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Mittwoch, 12. Februar 2014

"Alles andere als normal"

Lukas und Jule: "Alles andere als normal"!

Jörg Isermeyer
Alles andere als normal
978-3-407-82047-1
Beltz Verlag
Alter: 10+

Lukas Erdmann ist ganz normaler Junge, mal abgesehen davon, dass er ein extremer Star Wars Fan ist. Eines Tages trifft er das seltsame Mädchen Jule, das auf einer Mauer steht und durch ein Fenster in eine Wohnung schaut. Jules Hobby ist es, Leute zu observieren ohne erwischt zu werden. Dank Lukas Klingelton, dem Brüllen von Jabba aus Star Wars, wird sie jedoch diesmal bemerkt. Jule kommt mit zu Lukas und bleibt zum Abendessen. Sie geht auf eine andere Schule, die sie jedoch meistens schwänzt, weil sie dort große Probleme hat, speziell mit ihrer fiesen Mathe-Lehrerin. Lukas will herausfinden, wo sie wohnt und spioniert ihr hinterher, doch sie als Beschattungsexpertin entdeckt ihn natürlich. Sie beschatten gemeinsam Leute und sie zeigt ihm, worauf es ankommt. Dabei entdecken sie zufällig eine Werkstatt mit geklauten Fahrrädern. Jetzt ist es kein Spiel mehr. Zu Jules Entsetzen scheint ihr Bruder Tim in diese Geschichte verwickelt zu sein. Ihrer Mutter gegenüber hatte er behauptet, er hätte einen Job. Ihr Vater ist abgehauen und zahlt nichts, während sich die Mutter bei LIDL zu Tode schuftet. Das Geld reicht vorne und hinten nicht. Jule kann jedoch nicht zur Polizei, ihr Bruder fälscht immerhin für sie die Unterschrift der Mutter wenn sie schwänzt. Auch Lukas darf Jule und ihren Bruder nicht verraten. Tim weiß, dass Jule Bescheid weiß. Dann taucht auch noch ihr Lehrer Weinert bei ihr auf, als ihre Mutter gerade nachhause kommt. Lukas erzählt inzwischen seiner Mutter von einer Geschichte, die Jule und er sich angeblich zusammen-gesponnen haben bevor sie sich gestritten haben. Leider versteht die Mutter alles falsch und glaubt nun, dass Jule klaut. Jule rennt weg, als ihre Schwänzerei auffliegt und versteckt sich im Müllcontainer. Tim verfolgt sie, da er glaubt, dass sie ihn zu Lukas führen wird, doch sie kann ihn abhängen und gelangt zu Lukas Wohnung, wo sie auf seine Mutter trifft. Sie ahnt nicht, dass Lukas gerade bei ihr vor der Tür steht. Lukas Mutter konfrontiert Jule mit dem, was sie angeblich über den Diebstahl weiß und verlangt, dass sie ihn nicht in solche Sachen mit reinzieht. Jule leugnet natürlich alles, also schleppt sie sie gleich zur Polizei. Bei der Polizei treffen dann nach und nach alle Beteiligten ein, was erst einmal für Verwirrung und Chaos sorgt. Der von Lukas beschattete Tim platzt herein, als Lukas Mutter gerade Anzeige gegen Jule erstatten will, weil er seine Schwester sucht und eine Suchmeldung aufgegeben will. Dann kommt Lukas dazu, der so tut, als sei er der Dieb und will sich der Polizei stellen, was seine Mutter völlig verwirrt. Dann taucht auch noch Jules Mutter auf, die gar nicht weiß, was eigentlich los ist. Lukas soll endlich Licht in die Sache bringen und die Wahrheit sagen, aber er verrät Tim nicht. Der stellt sich aber schließlich selber und macht Schluss mit seinem neuen „Job“. Er weiß aber, dass seine Kumpels ihn nicht so einfach aussteigen lassen werden. Trotz des ganzen Ärgers ist ihm jedoch seine Schwester Jule wichtiger als das schnelle Geld. Er bekommt Sozialstunden aufgebrummt und muss ausgerechnet in einer Fahrradwerkstatt arbeiten. Vielleicht wird er später sogar dort weiterarbeiten. Jule redet endlich einmal Klartext mit ihrer Mutter. Sie will ein richtiges Zuhause haben, eine Familie die gemeinsam isst etc.. Außerdem erzählt sie endlich von ihren Problemen in der Schule und der doofen Mathe-Lehrerin. Lukas beschließt, Jule Nachhilfe zu geben, damit ihr die Schule keine Bauchschmerzen mehr macht und sie gucken zusammen Star Wars. Jules Mutter wird eine Fortbildung machen, um einen besseren Job zu bekommen. Wird nun alles gut?
Eine tolle Freundschaftsgeschichte, die aus zwei unterschiedlichen Perspektiven erzählt wird. Auf den weißen Seiten erzählt Lukas und auf den grauen Seiten Jule. Star Wars Fans werden die vielen Anspielungen darauf lieben und wer damit gar nichts am Hut hat, findet im Anhang ein Star Wars Lexikon.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 5. Februar 2014

