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Mittwoch, 2. April 2014

"Warum führen die Links plötzlich nicht mehr direkt zum Buch?"


„Warum führen die Links plötzlich nicht mehr direkt zum Buch?“

Einige von Euch werden sich sicher wundern, dass die Links unter „Buch bestellen?“ nicht mehr direkt zum Buch führen. Das liegt daran, dass die Buchhandlung RavensBuch, in der ich arbeite, seit heute eine ganz tolle neue Homepage hat, die aber leider mit den alten Links nichts mehr anfangen kann. Ab sofort verpasse ich den Buchtipps natürlich neue Links, doch es ist mir zeitlich nicht möglich, die Links der bisherigen über 400 Buchtipps zu ändern. Wer keine Lust hat, das Buch auf der Homepage selber zu suchen, kann einfach diesen Teil des Links http://www.ravensbuch.de/index.php?name=bestellen&op=detail&EAN= durch diesen http://www.ravensbuch.de/shop/search?ean= ersetzen. Im Anschluss folgt dann wie bisher die ISBN des Buches.

Ich wünsche Euch weiterhin ganz viel Spaß beim Lesen!!!



Eure Verena/Very

Mittwoch, 26. März 2014

"Letztendlich sind wir dem Universum egal"

Und wer bist Du morgen?: "Letztendlich sind wir dem Universum egal"!

David Levithan, übersetzt von Martina Tichy
Letztendlich sind wir dem Universum egal
978-3-8414-2219-4
FJB Verlag
Alter: 14+

Der sechzehnjährige A wacht schon sein ganzes Leben lang jeden Morgen in einem anderen Körper auf. Die Körper, die er bewohnt, sind immer so alt wie er, aber manchmal Jungs und manchmal Mädchen. Die wichtigsten Informationen über deren Leben und Alltag kann er bei Bedarf abfragen. Bisher versuchte er immer, keine Bindungen zu knüpfen und keine Spuren zu hinterlassen, bis er Rhiannon trifft. Er steckt im Körper von ihrem Freund Justin, der sie meist nicht so gut behandelt und sie verbringen einen wundervollen Tag am Meer. Doch am nächsten Tag ist er Leslie, deren Bruder Owen ein Drogenproblem hat und will nur noch zurück zu gestern. Als Amy schwänzt er die Schule und gibt sich Rhiannons Schule als neue Schülerin aus, nur um sie zu sehen. Später tanzt er als Nathan mit ihr auf einer Party und er richtet ebenfalls als Nathan eine E-Mail-Adresse ein, über die sie sich auch später regelmäßig schreiben. Dafür bekommt er auch Post vom echten Nathan, da er vergessen hat, die Chronik zu löschen wie er es sonst immer tut. Nathan weiß, dass etwas von ihm Besitz ergriffen hatte und glaubt, es war der Teufel. Er verlangt eine Erklärung am nächsten Tag ist die Geschichte sogar in der Presse: „Jugendlicher von Dämon besessen!