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Mittwoch, 28. Februar 2018

"City of Thieves"

Auch in der Hitze Afrikas wird Rache am besten kalt serviert: "City of Thieves"!

Natalie C. Anderson, übersetzt von Beate Schäfer
City of Thieves
978-3-423-74033-3
dtv junior Verlag
Alter: 14+

Die jetzt sechzehnjährige Tina floh als Fünfjährige mit ihrer Mutter aus dem Kongo, und die beiden fanden in Kenia eine neue Heimat. Doch nun ist ihre Mutter tot, sie wurde vor einigen Jahren ermordet, und Tina hat sich vorgenommen, ihren ihren Tod zu rächen. Tina hat jetzt nur noch ihre Halbschwester Kiki, die sie in einer Klosterschule untergebracht hat, und die sie manchmal heimlich besucht und ihr kleine Geschenke zusteckt. Um auf der Straße zu überleben, hat sich Tina einer Gang angeschlossen. Tina ist eine begabte Diebin, und ihr Gang-Kollege Boyboy ist ein Computergenie, einer der besten Hacker Ostafrikas. Eines Tages begeht die Gang einen Einbruch in die Villa von Greyhill, dem früheren Arbeitgeber von Tinas Mutter. Boyboy schaltet das Sicherheitssystem aus, und Tina, die nicht umsonst den Spitznamen Tiny Girl hat, quetscht sich durchs Fenster. Als sie Daten von Greyhills Festplatte kopiert, wird sie von Michael, Greyhills Sohn, erwischt, der eigentlich im Internat sein sollte. Als Kinder waren die beiden die besten Freunde. Er hat sie seit Jahren nicht gesehen und sich Sorgen um sie und Kiki gemacht, die schließlich auch seine Halbschwester ist. Statt Tina den Wachleuten auszuliefern, sperrt er sie im Panikraum ein. Tina konfrontiert ihn damit, dass sein Vater ihre Mutter ermordet hat. Zumindest ist sie fest davon überzeugt, dass er es war, denn er hat sie am Tag davor bedroht. Tina hat geplant, zunächst Greyhills dunkle Machenschaften (Waffenhandel mit Terroristen, Blutgeldwäsche in seinen Minen …) aufzudecken, dann sein ganzes Geld zu kassieren und ihn schließlich zu töten. Michael ist jedoch fest von der Unschuld seines Vaters überzeugt. Er will auch Tina davon überzeugen und bietet ihr an, ein Video zu besorgen, das seinen Vater entlastet. Um den wahren Mörder zu finden, wollen sie den Fall gemeinsam untersuchen. Es ist nicht nur wichtig herauszufinden, wer Tinas Mutter ermordet hat, sondern auch warum derjenige es getan hat. Hatte sie Feinde? Was war das Motiv? Warum hat Tinas Mutter bei ihrem Asylantrag falsche Angaben gemacht? Seinen Eltern erzählt Michael, dass er Tina am Flughafen wiedergetroffen hat, dass sie in Frankreich auf ein Internat geht, und dass er sie für ein paar Tage zu sich eingeladen hat. Lächelnd spielt Tina das Spiel mit, obwohl sie Michaels Vater am liebsten an die Gurgel springen würde. Tina und Michael suchen einen belgischen Reporter auf, der Tinas Mutter kannte, und Tina wird klar, wie wenig sie eigentlich über ihre Mutter und deren Vergangenheit im Kongo weiß. Dann treffen sie sich mit Boyboy. Tina beschließt, in den Kongo zu reisen, um dort die ganze Wahrheit über ihre Mutter herauszufinden. Im Kongo soll sich auch Mwika, der ehemalige Sicherheitschef von Greyhill, aufhalten, der das besagte Video besitzt. Mit einem Bananenlaster fahren Tina, Boyboy und Michael über die Grenze und erreichen schließlich Tinas Heimatdorf, wo sie im Gästehaus einer Klinik unterkommen. Schwester Dorothy erinnert sich gut an Tinas Mutter, die damals in der Klinik als Schwesternschülerin gearbeitet hat. Sie erzählt Tina, dass ihre Mutter, deren beste Freundin und einige andere Frauen von den Rebellen verschleppt wurden. Tinas Mutter wurde mehrfach vergewaltigt und wurde schwanger, mit Tina! Tina sucht Cathi auf, die Freundin ihrer Mutter, doch die will zunächst nicht reden. Leider stellt sich heraus, dass Mwika schon seit 2 Jahren tot ist, doch Boyboy kann sich in seine Mails hacken, findet das Video, und Tina sieht, wie ihre Mutter ermordet wurde, und dass es nicht Greyhill war … !
Ein hochspannender Thriller aus Afrika, den ich nicht mehr aus der Hand legen konnte!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Mord erster Klasse"