"Eve & Adam"

Gibt es den perfekten Menschen?: "Eve & Adam"!

Katherine Applegate & Michael Grant, übersetzt von Wolfram Ströle
Eve & Adam
978-3-473-40104-8
Ravensburger Verlag
Alter: 14+

Nach einem schrecklichen Verkehrsunfall liegt Evening (Eve) schwer verletzt im Krankenhaus, wo die Ärzte ihr abgetrenntes Bein re-implantiert haben. Kurz darauf taucht ihre Mutter, Terra Spiker, auf, um Eve in die Klinik ihres Forschungsinstitutes Spiker Biopharm verlegen zu lassen. In Begleitung der eiskalten Geschäftsfrau befindet sich auch der junge Solo Plissken, der in ihrer Firma als Laufbursche für alles arbeitet. Eve erholt sich schnell, überraschend schnell. Um sie während ihrer Genesungszeit sinnvoll zu beschäftigen, lässt ihre Mutter sie an einem neuen Projekt mitarbeiten. Mit Hilfe einer einfachen Software, soll sie aus DNS-Bausteinen einen Menschen „erschaffen“. Eve, die auch gern zeichnet und kreativ ist, hat Spaß an diesem Projekt. Stück für Stück baut sie sich ihren „Adam“ zusammen. Unterdessen ist Eves beste Freundin Aislin, bzw. deren Freund Maddox, in Schwierigkeiten. Maddox dealt mit Drogen und hat sich mit den falschen Leuten eingelassen. Eve kann ihre Mutter, die Aislin für einen schlechten Umgang hält, nicht um Hilfe bitten, also flieht sie mit Solo aus der Klinik, um ihrer Freundin beizustehen. Solo und Eve kommen sich näher, doch Eve ahnt nichts von Solos Vergangenheit und seinen Plänen. Er sammelt Beweise gegen Spiker Biopharm, da dort verwerfliche und verbotene Experimente vorgenommen werden. Solo ist es auch, der Eve schließlich gesteht, warum sie so schnell gesund geworden ist und nach wenigen Tagen sogar schon wieder laufen konnte. Sie ist genetisch modifiziert. Das ist jedoch nicht das einzige Geheimnis, das ihre skrupellose Mutter und ihre Firma hüten. Beim Versuch, weitere Daten als Beweise zu stehlen, wird Solo erwischt und flieht gemeinsam mit Eve. Sie verstecken sich im alten Atelier von Eves verstorbenem Vater und begreifen langsam die Zusammenhänge, bei denen auch der Tod von Eves Vater und der von Solos Eltern eine Rolle spielt. Solo bricht auf, um die brisanten Daten von einem USB-Stick auf einen Computer zu laden und an die Medien weiterzuleiten. Währenddessen bekommt Eve überraschenden Besuch. Plötzlich steht ihre Schöpfung „Adam“ leibhaftig vor ihr und bittet sie, mit ihm zurückzukehren. „Adam“ hat Gefühle für seine Schöpferin, doch Eve findet ihn zu perfekt. Er hat zwar genauso schöne, blaue Augen wie Solo, aber sie empfindet anders, wenn sie in diese Augen blickt. Und der Kuss von „Adam“? Kein Vergleich mit Solo! Aislin, die mal wieder dank Maddox im Schlamassel steckt, ist ganz angetan von „Adam“, wie auch der Großteil der Leute, die sie unterwegs treffen, egal ob weiblich oder männlich. Er beeindruckt sie mit seiner absoluten Perfektion. Solo gerät unterdessen in die Gewalt einiger Wissenschaftler von Biopharm und erfährt nun auch die letzten, dunklen Geheimnisse. Um ihn zum Schweigen zu bringen, wollen sie ihm etwas Schreckliches antun. Da tauchen Eve, „Adam“ und Aislin bei Biopharm auf … .
Ein überaus spannendes und beeindruckendes Buch, das auf erschreckende Weise zeigt, was man mit Genmanipulation erreichen kann. Ich nehme an, dass es nur wenige Jahre in der Zukunft spielt (wahrscheinlich sobald USB-Sticks wirklich als „veraltete“ Technik gelten) und das kann einem schon Angst machen. Die Bilder, die Eve und Solo zu Gesicht bekommen, grüne Schweine, Welpen mit Menschenohren oder Mädchen mit zwei Gesichtern, stelle ich mit grauenhaft vor. Einen perfekten Menschen zu schaffen, ist das überhaupt „richtig“? Gute Frage! Komplizierte Frage! Eine Zukunft mit Designermenschen? Andererseits kann man ja mit Hilfe der Gentechnik auch viel Gutes erreichen wie zum Beispiel Krankheiten heilen. Aber wie weit darf man dafür gehen? Würde ich eine unkaputtbare Bauchspeicheldrüse, mit der ich meinem Diabetes für immer Leb wohl sagen könnte, ablehnen, wenn sie auf dem Rücken eines kleinen, niedlichen und unschuldigen Kätzchens oder so wachsen würde? Auf jeden Fall macht die Geschichte nachdenklich, aber auch Spannung und Romantik kommen nicht zu kurz. Obwohl das Buch ja „Eve & Adam“ heißt, sind ganz klar Eve und Solo das wahre Traumpaar, denn auf Perfektion kommt es in der Liebe nicht an. Ein ganz tolles Buch!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Die Wahrheit, wie Delly sie sieht"

