/9783401601595

"Die Tintenkleckser - Mit Schlafsack in die Schule"

Diese Klasse ist echt klasse: "Die Tintenkleckser - Mit Schlafsack in die Schule"!

Dagmar Geisler
Die Tintenkleckser – Mit Schlafsack in die Schule
978-3-423-76142-0
dtv junior Verlag
Alter: 8+

Die Klasse 3a ist einfach spitze. Ihren Spitznamen „Tintenkleckser“ bekamen sie, als sie noch Erstklässler waren. Die großen Viertklässler verzweifelten an einer Schatzkarte, und die „Tintenkleckser“ hatten eine geniale Idee. Was, wenn die geheime Botschaft mit Tintenkiller geschrieben ist? Also kippten sie Tinte über das Blatt und voilà, die Botschaft war da. In ihrem neuesten Abenteuer freuen sich die „Tintenkleckser“ auf eine Lesenacht in ihrer Schule. Mit Schlafsäcken wollen sie mit ihrer Lehrerin Frau Fauser in der Schulbücherei übernachten. Alle sind mächtig gespannt auf die vielen, tollen Geschichten, die Frau Fauser vorlesen wird. Auch die Kinder können sich gegenseitig aus ihren Lieblingsbüchern vorlesen. Bevor es allerdings so weit ist, sorgt ein weißer Tiger in der Klasse für Wirbel. Nein, kein echter Tiger, sondern eine kleine Plastikfigur, aber er bringt trotzdem alles durcheinander. Ursprünglich gehörte er Zilly, die ihn im Zirkus gewonnen hatte. Ihre beste Freundin Mia konnte das ewige Zirkusgerede nicht mehr ertragen und befürchtete, Zilly wolle nun zum Zirkus, statt wie geplant mit Mia und Ben Höhlenforscher werden, daher nahm Mia den Tiger weg und versteckte ihn. Nervensäge Jana-Ina findet ihn, beansprucht ihn für sich und macht ein Riesentheater, als er ihr ebenfalls abhanden kommt. Frau Fauser bittet den Dieb, sich zu melden, doch es meldet sich keiner. Obwohl sie die Kinder ermutigt und meint sie könnten doch über alles reden und jeder würde mal einen Fehler machen, sind all ihre Mühen vergebens. Ganz traurig wird sie. Wird nun die Lesenacht abgesagt? Das darf nicht sein! Zufällig hört Mia ein Gespräch mit, in dem sie erfährt, was mit dem weißen Tiger passiert ist. Ludwig wollte ihn mit seinem neuen Schleim beschmieren, um Jana-Ina zum Kreischen zu bringen, doch dann ist ihm der Tiger blöderweise ins Aquarium geflutscht. Da Frau Fauser stets besorgt um ihre ach so empfindlichen Fische ist, hat er sich nicht getraut, seine Schandtat zu gestehen. Der Tiger ist immer noch im Aquarium und mittlerweile hat sich der Fisch Balduin mit ihm angefreundet. Mia beschließt, den Tiger in der Nacht zu holen und Frau Fauser zu sagen, dass sie es war, die ihn zuerst entwendet hat. Nachts durch die dunkle Schule zu schleichen ist ganz schön unheimlich. Mia macht sich mit einer Ausrede davon und muss einen Umweg durch den Keller nehmen. Zilly wundert sich, warum Mia so lange auf dem Klo ist. Auch Ben und sein Kumpel Sami sind plötzlich verschwunden. Als Frau Fauser bemerkt, dass ihr immer mehr Schüler abhanden kommen, bekommt sie Panik und geht sie suchen. Der Hausmeister soll solange auf den Rest der Gruppe aufpassen, aber trotz seiner Bemühungen verschwinden immer mehr Schüler. Und dann sind da noch diese seltsamen, gruseligen Geräusche. Treibt etwa ein Gespenst in der Schule sein Unwesen? Wird Frau Fauser alle Schüler wiederfinden? Werden alle diese Lesenacht heil überstehen? Und was wird aus dem weißen Tiger?
Eine witzige und spannende Schulgeschichte für alle, die schon gern selber lesen, aber denen die typischen Erstlesebücher zu langweilig sind. Auch zum Vorlesen (z.B. für eine Lesenacht) ist es eine tolle Geschichte. Mir hat sie jedenfalls eine amüsante Mittagspause beschert :-).
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 2. November 2016

"Der Soundtrack meines Lebens"

Die Geschichte von Honor und Rusty: 

Jessi Kirby, übersetzt von Elisabeth Spang
Der Soundtrack meines Lebens
978-3-551-31437-6
Carlsen Verlag
Alter: 13+