Im Orient-Express geht ein Mörder um: "Mord erster Klasse"!

Robin Stevens, übersetzt von Nadine Mannchen
Mord erster Klasse (der 3. Fall von Wells & Wong)
978-3-95728-053-4
Knesebeck Verlag
Alter: 12+

Sommerferien 1935: nach den „mörderischen“ Osterferien soll es diesmal ruhiger zugehen bei den Freundinnen Hazel Wong und Daisy Wells. Hazels Vater, der Bankdirektor, kommt extra aus Hongkong angereist und nimmt Hazel und Daisy mit auf eine Zugfahrt quer durch Europa. Hetty, das Hausmädchen der Familie Wells begleitet sie als Kindermädchen, und Mr Wongs Assistent Maxwell ist auch mit von der Partie. Zunächst fahren sie mit der Fähre von Dover nach Calais, und Hazel wird seekrank. Dann besteigen sie den berühmten Orient-Express, der von Calais bis nach Istanbul fährt. Der Zug gleicht einem fahrenden Luxushotel. Beim Einsteigen haben sie gleich eine unangenehme Begegnung mit Mr Daunt, der Hazel und ihren Vater aufgrund ihrer asiatischen Gesichtszüge für Dienstboten hält. Außer Mr. Daunt und seiner Frau steigen auch noch eine russische Gräfin und deren Enkel Alexander ein, sowie der Zauberkünstler Il Mysterioso, das Medium Madame Melinda und der Krimiautor Mr Strange. Der ist zufällig der Bruder von Mrs Daunt und nicht allzu gut auf sie zu sprechen, da sie alles erbte und er nichts. Dann ist da noch Mrs Vitellius, die Gattin eines Kupfermagnaten, in der Hazel und Daisy aber sofort Mrs Livedon erkennen, die Undercover-Ermittlerin für die englische Polizei, die sie bei ihrem letzten Fall kennengelernt haben. Sie bittet die Mädchen, Stillschweigen über ihre wahre Identität zu bewahren und sich keinesfalls in ihre Mission einzumischen. Sie sucht im Zug nach einem Spion, der sich „Auster“ nennt und vorhat, geheime Papiere an die Deutschen weiterzugeben, wahrscheinlich bei ihrem Stopp in Belgrad. Trotz der Warnung quetschen die Mädchen schon alsbald den Schaffner aus und erstellen heimlich Listen mit Verdächtigen. Kaum ist der Zug unterwegs, gibt es schon Aufruhr im Speisewagen. Die Gräfin behauptet, der Rubin, der Mrs Daunts Collier schmückt, würde rechtmäßig ihr gehören. Bald darauf streiten sich Mr Daunt und seine Frau, weil sie mithilfe von Madame Melinda Kontakt mit ihrer toten Mutter aufnehmen will und er dagegen ist, weil er das Medium für eine Scharlatanin hält. Mrs Daunt rauscht wütend aus dem Wagen, kurz darauf ertönt ein Schrei. Jemand hat sie ermordet! Ihre Kehle wurde durchgeschnitten. Mr Stranges Messer liegt neben der Leiche. Dafür ist das Collier spurlos verschwunden. Die Tür war jedoch von innen verschlossen und muss erst aufgebrochen werden. Hazels Vater, Hetty und Mrs Livedon wollen die Mädchen vom Ermitteln abhalten, mit mäßigem Erfolg. Offiziell ermittelt Dr. Sandwich, ein schottischer Arzt und Hobbydetektiv. Er nimmt Alexander als Assistenten, denn Alexander will einmal Detektiv werden. Hazel und Daisy heucheln Desinteresse an diesem Thema, doch sie erstellen Listen von Verdächtigen, Alibis und Motiven, während sie so tun, als lösen sie Kreuzworträtsel. Daisy meint, der Zeitpunkt des Mordes sei perfekt gewählt gewesen. Während der Strecke durch Jugoslawien ist keine Polizei an Bord. Das weiß jeder, der einmal „Mord im Orient-Express“ gelesen hat. Wegen einer Bombenexplosion auf den Schienen wird der Zug gestoppt, zur Sicherheit der Passagiere wird die Fahrt erst mal unterbrochen. Hazel und Daisy nutzen die Zeit zum Ermitteln, entdecken seltsame Papiere bei Il Mysterioso, finden Mrs Daunts Testament und hören heimlich unter dem Tisch zu, wie Sandwich und Alexander Melinda und die Gräfin befragen. Doch wird es ihnen gelingen, den Mörder zu erwischen? Und was ist mit dem Spion? Oder ist es derselbe?
Mörderisch gute Krimi-Spannung! Die ideale Lektüre für lange Zugfahrten ;-).
Viel Spaß beim Lesen!!!