Absolut "dellytastisch": "Die Wahrheit, wie Delly sie sieht!

Katherine Hannigan, übersetzt von Susanne Hornfeck
Die Wahrheit, wie Delly sie sieht
978-3-446-24513-6
Hanser Verlag
Alter: 10+

Die kleine, rothaarige Delly Pattison ist rotzfrech und hat immerzu Ärger. Allerdings versteht sie gar nicht warum. Sie befreit Hühner, stibitzt Brownies, entführt ein Kanu und endet meistens auf dem Rücksitz von Verena Tibbets Streifenwagen. Das nennt sie dann „Dellyquentenfahrt“. Sie denkt sich ständig eigene lustige Wörter aus wie „Verdammdusselig“ und „Schissel“ (eine ausführliche Liste findet Ihr im Anhang des Buches) und hat das „Unfluchikon“ erfunden. Das ist ein Buch, in dem sie Alternativen zu Schimpfwörtern aufschreibt, für die man dann keinen Ärger bekommt. Auch in der Schule gerät Delly ständig in Schwierigkeiten, die meist mit Danny Novelos zu tun haben. Eigentlich mag Danny Delly, hat aber eine merkwürdige Art das zu zeigen, so dass es meist in einer Prügelei endet. Eines Tages hat Delly das Gefühl, dass sie heute ein „Überraschenk“ bekommen wird. Das ist der Tag, an dem Ferris Boyd neu in die Stadt zieht. Ferris ist ein Mädchen, sieht aber aus wie ein Junge und ist ein bisschen seltsam. Sie spricht nicht und man darf sie nicht berühren. Sie mag Tiere und die kommen auch gern zu ihr, egal ob Katzen, Vögel oder Eichhörnchen. Brud Kinney, der Basketball liebt, freundet sich mit Ferris an und spielt jeden Sonntag mit seinem „neuen Freund“ Basketball. Er ahnt nicht, dass Ferris ein Mädchen ist. Es macht Brud nichts aus, dass Ferris nichts sagt, denn er selbst stottert und wird deswegen gemobbt, vor allem von Danny Novelos. Delly versucht inzwischen, Ärger zu vermeiden und sich zu bessern. Sie merkt, dass es hilft, zu zählen und dass man manchmal einfach nur vorher fragen muss. Ihre Eltern sind ganz entzückt über ihre Fortschritte, aber ihre Geschwister trauen dem Frieden nicht so recht. Delly hat eine ganze Menge Geschwister, die alle nach Städten benannt sind (So was ist auch nur in Amerika erlaubt ;-) ): Dallas, Tallahassee, Montana, Galveston und RB. Sie selbst heißt eigentlich Delaware. In der Schule freundet sich Delly irgendwann mit Ferris und entdeckt deren geheimen „Verschlupf“. Dort gibt es ein Baumhaus, das die beiden zu einer regelrechten Festung umbauen. Denn Ferris braucht