Honor hat gerade ihren Schulabschluss gemacht und will nun auf die Uni, als ihr Bruder Finn als Soldat im Irak fällt. Nun hat sie nur noch Tante Gina, denn ihre Eltern starben bei einem Unfall, als sie und Finn noch klein waren. Rusty, Finns bester Freund, wandte sich von Finn ab, als der zum Militär ging, taucht aber nun betrunken auf der Beerdigung auf. Honor erhält einen Brief von Finn, den er vor seinem Tod abgeschickt hat. Er schickt Honor auch Konzertkarten, für das letzte Konzert ihrer Lieblingssängerin Kyra Kelley. Statt wie geplant zur Uni, fährt sie also nun mit Finns altem Impala nach Kalifornien zum Konzert, auf dem Beifahrersitz: der verkaterte Rusty. Dann verpasst sie eben die Einführungswoche. Was sie tut, ist wichtiger. Sie erfüllt sozusagen Finns letzten Wunsch. Sie machen Halt auf einem Campingplatz in New Mexiko und treffen Wyatt, Sam und Corrie, eine Gruppe von Sporttauchern. Honor genießt es, einfach mal das Mädchen aus Texas zu sein, das rote Cowboystiefel zum Kleid trägt, statt immer nur die trauernde Schwester. Sie sitzen am Lagerfeuer, trinken Bier, doch Rusty macht alles kaputt, als er von Finn erzählt. Vor Sonnenaufgang, als Rusty noch schläft, geht Honor mit den anderen tauchen, in einem See mitten in der Wüste. Unter Wasser die Sonne aufgehen zu sehen, wenn das Schwarz zu Blau wird, ist unglaublich. Sie verträgt sich wieder mit Rusty und sie fahren weiter durch die Wüste. Bei einem Platzregen haben sie einen Unfall und fahren gegen einen Kaktus. Der Impala verliert Kühlwasser. Honor ist etwas irritiert von Rusty ohne Hemd, der Limonade in den leckenden Kühler gießt, als die Wasserkanister alle leer sind. Sie will nicht nachhause zu der Tante und den „Beileidsaufläufen“ im Kühlschrank. Hier bei Rusty und ihr, ihren Erinnerungen und Gesprächen, ist Finn nicht tot. Es ist heiß im Auto. Sie drehen die Heizung voll auf, um den Motor zu kühlen. Rusty fährt in Unterhose und Honor sitzt auch irgendwann in Höschen und BH da. Sie versuchen, sich nicht anzustarren. Erstmal fahren sie zu Rustys Mutter und deren Lebensgefährten Bru. Seine Mutter hat sie schon erwartet. Sie denkt, ihre gemeinsame Reise sei vom Schicksal bestimmt. Die Mutter steht total auf Esoterik und ungenießbare, biologisch-dynamische Küche. Bru nimmt Honor mit auf eine spirituelle Tour, die er für Touristen macht, und so lernt Honor zufällig Ashley, Kyras Cousine, kennen. Die verschafft ihr einen Backstage-Zugang für das Konzert, doch Honor verliert den Zettel. Sie ist sich nicht sicher, ob sie wirklich auf einer spirituellen Pilgerreise ist oder gerade den größten Mist ihres Lebens baut. Beim Schwimmen werden Rusty und sie von einem Gewitter überrascht und landen in einem Restaurant, wo sie mit Bier und Tequila auf Finn anstoßen und tanzen. Am nächsten Morgen hat Honor ihren ersten Kater. Sie weiß nicht mehr, ob sie Rusty geküsst hat. Der Kühlerschlauch ist ausgetauscht, und sie sind „back on the road“ nach Kalifornien. Als Honor nach der langen Fahrt aufwacht, sie endlich da sind, und sie das Meer sieht, kann sie es kaum glauben. Doch das Konzert können sie vergessen, denn sie bekommen Ärger mit der Polizei, weil sie verbotenerweise im Auto geschlafen haben und ihre Zulassungsplakette seit Monaten abgelaufen ist. Der Cop meint, er müsse den Wagen aus dem Verkehr ziehen und zeigt auch bei Honors trauriger Geschichte, dass es das Auto ihres gefallenen Bruders sei, keine Gnade. Von Rusty erfährt Honor dann, warum Finn eigentlich sein Stipendium geschmissen hat und zum Militär gegangen ist … .
Eine wundervolle (Liebes-)Geschichte mit Tiefgang! Jessi Kirby schreibt einfach toll!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Die Geschichte von Jess und Gray: 