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"Rex Jordan 2 – Der Fall der ewigen Liebe"

Ein verzwickter Fall für Rex: "Rex Jordan 2 – Der Fall der ewigen Liebe"!

Dominik Ruder
Rex Jordan 2 – Der Fall der ewigen Liebe
978-3-945858-46-2
DerFuchs-Verlag
Alter: 14+/All Age

Nachdem er den Rosenring-Mörder geschnappt hat, braucht Ermittler Rex Jordan dringend einen Tapetenwechsel und zieht in die Wüstenstadt San Nadjo. So bekommt er auch Abstand von seiner Kollegin Lana, die seine Liebe nicht erwidert. Rex neuer Assistent Henry Chen ist jung, sehr talentiert und engagiert, aber wenig selbstbewusst. Um seine kranke Mutter zu pflegen, brach er die Polizeiakademie ab. Über sein Privatleben spricht er wenig. Rex unterstützt ihm nach Kräften, damit er bei der Polizei Fuß fassen und seine Ausbildung beenden kann. San Nadjo ist ein heißes Pflaster. Rex nimmt einen Drogendealer nach dem anderen hoch und erntet höchstes Lob vom Chef und den Kollegen. Eines Tages wird Rex auf einen seltsamen Fall im Nachbarort angesetzt. Dort verstarb der reicher Mister Abbanathy unter ungeklärten Umständen. Seine Witwe, Sophie Abbanathy, verhält sich äußerst merkwürdig. Nach dem Tod ihres Mannes drehte sie vollkommen durch und musste in die Psychiatrie eingeliefert werden. Ihre Angst vor dem Tod war übermächtig. Sie litt unter heftigen Panikattacken und hatte Wahnvorstellungen. Jedoch nachdem sie Besuch von einem mysteriösen, älteren Herren bekam, besserte sich ihr Zustand schlagartig, und sie entließ sich selbst. Rex und Henry suchen Mrs Abbanathys Arzt auf, doch der hat wenig zu sagen. Eine Krankenschwester ist allerdings etwas gesprächiger. Beim Observieren der Abbanathy-Villa fallen Rex und Jordan einige Männer in Anzügen auf, die dort ein und aus gehen. Auch der mysteriöse Fremde taucht hin und wieder auf. Henry wagt sich über die Grenzen der Legalität hinaus und hackt Sophie Abbanathys Mail-Account. So erfährt er, dass sie einen Detektiv angeheuert hat. Bevor Henry und Rex ihre Recherchen fortsetzen können wird ihre