“. Da Rhiannon herausgefunden hat, dass „Nathan“ gar nicht der Cousin von Steve (der mit der Party) ist, trifft sich A in Gestalt von Megan mit ihr und sagt ihr die Wahrheit, die sie ihm zunächst natürlich nicht glaubt. A springt von James zu dessen Zwillingsbruder Tom und landet dann in Kelsea, die vorhat, sich umzubringen. Er bittet Rhiannon um Rat und gibt schließlich Kelseas Tagebuch an deren Vater weiter, damit sie gleich am nächsten Tag Hilfe bekommt. Da ist A dann schon im Körper des schwulen Hugo, der mit seinem Freund Austin zur Parade fährt. Danach versucht er als sexy Ashley Justin zu verführen, um zu Rhiannon zu beweisen, dass er ein Arsch ist, nur leider gelingt es ihm nicht. Nathan sorgt inzwischen gemeinsam mit einem gewissen Pastor Poole überall im Netz und in der Presse für Wirbel. A trifft sich als Adam mit Rhiannon, die ihm langsam seine merkwürdige Geschichte glaubt. A springt weiter von Diabetiker AJ zu dem illegalen Hausmädchen Valeria, die unter starken Regelschmerzen leidet. In manchen Körpern macht man ganz schön was mit. Irgendwann kommt es, wie es kommen muss. A landet im Körper von Rhiannon. Die Auswahl der 16-Jährigen in der Gegend ist eben nicht so groß. Er geht extra sorgsam mit ihr um und bemüht sich, die Situation nicht auszunutzen. Abends schreibt er ihr einen Brief und am nächsten Morgen, als er im Körper von Dylan steckt, treffen sie sich und reden darüber. A erzählt Rhiannon jedoch nichts von Nathan, der ständig Mails schreibt und nicht locker lässt. A trifft sich nun beinahe täglich mit Rhiannon und sie genießen die gemeinsame Zeit. A fällt auf, dass Rhiannon nicht so locker ist, wenn er gerade ein Mädchen ist, doch ihm bedeutet der Unterschied nichts. Das Innere zählt; der Körper ist nur eine Hülle. Rhiannon will mit ihm schlafen, doch A will seinen derzeitigen Körper Xavier, der noch Jungfrau ist, nicht ausnutzen. Er soll das später ganz bewusst mit einem Mädchen seiner Wahl erleben. A springt weiter von Dana, die nur aus Alkohol und Kummer besteht, zu Michael, der unmöglich nach Hawaii fliegen kann, da A sonst dort festsitzen würde. Er prügelt sich mit Justin, landet dann in Vic, die lieber ein Junge wäre, beerdigt als Marc seinen Großvater, dann ist der der 150 Kilo schwere Finn, dann Kasey, dann Ainsley, dann Zara … . Irgendwann kommt es zur Konfrontation mit Nathan und Poole. Poole gesteht ihm, dass er genau wie er sei, aber wüsste, wie man einen Körper länger als einen Tag besetzt. Nun muss A eine schwierige Entscheidung treffen … .
Wow! Als ich das Buch in die Hände bekam, fand ich, dass die Story ziemlich wirr klingt, aber als ich dann anfing zu lesen, fand es es einfach genial. Körper, Geist, Seele … wer bin ich? Das Ende ist dann ziemlich überraschend, aber ich verrate nix ;-). Ein Wahnsinns-Buch!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Spiel der Schatten"