eine Festung. Ihren Eltern erzählt Delly etwas von einem angeblichen Schulprojekt, um ihre ständige Abwesenheit zu erklären. Auch in den Ferien sind Delly und Ferris ständig zusammen, doch Delly ist nicht begeistert, dass ihr kleiner Bruder RB sich immer wie eine Klette an die beiden hängt. Ferris mag RB. Das geht so weit, dass er sich sogar an sie lehnen darf, wenn sie im Baumhaus sitzen und lesen. Wenn jedoch der Mann im grünen Impala bei Ferris vorfährt, ist sie wie verwandelt. Vor ihm scheint sie furchtbare Angst zu haben. Bald findet Delly auch heraus, warum das so ist. Als die Kinder zusammen schwimmen gehen, sieht Delly die Striemen und blauen Flecken auf Ferris Körper. Sie wird von ihrem Vater, dem Mann im grünen Impala, misshandelt. Delly will ihrer Mutter von Ferris und deren Problemen erzählen, weiß aber nicht wie. Schon lange hatte Delly keinen Ärger mehr, doch jetzt steht sie wieder kurz davor. Danny outet Ferris vor Brud als Mädchen und Brud läuft weg. Er geht jetzt nicht mehr zu Ferris zum Basketballspielen. Der fiese Danny beschimpft Ferris als „Es“ und legt sich auch mit Delly an. Ferris spricht um Delly vor ihm zu retten. Als herauskommt, dass Ferris nicht stumm ist, will ihr Vater sofort mit ihr wegziehen, doch Ferris haut ab und versteckt sich. Delly sagt endlich die Wahrheit und sucht mit Polizistin Verena nach Ferris. Sie wollen sie vor ihrem Vater beschützen. Aber erst einmal müssen sie Ferris finden … .
Ein beeindruckendes Buch, trotz des schwierigen Themas! Anfangs konnte ich Delly nicht wirklich leiden. Sie ist genau wie diese ungezogenen Rotzlöffel, die mich in der Kinderbuchabteilung immer zur Verzweiflung treiben ;-). Als sie sich dann ändert und die Freundschaft mit Ferris beginnt, hat sich meine Einstellung dann geändert. Ich war so begeistert von der Geschichte, dass ich das Buch in einem Rutsch fertig gelesen habe. Vor allem wollte ich wissen, ob es ein Happy End gibt.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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http://www.ravensbuch.de/index.php?name=bestellen&op=detail&EAN=9783446245136

"Schwupp und weg"

Bist Du reif für die Schlender-Insel?: "Schwupp und weg"!

Philip Reeve und Sarah McIntyre, übersetzt von Yvonne Hergane
Schwupp und weg
978-3-7915-1702-5
Dressler Verlag
Alter: 8+