Aufmerksamkeit auf etwas anderes gelenkt. Bei dem Pharmakonzern Hypermed gab es eine Explosion. Die Feuerwehr meint, es sei kein Unfall gewesen. Hängt die Explosion vielleicht mit Rex aktuellem Fall zusammen? Bei den Ermittlungen stoßen Rex und Henry auf einen gewissen Dr. Age. Dieser Dr. Age wiederum scheint einen gewissen Professor Finkelberry zu kennen, zumindest erscheinen beide gemeinsam auf einem Foto. Und genau dieser Professor Finkelberry ist der mysteriöse Fremde, der um die Villa und um Mrs Abbanathy herum schleicht. Die Ermittler folgen einer Spur, die in die Vergangenheit führt. Die Eltern von Dr. Age kamen damals bei einem Unfall ums Leben. Der LKW-Fahrer, der in das Auto der beiden raste, war betäubt mit einem Medikament, das Mrs. Abbanathy damals verschrieben bekam. Ihre Beteiligung an der Sache jetzt jedoch noch nachzuweisen, ist praktisch unmöglich. Der ganze Fall wird immer komplizierter. Die Anzugträger, die den Ermittlern im Umfeld der Villa aufgefallen sind, werden in einen Überfall entwickelt. Sie entführen einen jungen Mann. Bei dem Opfer könnte es sich eventuell um Dr. Age handeln, doch das Motiv ist zunächst völlig unklar. Henry geht einmal mehr an die Grenzen der Legalität und spioniert die Villa mittels einer Drohne aus. Er achtet allerdings darauf, dass sie nicht direkt über dem Gelände fliegt. Die Drohne übermittelt Bilder, auf denen Mrs Abbanathy und Professor Finkelberry Händchen halten und sich küssen. Kurz danach gibt es eine heftige Explosion. Rex und Henry sind zuerst vor Ort und stoppen Mrs Abbanathy und den Professor, die fliehen wollen. Was wird hier gespielt? Können Rex und Henry den Fall aufklären?
Rex Jordan ermittelt wieder! Noch spannender als der 1. Fall! Ich warte schon auf Band 3!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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Mittwoch, 21. Februar 2018

"Drei Steine für Betty"

Heute trifft Gestern: "Drei Steine für Betty"!

Bettina Kupfer
Drei Steine für Betty
978-3-946593-64-5
Jacoby & Stuart Verlag
Alter: 12+