Unheimlich, spannend, romantisch: "Spiel der Schatten"!

Michael Peinkofer
Spiel der Schatten
978-3-8339-0245-1
Baumhaus Verlag
Alter: 12+

London 1886: Das Puppentheater von Cyns Vater steht vor dem Bankrott. Seit es das Caligorium, das Schattentheater von Professor Umberto Caligore, gibt, bleiben die Zuschauerbänke leer. Bei der allerletzten Vorstellung geben sie den „Sommernachtstraum“. Dieses Stück spielten sie auch schon bei der allerersten Vorstellung. Meisterhaft erweckt Cyns Vater die Handpuppe Puck zum Leben – zum letzten Mal. Cyn und die anderen Schauspieler sind traurig und verzweifelt. Was soll nun aus ihnen werden? Am selben Abend besucht Cyns Vater das Caligorium, um selbst zu sehen, was daran so toll sein soll und kehrt nicht zurück. Nachdem er die ganze Nacht fort war, macht sich Cyn große Sorgen und geht sogar zur Polizei, doch die nehmen sie gar nicht ernst. Sie ahnt nicht, dass ihr Vater die „Laterna Magica“ und das große Geheimnis des Schattentheaters entdeckt hat. Caligore stiehlt den Menschen die Schatten und schickt sie als seelenlose Hüllen nachhause, die keine Sorgen mehr haben aber auch keine Gefühle. Schließlich kehrt der Vater total verändert heim und ohne seinen treuen Puck, den er doch nie irgendwo vergessen würde. Daraufhin wird er sehr krank. Sein Körper stirbt. Einen Arzt können sie sich nicht leisten. Sie haben allen Besitz an einen skrupellosen Kredithai verloren, der sie nun aus dem Haus werfen will. Cyn findet die Eintrittskarte vom Caligorium in Vaters Tasche und will der Sache nachgehen. Sie will ihn nicht auch noch verlieren wie schon ihre Mutter. Heimlich schleicht sie sich in die Vorstellung und entdeckt hinter der Bühne den Puck. Dafür wird auch sie entdeckt, von Milo, dem Schattenjungen. Er ist nur noch Schatten, besitzt keinen Körper mehr (bzw. sein Körper liegt im Kältetiefschlaf) und kann Cyns Gedanken lesen. Leider teilt er Caligores wirre Ansichten über die Menschheit. Der glaubt, der Geist sei nur als Schatten ohne Körper wirklich frei. Liebe und Freundschaft hält er für überflüssig. Cyn bringt Argumente wie Dankbarkeit, Sehnsucht, Schönheit und Fantasie vor und meint, ohne Gefühle sei das Leben nicht lebenswert. Milo findet das alles unnütz, lässt sich aber auf einen Deal mit Cyn ein. Wenn sie ihm beweist, dass die Welt der Menschen da draußen wirklich so schön ist, bekommt ihr Vater seinen Schatten zurück. Da Milo allein als Schatten im Sonnenlicht nicht existieren kann, wird er zum Schatten vom Puck. Cyn zeigt ihm die tolle Aussicht von den Dächern auf die neue Brücke, Gemälde in der Kunstgalerie, spielende Kinder im Park, doch nichts scheint ihn zu beeindrucken. Er ist einfach schon zu lange kein Mensch mehr. Als er jedoch Cyns Gefühle liest, während sie genüsslich ein Stück Kuchen isst, muss er zugeben, dass sich das gar nicht schlecht anfühlt. Dennoch ist ihm vieles an Cyn ein Rätsel. Er wundert sich, als er sieht, wie sie Schneeflocken mit der Zunge fängt und als sie ihm von ihren Eltern und ihrer Kindheit erzählt. Eine unbeschwerte Kindheit kannte er nie. Sein Vater, Umberto Caliigore höchstpersönlich, war immer sehr streng, schon bevor er das wahnsinnige, machtgeile Genie wurde, das er heute ist. Da er alle Kinder außer Milo verlor, wollte er ihn unbedingt „retten“. Cyn staunt nicht schlecht, als sie erfährt, dass Caligore bereits 1738 geboren wurde. Er ist uralt, aber ist er auch unsterblich? Plötzlich werden Milo und Cyn von den bösen Grimmlingen verfolgt. Die Schatten sind überall und immer mehr Menschen fallen ihnen zum Opfer und werden selbst zu Schatten. Gibt es noch Rettung? Wird sich Milo aufs Cyns Seite schlagen und helfen oder steht er treu zu seinem Vater? Und was wird aus Cyns Vater … ?
Spannende Fantasy in historischem Ambiente! Gegen Ende kommt auch noch etwas Romantik ins Spiel. Ich habe dieses Abenteuer aus dem nebligen London in einem Rutsch verschlungen. Es ist übrigens eine abgeschlossene Geschichte, also wird es hier wahrscheinlich keine Fortsetzung geben.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Stichkopf und der Scheusalfinder"

Das knuddeligste Monster überhaupt: "Stichkopf und der Scheusalfinder"!

Guy Bass, übersetzt von Salah Naoura
Stichkopf und der Scheusalfinder
978-3-596-85565-0
Fischer KJB Verlag
Alter: 8+