Der zehnjährige Oliver wächst in einer echten Entdeckerfamilie auf. Er war schon überall, hat eine Menge erlebt und weiß so einiges. Nun haben Olivers Eltern ein Haus in der Tiefwasserbucht gekauft, weil es nichts mehr zu entdecken gibt und sie sich dort zur Ruhe setzen wollen. Für Oliver ist das alles neu. Zum ersten Mal in seinem Leben hat er ein eigenes Zimmer. Bald wird er zur Schule gehen und Freunde haben, wie die normalen Kinder. Seine Eltern halten jedoch die Ruhe im Haus keine fünf Minuten aus und ziehen los, um die winzigen Inseln in der Bucht zu erforschen. Dann sind sie plötzlich alle verschwunden, die Eltern und die Inseln! Oliver gerät jedoch nicht in Panik, sondern schnappt sich einfach das Schlauchboot und zieht los, um seine Eltern zu suchen. Auf seiner Suche begegnet er auf einer kleinen Insel dem Albatros Mr. Culpeper, der ihm von den Schlender-Inseln erzählt, die nie lange an der selben Stelle bleiben. Er vermutet sofort, dass genau diese Inseln mitsamt seinen Eltern davon-geschlendert sind. Was er jedoch nicht ahnt, auch er befindet sich im Moment auf einer Schlender-Insel. Dann stößt er mit der kurzsichtigen Meerjungfrau Iris zusammen, die verzweifelt auf der Suche nach dem Strandoptiker in der Weitsichtbucht ist. Gemeinsam ermutigen sie die kleine Insel, die sie Cliff getauft haben, bei der Nacht der Meermähnen mitzumachen. Dabei wird jedes Jahr die Insel mit dem prächtigsten Kopfschmuck zum Anführer gewählt. Die Inseln schmücken sich kunstvoll mit Treibgut und jede will die Schönste sein. Der kleine Cliff hat mit etwas Tang, einem Schlauchboot, einem Albatros-Nest und einem Jungen auf dem Kopf nicht gerade die besten Chancen. Allerdings muss Oliver dringend zu dem Wettbewerb in den Heiligen Seichtwässern gelangen, da er dort höchstwahrscheinlich seine Eltern finden wird. Also pimpt er mit Iris Hilfe die Insel Cliff auf. Iris ist es auch, die eine geniale Idee für einen außergewöhnlichen Kopfschmuck hat. Auf dem Meeresgrund hat sie einen Meermalwurf, dabei handelt es sich um ein U-Boot, gefunden. Mit vereinten Kräften holen sie den Meermaulwurf an die Oberfläche und drapieren ihn auf Cliff. Auf geht’s zu den Heiligen Seichtwässern. Als sie jedoch den ersten anderen Inseln begegnen, verliert Cliff den Mut. Alle sind viel größer und prächtiger. Besonders gemein zu ihm ist eine riesige Insel, die eine komplette Tempelanlage mit Statuen und einem ganzen Wald auf dem Kopf trägt. Diese Insel, die sich Blutfels nennt, hat auch Olivers Eltern gekidnappt und tägt sie jetzt in Glaskugeln eingesperrt als Schmuck. Auf der Insel lebt der Junge Stacey de Lacey. Ja, ein Junge, trotz des Mädchennamens. Er wurde immer deswegen verspottet und hat sich zu einem richtigen Fiesling entwickelt. Stacey kommandiert die Armee der Seegrasaffen und genießt es, Befehle zu erteilen, ein kleiner Tyrann mit eigener Insel. Blutfels, der auch schon die anderen Inseln beklaut hat, nimmt Cliff sein Wrack weg, so das der ärmste jetzt ganz kahl ist. Oliver schmiedet einen Plan, wie er seine Eltern retten kann und folgt der fiesen Insel Blutfels, während Iris im Schlauchboot schläft. Er wird von den Seegrasaffen verfolgt, es kommt zur Konfrontation mit Stacey und plötzlich ist auch Oliver ein Gefangener. Die völlig unmusikalische Iris landet unterdessen beim Meerjungfrauen-Gesangsteam des Inselwettbewerbs. Kann sie Oliver noch rechtzeitig zur Rettung eilen? Können sie Olivers Eltern befreien? Und wer gewinnt den Wettbewerb der Meermähnen? Und bekommt Iris endlich eine Brille?
Eine spannende und total lustige Abenteuergeschichte! Meine absolute Lieblingsfigur ist Iris, die einfach nicht so die typische Meerjungfrau ist. Die ganze Idee mit den Schlender-Inseln fand ich einfach genial. Witzig sind übrigens auch die vielen tollen Illustrationen, die das Buch zu einem wahren Lesevergnügen machen, gerade für die jüngeren Leser.
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 29. Januar 2014

"Schneeweiß, blutrot"

Tod in der Berghütte: "Schneeweiß, blutrot"!