Die zwölfjährige Amit aus Frankfurt feiert bald ihre Bat Mizwa, aber Oma Minnie, die in Israel lebt, weigert sich, dafür (oder überhaupt je wieder) nach Deutschland zu kommen. Als die Familie Oma in den Ferien besucht, gibt es deswegen einen heftigen Streit zwischen Papa und Oma. Papa ist sauer, weil Oma immer wieder von Betty spricht, ihrer Schwester, die sie in den Wirren des Krieges verloren hat. Papa ist überzeugt, dass Betty längst tot ist, doch Oma hat immer noch Hoffnung. Amit beschließt, ihrer Oma zu helfen, Betty zu finden. Vor ihrer Abreise vertraut Oma ihr ihr Tagebuch an: Im Jahr 1940 ist Minnie 12. Ihre Eltern praktizieren heimlich im Keller als Ärzte, weil sie als Juden ihren Beruf nicht mehr ausüben dürfen. Eines Tages werden sie abgeholt und in ein Arbeitslager gebracht. Minnie hatte sich mit ihrem kleinen Bruder Kurt im Speiseaufzug versteckt, und Kindermädchen Alma, die als reine Deutsche eigentlich gar nicht bei Juden hätte arbeiten dürfen, versteckte Baby Betty. Alma nimmt die drei Kinder dann mit zu ihrem Freund Franz. Sie hatte mit Minnies Eltern abgesprochen, die Kinder nach Luxemburg zu Verwandten zu bringen, falls ihnen etwas zustoßen sollte. Doch Luxemburg ist nicht mehr sicher. Die Verwandten wurden ebenfalls abgeholt. Also werden Minnie und Kurt nach Belgien gebracht und dort zunächst von der netten Els im Keller versteckt. Die kleine Betty und der Hund Scarlett bleiben bei Alma. Über Frankreich sollen Minnie und Kurt in die Schweiz gebracht werden. Kurt überlebt die Reise nicht. Er wird sehr krank und stirbt. Amit fährt heimlich nach Nürnberg und sucht Minnies Elternhaus auf. Sie findet das Versteck für den Schlüssel und betritt das Haus. Das Treppengeländer, auf dem Minnie so gern gerutscht ist, ist noch da, aber sonst nichts. Amit weiht ihre Cousine Lea und Nachbarjungen Djamil, in den sie ein bisschen verknallt ist, in ihr Projekt ein Betty aufzuspüren ein. Djamils Vater ist in Syrien, um seine Eltern von dort nach Deutschland zu holen. Djamil hat lange nichts mehr von ihm gehört und macht sich Sorgen. Ihren Eltern sagt Amit nichts von dem Tagebuch und ihren Nachforschungen. In dem Tagebuch liegen 2 Briefe von Almas Bruder Walter, unlesbar in krakeligem Sütterlin. Auf einem davon ist ein Bild von einem Baby und einem Kirchturm. Eine Kirche mit genauso einem Turm befindet sich in Almas Heimatdorf in der Nähe von Nürnberg. Der Pfarrer dort ist hilfsbereit, aber er kann den Kindern leider keine neuen Hinweise geben. Es ist wie die Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Alma kam 1943 bei einem Bombenangriff ums Leben, aber über Betty gibt es keine Aufzeichnungen. Bei wem kam sie unter, und vor allem unter welchem Namen? Plötzlich sieht Amit einen Hund, der genau wie Scarlett auf dem alten Foto von Oma aussieht. Sie googelt, findet eine Züchterin in der Nähe, die auf diese Rasse spezialisiert ist und vereinbart unter dem Vorwand, einen Hund kaufen zu wollen, einen Termin. Da sie auf David aufpassen muss, nimmt sie ihn mit. Der entlaufene Hund, den sie gesehen hat, heißt Flöckchen. Sie stammt von einer Hündin ab, die damals bei der Oma der Züchterin abgegeben, aber nie wieder geholt wurde. Ganz klar: Flöckchen ist die Ur-Ur-Urenkelin von Scarlett! Wenn Amit schon Betty nicht finden kann, dann kann sie so Oma vielleicht eine Freude machen. Doch dann verlaufen sich Amit und David im Wald. Während eines Gewitters suchen sie Schutz in einer Höhle und geraten in Lebensgefahr!
Gegenwart trifft auf Vergangenheit, und Geschichte wird lebendig! Amit taucht in die Familiengeschichte ein und lernt dabei, was es heißt, erwachsen zu werden!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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https://ravensbuch.de/shop/item/9783946593645

"Kirschendiebe oder als der Krieg vorbei war"

Ein Forsthaus in der Nachkriegszeit: "Kirschendiebe oder als der Krieg vorbei war"!

Anke Bär
Kirschendiebe oder als der Krieg vorbei war
978-3-8369-5997-1
Gerstenberg Verlag
Alter: 10+