Anne Eliot, übersetzt von Birgit Niehaus
Almost
978-3-423-71671-0
dtv Verlag
Alter: 14+

Er liebt sie, und sie liebt ihn, doch statt großer Liebe ist zunächst Zweckgemeinschaft angesagt. Es ist kurz vor den Sommerferien. Der coole, beliebte und gut aussehende Gray ist auf den bezahlten Praktikumsplatz bei „Geekstuff“ angewiesen. Er lebt bei seiner Oma und braucht Geld fürs Studium. Auch Jess ist auf den Praktikumsplatz angewiesen, jedoch nicht aus finanziellen Gründen. Sie braucht ihn, um ihren Eltern zu beweisen, dass sie „normal“ genug ist, um demnächst auf ein College zu gehen und von zuhause auszuziehen. Ein Sozialleben und ein Freund wären auch nicht verkehrt. Vor drei Jahren geschah etwas, dass ihr Leben völlig aus der Bahn warf. Seitdem ist sie in Therapie, gilt in der Schule als seltsamer Nerd, hat keine Freunde und leidet unter Alpträumen, daher schläft sie wann immer es geht in ihrem Jeep und macht die Nächte durch, um ihre Eltern und ihre kleine Schwester nicht mit ihren Schreien zu wecken. Auf normalem Wege eine Beziehung einzugehen ist für sie unmöglich. Sie geht daher einen Deal mit Gray ein. Sie teilen sich das Praktikum, er bekommt das ganze Geld, und dafür spielt er den Sommer über ihren Freund. Sorgfältig setzt sie einen Vertrag auf, ohne sich einzugestehen, dass sie sich längst in ihn verliebt hat. Sie hält ihn für einen Aufreißer, der an jedem Finger 10 hübsche und beliebte Mädchen hat, und bei dem ein Freak wie sie keine Chance hat. Sie ahnt ja nicht, wie sehr sie im Irrtum ist. Er will nur sie und das schon seit Jahren, seit der Nacht, die damals Jess Leben veränderte. Er weiß nicht, ob sie sich noch erinnern kann, dass er da war, ob sie sich überhaupt an etwas erinnern kann. Als Jess die ersten SMS von ihrem neuen „Freund“ bekommt, sind ihre Eltern ganz aus dem Häuschen. Ihre Tochter hat ein „normales“ Leben! Seinen Namen verrät sie ihnen jedoch nicht, zum Glück, denn sie kennen Gray, und er kennt sie. Sie nennt ihnen einfach den Namen von Grays bestem Freund, Corey. Zunächst läuft alles nach Plan. Sie und Gray gehen gemeinsam zum Praktikum und stecken dämliche Werbe-USB-Sticks in Froschform auf Seerosenblatt-Schlüsselanhänger, gehen in die Eishalle, wandern, Rollschuhlaufen und schreiben sich SMS. Doch Jess Alpträume werden schlimmer, die Erinnerungsfetzen darin machen sie fertig. Gray möchte ihr so gern sagen, was er von damals weiß, doch er kann nicht. Die beiden sind so verliebt, dass sie es kaum noch zusammen aushalten, doch noch immer reden sie sich ein, dass der andere nur so tut als ob. Dann wollen Jess Eltern unbedingt „Corey“ kennen lernen und laden ihn auf eine Grillparty ein. Jess kleine Schwester Kika trifft rein zufällig Jess, Gray, Corey und Michelle (die beiden sind auch so ein Paar, das sich seine Gefühle nicht eingesteht) auf der Rollschuhbahn. Jess kann sich mehr schlecht als recht aus der blöden Situation raus manövrieren. Sie hat Kika ja Coreys Bild aus dem Jahrbuch gezeigt, und jetzt kuschelt sie hier mit Gray. Corey und Michelle verstehen gar nicht, was abgeht. Als Jess Gray und seine Oma besucht, schläft sie auf seinem Bett ein und hat einen Alptraum, schlimmer als zuvor. Auch Gray kommt darin vor. Er will ihr endlich alles erklären, doch sie stößt ihn fort und will nichts mehr von ihm wissen. Beide leiden, kommen sie aber bald wieder näher. In einem Vergnügungspark kommt es endlich zum lang ersehnten ersten Kuss. Gray versucht wieder, mit Jess zu reden, doch sie werden unterbrochen. Später hat Jess einen Traum, der die verlorene Erinnerung an jenen Abend vor drei Jahren vollständig zurück bringt, auch die Rolle die Gray dabei spielte … .
Eine wunderbare und ungewöhnliche Liebesgeschichte, die bis zum Ende fesselt!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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