Gruselig geht es zu in der Burg zu Grottenow. Dort lebt Erasmus, der verrückte Professor, und erschafft scheußliche Monster. Alle Leute im nahegelegenen Dorf Rafferskaff fürchten sich vor der Burg und meiden sie. Eines Tages kommt Schadalbert Scheusalfinder mit seinem Zirkus/Jahrmarkt/Kuriositäten-Kabinett voller Scheusale nach Rafferskaff, doch niemand im Dorf hat vor denen Angst. So erfährt er von den Monstern des Professors. Auf der Burg unterdessen lebt das kleine Ungeheuer Stichkopf. Stichkopf fühlt sich einsam und verlassen. Er war der beste Freund des Professors, als dieser noch ein Junge war und dessen erstes Monster, doch der Professor erinnert sich nicht mehr an ihn,hat ihn einfach vergessen. Stichkopf braut alle möglichen Tränke zusammen, um die anderen Monster nett zu machen und behandelt auch das neuste Monster, macht es mit Anti-Werwolf-Extrakt harmlos. Dieses neue Ungetüm hat nun selbst Angst vor Monstern und will Stichkopfs Freund sein. Plötzlich klopft ein Besucher an das Tor, der erste überhaupt. „Besucher unerwünscht!“, sagt Stichkopf. So kann Scheusalfinder, der Monster für seinen Jahrmarkt will, kein Geschäft machen und zieht wieder ab. Stichkopf ist immer noch traurig, doch sein Freund Ungetüm tröstet ihn und sagt ihm, er hielte doch hier alles zusammen, mache die Scheusale nett und ohne ihn wäre der Professor aufgeschmissen. Doch Stichkopf will lieber allein sein. Scheusalfinder gibt indes nicht auf. Jeden Abend kommt er wieder, versucht sogar mit einer Leiter auf die Zinnen zu steigen. Er sieht den betrübten Stichkopf und schmiedet einen Plan. Und der geht auf. Stichkopf fühlt sich geschmeichelt lässt sich einlullen. Jemand interessiert sich für ihn! Beim Jahrmarkt hätte er eine goldene Zukunft. Scheusalfinder lässt Flyer vom Himmel regnen, auf denen „Der unvergessliche Stichkopf“ steht, doch er nutzt den kleinen Kerl nur aus, damit er ihm das Tor öffnet. Er will richtige Monster. Dafür hat er das Mädchen Arabella aus dem Dorf entführt, damit der Verdacht auf den Professor fällt und der wütende Mob die Burg stürmt und er so leichter mit den Monstern fertig wird. Stichkopf hat Angst um seinen Professor und nutzt seine Tränke, um Scheusalfinder zu entkommen, mit der dadurch leicht schläfrigen Arabella im Schlepptau. Zusammen mit Ungetüm schmieden sie einen Plan. Die Monster müssen wieder furchterregend werden! Der Plan geht auf, doch dann erscheint plötzlich der Professor, irritiert von dem Chaos und verkündet: „Besucher unerwünscht!“. Scheusalfinder stopft ihn in einen Sack und will ihn verschleppen, damit er Monster für ihn macht, doch Stichkopf rettet ihn, indem er ein neues, riesiges Monster erweckt. Wird sich der Professor nach dieser Heldentat endlich an ihn erinnern? Wird das Monster den fiesen Scheusalfinder fressen oder kann der entkommen? Und was wird aus Stichkopfs neuen Freunden, Ungetüm und Arabella?
Auf meinem Leseexemplar befand sich eine Notiz, die da lautete: „So warmherzig wurden sie noch nie gegruselt!“, und dem kann ich nur voll und ganz zustimmen! Den kleinen Helden Stichkopf habe ich beim Lesen sofort ins Herz geschlossen. Wann kommt es schon mal vor, dass man von einer Kreatur à la Frankensteins Monster liest und sie am liebsten ganz fest knuddeln möchte? Stichkopf ist so einsam und deprimiert, dass er einem beim Lesen echt leid tut und man wünscht dem fiesen Scheusalfinder die Pest an den Hals, weil er den kleinen Kerl so gemein ausnutzt. Aber nicht, dass Ihr denkt, das wäre ein trauriges Buch. Zwischendurch wird es monstermäßig spannend und ungeheuer lustig ;-).
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 19. März 2014

"28 Tage lang"

Opferst Du Dein Leben für andere oder andere für Dein Leben?: "28 Tage lang"!

