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Mittwoch, 2. April 2014

"Die unglaubliche Geschichte von Wenzel, dem Räuber Kawinski, Strupp und dem Suseldrusel"

Einfach fantastisch: "Die unglaubliche Geschichte von Wentel, dem Räuber Kawinski, Strupp und dem Suseldrusel"!

Nikola Huppertz
Die unglaubliche Geschichte von Wenzel, dem Räuber Kawinski, Strupp und dem Suseldrusel
978-3-944572-03-1
mixtvision Verlag
Alter: 10+

Alles fängt damit an, dass Wenzel Könemanns Mutter statt dem ersehnten Schirmset eine Reise auf die Malediven gewinnt. Da die nur für zwei Personen ist, wird Wenzel solange von seinen Eltern zu seinem Onkel Nikolai Ruthard, einem Kinderbuchschriftsteller geschickt. Wenzel liest nicht gerne. Alles, was schlau und besonnen machen soll, ist ihm ein Gräuel, ganz besonders Mandalas. Er tobt lieber herum und futtert KKK (Käse-Ketchup-Krafttoasts). Nun ist er schwer beleidigt, weil er die Ferien in Hinkelsen verbringen soll, statt auf den Malediven. Onkel Nikolai ist von seinem Auftauchen überrascht, weil er das Telefonat mit Wenzels Mutter längst verdrängt hat. Außerdem stresst ihn seine Lektorin gerade wegen einem neuen Buch, indem möglichst Räuber, Prinzessinnen und Träume vorkommen sollen. Als er jedoch in seiner Ideenkammer nach guten Ideen dafür sucht, verselbstständigen sich plötzlich seine Geschichten. So kommt es, dass der Räuber Kawinski aus der Kammer springt, den Onkel kidnappt und in die Sauna sperrt. Wenzel und der Detektivhund Strupp ermitteln und bekommen noch Unterstützung vom Nachbarmädchen Ricarda Rühl, die eine echte Leseratte ist. Der Räuber sucht ein wertvolles Bild, das unter einem Halbakt vom Flohmarkt versteckt ist, der Onkel Nikolai sehr viel bedeutet. Mit echten Frauen kommt er nämlich nicht so gut klar. Er mag zwar auch Ricardas Mutter Wibke, aber eine gemalte Frau kann ihn wenigstens nicht enttäuschen. Nach der Räubergeschichte gibt es einen rauschenden "Fußball" mit Prinzessin P. Melinda Zwo, die mit Wenzel und dem Fußball tanzt, während Onkel Nikolai im Wald noch nach ihr sucht. Sie ist schließlich seine Figur. Außerdem braucht sie noch ein Kleid für den Ball, also suchen sie das alte von Wenzels Mutter Sabine. Eine Prinzessin kann nämlich Kleider und Fußball mögen. Die alte, spießige Frau Fiedler, die Nikolai ohnehin für seltsam hält, wundert sich inzwischen über die Geschehnisse und beginnt, ihre neugierige Nase in Dinge hineinzustecken, die sie nichts angehen. Ricarda verfolgt unterdessen alles am PC in der Ideenkammer. Da taucht plötzlich das Susedrusel, Onkel Nikolais inneres Kind, in der Kammer auf und macht Gewusel. Doch das Suseldrusel ist traurig, da es sich unerwünscht fühlt. Es denkt, Nikolai wolle, nachdem die Geschichte fertig ist, nichts mehr mit ihm zu tun haben. Als Frau Fiedler hereinschneit, benehmen sich Wenzel und Nikolai super-normal und sehr höflich, während das Suseldrusel die arme Frau langsam in den Wahnsinn treibt. Sie denkt nun, sie selbst sei hier die Verrückte und sieht, wie es ist, wenn alle blöd gucken. Dann geht sie – mit dem Suseldrusel. Zum Glück ist die Geschichte noch nicht zu Ende und es gelingt Nikolai doch noch, sich das Suseldrusel zu bewahren. Bleibt nur noch die Traumgeschichte. Die gerät außer Kontrolle, als Wibke und Ricarda zu Besuch kommen und die Kinder sich versehentlich in ihren Träumen verlieren. Können die Erwachsenen ihnen noch helfen, da wieder hinauszufinden? Was wird mit der Geschichte, wenn sie fertig sind? Und was halten Wenzels Eltern von alldem, wenn sie wieder zurückkommen? Die vermissen ihren Wenzel auf den Malediven ganz schrecklich und und werden ständig von den anderen Urlaubern kritisiert und mit guten Ratschlägen bombardiert, weil ihr Sohn ein Nichtleser ist. Aber vielleicht wird sich das ja nach dieser Geschichte ändern … .
Ein tolles Abenteuer, bei dem sich Realität und Fantasie vermischen und so eine noch spannendere Geschichte bilden. So eine Ideenkammer hätte ich auch gerne. Das ist wirklich eine geniale Sache. Und ein Suseldrusel, das Gewusel macht, haben wir doch alle irgendwo ;-). Ich kann nur hoffen, dass Wenzel seine nächsten Ferien wieder bei Onkel Nikolai verbringt. Wer weiß, was dann passiert?
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Die Macht des Schmetterlings"