1947: Der Krieg ist vorbei. Die zehnjährige Lotte lebt mit ihrer Mutter, ihren Geschwistern Paul und Tilla, ihrem Vater, der der Kriegsgefangenschaft entkommen konnte, und den Großeltern im Forsthaus bei Tante Hilde und deren Kindern Knut und Hanna. Die Familie muss zusammenrücken, denn da Onkel Fritz, der frühere Förster, im Krieg gefallen ist, muss ein neuer Förster her, also zieht Herr Greßmann mit seiner unausstehlichen Frau und den Töchtern Luise (ebenfalls unausstehlich) und Rose (ganz nett) im Erdgeschoss ein. Die Kinder spielen gern im Wald, baden im Tümpel oder erkunden die alte Burgruine. Willi und Mücke, die Söhne des Nachbarn, und die anderen Jungs spielen oft bei einem Flugzeugwrack, doch das ist gefährlich, weil in der Gegend noch scharfe Sprengkörper herumliegen. Sonst merkt man nicht mehr viel vom Krieg. Während die Städte in Trümmern liegen, hat er auf dem Land kaum sichtbare Spuren hinterlassen. Lottes Familie geht es relativ gut. Sie haben eine Kuh, Ziegen und Hühner und müssen nicht für Lebensmittelmarken verwässerte Milch auf dem Dorfplatz kaufen. Ihr Hahn Heinrich wird von ein paar Jungs so geärgert und gequält, dass er daraufhin aggressiv zu allen Menschen ist und geschlachtet werden muss. Auch Papa ist oft aggressiv und riecht nach Alkohol, wenn er von der Arbeit in der Stadt nachhause kommt, außerdem verliert er Geld beim Kartenspielen. Papa spricht nie über den Krieg. Opa wurde „entnazifiziert“ und ist jetzt Waldarbeiter und nicht mehr Professor. Lotte versteht vieles nicht: Warum steht in Opas Brockhaus von 1901 etwas anderes als in Tante Hildes von 1938? Gibt es mehrere Wahrheiten? Warum dürfen Erwachsene töten? Vater ersäuft Pussis Baby-Kätzchen in der Regentonne und schlachtet Kaninchen, und im Krieg schießen sie sich gegenseitig tot, aber in der Schule lernen die Kinder das 5. Gebot: Du sollst nicht töten! Die strenge Lehrerin Fräulein Dittmar besteht auf sauberen Fingernägeln, ordentlichen Zöpfen und Röcken bei den Mädchen. Lehrer Fettig hat im Krieg ein Auge und den Großteil seines Humors verloren und greift nicht selten zum Rohrstock. Es gibt neues Geld, die D-Mark. Frau Greßmann ist geizig. Früher, als Tante Hilde noch das Sagen hatte, durften die Kinder im Garten nach Herzenslust naschen. Frau Greßmann jedoch zählt die Weintrauben an den Stöcken ab, und wehe man vergreift sich an den Kirschen. Knuts zahme Elster Jockl klaut einmal ihre silbernen Kaffeelöffel, und sie ist außer sich. Obwohl Lottes Familie nicht sehr viel hat, geben sie gerne den Flüchtlingen, die ins Dorf kommen, von ihrem Essen ab. Die Jungs machen immer Quatsch, zündeln in der Scheune und spielen ständig Krieg. Lotte darf mit in ihre geheime Hütte, weil sie wie sie eine Lederhose trägt (außer in der Schule, wo das Mädchen nicht erlaubt ist). Die hat sie von Tante Elli, die Motorrad fährt und keinen Mann hat bzw. will, weil sie lieber mit ihrer Freundin Margot zusammen ist. Im Winter basteln sich die Kinder Skier, und der kleine Paul gewinnt ein Wettrennen und eine Wurst. Das WC friert ein, und alle müssen raus aufs Plumpsklo. Oma liest jeden Abend im Advent das Weihnachtsgedicht auf der Weihnachtsuhr vor, und Weihnachten feiern sie alle zusammen. Im Dorf gibt es Gerede. Müllerstochter Johanna ist mit einem „Neger“ verlobt, ein Skandal. Irgendwann findet Papa eine neue Arbeit, und die Familie muss aus dem Forsthaus ausziehen. Der Abschied fällt Lotte schwer … .
Eine Kindheit ist der Nachkriegszeit! In Lottes kleinen Alltags-Geschichten wird die Vergangenheit lebendig! Toll sind auch die Fotos und Informationen im Anhang!
Viel Spaß beim Lesen!!!

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