David Safier
28 Tage lang
978-3-499-21174-4
rororo Rotfuchs Verlag
Alter: 13+

Die sechzehnjährige Mira lebt mit ihrer Mutter und ihrer zwölfjährigen Schwester Hannah im Warschauer Ghetto. Um ihre Familie zu ernähren, schmuggelt sie Lebensmittel. Sie lernt heimlich Englisch, indem sie englische Bücher liest und träumt von einem Leben in Amerika. Sie ist verliebt in den sanftmütigen Daniel, eines von Korczaks Waisenkindern. Doch dann trifft sie Amos, den Widerstandskämpfer, der ihr mit einem Kuss das Leben rettet. Durch Zufall entdeckt Mira die Flugblattdruckerei von Amos und seiner Gruppe und wird dabei von dessen Freundin Esther angegriffen. Miras Vater ist tot. Er hat sich aus dem Fenster gestürzt. Ihr älterer Bruder Simon ist für sie ein Verräter, weil er für die Judenpolizei arbeitet. Die Situation im Ghetto verschlimmert sich. Mira kann nicht mehr zum Schmuggeln raus. Nur Juden mit Arbeitsbescheinigung dürfen bleiben, der Rest wird deportiert. Erste Gerüchte über KZs kommen auf. Mira schlägt Daniel nieder, damit er nicht mit den anderen Waisen in den Tod geht. Mira hingegen wird von Simon zusammengeschlagen, damit sie nicht von der SS erschossen wird. Sie erzählt ihrer Mutter nichts davon. Simon besorgt für die Mutter eine gefälschte Arbeitsbescheinigung und als die sie nicht mehr schützen kann, baut er die Speisekammer zu einem Versteck um und stellt einen Schrank davor. Es ist eng, aber die drei passen gerade so hinein. Um ihnen im Versteck die Zeit zu vertreiben, erzählt Hannah von den 777 Inseln und von der Auserwählten Hannah, die mit Ben Rothaar, Kapitän Karotte und einem Werwolf gegen den bösen Spiegelmeister kämpft. Hannah hat wirklich einen Freund namens Ben, einen stotternden 15jährigen, der total in sie verknallt ist. Eines Tages taucht Miras beste Freundin Ruth auf, die als Prostituierte für einen Mafiaboss arbeitete. Von ihm wurde sie gerade aus Treblinka freigekauft, wo sie vergewaltigt und gebrochen wurde. Sie ist nicht mehr dieselbe, hustet ständig und behauptet, sie hätte die Toten eingeatmet. Ruth darf mit ins Versteck. Als das Haus durchsucht wird, opfert sich Mira, damit die anderen nicht entdeckt werden. Auf dem großen Platz, wo die Selektion stattfindet, drückt ihr eine Mutter ihr Baby in den Arm. Die Mutter hat eine Marke und darf gehen. Das Baby ist zum Tode verurteilt und die Mutter lässt es zurück. Mira trifft Amos wieder, der eigentlich jemand anderen freikaufen wollte, den aber nicht finden kann und nun stattdessen Mira befreit. Sie schließt sich dem Widerstand an, nachdem sie die Leichen von Hannah, Ruth und ihrer Mutter im Versteck gefunden hat. Erste Aktionen der Gruppe scheitern, da sie zu wenig Waffen haben. Mira und Amos werden als Paar getarnt auf die polnische Seite geschickt, um Waffen zu beschaffen und werden auch in Wirklichkeit ein Paar, sehr zum Unwillen von Esther. Es folgen Kämpfe. Mira erschießt den fetten SS-Mann, der sie vergewaltigen wollte. Amos trifft fast Schreibtisch des Kommandanten mit einer Granate. Ben Rothaar erschießt einen kleinen Jungen, der ihr Versteck verraten wollte und opfert sich dann, damit die anderen fliehen können. Sie verstecken sich in einem Bunker, wo sie Daniel und Rebecca, das kleine Waisenmädchen mit der Murmel, treffen. Die SS zündet die Häuser an. Der Widerstand hält 28 Tage lang die Stellung, viel länger als erwartet. Dann fliehen sie durch die Kanalisation. Werden sie überleben?
Nicht alle Juden waren wie Schlachtvieh und gaben kampflos auf. Es gab Widerstand! Das zeigt diese Geschichte. Die Figuren sind zwar fiktiv, aber das historische Umfeld ist korrekt dargestellt. Vor allem geht es hier um die Frage: Wer willst Du sein? Opferst Du Dich für andere oder andere für Dich? Mira muss sich entscheiden, nicht nur zwischen Daniel und Amos. Ein beeindruckendes Buch, das einen so schnell nicht wieder loslässt. Parallel zur Jugendbuchausgabe erscheint eine Ausgabe für erwachsenen Leser mit leicht abgewandeltem Cover im Kindler Verlag.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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http://www.ravensbuch.de/index.php?name=bestellen&op=detail&EAN=9783499211744