Butterfly Effect: "Die Macht des Schmetterlings"!

Matt Dickinson, übersetzt von Alan C. Lyne
Die Macht des Schmetterlings
978-3-8339-0169-0
Baumhaus Verlag
Alter: 14+

Was hat ein Schmetterling in einem englischen Wald mit einer achtzehn-jährigen, japanischen Bergsteigerin auf dem Mount Everest zu tun? Hätte der gerade geschlüpfte Schmetterling nicht das junge Kaninchen gestreift, wäre dieses nicht vor Schreck auf den Feldweg gelaufen und hätte ein Pferd samt Jockey zu Fall gebracht. Das Pferd, das für ein wichtiges Rennen trainiert hat, würde nicht humpeln und man hätte nicht den Tierarzt gerufen, der dann seine Schlüssel zu Hause vergessen und sich ausgesperrt hat. Dessen dreizehnjähriger Sohn, der verschlafen hat, hätte mit diesem Schlüssel nicht den Waffenschrank aufsperren und mit seinem besten Freund auf Hirschjagd im Wald gehen können. Dann wäre der Hirsch auch nicht auf die Straße gelaufen, direkt vor den Audi TT der Pilotin Tina Curtis, die wegen dem blockierenden Pferdetransporter der Jockeys eine Abkürzung genommen hat und die nun zu spät zum Heathrow-Airport kommt. (Tinas Ehemann ist Arzt in Malawi. Ebenfalls in Malawi lebt der Junge Bakili, der einem Kamerateam, das eine Reprtage über die Hungersnot dreht, den winzigen Fisch zeigt, der alles ist, was er heute für seine Familie erbeuten konnte. Bakilis Bruder hält Wache auf dem Maisfeld und wird von hungrigen Pavianen angegriffen. Er ist schwer verletzt und benötigt eine Bluttransfusion. Hier kommt Tinas Ehemann ins Spiel.) Wäre Tina nicht zu spät gekommen, hätten die Flüge nicht verschoben werden müssen, obwohl ohnehin schon einige Piloten wegen Krankheit ausfielen. Tina hätte nicht das Münztelefon am Flughafen benutzt, um ihren Mann anzurufen, der sie daraufhin bittet, wegen des benötigten Blutes in der Hauptstadt Lilongwe anzurufen, da er keine Verbindung bekommt. Ohne die Verspätung wäre der Flug nach Edinburgh nicht gestrichen worden und die Maschine, in der ein japanischer Geschäftsmann sitzt, hätte längst einen Parkplatz zugewiesen bekommen und er endlich mit dem Handy seine Tochter Kuni, die als Bergsteigerin auf dem Mount Everest unterwegs ist, anrufen können. Kuni, die den Gipfel erreicht hat und den Anruf erwartet, wäre mit den zwei deutschen Bergsteigern wieder hinabgestiegen, statt zu bleiben und auf eine Verbindung zu ihrem Vater zu warten. Ihr Vater hätte nicht die Telefonzelle neben Tina aufgesucht, um das Basislager anzurufen und dann endlich eine Verbindung zu Kuni zu bekommen. Die wäre beim Abstieg, mit dem Handy in der Hand, nicht von einer Lawine überrascht worden und in eine Gletscherspalte gestürzt. Ihr Vater wäre beim Telefonieren nicht von einem Dieb beklaut worden, der dann von einem Passagier namens Calder verfolgt wird, der von dem Dieb mit Tränengas außer Gefecht gesetzt wird. Tina hätte nicht das Telefonat mit der verletzten Kuni übernehmen können und deren Vater informiert, bevor sie endlich in Malawi anruft, was zu weiteren Verspätungen führt. Sie wäre wie geplant nach Seattle geflogen, statt den Flug nach Moskau zu übernehmen, zu dessen Passagieren jetzt auch Kunis Vater, der nach Kathmandu will und Calder, das Tränengasopfer, der wegen der Aussage bei der Polizei und der Augenbehandlung viel Zeit verloren hat, gehören. Was das humpelnde Pferd vom Anfang der Geschichte angeht, so hätte es wohl gewonnen, doch nun gewinnt das Pferd „Sophie's Day“. Dean, der Vater der kleinen Sophie, die in einem Vergnügungspark ihren sechsten Geburtstag feiert, hätte nicht beim Pferderennen eine Menge Geld gewinnen und seiner Tochter eine Menge Ballons kaufen können. Diese hätte sie dann auch nicht loslassen können, so dass sie gen Himmel steigen. Die Ballons wären nicht ins Triebwerk des Flugzeugs geraten, dass daraufhin abstürzt, genau auf das Waldgebiet, in dem der Sohn des Tierarztes und dessen Kumpel noch immer einen toten Hirsch durch die Gegend zerren, wo ein verletztes Kaninchen herumirrt und nicht zu vergessen ein Schmetterling herumflattert! Doch was wird aus Kuni, die mit zweifach gebrochenem Bein in der Gletscherspalte festsitzt? Was wird aus Bakili, der mit den Pavianen kämpft, die seinen Bruder verletzt haben und was wird aus dem Bruder? Und was hat das Filmmaterial der Reporterteams in Malawi mit einem verrückten Bombenleger in Washington zu tun, der seine Ex-Frau in die Luft sprengen will?
Eine geniale Story über den Schmetterlingseffekt, voller seltsam verketteter Ereignisse und unvorhersehbaren Konsequenzen! Ich war total begeistert von diesem Buch und freue mich schon auf die Fortsetzung „Der Tod des Schmetterlings“, die am 15.4.2014, also bald, erscheint. Welche Kettenreaktion löst ein Schmetterling im 21. Stock einer Hochhausbaustelle aus? Was passiert, wenn ein Wachmann ihn entdeckt und daraufhin ein noch unbefestigtes Fenster heraus kippt und auf die Straße fällt … ?
Viel Spaß beim Lesen!!!