Susanne Mischke
Schneeweiß, blutrot (Arena X-Thriller)
978-3-401-06845-9
Arena Verlag
Alter: 14+

Nach dem Abi geht Milenas Clique getrennte Wege, sie studieren in verschiedenen Städten und haben nicht mehr so viel Kontakt wie früher. Zu Silvester lädt Vincent alle in die Berghütte seines Onkels ein. Die Hütte liegt in der Schweiz, fernab der Zivilisation, ohne Handyempfang, ohne Luxus. Milena hat gerade mit ihrem Freund Lukas Schluss gemacht und denkt sich, dass dieser Kurztrip mit den alten Freunden sie etwas ablenken würde. Nach und nach treffen sie sich im Zug und steigen dann hoch zur Hütte, wobei sie das gefährliche Höllenjoch überqueren müssen. Der Materiallift streikt, die Vorräte reichen wohl gerade so (sonst kann Vincent auch etwas jagen) und es beginnt zu schneien. Die Stimmung in der Hütte ist nicht die Beste. Milena fällt auf, wie sehr sich ihre Freunde verändert haben. Vanessa hat sich ihre asiatischen Augen operieren lassen, Cornelius ist noch versnobter geworden, Carlotta hat ganz schön zugelegt, Philipp sieht auf einmal richtig gut aus, so ohne Pickel, Marvin ist gewachsen und hat Muskeln, Nina hat eine Kurzhaarfrisur und Dragan trägt einen Bart, der jeden Taliban vor Neid erblassen lassen würde. Aber hat Milena sich selbst nicht auch verändert? Schon am nächsten Tag macht sich Carlotta aus dem Staub, da sie es nicht mehr aushält, ohne ihren geliebten Freund Ely zu sein. Was die anderen nicht ahnen ist, dass sie es nicht bis ins Dorf geschafft hat, sondern im Höllenjoch abgestürzt ist. Vincent geht mit einer kleinen Gruppe auf die Jagd und schießt eine Gams für das Silvesteressen. Doch am Silvesterabend kommt es zu einem Streit. Plötzlich dreht sich das Tischgespräch um Till, den Außenseiter aus ihrer früheren Klasse, der sich umgebracht hat. Milena hatte ihn damals am Dachbalken seines Zimmers hängend gefunden. Cornelius gesteht, dass er sich schuldig fühlt, weil er den schizophrenen Jungen ausgenutzt und ihm teuer „Wundermittel“ gegen Lauschangriffe und Verfolgungen verkauft hat. Die anderen beschließen, dass er dafür bestraft werden sollte und verbannen ihn für 24 Stunden aus der Hütte. Doch auch nach Ablauf der Zeit taucht Cornelius nicht wieder auf. Dafür schleicht eine unheimliche Gestalt durch den Wald. Ist an der Legende von Nachtrugeler doch etwas dran? Auf der Suche nach Cornelius tritt Vincent in eine Tierfalle. Auch im zweiten Suchteam gibt es einen Verletzten, Dragan, der plötzlich einen Pfeil im Rücken hat. Vanessa, die sich heimlich davongeschlichen hat, wird am Höllenjoch ebenfalls mit Pfeilen beschossen. Währenddessen liegt Milena mit einer schweren Erkältung in der Hütte und sieht seltsame Wesen vor dem Fenster. Ein Fiebertraum? Als ein paar der Anderen zurückkehren, finden sie Cornelius im Schuppen - mit einer Axt im Schädel! Ist einer von ihnen ein Mörder? Auf Milenas Pullover ist Blut, was sie zur Hauptverdächtigen macht. Unterdessen erwacht die schwer verletzte Carlotta im Höllenjoch und kann sich an nichts erinnern. Nina und Philipp machen eine Entdeckung, die alles verändert und die einen aus der Gruppe als Lügner enttarnt. Doch ist der Lügner gleichzeitig auch der Mörder?
Dieser Krimi hat es echt in sich. Anfangs kam es mir gar nicht krimimäßig vor, aber dann wächst die Spannung mit jeder Seite. Verdächtige gibt es genug und der wahre Mörder wird erst ganz zum Schluss enttarnt. Jede Figur hat ihre eigene Geschichte und ihre eigenen Probleme, als Gruppe zusammengepfercht ergeben sich so unvorhersehbare Komplikationen. Die Handlung ist sehr vielschichtig und es kommt nie Langeweile auf, obwohl der eigentliche Mord erst gegen Ende passiert. Ein typischer „X-Thriller“, für alle „fortgeschrittenen“ Leser der beliebten „Arena-Thriller“!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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