 

"Warum führen die Links plötzlich nicht mehr direkt zum Buch?"


„Warum führen die Links plötzlich nicht mehr direkt zum Buch?“

Einige von Euch werden sich sicher wundern, dass die Links unter „Buch bestellen?“ nicht mehr direkt zum Buch führen. Das liegt daran, dass die Buchhandlung RavensBuch, in der ich arbeite, seit heute eine ganz tolle neue Homepage hat, die aber leider mit den alten Links nichts mehr anfangen kann. Ab sofort verpasse ich den Buchtipps natürlich neue Links, doch es ist mir zeitlich nicht möglich, die Links der bisherigen über 400 Buchtipps zu ändern. Wer keine Lust hat, das Buch auf der Homepage selber zu suchen, kann einfach diesen Teil des Links http://www.ravensbuch.de/index.php?name=bestellen&op=detail&EAN= durch diesen http://www.ravensbuch.de/shop/search?ean= ersetzen. Im Anschluss folgt dann wie bisher die ISBN des Buches.

Ich wünsche Euch weiterhin ganz viel Spaß beim Lesen!!!



Eure Verena/Very

Mittwoch, 26. März 2014

"Letztendlich sind wir dem Universum egal"

Und wer bist Du morgen?: "Letztendlich sind wir dem Universum egal"!

David Levithan, übersetzt von Martina Tichy
Letztendlich sind wir dem Universum egal
978-3-8414-2219-4
FJB Verlag
Alter: 14+

Der sechzehnjährige A wacht schon sein ganzes Leben lang jeden Morgen in einem anderen Körper auf. Die Körper, die er bewohnt, sind immer so alt wie er, aber manchmal Jungs und manchmal Mädchen. Die wichtigsten Informationen über deren Leben und Alltag kann er bei Bedarf abfragen. Bisher versuchte er immer, keine Bindungen zu knüpfen und keine Spuren zu hinterlassen, bis er Rhiannon trifft. Er steckt im Körper von ihrem Freund Justin, der sie meist nicht so gut behandelt und sie verbringen einen wundervollen Tag am Meer. Doch am nächsten Tag ist er Leslie, deren Bruder Owen ein Drogenproblem hat und will nur noch zurück zu gestern. Als Amy schwänzt er die Schule und gibt sich Rhiannons Schule als neue Schülerin aus, nur um sie zu sehen. Später tanzt er als Nathan mit ihr auf einer Party und er richtet ebenfalls als Nathan eine E-Mail-Adresse ein, über die sie sich auch später regelmäßig schreiben. Dafür bekommt er auch Post vom echten Nathan, da er vergessen hat, die Chronik zu löschen wie er es sonst immer tut. Nathan weiß, dass etwas von ihm Besitz ergriffen hatte und glaubt, es war der Teufel. Er verlangt eine Erklärung am nächsten Tag ist die Geschichte sogar in der Presse: „Jugendlicher von Dämon besessen!“. Da Rhiannon herausgefunden hat, dass „Nathan“ gar nicht der Cousin von Steve (der mit der Party) ist, trifft sich A in Gestalt von Megan mit ihr und sagt ihr die Wahrheit, die sie ihm zunächst natürlich nicht glaubt. A springt von James zu dessen Zwillingsbruder Tom und landet dann in Kelsea, die vorhat, sich umzubringen. Er bittet Rhiannon um Rat und gibt schließlich Kelseas Tagebuch an deren Vater weiter, damit sie gleich am nächsten Tag Hilfe bekommt. Da ist A dann schon im Körper des schwulen Hugo, der mit seinem Freund Austin zur Parade fährt. Danach versucht er als sexy Ashley Justin zu verführen, um zu Rhiannon zu beweisen, dass er ein Arsch ist, nur leider gelingt es ihm nicht. Nathan sorgt inzwischen gemeinsam mit einem gewissen Pastor Poole überall im Netz und in der Presse für Wirbel. A trifft sich als Adam mit Rhiannon, die ihm langsam seine merkwürdige Geschichte glaubt. A springt weiter von Diabetiker AJ zu dem illegalen Hausmädchen Valeria, die unter starken Regelschmerzen leidet. In manchen Körpern macht man ganz schön was mit. Irgendwann kommt es, wie es kommen muss. A landet im Körper von Rhiannon. Die Auswahl der 16-Jährigen in der Gegend ist eben nicht so groß. Er geht extra sorgsam mit ihr um und bemüht sich, die Situation nicht auszunutzen. Abends schreibt er ihr einen Brief und am nächsten Morgen, als er im Körper von Dylan steckt, treffen sie sich und reden darüber. A erzählt Rhiannon jedoch nichts von Nathan, der ständig Mails schreibt und nicht locker lässt. A trifft sich nun beinahe täglich mit Rhiannon und sie genießen die gemeinsame Zeit. A fällt auf, dass Rhiannon nicht so locker ist, wenn er gerade ein Mädchen ist, doch ihm bedeutet der Unterschied nichts. Das Innere zählt; der Körper ist nur eine Hülle. Rhiannon will mit ihm schlafen, doch A will seinen derzeitigen Körper Xavier, der noch Jungfrau ist, nicht ausnutzen. Er soll das später ganz bewusst mit einem Mädchen seiner Wahl erleben. A springt weiter von Dana, die nur aus Alkohol und Kummer besteht, zu Michael, der unmöglich nach Hawaii fliegen kann, da A sonst dort festsitzen würde. Er prügelt sich mit Justin, landet dann in Vic, die lieber ein Junge wäre, beerdigt als Marc seinen Großvater, dann ist der der 150 Kilo schwere Finn, dann Kasey, dann Ainsley, dann Zara … . Irgendwann kommt es zur Konfrontation mit Nathan und Poole. Poole gesteht ihm, dass er genau wie er sei, aber wüsste, wie man einen Körper länger als einen Tag besetzt. Nun muss A eine schwierige Entscheidung treffen … .
Wow! Als ich das Buch in die Hände bekam, fand ich, dass die Story ziemlich wirr klingt, aber als ich dann anfing zu lesen, fand es es einfach genial. Körper, Geist, Seele … wer bin ich? Das Ende ist dann ziemlich überraschend, aber ich verrate nix ;-). Ein Wahnsinns-Buch!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Spiel der Schatten"

Unheimlich, spannend, romantisch: "Spiel der Schatten"!

Michael Peinkofer
Spiel der Schatten
978-3-8339-0245-1
Baumhaus Verlag
Alter: 12+

London 1886: Das Puppentheater von Cyns Vater steht vor dem Bankrott. Seit es das Caligorium, das Schattentheater von Professor Umberto Caligore, gibt, bleiben die Zuschauerbänke leer. Bei der allerletzten Vorstellung geben sie den „Sommernachtstraum“. Dieses Stück spielten sie auch schon bei der allerersten Vorstellung. Meisterhaft erweckt Cyns Vater die Handpuppe Puck zum Leben – zum letzten Mal. Cyn und die anderen Schauspieler sind traurig und verzweifelt. Was soll nun aus ihnen werden? Am selben Abend besucht Cyns Vater das Caligorium, um selbst zu sehen, was daran so toll sein soll und kehrt nicht zurück. Nachdem er die ganze Nacht fort war, macht sich Cyn große Sorgen und geht sogar zur Polizei, doch die nehmen sie gar nicht ernst. Sie ahnt nicht, dass ihr Vater die „Laterna Magica“ und das große Geheimnis des Schattentheaters entdeckt hat. Caligore stiehlt den Menschen die Schatten und schickt sie als seelenlose Hüllen nachhause, die keine Sorgen mehr haben aber auch keine Gefühle. Schließlich kehrt der Vater total verändert heim und ohne seinen treuen Puck, den er doch nie irgendwo vergessen würde. Daraufhin wird er sehr krank. Sein Körper stirbt. Einen Arzt können sie sich nicht leisten. Sie haben allen Besitz an einen skrupellosen Kredithai verloren, der sie nun aus dem Haus werfen will. Cyn findet die Eintrittskarte vom Caligorium in Vaters Tasche und will der Sache nachgehen. Sie will ihn nicht auch noch verlieren wie schon ihre Mutter. Heimlich schleicht sie sich in die Vorstellung und entdeckt hinter der Bühne den Puck. Dafür wird auch sie entdeckt, von Milo, dem Schattenjungen. Er ist nur noch Schatten, besitzt keinen Körper mehr (bzw. sein Körper liegt im Kältetiefschlaf) und kann Cyns Gedanken lesen. Leider teilt er Caligores wirre Ansichten über die Menschheit. Der glaubt, der Geist sei nur als Schatten ohne Körper wirklich frei. Liebe und Freundschaft hält er für überflüssig. Cyn bringt Argumente wie Dankbarkeit, Sehnsucht, Schönheit und Fantasie vor und meint, ohne Gefühle sei das Leben nicht lebenswert. Milo findet das alles unnütz, lässt sich aber auf einen Deal mit Cyn ein. Wenn sie ihm beweist, dass die Welt der Menschen da draußen wirklich so schön ist, bekommt ihr Vater seinen Schatten zurück. Da Milo allein als Schatten im Sonnenlicht nicht existieren kann, wird er zum Schatten vom Puck. Cyn zeigt ihm die tolle Aussicht von den Dächern auf die neue Brücke, Gemälde in der Kunstgalerie, spielende Kinder im Park, doch nichts scheint ihn zu beeindrucken. Er ist einfach schon zu lange kein Mensch mehr. Als er jedoch Cyns Gefühle liest, während sie genüsslich ein Stück Kuchen isst, muss er zugeben, dass sich das gar nicht schlecht anfühlt. Dennoch ist ihm vieles an Cyn ein Rätsel. Er wundert sich, als er sieht, wie sie Schneeflocken mit der Zunge fängt und als sie ihm von ihren Eltern und ihrer Kindheit erzählt. Eine unbeschwerte Kindheit kannte er nie. Sein Vater, Umberto Caliigore höchstpersönlich, war immer sehr streng, schon bevor er das wahnsinnige, machtgeile Genie wurde, das er heute ist. Da er alle Kinder außer Milo verlor, wollte er ihn unbedingt „retten“. Cyn staunt nicht schlecht, als sie erfährt, dass Caligore bereits 1738 geboren wurde. Er ist uralt, aber ist er auch unsterblich? Plötzlich werden Milo und Cyn von den bösen Grimmlingen verfolgt. Die Schatten sind überall und immer mehr Menschen fallen ihnen zum Opfer und werden selbst zu Schatten. Gibt es noch Rettung? Wird sich Milo aufs Cyns Seite schlagen und helfen oder steht er treu zu seinem Vater? Und was wird aus Cyns Vater … ?
Spannende Fantasy in historischem Ambiente! Gegen Ende kommt auch noch etwas Romantik ins Spiel. Ich habe dieses Abenteuer aus dem nebligen London in einem Rutsch verschlungen. Es ist übrigens eine abgeschlossene Geschichte, also wird es hier wahrscheinlich keine Fortsetzung geben.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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